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Vorplatz des Turms

Jirokou Shunsui

Chuunin
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Geduldig beobachtete Shunsui das Treiben der Genin, wie sie sich mit dem Putzen ihrer Hälfte abmühte. Sie brauchte doch ein gutes Stück länger, ehe sie ebenfalls mit ihrem Teil fertig war und wieder zu ihm aufgeschlossen hatte. Sichtlich aus der Puste und durch die Arbeit schwitzend, ließ sie sich neben ihm fallen, um sich auszuruhen und wieder zu Kräften zu kommen. Auf ihre Aussage hinsichtlich anstrengender Arbeit hin, hob der Jirokou lediglich eine Augenbraue an und grinste schief. *Anstrengend? Das bisschen putzen?* Die Hinketsu hatte ja wirklich nicht den leisesten Schimmer, was anstrengend war. Natürlich war nicht jedermann in solch ausgezeichneter körperlicher Verfassung wie er selbst, aber Reflektion war nicht unbedingt eine Stärke des Blondschopfes. In seinen Augen verglich er einfach den jetzigen Aufwand mit seinem rigorosen Training: Mehrere Runden am Tag in hohem Tempo durch die Plattformen Soragakures joggen, hundert Wiederholungen von Liegestützen, Sit-Ups und mehr, erschwert durch zusätzliche Gewichte und stundenlanges, konzentriertes Üben der Techniken. Damit verglichen war das hier ja wie ein Spaziergang im Park. „Nicht wirklich.“, gab er deshalb einfach als Antwort von sich und schaute bereits nach den Stellen, die sie noch im Verlauf der nächsten Stunde angehen mussten. Wahrscheinlich wäre er schneller fertig, wenn er alles alleine machte – aber er wollte keineswegs jemand Anderem die Arbeit erleichtern, Aryane durfte schon selbst für ihr Geld arbeiten. „Wenn du mal wirklich etwas Anstrengendes erleben möchtest, kannst du mich ja gerne mal beim Training begleiten.“, teilte er ihr glucksend mit. Dann würde sie das Wort Anstrengung ganz neu definieren, dessen konnte sie sich sicher sein. Möglicherweise hätte jemand mit mehr Empathie und Mitgefühl nun seine Jacke genommen und sie der jungen und schwitzenden Frau umgelegt, damit diese durch die kalten Temperaturen nicht krank wurde. Aber leider fehlte dem Jirokou dieses gewisse Mitgefühl, weshalb er lediglich innerlich den Kopf darüber schüttelte, wie leichtsinnig die Andere mit ihrem Körper umging. Als die junge Frau jedoch erklärte, dass ihre Ermüdung dem bereits absolvierten Training geschuldet war, hatte sie seine Aufmerksamkeit gewonnen. Gelinde interessiert, ließ sich Shunsui ebenfalls neben sie auf den Boden sacken. „Was für ein Training denn?“, erkundigte er sich. Es bestand schließlich die kleine Chance, dass er sich doch mit jemandem über Taijutsu unterhalten konnte und nicht das übliche Ninjutsu-Gedöns. „In welchem Bereich hast du dich denn spezialisiert?“ Durch ihre Clanangehörigkeit war es ziemlich wahrscheinlich, dass es sich um Ninjutsu handelte, aber wer wusste schon – vielleicht vermochte die Hinketsu ihn ja positiv zu überraschen?

