Das Spa Enoshima

Dieses Thema im Forum "Yugakure" wurde erstellt von Takeshi Rai, 24. Sep. 2018.

  1. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    ~Off: Das Spaabenteuer~

    Das Leben eines Shinobi war mit vielen Gefahren, Intrigen und Verschwörungen geprägt. Dies zehrt nicht nur an den Kräften ebendieser, nein, es gab so gut wie keinen richtigen Zeitpunkt sich davon zu erholen – das Böse schläft nie! Nichtsdestotrotz gab es mal die ein oder andere Woche in denen kein Terror die Welt beherrschte. So obliegt dies den Shinobi, die sich tagtäglich die Aufgabe zu Herzen nahmen, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Und so einer war auch Rai, denn dieser kam gerade von einer seiner letzten Missionen. Auf dem Weg nach Hause entdeckte er dieses wunderschöne Spa im Reich des heißen Wassers. Sogleich er sich das Gefühl einer Massage und einem Bad in einer heißen Quelle hervorrief, so entsandte er sich eines Besuchs in diesem Ort. Schon allein der Duft des heißen Wassers machte ihn ganz verrückt nach so einem kleinen Urlaub. Und ja, eine heiße Quelle entledigte sich eines wundervollen Dufts. Nicht jeder war der totalen Entspannung zugeneigt. „Pfft, immer diese Workaholics.“

    Der Eingangsbereich des Spas wirkte sehr einladend; die Mitte des Raumes wurde von einem roten Teppich ausgefüllt, der sich bis zum Ende der Halle zog – er mündete fast direkt in den Fahrstuhl hinein. Womöglich führte dieser zu den Zimmern im oberen Teil des Gebäudes. Vom Eingang aus betrachtet, verfügte das Spa auf der rechten Seite der Halle auch über einen Anmeldepult. Wenn man dann den Blick zur linken Seite schwenkte, dann konnte man dort den Zugang zu den Umziehmöglichkeiten erkennen, hinter denen wahrscheinlich auch der interessante Teil der ganzen Sache lag – die heißen Quellen. Im Grunde genommen diente der linke Teil der Halle, der mit einer großen durchsichtigen Schiebetür abgegrenzt wurde, als Verteiler, denn dort befand sich auch der große offene Eingang zu den Essräumlichkeiten. Diese konnte man sich als separate Räume vorstellen, also jeder Tisch verweilte in einem gesonderten Raum, versperrt durch eine halbdurchsichtige Schiebetür. Das Ganz hier wirkte auf Rai richtig heimelich, denn er fühlte sich gleich wie zu Hause. Ihm fielen auch die vielen verschiedenen Pflanzen auf, die die Atmosphäre des großen Empfangsbereichs etwas auflockern sollten. Er konnte so lange staunen wie er möchte, aber irgendwann musste er dann doch einchecken. Also begab er sich schlussendlich zum Anmeldepult, an dem ihn eine nette Frau begrüßte: „Willkommen in unserem Spa Enoshima. Was kann ich für Sie tun?“ Sie wirkte recht freundlich, auch ein Lächeln zierte ihre Miene. „Ich bin auf der Durchreise und glaub, dass mir ein wenig Entspannung guttun würde.“ Auch der Takeshi brachte ihr die angebrachte Freundlichkeit entgegen, so war er doch von Haus aus freundlich. „Sehr gerne. Sie haben es hier gut erwischt, denn wir sind hier weit und breit das Spa mit dem größten und besten Angebot! Wir bieten Ihnen einen Zugang zu den heißesten und besten Quellen, die Sie hier finden werden. Zu jedem Bad in unseren Quellen, bekommen Sie eine kostenlose Massage obendrauf, die Sie ganz nach Ihren Wünschen anpassen können. In unserem All-Inclusive-Angebot versteckt sich auch das kostenlose Benutzen unserer Bar – auch das Essen ist von früh bis abends inkludiert. Insgesamt haben Sie die Wahl zwischen zwei Angeboten: der Casual-Aufenthalt oder der All-Inclusive-Aufenthalt. Ersteres wird nicht mit kostenlosem Essen und Benutzen der Bar vergütet. Dafür ist es aber billiger. Für welches entscheiden Sie sich?“ Für Rai hörte sich das alles äußert gut an, überhaupt das Essen machte ihm das All-Inclusive-Angebot schmackhaft. Wann gönnte er sich denn schon etwas? „Ich würde gerne das All-Inclusive-Angebot nehmen. Ist es in Ordnung, wenn ich meinen Besuch hier jeden Tag verlängern kann und auschecken kann wann ich will? Sie wissen schon, der Beruf…“ Die Rezeptionsdame entgegnete ihm schnell und freundlich: „Natürlich können Sie das. Ich trage nur noch schnell Ihre Daten ein und dann können Sie auch schon Ihr Zimmer beziehen.“ Nach der raschen Aufnahme der Daten und der Bezahlung, machte der Shinobi sich auf den Weg in sein Zimmer, welches sich im ersten Stock befand. Natürlich nahm er dabei auch die Treppe, denn fit mach mit! Oben angekommen, verstaute er erstmal seine Sachen im Kleiderschrank des Zimmers. Darunter befanden sich diverse Sachen wie Kleidung, seine zwei Bücher und auch seine Ninjawerkzeuge. Wieso sollte er diese hier schon gebrauchen? Auch sein Stirnband verstaute er behutsam im Schrank. Als sich schon auf den Weg in das heiße Bad machen wollte, entschloss er sich doch eines seiner Bücher mitzunehmen; gerade erst hatte er diesen Krimi gekauft und er wollte ihn unbedingt weiterlesen.

    Im Umkleidebereich für Männer angekommen, entledigte er sich seiner Kleidung, entnahm ein Handtuch aus dem Wäscheschrank, welches er sich sogleich um seine Hüfte band, und öffnete die Tür zum Ziel der Reise: Die heiße Quelle. Just strömte ihm die angenehme Wärme ins Gesicht und übermannte ihn mit Gefühlen von Entspannung. Der Bereich hier war abgegrenzt zum Bereich der Frauen, das war klar. Lag irgendwie auf der Hand oder? Der steinerne Bereich um die heiße Quelle war mit Liegen und Stühlen zugekleistert. Und wie es den Anschein hatte, hatte die Dame an der Rezeption auch nicht gelogen, denn der Andrang hier war so groß, dass der Takeshi es schwer hatte eine freie Liege zu finden. Nichtsdestotrotz fand er schließlich eine und reservierte sie für sich, indem er sich seines Buches und Handtuchs entledigte. So, nun stand er nackt da… was ein Anblick. Um dieses Bild zu vervollständigen, bewegte er seinen Adoniskörper in Richtung Becken und ließ ihn darin verschwinden. Jetzt konnte er endlich richtig entspannen… nackt.
     
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  2. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Puuuh ... nach so vielen Missionen in Yuki war es wirklich dringend nötig gewesen, sich mal Urlaub der entgegengesetzten Richtung zu gönnen! Kenta war zwar niemand der unbedingt darauf bestand zu verreisen - er hatte ja doch überwiegend stille Hobbies (oder zumindest solche, denen man überall wo es Idioten gab nachgehen konnte) und war es von zuhause bisher kaum gewohnt ins Ausland zu fahren - aber wenn er jetzt eine Gelegenheit zu ausgedehnten heißen Bädern vernachlässigt hätte, wäre er zweifellos völlig eingefroren. Naja, nicht wirklich. Eigentlich überhaupt nicht. Aber es hatte witzig geklungen und er war noch nie in so einer Einrichtung gewesen, also warum denn eigentlich nicht? Er hatte sogar einen Mitreisenden gefunden ... dem Kenta gerade grinsend zuwinkte. Er grinste ständig - und ließ sich davon auch nicht abbringen, als ein wenig heißes Wasser zwischen seinen Zähnen in seinen Mund strömte, denn er befand sich unter Wasser und tauchte, als Tamaki es ebenfalls hockend bis zum Boden schaffte und sich hier unten umguckte - das war der Anlass des Winkens gewesen. Es war ganz witzig hier - angenehm heiß, und dass sie im Wasser waren hieß dass trotzdem kein nerviger Schweiß entstand. Sie hatten ein relativ kleines Becken ausfindig gemacht, in dem Moment sonst keiner hockte - vielleicht weil die Aussicht über dem Wasser hier nicht so szenisch war, wer vermochte das schon zu sagen?

