Der "Ponyhof"

Dieses Thema im Forum "Reich des Eisens" wurde erstellt von Takeshi Rai, 13. Jan. 2019.

  1. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

    Beiträge:
    492
    Alter:
    15
    Größe:
    1,52
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    „Das ist doch nicht zu glauben...“ dachte sich Pakura bei dem Anblick, welcher um das Pony Majestät herum bot. Es wäre ihr nie eingefallen, sich so scharmlos an jemanden ran zu werfen, wie es Natsu gerade bei Rai tat. Natürlich hatte die Meteki auch deutlich weniger Erfahrung, wenn es darum ging, mit den eigenen Reizen beim anderen Geschlecht zu landen. Da gab es bislang nur diesen Jungen an der Akademie, den sie irgendwie süß gefunden hatte, obwohl der jedem halbwegs pubertierenden Mädchen hinterhergelaufen war und keinen Hehl darum machte, dass er sich nicht auf ein Mädchen beschränken wollte. Und kurz nach der bestandenen Prüfung kam die damals Vierzehnjährige schließlich mit Naori zusammen und es gab bis vor kurzem keine Gelegenheit für sie, überhaupt darüber nachzudenken. Es verging ein Moment, bis die Schwarzhaarige durch einen Kommentar des Teamleiters aus ihren Gedanken gerissen wurde. „Avengers...?“ Ein leises Kichern entwich ihren schmalen Lippen. Das letzte Mal das die Braunäugige von diesem Comic gehört hatte war gewesen, kurz bevor sie die Akademie angetreten hatte. Ihr Zwillingsbruder war damals ein riesen Fan dieser Shinobi-Gruppe, welche im Geheimen gegen eine Organisation von Nukenin operierte. „Ziemlich nerdig, aber... passt irgendwie.“

    Schließlich war es aber Natsu, die mal wieder alle Aufmerksamkeit auf sich lenkte und blindlinks versuchte, die Führung zu übernehmen. Das konnte natürlich nichts werden, weil abgesehen von Rai niemand den Weg zur nächsten Gaststätte wusste. Dieser lenkte sein Pony auch gleich an der Hasekura vorbei und übernahm seinerseits die Führung. Währenddessen machte Pakura ihrem Reittier begreiflich, wo es langtraben sollte und schloss mit der Weißhaarigen auf. Der Schneesturm hatte nachgelassen, so dass der Wind nicht mehr so unangenehm war und man deutlich weiter in die Ferne sehen konnte. Daher war die Meteki der Meinung, es wäre ungefährlich, ein wenig zurückzufallen und signalisierte der anderen Kunoichi, es ihr gleich zu tun. Nachdem die beiden ausreichend Abstand hatten, dass sie den Takeshi sehen und trotzdem reden konnten, ohne dass dieser sie hörte, wollte die Fünfzehnjährige einfach ein wenig plaudern. „Nun... Du hast viel Erfahrung mit... Jungs?“ Gut, das war möglicherweise nicht das richtige Thema, um Smalltalk zu beginnen, aber es war das Erste, was ihr im Hinblick auf die vorangegangen Minuten eingefallen war. „Ich für meinen Teil habe es nie versucht...“ Klar, die Schwarzhaarige hatte nie den Bedarf, aber gelogen war es ja nicht wirklich.
     