„Was zum…?“, ließ der Jirokou vertönen, als er ebenfalls das Beben wahrnahm. Es war sehr subtil, doch unverkennbar begann alles zu vibrieren. Verwirrt, erhob sich der junge Mann erneut und begann sich nach der Quelle des Bebens umzuschauen. Zunächst suchten die goldenen Seelenspiegel den Turm ab – dass dieser ja nicht zusammenbrach, während sie hier noch putzten. Schnell verwarf er diesen unwahrscheinlichen Gedanken, der sein früheres Ich von vor einigen Jahren sicher hätte frohlocken lassen. Stattdessen warf er einen Blick unter sich und erkannte schließlich, was die Ursache der Vibrationen war. „Da!“, teilte Shunsui seiner Kollegin mit und zeigte auf eine riesige, anrollende und dampfbetriebene Maschine. Was zum Teufel war das nur? In der Kabine konnte der Jirokou aus der Entfernung jemand Dickes mit einer Sonnenbrille und Zigarre im Mund erkennen, der ihnen energisch zuwinkte. Was wollte er? Als der Gute mit seinem riesigen Gefährt schließlich beim Turm angekommen war, konnte man seine Worte laut und deutlich vernehmen. „He, ihr da! Runter vom Turm, wir müssen hier arbeiten. Turtelt woanders weiter.“ Es vergingen zwei, drei Sekunden, ehe diese Aussage zum Blondschopf durchdrang. *Wie bitte?* Was sollte das heißen? Sie waren doch damit beauftragt worden, den Turm zu putzen. Was ging hier vor sich? „Der will mich doch verarschen.“, murmelte der falsche Brillenträger leise vor sich hin. Sichtlich genervt stieß sich Shunsui vom Vorsprung ab und landete elegant vor der dampfbetriebenen Maschine das gute Dutzend Meter unter sich. Der Typ sollte besser eine gute Erklärung in petto haben!

@Hinketsu Aryane
 
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Die Frage, was sie denn vorhin trainierte, überhorte die 18-Jährige dezent, denn da war der sich anbahnende Ärger durchaus interessanter. Deshalb suchten auch ihre Seelenspiegel den Vorplatz des Turms ab, um ebenfalls den etwas dicklichen Kerl zu erkennen, der sich in der Kabine des anrollenden Bulldozers befand. Ein typischer Bauarbeiter. Aber warum kam der gerade jetzt hierher? Wusste der nicht, dass die zwei Ninja diesen Turm PUTZEN und nicht ABREISSEN sollten? Naja, die Kommunikation der Dorfverwaltung ließ auch schon der Vergangenheit zu wünschen übrig – das wusste die Hinketsu nur allzu genau. Auch ihre Mutter hatte schon die ein oder andere Erfahrung gemacht – oh, was für ein Ärger das immer war. Und jetzt passierte anscheinend genau dasselbe. Eigentlich müsste sich da mal jemand gewaltig aufregen… Jetzt galt es allerdings die Situation zu eruieren und abzuschätzen. Allerdings machte es die Bemerkung von Seiten des Bauarbeiters nicht gerade einfacher für die 18-Jährige, die Fassung zu behalten. Aber es ging noch. Vorerst.

Ihrem Begleiter tat sie es gleich und sprang, nach anfänglichem Zögern, von dem Vorsprung ab. Für einen kurzen Moment vergaß sie ihre fast vollständige Erschöpfung und nahm den sich anbahnend Krampf im rechten Waden in Kauf. Was man nicht alles für den Job tat. Nachdem sie recht sanft auf dem Asphalt gelandet war – der vom Bulldozer aufgewirbelte Staub ließ ihre Augen leicht tränen – schloss sie schnell zur gelben Maschine auf, die mittlerweile Halt gemacht hatte. Trotzdem dröhnte der Lärm des Bulldozers noch in ihren Ohren und veranlasste die 18-Jährige zum Schreien: „Nein, Sie haben da etwas falsch verstanden. WIR arbeiten hier und nicht SIE.“ Um ihre Aussage zu verdeutlichen, zeigte sie immer wieder abwechselnd auf Shunsui und sich selbst. Sich seiner Überlegenheit sicher – immerhin hatte er diese monströse Maschine – paffte der dickliche Bauarbeiter weiterhin genüsslich an seiner Zigarre. Aryane wurde immer genervter, als der Kerl sie bloß seltsam anstarrte und nicht auf ihren Kommunikationsversuch einging. Um ihm ein wenig Druck zu machen, legte sie ihren linken Fuß, der dabei entstandene Balanceakt war durchaus schwierig, an dem Bulldozer ab und schrie wieder: „Stellen Sie das Ding ab oder ich trete es mit Ihnen darin um. Und glauben Sie mir, ich kann das. Wenn nicht, dann hilft er mir dabei bestimmt“, dabei deutete sie auf den Blondschopf hinter ihr, „und dann will ich nicht Sie sein.“ Mit einem sträubenden Murren, stellte der Bauarbeiter die gelbe Monstrosität endlich ab und Aryane seufzte erleichtert auf. Gerade noch rechtzeitig, denn ihr rechter Fuß war kurz davor gewesen sich zu verkrampfen. Dann wär’s vorbei gewesen. Zum Glück kam’s anders. Mit schweren Schritten stieg der Bauarbeiter nun aus seiner Kabine heraus, dabei fiel ihm die überschüssige Glut seiner Zigarre auf die Warnweste, und lehnte sich lässig gegen seine Maschine. Auf den Rotschopf wirkte der Mann recht klein, was wirklich besonders war, denn sie selbst war auch nicht gerade groß. Nachdem der Bauarbeiter sich eine gemütliche Position gesucht hatte, so lässig wirkte es dann auch wieder nicht, bellte er: „Was wollt ihr Turteltäubchen jetzt von mir? Jetzt musst‘ ich extra aussteigen, was ‘ne Scheiße.“ Bevor die aufbrausende Mentalität des Mädchens einsetzen konnte, wandte sie sich hilfesuchend zu Shunsui um, der die Situation hoffentlich diplomatisch lösen konnte. Eine erschöpfte Hinketsu und ein unfreundlicher Bauarbeiter passten einfach nicht so ganz zusammen.
 

