Der "Ponyhof"

Dieses Thema im Forum "Reich des Eisens" wurde erstellt von Takeshi Rai, 13. Jan. 2019.

  1. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    ~Mission: Was nun, Sherlok?~

    Heute war es wieder so weit: Rai ging wieder auf Reisen! Und er ging nicht auf irgendeine dahergelaufene Reise – gerade erst war er in Kumo gewesen – nein, heute ging es auf eine weitere Mission. Obwohl, die Reise nach Kumo war auch im Rahmen einer Mission gewesen… Naja, was soll’s. Der Fokus am heutigen Tagespunkt soll das Reich des Eisens sein, denn die Reise führte den Takeshi genau dorthin. Wenn man hierbei etwas genauer wurde, dann führte ihn die Reise an die Grenze des Reichs des Eisens. Gewaffnet mit etwaigen Dokumenten und Pässen – natürlich auch seiner Ninja-Ausrüstung – machte das Blauhaar sich vor einigen Tagen auf den Weg in das verschneite Land. Richtig, ein verschneites Land hoch oben im Norden. Da kam ihm sein Wundermantel wieder richtig, denn dieser ließ die Schneeflocken einfach vom Stoff abperlen und somit wurde Rai nicht kalt und auch nicht nass. Wie war es wohl den anderen ergangen? Auch hier lag man wieder vollkommen richtig, wenn man an andere Ninja dachte, denn auf eine Mission wurde man schließlich nicht alleine losgesandt. Dieses Mal beliefen sich die Mitstreiter auf die kleine, quirlige, aber auch irgendwie niedliche Hasekura Chinatsu – die lieber Natsu genannt wurde – und die individualistische, selbstsichere, aber auch witzige Meteki Pakura. Mit beiden hatte Rai in seiner Vergangenheit schon zu tun gehabt, also herrschten gute Voraussetzungen für diese Mission. Und bei einem war er sich ganz sicher: Es würde sicher nicht langweilig werden! Vor allem nicht, da Rai zum Leiter dieser Mission erkürt wurde. Das würde sicher zu einigen Situationen führen, in der sich Rai noch üben musste und das könnte ziemlich peinlich enden. Das letzte Mal als Rai der Leiter einer Mission war, da geschah das inmitten einer Mission! Er wurde sozusagen wirklich ins kalte Wasser geworfen. Aber jetzt musste er von Anfang an die volle Verantwortung übernehmen. Seine erste Aufgabe bestand darin, einen Treffpunkt für das Team auszuwählen. Seine Wahl fiel daraufhin auf einen Gasthof, welcher sich an der Grenze des Reichs des Eisens befand. Und nein, es war nicht nur irgendein 0815 Gasthof, sondern ein Gasthof mit Ponys. Ganz richtig gehört: Ponys! Dazu später aber mehr…

    Jetzt war es wichtig den Gasthof überhaupt zu finden, was sich für Rai als überaus schwer herausstellte, denn dieser war bei seiner Anreise in einen Schneesturm geraten! Dieser wütete so schlimm, dass er fast nicht seine Hände vorm Gesicht erkennen konnte. Somit war es auch zu verzeihen, dass der zuvor genannte Gasthof nicht schon vor einer Stunde gefunden wurde. Eine Stunde lang watete der an Regen gewohnte Shinobi durch den frischen Tiefschnee. Man konnte ihm wirklich die Erleichterung vom Gesicht ablesen als er den Gasthof endlich erreicht hatte. Als er die bunt verzierte Eingangstür öffnete, strömte ihm sofort eine wohlige Wärme um die Wangen – sofort fühlte er sich willkommen. Eine äußerst nette Empfangsdame verstärkte dieses Gefühl noch mehr indem sie das Blauhaar sofort ansprach: „Willkommen im Ponyhof, wie kann ich dem armen Reisenden behilflich sein?“ Kurzerhand schritt Rai zum Empfang und nett entgegnete er ihr: „Klar, danke. Ich hab drei Zimmer reserviert… sind diese schon bezugsfertig? Wenn ja, dann würde ich Schlüssel gleich mitnehmen.“ Und tatsächlich überreichte sie ihm die drei Schlüssel. Mit einem einfachen „Danke“ verabschiedete sich Rai von der Dame erstmal. Jetzt galt es auf die anderen zu warten und so setzte er sich auf eine der zahlreichen Sitzgarnituren im Empfangsbereich. Mal schauen wie lange der Rest brauchen würde.
     
