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Vorplatz des Turms

Jirokou Shunsui

Chuunin
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Geduldig beobachtete Shunsui das Treiben der Genin, wie sie sich mit dem Putzen ihrer Hälfte abmühte. Sie brauchte doch ein gutes Stück länger, ehe sie ebenfalls mit ihrem Teil fertig war und wieder zu ihm aufgeschlossen hatte. Sichtlich aus der Puste und durch die Arbeit schwitzend, ließ sie sich neben ihm fallen, um sich auszuruhen und wieder zu Kräften zu kommen. Auf ihre Aussage hinsichtlich anstrengender Arbeit hin, hob der Jirokou lediglich eine Augenbraue an und grinste schief. *Anstrengend? Das bisschen putzen?* Die Hinketsu hatte ja wirklich nicht den leisesten Schimmer, was anstrengend war. Natürlich war nicht jedermann in solch ausgezeichneter körperlicher Verfassung wie er selbst, aber Reflektion war nicht unbedingt eine Stärke des Blondschopfes. In seinen Augen verglich er einfach den jetzigen Aufwand mit seinem rigorosen Training: Mehrere Runden am Tag in hohem Tempo durch die Plattformen Soragakures joggen, hundert Wiederholungen von Liegestützen, Sit-Ups und mehr, erschwert durch zusätzliche Gewichte und stundenlanges, konzentriertes Üben der Techniken. Damit verglichen war das hier ja wie ein Spaziergang im Park. „Nicht wirklich.“, gab er deshalb einfach als Antwort von sich und schaute bereits nach den Stellen, die sie noch im Verlauf der nächsten Stunde angehen mussten. Wahrscheinlich wäre er schneller fertig, wenn er alles alleine machte – aber er wollte keineswegs jemand Anderem die Arbeit erleichtern, Aryane durfte schon selbst für ihr Geld arbeiten. „Wenn du mal wirklich etwas Anstrengendes erleben möchtest, kannst du mich ja gerne mal beim Training begleiten.“, teilte er ihr glucksend mit. Dann würde sie das Wort Anstrengung ganz neu definieren, dessen konnte sie sich sicher sein. Möglicherweise hätte jemand mit mehr Empathie und Mitgefühl nun seine Jacke genommen und sie der jungen und schwitzenden Frau umgelegt, damit diese durch die kalten Temperaturen nicht krank wurde. Aber leider fehlte dem Jirokou dieses gewisse Mitgefühl, weshalb er lediglich innerlich den Kopf darüber schüttelte, wie leichtsinnig die Andere mit ihrem Körper umging. Als die junge Frau jedoch erklärte, dass ihre Ermüdung dem bereits absolvierten Training geschuldet war, hatte sie seine Aufmerksamkeit gewonnen. Gelinde interessiert, ließ sich Shunsui ebenfalls neben sie auf den Boden sacken. „Was für ein Training denn?“, erkundigte er sich. Es bestand schließlich die kleine Chance, dass er sich doch mit jemandem über Taijutsu unterhalten konnte und nicht das übliche Ninjutsu-Gedöns. „In welchem Bereich hast du dich denn spezialisiert?“ Durch ihre Clanangehörigkeit war es ziemlich wahrscheinlich, dass es sich um Ninjutsu handelte, aber wer wusste schon – vielleicht vermochte die Hinketsu ihn ja positiv zu überraschen?

„Was zum…?“, ließ der Jirokou vertönen, als er ebenfalls das Beben wahrnahm. Es war sehr subtil, doch unverkennbar begann alles zu vibrieren. Verwirrt, erhob sich der junge Mann erneut und begann sich nach der Quelle des Bebens umzuschauen. Zunächst suchten die goldenen Seelenspiegel den Turm ab – dass dieser ja nicht zusammenbrach, während sie hier noch putzten. Schnell verwarf er diesen unwahrscheinlichen Gedanken, der sein früheres Ich von vor einigen Jahren sicher hätte frohlocken lassen. Stattdessen warf er einen Blick unter sich und erkannte schließlich, was die Ursache der Vibrationen war. „Da!“, teilte Shunsui seiner Kollegin mit und zeigte auf eine riesige, anrollende und dampfbetriebene Maschine. Was zum Teufel war das nur? In der Kabine konnte der Jirokou aus der Entfernung jemand Dickes mit einer Sonnenbrille und Zigarre im Mund erkennen, der ihnen energisch zuwinkte. Was wollte er? Als der Gute mit seinem riesigen Gefährt schließlich beim Turm angekommen war, konnte man seine Worte laut und deutlich vernehmen. „He, ihr da! Runter vom Turm, wir müssen hier arbeiten. Turtelt woanders weiter.“ Es vergingen zwei, drei Sekunden, ehe diese Aussage zum Blondschopf durchdrang. *Wie bitte?* Was sollte das heißen? Sie waren doch damit beauftragt worden, den Turm zu putzen. Was ging hier vor sich? „Der will mich doch verarschen.“, murmelte der falsche Brillenträger leise vor sich hin. Sichtlich genervt stieß sich Shunsui vom Vorsprung ab und landete elegant vor der dampfbetriebenen Maschine das gute Dutzend Meter unter sich. Der Typ sollte besser eine gute Erklärung in petto haben!

@Hinketsu Aryane
 
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Die Frage, was sie denn vorhin trainierte, überhorte die 18-Jährige dezent, denn da war der sich anbahnende Ärger durchaus interessanter. Deshalb suchten auch ihre Seelenspiegel den Vorplatz des Turms ab, um ebenfalls den etwas dicklichen Kerl zu erkennen, der sich in der Kabine des anrollenden Bulldozers befand. Ein typischer Bauarbeiter. Aber warum kam der gerade jetzt hierher? Wusste der nicht, dass die zwei Ninja diesen Turm PUTZEN und nicht ABREISSEN sollten? Naja, die Kommunikation der Dorfverwaltung ließ auch schon der Vergangenheit zu wünschen übrig – das wusste die Hinketsu nur allzu genau. Auch ihre Mutter hatte schon die ein oder andere Erfahrung gemacht – oh, was für ein Ärger das immer war. Und jetzt passierte anscheinend genau dasselbe. Eigentlich müsste sich da mal jemand gewaltig aufregen… Jetzt galt es allerdings die Situation zu eruieren und abzuschätzen. Allerdings machte es die Bemerkung von Seiten des Bauarbeiters nicht gerade einfacher für die 18-Jährige, die Fassung zu behalten. Aber es ging noch. Vorerst.

Ihrem Begleiter tat sie es gleich und sprang, nach anfänglichem Zögern, von dem Vorsprung ab. Für einen kurzen Moment vergaß sie ihre fast vollständige Erschöpfung und nahm den sich anbahnend Krampf im rechten Waden in Kauf. Was man nicht alles für den Job tat. Nachdem sie recht sanft auf dem Asphalt gelandet war – der vom Bulldozer aufgewirbelte Staub ließ ihre Augen leicht tränen – schloss sie schnell zur gelben Maschine auf, die mittlerweile Halt gemacht hatte. Trotzdem dröhnte der Lärm des Bulldozers noch in ihren Ohren und veranlasste die 18-Jährige zum Schreien: „Nein, Sie haben da etwas falsch verstanden. WIR arbeiten hier und nicht SIE.“ Um ihre Aussage zu verdeutlichen, zeigte sie immer wieder abwechselnd auf Shunsui und sich selbst. Sich seiner Überlegenheit sicher – immerhin hatte er diese monströse Maschine – paffte der dickliche Bauarbeiter weiterhin genüsslich an seiner Zigarre. Aryane wurde immer genervter, als der Kerl sie bloß seltsam anstarrte und nicht auf ihren Kommunikationsversuch einging. Um ihm ein wenig Druck zu machen, legte sie ihren linken Fuß, der dabei entstandene Balanceakt war durchaus schwierig, an dem Bulldozer ab und schrie wieder: „Stellen Sie das Ding ab oder ich trete es mit Ihnen darin um. Und glauben Sie mir, ich kann das. Wenn nicht, dann hilft er mir dabei bestimmt“, dabei deutete sie auf den Blondschopf hinter ihr, „und dann will ich nicht Sie sein.“ Mit einem sträubenden Murren, stellte der Bauarbeiter die gelbe Monstrosität endlich ab und Aryane seufzte erleichtert auf. Gerade noch rechtzeitig, denn ihr rechter Fuß war kurz davor gewesen sich zu verkrampfen. Dann wär’s vorbei gewesen. Zum Glück kam’s anders. Mit schweren Schritten stieg der Bauarbeiter nun aus seiner Kabine heraus, dabei fiel ihm die überschüssige Glut seiner Zigarre auf die Warnweste, und lehnte sich lässig gegen seine Maschine. Auf den Rotschopf wirkte der Mann recht klein, was wirklich besonders war, denn sie selbst war auch nicht gerade groß. Nachdem der Bauarbeiter sich eine gemütliche Position gesucht hatte, so lässig wirkte es dann auch wieder nicht, bellte er: „Was wollt ihr Turteltäubchen jetzt von mir? Jetzt musst‘ ich extra aussteigen, was ‘ne Scheiße.“ Bevor die aufbrausende Mentalität des Mädchens einsetzen konnte, wandte sie sich hilfesuchend zu Shunsui um, der die Situation hoffentlich diplomatisch lösen konnte. Eine erschöpfte Hinketsu und ein unfreundlicher Bauarbeiter passten einfach nicht so ganz zusammen.
 

