Ziviles Krankenhaus von Sôhon

Dieses Thema im Forum "Sôhon" wurde erstellt von Meteki Pakura, 13. Dez. 2018.

  1. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

    Beiträge:
    457
    Alter:
    15
    Größe:
    1,52
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Off
    Helles Licht schien Pakura in die mit behandschuhten Fingern geöffneten Augen und sie vernahm ein Gewirr aus hastigen Schritten und Stimmen um sie herum. „... Pupillen reagieren normal. Oberflächlich nur leichte Blessuren sichtbar.“ Sobald die Finger von ihren Augen entfernt wurden, fielen diese wieder in ihre ursprüngliche Position zurück und blieben erstmal so. „Wo ... bin ich? Ein Krankenhaus?“ Kennt ihr das, wenn ihr morgens aufwacht, aber nicht die Kraft hat sich zu rühren oder auch nur selbstständig die Augen zu öffnen? So ging es der Meteki in diesem Moment. Die gleiche Frauenstimme wie zuvor schon hallte durch einen offenbar spärlich eingerichteten Raum: „Tanaka-san, gehen Sie hinaus zu den beiden jungen Männern. Ich möchte den Körper des Mädchens untersuchen und halte es für unangebracht, wenn dabei ein Mann im Raum ist. Außerdem werden die Beiden Informationen haben wollen.“ Die Fünfzehnjährige konnte hören, wie sich Schritte entfernten, gefolgt vom Öffnen und Schließen einer Tür. „So, dann wollen wir mal schauen, wie es Dir geht.“ Die Stimme war nun ein ganzes Stück sanfter als noch zuvor, als sie die Informationen und Anweisungen durchgegeben hatte. Die Decke, welche das Mädchen bis etwas über die Hüfte bedeckte, wurde ein wenig nach unten gezogen und ein Paar behandschuhter Hände - wahrscheinlich jene, welche zuvor auch ihre Augenlider oben gehalten hatten - setzten an, ihr Oberteil nach oben zu schieben. Reflexartig schossen ihre eigenen Griffel in Richtung derer, die sie behandeln wollten und ließen diese in ihrer Bewegung innehalten ließen, nur um gleich wieder in auf das Bett zurück zu sinken. „Bitte entschuldigen Sie...“ krächzte etwas, das vielleicht mit viel augenzudrücken als die Stimme der Schwarzhaarigen erkannt werden konnte. „... Nur ein Reflex. Bitte fahren Sie mit der Untersuchung fort.“ Ein leichtes Schmunzeln ertönte und die Hände fuhren damit fort, dem Oberkörper der Braunäugigen frei zu machen und anschließend zu betasten. Unterdessen versuchte sie, ihre Augen wenigstens ein wenig zu öffnen und sich umzusehen. Der Raum war tatsächlich so spärlich eingerichtet, wie sie dachte. Lediglich das Bett in dem die Iryōnin lag, ein kleiner Tisch direkt daneben und ein Rollwagen mit diversen medizinischen Instrumenten sowie einer Schale mit Desinfektionsmittel darauf. Nach ein paar Minuten gründlicher Untersuchung stellte die Ärztin fest: „Nun, ich kann nichts finden, was über blaue Flecken hinaus geht und auch die Untersuchung, bevor sie wach geworden sind, hat nichts ergeben. Ehrlich gesagt kann ich nicht erklären, warum Sie dermaßen kraftlos sind. Hat das möglicherweise mit Ihrem Beruf zu tun? Ihre Kollegen haben bereits erklärt, dass Sie drei Shinobi sind. Das hier ist aber ein ziviles Krankenhaus und weder für die Behandlung von Shinobi gerüstet, noch ist das Personal ausreichend geschult.“ Deutliche Verlegenheit war dem Gesicht der freundlichen Dame zu entnehmen und sie machte sich auch nicht die Mühe, diesen Umstand in ihrer Sprachweise zu kaschieren. „Nun, da kann ich Ihnen vielleicht weiterhelfen. Ich bin Medizin-Ninja in Ausbildung. Ich muss sagen, dass mein Zustand alleine meine Schuld ist. Ich habe mich zu sehr verausgabt. Morgen werde ich wieder gehen können. Da bin ich mir sicher.“ Es vergingen mehrere Minuten, in denen sich die Kunoichi die größte Mühe gab, zu erklären, wie es zu ihrer Entkräftung gekommen war. Dies gestaltete sich als zunehmend schwerer, da die Person vor ihr keinerlei Wissen über Shinobi, Ninjutsu oder Chakra besaß. Schließlich nickte die Blondine verstehend und sagte: „Danke für die Erklärung, Meteki-san. Wenn ich Ihnen nicht mehr helfen kann, als dieses Bett zur Verfügung zu stellen werde ich mit Eurem Einverständnis nun die beiden jungen Herren einlassen, welche sicher schon darauf warten, mit Euch sprechen zu können.“ bevor sie das Zimmer verließ.
     
