Untere Fabrikhöhlen

Dieses Thema im Forum "Klippen und Industriegebiet" wurde erstellt von Sumiya Saki, 2. Sep. 2018.

  1. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

    Beiträge:
    698
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    138 cm
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link

    Den gesamten Weg bis herunter nach Getsurin grübelte Saki stumm vor sich hin. Wie sollte diese verdammte Mission denn ablaufen, wenn ihr ein Genin zugeteilt wurde, der keinerlei Erfahrung hatte und einer, der so verpeilt war, dass er das Wasser in der Uhr nicht sah, während darauf geguckt wurde? Irgendwie hoffte Saki, dass diese Mission einfach war, denn sie hatte nicht das gefühl, dass diese teamkonstellation mit einer komplexen Aufgabe alleine klar kommen würde. Vielleicht endete es so, wie viele Gruppenprojekte in der Wschule, eienr machte die gesamte Arbeit und in diesem Fall war die Sumiya sicher, dass das an ihr hängen bleiben könnte. Natürlich war es möglich, dass sowohl Nanami, als auch Ibuki die Künstlerin überraschten, aber noch sah Saki davon nichts.

    In Getsurin angelangt, bemerkte Saki sofort etwas, das ihre Laune etwas verbesserte. Es war zwar noch rechgt warm, aber über der Ahfenstandt hingen dichte Wolken, die die gleißende Sonne fast vollständig aussperrten. Zudem ging ein relativ angenehmer Wind, sodass Saki sich keine Sorgen machen musste, ob hier jemand einen Hitzschlag erleiden würde. Noch während Saki das Wetter innerlich abnickte und für die Mission geeignet befand, ergriff die zu spät kommende Kunoichi, Ibuki, das Wort. Sie wollte wissen, wie es weiter gehen sollte und ob ein Schioff auf die drei warten würde. Innerlich schlug Saki bereits die Hand gegen ihre Stirn, sicherlich waren die Informationen nicht sodnerlich zahlreich gewesen, die die Grupope erhalten hatte, aber eines war klar, dass es um eine Höhle in Getsurin ging, daher empfand Saki die Frage nach einem Boot als lächerlich. Ein langer Tag stand vor der Kunoichi, das spürte sie eindeutig. Dennoch versuchte sie wenigstens die Fassung zu wahren, fürs Erste. Wir bleiben hier in Getsurin, es geht ja um eine der eingestürzten Fabrikhöhlen. Oder ist die kurze Nachricht der Dorfverwaltung mit schwimmen gewesen? Es war faszinierend zu beobachten, wie Saki sich vornahm nett und geduldig zu sein und die Sache einen Satz lang anhielt bevor sie genug hatte. Als würde irgend ein Schalter in der Sumiya nicht auf der Nettigkeitsposition stehen bleiben oder ein Wackelkontakt verhinderte es. Doch zum Glück war Saki keine Maschine, wobei ihre Gegenüber das nicht so positiv auffassen würden. Seis drum, Saki würde sich für andere nicht verbiegen, wenn jemand ein Problem damit hat, soll er es ihr gefäligst ins Gesicht sagen. Sollte Ibuki sich auf den Schllips getreten fühlen, war es eben so, immerhin war sie es, die zuspät gekommen war, weil sie noch hatte schwimmen gehen wollen. Dennoch war Saki in der Pflicht die Aufgabe wenigstens etwas zu erläutern, schon alleine damit alle auf dem gleichen Stand waren. Gruppenleiter und so. Also nochmal zum mitschreiben doer wenigstens merken. Vor ein paar Tagen ist eine Höhle in Getsurin eingestürzt, es gab viele Verletzte, aber zum Glück keine Todesopfer. Da die Höhle strukturell intakt war, wird Sabotage erwartet und wir sollen herausfinden, ob etwas dran ist an der Sache. Das sollte als Erklärung doch erstmal ausreichen. Für Zwischenfragen hatte Saki nämlich keine Laune, wobei die hatte sie auch schon von Anfang an nicht. Jetzt mussten die drei nur noch die Höhle finden. Vorsichtig linste Sakia auf ihre Notizen, wie das Ding hieß; Miwase Fischausweidung stand auf dem Zettel. Na das konnte ja spaßig werden, hoffentlich lagen nicht noch überall Fischabfälle in der Höhle herum.
     
  2. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

    Beiträge:
    74
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    1,61m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Eine kaputte Uhr? Ohje, das fing ja schon mal gut an. Eine schlecht gelaunte Teamleiterin und fünfzehn Minuten Rückstand. Aber das hier war schließlich kein Rennen. Nanami wusste sowieso noch nicht, wie sie den Umfang der ihnen anvertrauten Aufgabe einschätzen sollte. Mit Detektivarbeit kannte sie sich nicht so gut aus und von den Aussagen und der schieren Anzahl der Verunglückten her zu urteilen, die Saki und sie in der Notaufnahme behandeln durften, schien es ein ziemlich schwerer Unfall gewesen zu sein. Unfall – es wird ja Sabotage vermutet, sonst wäre auch kein Shinobiteam entsandt worden, um den Ort des Unglückes noch einmal zu untersuchen! Immerhin schien das Wetter sich auf Nanamis Seite zu schlagen. Sie war das feuchte und kühlere Klima aus Kirigakure gewohnt und empfand das, in letzter Zeit, sehr heiße Wetter als sehr unangenehm. Glücklicherweise zog sich der Himmel inzwischen etwas zu und der Duft des Meeres wurde den Dreien von einer angenehmen Seebrise entgegen getragen, als sie die Hafenstadt Getsurin erreichten.