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  2. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Ein runder Knäuel aus Stoff oder anders genannt: Hasekura Chinatsu. Als das Mädchen gelesen hatte, wo es für den neuen Auftrag hingehen sollte, hatte sie sich erst einmal ordentlich eingepackt! Obwohl… so ganz stimmte das nicht. Tatsächlich war es ihr Bruder gewesen, der Chinatsu darauf hingewiesen hatte, dass das Reich des Eisens bekannt für seine Schneestürme und die bittere Kälte war. Die Augen der 16-Jährigen hatten bei diesem Gedanken einerseits freudig gestrahlt – wer mochte bitte keinen Schnee?!?! – andererseits hatte sie keine Lust gehabt, zu frieren, weshalb sie sich sogleich in alter Zwiebel-Look-Manier verschiedene Ober- und Unterteile herausgesucht hatte, die sie gut übereinander anziehen konnte, um sich vor der groben Kälte zu schützen. Je näher Chinatsu dem Reich des Eisens gekommen war, desto dicker wurden die Kleidungsschichten, die sie sich überwarf. Es wäre zu viel, alle Kleidungsschichten des Mädchens im Detail zu erläutern, weshalb man schlicht die äußerste Schicht festhalten konnte: Ein dicker Parka, der auch noch über die Beine hinwegreichte, eine dunkle Hose und dicke Winterstiefel. Die Haare verschwanden heute unter einer hellblauen Baumwollmütze mit einem dicken Bommel an der Spitze. Damit sollte man es doch aushalten können, oder?

    Worum es bei dem heutigen Auftrag ging? Chinatsu hatte keine Ahnung. Wer überhaupt ihre Teammitglieder waren? Chinatsu hatte keine Ahnung. Genaues Lesen war noch nie ihre Stärke gewesen, solche Details interessierten die Weißhaarige einfach nicht. Aber sie wusste, wo sie hinmusste! Das war doch schon viel wert, oder? Kenshin hatte der Kunoichi eine kleine Begleitgruppe organisiert, der sie sich hatte anschließen können - wie Kenshin meinte, hatte er bei der Gruppe ohnehin noch eine Sache gut. Bei besagter Gruppe handelte es sich um ein paar junge Händler, die derzeit noch in Jôsei verweilten, aber in das Reich des Eisens hatten weiterreisen wollen – welch Zufall! Und so hatte sich das Mädchen mit Begleitung auf den langen Weg in das Reich des Eisens gemacht. Zwischendurch hatte sie sich schon gefragt, warum sie erst dort auf ihre Teammitglieder treffen sollte und keine gemeinsame Anreise eingeplant gewesen war. Bisher rechnete die Weißhaarige noch damit, zusammen mit anderen Shiro-Ninja den Auftrag zu erfüllen, weshalb doch allesamt gemeinsam in Jôsei hätten starten können… oder nicht? Gut, die Hasekura wollte sich nicht allzu viele Gedanken über die Organisation und die Planungen hinter der Mission machen, an sich konnte es ihr auch egal sein. Die Reise war relativ unspektakulär, wenn man davon absah, dass das winterliche Wetter mit der Zeit stetig zunahm. Was nur mit leichten Windböen begonnen hatte, wurde irgendwann in einen kalten Regen, der sich mit der Zeit schließlich in ein wildes Schneegestöber bis hin zum Schneesturm entwickelte. Chinatsu wäre allein in diesem Wetter heillos überfordert gewesen, weshalb es ihr Glück war, dass andere Menschen anwesend waren, die mit solchen Wetterlagen mehr Erfahrungen hatten und damit umgehen konnten. Der Händlertrupp brachte die Hasekura bis zu dem Gasthof, zu dem sie musste und erst dort verabschiedeten sie sich von dem Mädchen. So viel also zu der unspektakulären Reise der Weißhaarigen in das Reich des Eisens. Chinatsu trat an den bunt bemalten Eingang des Gebäudes und die Augen wurden groß und rund, als sie den Namen des Gasthofes las. „Ponyhof?!“ Die Worte hallten durch den Eingangsbereich, direkt nachdem Chinatsu die Tür mit Schwung geöffnet hatte. „Hab ich das richtig gelesen?!“ Ponys! Was auch immer die hier machten… aber PONYS! Da die Worte des Mädchens ungezielt in den Raum gesprochen worden waren, sah sich diese nun das erste Mal um und prompt erkannte sie ein ihr nur allzu bekanntes Gesicht. „Rai!“ Ein freudiges Strahlen schlich sich in das Gesicht der Hasekura, als sie den Schwarzhaarigen erblickte. „Du bist auch bei der Mission dabei? Cool!“ Flink hüpfte das Mädchen heran und umarmte den Takeshi zur Begrüßung. Dass die Hasekura nicht viel von Förmlichkeiten hielt, sollte Rai ja mittlerweile wissen. „Mit dir habe ich nicht gerechnet! Bist du alleine hergekommen?“ Die Fragen zielten nicht unbedingt auf den Inhalt der Mission ab, aber dazu war auch später noch genügend Zeit.
     