    Für den distinguierten Urlauber aber, der sich gewitzt und kreativ unter der Oberfläche versteckte, kam man in den zugegebenermaßen etwas fragwürdigen Genuss bis dahin ganz unvertrauter Anblicke - zum Beispiel wie es vom Wasser aus betrachtet aussah, wenn jemand nackt ins Becken stieg. Kenta legte kurz den Kopf schief, dann sprang er aus seiner unter Wasser hockenden Position nach oben - mit genug Schwung dass er beim Durchbrechen der Oberfläche eine kleine Welle auslöste. Nachdem er erstmal heftig den Kopf geschüttelt hatte, um ein bisschen von dem Wasser aus seinen tiefroten Haaren zu bekommen, machte er den Neuzugang ausfindig - und schüttelte gleich nochmal den Kopf. "Meine Güte, Mensch! Nimm mal ein bisschen Rücksicht auf uns unschuldige kleine Taucher hier!" Beschwerte er sich. Dass das hier definitiv kein Schwimmbad mit Tauchbecken war überging er ganz elegant - und nicht zuletzt sollte gleich klar werden dass Kenta es vielleicht nicht vollkommen ernst meinte, als er mit einer Hand unter das Wasser griff und dort vorsichtig herumfischte - bis er Tamakis Schulter fand und ihn sachte nach oben zog.

    "Guck mal! Der Kleine hier ist völlig schockiert von deiner Anstößigkeit." Verkündete Kenta mit der Miene eines Moralwächters, und verließ sich darauf dass Tamakis übliche, etwas rätselhafte Art als verstört rüberkommen würde, wenn er vorher das Stichwort angeboten hatte ... überhaupt, wer war der Kerl eigentlich? Die einzige blauhaarige Person die Kenta kannte war diese hoffnungslose Weltretterin namens Mai ... dieser Typ sah auf den ersten Blick aus als würde er vor dem Frühstück erstmal ein paar Gewichte heben, und möööglicherweise ein bisschen viel auf sein äußeres geben. Kenta würde aber mal seine Reaktion abwarten bevor er seine intellektuellen Fähigkeiten endgültig einwertete. Prickelnd waren sie aber vermutlich nicht...
     
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  3. Yagami Tamaki

    Yagami Tamaki Genin

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    Tamaki konnte es kaum glauben. Er war tatsächlich auf einen Urlaub geschickt worden. Und seine Mutter hatte die Entscheidung nur ein ganz kleines bisschen missbilligend aufgenommen. Sein Vater, der sich fast mehr über Tamakis neueste Erfolge freute als dieser selbst, war auf die glorreiche Idee gekommen, seinen Shinobi-Sohn nach Enoshima zu schicken, um dort Hiroe-hime, einer befreundeten Handelspartnerin, einige Dokumente zu überbringen, die die Lieferung für zwei Kisten feinster Mandarinentörtchen nach Soragakure festzurren sollten. Miho hatte der Auftragserteilung skeptisch beigewohnt und ihr schließlich nur zugestimmt, wenn Tamaki in Begleitung eines weiteren SoraNin reiste. Was nun auch nicht weiter schlimm war, denn er durfte sich seinen Reisegefährten selbst aussuchen. Dass die Wahl auf Kenta fiel… bedurfte wohl keiner weiteren Worte.

    Dass sie nun gerade in einem Nobelhotel mit Onsen und allen weiteren Schikanen gelandet waren… nun gut. Das hohe Fräulein Hiroe war hier Dauergast und so lag es nahe, das Team aus Sora ebenfalls hier einzuquartieren (auch wenn Tamaki vermutete, dass seine Mutter hier die Finger im Spiel gehabt hatte, um seinem armen Vater mit der Hotelrechnung die Tränen in die Augen zu treiben). Aber wenn sie nun schon einmal hier waren, konnten sie es sich auch gutgehen lassen. Selbst wenn Tamaki damit anfangs etwas überfordert war. Kentas Gesellschaft war er ein bisschen aufgetaut und dümpelte nun leicht teilnahmslos, aber doch zufrieden in einem der warmen Becken herum. Zumindest bis Kenta aus irgendeinem Grund tauchen wollte. Also gut... Tamaki tat einen tiefen Atemzug und versuchte, sich irgendwie schwer zu machen, was gar nicht so leicht war, wenn man sonst kaum Masse hatte. Als kleines Päckchen mit angezogenen Armen und Beinen sank er dann schließlich doch auf den Grund des Beckens und sah dort erst einmal Kenta, der ihm grinsend zuwinkte. Der Suzuya löste zögerlich einen Arm, um halbherzig zurück zu winken, als die untere Hälfte eines weiteren Menschen ins Becken trat. Die obere Hälfte zeichnete sich verschwommen über der Wasseroberfläche ab (alles andere hätte Tamaki wirklich verstört). Kenta nutzte die Ankunft des Fremden natürlich gleich, um einen neuen Schabernack zu treiben. Der Suzuya blieb erst einmal wo er war, in der Hoffnung, dass der Unbekannte die Flucht ergriff, bevor ihm hier unten die Luft ausging. Aber nichts da. Mit sanfter Gewalt aus dem Hause Kinzoku wieder an die Oberfläche befördert, tauchte er auf und guckte die beiden an wie ein begossener Pudel, unschlüssig was er jetzt tun sollte.
     
    Zuletzt bearbeitet: 6. Nov. 2018
  4. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Da wollte man sich einfach nur richtig entspannen, weil man so harte Arbeitstage hinter sich hatte… da wird man einfach von der Seite angepöbelt. Naja, vielleicht traf dieses Wort wohl eher nicht zu, denn irgendwie konnte man einen leicht sarkastischen Unterton aus der Stimme des rothaarigen Jungen heraushören. Mit einem schiefen Blick drehte sich der Takeshi zu diesem Individuum hin. Und was er da sah, ließ ihn leicht schmunzeln. Ein sehr enthusiastisch wirkender Rotschopf, der mit der linken Hand den Kopf eines ersichtlich mageren Jungen umklammerte – ein Bild für Götter. „Du weißt schon, dass ich dich bei diesem Anblick nicht ernst nehmen kann oder? Außerdem glaube ich auch nicht, dass du das ernst meinen kannst.“, verkündete Rai und ihm entkam ein kleiner Lacher. „Ach komm, außerdem sind wir hier alle unter Männer. Falls du dich irgendwie bedrängt fühlen solltest, dann wäre dort hinten der richtige Ort.“ Dabei deutete er mit dem Daumen in die Richtung der großen hölzernen Trennwand, welche sich um die Geschlechtertrennung kümmerte. Auch ließ er es sich nicht nehmen dabei auch den angeblichen Jungen anzublicken, dessen Kopf gerade von einer Hand umgriffen wurde. Sah der Typ nicht ein wenig weiblich aus? Naja, der würde schon wissen welche Abteilung die richtige für ihn ist.

    Irgendwie kam in Rai gerade das Gefühl hoch, dass er heute nicht mehr zum Entspannen kommen würde. Lag es an der Ausstrahlung dieses Rotschopfs? Es kam ihm so vor, als ob dieser so eine Art Magnet für Probleme sein könnte. Er konnte sich dabei auch täuschen, aber bis jetzt hatte ihn seine Intuition und Menschenkenntnis noch nie im Stich gelassen. Und so offen wie Rai auch war, so gierig war er auch darauf neue Menschen kennenzulernen. Das Gefühl von grade verstärkte sich nur noch mehr und mittlerweile hatte er sich auch damit abgefunden. Er wandte sich wieder den beiden zu und stellte sich nun vor: „Mein Name ist Rai. Ich hab‘ mir gedacht, dass ich mal Urlaub brauche und nun bin ich hier. Was treibt euch zwei hierhin?“ Aber vielleicht tat dieser bevorstehende Ärger dem Takeshi auch gut, denn immerhin mochte er das Kämpfen – die Art und Weise war dabei egal. Mal schauen, was dieser Urlaub noch so mit sich bringen würde - was vor allem davon abhing, ob die zwei deren Urlaub gemeinsam mit dem Blauhaar verbringen mochten. Aber wer konnte schon diesem sympathischen und charismatischen Kerl widerstehen?
     