Jirokou Shunsui

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Shunsui bemerkte zunächst gar nicht, dass ihm Aryane durch die Lüfte gefolgt war. Nachdem er elegant auf dem Boden gelandet war, ruhte seine ganze Aufmerksamkeit auf diesem fetten Bengel von Bauarbeiter in seiner Maschine, der ihm gehörig gegen den Strich ging. Eine gewisse Mischung aus Ärger und Verwirrung überkam ihn, sie waren doch von der Dorfverwaltung mit der Reinigung des Turms beauftragt worden. *Was will der also hier?* Und was sollte diese riesige Maschine? Hatte der Typ etwas zu kompensieren? In diesem Augenblick bemerkte der Jirokou, dass ihm die Hinketsu gefolgt war, denn sie rauschte an ihm vorbei und begann, den Fahrer dieser Monstrosität anzukeifen – ein Fakt, der seinem Gemütszustand gut tat. Ein kurzes Grinsen huschte über sein Gesicht, das konnte ja noch unterhaltsam werden. Bei dem Lärm, den diese riesige Maschine von sich gab, war es kein Wunder, dass sie den Fahrer so anbrüllte. Was ein Wunder, dass der Typ sie überhaupt verstand. Was den Jirokou aber wirklich auf die Palme brachte, war dieses Getue von dem Typen – was fiel ihm ein, hier den arroganten und überlegenen Heini zu spielen? Gerade drohte die Hinketsu dem Fahrer damit, das ganze Gefährt umzutreten, wenn er es nicht abstellte. *Das würde ich nur allzu gerne sehen.*, dachte er sich innerlich. Schließlich wiegelte sie ihre ein wenig Aussage ab und bezog ihn in die Unterhaltung mit ein. Wahrscheinlich besaß sie gar nicht die Kraft, das Ding umzuschmeißen. Shunsui aber vermutlich schon, und er war gerade auch schlecht gelaunt genug, dass er auf ihre Aussage hin einfach nur bestätigend nickte. Ja, die Maschine umzuschmeißen klang doch nach gar keiner schlechten Idee.