Jirokou Shunsui

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Shunsui bemerkte zunächst gar nicht, dass ihm Aryane durch die Lüfte gefolgt war. Nachdem er elegant auf dem Boden gelandet war, ruhte seine ganze Aufmerksamkeit auf diesem fetten Bengel von Bauarbeiter in seiner Maschine, der ihm gehörig gegen den Strich ging. Eine gewisse Mischung aus Ärger und Verwirrung überkam ihn, sie waren doch von der Dorfverwaltung mit der Reinigung des Turms beauftragt worden. *Was will der also hier?* Und was sollte diese riesige Maschine? Hatte der Typ etwas zu kompensieren? In diesem Augenblick bemerkte der Jirokou, dass ihm die Hinketsu gefolgt war, denn sie rauschte an ihm vorbei und begann, den Fahrer dieser Monstrosität anzukeifen – ein Fakt, der seinem Gemütszustand gut tat. Ein kurzes Grinsen huschte über sein Gesicht, das konnte ja noch unterhaltsam werden. Bei dem Lärm, den diese riesige Maschine von sich gab, war es kein Wunder, dass sie den Fahrer so anbrüllte. Was ein Wunder, dass der Typ sie überhaupt verstand. Was den Jirokou aber wirklich auf die Palme brachte, war dieses Getue von dem Typen – was fiel ihm ein, hier den arroganten und überlegenen Heini zu spielen? Gerade drohte die Hinketsu dem Fahrer damit, das ganze Gefährt umzutreten, wenn er es nicht abstellte. *Das würde ich nur allzu gerne sehen.*, dachte er sich innerlich. Schließlich wiegelte sie ihre ein wenig Aussage ab und bezog ihn in die Unterhaltung mit ein. Wahrscheinlich besaß sie gar nicht die Kraft, das Ding umzuschmeißen. Shunsui aber vermutlich schon, und er war gerade auch schlecht gelaunt genug, dass er auf ihre Aussage hin einfach nur bestätigend nickte. Ja, die Maschine umzuschmeißen klang doch nach gar keiner schlechten Idee.

Die Drohung von Aryane trug Früchte, denn sogleich stellte der Fahrer die Maschine ab und stieg aus. Auf dem Boden – leider jedoch nicht der Tatsachen – angekommen, lehnte sich der Typ lässig an seine Maschine und paffte weiter scheinbar entspannt an seiner Zigarre. Diese lässige Haltung spiegelte sich jedoch nicht in seiner nächsten Aussage wider, bei welcher er die beiden Shinobi anschnauzte. Das Blut rauschte durch die Adern des jungen Mannes und er musste sich zurückhalten, jetzt nichts Dummes zu machen. Es hatte ihn lange keiner mehr so auf die Palme gebracht, wie dieser Widerling. „Ich sag‘ dir mal, was wirklich ‘ne Scheiße ist: Mich bei meiner Arbeit zu unterbrechen, denn ich habe heute auch noch etwas Anderes vor.“ Langsam trat der Jirokou einen Schritt auf den Fahrer zu. Das schien den Bauarbeiter nicht wirklich zu beeindruckend, der langsam an seiner Zigarre zog und Shunsui eine Rauchwolke entgegenblies. „Hör mal, nur weil deine Mieze da ist, brauchst du nicht den Dicken markieren.“, antwortete der Kerl herablassend und nickte mit dem Kopf bei der Aussage in Richtung der Hinketsu. „Ich habe meinen Auftrag und ich werde ihn ausführen. Und dann solltet ihr besser nicht im Weg stehen.“ Das linke Augenlied des Blondschopfes zuckte, während sich ein bedrohliches und schiefes Grinsen auf seinem Gesicht bildete. „Verpiss dich mit deiner Maschine, sonst kann ich für nichts garantieren!“ Der Typ wollte ihn doch allen Ernstes verarschen. „Ich tu dir 'nen Gefallen Junge, also nimm deine Freundin und vergnügt euch woanders.“ Und damit begab er sich allen Ernstes zurück in sein Gefährt und ließ den Motor wieder an. Ganz offensichtlich nahm er den bebrillten Shinobi nicht ernst, höchstwahrscheinlich aufgrund seiner äußeren Erscheinung. Na, wenn sich das mal nicht rächen würde.

Die monströse Maschine erwachte erneut zum Leben und begann sich in Bewegung zu setzen. „Und jetzt verschwindet. Wenn ihr nicht aus dem Weg geht, roll‘ ich euch halt platt!“, brüllte der Typ über den Motorenlärm hinweg, während sein Gerät Fahrt aufnahm und den beiden Shinobi bedrohlich nahe kam. *Das war’s, jetzt reicht’s mir aber.* Mit einem Satz sprang Shunsui nach vorne und befand sich direkt vor der Maschine, wobei er die Hand ausstreckte und die Maschine aufhielt, all seine Kraft dabei aufwendend. Der Motor jaulte auf ob des plötzlich erschienen Hindernisses und das Heck der Maschine bäumte sich auf. Mit einem lauten Krachen, kam das Heck wieder auf dem Boden auf. „W-w-was zum Teufel machst du da?!“, keifte ihn der Fahrer mit einer Mischung aus Unglauben und Verärgerung an. Der Motor heulte erneut laut auf, als der Fahrer tatsächlich versuchte, ihn aus dem Weg zu schieben, aber der Blondschopf rührte sich keinen Zentimeter. Stattdessen ließ er kurz von der Maschine ab, nahm all seine Kraft zusammen und verpasste ihr einen Stoß, die sie kreischend einige Meter zurückstieß. Die Hydraulik heulte protestierend auf, und das monströse Gerät kam abrupt zum Stehen. Dabei würde es der Chuunin jedoch nicht belassen, denn der Kerl hatte tatsächlich versucht, ihn über den Haufen zu fahren. Das würde er nicht einfach abtun, jetzt musste der Kerl dafür zahlen. Die Hand zur Faust geballt, näherte er sich dem der Maschine. Jetzt war es Zeit für Shunsui, ein bisschen Dampf abzulassen. Wie passend, dass genau in diesem Augenblick der Bürokratenhengst um die Ecke kam, mit Donut und Kaffee im Gepäck, der sie in ihren Auftrag eingewiesen hatte. Der Jirokou hatte ihn noch nicht erblickt, aber Aryane sollte ihn aus ihrer Position aus erkennen können. Wie sich das Ganze nun entwickeln würde?

@Hinketsu Aryane
 
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Na da schau mal einer an. Nachdem der Bauarbeiter unbeeindruckt von Aryanes Drohung wieder in seinen Bulldozer gestiegen ist, war es der Blondschopf, der das gelbe Ungetüm aufhielt – mit seiner bloßen Hand. „Umsonst ist er kein Chuunin“, dachte sich die Hinketsu dabei. Sie war wirklich beeindruckt darüber, wie stark er doch war. Das wurde allerdings von ihrem Ärger überschattet, der sich allmählich rasant in ihrem Körper ausbreitete. Jede einzelne Zelle wollte ihre Wut auslassen, dem Bauarbeiter eine verpassen und den Turm weiterputzen – das war aber leider nicht möglich. Was wäre sie denn für eine Kunoichi, wenn sie einem Zivilisten, nur, weil er etwas, was untertrieben war, unfreundlich gegenüber ihr und ihrem Partner war? Dann hätte sie noch ein Verfahren am Hals und man würde sie der Unzurechnungsfähigkeit bezichtigen! Nein, nein, nicht mit ihr! Obwohl es ihr richtig schwerfiel, sich zu beherrschen… Da kam der Bürohengst, der vorhin für ein paar Donuts und Kaffee verschwand, gerade richtig, denn der brachte sie ein wenig aus der Fassung. So verstand sie sofort, was abging; da war ein unerwünschter Gast, der nicht zur Shunsuis, naja, „Vernehmung“ passen wollte! Als sie sah, wie der Blondschopf zu seiner Verhörmethode ansetzte, Aryane hat in diesem Moment nichts gesehen, huschte sie schnell zum Bürohengst – wie war sein Name noch gleich? -, um ihn abzufangen, bevor er die Szenerie voll und ganz mitkriegen konnte. „Oh, ist der Kaffee für mich? Den kann ich echt gebrauchen!“, meinte sie und krallte sich einen der Becher, den er mit sich trug. Sein verdutzter Ausdruck sprach Bände. Zum einen war er wohl über den plötzlichen Auftritt der Hinketsu verwundert und dann war da ja noch der Bullzoder, den er wohl auch nicht erwartet hatte. Daraus schlussfolgerte die Rothaarige, vom Kaffee erleuchtet, dass es sich hier wohl um ein sehr großes Missverständnis handeln müsste. Eigentlich sollte sie dazu beitragen, ebendiese Situation aufzuklären, aber sie wollte ihrem Partner noch ein wenig Zeit verschaffen, ehe sie ankam und den guten Cop spielte. „Äh, wollen wir da nicht rübergehen?“, riss der Bürohengst sie aus ihren Gedanken. Der Kaffee half wirklich dabei, sich wieder voll und ganz auf die Sache konzentrieren zu können. „Ach, nicht doch. Mein Partner hat alles unter Kontrolle. Wie schmecken die Donuts denn, sind sie gut? Ich will auch so einen!“, erwiderte sie und hielt ihre freie Hand gierig über die offene Donutbox. Schließlich entschied sie sich für einen mit pinkem Zuckerguss überzogenen Donut. Noch während sie auf ihrem ersten Biss herumkaute, lobte sie den Mann: „Echt gut, wirklich gut! Nein, wo wollen Sie hin?“ Von ihrem Lobgesang ließ sich der Bürohengst nicht beirren und bahnte sich seinen Weg an Aryane vorbei, um diese verzwickte Situation aufzuklären. Alle Versuche, ihn aufzuhalten, scheiterten und niemand stand mehr zwischen ihm und dem gelben Monster. Während sie zufrieden, aber auch verzweifelt, an ihrem Kaffee nippte und den Donut verzehrte, fragte sie sich, ob Shunsui mit seinem Verhör bereits fertig war. Hoffen wir es mal…
 