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

    Beiträge:
    362
    Alter:
    17
    Größe:
    1,86 m
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Als sich die Gruppe nach dem überaus coolen Spruch und Namen für das Team auf den Weg machte, nahm Rai wahr, dass sich Natsu an die Führungsposition der Kolonne schlagen wollte. Das konnte der Takeshi nicht einfach so hinnehmen, denn wenn sie die Führung übernehmen sollte, dann würde sie alle drei in ein Verderbnis ohne Wiederkehr führen – sie wusste schließlich nicht den Weg zum nächsten Gasthof. Deshalb gab Rai seinem Pony mit den Zügeln zu verstehen, dass es sich ein wenig sputen sollte… und der Anblick war genial. Ein kleines Pony, mit einem großen Teenager darauf, welches sich alle Mühe machte, einen Sprint abzulegen, damit die beiden wieder die Führung übernehmen konnten – das sah echt witzig aus. Außerdem, weil der Reiter dabei seine Probleme hatte auf dem Pony sitzen zu bleiben, denn bei diesem eingeschlagenen Tempo, hüpfte Rai auf dem Rücken des Ponys auf und ab. Das tat nicht nur weh, sondern es machte den Verbleib auf dem Rücken des Tieres auch nicht leichter. Deshalb zügelte er erstmal wieder das Tempo, als Natsu er überholt hatte. Und somit konnte er den beiden nun den Weg bis zum nächsten Gasthof weisen, der sich als nicht gerade schwer herausstellte. Das lag vor allem daran, dass der Schneesturm wirklich nachgelassen hatte und somit bot sich den Ninjas auch ein schöner Ausblick auf das Gebirge, auf dem sie gerade ritten. Die mit Schnee bedeckten Berggipfeln und Bäume sowie die Täler mit deren zugefrorenen Seen, bescherte eine Vielfalt an Eindrücken, die man nicht jeden Tag erlebte. Das allein war es wert hier gewesen zu sein.

    Aber die drei wären ja keine Ninja, wenn sie nicht einen Auftrag hatten, den es zu erfüllen galt. Zur Erinnerung: Es ging darum, einen Meisterdetektiv zu retten und zu beschützen, der sich mit der Anführerin der roten Seidenbande angelegt hatte. Jetzt wurde er entführt und die drei Ninja müssen ihn wieder retten – klang doch ganz einfach. Es waren doch nur ein paar Banditen. Aber diese Banditen sollten den dreien noch ganz schön Feuer unterm Hintern machen… wortwörtlich gemeint. Als der Trupp sich dem Gasthof näherte, welcher sich ein wenig abseits eines kleinen Dorfes befand, konnten die drei ein purpurrotes Licht hinter der Bergkuppel, die sie gerade bestiegen, wahrnehmen. Der etwas stutzig gewordene Rai bedeutete seinen Kameraden, dass dort ein Licht sei und er das Ganze gerne mal näher untersuchen wollte. Und als die drei dann endlich den Gipfel dieses Hügels erreicht hatten, fiel dem Takeshi die Kinnlade runter: Der Gasthof stand in Flammen. Ohne Worte, die brauchte er seinen Mitstreitern wahrscheinlich nicht mitteilen, gab er seinem Pferd mithilfe der Zügel ein Zeichen, dass es einen Sprint einlegen sollte, den es noch nie zuvor gegeben hatte – und das Pferd tat wie ihm befohlen wurde. Der Gasthof und die darin gefangenen Menschen mussten um jeden Preis gerettet werden, das stand fest. Als die drei immer näherkamen und sie schlussendlich ankamen, konnte der Takeshi ein Wappen erkennen, welches vom Dach des Gasthofs herunterhing und im Wind wehte: Das Wappen der Roten Seidenbande.
     
    Hasekura Chinatsu und Meteki Pakura gefällt das.
  3. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