    Die junge Hōzuki zuckte innerlich zusammen, als Ibuki danach fragte, ob sie in ein Schiff einsteigen würden, um ihren Missionsort zu erreichen - wusste sie schließlich das, dem nicht so war und fürchtete, wie die ohnehin schon angespannte Saki wohl reagieren würde. Den gesamten Weg nach Getsurin war es bereits unangenehm still gewesen. Ibuki hatte sich wohl nicht getraut noch einmal etwas zu sagen, um Saki nicht ausversehen noch etwas Falsches zu sagen, an dem sich die Sumiya aufreiben könnte. Während ihres gemeinsamen Jobs im Krankenhaus hatte sie das blauhaarige Mädchen auf eine andere Art und Weise angespannt erlebt. Sie schien völlig in ihre Aufgaben vertieft gewesen zu sein und war durchgehend ernst, aber relativ entspannt. Jetzt aber schien Saki recht angespannt zu sein – mit der Geduld schien sie es wohl nicht so zu haben. Doch hatte Nanami bereits mit dem Schlimmsten gerechnet, so fiel Sakis Antwort überraschenderweise doch recht gelassen und verhältnismäßig ruhig, wie sachlich aus, als sie den Auftrag der Mission erläuterte. „Hmm...“, kam es von Ibuki dann in einem nachdenklichen Ton. Sie kratzte sich am Hinterkopf und erläuterte anschließend etwas verlegen: „Entschuldige, aber da war ich vielleicht gedanklich schon einen Schritt weiter. Natürlich wäre der erste Schritt, sich die Fabrikhöhle anzuschauen. Aber ich glaube in der Zeitung gelesen zu haben, dass es Verletzte gegeben hatte. Da dachte ich, dass man die vielleicht aufsuchen könnte.” Ohje .. alles was Nanami auf ihrer ersten Mission nicht wollte waren lange und unnötige Diskussionen oder gar Streitereien. In ihrem Clan endeten Wortgefechte nicht selten in einer Prügelei! In ihren Kopf kämpften Saki und Ibuki bereits in einer kreisrunden Staubwolke aus fliegenden Fäusten, Füßen und Fischmessern miteinander. Doch da riss die Schwarzhaarige Nanami aus ihrem kurzen Tagtraum: “Ebenso muss es einen Gutachter gegeben haben, der sich die Höhle bereits angesehen hat und den Widerspruch aufgedeckt hat.“ gab sie zu bedenken und ließ ihren Blick umherschweifen, als ob sie nach etwas Ausschau hielt. „Sicherlich gibt es auch Zeugen, die am Tag des Unglücks in der Nähe gewesen waren und Auskunft geben könnten. Leute, die in der Nähe arbeiten oder in Sichtweite wohnen. Aber, wenn du meinst wir sollten uns erst einmal auf die Höhle konzentrieren, ist das wohl ebenso gut.“ Nanami empfand Ibukis Antwort etwas patzig, doch ihre Argumente waren nicht von der Hand zu weisen. Sie hatte sich auch bereits gefragt, warum drei Shinobi geschickt wurden, um die Aufgaben eines Gutachters, oder Ermittlers zu erledigen – besonders, da dies bereits von offizieller Seite bereits geschehen war! Was Ibuki jedoch nicht wusste, war, dass ihre beiden Kolleginnen durch Nanamis Prüfungsjob schon Kontakt zu einigen Zeugen hatten, auch wenn sie diese nicht offiziell zu dem Unglück ausgefragt hatten. Dadurch aber hatte die Weißhaarige eine gewisse Neugier entwickelt und hatte sich insgeheim schon darauf gefreut, sich den Unglücksort einmal näher ansehen zu dürfen. Sie nickte eifrig. “Was die Zeugen angeht ..” meldete sie sich endlich auch Mal zu Wort. “.. Saki und ich haben vor gut einer Woche im Krankenhaus in der Notaufnahme ausgeholfen. Dort hatte man alle Hände voll zu tun die Verletzten aus dem Fabrikunglück zu versorgen. Wir haben natürlich niemanden direkt ausgefragt, aber die ein oder andere Information aus den Gesprächen mit und zwischen den Patienten aufschnappen können. Vielleicht können wir die Informationsfetzen aus der Notaufnahme mit dem Bild abgleichen, dass sich uns in der Fabrik ergibt? Außerdem liegt uns der Bericht des Gutachters nicht vor, sofern Saki diesen nicht von der Dorfleitung erhalten hat! Deswegen denke ich, wäre es das Beste, wenn wir uns zunächst selbst ein Bild vom Ort des Geschehens machen, ehe wir weitere Schritte einleiten.” erörterte Nanami ihre Gedanken in einem sachlichen und ruhigen Tonfall. Lange würde es nicht mehr dauern bis die drei an der Miwase Fischausweidungs Fabrik ankommen würden, zu der sie von ihrer Teamleiterin zielstrebig hingeführt wurden.
     
  3. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

    Beiträge:
    29
    Alter:
    15
    Größe:
    1,66m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Äußerst gespannt hatte Ibuki den Worten des weißhaarigen Mädchens gelauscht, enthielten diese doch einige recht wichtige Informationen. Informationen, die nicht nur die Mission, sondern auch die Natur dieses Teams betraf, welchem die junge Asatsuya seid einiger Zeit angehörte. Nach und nach machte sich das Mädchen so ein Bild ihrer eigenen Lage und wurde dabei merklich stiller, während die Gruppe ihren Weg zu den Fabrikhöhlen fortsetzte.
    Scheint so, als ob bereits mehr Informationen vorhanden sind, als man zugeben will. Dachte Ibuki bei sich und ließ einen flüchtigen Blick zu Saki herüber schweifen. In ihrem Blick hing in diesem kurzen Moment weder Misstrauen, noch Argwöhnen. Vielmehr musterte die Schwarzhaarige die Teamleiterin ein weiteres Mal in kühler Gelassenheit, in der Hoffnung, weitere Informationen aus Sakis Verhalten, Mimik und Haltung herauslesen zu können. Fragt sich nur, warum man mir diese wichtigen Infos vorenthält! Dass man den einen oder anderen Teamkollegen schon von anderen Aufträgen her kennt, ist ja nicht ungewöhnlich. Aber dann so geheimniskrämerisch zu sein, ist doch etwas seltsam.Und auch wenn ich offensichtlich zu spät am Treffpunkt angekommen bin, so hätte man mir ja zumindest auf dem Weg hier hinunter das Wichtigste mitteilen können. Grübelte die Schwarzhaarige, aber konnte sich mithilfe der bisherigen Indizien nicht erklären, welchen Zweck es hatte, wenn einem Teil des Teams gewisse Informationen verschwiegen wurden. Was aber weitaus wichtiger ist; Was verschwiegt Saki noch alles? Und welche Rolle soll ich in diesem Team spielen, wenn ich über manches im Unklaren gelassen werde? Fragte sich Ibuki und hatte die Diskussion mit Saki und Nanami bereits mit einem abwesenden Nicken ihres Kopfes zur Seite geschoben. Wenn die Teamleiterin nicht von sich aus Informationen preis geben wollte, so machte es auch wenig Sinn weiter nachzuhaken. Die Blauhaarige würde schon ihre Gründe haben, warum sie so handelte. Für die junge Asatsuya kristalisierte sich dann jedoch schnell heraus, dass es nicht unklug wäre ihre Aufmerksamkeit nicht nur auf die Umgebung zu richten, sondern auch ihr nahes Umfeld etwas schärfer im Blick zu behalten. Denn warum auch immer die Dorfleitung ausgerechnet sie diesem Team zugeordnet hatte, sie glaubte nicht daran, dass es reiner Zufall gewesen war. Denn Ibuki glaubte vielmehr, das es für alles, was scheinbar zufällig passiert, es einen Plan gibt.