Jirokou Shunsui

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So kam es also, dass sich das Zweiergespannt aufteilte. Während Aryane den Bürokratenhengst erblickt hatte und ihr Bestes tat, um diesen vom wütenden Chuunin abzulenken, widmete dieser seine ganze Aufmerksamkeit auf das Monstrum von Maschine vor sich und den widerlichen, kleinen Mann, denn sich darin befand. Nochmal zur Erinnerung: Nachdem der Kerl die beiden Shinobi zum Verschwinden aufgefordert hatte, war dieser kranke Typ wieder in seine Maschine gestiegen und hatte Vollgas gegeben. Wer wusste schon was passiert wäre, wenn es sich beim Jirokou nicht um einen Menschen mit übermenschlicher Kraft gehandelt hätte? Ja, er hatte die riesige Maschine aufgehalten, aber er war sich ziemlich sicher, dass die meisten anderen Menschen einfach überfahren worden wäre. Gut möglich, dass der Bauarbeiter ihn lediglich hatte ängstigen und vertreiben wollen, aber das war nicht gelungen. Stattdessen stand die Situation kurz vor der Eskalation. Der junge Mann legte die Hand auf ein metallenes Verbindungsteil, welches durch seine enorme Kraftausübung kreischte und sich zu verbiegen begann. „S-Stop. Hör auf damit! Weißt du wie teuer diese Maschine war?“ Völlig entgeistert brüllte ihn der Bauarbeiter über den Motorenlärm an. Mit hartem Blick wurde er von goldenen Seelenspiegel taxiert, die bei dieser Aussage nicht den Hauch von Mitleid oder Reue empfanden. „Steig aus und komm runter, ansonsten mache ich weiter.“ Und um seinen Willen zu demonstrieren und seinen Worten Taten folgen zu lassen, begann der Jirokou ein weiteres Teil fachmännisch zu bearbeiten – sprich, zu verbiegen. Sogleich starb der Motor und der Bauarbeiter kletterte hektisch das Monstrum herab. „H-hier bin ich! A-aber lasst die Maschine jetzt in Ruhe!“ Die Aufmerksamkeit des jungen Mannes huschte von der mittlerweile stillgelegten Maschine zu dem Bauarbeiter, der plötzlich gar nicht mehr so cool und selbstbewusst schien, auch die Zigarre befand sich nicht mehr im Mund. Vielleicht hatte er sie ja vor Schreck fallen lassen?. „Wie war das noch mal mit "Wenn ihr nicht aus dem Weg geht, roll‘ ich euch halt platt"?“ Was sollte ich mit meiner Mieze machen?“ Die Hand nach wie vor zur Faust geballt, näherte sich Shunsui dem Kleineren bedrohlich, Schritt für Schritt.

Möglicherweise hätte er sich zu einer dummen Aktion verleiten lassen, die er bereut hätte – oder auch nicht – als plötzlich der Bürokratenhengst, ihr Auftraggeber, um die Ecke trat. „Was ist denn hier los?“ Die Überraschung über den Neuankömmling, die der Jirokou verspürte, wandelte sich ganz schnell in Verärgerung, als er sah, wen er da vor sich hatte. Statt weiter auf den Bauarbeiter zuzugehen, wandte er sich also nun ihrem hochwohlgeborenen Auftraggeber zu. „Das ist ganz leicht zu erklären.“, begann Shunsui scheinbar im Plauderton, während er noch einen Schritt auf seinen Arbeitgeber zu machte. „Irgendjemand hat diesen Heini damit beauftragt, auch den Turm zu putzen. Ist das nicht seltsam?“ Bei dieser Aussage zeigte er mit dem Daumen hinter sich auf den sich neben der monströsen Maschine befindlichen Bauarbeiter. „Und dann hat er versucht, uns zu überfahren, als wir den Weg nicht räumen wollten. Wo wir doch von der Dorfverwaltung damit beauftragt wurden, diesen Job zu erledigen.“ Hatte der Blondschopf wirklich Lust auf den Job? Nein. Aber er hatte ihn begonnen und er würde ihn zu Ende bringen, schließlich erwartete er auch eine entsprechende Entschädigung und wollte das nicht mit dem Knilch in seiner Maschine teilen. „Also…“, begann der Chuunin und ein gefährliches, aber nicht belustigtes Grinsen bildete sich auf seinem Gesicht. „…mag mir jemand erklären, wie es dazu kommt, dass zwei Partien jeweils den Auftrag erhalten haben, den Turm zu putzen? Ich bin ja nur ungerne hier umsonst angetanzt, also würde ich mich über eine Erklärung freuen. Sehr.“ Ouh, da war jemand äußerst schlecht gelaunt, was wohl der Bürokratenhengst darauf antworten würde?

@Hinketsu Aryane
 
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Als sie Gesprächsfetzen mitanhörte, die die durchaus berechtigt verärgerte Stimmung von Shunsui wiedergaben, schloss auch die Hinketsu zum Ort des Geschehens auf und beteiligte sich an der Aufklärung des Sachverhalts. Der Bürohengst schien sich in Erklärungsnot zu befinden, was seinen nervösen Schweiß auf der Stirn erklärte. Nachdem er sich die Schweißperlen mit seiner Krawatte weggewischt hatte, begann er mit einer notgedrungenen Erklärung: „Ä-ähm, das lässt sich sicher ganz einfach klären. I-ich denke, dass wir nicht lange diskutieren müssen. Lasst mich in meinem Büchlein nachschauen…“ Mit zitternden Fingern, die Erscheinung des Blondschopfs musste furchterregend auf den Mann wirken, suchte er in seinem „Büchlein“, das er zuvor in der Jackentasche seines Sakkos aufbewahrt hatte, nach etwas, was das Missverständnis auflösen könnte. Mit neugierigem Blick, huschten die Seelenspiegel des Rotschopfs ebenfalls über die Seiten des „Büchleins“, was wohl, nach ihrem Verständnis, eine Ansammlung von Berichten und bürokratischen Dokumenten sein dürfte. Teilweise waren es handgeschriebene, aber auch ausgedruckte Dinge, die man zwischen den Seiten finden konnte. Als der Bürokrat schließlich fündig wurde, las auch Aryane mit, die klammheimlich über die Schultern des kleineren Mannes spähte. Anscheinend handelte es sich hierbei tatsächlich um ein Missverständnis, denn zwei unabhängige Parteien, in diesem Fall die Dorfverwaltung und das Bauunternehmen des Vorarbeiters, wurden am selben Tag mit dem Job beauftragt. Dabei ist wohl ein Fehler unterlaufen, denn im offiziellen Bericht heißt es, dass nur die Dorfverwaltung damit beauftragt werden sollte, die wiederum zwei Ninjas schicken sollte, um den Turm zu reinigen. „…Und das ist des Pudels Kern. Das war wahrscheinlich irgendein Praktikant, der den Brief versehentlich zweimal verschickt hat.“, erklärte der Bürohengst, der nun sichtlich ruhiger wirkte, nachdem der Sachverhalt nun aufgeklärt war. Auch der Blondschopf schien sich wieder beruhigt zu haben, wie Aryane erkennen konnte.

„Das heißt dann wohl, dass wir hier weiterarbeiten und Sie von hier verschwinden können?“, wandte sie sich an den knurrig dreinblickenden Vorarbeiter. Als sie realisierte, dass er sich darüber ärgerte, grinste sie schelmisch. „Seien Sie froh darüber, dann haben Sie weniger Arbeit und können einen Tag freimachen. Das können wir nicht. Also, würden Sie uns jetzt unsere Arbeit machen lassen?“, stachelte sie weiter herum. Der Kopf des Mannes lief daraufhin knallrot an. War es gut den Mann weiter zu provozieren? Natürlich! Sie verschränkte ihre Arme, legte sich die angeberischte Miene zu, die sie draufhatte, und ließ ihren Blick zwischen dem Vorarbeiter und Shunsui schweifen, der hoffentlich bei ihrem Schauspiel mitspielte. Was wohl durch seinen Kopf ging? War er auch so zufrieden wie sie mit dem Ausgang dieser Situation? Sie wird es gleich sehen.
 

Jirokou Shunsui

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Man konnte von Glück sagen, dass der Bürohengst sich jetzt nicht auch noch blöd aufspielte, denn die nötige Geduld dafür besaß der Jirokou in diesem Augenblick nicht. Shunsui starrte ihren Auftraggeber eindringlich an, wobei sein Blick scharfen Messern glich. Dieser schien sichtlich nervös und begann schließlich in seinem schlauen Taschenbuch herumzublättern, um des Rätsels Lösung zu finden. In der Zwischenzeit bedachte der Blondschopf auch den Vorarbeiter mit seinen Blicken und wägte innerlich ab, ob es wert war, das monströse Gerät nicht einfach umzuwerfen. Andererseits würde das sicherlich Konsequenzen mit sich bringen und das war ihm die ganze Sache sicherlich nicht wert. „Ah, hier habe ich es!“, meldete sich der Auftraggeber der beiden Shinobi und sicherte sich somit die Aufmerksamkeit des Chuunin. Anschließend verkündete er, wie es zu dem Missgeschick kommen konnte und schob es auf irgendeinen armen Praktikanten. „Mhh, ist klar.“, kommentierte der Blondschopf die Situation nicht wirklich überzeugt und mit leicht ironischem Unterton. Schließlich zuckte er jedoch mit den Schultern und signalisierte auf diese Art und Weise, dass er sich mit der Erklärung zufrieden gab – so bescheuert diese auch klang. Andererseits, was sollte man Großes von Bürokraten und dem öffentlichen Dienst erwarten? Kein Wunder, dass die Stadt den Bach runterging, mit so Leuten wie ihm an Bord. Diese und jene Gedanken schossen durch seinen Verstand, während er ihren Auftraggeber betrachtete.