Die Drohung von Aryane trug Früchte, denn sogleich stellte der Fahrer die Maschine ab und stieg aus. Auf dem Boden – leider jedoch nicht der Tatsachen – angekommen, lehnte sich der Typ lässig an seine Maschine und paffte weiter scheinbar entspannt an seiner Zigarre. Diese lässige Haltung spiegelte sich jedoch nicht in seiner nächsten Aussage wider, bei welcher er die beiden Shinobi anschnauzte. Das Blut rauschte durch die Adern des jungen Mannes und er musste sich zurückhalten, jetzt nichts Dummes zu machen. Es hatte ihn lange keiner mehr so auf die Palme gebracht, wie dieser Widerling. „Ich sag‘ dir mal, was wirklich ‘ne Scheiße ist: Mich bei meiner Arbeit zu unterbrechen, denn ich habe heute auch noch etwas Anderes vor.“ Langsam trat der Jirokou einen Schritt auf den Fahrer zu. Das schien den Bauarbeiter nicht wirklich zu beeindruckend, der langsam an seiner Zigarre zog und Shunsui eine Rauchwolke entgegenblies. „Hör mal, nur weil deine Mieze da ist, brauchst du nicht den Dicken markieren.“, antwortete der Kerl herablassend und nickte mit dem Kopf bei der Aussage in Richtung der Hinketsu. „Ich habe meinen Auftrag und ich werde ihn ausführen. Und dann solltet ihr besser nicht im Weg stehen.“ Das linke Augenlied des Blondschopfes zuckte, während sich ein bedrohliches und schiefes Grinsen auf seinem Gesicht bildete. „Verpiss dich mit deiner Maschine, sonst kann ich für nichts garantieren!“ Der Typ wollte ihn doch allen Ernstes verarschen. „Ich tu dir 'nen Gefallen Junge, also nimm deine Freundin und vergnügt euch woanders.“ Und damit begab er sich allen Ernstes zurück in sein Gefährt und ließ den Motor wieder an. Ganz offensichtlich nahm er den bebrillten Shinobi nicht ernst, höchstwahrscheinlich aufgrund seiner äußeren Erscheinung. Na, wenn sich das mal nicht rächen würde.

Die monströse Maschine erwachte erneut zum Leben und begann sich in Bewegung zu setzen. „Und jetzt verschwindet. Wenn ihr nicht aus dem Weg geht, roll‘ ich euch halt platt!“, brüllte der Typ über den Motorenlärm hinweg, während sein Gerät Fahrt aufnahm und den beiden Shinobi bedrohlich nahe kam. *Das war’s, jetzt reicht’s mir aber.* Mit einem Satz sprang Shunsui nach vorne und befand sich direkt vor der Maschine, wobei er die Hand ausstreckte und die Maschine aufhielt, all seine Kraft dabei aufwendend. Der Motor jaulte auf ob des plötzlich erschienen Hindernisses und das Heck der Maschine bäumte sich auf. Mit einem lauten Krachen, kam das Heck wieder auf dem Boden auf. „W-w-was zum Teufel machst du da?!“, keifte ihn der Fahrer mit einer Mischung aus Unglauben und Verärgerung an. Der Motor heulte erneut laut auf, als der Fahrer tatsächlich versuchte, ihn aus dem Weg zu schieben, aber der Blondschopf rührte sich keinen Zentimeter. Stattdessen ließ er kurz von der Maschine ab, nahm all seine Kraft zusammen und verpasste ihr einen Stoß, die sie kreischend einige Meter zurückstieß. Die Hydraulik heulte protestierend auf, und das monströse Gerät kam abrupt zum Stehen. Dabei würde es der Chuunin jedoch nicht belassen, denn der Kerl hatte tatsächlich versucht, ihn über den Haufen zu fahren. Das würde er nicht einfach abtun, jetzt musste der Kerl dafür zahlen. Die Hand zur Faust geballt, näherte er sich dem der Maschine. Jetzt war es Zeit für Shunsui, ein bisschen Dampf abzulassen. Wie passend, dass genau in diesem Augenblick der Bürokratenhengst um die Ecke kam, mit Donut und Kaffee im Gepäck, der sie in ihren Auftrag eingewiesen hatte. Der Jirokou hatte ihn noch nicht erblickt, aber Aryane sollte ihn aus ihrer Position aus erkennen können. Wie sich das Ganze nun entwickeln würde?