    Nach einem kurzen Fußmarsch, erreichten die drei Kunoichi schließlich die Felsklippen, in denen Zahlreiche Fabriken und Wohnungen in den Stein hineingehauen worden waren. Nur wenig später lenkte die Anwesenheit von einigen Sicherheitskräften und ein mit auffälligen Bändern abgesperrter Höhleneingang die Aufmerksamkeit der Drei auf die derzeit stillgelegte Fischfabrik „Miwase“. Dies war ohne Zweifel der Dreh und Angelpunkt ihrer Mission und auch der erste Anlaufpunkt für die weitere Informationsgewinnung.
    Zielstrebig bewegten sich die Mädchen auf den abgesperrten Bereich zu und erregten damit unweigerlich die Aufmerksamkeit der dort stationierten Sicherheitskräfte. Zwei, der Vier Wachmänner in neungelben Westen, drehten sich auch sogleich zu ihnen hinüber, während die anderen nur einen flüchtigen Blick auf die bunt zusammengewürfelte Truppe warfen.
    „Ihr könnt gleich wieder umkehren!“, gab der schmächtigere, der beiden Wachmänner ihnen zu verstehen. Dieser hatte kurzes schwarzes Haar und eine große runde Brille. In seinen Händen hielt er ein hälzernes Klemmbrett, auf das er mit den Fingern seiner linken Hand energisch tippte, als er ihnen weiter ausführte: „Der Zutritt ist jedem ohne explizite Genehmigung untersagt! Da könnt ihr eure Verwaltung nochmal darauf hinweisen, dass sie erst jemanden wieder schicken, wenn hier nichts mehr einsturzgefährdet ist!“ Nach diesen Worten, tippte der Brillenträger noch drei Mal mit dem Finger auf sein Brett, so, als ob er deutlich machen wollte, dass diese Anweisungen jederzeit gut nachlesbar hier auf seinen Zetteln stehen würden. Ibuki fühlte sich hierbei von der kleinen Gruppe an Kunoichi wohl am wenigsten angesprochen, war sie doch soweiso schon der Außenseiter des Teams und in ihrer derzeitigen Lage ganz und gar nicht gewillt auch nur in irgendeiner Art und Weise für das gesamte Team zu sprechen. Um diese Einstellung auch wortlos an die anderen Zwei zu vermitteln, lenkte sie ihren Fokus gezielt auf die Umgebung. So versuchte sie ihre Zeitdamit zu nutzen, die Fabrikhöhle und die nahe Umgebung zu mustern und nach weiteren Hinweisen zu suchen. Was sie genau suchte, wusste Ibuki dabei noch nicht einmal, war sich aber sicher, dass dies besser wäre, als sich in eine weitere Diskussion hineinziehen zu lassen. Soll das doch ruhig Saki machen!
     
  4. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

    Beiträge:
    698
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    138 cm
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Vielleicht interpretierte Ibuki zu viel in die Situation hinein und die Tatsache, dass Saki und Nanami eben aufgrund ihres vorangegangenen Jobs etwas mehr Informationen hatten, würde jetzt kaum hilfreich sein, denn was die beiden Genin mitbekommen hatten, waren eher Gerüchte, Hörensagen und Vermutungen, die eher haltlos, als alles andere waren. Doch Saki selbst bekam ja auhc nichts mit von den Gedanken der Asatsuya, genau so wenig, wie diese wusste, dass die Informationen von Saki und Nanami deutlich begrenzter waren, als angedeutet. Simple Kommunikation wäre sicherlich in der Lage dieses Missverständnis aufzuklären, aber Kommunikation mit Saki stellte generell eine Herausforderung dar, denn das Mädchen hatte diese Fertigkeit sicherlich nicht verfeinert und in Schuss gehalten. Sie war stur, grantig und kam zum Punkt und wenn dabei Gefühle verletzt wurden, passierte es halt. Da war Saki wenig feinfühlig.