Als Nächstes war es Aryane, die sich seine Aufmerksamkeit sicherte, indem sie sich hämisch an den Vorarbeiter wandte und ihm unter die Nase strich, dass er von dannen ziehen konnte. Dabei tanzte sie ihm so lange auf der Nase herum, bis dieser rot anlief und wohl kurz vor der Explosion war. Möglicherweise wäre es auch dazu gekommen, wenn sich Shunsui nicht einen Schritt näher zum Fahrzeug begeben hätte und dieses nun – die Händen in die Hüfte gestemmt – näher begutachtete. „Alles klar, ich kann gerne Starthilfe geben. Wo soll ich hier schieben?“ Daraufhin ließ der junge Mann noch die Hände knacken, um seinen Tatendrang zu verdeutlichen, sodass der Vorarbeiter unter gemurmelten Flüchen die Monstrosität bestieg und mit dieser unter lauten Motorengeräuschen wieder wegfuhr. Dabei war der Jirokou so nett, sich von dem netten Kerl zu verabschieden – mit einer rüden Geste eines bestimmten Fingers, auf den nicht weiter eingegangen werden muss. „Dann hätten wir das ja geklärt.“, teilte er dem Vorarbeiter und der Hinketsu mit. Damit konnten sich die beiden Shinobi wieder an die Arbeit machen, denn sie hatten noch ein gutes Stück zu tun!

Es sollte noch die eine oder andere gute Stunde vergehen, bis die beiden Shinobi das Werk endlich vollendet hatten. Shunsui war sich sicher, dass er noch nie so viel Mist weggeputzt hatte und würde sicherlich einige Tage lang keinen Besen mehr sehen können. Doch alles in allem schien ihr Auftraggeber zufrieden zu sein, auch wenn der Jirokou vermutete, dass dieser wohl keine Wiederworte gegeben hätte, aufgrund seines vorherigen Faux-pas. Oder zumindest dem seiner Abteilung, das spielte für den blonden Shinobi keine wirklich große Rolle. Die lästige Aufgabe war endlich beendet, sodass er sich jetzt angenehmeren Sachen widmen konnte. „So, das wars dann.“, sprach er schließlich zu Aryane, als er die Putzutensilien möglicherweise ein wenig zu hart auf den Boden gepfeffert hatte. „Ich würde ja sagen, dass es Spaß gemacht hat – aber das hat es nicht wirklich. Auch wenn es mich gefreut hat, dass dieser fette Vorarbeiter den Kürzeren gezogen hat.“, fügte er schulterzuckend hinzu. Die Hinketsu hatte nicht den besten, ersten Eindruck bei ihm hinterlassen, auch wenn sich das Verhalten im Laufe des Tages zum Besseren gewendet hatte. „Falls du jemals an einem richtigen Training interessiert bist…“, begann der junge Mann und legte die Betonung auf das Wort richtig. „… dann lass es mich wissen!“ Oh ja, er hatte nicht vergessen, dass die junge Frau bereits so erschöpft gewesen war, weil sie bereits trainiert hatte. Aber wenn sie jemals mit ihm trainieren würde, dann konnte sie froh sein, wenn sie noch einen Schritt gehen konnte. Und damit beließ es der junge Mann und winkte schließlich zum Abschied. Genug Mist weggemacht, jetzt galt es endlich, was Gescheites aus dem Tag zu machen. Vielleicht sollte er mit ein paar Runden um die Plattformen beginnen und schauen, wohin ihn das Ganze noch brachte…

@Hinketsu Aryane
 
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„Und weg ist er!“, kicherte Aryane während sie dem schlechtgelaunten Vorarbeiter nachwinkte. Endlich war die Sache geklärt und die beiden Ninja konnten wieder ihrem eigentlichen Auftrag nachgehen: den Turm putzen. Dieser ganze Streit hatte sie mehr ausgelaugt, als sie es zunächst vermutet hatte. War schon schlimm genug, dass sie völlig ausgelaugt zum Job erschienen ist, aber nun sollte sich auch der Streit, und der damit einhergehende Stress, auf sie niederschlagen. Beim darauffolgenden Putzen wäre sie gerne viel effizienter gewesen, aber das wollte ihr Körper einfach nicht zulassen. In solchen Momenten war sie einfach froh, dass noch jemand anders zur Stelle war, der ihre fehlende Geschwindigkeit ausgleichen konnte. So kam es, dass die beiden Sora-Nins sich Plattform für Plattform herunterarbeiteten, bis sie schließlich am Fuß des Turms ankamen. Die Hinketsu war sichtlich froh, als sie den letzten Fleck Dreck wegputzte und den Putzlappen in den Eimer neben ihr werfen konnte. Mit einem erleichterten Seufzen wischte sie sich die Schweißperlen von der Stirn weg. Indes warf der Blondschopf seinen Eimer gegen den Boden, was dazu führte, dass sich das schmutzige Wasser auf dem Boden verteilte. Das schien ihn aber nicht weiter zu kümmern. Wahrscheinlich war er auch froh, dass dieser Tag nun endlich sein Ende finden konnte. Nun, insofern man ihn zu Mittag für beendet erklären konnte. Was für ein Jammer, dass es erst Mittag war… „Ja, das kannst du laut sagen. Ich will mich nur mehr hinlegen und mit Paku in meinem Bett kuscheln. Und dabei Eiscreme futtern, das wär’s jetzt.“, antwortete sie auf die Worte ihres Putzpartners. Und während er von weiterem Training schwafelte, ließ die Hinketsu sich an der Wand des Turms zu Boden gleiten und dachte dabei an leckeres Vanilleeis. Ja, das würde sie sich definitiv reinziehen. „Vielleicht komme ich da mal drauf zurück, aber nicht jetzt, nicht heute… aber irgendwann mal bestimmt!“, meinte sie daraufhin, denn sie war sich sicher, dass er darauf eine Antwort wollte. Und eigentlich konnte sie so ein Angebot nicht ausschlagen, denn wer bekam schon die Gelegenheit mal mit einem so erfahrenen Chuunin zu trainieren? Das wollte sie nicht missen! Und Shunsui wollte die Gelegenheit nicht missen, mit diesen Worten zu verschwinden. Recht hatte er! Dem wollte sich die 18-Jährige nun auch anschließen, denn immerhin warteten zu Hause ihr süßer Paku und eine große Packung Vanilleeis auf sie. Allerdings verbrachte sie noch einige Minuten nach dem Verschwinden des Blondschopfs auf dem Boden des Turms, denn ihre Beine wollten noch nicht so richtig in Fahrt kommen. Das war aber nicht weiter schlimm, immerhin hatte sie sich diese Pause verdient, oder nicht? Nach ein paar Minuten, als sie ihre Beine endlich wieder richtig fühlen konnte, machte auch sie sich auf den Heimweg. Was Shunsui wohl gerade machte? Ach, egal, zu Hause wartete Eiscreme auf sie! Und viel Eiscreme, die sie genüsslich mit ihrem Hund teilte, ließ sie auch schließlich den Tag ausklingen…

~Ende~
 

Jirokou Shunsui

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A-Rang Mission - Das Streben nach Frieden
@Tetsuya Daisuke @Hayabusa Ray

Mühselig kämpfte sich die Helligkeit am Horizont unerbittlich vorwärts. Man konnte anhand der steigenden Helligkeit gut erkennen, dass sich der Sonnenaufgang näherte und die ersten Sonnenstrahlen bald Soragakure erreichen würden. Obwohl es tagsüber recht warm war, hatte es doch eine äußerst frische Nacht gegeben, weshalb die Temperaturen zu dieser frühen Morgenstunde noch recht frisch waren. Das konnte man auch am sich kristallisierenden Atem des jungen Mannes erkennen, der um diese Uhrzeit bereits seine Runden durch die Plattformen der Stadt drehte und sein morgendliches Training und die Vorbereitungen absolvierte. Und an diesem Tag war Jirokou Shunsui bereits früher als sonst unterwegs, denn er hatte eine große Aufgabe vor sich, die ihn ins entfernte Reich des Grases führen würde. Dort schwellten tiefsitzende Konflikte, die in letzter Zeit immer wieder aufloderten und Grund zur Besorgnis der umliegenden Länder waren, die sich mehr Stabilität in dem Land wünschten. Man munkelte über immer stärker werdende Separatistenbewegungen im Reich, die einen Sieg nach dem anderen über die Truppen das Daimyō zelebrieren konnten, weshalb sich dieser mit dem Rücken zur Wand befand. Aus diesem Grund hatte sich dieser wohl dazu entschlossen, Soragakure um Hilfe zu bitten. Und um eben jenem Bittgesuch nachzukommen, hatte sich die Dorfverwaltung dazu entschlossen, ein entsprechendes Shinobi-Team ins Reich des Grases zu senden, um ihren Herrscher dabei zu unterstützen, die separatistische Bewegung zu zerstören und dem Land den Frieden zurück zu geben. Und Shunsui war auserkoren wollen, dieses Elite-Einsatzteam zu leiten. War er noch früher aufgrund seines Auftretens und seiner Bilanz von jeglichen speziellen Aufträgen und Sondermissionen ferngehalten worden – wer bei klarem Verstand hätte dem Alter Ego, welches Shunsui nach außen hin getragen hatte, auch nur so etwas im Traum zugetraut? – hatte sich sein Aufgabenspektrum mit seinem veränderten Auftreten und seiner Beförderung zum Chuunin gravierend verändert. Längst waren die Zeiten vorbei, an denen er mit Stottern versuchte, der Welt um sich herum ein falsches Bild von sich zu zeigen. Die Zeit der Maskerade war vorbei!