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  5. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta hielt seine Miene noch einen Moment aufrecht, dann zuckte er mit den Schultern und ließ Tamakis (Schulter) in der selben Bewegung los. "Ich finde zwar es wäre nicht zu viel verlangt mal kurz nach Mitbadenden zu spähen bevor du deinen Tauchsieder ins Becken hängst, aber sei's drum." Räumte er grinsend ein, und glitt nach hinten, bis er sich an den Beckenrand lehnen konnte. Offensichtlich war der Bursche relativ unempfindlich für Verwirrung - Kenta stellte sich zwar vor dass das vorwiegend an einer dröhnenden Leere in seiner Gehirnverpackung lag, aber das gehörte hier ja nicht hin. Jedenfalls noch nicht. Falls ihm später so langweilig wurde dass er sich nach einer Schlägerei umschaute, wäre es vermutlich keine schlechte Idee, Rai zu beleidigen ...

    Aber für den Anfang war er noch bereit, die wohlige Hitze des Beckens zu genießen. "Hmm ... letztlich auch sowas wie Urlaub." Erwiderte er nach kurzem Überlegen. Zwar hatten sie nominell einen Auftrag von Tamakis Vater (der offenbar mit Süßigkeiten handelte - kein Wunder dass der Junge immer irgendwas dabei hatte) aber den meinte vermutlich sogar ihr Auftraggeber eher als Prämisse für eine kleine Lustreise. Immerhin konnte man Dokumente auch durch Boten überbringen lassen. "Ich bin sonst nicht so der Onsenliebhaber, aber wo es schon mal zum Hotel gehört, warum nicht?" Und die Hitze war eine interessante Erfahrung ... das war auch der wesentliche Grund für den kleinen Tauchgang gewesen. Hmm. Jetzt wo sie zu dritt waren könnte man ja mal drüber nachdenken gemeinsam was anzustellen, oder? Einfach nur hier hocken wurde ja auch ein bisschen dröge.
    "Ich bin übrigens Kenta, und unser schüchterner Freund hier ist Tamaki." Erklärte er mit ein bisschen lässiger Verspätung, nachdem Rai schonmal seinen eigenen Namen gesagt hatte. "Was macht man hier denn so, wenn du dich offenbar schon auskennst?" Fragte er bei Rai nach, und formte ohne hinzuschauen einen stahlglänzenden kleinen Quader mit Noppen auf der Spitze in seiner rechten Hand, wie er zu irgendeinem Bausatz oder Kinderspielzeug gehören könnte. Einen kleinen Moment betrachtete er das Metallgebilde - perfekte Form - dann schnippte er es über seine Schulter in Richtung des Gangs zur Dusche. "Einfach im Becken sitzen wird ja doch ein bisschen langweilig, hm?" Irgendwo hinter ihnen gab es ein dumpfes "Unngh!" und jemand hüpfte einbeinig ein paar Schritte weiter - was Kenta dazu veranlasste sich kurz umzuwenden und breit grinsend wieder umzudrehen. "Auch wenn ich mich wohl ein Weilchen beschäftigen könnte, wenns sein muss." Räumte er ein - plötzlich nicht nur oberflächlich eine erhebliche Ähnlichkeit zur Grinsekatze entfaltend.
     
    Zuletzt bearbeitet: 2. Jan. 2019
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  6. Yagami Tamaki

    Yagami Tamaki Genin

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    In was für eine Situation war er denn nun wieder hineingeraten? Gut, da Kenta bei ihm war, stellte sich die Frage nicht wirklich, denn wenn der Kinzoku Langeweile hatte, suchte er sich selbst Stress. Oder schuf sich welchen wie in diesem Fall. Bislang hatten sich die Auswirkungen zwar von Tamaki ferngehalten, aber irgendwann würde auch Kenta einmal seinen Meister finden. Ob es sich dabei um den blauhaarigen Kerl handelte, den er sich als neuestes Opfer herausgepickt hatte, vermochte der Suzuya noch nicht zu sagen - und blieb gerade deshalb sehr vorsichtig. Der trügerische Schutz, den Kenta ihm bot, konnte nämlich schnell ins Gegenteil umschlagen.

    Nichtsdestotrotz – oder vielleicht auch gerade weil sie etwas brisant war - fand Tamaki die unerwartete Begegnung recht interessant. Zwar war ihm der Kopf vom Tauchen im warmen (um nicht zu sagen heißen) Wasser noch ganz rot und auch die Augen brannten ihm ein wenig, aber das verging hoffentlich bald, selbst wenn der aufsteigende Dampf nicht unbedingt zur Kühlung beitrug. Nachdem Kenta seine Schulter losgelassen hatte, stellte sich der Suzuya dann auch etwas aufrechter hin und verbeugte sich, als sein Name fiel. „Freut mich, Rai-san.“, ließ er vernehmen und stellte damit unter Beweis, dass er der Sprache doch mächtig war. „Wir haben einen geschäftlichen Botengang für meinen Vater erledigt und ruhen uns jetzt noch ein wenig aus.“, ergänzte er. Die Unternehmung war ja kein Geheimnis und ohnehin schon in Sack und Tüten, wie es so schön hieß.

    Gespannt verfolgte Tamaki den weiteren Verlauf des Gesprächs und sah nur nebenbei aus dem Augenwinkel, dass Kenta … irgendetwas vorbereitete, aber was es war, konnte der Suzuya erst erkennen, nachdem es fertig war. Makibishi wollte seinem Spitznamen also wieder einmal gerecht werden... Tamaki wandte nur halb interessiert den Kopf nach dem weggeschnippten Klötzchen. Er wusste schon, was gleich kommen würde. Drei… zwei… eins… Aua. ‚Ach Kenta… eine Front reicht dir einfach nicht.‘ Kaum hörbar seufzte der kleine Genin und richtete den Blick wieder auf Rai. Was der sich bei der ganzen Aktion wohl denken musste? Einmal mehr hätte Tamaki gern Mäuschen gespielt und einen Blick auf die Emotionen des jungen Mannes geworfen. Aber das war wohl der Preis, wenn man ein Bluterbe am falschen Ort abbekommen hatte…
     
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  7. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    In den letzten Wochen hätte man wahrlich denken können, dass Takeo verliebt war. Warum? Es fing schon bei den kleinen Dingen an, die nur seiner Familie auffielen. Er träumte zwar schon immer viel, aber neuerdings saß er deutlich mehr herum und verbrachte seine Zeit damit, Löcher in die Luft zu starren. Ihn aus seiner Traumwelt zu reißen war kaum noch möglich. Viel merkwürdiger war es jedoch, dass er angefangen hatte, der körperlichen Ertüchtigung zu frönen, die er sonst immer hintenanstellte. Sogar an seinem Taijutsu hatte er gearbeitet und das mehr als nur ein bisschen. Kein Scherz! Was war also geschehen, dass der Dokuiki so viel nachdachte und wie ein Wilder trainierte? Nein, es war definitiv keine Liebe, doch trotzdem drehten sich seine Gedanken seit Wochen nur um eine Person, die ein Feuer in ihm entfacht hatte. Kinzoku Kenta war passiert. Er war mit einem lauten Knall in seine Welt getreten und hatte sie mit einigen grobschlächtigen Hieben in Stücke gerissen. Takeo war jedoch nicht zu Boden gegangen. Er hatte die Scherben zusammengekehrt und sein Weltbild wieder zusammengeflickt. Lücken wurden dabei mit neuen Impulsen gefüllt, die vor allem in Training resultierten. Nach und nach wurden die schlechten Gedanken eliminiert, und seit einer Woche war der Spuk vorbei. Der imaginäre Kinzoku, der ihm seit Wochen von seiner Schulter schlecht zugeredet hatte, war verschwunden. Grund genug, sich mal wieder eine Auszeit zu gönnen und von der harten Arbeit der letzten Woche zu entspannen. Und wo ging das besser als in einer heißen Quelle?