  3. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Immer wieder schön, für eine Mission durch die ganze Welt zu reisen. Wirklich. Vor allem, wenn man wie Pakura dafür ganz bequem den Zug nehmen konnte. Diese gab es nur in Gebieten, die für Handel und Militär wichtig waren. Was liegt also näher, als mit dem Schiff nach Okushi in Hi no Kuni und von da aus mit dem Zug die Grenze des Reiches entlang, nur um ein kleines Stück durch Kusa no Kuni zu laufen und die Zugreise an der Grenze von Tsuchi no Kuni fortzusetzen. Eine recht angenehme Zeit, wenn man nicht wie die Meteki verbissen daran arbeitete, ihre vom Training geklaute Zeit zu nutzen. Wo manch einer nur lesend oder schlafend auf dem Sitzplatz gewartet hätte, bis der Zug am Ziel ankommt, nutzte die Fünfzehnjährige beinahe durchgehend ihr Suiton: Mizú no Henkai, um weiter ihre Chakrakontrolle zu verbessern. Nicht selten blieben Kinder und auch die ein oder anderen erwachsenen Mitreisenden im Gang stehen, während sie aus dem Wasser ihrer Trinkflasche das Sonnensystem oder ein Schachspiel formte sowie mit letzterem gegen sich selbst zu spielen.