@Hinketsu Aryane
 
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Na da schau mal einer an. Nachdem der Bauarbeiter unbeeindruckt von Aryanes Drohung wieder in seinen Bulldozer gestiegen ist, war es der Blondschopf, der das gelbe Ungetüm aufhielt – mit seiner bloßen Hand. „Umsonst ist er kein Chuunin“, dachte sich die Hinketsu dabei. Sie war wirklich beeindruckt darüber, wie stark er doch war. Das wurde allerdings von ihrem Ärger überschattet, der sich allmählich rasant in ihrem Körper ausbreitete. Jede einzelne Zelle wollte ihre Wut auslassen, dem Bauarbeiter eine verpassen und den Turm weiterputzen – das war aber leider nicht möglich. Was wäre sie denn für eine Kunoichi, wenn sie einem Zivilisten, nur, weil er etwas, was untertrieben war, unfreundlich gegenüber ihr und ihrem Partner war? Dann hätte sie noch ein Verfahren am Hals und man würde sie der Unzurechnungsfähigkeit bezichtigen! Nein, nein, nicht mit ihr! Obwohl es ihr richtig schwerfiel, sich zu beherrschen… Da kam der Bürohengst, der vorhin für ein paar Donuts und Kaffee verschwand, gerade richtig, denn der brachte sie ein wenig aus der Fassung. So verstand sie sofort, was abging; da war ein unerwünschter Gast, der nicht zur Shunsuis, naja, „Vernehmung“ passen wollte! Als sie sah, wie der Blondschopf zu seiner Verhörmethode ansetzte, Aryane hat in diesem Moment nichts gesehen, huschte sie schnell zum Bürohengst – wie war sein Name noch gleich? -, um ihn abzufangen, bevor er die Szenerie voll und ganz mitkriegen konnte. „Oh, ist der Kaffee für mich? Den kann ich echt gebrauchen!“, meinte sie und krallte sich einen der Becher, den er mit sich trug. Sein verdutzter Ausdruck sprach Bände. Zum einen war er wohl über den plötzlichen Auftritt der Hinketsu verwundert und dann war da ja noch der Bullzoder, den er wohl auch nicht erwartet hatte. Daraus schlussfolgerte die Rothaarige, vom Kaffee erleuchtet, dass es sich hier wohl um ein sehr großes Missverständnis handeln müsste. Eigentlich sollte sie dazu beitragen, ebendiese Situation aufzuklären, aber sie wollte ihrem Partner noch ein wenig Zeit verschaffen, ehe sie ankam und den guten Cop spielte. „Äh, wollen wir da nicht rübergehen?“, riss der Bürohengst sie aus ihren Gedanken. Der Kaffee half wirklich dabei, sich wieder voll und ganz auf die Sache konzentrieren zu können. „Ach, nicht doch. Mein Partner hat alles unter Kontrolle. Wie schmecken die Donuts denn, sind sie gut? Ich will auch so einen!“, erwiderte sie und hielt ihre freie Hand gierig über die offene Donutbox. Schließlich entschied sie sich für einen mit pinkem Zuckerguss überzogenen Donut. Noch während sie auf ihrem ersten Biss herumkaute, lobte sie den Mann: „Echt gut, wirklich gut! Nein, wo wollen Sie hin?“ Von ihrem Lobgesang ließ sich der Bürohengst nicht beirren und bahnte sich seinen Weg an Aryane vorbei, um diese verzwickte Situation aufzuklären. Alle Versuche, ihn aufzuhalten, scheiterten und niemand stand mehr zwischen ihm und dem gelben Monster. Während sie zufrieden, aber auch verzweifelt, an ihrem Kaffee nippte und den Donut verzehrte, fragte sie sich, ob Shunsui mit seinem Verhör bereits fertig war. Hoffen wir es mal…
 