    So hatte es sich begeben, dass Takeo sich seit einer Woche im Spa Enoshima herumtrieb. Um das volle Angebot in Anspruch zu nehmen und sich dennoch nicht in den finanziellen Ruin zu entspannen, hatte Takeo kurzer Hand einen kleinen Nebenjob in eben jenem Spa angenommen. Da nicht nur Gifte in seinem Repertoire vorhanden waren, war es nicht schwer, den Besitzer zu überzeugen, dass es seinem Saunabereich an ein paar ausgefuchsten Aufgüssen fehlte und Takeo genau die richtige Person war, um diese zu liefern. Er arbeitete also jeden Tag ein wenig und nahm in Pausen und nach Feierabend die Angebote des Spas kostenlos wahr. Einer dieser Momente war jetzt, denn auch wenn es sich anbieten würde, arbeitete Takeo nicht nackt, sondern machte sich für eine wohlverdiente Pause in der heißen Quelle bereit. Tiefenentspannt schlenderte er auf den warmen Tümpel zu und konnte das warme Wa- "Unngh!" Takeo hielt sich den Fuß und hüpfte auf einem Bein zur Wand, um sich festzuhalten. Was auch immer da gerade auf dem Boden lag war verschwunden. Wahrscheinlich war es in irgendeine Ecke gerutscht, denn manchmal konnte es hier ganz schön rutschig werden. Er rieb sich den Fuß und schüttelte den Kopf. Nichts, was ihn jetzt aufhalten würde. Wenn der Fuß erst einmal von heißem Wasser umströmt würde, wäre der Schmerz schnell vergessen.

    Aaaaaaaah… Die heilende Wirkung dieser Quellen war echt unglaublich. Es dauerte kaum eine Minute und das Missgeschick auf dem Weg ins Wasser war vergessen. Er tauchte kurz unter, um jede einzelne seiner Zellen in den Genuss des Wassers kommen zu lassen, und schoss dann wieder aus dem Wasser heraus. Er schüttelte sich seine strahlend bernsteinfarbene Mähne aus dem Gesicht und spähte dann über die Wasserfläche, um eine geeignete Stelle zum Entspannen zu finden. An einer Stelle blieb sein Blick hängen. Diesen großgewachsenen Blauschopf kannte er doch. „Rai-kun!“, rief er und lief grinsend auf ihn zu. Die Mission mit Rai war einer der Momente, die ihm die Geschehnisse in und um Isekai wenigstens für kurze Zeit aus dem Kopf trieb. Es freute ihn deshalb sehr, ihn jetzt in solch unbeschwerter Atmosphäre zu treffen. „Welch Zufall, dass wir uns gerade hier wiedertreffen. Was treibt dich denn hierher?“ Er blickte an Rai vorbei und stellte schnell fest, dass er nicht alleine hier war. Ein schlanker Junge mit braunem Haar stand hinter ihm und in dessen Schatten war ein weiterer mit rotem Haar. Rotem Haar? Nein. Das musste in seinem „Urlaub“ wirklich nicht sein. Er merkte, wie ihm kurz die Gesichtszüge entglitten, und ärgerte sich sofort darüber, denn Kenta hatte dies sicher gemerkt und ihn würde es freuen. Warum gerade hier?
     
  8. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Die Situation hier war mehr als interessant. Zum einen hatten wir hier einen überaus netten, zivilisierten, hübschen und aufmerksamen Blauschopf, zum anderen hatten wir hier einen sarkastischen, aufmerksamkeitserregenden und sadistischen Rotschopf, zum anderen Anderen hatten wir hier einen schüchternen, sachlichen und oftmals nüchtern wirkenden Braunschopf. Was für eine Konstellation das auch war! Während Rai eine Frage gestellt bekam, entging ihm allerdings nicht wie sein Gegenüber einfach so aus dem Nichts einen metallenen Quader zu formen begann. Gespannt folgte der Takeshi den Bewegungen des Kinzokus und als dieser den gerade zuvor erschaffenen Quader mitten in die Menge geworfen hatte, antwortete Rai: „Naja, ich bin auf Urlaub hier. Allerdings bin auch heute erst hier angekommen. Von dem her, kenne ich mich noch nicht so gut hier aus.“ Während Rai seine Antwort auf die Frage kundgab, vernahm er im Hintergrund ein leises „Unngh!“. Irgendwie kam ihm die Stimmlage des Ausrufs bekannt vor… er machte sich aber soweit keine weiteren Gedanken drum. Viel eher machte er sich Gedanken drum, was das Rothaar mit dieser Aussage wohl meinen würde. Wie konnte es in einem Spa denn langweilig werden? Dieser Typ musste vorher wohl noch nie in einer solchen Einrichtung gewesen sein! Überhaupt hier, im Spa Enoshima, gab es viel zu erleben und zu entdecken! Die heißen Quellen sind nur das Sahnehäubchen, denn vielmehr interessant waren die ausgefallenen Saunaräume – in einigen konnte man Tischtennis spielen, während man sich von der wohltuenden Hitze in die Arme nehmen lassen konnte. Auch die alltäglichen Abendshows sind weltweit bekannt. Also wenn einem da noch langweilig wurde, dann war das einfach nicht der richtige Ort für einen. „Wenn du mich fragst, dann können wir ja gerne in einen der Saunaräume gehen. In manchen kann man Tischtennis spielen und ich hab gehört, dass manche sogar die Möglichkeit einer Quizshow bieten!“, meinte Rai zu dem Rotschopf. Eine Antwort konnte er allerdings nicht abwarten, denn kurzerhand sprach eine vertraute Stimme den Takeshi von hinten an. Als dieser sich umdrehte, stellte er erfreut fest, dass er hier tatsächlich ein vertrautes Gesicht erblickt hatte. Die Person, dessen physische Hülle von blonden Haaren, einem Durchschnittskörper und einer Durchschnittsfrisur definiert war, hieß Takeo. „Hey, Takeo, cool dich zu sehen!“, rief Rai ihm entgegen. Als der Blondschopf schließlich vor ihm am Beckenrand stand, antwortete Rai ihm: „Ich mach hier nur Urlaub. Weißt eh, der stressige Alltag… brauch halt auch mal eine Pause!“ Aber wie es den Anschein hatte, war sein neuer Gesprächspartner wohl eher nicht an ihm interessiert. Vielmehr interessierten ihn die Personen hinter Rai und anscheinend verband dieser die zwei mit ziemlich negativen Emotionen, denn sein Gesichtsausdruck änderte sich abrupt von freundlich auf verärgert. Rai drehte sich von der einen Partei zur anderen und meinte dann: „Kennt ihr euch etwa?“ Man merkte wie sich plötzlich die Stimmung veränderte – das war ganz und gar nicht gut. Und wieso hatte Rai verdammt nochmal dieses Gefühl, als ob der Kinzoku auf einmal hierarchisch über ihm war?
     
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  9. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta registrierte schmunzelnd, wie Rai ihm mit erkennbarer Neugierde bei seiner kleinen Aktion zusah - als wäre das schon etwas besonderes, haha! - und hörte dann ein wenig desinteressiert zu, was der blauhaarige Bursche ihm zum Spa erzählte. Viel greifbares war es irgendwie nicht, aber es wurde deutlich dass er sich hier offenbar schon einfach so amüsierte. Ohne dass jemand auf spitze kleine Metallteile trat. Tischtennis? Mh, klang auch irgendwie langweilig ... aber man könnte es ja mal versuchen, vorausgesetzt man fand eine vierte Person. Gerade als Kenta eine entsprechende halbherzige Zustimmung äußern und die Frage nach Nummer vier formulieren wollte, sah er eine barfüßige Gestalt über den Boden tappen ... und begann zu grinsen. Was, wirklich? Der Tag wurde plötzlich richtig spannend.