    Was hätte Pakura dafür gegeben, dass sie die Reise bis zum Ende so durchziehen hätte können... aber leider sanken die Temperaturen immer mehr, desto näher die Meteki ihrem Ziel kam. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, war die Endstation, wie sie bereits im Voraus beim Ticketkauf erfahren hatte, nicht in Tetsu no Kuni, sondern noch vor dessen Grenze. Scheinbar tolerierte der Shogun noch immer nicht, dass Reisende einfach so über die Grenze ins Land kommen konnten. Beim Grenzübergang musste jeder eine von Samurai bewachte Zollstation durchschreiten und dort genau belegen, warum und für wie lange man einreisen wollte. Das war natürlich alles kein Problem. Seit dem beinahe-Fiasko in Ishi no Kuni führte die Fünfzehnjährige stets alle Papiere mit sich, die auch nur möglicherweise für den Erfolg der Mission von Nöten waren. Ein viel größeres Hindernis war da auf jeden Fall das Klima vom Reich des Eisens. Die Schwarzhaarige hasste Kälte. Sie war so ziemlich das, was man im Volksmund verniedlichend als Frostküken bezeichnete und konnte dem nur durch zahlreiche Schichten dicker Kleidung gegenwirken. Normale Unterwäsche, lange Unterwäsche, T-Shirt, Kapuzenpullover, fellgefütterte Lederjacke, wasserdichter Reiseumhang mit Kapuze, dicke Jeans, zwei Paar Socken und Winterstiefel. Mit ihren 1,52 m Größe und dieser Kleidung konnte man rein gar nichts von ihrer eigentlich sportlichen und mittlerweile recht weiblichen Figur erkennen. Aber selbst das reichte noch immer nicht aus, als sie in diesen verdammten Schneesturm hineinspazierte. Wahrscheinlich hätte die Kunoichi niemals den ihr beschriebenen Weg zum Gasthaus gefunden, wären da nicht noch deutliche Spuren im metertiefen Schnee sichtbar, denen sie einfach zu folgen brauchte. „Ponyhof... ernsthaft?“ Als die Iryōnin die Informationen zur Mission und zum Treffpunkt las, dachte sie, es sei ein Scherz der Dorfleitung gewesen, dass sie ihre aus Shiro stammenden Kameraden bei einem Ponyhof treffen sollte. Mit zitterndem Körper und einem letzten Aufgebot an Kraft stieß die Suiton-Anwenderin die Tür auf und stand nach wenigen Schritten vor einem Tresen, nachdem sie noch in der Tür versuchte, wenigstens den gröbsten Schnee von ihrem eng um den Körper gewickelten Umhang zu schütteln. „Guten Tag. Wie kann ich Ihnen helfen?“ fragte eine freundlich wirkende Empfangsdame, woraufhin die Genin antwortete: „M-m-mein Name ist M-m-Meteki P-Pakura. I-ich soll hier jemanden t-t-treffen. B-bitte entschuldigen Sie. Ich würde m-mich g-gerne erstmal aufwärmen.“ Sie schaute so entschuldigend, wie es mit gefrorenen Gesichtsmuskeln irgendwie noch ging zu der Dame, die wiederum sagte: „Selbstverständlich, Meteki-san. Sprechen Sie mich gerne an, wenn Sie sich besser fühlen.“ Dankbar nickte die Kirinin und bewegte sich ohne Umweg und ohne großartig auf die Menschen im Raum zu achten - sie wusste eh nicht, wonach sie Ausschau halten sollte, hatte die Dorfverwaltung es doch nicht für nötig zu halten, ihr die Namen ihrer Kameraden mitzuteilen - zum nächsten Kamin, wo sie sich erstmals die beiden Kapuzen vom Kopf riss und den Umhang locker hängen ließ. Die Wärme fühlt sich gut an. Bereits nach wenigen Augenblicken kehrte wieder Gefühl in die steifen Finger der Kunoichi zurück, während sich Schritte von hinten näherten.
     
  4. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Während Rai so dahinwartete, betrachtete er die kitschige Gestaltung des Empfangsbereichs. Die Sitzgarnitur – auf der er im Moment auch saß – war mit rotem Stoff gepolstert und das Holz war golden lackiert. Man könnte meinen, dass es sich hier um eine Antiquität handeln könnte, aber so gut kannte sich Rai damit jetzt leider auch nicht aus. Auf jeden Fall sahen die Bänke und Stühle alt aus. Auch der Tisch, welcher ein Glastisch war, sah alt aus und man konnte erkennen, dass er zu hundert Prozent zu der Sitzgarnitur dazugehörte. Er wies dieselben Verzierungen an den Tischbeinen auf und auch hier war das Holz golden lackiert. Der Rest des Raumes war – wie zu erwarten – ebenfalls kitschig und dem Namen entsprechend eingerichtet. Die Tapeten waren rosa und die Bilder – mit denen hatten sie wirklich nicht gespart – bildeten allesamt Ponys und Pferde ab. Ein paar Pflanzen sollten den Raum ein wenig heimeliger wirken lassen, aber mit so viel Kitsch und Rosa war dieser Versuch wohl in die Hose gegangen. Die einzige Wärmequelle im Raum war der Kamin, welcher aber auch dementsprechend groß war. Man konnte meinen, dass der Kamin das einzige Einrichtungsstück war, welches überhaupt nicht reingepasst hatte. Schon alleine vom architektonischen her, passte er nicht rein. Er erfüllte aber seinen Zweck und spendete eine wohlige Wärme.