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

    Beiträge:
    314
    Alter:
    17
    Größe:
    1,86 m
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Woah, diese Mission hatte es in sich gehabt. Als Rai die Geschehnisse der letzten Tage rekapitulierte und seinen Bericht verfasste, dachte er was das doch für eine Achterbahnfahrt war. Und jetzt saßen sie hier, in einem zivilen Krankenhaus in Sôhon. Was war der Grund hierfür? Naja, ganz einfach: Pakura hatte es vielleicht ein wenig übertrieben mit ihren Chakrareserven. Die Schuld wollte Rai nicht an sie abschieben, ganz und gar nicht, denn immerhin trug er daran die Schuld. Schließlich war der Plan seine eigene Idee gewesen und erst durch den Teamgeist und das Durchhaltevermögen der Meteki konnte der Plan erfolgreich durchgeführt werden. Dieses Engagement vermerkte er auch in seinem Bericht. Auch der Wagemut von Ray – dieser saß gerade rechts neben Rai – fand seinen Weg in den Bericht. Rai war stolz, stolz darauf, dass alles nach Plan verlaufen war und die Mission erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Trotzdem mussten Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden und somit verfrachteten die beiden Jungs das Mädel in diese Örtlichkeit. Jetzt warteten die beiden schon fast eine Stunde – wahrscheinlich schon länger, denn Krankenhäuser hatten es nicht so mit der Pünktlichkeit – und noch immer kein Zeichen vom derzeitigen Status der Meteki. Was war da wohl los? Als Rai den Bericht endlich fertig verfasst hatte, packte er diesen in einen Umschlag und übergab ihn der Krankenhausverwaltung. „Die wird ihn schon richtig weiterleiten“, dachte sich Rai dabei und setzte sich wieder zum Hayabusa dazu.

    Die Minuten verstrichen und aus einer Stunde wurden schnurstracks zwei Stunden. Je länger die beiden hier warten mussten, desto nervöser wurde der Takeshi. Mit nervösem Herumgehen versuchte er sich irgendwie abzulenken und den Fakt zu ignorieren, dass sie vielleicht tot war. Aber sie konnte doch noch mit ihm reden… Nein, sie ist ganz sicher nicht tot. Und als das nervöse Herumgehen immer mehr wurde und Rai schon drohte die Nerven fliegen zu lassen, kam plötzlich eine vermeintliche Ärztin in den Warteraum. „Sie können nun zu Ihrer Freundin rein – ihr geht es jetzt wieder besser und sie ist wieder ansprechbar.“, meinte sie. Mit einem „Alles klar, danke.“ wimmelte er die Dame so schnell es ging ab, denn er wollte unbedingt so schnell wie möglich seinen Schützling sehen um sich selbst von dieser erfreulichen Nachricht zu vergewissern. Und siehe da, ihr ging es tatsächlich gut. Da fiel dem Takeshi glatt ein Stein vom Herz. Sie sah zwar ein wenig blass aus, aber sonst schien es ihr zum Großteil gut zu gehen. „Puh, da bin ich aber froh, dass es dir gut geht. Ich dachte mir schon, dass ich dich in den sicheren Tod beordert hatte. Und keine Sorge, ich nehm‘ die Schuld ganz auf mich. Da will ich jetzt nichts hören“, sagte er ihr als sie versuchte ein Wort einzuwerfen. Gut zu wissen, dass es doch noch ein Happy End geben würde, oder nicht? „Also, was haben die jetzt so lange mit dir gemacht? Ich wurde schon nervös.“
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  3. Hayabusa Ray