    Es konnte für Takeo nicht wirklich ein Zweifel bestehen ob Kenta ihn und seine kurze Gesichtsentgleisung seinerseits bemerkt hatte - dafür strahlte er zu offensichtlich. "Oi, Takeo! Krieg ich etwa keine Begrüßung?" Rief er überschwänglich, und lachte, als Rai fragte ob sie sich etwa kannten. "Das will ich wohl meinen! Wir haben gerade erst eine Mission zusammen bestritten. Zwar auf verschiedenen Seiten, aber in bester Zusammenarbeit - und gelohnt hat es sich auch." Ehrlich gesagt war Kenta kaum davon nach Hause gekommen um den Bericht - und Beförderungsantrag - abzugeben, bevor man ihn gefragt hatte ob er denn die kleine Reise begleiten wollte. "Wie ist's bei euch weiter gelaufen? Hattest du schon Zeit zum Trainieren? Unsere Verwaltung jedenfalls war ganz zufrieden mit dem Ergebnis ... mein Beförderungsantrag ging zumindest durch." Kenta tippte sich in einer sehr lässigen Imitation von Salutieren an die Stirn. "Kinzoku Kenta, Chuunin von Soragakure ... klingt doch ganz gut, hm?" Dann lachte er und lehnte sich wieder an die Beckenwand, als gehöre ihm das ganze Ding. "Aber entschuldige meine Plapperei! Wir sprachen gerade darüber was man hier zu dritt unternehmen könnte. Rai-kun sagte was von Tischtennis, und ich hätte ja gerade gefragt wo wir den vierten Mann hernehmen sollen ... und just in dem Moment tauchst du einfach auf. Was für ein Zufall, hm?" Was Tamaki wohl von Tischtennis hielt? Gegen Takeo auf der anderen Seite könnte es tatsächlich ganz witzig werden. Wobei Kenta für andere Ideen auch ganz offen war - zu viert ging doch einiges.

    Hatte er dem Suzuya überhaupt schon von der Beförderung erzählt? Hrm. War sehr ungewöhnlich für ihn, aber Kenta vermutete tatsächlich, es bisher nicht erwähnt zu haben.
     
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  10. Yagami Tamaki

    Yagami Tamaki Genin

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    Langsam aber sicher wurde es Tamaki zu viel. Gerade erst hatte er damit begonnen, sich an diesen Rai zu gewöhnen, da tauchte (im wahrsten Sinn des Wortes) schon der Nächste auf. Und (fast) alle schienen sich untereinander zu kennen, nur er schwebte einmal wieder wie ein Mond im Orbit. Prinzipiell war das auch der Ort, an dem er sich am sichersten fühlte, aber nachdem er zumindest physisch mitten im Geschehen stand, stellte sich einmal wieder dieses seltsame und unangenehme Gefühl ein, dass er an der Konversation der Gruppe teilhaben sollte, es aus irgendeinem Grund aber nicht konnte. Und Tamaki kannte keinen anderen Weg damit umzugehen, als sich noch weiter zurückzuziehen - was angesichts der eigentümlich angespannten Stimmung seit der Ankunft dieses Takeo vielleicht gar keine schlechte Idee war. Der Suzuya sah und spürte die feinen Veränderungen genau und sie gefielen ihm gar nicht. Für Kenta indes war wie immer alles in bester Ordnung, ja er schien gerade erst richtig in Fahrt zu kommen. Tamaki stutzte kurz, als der Kinzoku direkt die nächste Bombe platzen ließ. Kenta war Chuunin geworden? Nun, er erwartete nicht, über alle Lebensereignisse seines Senpai informiert zu werden, aber das kam doch überraschend. Wenn es keine Lüge war, um die beiden anderen zu verwirren. Bei ihm jedenfalls hatte es funktioniert.

    Während des mehr (Kenta) oder weniger (Takeo) freudigen Wiedersehens sprach Tamaki kein einziges Wort. Noch nicht einmal vorgestellt hatte er sich, sondern sich im Gegenteil noch unsichtbarer gemacht, während er überlegte, wie er hier nur wieder herauskam. Oder sollte er doch noch ein bisschen länger aushalten? Spätestens aber als die Sprache auf die weiteren Aktivitäten kam, war die Antwort ein klares Nein. Insgeheim hatte der Suzuya auf die Sauna gehofft – die Hitze machte Leute träge und würde Hahnenkämpfe wortwörtlich im Keim ersticken -, aber Kenta stand offenbar der Sinn nach Tischtennis. Und wenn die beiden anderen das ebenfalls wollten, wollte er gewiss nicht der Spielverderber sein. Ein vierter Mitspieler ließ sich bestimmt noch finden, er selbst würde jedoch passen. Schon jetzt fühlte er sich nicht wohl, da musste er nicht auch noch irgendwo ungelenk umherhopsen, und sich zum Gespött machen. Noch dazu in einer vollkommen fremden Umgebung, in der er sich auch noch gefälligst entspannen sollte. Da die drei ohnehin gerade nicht auf ihn achteten, zog sich Tamaki unauffällig an den hinteren Rand des Beckens zurück. Hier war doch irgendwo… ahja, eine Leiter zum Ausstieg. Mit einem scheuen Blick über die Schulter vergewisserte er sich, einen günstigen Augenblick abzupassen, dann kletterte er rasch aus dem Becken und hielt auf die Liege zu, auf der er sein Handtuch platziert hatte.
     
  11. Dokúiki Takeo

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    Takeo brauchte einen Augenblick, um sich zu sammeln und Rais Frage zu beantworten. „Wir hatten beruflich miteinander zu tun.“ Das musste ausreichen, um die Beziehung der beiden zu beschreiben, denn er wollte nicht zu viel Stoff liefern, der wohlmöglich irgendeine Verbindung zwischen ihm und Kenta herstellte. Er hätte auch gar nicht die Möglichkeit gehabt, näher auf die Beziehung einzugehen, denn selbstverständlich erhob Kenta seine anmaßende Stimme und ließ einen brabbelnden Redefluss auf ihn los. Er hatte wirklich innig gehofft – nein, sogar dafür gebetet – dass diese Stimme ihm auf absehbare Zeit erspart bleiben würde, doch er hätte es besser wissen müssen. Wenn man sich etwas zu sehr wünschte, passierte garantiert das Gegenteil. Fortuna hatte heute einen Hammer ausgepackt und Takeos Wunsch krachend in die andere Ecke des Universums befördert.

    Es ärgerte ihn, dass der Rotschopf nicht mal 10 Sekunden gebraucht hatte, um Takeos Gedankenwelt mit einem Schwall negativer Gedanken zu fluten, doch wenigstens konnte er nach außen hin die Fassung- CHUUNIN?! Das war eine absolute Frechheit. In Soragakure tickten die Uhren scheinbar ein wenig anders, denn in Shirogakure wäre so ein Dreckssack niemals in so einem Alter in den Rang eines Chuunins erhoben worden. Der Kurokage tickte wohl nicht ganz richtig. „Was bilden Sie sich ein? Sie können diesen Mann doch nicht zu einem Vorbild für die nachfolgende Generation werden lassen!“ Der alte Mann schaute Takeo verwundert an und zuckte mit den Schultern. „Nein, nein. Das hat alles seine Richtigkeit. Sehen sie doch selbst. Sie können doch nicht abstreiten, dass er der perfekte Kandidat ist.“ Der Kurokage hielt ihm eine Liste hin, die einige Stichpunkte enthielt, die alle abgehakt waren:

    101 Personen ohne zu fragen getötet – check!
    501 Personen befragt und dann getötet – check!
    1 Person am Leben gelassen, die wenig später an einer langen, schmerzhaften Krankheit gestorben ist – check!
    17 Personen mit seinem dreckigen Humor gequält – check!
    5 Personen vollgelabert bis diese daran gestorben sind – check!