    Nach etwa einer halben Stunde des Wartens, betrat eine kleine Gestalt mit weißen Haaren den Raum. Und so unverkennbar wie diese Person auch war, ließ sie ungeniert ihre Gedanken in die vier Wände fließen. Wenn man bisher noch nie etwas mit dieser Person zu tun gehabt hatte, dann würde man sich wahrscheinlich fragen, was sie nur dazu brachte so zu sein, denn das war ja überhaupt nicht „normal“. Die Rede war von der kleinen, liebenswerten Hasekura Chinatsu – sie wollte Natsu genannt werden – und die hatte es wirklich in sich. Mittlerweile konnte Rai von sich behaupten, dass er sie schon ziemlich gut kannte, obwohl die beiden noch nie gemeinsam auf einer Mission unterwegs gewesen waren. Und so unbedacht wie sie nur war, trat sie auch schon an Rai heran und begrüßte ihn mit einer Umarmung, welche er auch erwiderte. „Na klar bin ich dabei, ich leite sie ja immerhin. Und Ja, ich bin alleine hier. Allerdings sollte noch eine gewisse Meteki Pakura hier aufkreuzen. Sie ist aus Soragakure und wird uns hier begleiten.“, antwortete er ihr. Und wenn man vom Teufel spricht, kam auch schon plötzlich eine schwarzhaarige Gestalt in die Gaststätte geschneit. Auch hier erkannte der Scharfsinn von Rai sofort, dass es sich um die Meteki handeln musste. Die beiden hatten zuvor auch schon miteinander zu tun gehabt. Rai wollte sie grüßen, doch sie wirkte irgendwie zu erschöpft, um zu reden. „Okay, ich glaub, wir lassen sie einfach mal machen.“, dachte sich der Takeshi dabei. Nach dem Beobachten eines kurzen Gesprächs zwischen dem Schwarzschopf und der Empfangsdame, wollte sich Rai wieder an sie wenden und sie grüßen, doch so schnell man nur schauen konnte, hatte sie es sich auch schon vor dem Kamin gemütlich gemacht. Rai tauschte verwirrte und verdutzte Blicke mit Natsu aus, um sich danach an die am Boden sitzende Gestalt anzunähern. Sobald er die wohlige Wärme Kamins verspürte, begann er auch schon Pakura anzusprechen: „Hey, Pakura, alles in Ordnung? Ich bin’s Rai und ich bin die Person mit der du dich hier treffen solltest. Das neben mir ist Chinatsu und sie wird uns heute begleiten.“ Als er sie zittern sah, sprach er nochmals fürsorglich mit ihr: „Ist wirklich alles in Ordnung bei dir?“
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Jan. 2019
  5. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    „Du leitest die Mission?“ Chinatsu legte den Kopf kurz schief, musste dann aber unweigerlich Grinsen. „Wow, nicht schlecht. Du bist also heute mein Chef, ja? Na, da bin ich mal gespannt, wie du dich dabei schlägst!“ Das Mädchen zwinkerte dem Schwarzhaarigen zu und lachte kurz. Die 16-Jährige war nicht unbedingt einfach als Missionsleiterin… als normale Teilnehmerin einer Mission aber vermutlich noch viel schwieriger. Immerhin war nicht sie es, die im Zweifel die Verantwortung übernehmen musste. Und Chinatsu war – wie man durchaus schnell erkennen konnte – ein ziemlicher Dickkopf. Aber egal, das würde wenn zu einem späteren Zeitpunkt noch Thema werden. Als die Hasekura schließlich den Namen des dritten Teammitgliedes hörte, verebbte das ausgelassene Lachen, die Augen wurden größer, der Mund öffnete sich einen Spalt breit. Hatte sie das richtig gehört? Meteki Pakura aus Soragakure? Das konnte doch nicht… Wenige Sekunden später öffnete sich die Eingangstür des Gasthauses erneut und eine verfrorene Gestalt betrat die Räumlichkeiten. Ganz gleich, ob diese Gestalt sich mit Kapuze und Mantel verhüllt hatte, die Stimme war doch unverkennbar. Wie viel Zeit war vergangen? Etwas mehr als zwei Jahre? Und doch… Chinatsu erinnerte sich noch zu gut an ihre Begegnung mit Pakura. Sie hatte die Kunoichi aus Soragakure in sehr guter Erinnerung behalten. Ob sie sich wundern würde, die Weißhaarige zu sehen? Mit Sicherheit hatten sich beide Kunoichis in der Zwischenzeit verändert. Sowohl äußerlich als auch innerlich. Doch Chinatsu ging davon aus, dass sie sich noch immer so gut verstehen würden wie damals in Tokoharu.