    Beiträge:
    303
    Alter:
    16 Jahre
    Größe:
    163 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Vertrauten die beiden Teammitglieder der unglaublichen Führungskraft von Hasekura Chinatsu etwa nicht?! Die Kunoichi hätte empört darüber sein können, wenn sie verstanden hätte, was in den Köpfen von Rai und Pakura vor sich ging. Da das Mädchen allerdings keine Gedanken lesen konnte und auch nicht unbedingt eine Blitzmerkerin war, nahm sie es eher beiläufig wahr, dass der Takeshi mit seinem Pony an ihr vorbeizischte und die Führung der Truppe schnell wieder an sich riss, bevor Chinatsu das Team in irgendein Unheil hineinsteuern konnte. Die Weißhaarige legte zwar kurz den Kopf schief, ging dann aber davon aus, dass Rai ihr einfach imponieren wollte – und nahm den Führungswechsel daher als persönliches Kompliment auf. Ja, solche Gedankengänge konnte nur eine Hasekura Chinatsu haben. Während das Team durch die Berglandschaft ritt, ließ die 16-Jährige ihren Blick aufmerksam durch die Gegend schweifen und nahm mit Begeisterung die wunderschöne Umgebung wahr. Eingefrorene Seen, schneebedeckte Hügel und Täler – ein Bild, dass sich einem im Feuerreich für gewöhnlich nicht zeigte. Am liebsten hätte die Hasekura sich irgendwo ein Plätzchen gesucht, um diese wunderschöne Szenerie noch weiter aufsaugen zu können und vielleicht – ganz vielleicht – sogar einen Schneeengel zu machen. Ja, bei diesem Anblick kam auch in der pubertierenden Chinatsu das Kind wieder durch. Doch ehe sie diesen Gedanken weiterverfolgen konnte, schloss Pakura zu ihr auf und gab dezent zu verstehen, dass sie sich ungestört mit der Hasekura unterhalten wollte. Chinatsu kam dem Wunsch nach und wenige Sekunden später ritten die beiden Mädchen ein Stück weit von Rai entfernt weiter.

    Als Pakura das Gespräch mit ihrer ersten Frage begann, blinzelte die Weißhaarige, bevor ihr altbekanntes, sehr breites Grinsen in ihr Gesicht zurückkehrte. „So kann man das schon sagen.“ Sie hob die Nase an, als wäre sie sehr stolz auf diesen Umstand. Tatsächlich war Chinatsu seit zwei Jahren deutlich offener im Umgang mit dem anderen Geschlecht geworden, flirtete, ging auf Dates, hatte schon die eine oder andere Liebelei und holte sich dadurch gerne auch ihre eigene Bestätigung. Als die Meteki verunsichert anknüpfte, dass sie es noch nie mit Jungs versucht hatte, klappte die Kinnlade der Hasekura doch ein Stück weit nach unten. „Noch nie versucht?! Echt nicht?“ Okay, niemals hätte die Weißhaarige gedacht, dass ein Mädchen in ihrem Alter noch so unbefleckt sein konnte. Also, was gab es denn für wichtigere Themen als Flirts, Dates und Jungs?! Nee, vollkommen unverständlich für Chinatsu. Klar, Klamotten, Frisuren, Mode im Allgemeinen und Backen waren auch tolle Themen, aber so ganz ohne die ganze Jungsgeschichte konnte die Hasekura sich das nicht vorstellen. Das wäre ihr wohl zu eintönig gewesen… Sie beugte sich ein bisschen zu Pakura herüber, was gar nicht so einfach war, wenn man bedachte, dass Chinatsu gerade auf einem Pony ritt. „Bist du so schüchtern oder wie?“, fragte sie nach, ehrlich interessiert. Doch dann kam Chinatsu doch ein weiterer Gedanke – sie war immerhin nicht von vorgestern und dass es diverse Möglichkeiten der eigenen Sexualität gab, war mittlerweile ein genügend aufgeklärtes Thema. Sie legte eine Hand an ihr Kinn und dachte laut nach. „Interessieren dich Jungs nicht? Aber nee, das glaub ich nicht. Ich hab doch deinen Blick vorhin gesehen, den du Rai zugeworfen hast! Du magst Rai, oder?“ Sie zwinkerte der Schwarzhaarigen amüsiert zu, darauf wartend, ob sie mit ihrer Vermutung ins Schwarze getroffen hatte.