Und damit zurück zum ursprünglichen Thema, der anstehenden Mission. Aufgrund der Besonderheit der Umstände und der Gefahr, in welcher die entsandten Shinobi schweben würden, war diese Mission als A-Rang klassifiziert worden – es stand also eine Menge auf dem Spiel. Zum Glück hatte ihm die Dorfverwaltung zwei weitere Mitstreiter zur Seite gestellt, die ihn auf diesem gefährlichen Auftrag unterstützen würden. Bei beiden Personen handelte es sich um Chuunin, also durchaus erfahrene Shinobi. Eine davon kannte er, die andere nicht. Bei der ihm unbekannten Person handelte es sich um Tetsuya Daisuke, einen erfahrenen und langjährigen Chuunin, wie Shunsui aus seiner Akte hatte entnehmen können. Die Wege der anderen Person hatten sich bereits mehrfach mit der seinen gekreuzt, denn es handelte sich um Hayabusa Ray. Nach ihrem letzten Trainingskampf, welcher etwas eskaliert war, hatte der Falkenshinobi jedoch den Respekt des Jirokou für sich gewinnen können. Seitdem hatten sie sich nicht mehr gesehen und beim Lesen des Namen juckte es den Blondschopf sofort in den Fingern, seine Fähigkeiten erneut gegen den anderen in den Ring zu werfen. Aber dafür würden sie auf dieser Mission höchstwahrscheinlich keine Zeit haben. Nun ja, zurück zum morgendlichen Training des jungen Mannes. Dass der Taijutsuka bereits so früh auf den Beinen gewesen war, lag keinesfalls an seinen Nerven, sondern daran, dass er den Treffpunkt für diese Mission früh angesetzt hatte. Eine entsprechende vertrauliche Nachricht mit einigen Details war tags zuvor an seine beiden Mitstreiter versandt worden. Sie enthielt einige Information zu ihrem Auftrag: Der sich anbahnende Bürgerkrieg im Reich des Grases, welcher der Grund für die Entsendung der Shinobi war. Treffpunkt sowie -zeit waren natürlich ebenfalls enthalten, sowie die Bitte um Geheimhaltung, da es sich um eine prekäre Situation und vertrauliche Informationen handelte. Das Übliche eben, wenn es auf eine A-Rang Mission ging.

Als der Jirokou sein morgendliches Training beendet hatte, kehrte er zurück in seine Wohnung, um sich auf den Tag vorzubereiten. Belohnt wurde das Ganze mit einer wohltuenden kalten Dusche, die seine Lebensgeister vollends weckte. Der kalte Wasserstrahlt prasselte auf das Gesicht und den Körper des jungen Mannes und sandten damit Adrenalin durch seinen Körper. Nach diesem kurzen Vergnügen trat der junge Mann an den Essenstisch, um ein schnelles Frühstück zu verzehren, während er sich die Haare noch mit einem Handtuch trocknete. Die goldenen Seelenspiegel huschten dabei erneut über die Informationen für diesen Missionsauftrag, die über den Tisch verteilt waren. Daneben befanden sich die beiden Akten seiner Mitstreiter, die er ebenfalls kurz überflog, aber nicht weiter verinnerlichte. Ray kannte er ja bereits und mit Daisuke sollte er auch bald das Vergnügen haben. *Mal sehen, was uns erwartet.*, dachte er sich und ein Hauch von Vorfreude auf die Mission machte sich in ihm breit. Es kam nicht alle Tage vor, dass man mit der Niederschlagung einer Separatistenbewegung beauftragt wurde. Und wer besser eine Rebellion niederzuschlagen als er, der insgeheim selbst eine geplant hatte? Nun, mehr oder weniger, es ging zumindest in eine ähnliche Richtung. Schließlich hatte sich Shunsui fertig gemacht und war bereit zum Aufbruch. Der junge Mann hatte sich wie so oft in letzter Zeit für ein dunkles Outfit entschieden: Schwarze Hose, dunkelgrauer Overall und darüber eine schwarze, lederne Jacke. Diese Erscheinung war ganz anders als jene, die er beim Trainingskampf mit dem Hayabusa an den Tag gelegt hatte. Aber der rothaarige Shinobi würde sich schon an das neue Erscheinungsbild von ihm gewöhnen! Das Shinobi-Armband hatte er sich um den linken Arm gebunden. Das übliche Statistikdozentoutfit seines Alter Egos befand sich samt Brille und Chuunin-Weste verstaut in einer Schriftrolle, denn man konnte nie wissen, ob man sich nicht eine passende Tarnung zurecht legen musste. Und was bot sich dabei besser an als jene Kleidung, die er jahrelang wie eine zweite Haut getragen hatte? Eben. Da nun alle Vorbereitungen getroffen, das Essen gegessen und der Kaffee getrunken war, verließ der blonde Chuunin schließlich seine Wohnung und machte sich auf den Weg.

Pünktlich um sechs Uhr morgens, befand sich Shunsui also am ausgemachten Treffpunkt und wartete auf einer Bank mit verschränkten Armen darauf, dass seine Mitstreiter zu ihm stießen. Seit heute Morgen war die Vorfreude auf diesen Auftrag nur noch größer geworden, denn je mehr er darüber dachte, desto wahrscheinlich war die Chance, dass es zu einigen blutigen Kämpfen kommen konnte. Ein raubtierhaftes Grinsen huschte für einen kurzen Augenblick über sein Gesicht bei diesem Gedanken. Und wenn der Jirokou eines liebte, dann war es ein guter Kampf! Ob die beiden anderen das genauso sahen? Das würde sich wohl bald zeigen!
 

Hayabusa Ray

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Rays Training in den letzten Wochen hatte einen für den Falkenjungen außergewöhnlichen Schwerpunkt gehabt. Ganz gezielt hatte er darauf hingearbeitet seine Chakramenge zu erhöhen. Normalerweise war sein Fokus weder auf das Trainieren von Chakrakontrolle oder -menge, denn diese beiden Attribute wurden immer dann mittrainiert, wenn er sich von A nach B bewegte, denn seitdem er gelernt hatte seinen akrobatischen Bewegungsstil mit seinem Fuutonchakra zu unterstützen kam es äußert selten vor ihn auf normale Art und Weise durch die Straßen laufen zu sehen. Immer wieder forderte sich der Rotschopf neu heraus mit möglichst wenig Bodenkontakt immer weitere Strecken zurückzulegen. Das erforderte eine gute Kombination diverser Jutsu, schnell musste sein Chakra von den Rückennarben in die Füße oder Hände geleitet werden und auf die Dauer kostete dieser Bewegungsstil nicht nur jede Menge Geschick und Ausdauer, sondern eben auch einiges an Chakramenge. Im Grunde waren die Chakraattribute bei diesem eigenwilligen Bewegungsstil fast schon wichtiger als Geschick und Geschwindigkeit.

Aber seitdem er eine gewisse Doppelgängertechnik erlernt hatte, hatte er festgestellt, dass sein Chakra rapide zur Neige ging, wenn er mehrere dieser Doppelgänger erschaffen wollte. Noch dazu ging es ziemlich auf die Kosten seines Bewegungsstils. Deswegen stand er lange Zeit vor der Wahl, ob er entweder einen starken Kampfpartner erschaffen wollte, sich dann aber seiner Manövrierfähigkeiten beraubte, oder aber darauf verzichtete. Daher hatte er sich in den vergangenen Wochen immer wieder so sehr mit seinem Chakra verausgabt, dass er mehrfach in Ohnmacht gefallen war. Dabei hatte er es aber auch geschafft die Kapazitäten auszubauen und mit dem Ergebnis war er vorerst sehr zufrieden. Er war eben kein reiner Nahkämpfer, sondern ein trickreicher Jäger, der auf mittlerer Distanz am gefährlichsten war. Das erforderte aber jede Menge Tricks, Finten und Fähigkeiten dem Gegner auszuweichen, denn ein guter Treffer konnte für ihn gefährlich werden.

Das hatte er schmerzhaft im Kampf gegen einen gewissen Blondschopf spüren müssen. Zugegeben war seine letzte Aktion auch nicht sonderlich durchdacht gewesen, doch dass er gerade mit seinem stürmischen, finalen Angriff den Respekt dieses Chuunins gewonnen hatte, war ihm noch nicht mal bewusst. Die Rede war natürlich vom Goldenen Drachen, Jirokou Shunsui, dessen Geschichte und Hintergründe dem Falkenshinobi nicht wirklich bekannt waren. Er wusste, dass es sich bei ihm um einen gefährlichen Nahkämpfer mit außerordentlicher Kraft handelte. Viel interessanter für den Philosophen in ihm waren aber die Wut und der Zorn, die in diesem jungen Mann schlummerten. Es würde interessant sein mit ihm auf dieser Mission zusammenzuarbeiten. Denn bisher waren sie sich in diesem Rahmen noch nicht begegnet. Und dann war diese Mission auch gleich eine A-Rang Mission, das war schon etwas ganz anderes als die Leibwache einer Band oder das Diskutieren mit 'harmlosen' Revolutionsführern in den Slums. Ihm war ein bisschen mulmig zumute, als er an seine letzte hochrangige Mission dachte. Das war eine B-Rang gewesen und damals war er den feindlichen Kräften nicht im geringsten gewachsen gewesen. Gut da war er auch noch quasi ein Frischling aus der Akademie gewesen, aber trotzdem.