    Die durchgefrorene Gestalt hatte sich vor den Kamin gesetzt, zog die Kapuze zurück und offenbarte einen schwarzen Haarschopf, die helle Haut und die braunen Augen, die Chinatsu noch in Erinnerung gehabt hatte. Pakura war – im Detail betrachtet – älter geworden, hatte allerdings im Ganzen noch die gleiche Ausstrahlung wie damals. Während Rai sich der Sora-Nin behutsam näherte und vorsichtig auf sie einsprach, nahm Chinatsu Anlauf… und fiel Pakura von hinten um den Hals. „Pakuraaaaaaaa!“ Vielleicht war die Wucht, mit der sich die Hasekura genähert hatte, ein bisschen zu heftig gewesen – doch tatsächlich freute sich Chinatsu darüber, ihre Freundin aus Sora nach so langer Zeit wiederzusehen. Sie hielt die Umarmung von hinten bei, legte den Kopf über die Schulter der Meteki, um ihr direkt ins Gesicht zu sehen. Chinatsu zwinkerte und grinste. „Na? Erinnerst du dich noch an mich? Ist ne Weile her.“
     
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  6. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    Die Augenblicke, seit Pakura sich vor den Kamin gesetzt hatte vergingen wie in Zeitlupe. Sie merkte zwar, dass jemand an sie herangetreten war und realisierte auch sowohl die ihr bekannte freundliche Stimme Rais, sowie dessen unverkennbaren Duft nach Kirschblüten, welcher die Meteki sogleich in ein Traumland aus rosig-weißer Farbenpracht zu versetzen schien. Es war beinahe, wie ein Genjutsu, welches darauf ausgelegt war das Ziel in eine Wunschvorstellung zu versetzen und ihm jeden Wunsch zu nehmen, sich daraus zu befreien. In Gedanken stand sie dort, unter einem Meer aus Kirschblüten und schmiegte sich an den muskulösen Körper des Takeshi, welcher die Geste mit seinen um ihre schmale Hüfte gelegten starken Armen erwiderte. „Bitte lass das kein Traum sein...“ dachte sich die Schwarzhaarige, während sich die Umgebung zu jener aus Tokoharu verdeutlichte und eine weitere ihr bekannte Stimme zu ihr sprach. „Na... Das muss ein Traum sein.“ lautete nun der enttäuschte Gedanke des Mädchens. Ihre Vorstellungskraft reichte nicht dazu aus, zu realisieren, dass gleich beide Ninja, welche sie aus Kumogakure kannte, an diesem Ort auftauchen konnten. Aber dann geschah etwas, was zuerst ihre Gedanken an die Unmöglichkeit eines Traumes verstärkte, dann aber mit einem Mal zunichtemachte. Die Arme der Hasekura schlossen sich nicht, wie es hätte sein sollen, um sie UND den Raiton-Nutzer, sondern gingen direkt durch die Vorstellung dessen hindurch, wie durch eine Fata Morgana. Das war der Moment, als die Gedanken der Braunäugigen wieder in die Realität wechselten und ihr Blick verwirrt zuerst nach links und dann zwischen ihren beiden Teamkameraden hin und her switchte. „N-na..t-tsu...-chan?“

    Nur um klarzustellen, dass die Situation nicht ganz so weird anmuten konnte, wie es in deinem Kopf vielleicht gewirkt haben könnte: Pakura hatte da keineswegs mit lüsternem Blick gesessen und ins Leere gestarrt. Für den Außenstehenden musste es im Gegenteil so ausgesehen haben, als wäre sie bei all dem Zittern in einen tiefen Gedankengang vertieft gewesen, bis Chinatsu dies auf ihre ganz eigene Art unmöglich gemacht hatte. „D-Du b-b-bist... groß gew-w-worden.“ klapperte die Meteki baff zwischen ihren Zähnen hindurch, mit einem Tonfall, als habe sie die Situation noch nicht so ganz begriffen. Dann fiel aber jede Kälte und Müdigkeit von der Fünfzehnjährigen ab, als es nun endlich klick machte. Sie drehte sich in den Armen der Weißhaarigen um und schloss diese ganz fest in ihre Arme. Was wohl Rai von der ganzen Situation hielt? Oder die anderen Leute, welche sich im Raum befinden mussten? Alles egal. „Ich habe dich vermisst.“ flüsterte die Schwarzhaarige in das linke Ohr der Hasekura und löste sich aus der Umarmung, das nun durch Aufregung und ein wenig Scharm, anstatt der Kälte, gerötete Gesicht auf Rai, der noch immer da stand wie bestellt und nicht abgeholt. „Habe ich das wirklich richtig verstanden? Ihr seid meine Kameraden?“ Die Braunäugige konnte sich nicht erinnern, jemals so glücklich über die Zuteilung zu einer Mission gewesen zu sein. Da konnte es auch noch so kalt, oder mitten im Training passiert sein.
     