    Hayabusa Ray Genin

    Beiträge:
    69
    Alter:
    14
    Größe:
    1,67m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Ray war sich absolut nicht sicher, ob er Krankenhäuser im Allgemeinen mochte oder nicht. Bisher hatte er das absolute Glück gehabt noch nicht selbst in eines dieser Gebäude eingeliefert worden zu sein, sodass dem Krankenhaus in Sôhon die Ehre zuteil kam den Maßstab für alle nachfolgenden Krankenhäuser zu setzen.
    Kurz überlegte der Junge, ob das dem Krankenhaus bewusst war und schnell drifteten seine Gedanken hinüber in eine philosophische Überlegung, ob Häuser aus Stein und anderen leblosen Objekten so etwas wie ein Bewusstsein haben könnten. Die logische Antwort war Nein und lag so offensichtlich auf der Hand, dass sich wahrscheinlich kaum jemand diese Frage ernsthaft gestellt hatte. Der Rotschopf jedenfalls wollte diese Frage nicht so schnell mit einem Nein beantworten, denn gerade die Offensichtlichkeit dieser Antwort auf die metaphysische Frage nach dem Bewusstsein von leblosen Objekten, ließ ihn darüber nachdenken. Sein Vater hatte ihm schließlich beigebracht hinter das Offensichtliche, hinter die Fassaden von Menschen und Gedanken zu schauen und gerade in den offensichtlichsten Sackgassen weiterzuforschen.
    So verbrachte Ray die Wartezeit mit nachdenklichem Blick und ausnahmsweise sogar relativ ruhig, womit er irgendwann einen krassen Gegensatz zu seinem Teamleiter bildete, der damit begonnen hatte nervös auf- und abzugehen.
    Ray war auch wegen dem Zustand von Pakura nicht wirklich besorgt. Sie war immerhin noch ansprechbar gewesen und wirkte alles in allem einfach extrem erschöpft. Wahrscheinlich dauerte das ganze so lange, weil sie alle möglichen Sachen durchchecken mussten. Der Rotschopf hatte ja keine wirkliche Ahnung von den genauen medizinischen Vorgängen in Krankenhäusern und so nahm er erstmal einfach an, dass die lange Wartezeit nichts außergewöhnliches war.
    Schlussendlich kam der junge Hayabusa zu dem Ergebnis, dass es nicht sinnvoll war anzunehmen, dass leblosen Objekte ein Bewusstsein hatten. Denn im Grunde war das ja ein Widerspruch in sich selbst, denn war die 'Tätigkeit' des Lebens nicht eine Voraussetzung für ein Bewusstsein? Bevor der Rotschopf aber über die Frage weitergrübeln konnte, wurde er von einer Ärztin aus seinen Gedanken gerissen, die ihnen mitteilte, dass sie nun endlich zu Pakura hineinkonnten.
    Mit schnellem Schritt folgte er Rai durch einige fensterlose Gänge - diese ließen seine Sympathie für Krankenhäuser in den Keller rauschen - und trat hinter Rai in das Zimmer.
    Glücklicherweise hatte dieses Zimmer Fenster und während Rai sich bei Pakura entschuldigte setzte sich Ray auf die Fensterbank, sodass er mit einem Auge die weite Aussicht genießen konnte. Fensterlose und vor allem enge Räume hatte er noch nie gemocht. Sie vermittelten ihm das Gefühl gefangen zu sein und schnürtem ihm regelrecht die Luft zum atmen ab. Doch solange es Fenster gab, war die Welt in Ordnung, denn zur Not konnte er dann ja aus dem Fenster und zurück in die Freiheit springen.
    Jetzt aber blickte er ebenfalls zu dem braunhaarigen Mädchen und wartete auf ihre Antwort. Kurz überlegte er, ob er ebenfalls etwas fragen sollte, entschied sich dann aber dagegen, immerhin hatte Rai schon die entscheidende Frage gestellt.