Da war es doch gut so bekannte Chuunin an seiner Seite zu haben, denn nicht nur den Leiter in Persona von Shunsui kannte er, sondern auch das andere Teammitglied, Tetsuya Daisuke. Die beiden waren sich in letzter Zeit öfters über den Weg gelaufen. Erst beim Kistenschleppen und dann bei der Bergung eines Piratenschatz. Letztere Mission hatte er geleitet, obwohl Daisuke der deutlich erfahrenere Shinobi war. Aber er mochte den Weißschopf, er war außerordentlich kampfstark und im direkten Zweikampf mit ihm würde er wohl sicherlich den kürzeren ziehen. Doch der riesige Mann hatte ein gutes Herz, war verständnisvoll und hatte seine Leitung akzeptiert. Das rechnete er ihm hoch an.

An diesem frischen Morgen also machte sich der Falkenjunge auf. Wie immer mit kurzer Hose bekleidet, denn die frische Kälte des Morgens spürte er gar nicht. Das war ein Vorteil des Falkenbluterbes, Temperaturen waren in der Regel kein Problem für ihn. Diesmal trugt er ein dunkles, kurzärmliges T-Shirt und darüber die Chuuninweste. Sie war zwar etwas klobig, aber mittlerweile hatte er die vielen Taschen durchaus zu schätzen gelernt. Sie boten Platz für jede Menge nützliche Dinge und waren in seinem Fall mit jeder Menge Shuriken gefüllt. Bei seinem Geschick konnte er einen wahren Sturm dieser blitzenden Metallsterne auf den Gegner werfen und sie noch dazu so lenken, dass sie immer ins Schwarze trafen. Im Grunde hatte Ray fast schon das Problem, dass er so viele verschiedene Möglichkeiten im Fernkampf besaß, dass er gar nicht alles gleichzeitig einsetzen konnte, ein wahres Luxusproblem.

Wie immer bewegte Ray sich auch an diesem Morgen natürlich nicht durch die Straßen, sondern manövrierte sich geschickt durch die Lüfte. Für ihn hatte sie an genau den richtigen Stellen die Balken, die er braucht, um sich immer wieder in die Höhe zu katapultieren. Manche mochten ihm dieses Bewegen vielleicht als Angeberei auslegen, aber diese kannten den wilden Jungen einfach nicht gut genug. Mit einem gewaltigen Satz katapultierte er sich erneut 20m in die Höhe, sodass der Vorplatz des Turmes, der Verbindung von Soragakure nach Getsurin in Blick kam und seine scharfen Augen erkannten sofort den Blondschopf, der diese Mission leiten würde. In seinem schwarzen Outfit und mit den verschränkten Armen sah er ganz anders aus, als bei ihrem Kampf, doch das raubtierhafte Grinsen, welches über sein Gesicht huschte, war dem Rotschopf nur allzu bekannte. Unwillkürlich erwiderte er es mit einem ebenso gefährlich aussehendem Grinsen, was der Blondschopf auf die Entfernung natürlich nicht erkannte. Shunsui war keine Beute, Shunsui war ebenso ein Jäger, wie es der Rotschopf war und Daisuke, Ray hatte auch ihn schon in Aktion gesehen und wusste um die Energie, die in diesem Riesen steckte. Diesmal hatte die Dorfverwaltung drei Raubtiere zusammengesteckt. Die Frage war nur, ob diese Raubtiere es schafften im Rudel agieren zu können. Sanft setzte Ray nun vor seinem Missionsleiter mit einer nahezu lautlosen Landung auf und nickte ihm zu. "Guten Morgen Shunsui." grüßte er ihn, wobei ihm immer noch sein raytypisches Grinsen im Gesicht stand.
 

Tetsuya Daisuke

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Der Wunsch nach Frieden. Für einen Shinobi ein sonderlicher Gedanke. Auf der einen Seite gab es kaum einen Chuunin, der sich nur das Beste für diese Welt wünschte – nicht nur für sich selbst und all die Menschen, die ihm am Herzen lagen, sondern auch für die nächste Generation, welche der mittlerweile beinahe alte Hase mit strengem, bewachenden Auge beobachtete. Eine friedliche Welt würde zum Ende der Zeit der Shinobi führen. Ein komischer Gedanke, oder? Etwas, was man den Menschen so sehr gönnt, nimmt einem selbst Beruf und Lebenssinn. Dennoch wäre Daisuke froh, wenn es nicht mehr Shinobi und Kunoichi bräuchte, welche die Wege in vielen verkorksten Gegenden pflasterten. Wenn es nur noch Kriminelle wären, die kämpften und zumindest unter den vielen etablierten Reichen dieser Welt Frieden herrschte, wäre schon viel getan… Aber es gab immer wieder Menschen, denen das nicht genug war. Der Hüne war es leid zu beobachten, wie es jedes Mal die Zivilisten waren, die unter so einem Elend zu kämpfen und zu sterben hatten. Es war nicht fair. Die Welt war nicht fair. Deshalb wäre so ein kleines bisschen Frieden doch etwas Schönes. Ein bisschen Unbeschwertheit und Sorglosigkeit, ein Leben ohne Angst und Schmerz… Daisuke würde es sich sehr für die Welt wünschen. Aber es war ein utopischer Wunsch. Egal wie viele Generationen nach ihm noch folgten – Es würde immer wieder jemanden geben, der seine Hand gegen das Volk erhebt, um seine eigenen Vorstellungen durchzusehen. Es machte ihn müde, aber gab ihm auch einen Grund weiterzumachen. Wenn er also die Informationen zu einer A-Rang Mission erhielt und das Ziel war Frieden in ein anderes Land zu bringen, dann war er froh, dass er zumindest ein bisschen helfen konnte… Auch wenn dieser Beruf oft den Eindruck machte, dass man Kartenhäuser baute, die beim kleinsten Wind zusammenfielen.

Ein A-Rang war etwas, was selbst Daisuke so nicht kannte. Der Chuunin hatte viel erlebt, aber man hatte ihn lange nicht auf etwas so Großes geschickt. Vor allem wenn er an die vergangenen Wochen und Monate dachte, schickte man ihn eher zu Aufträgen, denen bestimmt auch andere, jüngere und motiviertere Shinobi und Kunoichi locker gewachsen wären. Warum das so war, hinterfragte er nicht. Es war wohl eine weitere Hürde auf dem Weg zum Jonin. Der war lang und unnachgiebig, aber das war in Ordnung. Eine besondere Aufregung machte sich bei ihm trotz alle dem nicht breit. Der Weißhaarige war eher mit einem etwas ernüchternden Gefühl aufgewacht. Er startete kein großes Training und auch keine übermäßigen Vorbereitungen vor der Mission. Alles, was zwingend nötig war, hatte er am Vortag bereits erledigt. Statt sich irgendwelcher Aufregung oder Nervosität hinzugeben, verbrachte der älteste Chuunin im heutigen Trio seinen Morgen mit seiner Tochter, die darauf bestand, dass er nicht aus dem Haus durfte, bevor er denselben Nagellack trug wie sie. Schließlich würde er bestimmt ein paar Tage weg sein und wer wusste schon, ob man von so einem Auftrag unverletzt zurückkehrte. Was machte da also der schöne blaue Nagellack an seinen großen Händen, wenn er dafür das Lächeln eines Kindes geschenkt bekam?
Über seine Kollegen hatte er allerdings schon ein wenig sinniert. Während einer der Beiden ihm zweifelsohne nicht fremd war, war der Andere jemand, von dem er zwar gehört, aber noch nicht selbst das Vergnügen mit ihm hatte. Hayabusa Ray war mittlerweile quasi ein alter Bekannter. Sie hatten sich in letzter Zeit öfter gesehen und Daisuke hatte seinen Sprung vom Genin zum Chuunin live erlebt. Ob er heute auch so nervös wäre, wenn er die Mission nicht leiten musste? Seine Fähigkeiten waren alle Male eine wirklich große Hilfe bei jedem Auftrag, den er sich vorstellen konnte. Allein diese haargenaue Einschätzung der Kampfkraft seiner Feinde war beeindruckend für den rieseigen Chuunin. Jirokou Shunsui war ihm aber noch gänzlich unbekannt. Ein durchaus erfahrenerer Chuunin, gar nicht mal so viel jünger als Daisuke und wohl auch ein Kraftpaket, soweit er gehört hatte. Eigentlich würde er sich mit so jemandem lieber messen, aber eine Zusammenarbeit hatte doch auch etwas!