    Doch bevor das Kommunikationsproblem, von dem Saki nicht einsah, dass es existierte, gelöst werden konnte, stellte sich eine neue Barriere in den Weg. Die Sicherheitsleute, die den Einlass in die Höhle verwehrten. Natürlich wurden unbefugte von der Höhle fern gehalten, das war nur recht und billig, doch was gesagt wurde, machte Saki nur wütend. Scheinbar war es egal, dass sie von der Dorfverwaltung von Soragakure gesandt worden waren, niemand durfte rein. Einsturzgefahr, pah. Saki glaubte nicht daran, wenn dem so wäre, warum waren gerade die benachbarten Fabriken noch voll im Betrieb? Mussten nicht wenigstens ein paar geschlossen werden, um den Bereich zu untersuchen oder zu stützen? Wenn wenn dem nicht so war, wie groß konnten die Schäden wirklich sein? Als Saki an den Wächter vorbei blickte konnte sie in den eingang der benachbarten Höhle blicken. Eine ganze Handvoll Arbeiter trug Kisten umher und bepackte sie scheinbar mit Obst, das später nach Sopragakure hoch geschickt werden sollte. Wenn die Höhle direkt daneben wirklich einsturzgefährdet war, wieso ließ man diese Männer da guten Gewissens arbeiten? Hier wurde doch etwas verheimlicht. Nur was? Um das zu lösen, mussten die drei da rein, aber wenn sie nicht mit Gewalt eindringen wollten, mussten sie irgendwie an den vier Kerlen vorbei kommen. Doch wozu waren die drei Shinobi, nicht wahr?

    Die Sumiya gab ein Schnauben von sich, das man gewiss als Zustimmung auffassen konnte. Dass dem nicht so war, würde sich noch zeigen, aber fürs erste hieß es Rückzug. Ohne ein weiteres Wort bedeutete sie Nanami und Ibuki ihr zu folgen und stapfte davon. Erst als sie hinter einem nahen Lagerhaus abgebogen und nicht mehr zu sehen waren, hielt das blauhaarige Mädchen an. Mit einem kurzen Satz hüpfte sie auf eine an der Wand des Lagerhauses stehende Kliste und ließ sich darauf im Schneidersitz nieder. Mit dem Rücken lehnte sie sich dabei an eine weitere Kiste, die auf der ersten Gestapelt worden ist. Okay, wir müssen da rein. Da ist was faul, wieso soll die ganze Höhle einsturzgefährdet sein und nebenan machen sie munter weiter, während hunderte Tonnen von Gestein angeblich jederzeit runter kommen können? Leider endete hier Sakis Weisheit, denn sie war mal ihr kleines Arsenal im Kopf durchgegangen und ihr konnte nicht wirklich etwas helfen hinein zu gelangen, jedenfalls nicht, ohne die Männer vor der Höhle zu verletzen. Kawarimi war nicht möglich, selbst mit passend großen Steinen, da das Jutsu nicht als Teleportationstechnik agierte. Ihre medizinischen Kenntnisse würden auch nicht helfen und wenn sie mit Blitzen um sich warf, könnten sie gleich direkt angreifen. Blieben nur die Zeichnungen, wie immer. Ich bin mal meine Möglichkeiten durchgegangen, da wir aber keine Zivilisten, verletzen dürfen, egal wie sehr sie uns nerven, kann ich in dieser Situation nur mit meinen Zeichnungen arbeiten. Habt ihr vielleicht ein oder zwei Jutsus oder gar eine ganz andere Idee, um da rein zu kommen? Saki schien wirklich aufgeschmissen zu sein, wenn sie schon ihre Teamkollegen um Hilfe bat, denn was Teamwork anging, war die Kunoichi sicherlich ein eher unbeschriebenes Blatt.
     
  5. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

    Beiträge:
    74
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    1,61m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Als die drei Kunoichi sich dem abgesperrten Höhleneingang näherten, offenbarte sich ihnen bereits das erste Hindernis, als sie vom Sicherheitspersonal abgewiesen wurden. Das hatte sich die Hōzuki anders vorgestellt. Doch allmählich ahnte sie, warum für diese scheinbar simple Mission Shinobi entsandt wurden. Wenn der Einsturz der Höhle tatsächlich durch Sabotage herbeigeführt wurde, dann wäre es wichtig dies zunächst zu verifizieren und im Folgenden weitere Schritte einzuleiten, um die Täter zu fassen. Wenn jedoch gewartet werden musste, bis die Stabilität der Höhle wieder gesichert wäre, könnten wichtige Indizien und Spuren verwischt werden, oder weitere Angriffe folgen. Außerdem war der Vorfall erst gut eine Woche her – müsste man nun darauf warten, dass ein weiteres Statikgutachten das Okay gab, nachdem die nötigsten Sicherheitsarbeiten an den Höhlen abgeschlossen wären, würden weitere Wochen, oder gar Monate vergehen, ehe man Ermittlungen von offizieller Seite her starten könnte. Informationsbeschaffung durch ein Shinobiteam hatte den Vorteil der Unabhängigkeit, der Schnelligkeit und den der verdeckten, unbemerkten Ermittlung. Nun – unbemerkt war das Geninteam nun nicht mehr. Verdammt! Diesen Fehler hätte sie verhindern können, wenn sie sich eher Gedanken darüber gemacht hätte und Saki nicht einfach nur stur gefolgt wäre! Jetzt musste das Team mit den Konsequenzen leben, die vor allem bedeuteten, dass die Wachleute von ihrer Anwesenheit wussten und von nun an noch wachsamer wären. Abschätzend musterte sie die vier Sicherheitskräfte und den Höhleneingang, bevor die Drei sich wortlos davon machten. Einzig ein resignierendes Schnauben der Teamleiterin, deutete den Wachleuten die Aufgabe ihres Vorhabens die Höhle zu betreten. Auch Ibuki war schon seit einer Weile verdächtig ruhig gewesen. Es war schwierig auszumachen, um was sich wohl ihre Gedanken drehten, aber vermutlich kam ihr diese ganze Sache hier ähnlich merkwürdig vor wie Saki und Nanami.