Jirokou Shunsui

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So kam es also, dass sich das Zweiergespannt aufteilte. Während Aryane den Bürokratenhengst erblickt hatte und ihr Bestes tat, um diesen vom wütenden Chuunin abzulenken, widmete dieser seine ganze Aufmerksamkeit auf das Monstrum von Maschine vor sich und den widerlichen, kleinen Mann, denn sich darin befand. Nochmal zur Erinnerung: Nachdem der Kerl die beiden Shinobi zum Verschwinden aufgefordert hatte, war dieser kranke Typ wieder in seine Maschine gestiegen und hatte Vollgas gegeben. Wer wusste schon was passiert wäre, wenn es sich beim Jirokou nicht um einen Menschen mit übermenschlicher Kraft gehandelt hätte? Ja, er hatte die riesige Maschine aufgehalten, aber er war sich ziemlich sicher, dass die meisten anderen Menschen einfach überfahren worden wäre. Gut möglich, dass der Bauarbeiter ihn lediglich hatte ängstigen und vertreiben wollen, aber das war nicht gelungen. Stattdessen stand die Situation kurz vor der Eskalation. Der junge Mann legte die Hand auf ein metallenes Verbindungsteil, welches durch seine enorme Kraftausübung kreischte und sich zu verbiegen begann. „S-Stop. Hör auf damit! Weißt du wie teuer diese Maschine war?“ Völlig entgeistert brüllte ihn der Bauarbeiter über den Motorenlärm an. Mit hartem Blick wurde er von goldenen Seelenspiegel taxiert, die bei dieser Aussage nicht den Hauch von Mitleid oder Reue empfanden. „Steig aus und komm runter, ansonsten mache ich weiter.“ Und um seinen Willen zu demonstrieren und seinen Worten Taten folgen zu lassen, begann der Jirokou ein weiteres Teil fachmännisch zu bearbeiten – sprich, zu verbiegen. Sogleich starb der Motor und der Bauarbeiter kletterte hektisch das Monstrum herab. „H-hier bin ich! A-aber lasst die Maschine jetzt in Ruhe!“ Die Aufmerksamkeit des jungen Mannes huschte von der mittlerweile stillgelegten Maschine zu dem Bauarbeiter, der plötzlich gar nicht mehr so cool und selbstbewusst schien, auch die Zigarre befand sich nicht mehr im Mund. Vielleicht hatte er sie ja vor Schreck fallen lassen?. „Wie war das noch mal mit "Wenn ihr nicht aus dem Weg geht, roll‘ ich euch halt platt"?“ Was sollte ich mit meiner Mieze machen?“ Die Hand nach wie vor zur Faust geballt, näherte sich Shunsui dem Kleineren bedrohlich, Schritt für Schritt.

Möglicherweise hätte er sich zu einer dummen Aktion verleiten lassen, die er bereut hätte – oder auch nicht – als plötzlich der Bürokratenhengst, ihr Auftraggeber, um die Ecke trat. „Was ist denn hier los?“ Die Überraschung über den Neuankömmling, die der Jirokou verspürte, wandelte sich ganz schnell in Verärgerung, als er sah, wen er da vor sich hatte. Statt weiter auf den Bauarbeiter zuzugehen, wandte er sich also nun ihrem hochwohlgeborenen Auftraggeber zu. „Das ist ganz leicht zu erklären.“, begann Shunsui scheinbar im Plauderton, während er noch einen Schritt auf seinen Arbeitgeber zu machte. „Irgendjemand hat diesen Heini damit beauftragt, auch den Turm zu putzen. Ist das nicht seltsam?“ Bei dieser Aussage zeigte er mit dem Daumen hinter sich auf den sich neben der monströsen Maschine befindlichen Bauarbeiter. „Und dann hat er versucht, uns zu überfahren, als wir den Weg nicht räumen wollten. Wo wir doch von der Dorfverwaltung damit beauftragt wurden, diesen Job zu erledigen.“ Hatte der Blondschopf wirklich Lust auf den Job? Nein. Aber er hatte ihn begonnen und er würde ihn zu Ende bringen, schließlich erwartete er auch eine entsprechende Entschädigung und wollte das nicht mit dem Knilch in seiner Maschine teilen. „Also…“, begann der Chuunin und ein gefährliches, aber nicht belustigtes Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. „…mag mir jemand erklären, wie es dazu kommt, dass zwei Partien jeweils den Auftrag erhalten haben, den Turm zu putzen? Ich bin ja nur ungerne hier umsonst angetanzt, also würde ich mich über eine Erklärung freuen. Sehr.“ Ouh, da war jemand äußerst schlecht gelaunt, was wohl der Bürokratenhengst darauf antworten würde?