Daisukes Weg zum heutigen Treffpunkt war eher gemütlicher Natur. Er hatte sich rechtzeitig auf den Weg gemacht, auch wenn seine Tochter davon nicht allzu begeistert gewesen war und würde sicherlich auch ohne Mühe und Hetzerei pünktlich dort aufschlagen. Auf seinem Rücken klackerte leicht das große Schwert bei jedem Schritt, den er tat, ein wenig mit. Seine Kleidung war gänzlich schwarz, was wohl ein starker Kontrast zum weißen Haarschopf war. Allein die blauen Augen und Fingernägel waren aber sicherlich ein weiterer Blickfang… Als er seinen Kollegen näherkam, waren schon beide anwesend. Perfekt pünktlich, auf die Minute, schlug er zu den beiden anderen Chuunin. „Guten Morgen Shunsui-san, Ray.“ Letzteren grüßte er etwas weniger höflich. Schließlich kannte man sich und er war heute auch nicht der Teamleiter. Dass er das konnte, hatte er ja Daisuke schon einmal bewiesen. Ob der andere, jüngere Chuunin dem auch gewachsen war? Vor allem auf einer solchen Mission? Das musste er noch zeigen…

 

Jirokou Shunsui

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Zum Glück musste Shunsui nicht lange warten, ehe seine heutigen Teammitglieder zu ihm stießen und die Mission endlich starten konnte. Als Erstes tauchte der philosophische Jäger aus, dessen Wege sich mit dem blonden Chuunin bereits mehrfach gekreuzt hatten. Genau wie bei ihrem letzten Kampf, landete der rothaarige Shinobi wie aus dem Nichts vor dem Jirokou und sicherte sich damit dessen Aufmerksamkeit. Goldene Seelenspiegel studierten die neue Erscheinung – eine kurze Hose, die der Frische des Morgens Lügen strafte, dazu noch ein kurzes Shirt und darüber das Zeichen seines neuen Ranges, die Chuunin Weste. Damit trug er diese pflichtbewusst, wie auch der blonde junge Mann dies anfangs getan hatte. Mittlerweile befand sich seine Weste gemeinsam mit dem Outfit seines Alter Egos verstaut in einer seiner Schriftrollen, bereit für den Fall, dass er sie brauchte! Schließlich huschte ein kurzes, raubtierhaftes Grinsen über sein Gesicht, ehe er sich erhob, um den Anderen zu begrüßen. „Hallo Ray.“, teilte ihm der Jirokou kurz und knapp mit und nickte ihm anerkennend zu. Bei ihrem letzten Kampf hatte der Hayabusa furchtlos gekämpft und sich somit seinen Respekt verdient, was er den Anderen auch spüren lassen würde. Obgleich der Kampfstil seines Gegenübers wohl hauptsächlich ninjutsulastig gewesen war, hatte sich eine wahre Jagd vor ihrer Konfrontation entwickelt. Nur allzu gerne würde Shunsui seine Kräfte erneut mit dem kleineren Shinobi messen. Er selbst hatte großartige Fortschritte mit seinem Training erzielt, doch er war sich sicher, dass es bei dem Rotschopf ebenfalls der Fall war. Letztendlich gab es nur noch einen Punkt, den es anzusprechen galt. „Glückwünsch zu deiner Beförderung.“, sprach Shunsui also und wies auf den offensichtlichen Fakt hin – immerhin trug Ray anders als zuvor nun eine Chuuninweste. „Wenn du deine Fähigkeiten irgendwann wieder testen möchtest, stehe ich bereit … falls du dich der Herausforderung stellen möchtest.“ Nun hatte sich endgültig ein Grinsen auf seinem Gesicht gebildet, während er dem Hayabusa gegenüber seiner Herausforderung aussprach. Der Taijutsuka lebte für den Kampf und die Herausforderung und da Ray bewiesen hatte, dass es sich bei ihm um einen würdigen Gegner handelte, würde er nur allzu gerne erneut in den Ring mit ihm steigen.

Dabei hatte er keine Ahnung, dass er nicht der einzige in der Gruppe war, der sich gerne mit anderen, starken Kämpfern maß. Es näherte sich der Gruppe nämlich jemand, der möglicherweise eine ganz andere Herausforderung darstellte als Ray. Diesen Eindruck bekam der Jirokou auch, als er den sich nähernden, weißhaarigen Mann aus seinen Augenwinkeln heraus bemerkte. Outfitmäßig schien er eher auf einer Linie mit dem Jirokou zu sein, trug er doch ebenfalls ausschließlich schwarz. Das stand sehr im Kontrast zu seinen weißen Haaren, doch das war nicht das, was der wahre Blickfang an dessen Erscheinung war. Und dabei bezog sich Shunsui sicherlich nicht auf dessen blau lackierte Fingernägel, die er überhaupt nicht bemerkte. Solche Details waren ihm recht egal. Es handelte sich vielmehr um das große Schwert auf dem Rücken des Anderen, auf welches sich seine goldenen Augen konzentrierten. Den Akten des Tetsuya hatte er bereits entnommen, dass dieser eher auf Nahkampf getrimmt war, was immer ein gutes Zeichen war. Das riesige Schwert deutete auf zweierlei Sachen hin: Recht offensichtlich war wohl die Tatsache, dass es sich bei Daisuke um einen Schwertkämpfer handelte. Allerdings deutete die Größe und das damit verbundene Gewicht der Waffe darauf hin, dass der große Chuunin über entsprechende körperliche Kraft verfügen musste. Auch beim heutigen Teamleiter handelte sich um einen Schwertkämpfer, auch wenn seine eigene Klinge versteckt war und lediglich einem Armband mit Schlangenmotiv ähnelte. Aufgrund der pfiffigen Konstruktion aus Chakrametall, konnte er das Armband jedoch jederzeit mit einem Chakraimpuls in eine Waffe mit schmaler Klinge verwandeln, die er dazu nutzen konnte, sich durch die Reihen des Feindes zu schneiden. Zusammenfassend ließ sich also sagen, dass die Erscheinung des Ältesten der Runde durchaus Eindruck beim Blondschopf hinterließen. „Guten Morgen! Shunsui reicht vollkommen!“, teilte er dem Neuankömmling mit und nickte ihm zu. Er war keiner, der sich daran aufgeilte, dass man ihn entsprechend seines Ranges oder seiner Position höflich ansprach. Schon gar nicht von einem Krieger, wie es Daisuke sicherlich war. Möglicherweise fand sich ja ein passender Moment, um ihre Kräfte auszutesten und ein Sparring zu wagen?

Da das Team nun vollständig war, konnten sie auch mit der Besprechung für ihren gefährlichen Auftrag beginnen. Manch anderer hätte sich noch eine Weile mit Smalltalk befasst, aber so war der Blondschopf nicht. Es gab sicherlich die eine oder andere Situation, in welcher er sich auch unterhielt und ein wenig auftaute, aber egal wie man es drehte oder wendete, die Vorbesprechung zum Aufbruch zu einer gefährlichen A-Rang Mission gehörte nicht dazu. „Wie ihr wisst, stehen die Truppen des Daimyō des Grasreiches aufgrund der immer stärker werdenden Separatistenbewegungen mit dem Rücken zur Wand.“, begann der Teamleiter sogleich mit der Erläuterung ihres heutigen Auftrages. Ein paar Details, um was es ging, hatte er den beiden anderen Chuunin bereits im Vorfeld zukommen lassen. Doch jetzt galt es noch seine restlichen Infos mit ihnen zu teilen. „Aus diesem Grund hat er sich an Soragakure gewandt, weshalb wir ins Reich entsendet werden. Dabei sollen wir inkognito ins Grasreich einreisen. Sollten die Separatisten nämlich Wind davon bekommen, könnten sie sich bedroht fühlen und überall zuschlagen, sodass es in einem landesweiten Bürgerkrieg resultieren könnte.“, fasste Shunsui die Situation und das Vorgehen für ihren Auftrag zusammen. Ja, drei Elite-Shinobi vermochten sogar das Gleichgewicht im Land verändern. Darum sollten sie um jeden Preis verhindern, dass sie entdeckt wurden, ansonsten würde alles den Bach runter gehen. „Wir sollen uns außerhalb des Dorfes mit einem gewissen Hayami Shô treffen, unserer Kontaktperson, die uns schließlich das weitere Vorgehen erklären wird. Er wird jeden Abend um sieben Uhr auf unser Erscheinen warten. Habt ihr sonst noch Fragen?“, erkundigte er sich noch bei seinen beiden Kollegen und blickte dabei vom riesigen Daisuke zum etwas kleineren Ray. Die Beiden waren sehr erfahrene Shinobi, insofern konnten sie sicherlich das eine oder andere wichtige ergänzen oder fragen.

@Hayabusa Ray @Tetsuya Daisuke
 

Hayabusa Ray

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Für den Anfang lief es doch schon mal ganz gut, jedenfalls zerfleischten sich Drache, Falke und Silberwolf nicht gegenseitig, sondern grüßten sich ausgesprochen freundlich. Eigentlich auch nicht so verwunderlich, denn auch wenn der Falkenjunge die Einteilung der Dorfverwaltung nicht immer verstand, so hatte es bisher eigentlich fast immer funktioniert. Vielleicht waren diese Bürokraten ja doch nicht so unfähig und steckten eine Menge Hirnschmalz in die Teamzusammenstellungen.

"Danke Shunsui." nahm der Rotschopf das Lob des Blonden an und fügte mit einem kampfeslustigen Lächeln hinzu. "Zu einer Herausforderung sage ich nur selten nein." Schelmisch zwinkerte er dem anderen Chuunin zu. "Auch wenn mich bisher selten ein Kampf so mitgenommen hat." erinnerte er sich daran, dass der letzte Angriff des Chuunins ihn wirklich hart getroffen hatte. Shunsui war stark, mindestens so stark wie der Weißschopf, der nun die Bühne betrat. Es war offensichtlich, dass Ray auf dieser Mission nicht den Frontkämpfer geben musste, eine Tatsache die seinen Kampffertigkeiten in die Karten spielte, denn Rays wahre Stärke lag in überraschenden Angriffen aus dem toten Winkel, die einfach wesentlich effektiver waren, denn sich die Gegner auf andere Ziele konzentrierten. Ja, diesmal schien sich die Dorfverwaltung tatsächlich etwas gedacht zu haben.