    Takeo schüttelte den Kopf. Sogar einen Weg in seine Tagträume hatte Kenta sich gebahnt. Er konnte nicht abstreiten, dass Kenta effektiv war und sauber arbeitete, aber Takeo beharrte immer noch darauf, dass dies nicht die wichtigen Attribute für einen Shinobi waren. Vielleicht verstand Kenta sich aber auch eher als Auftragskiller – oder als psychopathischer Killer – oder einfach nur als Psychopath. Dann passten die Attribute schon besser. „Herzlichen Glückwunsch. Es freut mich außerordentlich, dass Soragakure nun einen neuen verantwortungsbewussten Chuunin in seinen Reihen hat“, entgegnete er trocken. Es war das erste Mal seit seiner Ankunft im Spa Enoshima, dass er nicht breit grinsend im Pool flanierte. „Tischtennis.“ Es war ungewöhnlich, dass Takeo den Ehrgeiz hatte jemanden fertig zu machen, aber die Möglichkeit Kenta ohne einen blutigen Kampf zu demütigen – in dem Takeo ganz nebenbei keine Chance gehabt hätte – gefiel ihm. Er schämte sich ein wenig dafür, aber morgen war der Tag, sich für alles, was er heute tat und dachte, dreckig zu fühlen. Er hatte seine Freizeit auch das ein oder andere Mal beim Tischtennis spielen in der Sauna verbracht und konnte ganz passable Ergebnisse vorweisen. Darüber hinaus war er sich sicher, dass Rai den Ball inklusive Gegner bis zum Mond befördern könnte. Kenta würde sich sicherlich nicht darauf einlassen, wenn er nicht ein paar dreckige Tricks auf Lager hatte, aber sein Partner sah so aus, als hätte er körperlich nicht viel mehr zu melden als Takeo noch vor einiger Zeit.

    „Lasst uns loslegen.“

    Apropos Partner. Wo war der hagere Junge eigentlich abgeblieben?
     
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  12. Takeshi Rai

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    Also gut, dann sollte es also Tischtennis werden! Wollte der Takeshi dabei die Auseinandersetzung der zwei Streithähne nutzen um damit nochmal Benzin ins Feuer zu gießen? Nicht unbedingt, denn auf Streitigkeiten war Rai hier nicht aus – es sollte einfach nur ein schöner Urlaub werden, ganz abseits vom alltäglichen Geschäft. Das bedeutet, dass es ihm egal ist wie gut sich die zwei verstehen und was da zwischen ihnen war. Jetzt wollte er nur eine schöne Runde Tischtennis spielen und das war’s auch schon. Schluss, aus, fenito. Deswegen steuerte er diesem Streit jetzt entgegen: „Also gut, ihr zwei. Mir ist egal was da bei euch zwei war und noch immer ist. Ich will jetzt in genau diese Sauna da drüber und eine Runde Tischtennis spielen.“ Dabei zeigte er mit seinem rechten Zeigefinger auf eine Bambusholzschiebetür, die im traditionell japanischen Stil verarbeitet ist – an der rechten Seite steht die Aufschrift „Ping-Pong, let’s go!“. Als er auch die Zustimmung seiner zwei Mitstreiter hatte – dem Anschein nach hatte sich der stillere Typ zurückgezogen – ging er schon mal die Schläger und den dazu passenden Ball vom Empfangsschalter holen. Die Information hatte er sich natürlich von Takeo eingeholt, denn dieser war ja hier eine Aushilfskraft. Gott sei Dank!

    Das Gespräch mit der Empfangsdame stellte sich als kurz und schmerzlos heraus. Rai fragte nett nach den Schlägern und dem Ball, sie übergab ihm diese und während die Dame danach gesucht hatte, trug sich der Blauschopf in eine Liste ein. Das war hier so die Vorschrift, denn die mussten ja schließlich wissen wer die Dinger wo benutzte. Als die Dame dann wieder zurückkam, nahm er die Schläger und den Ball entgegen. Somit verabschiedete sich der Takeshi von der Dame und er ging schnurstracks wieder zurück in den Hauptraum des Spa. Es war gut, dass das Holen schnell und reibungslos ablief, denn er wollte die beiden Streithähne nicht länger als nötig alleine lassen. Als er den Raum wieder betrat, schien alles wie beim Alten zu sein – was auch gut war. „Ich hab‘ die Dinger, wollen wir loslegen?“, fragte er seine beiden Mitspieler.
     
  13. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta hatte mittlerweile registriert, dass Tamaki sich aus dem Staub gemacht hatte: So flugs und reibungslos als wäre er nicht aus dem Becken gestiegen, sondern herausdiffundiert - aber er sah keinen Grund ihm hinterherzulaufen. Es war seit Takeos trockener Reaktion klar, dass das hier auf einen Showdown gleich welcher Art hinauslaufen würde - und wenn Tamaki sich lieber aus der Schusslinie hielt, war das seine Entscheidung. So wie er den Jungen kannte würde er sich ohnehin am besten fühlen wenn er heimlich zuschauen konnte, und Kenta hätte später noch genügend Zeit mit ihm allein was zu unternehmen - das hatte er tatsächlich vorgehabt. Aber jetzt hieß es eben erstmal - "Tischtennis!" Wie er in Takeos Richtung bekräftigte, und strahlte Rai fröhlich an, bevor er als letzter aus dem Becken stieg. "Ach, mach dir mal keine Sorgen unsretwegen. Wir wüssten es doch beide besser als die Personalpolitik der anderen Seite zu hinterfragen."
    Tamakis Abwesenheit warf allerdings die Frage auf, wie genau er das Spiel denn führen und - natürlich - gewinnen wollte. Spätestens seit Takeo in der Gleichung aufgetaucht war und sich so bereitwillig drauf eingelassen hatte stand nämlich fest, dass das letzte ebenfalls zu den Zielen gehörte. Aber er hatte da eine Idee, die eigentlich recht nahelag .. war noch nie versucht worden, soweit er es wusste, aber eigentlich müsste es funktionieren. Oder nicht? Als Rai sich auf die Suche nach Schlägern machte, blieben sie einen Moment lang alleine - und nein, Kenta hatte größere Ambitionen als dem Jungen hier und jetzt eine Jutsu reinzuwürgen. Auch wenns witzig gewesen wäre, ihm stand der Sinn nach einer etwas intellektuelleren Form von Niederlage für seine liebste Shiro-Bekanntschaft bisher. Nein, stattdessen schaute Kenta sich sein blondes - prätentiöse Zeitgenossen hätten vielleicht Worte wie "bernsteinfarben" benutzt, aber das war ja wohl albern - Gegenüber ausgiebig und absolut unverholen nochmal von Kopf bis Fuß an, wozu angesichts der Umstände ja reichlich Gelegenheit war. "Gut siehst du aus!" Lobte Kenta, als seine Inspektion abgeschlossen war. "Hast du trainiert seit Yuki?" Sicher, damals waren sie weit entfernt davon gewesen auch nur fetzchenweise nackte Haut zu sehen, aber ein klein wenig an Masse schien er doch zugelegt zu haben. Bei Kenta hatte sich nur unwesentlich was verändert - was er hinzugewonnen hatte würde man ihm erst ansehen, wenn es zu spät war, und genau so mochte er es ja auch.


    Als Rai mit drei Schlägern zurückkehrte, hob der Kinzoku kurz die Hand. "Fast. Ich muss nochmal kurz zur Anmeldung, aber ihr geht ruhig schon einmal vor." Erklärte er, und war auch schon auf und davon, bevor es die Chance gab, diese Entscheidung und ihre Gründe großartig zu hinterfragen. Er blieb nicht lange weg - vielleicht fünf Minuten - bevor er mit einer kleinen Sporttasche in die Tischtennis-Sauna spaziert kam und sich auf einer Seite des Spielbretts aufstellte - die Tasche direkt neben seinen Füßen. "Soo, die Herren. Bevor wir loslegen gebe ich zu, dass ich nicht allzuviel über Tischtennis weiß. Allerdings scheine ich in der Unterzahl zu sein und ihr ein Team ... aber ich denke das kann ich ganz gut ausgleichen." Freche Worte, oder? Kenta verschränkte lässig die Arme. Auf seiner Haut stand - wie bei ihnen allen - ein fein glänzender Schweißfilm, sodass man nicht sofort bemerkte, was Sache war. Erst, als auf seinen Schultern zwei silbrige Punkte auftauchten und leicht Blasen schlugen, konnte zumindest Takeo ahnen, dass eine seiner Jutsu folgen musste - und im nächsten Moment schossen zwei schmale, silbrige Fortsätze aus seinen Schultern, gefolgt von zwei, vier, sechs ... weiteren entlang seines Rückens. Die jetzt einer nach dem anderen in die mitgebrachte Tasche langten und sich mit Schlägern bewaffneten (Kinzoku Tako).