    Mit ihrem Einwand hatte die Sumiya nicht ganz unrecht – in den anderen Fabrikhöhlen schien bereits wieder reger Betrieb zu herrschen. Wenn eine Höhle doch bereits eingestürzt war, gab es doch Grund zur Annahme, dass die anliegenden Höhlen ebenfalls gefährdet waren. Nanami nickte auch die weiteren Gedankenäußerungen der Teamleiterin bestätigend ab. Auch sie hatte sich bereits ihre eigenen Gedanken zur Situation gemacht. Ihre eigenen Fähigkeiten hielten sich in Grenzen – zumindest die, die hier von Nutzen sein konnten, denn sowohl ihr Taijutsu, als auch ihr Schwertkampf half in diesem Szenario enttäuschend wenig, wenn sie die Wachleute nicht gerade umbringen wollten – was wohl ganz offenbar keine Alternative war. Unter Sakis Zeichenjutsus hatte sie noch immer keine so rechte Vorstellung und in wieweit diese dem Team helfen würden, aber das würde Saki sicherlich weiter ausführen, falls diese Option in Betracht gezogen würde. “Vielleicht gibt es außer dem Haupteingang zur Höhle weitere Zugänge .. Abwasserkanäle oder Luftschächte vielleicht?” gab Nanami noch einmal zu bedenken. Zumindest wäre ihr dies eine willkommene Alternative, um eine direkte Konfrontation mit den Sicherheitskräften zu umgehen. “Wenn uns jedoch keine Alternative zum Haupthöhleneingang bleibt, dann wäre ein Ablenkungsmanöver vielleicht eine der wenigen Chancen, die uns bleibt. Mithilfe des Henge no Jutsu, könnte einer von uns die Aufmerksamkeit der Wachen auf sich ziehen, während die übrigen beiden unbemerkt in eindringen. Der Nachteil dabei wäre nur, dass der Ablenkende dann keine Möglichkeit mehr hat, ebenfalls in die Höhle zu gelangen. Im Gegensatz zu einem Bunshin oder dem Kawarimi jedoch würden die Höhlenmenschen nichts von unserer Infiltration mitbekommen, falls das Ablenkungsmanöver gelingt! Mit den Bunshins oder dem Kawarimi könnten wir jedoch vortäuschen den Höhleneingang zu stürmen und im selben Moment unbemerkt eindringen. Dann jedoch wissen die Wachen von unserem Zuwiderhandeln, was den weiteren Verlauf unserer Mission deutlich erschwert, wenn sie nach uns suchen, oder Verstärkung rufen.” eine weitere Möglichkeit wäre ein Explosionssiegel zu verwenden, um damit für Ablenkung zu sorgen, doch würde das eventuell auch das Leben von Zivilisten gefährden und unnötig viel Aufmerksamkeit auch von Unbeteiligten auf sich ziehen. Außerdem könnte dieses Manöver aussehen wie ein Anschlag. Definitiv keine Option die Nanami in dieser Mission als Möglichkeit äußern würde. Dass Nanamis Taijutsu und ihr Waffenkampf hier keinerlei Nutzen bringen würden, wusste Saki genauso gut wie Nanami selbst, weswegen sie auch dies hier nicht zu bedenken geben wollte. Der Blick der Kunoichi wanderte von Saki zu Ibuki hinüber. Vielleicht wüsste sie eine bessere Möglichkeit, dieses lästige Hindernis zu umgehen, oder konnte anderweitig weiterhelfen und nützliche Gedanken äußern – oder würde sie sich weiterhin bedeckt halten? Das jedenfalls wäre äußerst verdächtig. Nanami hatte sie noch nie zuvor gesehen und konnte sie nicht einschätzen. Genauso gut aber könnte sie ein Spitzel aus Shirogakure sein, die mit diesem Vorfall zu tun hatten und verhindern wollten, dass Informationen und Hinweise dazu an die Dorfleitung Soragakures weitergegeben werden können. Nunja .. das waren wirklich äußerst abwegige Vermutungen, die sich bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht verifizieren ließen, deswegen behielt sie ihre Bedenken lieber für sich. Oberstes Ziel war nach wie vor die Mission erfolgreich zu Ende zu bringen und das Etappenziel den Eingang der Fabrikhöhle möglichst unbemerkt zu passieren!
     
  6. Asatsuya Ibuki

    Asatsuya Ibuki Genin

    Beiträge:
    29
    Alter:
    15
    Größe:
    1,66m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Während Nanami redete und die derzeitige Situation noch einmal in ihren Grundlagen aufschlüsselte, beobachtete Ibuki weiterhin die Umgebung. Da die drei sich nun jedoch hinter einer Lagerhalle positioniert hatten und die Fabrikhöhle nicht mehr im Sichtfeld lag, gab es nicht viel Relevantes, dass man beobachten konnte. Zwar konnte die junge Asatsuya ab und an einige Arbeiter oder Zivilisten an den Enden der Gassen und Straßen vorbeilaufen sehen, doch das war es dann auch schon. So beschränkte sich ihre Aufgabe schnell darin lediglich potentielle Gefahren im Auge zu behalten, so dass sie ungestört das weitere Verfahren besprechen konnten.