    Gerne hätte die Hasekura das Gespräch fortgeführt, immerhin nahm es eine höchst interessante Richtung auf, doch unerwartet machte der Takeshi auf sich aufmerksam. Die Kumo-Nin blickte nach vorne und konnte hinter der nächsten Bergkuppe ein rotes Licht ausmachen… und Rauch. „Eh. Was ist denn das?“, fragte Chinatsu ahnungslos nach – sie schien wieder am längsten zu brauchen, um die Situation richtig einzuschätzen. Kaum hatte das Team den Berg erklommen, konnten sie hinab ins Tal blicken und sahen… ein in Flammen stehendes Gasthaus! „Feuer?“ Chinatsu stutze und schaltete auch hier nicht so schnell wie Rai und Pakura, die los eilten, um zu helfen. Das Mädchen kam also als letztes am Unfallort an und kam auch eher schlecht als recht mit ihrem kleinen Pony vor dem brennenden Gasthaus zum Stehen. Majestät schnaubte widerspenstig und trat ein paar Schritte zurück – das Feuer schien das Tier zu verunsichern. Chinatsu rutschte daher schnell vom Pferd herunter (ja, ganz ohne Hilfe – ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und hielt sich einen Arm vors Gesicht, um sich vor der Hitze zu schützen. Sie runzelte die Stirn, presste die Lippen aufeinander. Feuer… war so ziemlich die größte Schwachstelle, die Chinatsu besaß. Ihr Papier verbrannte deutlich schneller und auch mit ihren Fuuton-Techniken konnte sie sich gegen Feuer nicht behaupten. Die Kumo-Nin war nicht dumm, sie wusste um diese Schwäche. Und sie hasste Feuer, genau aus diesem Grund. „Ich kann das Feuer nicht löschen“, teilte sie ihren Kollegen mit – ohne näher darauf einzugehen, dass sie das Feuer nicht nur nicht löschen konnte, sondern es sie schnell umbringen konnte. Sie sah Menschen, die aus dem brennenden Haus herauseilten und hörte gleichzeitig ein verdächtiges Knacken inmitten der Feuersbrunst. Ob das Haus es noch lange aushalten würde? Wäre Chinatsu ein bisschen kreativer gewesen, hätte sie daran gedacht, dass sie versuchen konnte, mit einer ihrer Fuuton-Techniken das Feuer zu ersticken. Doch auf diesen genialen Einfall kam das Mädchen in diesem Moment nicht. „Ich werde den Leuten helfen.“ Der Gesichtsausdruck Chinatsus sah ungewöhnlich ernst aus, als sie nach vorne lief, um den Menschen beim Entkommen aus dem Feuer zu helfen. Sie hoffte, dass einer ihrer Teamkollegen eine Möglichkeit hatte, das Feuer zu löschen. Und dass sie nicht gleich unter irgendeinem brennenden Holzstück liegen würde.
     
    Meteki Pakura und Takeshi Rai gefällt das.
  4. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

    Beiträge:
    492
    Alter:
    15
    Größe:
    1,52
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
    Steckbrief:
    Link
    Ziemlich baff blickte Pakura in die gelben Augen ihrer Gesprächspartnerin, die ihr gerade offenbarte, dass sie sie durchschaut hatte. Wäre ihr Gesicht nicht bis unter die Nase von ihrem Schal verdeckt sowie oberhalb der Nase bereits von der Kälte gerötet gewesen, hätte man nun beobachten können, wie sich dieses in beunruhigender Geschwindigkeit noch mehr rötete. „War ... das ... so offensichtlich?“ brachte die Meteki mühsam hervor und fügte in Gedanken hinzu: „Ich muss dringend an meinem Pokerface arbeiten... Ich bin außer Übung.“ Als sie bemerkte, dass Natsu sie noch immer mit einem Blick anschaute, welcher klar machte, dass diese Unterhaltung sicher noch nicht beendet war, räusperte sich die Schwarzhaarige und sagte wahrheitsgemäß: „Du brauchst Dir keine Sorgen zu machen. Er ist cool und ich habe mich von seiner Art einfangen lassen. Ich bin allerdings bereits vergeben und habe nicht vor, sie zu betrügen.“