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  7. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    War diese Situation komisch für den Blauschopf? Nein, wohl eher nicht. Er war einfach froh darüber, dass es Pakura erstmal gut ging. Er war auch froh darüber, dass sich die drei im Vorfeld schon kannten, so ersparten sie sie jegliche Begrüßungsfloskeln, die eh nur immer alles in die Länge ziehen. Außerdem wusste Rai schon über die Fähigkeiten der zwei Bescheid, was ihm einiges an strategischen Überlegungen und Einholen von Informationen ersparte. Das war jetzt aber eher nebensächlich, denn immerhin war es eine Zeit her, dass er das Schwarzhaar gesehen hatte. Als die beiden dann mit ihrer Begrüßung fertig waren, nahm auch Rai sie in den Arm – immerhin kannten die beiden sich ja schon. Für Rai hatte es in der letzten Mission so gewirkt, dass die beiden sich auch relativ gut verstanden. Das waren doch mal gute Voraussetzungen, oder nicht? Um jetzt nicht in peinliches Schweigen zu verfallen, setzte Rai auch gleich nach der Umarmung an: „Na, wie wär’s, wenn wir uns etwas zum Essen und Trinken holen? Ich wette, die Küche hat noch offen. Wir können auch dort weiter in Erinnerungen schwelgen.“

    Die beiden Kunoichi folgten Rai in das etwas größere Esszimmer des „Ponyhof“. Der Raum war viel zu klein, um es noch als Restaurant bezeichnen zu können, aber man fand doch schnell einen Platz für drei. Es gab keine Einweiser und auch keine Kellner, ergo mussten die drei sich das Essen selbst holen. Wie es bei solch kleinen Gaststätten üblich war, schaufelte man sich das Essen aus einem Buffet auf den Teller. Rai begleitete die beiden Mädchen noch zum Platz, ehe er sich etwas zum Essen holte. „Setzt ihr zwei euch doch schon mal und redet miteinander. Ich gehe mir mal was holen“, meinte er zu den beiden und er ging nun schnurstracks auf das Buffet zu. Dort angekommen entnahm er einen großen Teller – es gab auch kleine – und machte sich mal mit dem vorhandenen Sortiment bekannt. Es gab ganz klassische Spezialitäten, wie Nudeln und paniertes Fleisch. Es gab aber auch ein paar traditionell japanische Gerichte, wie Sushi und Ramen – auch vor diversen Fischen machte der Koch hier keinen Halt. Das nutzte Rai aus, um sich mal wieder richtig den Wanst vollzuschlagen. Somit packte er sich von allem etwas auf den Teller, wobei er aber beim Fisch etwas mehr auf seinen Teller packte. Noch nie zuvor hatte er Schwertfisch probiert und jetzt hatte er die Gelegenheit dazu – das ließ er sich nicht entgehen! Mit einem bis zum Rand vollbeladenen Teller kam er wieder zum Tisch zurück. Er setzte sich hin und begann zu essen, während er der Konversation der beiden Mädchen lauschte. Immer wieder war es interessant neue Dinge von Bekannten zu erfahren, überhaupt solche Dinge, die man zuerst gar nicht vermutet hatte. Deshalb ließ er die beiden erstmal zum Ende kommen, ehe er sich in das Gespräch einmischte. Rai hatte so das leise Gefühl, dass die Mission spannend und lustig werden würde. Vor allem mit Natsu im Schlepptau konnte es nur lustig werden. Mal schauen, was die Zukunft wohl so bringen wird, oder nicht?


    Oh, um das nicht zu vergessen: Der Schwertfisch schmeckte vorzüglich!
     