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Als sie Gesprächsfetzen mitanhörte, die die durchaus berechtigt verärgerte Stimmung von Shunsui wiedergaben, schloss auch die Hinketsu zum Ort des Geschehens auf und beteiligte sich an der Aufklärung des Sachverhalts. Der Bürohengst schien sich in Erklärungsnot zu befinden, was seinen nervösen Schweiß auf der Stirn erklärte. Nachdem er sich die Schweißperlen mit seiner Krawatte weggewischt hatte, begann er mit einer notgedrungenen Erklärung: „Ä-ähm, das lässt sich sicher ganz einfach klären. I-ich denke, dass wir nicht lange diskutieren müssen. Lasst mich in meinem Büchlein nachschauen…“ Mit zitternden Fingern, die Erscheinung des Blondschopfs musste furchterregend auf den Mann wirken, suchte er in seinem „Büchlein“, das er zuvor in der Jackentasche seines Sakkos aufbewahrt hatte, nach etwas, was das Missverständnis auflösen könnte. Mit neugierigem Blick, huschten die Seelenspiegel des Rotschopfs ebenfalls über die Seiten des „Büchleins“, was wohl, nach ihrem Verständnis, eine Ansammlung von Berichten und bürokratischen Dokumenten sein dürfte. Teilweise waren es handgeschriebene, aber auch ausgedruckte Dinge, die man zwischen den Seiten finden konnte. Als der Bürokrat schließlich fündig wurde, las auch Aryane mit, die klammheimlich über die Schultern des kleineren Mannes spähte. Anscheinend handelte es sich hierbei tatsächlich um ein Missverständnis, denn zwei unabhängige Parteien, in diesem Fall die Dorfverwaltung und das Bauunternehmen des Vorarbeiters, wurden am selben Tag mit dem Job beauftragt. Dabei ist wohl ein Fehler unterlaufen, denn im offiziellen Bericht heißt es, dass nur die Dorfverwaltung damit beauftragt werden sollte, die wiederum zwei Ninjas schicken sollte, um den Turm zu reinigen. „…Und das ist des Pudels Kern. Das war wahrscheinlich irgendein Praktikant, der den Brief versehentlich zweimal verschickt hat.“, erklärte der Bürohengst, der nun sichtlich ruhiger wirkte, nachdem der Sachverhalt nun aufgeklärt war. Auch der Blondschopf schien sich wieder beruhigt zu haben, wie Aryane erkennen konnte.

„Das heißt dann wohl, dass wir hier weiterarbeiten und Sie von hier verschwinden können?“, wandte sie sich an den knurrig dreinblickenden Vorarbeiter. Als sie realisierte, dass er sich darüber ärgerte, grinste sie schelmisch. „Seien Sie froh darüber, dann haben Sie weniger Arbeit und können einen Tag freimachen. Das können wir nicht. Also, würden Sie uns jetzt unsere Arbeit machen lassen?“, stachelte sie weiter herum. Der Kopf des Mannes lief daraufhin knallrot an. War es gut den Mann weiter zu provozieren? Natürlich! Sie verschränkte ihre Arme, legte sich die angeberischte Miene zu, die sie draufhatte, und ließ ihren Blick zwischen dem Vorarbeiter und Shunsui schweifen, der hoffentlich bei ihrem Schauspiel mitspielte. Was wohl durch seinen Kopf ging? War er auch so zufrieden wie sie mit dem Ausgang dieser Situation? Sie wird es gleich sehen.
 

Jirokou Shunsui

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Man konnte von Glück sagen, dass der Bürohengst sich jetzt nicht auch noch blöd aufspielte, denn die nötige Geduld dafür besaß der Jirokou in diesem Augenblick nicht. Shunsui starrte ihren Auftraggeber eindringlich an, wobei sein Blick scharfen Messern glich. Dieser schien sichtlich nervös und begann schließlich in seinem schlauen Taschenbuch herumzublättern, um des Rätsels Lösung zu finden. In der Zwischenzeit bedachte der Blondschopf auch den Vorarbeiter mit seinen Blicken und wägte innerlich ab, ob es wert war, das monströse Gerät nicht einfach umzuwerfen. Andererseits würde das sicherlich Konsequenzen mit sich bringen und das war ihm die ganze Sache sicherlich nicht wert. „Ah, hier habe ich es!“, meldete sich der Auftraggeber der beiden Shinobi und sicherte sich somit die Aufmerksamkeit des Chuunin. Anschließend verkündete er, wie es zu dem Missgeschick kommen konnte und schob es auf irgendeinen armen Praktikanten. „Mhh, ist klar.“, kommentierte der Blondschopf die Situation nicht wirklich überzeugt und mit leicht ironischem Unterton. Schließlich zuckte er jedoch mit den Schultern und signalisierte auf diese Art und Weise, dass er sich mit der Erklärung zufrieden gab – so bescheuert diese auch klang. Andererseits, was sollte man Großes von Bürokraten und dem öffentlichen Dienst erwarten? Kein Wunder, dass die Stadt den Bach runterging, mit so Leuten wie ihm an Bord. Diese und jene Gedanken schossen durch seinen Verstand, während er ihren Auftraggeber betrachtete.