    Im Großen und Ganzen konnte die Schwarzhaarige Nanami nur zustimmen. Ihre Ausführungen waren schlüssig, doch fehlte es schlichtweg an Details dank mangelnden Informationen. Dass die weißhaarige Sakis Frage hingegen völlig ignoriert hatte und keinerlei hilfreiche Jutsu erwähnte, die sie bei diesem Teil der Mission einsetzen konnten, ließ nur zwei Schlussfolgerungen zu: Hmm... Entweder besitzt Nanami keine Jutsu die man sinnvoll einbringen könnte, oder sie möchte diese nicht preisgeben. Gut möglich, dass Saki und Nanami ihre Fähigkeiten sowieso schon in- und auswendig kennen, aufgrund ihrer Vorgeschichte. Somit war Sakis Frage wohlmöglich eh nur an mich gerichtet, damit sie mehr über mich erfahren? Ging es Ibuki durch den Kopf, die etwas enttäuscht war, dass die Kommunikation in ihrem Team nicht so gut ablief, wie es eigentlich der Fall sein sollte. Dadurch hatte sie selbst auch noch kein rechtes Vertrauen fassen können, was eine Zusammenarbeit nicht unbedingt erleichterte. Nichtsdestotrotz wollte auch sie ihren Teil beitragen, damit die Mission ein Erfolg werden konnte.
    „Die Luftschächte düften nicht groß genug für einen Menschen sein, um durchzupassen. Also selbst wenn wir unbemerkt oben an sie ran kommen sollten, könnten wir wohl nicht durch sie in die Höhle gelangen.“, gab das schwarzhaarige Mädchen zu bedenken. „Mit den Abwasserkanälen sieht es hingegen besser aus, da diese so gebaut sind, dass sie möglichst viel Abwasser aus den Fabriken aufnehmen und abtransportieren können. Zudem gibt es an vielen Stellen Kanaldeckel, von denen wir uns nur einen geeigneten aussuchen müssen. Allerdings...“, erläuterte sie und betrachtete dann die zwei Mädels vor ihr, deren Kleidung für solch eine Aktion völlig unpassend war. „...glaube ich nicht dass ihr in den Klamotten durch einen Kanal kriechen wollt. Desweiteren fehlt euch sicherlich auch ein Atemgerät, oder?“, fragte sie weiter, öffnete eine ihrer Taschen und holte ein Atemgerät hervor, welches sehr typisch für Shinobi aus Amegakure war. Auch der Schwimmanzug, den sie trug, sollte ihr bei diesem Teil der Mission einen angenehmen Vorteil verschaffen. Grob betrachtet sah es wohl so aus, als ob Ibuki diejenige war, die von den Dreien am besten auf diese Art von Mission vorbereitet war. Die lag wohl nichts nur an ihrer Ausrüstung, sondern auch an ihren Jutsu, mit denen sie am besten für Infiltrationen ausgestattet war. „Demnach wäre es wohl das Beste, wenn ich, wie Nanami vorgeschlagen hat, die Wachen ablenke und ihr euch unbemerkt zutritt verschafft. Anschließend werde ich durch den Abwasserkanal in die Fabrik eindringen, wo wir uns dann wieder treffen werden. An Jutsu habe ich auch ein paar parat, die es mir erleichtern die Wachen auszutricksen.“ Mit diesen Worten ließ sie das Atemgerät wieder in ihrer Tasche verschwinden, schaute sich noch einmal nach allen Seiten um, und sprach dann ruhig weiter. „Bevor wir aber auch nur irgendetwas umsetzen, oder uns auf einen Plan festlegen, würde ich vorschlagen, dass wir zuerst weitere Informationen sammeln. Wir müssten auf jeden Fall auskundschaften wo geeignete Kanaldeckel installiert sind und ebenso mehr über die Leute erfahren die in der Fabrik ein- und ausgehen. Vielleicht gibt es Boten oder Lieferanten, die wir zur Tarnung verwenden könnten. Oder vielleicht ein Schichtsystem, in dem hier gearbeitet wird.“, führte sie aus und schaute hinüber zu Saki. Da sie die Anführerin dieses Trupps war, hatte sie auch das letzte Wort, wenn es um das weitere Vorgehen ging.
     
  7. Sumiya Saki

    Sumiya Saki Genin

    Beiträge:
    698
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    138 cm
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Viel war es nicht, was Nanami und Ibuki der Diskussion beigesteuert hatten, okay, Saki war auch nicht gerade voller Ideen gewesen, aber sie hatte echt gehofft, dass vielleicht eines der anderen Mädchen eine brillante Idee hatte, aber Ablenkungsmanöver und Abwasserkanäle schienen eher grundlegende Pläne zu sein. Nun, nichts gegen Klassiker, diese konnten manchmal deutlich besser sein, als komplizierte und aufwendige Aktionen. Vielleicht sollte Saki auch nicht zu viel erwarten, Nanami war ein Neuling und Ibuki war für die Sumiya ein unbeschriebenes Blatt. Dann würde wohl die Idee von Ibuki herhalten müssen. Mit einer schwungvollen Bewegung ließ sich Saki von der Kiste gleiten und hockte sich vor den beiden anderen Genin hin. Dabei rollte sie bereits ihre Schriftrolle aus und griff nach ihrem Pinsel, die Vorbereitungen mussten gemacht werden. Schnell zeichnete Saki eine Ratte und zwei Vögel auf das Papier und erweckte diese zum Leben. Die Tintentiere entstiegen ihrem papierenen Geburtsort und bewegten sich zielstrebig auf die drei Kuinoichi zu. Einer der Vögel ließ sich auf Sakis Kopf nieder, während der andere Nanami langsam umkreiste. Die Ratte näherte sich Ibuki und blickte die Kunoichi, die gerade ihr Atemgerät demonstriert hatte, an. Okay, dann werden wir so verfahren, aber erst müssen wir wirklich die Gegebenheiten klären. Da sich diese Stege hier über Wasser befinden, dass sich fast bis zur Höhle erstreckt, kann es sein, dass der Abwasserkanal nicht so lang ist. Wir müssen auf jeden Fall einen Eingang finden, damit du, Ibuki, hineingelangen kannst. Außerdem sollten wir die Wächter etwas beobachten, wie ihr schon angemerkt habt. Vielleicht fällt uns auf, wie wir die Männer ablenken können. Um halbwegs in Kontakt zu bleiben, nutzt die Tiere, sprecht einfach mit ihnen und ich bekomme mit, was ihr sagt, leider ist das nur in eine Richtung möglich, aber immerhin habt ihr so die Möglichkeit nach Hilfe zu rufen, falls diese benötigt wird. Wenn wir fertig sind mit dem kundschaften, treffen wir uns am besten wieder hier, spätestens zum Sonnen Untergang, damit wir in der Dämmerung agieren können. Damit erhob sich Saki und blickte in die Richtung, in der die Höhle lag. Sie nickte einmal kurz Nanami und Ibuki zu und verschwand denn in die entgegengesetzte Richtung.