    "Na dann - Eure Angabe. Legen wir los!" Forderte Kenta lachend - seine eigentlichen Arme immer noch locker verschränkt, einen lauernden Blick auf den Ball gerichtet.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. Feb. 2019
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  14. Dokúiki Takeo

    Dokúiki Takeo Genin

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    Wenn das so einfach wäre. Er bedachte die Aussage des Takeshis mit Schweigen und nickte zustimmend, als dieser sich anbot, das passende Equipment zu besorgen. Er hatte bis heute nicht das metallüberzogene Gesicht dieses hilflosen Banditen vergessen. Eine grausame Art zu sterben. Er hatte nicht vor, den Moment der Zweisamkeit mit Kenta für eine Unterredung zu nutzen, doch dieser hatte natürlich andere Pläne. Sie hatten den Pool inzwischen verlassen und warteten vor der Sauna auf Rais Rückkehr. Takeo lehnte an der Wand und nahm das Lob des Rotschopfes mit einem skeptischen Blick auf. „Ja. Ich habe noch nicht die Gelegenheit gehabt, dir zu danken. Du hast eine ganz neue Art von Motivation in mir geweckt“, entgegnete er und schaute Kenta entschlossen in die Augen. „Ich nehme an, du hattest auch Gelegenheit, deine menschenverachtenden Foltertechniken zu perfektionieren?“ Damit war das Gespräch beendet, denn zum Glück kehrte Rai schon nach kurzer Zeit mit einem Satz Schläger und einer Hand voll Bälle zurück. Takeo schob die Tür der Sauna auf, doch Kenta entschuldigte sich noch einmal und ließ die beiden alleine. Takeo wusste, was das hieß. Heute würde es kein normales Tischtennis-Match geben.

    Er hatte mit Rai bereits die Sauna betreten und beschloss, wenigstens eine kurze Warnung an ihn zu geben. „Wir müssen vorsichtig sein. Kenta ist nicht nur irgendein Ninja der anderen Fraktion. Er ist ein Monster und hat eine Menge mieser Tricks drauf. Lass dich nicht von seiner freundlichen Fassade täuschen. Ich denke nicht, dass hier eine Gefahr von ihm ausgeht, aber sei bitte vorsichtig und aufmerksam.“ Er wühlte unter einer der Sitzbänke und zog einen CD-Spieler hervor. Eigentlich wurde dieser für entspannende Melodien genutzt, doch Takeo hatte in den Tagen, die er bereits hier arbeitete, herausgefunden, dass irgendjemand eine ganz besondere Playlist zusammengestellt hatte, die genau das Richtige für ein intensives Tischtennismatch war. „Unabhängig davon: Im Kampf haben wir keine Chance gegen ihn, aber dieses Match können wir unter normalen Umständen gewinnen. Ich hoffe, du hast kein Problem mit ein bisschen Musik für die Stimmung?“ Er stellte den CD-Spieler in Reichweite ab und in dem Moment kehrte Kenta mit einer großen Tasche zurück. Er platzierte sich auf der anderen Seite des Tisches und Takeo lauschte seinen Worten. Seine Augen weiteten sich, als er das Blubbern auf Kentas Schultern entdeckte, und er ging in Kampfposition. Er wird doch nicht etwa hier…?! Takeo zuckte, als sechs Arme aus dem Körper des Kinzoku wuchsen, doch entspannte sich wieder, als diese mit Tischtennisschlägern bestückt wurden. Er konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen. Kreativ war er, das musste Takeo ihm lassen. Er warf einen kurzen Blick zu Rai und nickte diesem zu. Das waren zwar nicht die miesen Tricks, die Takeo gemeint hatte, aber Rai würde sich wohl selbst ein Bild davon machen können, was noch möglich ist. Die „normalen Umstände“ hatten sich damit erledigt, aber Takeo hatte immer noch ein recht gutes Gefühl. Mehr Schläger machten ihn nicht zwingend geschickter. Er ging zum CD-Spieler und betätigte die Playtaste. Das erste Lied begann zu spielen und als er sich zum Tisch zurück bewegte, wog er den Ball vorsichtig in seiner Hand. „Alles klar. Mach dich auf was gefasst!“ Er ging in Stellung und begann mit einem niedrigen Aufschlag. Es fing gut an. Der Ball ging knapp über das Netz hinweg und Takeo hatte es geschafft, ihn leicht anzuschneiden, sodass er einen kleinen Bogen schlug, als er auf Kentas Seite ankam. Dann zeig mal, was du kannst außer quatschen und töten!
     
  15. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Nun, wie es den Anschein hatte, hätte Rai die Warnung von seinem Tag-Team-Partner wohl ernster nehmen sollen. Als dieser dem Jungen erzählte, dass Kenta ein Monster sei und nur eine freundliche Farce aufrechterhielt, wollte er ihm zuerst nicht ganz glauben. Schließlich hatten sich die beiden doch ganz nett unterhalten. Aber immerhin wusste Takeo wie man für Stimmung sorgte: Schnell fand er einen CD-Player und schnurstracks legte er einen alten Track von einem sehr bekannten Old-School Rapper ein. Das brachte den rapversierten Blauschopf in Wallung – so konnte er spielen! Aber irgendwie wollte er es dann trotzdem nicht. Und wieso? Na, weil da auf einmal sechs scheiß Arme aus dem Rücken des Rothaares schossen! Ach du lieber Gott, das meinte Takeo also mit den miesen Tricks! Ein wenig erschrocken blickte Rai in die entschlossenen Augen des Shiro-Nins. Just in diesem Moment erinnerte er sich, wie Kenta gerade eben noch einen kleinen Metallgegenstand in irgendeine Richtung geworfen hatte und sich dabei jemand verletzt hatte. Wie es den Anschein hatte, hatten es die beiden gutmütigen Shinobi mit einem sadistischen Bösewicht zu tun, der in den Diensten der Guten sein sollte! Dieser Umstand ließ nun auch den Takeshi entschlossener werden, denn nun galt es den Bösewicht dingfest zu machen. Und wenn dieser mit schmutzigen Tricks spielen musste, dann würden die beiden es ihm nur gleich schwer machen. Aber wie? Tja, das musste Rai noch herausfinden. Jetzt galt es erstmal, sich auf das Spiel zu konzentrieren, denn Takeo machte schon den ersten Aufschlag. Dieser schien perfekt auf der Spielfeldseite des Gegners zu landen – der Ball wechselte sogar noch die Flugrichtung. Aber die beiden hätten es hier nicht mit einem Endgegner zu tun, wenn dieser nicht diesen Ball hätte halten können! Ein Arm auf dem Rücken von Kenta setzte sich in Bewegung und schickte den Ball auf dieselbe Art und Weise direkt zu Rai zurück. Der Ball besaß zwar einen Drall und war angeschnitten, aber er wurde nicht kräftig genug geschlagen. So konnte er den Ball mit der Rückhand wieder zum Gegner zurückschicken. Auch jetzt wurde der Ball wieder von einem dieser Metallarme zurückgeschlagen. Und so ging das Spiel nun weiter, bis Rai den Ball einmal nicht treffen konnte und so einen Punkt an den Gegner verlor. „Verdammt!“, schrie er. Wenn die Partie so weitergehen würde, dann würde sie lange und intensiv werden. Würden die beiden Shiro-Nins dieses Tempo weiterhin so durchhalten können? Mit einem Handzeichen bedeute Rai seinem Gegner, dass sie kurz eine Auszeit benötigten. Diese Auszeit sollte nun vor allem einer Besprechung gelten. Rai holte sich seinen Verbündeten zur Seite und begann somit die Besprechung: „Also ich weiß ja nicht, ob wir das weiterhin in diesem Maß durchhalten können. Wenn der weiterhin mit diesen scheiß Armen spielt, dann kommen wir nicht durch. Hast du vielleicht irgendeine Idee, wie wir es ihm mit einem Trick heimzahlen können?“
     