Zufrieden lächelte der Rotschopf daher in sich hinein und wartete auf die einleitenden Worte des Missionsführers und war froh darüber, dass dieser direkt zum Geschäftlichen kam. Sie hatten auf der Reise sicherlich noch genug Zeit sich kennenzulernen und zumindest Ray wusste einigermaßen über die Fähigkeiten der beiden anderen Bescheid und konnte sich auch jederzeit mit einem gewissen 'Windpups' über diese erneut informieren.

Aber erstmal sollte sie ihre Mission inkognito ins Grasreich führen, ein Reich, welches kurz vor einem Bürgerkrieg stand. Separatisten gegen die Regierung und wahrscheinlich jede Menge Doppelagenten und weitere Parteien mit undurchsichtigen Zielen würden sie erwarten. Und jetzt mischten auch noch drei Shinobi mit, das konnte in der Tat ziemlich lustig werden. Ray ließ seine Eckzähne aufblitzen, als ein erneutes Grinsen auf seinem Gesicht entstand, ehe er das Wort ergriff. "Nur um das klarzustellen: Unsere Mission ist es den Daimyô zu unterstützen, richtig? Was wissen wir über diesen Herrscher? Ich will nicht unloyal erscheinen, aber wenn eine Separatistenbewegung in einem Reich entsteht, spricht das eventuell auch gegen einen Herrscher. Und um ganz ehrlich zu sein, ich habe keine Lust einen grausamen Herrscher dabei zu unterstützen sein Volk zu knechten. Da ich der Dorfführung von Soragakure vertraue, bezweifle ich zwar, dass das die Situation im Grasreich sein wird, aber trotzdem sollten wir uns vielleicht Gedanken machen, wie wir agieren, sollten wir beispielsweise erfahren, dass der Daimyô außerordentlich grausam ist." beendete Ray seinen kleinen Monolog. Wie würden die beiden auf diese kritischen Worte reagieren? Waren sie so loyal zu Soragakure, dass sie Befehle nicht hinterfragten. Würde Shunsui als Missionsleiter diese Aussagen tolerieren oder ihn gleich hierlassen. Immerhin waren sie ja Soldaten und indirekt hatte Ray angekündigt unter gewissen Umständen Probleme mit der Ausführung der Mission zu haben. War er in ein Fettnäpfchen getreten? Das würde wohl nur die Reaktion der anderen beiden klären können.
"Und ich hätte noch einen weiteren Vorschlag: Wir sollten nicht alle Hayami Shô treffen. Unabhängig davon ob er wirklich vertrauenswürdig ist oder nicht, ist es immer ratsam noch ein oder zwei Asse im Ärmel zu haben und zumindest vorerst sehe ich keinen Grund irgendwem im Grasreich zu verraten wie groß die Unterstützung aus Soragakure ist." War Ray zu forsch mit seinen Ideen? Auf seinen letzten Missionen war er immer wieder auch in der Rolle des Missionsleiters geschlüpft und davon abgesehen waren Schach, Go und Shogi beliebte Spiele zwischen ihm und seinem Vater gewesen. Nicht dass er allzu oft gewonnen hatte, aber strategisches Vorgehen und das Entwickeln von verschiedenen Taktiken samt Hinterhalten und Überraschungen waren keine Fremdbegriffe für den Hayabusa.
 

Tetsuya Daisuke

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Noch immer machte sich der großgewachsene Chuunin so seine Gedanken zu dieser Mission. Genauere Informationen zu den Geschehnissen im Grasreich hatte er nicht. Ein Aufschwung, der Versuch einer Revolution... Er konnte viele Gründe haben. Soragakure schickte selbstverständlich auf Bitten des Daimyou ein Team los, das die Zustände vor Ort klären sollte. So richtig wusste Daisuke nicht wie er dem gegenüberstehen sollte. Den Wunsch nach Frieden konnte er aber durchaus nachvollziehen.
Fürs Erste stand das noch in weiter Ferne. Im Moment galt es seine Teamkollegen kennenzulernen - oder naja. Zumindest einen von ihnen. Ray war ein bekanntes Gesicht für den Tetsuya und irgendwie stießen die beiden Chuunin in letzter Zeit ziemlich oft aufeinander. Man gewöhnte sich daran und konnte miteinander besser arbeiten. Der Chuunin hatte also absolut nichts gegen den Jüngeren und hatte sogar damit umgehen können als der Hayabusa eine Mission angeleitet hatte. War schließlich gut, wenn auch mal Andere diese Erfahrungen sammeln konnten. Was den anderen Chuunin anging, wusste Daisuke so fast gar nichts über ihn. Jirokou Shunsui... Was für ein Mann sich wohl hinter ihm verbarg? Ein Nicken in Kombination mit einem freundlichen Lächeln zeigte sich auf den Lippen des Tetsuya, als sein Teamleiter für heute, ihm das Du anbot. Das war schon einmal deutlich angenehmer für Daisuke, denn Jüngeren so übermäßig höflich entgegenzutreten, fühlte sich immer irgendwie sonderlich an. „Freut mich, Shunsui.“, fügte er also noch mit einem Nicken hinzu und dann konnte es losgehen...

Sie waren nun alle beisammen und konnten die Besprechungen zu der Mission beginnen. Der Blonde kam ziemlich direkt auf den Punkt und begann sein Wissen mit den anderen beiden Chuunin zu teilen. Eine A-Rang Mission war ein ernstes Thema und Daisuke nahm das durchaus auch für wichtig. Hin und wieder nickte er auf die Erzählungen des Chuunin hin. Der Anfang war eine Wiederholung von dem, was er bereits wusste. Dass sie inkognito reisten, war tatsächlich sinnvoll, denn man wollte die Bewegung nicht noch mehr aufwiegeln, als sie ohnehin schon war. Wer wusste schon was die Separatisten davon hielten, dass sich nun auch Soragakure als große Fraktion in diese Nummer einmischte? Als kleines Dreiergespann wollten die Chuunin den Zorn der Gruppe sicherlich nicht zu spüren bekommen. Ein landesweiter Bürgerkrieg wäre aber auch etwas, was man der Zivilisten zuliebe so oder so nicht provozieren sollte. Außerhalb des Dorfes würden sie den Kontaktmann treffen, der sie auf den richtigen Weg führen sollte. Fragen hatte Daisuke fürs Erste nicht. Er ließ sich all das noch einmal durch den Kopf gehen, als sich plötzlich Ray zu Wort meldete... Warum grinste der so? Die Brauen des Tetsuya zogen sich zusammen. Zwar konnte er den Hintergrund seiner kritischen Frage verstehen, doch Daisuke fand es durchaus mutig und leichtsinnig von dem Jungen direkt ins kalte Wasser zu springen, was das anging. „Gut, dass du diese Gedanken hier und nicht in der Nähe des Grasreiches formuliert hast.“, begann Daisuke mit angespannter Stimmlage. Man wusste schließlich niemals wer mithörte, wenn man in einem ungeklärten Gebiet war. „Es macht durchaus Sinn die Situation in Frage zu stellen... Du darfst aber nicht vergessen, dass die Lage schon sehr angespannt und ernst ist. Wenn wir dort etwas vom Zaun brechen, spielen die nicht nur Krieg und darunter leiden - ganz egal wer daran Schuld ist - dann in erster Linie die Zivilisten.“ Mit strengem Blick fuhr sich der Hüne mit der Hand über den Nacken. Gerade wenn eine solch angespannte Lage herrschte, sollte man vorsichtig mit eigenwilligen Handlungen sein und sich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. „Wenn du schon solche Vorschläge in den Raum wirfst, solltest du erst hinterfragen, ob der Mann uns vielleicht sogar schon zu Dritt erwartet... Ich würde ihm durchaus ähnlich viel Vorsicht und Überlegung zugestehen, wie wir sie an den Tag legen.“ Schließlich wusste das Team ja nicht genau wie weit die Informationen gingen, die der Kontaktmann von Soragakure bekommen hatte. Oder naja. Vielleicht wusste es Shunsui ja? Abgesehen davon war es ja auch an ihnen ihren Willen zu zeigen, für das Grasreich zu arbeiten. Sicherlich war man ihnen gegenüber genauso skeptisch eingestellt, wie Ray es den Leuten gegenüber war, die sie beauftragt hatten. Daisuke mochte nicht das schlauste Köpfchen haben, aber das Blut eines Shinobi floss trotzdem durch seine Adern. Der Tetsuya hatte bereits genug Leid und unzählige dramatische Momente gesehen, um zu wissen, dass es nicht um den Idealismus eines Einzelnen gehen konnte... Sie mussten vorsichtig sein mit allem was sie taten und was sie planten... Selbst wenn sie inkognito unterwegs war, würde man sie, als Außenstehende, sicherlich im Auge behalten so lange sie im Grasreich unterwegs waren... Natürlich verstand Daisuke, dass Ray keinem Mann helfen wollte, der seine Bürger womöglich in eine schwierige Lage brachte. Da ging es Daisuke ähnlich... Die Frage war, ob Soragakure so etwas unterstützen würde... Jedenfalls sollten sie vorsichtig und langsam vorgehen und nicht direkt von der schwierigsten, möglichen Situation ausgehen. Diese Mission würde dem Chuunin sicher noch Kopfweh bereiten...

 
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