    Sicher, Saki hätte zurück zu der Höhle gehen können, aber Ibuki würde sicherlich dort in der Nähe sein, wenn sie den Eingang für den Abwasserkanal suchte und wie Nanami handeln würde, konnte die Sumiya nicht abschätzen. Sie selbst hatte sich eine Mission eigener Art ausgesucht, denn auch wenn Ibuki eine Ablenkung verursachen würde, die beiden anderen Genin waren gesehen worden und mussten daher etwas kreativer sein, um wieder in die Nähe der Höhle zu gelangen. Verkleidungen mussten her, denn auch wenn ein Henge no jutsu wahrscheinlich ausreichen würde, man musste nicht unnötig Chakra verbrauchen, wenn man es auch einfacher haben konnte. Sie hatten die Zeit, also hatte sich Saki auf die Suche gemacht, um passende Kleider zu ergattern. Ein wenig ziellos wanderte Saki schon zwischen den Lagerhäusern herum, als sie ein offenstehendes Fenster bemerkt. Mit einem kurzen Seitenblick vergewisserte sich das Mädchen, dass niemand zu sah und dann stieg sie mittels des Wandlaufes and er Wand empor und lugte hinein. Es schien ein kleiner Lagerraum zu sein. Mehrere Regale standen an den Wänden und einige Stapel mit Bauarbeiterhelmen lagen an einer Seite neben der Tür. Hier schien jemand Arbeitskleidung zu lagern, perfekt. Hastig schlüpfte Saki durch das offene Fenster und inspizierte die Gegenstände in den Regalen. Durchgehend hellgraue Overalls lagen hier säuberlich gefaltet und sortiert übereinander. Mit einem kurzen Blick verifizierte Saki die Kleidergrößen und griff sich einen Overall, der ihr passen würde. Nanami konnte Saki jedoch nicht so genau bestimmen, sie wusste, dass die Kunoichi etwa dreißig Zentimeter größer war, aber wie übersetzte sie das in die Kleidergrößen? Ein wenig unsicher griff sich die Sumiya ein Kleidungsstück, dass ihr deutlich größer vorkam, als das, welches sie trug. Dass sie dabei deutlich an Nanamis Größe vorbei schätzte und der Kirinin der Schlabberlook drohte, ahnte Saki noch nicht. Sie war schon vertieft in der nächsten Reihe Regale, denn hier lagen Warnwesten in grellem Orange, diese jedoch scheinbar in Einheitsgröße. Grelle Farben bei Shinobi waren ja nicht unbedingt zu erwarten, aber es wäre auffälliger, wenn zwei Bauarbeiterinnen keine Weste tragen würden. Mit einem Griff klemmte sich Saki zwei unter den Arm und wanderte wieder in Richtung des offenen Fensters. Im Vorbeigehen griff sich das Mädchen noch zwei Helme in gelber Farbe und wandte sich dem Fenster zu. Gerade als sie auf eines der Regal steigen wollte, um nach draußen zu sehen, ob jemand sie beim Ausbruch erwischen konnte, hörte sie, wie sich die Tür hinter ihr langsam öffnete. Ein wenig panisch warf sie die Gegenstände durch das Fenster und hechtete, bar jeglicher Vorsicht hinterher. Draußen auf dem Steg klaubte sie hastig die Gegenstände zusammen und drückte sich mit dem Rücken gegen die Wand unter dem Fenster. Ihr Herz schlug ihr bis zum Hals und sie hatte das Gefühl, als würde man ihr Keuchen drei Straßen weiter hören können, obwohl sie sich mit einer Hand den Mund zuhielt. Die Schritte drinnen näherten sich dem Fenster und Saki hielt, auch wenn es gerade wehtat, den Atem an und horchte gespannt. Das Pochen ihres Blutes in den Ohren machte es schwierig richtig zu hören, doch sie vernahm eine weibliche Stimme verwirrt grummelte und dann das Fenster von innen schloss. Als der Riegel geklickt hatte und Saki somit sicher war, prustete sie einmal, als sie tief Luft holte. Das war knapp gewesen. Jetzt musste sie aber schnell zurück zum Treffpunkt, es war zwar noch Zeit und bisher hatten die anderen keinen Notruf per Zeichnung versandt, aber Saki wollte so schnell, wie möglich weg vom Ort ihres Verbrechens. … Ninjas, die die Bevölkerung beklauen.
     
  8. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

    Beiträge:
    74
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    1,61m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Zustimmend nickte Nanami Ibukis Ausführungen ab. Die Abwasserkanäle wären sicherlich wirklich die beste Möglichkeit ins Innere der Höhle zu gelangen. In Kombination mit dem kleinen Ablenkungsmanöver war das ein durchaus simpler aber solider Plan. Stellte sich nur die Frage, ob die Kanäle direkt irgendwo ins Wasser münden, oder ob sie irgendwo zusammenlaufen und an anderer Stelle entsorgt oder gereinigt werden. Davon wäre abhängig, an welcher Stelle sie am besten einsteigen sollten, denn aus der Zielfabrik kämen derzeit sicherlich nur minimale Abwässer, während in den übrigen Fabriken noch immer reger Betrieb herrschte. Stieg man also an der richtigen Stelle zur richtigen Zeit ein, so würde man sicherlich einen nahezu trockenen Kanal vorfinden, wenn man bedenkt, wie lange die Fabrik bereits stillsteht. Was? Kleidung? Das weißhaarige Mädel wurde vom Einwand der Schwarzhaarigen aus den Gedanken gerissen und blickte irritiert an sich herab. Was hatte sie denn nur gegen ihre Kleiderwahl? Der Hōzuki jedenfalls würde es nichts ausmachen, wenn ihre Sachen etwas schmutzig werden würden. Als ihr Gegenüber dann jedoch die Atemmaske aus ihrer Tasche zog, musste sie zugeben, dass sie wohl doch etwas besser ausgerüstet war für diesen Teil der Mission. Bevor Nanami ihre Gedanken jedoch loswerden konnte, ergriff auch schon die Missionsleiterin das Wort und zeichnete anschließend etwas auf eine Schriftrolle. Das sah aus wie kleine Tierchen aus schwarzer Tinte. Neugierig und verblüfft beobachtete sie, wie sich Sakis Zeichnungen langsam vom Papier lösten und scheinbar zum Leben erweckt wurden, als diese ein einziges, einhändiges Fingerzeichen formte. Zwei kleine Vögel und eine Ratte aus Tinte erhoben sich aus der Schriftrolle und suchten sich jeweils eine der drei Kunoichi als Partner. Auf Nanamis Schulter setzte sich einer der beiden schwarzen Vögelchen. “.. treffen wir uns am besten wieder hier, spätestens zum Sonnenuntergang, damit wir in der Dämmerung agieren können.”, waren die letzten Worte des blauhaarigen Mädchens, bevor diese sich kurz darauf auch schon davon machte und verschwand.