  16. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Fast war es ja schade, dass sie jetzt Tischtennis spielen mussten - Kenta hätte sich liebend gern noch länger mit Takeo unterhalten! Aber vielleicht schaffte er es ja später noch, ihn in die Tentakel zu kriegen ... bildlich gesprochen. Wobei - warum eigentlich nur bildlich? Er präsentierte eine robuste Fassade, aber Kenta war nach wie vor überzeugt, dass er es weiterhin schaffte ihm unter die Haut zu gehen wie ein lästiger Stachel. Der Kinzoku lachte auch nur, als der geschnittene Ball auf ihn zuflog, und parierte schwungvoll. Das Grundprinzip des Sports war ihm durchaus vertraut - es war nicht weiter schwierig, die Bälle auf Distanz zu halten, wie sie auf ihn zukamen, und was er an gewiefter Technik nicht hatte, glich er durch Reaktionsvermögen und Schnelligkeit aus. Denn egal wo der Ball einschlug, er hatte kein Problem schnell zu reagieren - ja, er musste sich nicht mal bewegen, um sogar einen Punkt zu machen! Als die zwei sich daraufhin eine Auszeit erbaten, lachte er. "Aaaw. Da spielst du schon unser Lied und brauchst doch noch eine Pause?" Fragte er an Takeo gerichtet, hielt aber inne - und zwinkerte den Dokuiki an. "Nur weil du's bist, Takeo-chan ... "
    Während die beiden also vor sich hin flüsterten, reckte Kenta in demonstrativem Desinteresse die Arme, als müsse er sich den ein oder anderen Knoten aus dem Rücken zurren - nur dass diesmal die Metalltentakeln die Bewegung mitmachten und ihm dabei das Aussehen einer ungemein lässigen, rothaarigen Metallspinne verliehen. Mh ... sah aus als würden sie noch brauchen - Kenta war ja nicht so blöd nicht zu vermuten dass Rai nicht versuchte mit Takeo Pläne zu schmieden, aber er hatte beschlossen das erstmal auf sich zukommen zu lassen. Ein 'fairer' Sieg würde es für die beiden so oder so nicht werden ... auch wenn er in Takeo ja ein bisschen Rückgrat geweckt zu haben schien. Faszinierend.

    Und als zweiter Gedanke - ging da vielleicht noch ein bisschen mehr, wenn er das Spiel auf die nächste Ebene hob? Und ganz unabhängig davon wie viel man aus dem blonden Ex-Lauch noch herauskitzeln konnte, wäre es nicht famoser Spaß? Oooh ja! Während die geheimen Tuschelberatungen noch liefen, schlenderte der Kinzuko zum CD-Spieler hinüber und betrachtete den Apparat nachdenklich. Schon etwas mutig ihn in die Sauna mitzuschleppen, aber bisher schien das Gerät die Feuchtigkeit abzukönnen. Da würde es ein paar ... Verbesserungsmaßnahmen bestimmt auch akzeptieren, oder etwa nicht? Kenta legte fast fürsorglich eine Hand auf den CD-Spieler und schaltete ihn kurz aus, bevor er seine Technik anbrachte. Silberne Fäden zogen ins Innere des Plastikkastens und wieselten sich an Stellen, wo kein Ingenieur sie erwartet hatte, um Verbindungen zu ziehen, die so nicht gedacht waren (Chokkatsu). Keine komplizierte Konstruktion, relativ simpel zu manipulieren wenn man seit Kindertagen an Tontechnik rumschraubte ... und siehe da.

    "Bereit weiter zu machen? Ich hab mir erlaubt die Playlist mal etwas anzupassen."
    'Und ganz nebenbei das Gerät so verändert dass erstmal nur dieser eine Song rauskommen wird, egal was du auflegst'. Aber das konnte er ja später noch entdecken - einstweilen betätigte Kenta nur den Play-Schalter, ehe er an seinen Platz am Tisch zurückspazierte. "Ich schätze jetzt ist es meine Angabe, mmh?" Fragte er locker, während die ersten Töne in die Sauna dröhnten. Der Aufschlag kam mit der titelgebenden Zeile und einem vielsagenden Grinsen von Kenta.
     
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  17. Dokúiki Takeo

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    Das Spiel begann alles andere als gut. Es dauerte nicht lang, und Kenta konnte den ersten Punkt für sich entscheiden, ohne dabei wirklich ins Schwitzen zu geraten. Er war ein geschickter Scheißkerl, aber trotzdem musste er irgendwo Schwächen haben. Die Auszeit, die Rai forderte, kam Takeo gerade recht, denn auch er wollte noch das ein oder andere Wort an seinen Kollegen richten. „Allzu viele Ideen habe ich da leider auch nicht. Natürlich könnten wir auch anfangen mit diversen Jutsus um uns zu werfen, aber ich würde diese Auseinandersetzung lieber mit einem sauberen Sieg beenden.“ Er legte Rai seine Hand auf die Schulter und zog ihn etwas näher zu sicher heran, sodass Rai alles, was er flüsterte, gut verstehen konnte. „Ich weiß, dass diese komischen Metallarme ganz schön einschüchternd wirken können, aber sie machen ihn nicht unbesiegbar.“ Er warf einen Blick über seine Schulter zu Kenta, der inzwischen am CD-Spieler stand. Sicher würde das wieder zu einem makabren Scherz führen, aber das würde er schon noch früh genug erfahren. „Ist dir aufgefallen, dass die Arme die meiste Arbeit für ihn machen? Er selbst hat sich kaum von der Stelle bewegt, und das sollten wir ändern. Ich bin nicht gerade sportlich, vor allem im Vergleich zu dir, aber Kenta hat mir da nicht viel voraus. Wenn wir die Bälle durch geschicktes Anschneiden außerhalb der Reichweite seiner Arme platzieren können, muss er sich ein wenig bewegen und wenn das nicht schon körperlich anstrengend genug für ihn ist, dann wird es das dadurch, dass er gleichzeitig die Arme kontrollieren muss. Ich glaube, wenn wir ihn nach und nach zermürben, haben wir die größeren Chancen. Denn ich gehe davon aus, dass mindestens du den längeren Atem hast, auch wenn er den ersten Punkt für sich entscheiden konnte.“ Takeo zwinkerte Rai zu, denn er war immer noch zuversichtlich, dass sie das Ding nach Shiro holen konnten. Er hoffte, dass sich diese Zuversicht auch auf Rai übertragen würde, obwohl er ihm nicht gerade das Wunderrezept für einen Sieg darlegen konnte. Er wandte sich wieder dem Spielfeld zu und machte seinen Schläger bereit. „Ich übernehme rechts und du links. Lass uns ihn ein bisschen scheuchen.“

    Als sie den Tisch wieder erreicht hatte, wurde die Sauna von Kentas grandioser Playlist beschallt und er machte den Aufschlag. Takeo lauschte aufmerksam den Zeilen, während sie versuchten, ihren Plan in die Tat umzusetzen und das Spiel weiter in die Breite zu verlagern. Ein kurzes Grinsen huschte ihm über das Gesicht. Kenta wollte ihn mit dem Song eindeutig verhöhnen und Takeo muss zugeben, dass er der ganzen Situation einen gewissen Witz nicht absprechen konnte. Er synchronisierte sich langsam mit der Musik und spielte die Bälle im Rhythmus der Melodie auf Kentas Seite zurück, immer darauf bedacht, ihn aus der Reserve zu locken, sodass Rai langsam aber sicher einen Ball spielen konnte, hinter dem Kenta nicht mehr hinterherkam. Vielleicht war jetzt dieser Moment gekommen, denn Takeo spielte einen langen Ball in Kentas rechtes Eck, den er nicht mehr ganz so regungslos parieren konnte wie die vorherigen. Los, Rai! Volle Kanone in sein linkes Eck! Hoffentlich konnte Rai seine Gedanken lesen.
     
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