Als Nächstes war es Aryane, die sich seine Aufmerksamkeit sicherte, indem sie sich hämisch an den Vorarbeiter wandte und ihm unter die Nase strich, dass er von dannen ziehen konnte. Dabei tanzte sie ihm so lange auf der Nase herum, bis dieser rot anlief und wohl kurz vor der Explosion war. Möglicherweise wäre es auch dazu gekommen, wenn sich Shunsui nicht einen Schritt näher zum Fahrzeug begeben hätte und dieses nun – die Händen in die Hüfte gestemmt – näher begutachtete. „Alles klar, ich kann gerne Starthilfe geben. Wo soll ich hier schieben?“ Daraufhin ließ der junge Mann noch die Hände knacken, um seinen Tatendrang zu verdeutlichen, sodass der Vorarbeiter unter gemurmelten Flüchen die Monstrosität bestieg und mit dieser unter lauten Motorengeräuschen wieder wegfuhr. Dabei war der Jirokou so nett, sich von dem netten Kerl zu verabschieden – mit einer rüden Geste eines bestimmten Fingers, auf den nicht weiter eingegangen werden muss. „Dann hätten wir das ja geklärt.“, teilte er dem Vorarbeiter und der Hinketsu mit. Damit konnten sich die beiden Shinobi wieder an die Arbeit machen, denn sie hatten noch ein gutes Stück zu tun!

Es sollte noch die eine oder andere gute Stunde vergehen, bis die beiden Shinobi das Werk endlich vollendet hatten. Shunsui war sich sicher, dass er noch nie so viel Mist weggeputzt hatte und würde sicherlich einige Tage lang keinen Besen mehr sehen können. Doch alles in allem schien ihr Auftraggeber zufrieden zu sein, auch wenn der Jirokou vermutete, dass dieser wohl keine Wiederworte gegeben hätte, aufgrund seines vorherigen Faux-pas. Oder zumindest dem seiner Abteilung, das spielte für den blonden Shinobi keine wirklich große Rolle. Die lästige Aufgabe war endlich beendet, sodass er sich jetzt angenehmeren Sachen widmen konnte. „So, das wars dann.“, sprach er schließlich zu Aryane, als er die Putzutensilien möglicherweise ein wenig zu hart auf den Boden gepfeffert hatte. „Ich würde ja sagen, dass es Spaß gemacht hat – aber das hat es nicht wirklich. Auch wenn es mich gefreut hat, dass dieser fette Vorarbeiter den Kürzeren gezogen hat.“, fügte er schulterzuckend hinzu. Die Hinketsu hatte nicht den besten, ersten Eindruck bei ihm hinterlassen, auch wenn sich das Verhalten im Laufe des Tages zum Besseren gewendet hatte. „Falls du jemals an einem richtigen Training interessiert bist…“, begann der junge Mann und legte die Betonung auf das Wort richtig. „… dann lass es mich wissen!“ Oh ja, er hatte nicht vergessen, dass die junge Frau bereits so erschöpft gewesen war, weil sie bereits trainiert hatte. Aber wenn sie jemals mit ihm trainieren würde, dann konnte sie froh sein, wenn sie noch einen Schritt gehen konnte. Und damit beließ es der junge Mann und winkte schließlich zum Abschied. Genug Mist weggemacht, jetzt galt es endlich, was Gescheites aus dem Tag zu machen. Vielleicht sollte er mit ein paar Runden um die Plattformen beginnen und schauen, wohin ihn das Ganze noch brachte…

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