    Was wohl ihr Plan war? Die Hōzuki wusste nicht so recht, welchen Teil der zu erledigenden Aufgaben wohl Saki übernehmen würde. Sie merkte sich die Richtung, in die das blauhaarige Mädchen verschwand, um anschließend einfach in eine andere Richtung aufzubrechen, um auf Informationssuche zu gehen. Ein Blick in den Himmel verriet ihr, dass es noch reichlich Zeit bis Sonnenuntergang war. Ein Blick zu Ibuki verriet ihr, dass diese noch nicht aufgebrochen war. Vielleicht wäre eine kleine Absprache nicht verkehrt. “Ibuki. Ich schlage vor, du suchst nach einem geeigneten Zugang zum Abwassersystem, während ich versuche einige nützliche Informationen von den Mitarbeitern zu sammeln. Du wirst am besten beurteilen können, an welcher Stelle ein Einstieg am besten stattfinden kann, falls es denn überhaupt mehr als eine Möglichkeit dazugibt.”, unterbreitete sie der anderen Kunoichi ihre Gedanken und wurde etwas von der kleinen schwarzen Ratte abgelenkt, die zu den Füßen der Ame-Nin hyperaktiv herumwuselte. “Vielleicht können wir mit unseren Begleitern auf uns gegenseitig Aufmerksam machen, falls einer von uns Hilfe benötigt, ich weiß nicht was die kleinen Kerlchen so drauf haben.”, trotz, dass sie diese Tintenwesen nur einseitig zur Kommunikation mit Saki nutzen konnten, so könnten sie sie vielleicht hin und her schicken, um aufeinander aufmerksam zu machen, falls denn irgendetwas Unvorhergesehenes passieren sollte, dass die Mission gefährdete und das wäre bereits der Fall, wenn sie erneut entdeckt werden würden. “Ich mache mich dann auf den Weg.”

    Nanami hatte noch keinen richtigen Plan, nach was sie eigentlich suchen wollte. Vielleicht würde sie einige interessante und hilfreiche Gespräche zwischen Arbeitern oder Wachleuten belauschen können, oder könnte einen Blick auf einen Schichtplan erhaschen. Das Wichtigste jedoch war, dass sie dabei nicht entdeckt werden würde. Das heißt, sie durfte noch nicht einmal gesehen werden, denn ein Mädchen mit Katana war mehr als auffällig. Um sich vorsichtig heranzutasten, hielt sie sich zunächst zwar immer noch in der Nähe der Zielfabrik auf, jedoch in großer Entfernung zu den Wachleuten und immer im Schatten herumstehender Kisten. Dass die Fabrik stillstand, hatte sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Einzugsbereich der Höhle war wenig besucht – nur vereinzelt kamen Arbeiter hier vorbei, was das Risiko entdeckt zu werden stark reduzierte. Andererseits gab es hier dementsprechend wenige Gespräche, die sie hätte belauschen können und ebenso wenig Möglichkeiten sich zu verstecken, denn Lieferkisten wurden nach dem Unglück anscheinend doch noch weggeräumt und gelagert. Nach einiger Zeit beobachtete das weißhaarige Mädchen einen der Wachleute, wie er in einem kleinen Toilettenhäuschen verschwand, neben dem ein Bauwagen stand, der dem Wachpersonal vermutlich als Pausenraum diente. Es sah sehr unscheinbar aus und lag etwas abseits, doch mit etwas Glück würde sie dort findig werden. Sie wartete, bis der Mann sich nach einer gefühlten Ewigkeit wieder blicken ließ und seinen Posten vor der Fabrik, neben seinem Kollegen, einnahm. Dann schlich sie sich an das Objekt heran. Die einzige Tür war abgeschlossen – sie bestand nur aus dünnem Blech und Holz und wäre wohl kein großes Hindernis gewesen, wenn man sich gewaltsam Zutritt verschaffen hätte wollen, doch dieses Vorgehen wäre wohl wengier subtil gewesen. Außerdem schien es keine Fenster in den Außenwänden zu geben. Vielleicht befand sich ja eines auf dem Dach des aufgebockten Anhängers – wie gut, dass dieser genügend Möglichkeiten bot an Holzleisten und Querstreben hinaufzuklettern. Tatsächlich befand sich hier ein angekipptes Dachfenster – gerade so groß, dass Nanami hindurchschlüpfen könnte. Als sie sich jedoch daran machte dieses gänzlich zu öffnen, hörte sie sich nähernde Schritte und die stimmen zweier Männer. Schnell zog sie ihren Arm aus dem Fensterspalt und teilte Saki ihren Status quo vorsorglich über den Tintenvogel mit, falls sie ihre Hilfe benötigen sollte. Der kleine Vogel saß vor ihr auf dem Wellblechdach des Wagens und drehte neugierig den Kopf in alle Richtungen. “Bin gerade auf dem Quartier der Wachleute, von denen sich gerade zwei nähern. Vielleicht kann ich ein paar nützliche Infos erhaschen.”, es fühlte sich fast noch etwas natürlicher für sie an mit einem Tier zu sprechen, als mit einem Menschen, aus deren Reaktionen sie nicht immer ganz schlau wurde. Wer weiß, ob diese Informationen ihr Ziel erreichen würden und wie überhaupt diese Art der Kommunikation wirklich funktionierte. Viel Zeit darüber nachzudenken blieb dem Mädchen jedoch nicht, denn die Wachmänner machten sich bereits daran den Wagen aufzuschließen, auf dessen Dach sie sich versteckte.