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  8. Hasekura Chinatsu

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    „Überraschung gelungen, ja?“, fragte das Mädchen nach, als sie im ersten Moment den starrenden Blick der Meteki erwiderte und ihre stotternden Worte vernahm. Das machte ja schon fast den Anschein, als hätte Chinatsu da ihre Finger im Spiel gehabt und sich ganz bewusst – eben als Überraschung für Pakura – zu dieser Mission schicken lassen. Nein, ganz so war es nicht gewesen, aber die Weißhaarige hatte schon immer gewusst, Momente auch spontan für sich zu nutzen. Als die 15-Jährige sich dann allerdings umdrehte und die Umarmung erwiderte, grinste die Kumo-Nin und erwiderte die Worte erfreut: „Ich dich auch!“ Chinatsu hatte sich immer gerne an das Treffen mit der Meteki in Tokoharu erinnert und sich einen Ast gefreut, als sie vor kurzem einen Brief von ihrer Freundin aus Soragakure erhalten hatte. Denn wie sich herausgestellt hatte, hatten die beiden Genin vergessen, Adressen auszutauschen – was eine ohnehin schwierige Brieffreundschaft zwischen Shiro- und Soragakure nur noch weiter erschwert hatte. Aber immerhin war es Pakura gelungen, über Umwege einen Brief an die Weißhaarige weiterzuleiten! Die Hasekura stellte sich wieder neben Rai und hob den Daumen überzeugt an. „Richtig verstanden, wir sind bei dieser Mission ein Team! Guck nicht so überrascht, das ist kein Traum!“, ärgerte sie die Schwarzhaarige noch einen Moment, bevor sie den Takeshi sprechen ließ.

    Okay, also eines vorweg: Der Weißhaarigen war das äußerst rote Gesicht der Meteki bei der Umarmung Rais keinesfalls entgangen. Das Stottern konnte man ja vielleicht noch der Kälte zurechnen, aber die verschämte Röte? Keinesfalls! Wenn die Hasekura neben Mode der Überzeugung war, für noch eine weitere Sache Feingefühl zu besitzen, dann war es genau dafür: Liebe! Naja… eher Schwärmerei. Aber egal, war ja fast das gleiche. Die Lippen zogen sich zu einem schmalen, wissenden Grinsen, doch für den Moment beließ es Chinatsu dabei. Das würde sie sich für einen späteren Moment aufheben. Zusammen gingen sie zum Essensraum des Gasthauses und als Rai davon sprach, dass man sich setzen sollte, damit er sich etwas holen könne, hoben sich die Augenbrauen der Weißhaarigen weit in die Höhe. „Denkst du, du bist der Einzige, der Hunger hat?“, fragte sie direkt empört nach, schüttelte dann den Kopf und zwinkerte. „Kein guter Gentleman, wirklich nicht. Das hast du schon einmal besser gekonnt“, kommentierte sie amüsiert. Somit ließ sich Chinatsu nicht davon beeindrucken, was der Blauhaarige vielleicht gesagt hatte und ging einfach ihrerseits los, um sich etwas zum Essen zu besorgen. Und das, was den Weg auf den Teller der Kunoichi fand, war tatsächlich nicht wenig – vielleicht nicht ganz so überladen wie der Teller des Takeshis, aber man merkte, dass Chinatsu einen ordentlichen Hunger mit zu dieser Mission gebracht hatte. Wieder am Platz angekommen, begann die Hasekura mit dem Essen, hatte allerdings im Gegensatz zu Rai nicht vor, dabei einfach zu schweigen. „Okay, okay. Also dass Paku und ich uns kennen ist ja klar. Und Rai und ich… kennen uns auch.“ Sie grinste in die Richtung des Blauschopfs, dann fiel ihr allerdings etwas ein. Wo sie schon dabei waren... „Ich dachte, du würdest die Weste anziehen, wenn wir uns das nächste Mal sehen. Das musst du aber noch nachholen, sonst bin ich enttäuscht!“ Sie lachte, zeigte dann allerdings mit der Gabel im Wechsel auf ihre beiden Teamkollegen. Nach der Reaktion von Pakura auf die Umarmung des Takeshi hin, wollte sie unbedingt mehr zum Hintergrund der beiden wissen. Wieder schlich sich das wissende Grinsen in das Gesicht der Kunoichi, das sie vor allen Dingen der Meteki in diesem Moment zuwarf. „Aber jetzt erzählt mal, woher ihr beide euch kennt. Ihr hattet schon ein bisschen mehr miteinander zu tun, kann das sein?“
     
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