    Ungeachtet möglicher Reaktionen musste die Fortsetzung des Gesprächs warten. Das Gasthaus, zu welchem die Truppe unterwegs war - zumindest ging Pakura davon aus, dass es das sein dürfte - stand in Flammen. Sofort gab sie Aryane die imaginären Sporen und heißte so schnell es ging dorthin. Kaum hatte auch Natsu zu ihr und Rai aufgeschlossen und hatte ihre Schwäche mitgeteilt, rief sie diesen durchs Schneetreiben: „Das übernehm ich! Ich brauche aber eine Wasserquelle! Wenn ihr Leute befreit, schickt sie am besten in die Onsen, wenn das Gasthaus eins hat. Dann sind sie sicher und ich kann sie behandeln, wenn nötig!“ War es seltsam, dass die Meteki zwei Aufgaben auf einmal übernehmen wollte, die eigentlich jeweils ihre volle Aufmerksamkeit bedurften? Sie wusste jedenfalls eine Möglichkeit und machte sich sofort auf den Weg, den besagten Onsen zu erreichen. Noch bevor die Kunoichi das Gebäude betreten hatte nahm sie sich eine Hand voll Schnee und befeuchtete damit den Bereich des Schals, der Mund und Nase bedeckte. Das würde den Rauch vielleicht nicht vollständig, aber zumindest ein wenig filtern. Daraufhin verfolgte sie so tief gebückt wie es ging die Beschilderungen, und fand tatsächlich eine der zu dieser Zeit so beliebten Badebereiche. Mit ein paar Fingerzeichen erschuf sie ohne Umschweife drei Mizú Bunshin aus dem heißen Wasser, die sich auf den Weg machten, die Feuer zu löschen. Die Klone sollten sich selbst in die Flammen werfen, um dann wieder zu dem Wasser zu werden, aus welchem sie bestanden. Dann würde die Suiton-Anwenderin weitere Bunshin erschaffen. Das war vielleicht nicht die effizienteste Methode, welche die Kirinin auf Lager hatte, aber sicher die mit dem geringsten Chakraverbrauch. Unterdessen bereitete sie alles vor, um eventuelle Erstversorgungen für Brandwunden und Rauchvergiftungen behandeln zu können, wenn die Ersten eintrafen.
     
  5. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

    Beiträge:
    362
    Alter:
    17
    Größe:
    1,86 m
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Wieso muss das genau dann passieren, wenn Rai wieder auf einer Mission ist? Es war doch wieder so klar, dass die Avengers in eine Räuberbande geraten, die etwas aggressivere Methoden bevorzugten. Das und der Fakt, dass der Meisterdetektiv noch immer auf die Hilfe der drei Ninjas wartete, machte den Takeshi zunehmend wütender. Jetzt lag es wieder an ihnen, diese Leute zu retten, weil dieser Idiot von „Meister“detektiv seine Nase dorthin gesteckt hatte, wo er sie nicht hinstecken hätte sollen. Aber was soll’s, die Beschwerden des 17-Jährigen mussten an die hinterste Stelle. Jetzt war es wichtig, die Leute vorm sicheren Tod zu retten. Und wie konnte es nicht besser passen, dass gerade jetzt drei Ninjas aus dem Nichts auftauchten? Aber wie dem auch sei, der Takeshi horchte bei dem Plan der Meteki gut zu und befürwortete ebendiesen. Das war das einzig logische gerade, überhaupt wenn das Mädchen mit ihren Fähigkeiten dazu in der Lage war, dieses Haus vor dem Verbrennen zu retten. Aber für sie alleine dürfte diese Aufgabe sehr schwer werden. Deshalb galt es noch nach einem Plan B zu suchen, welcher Pakura unterstützen sollte, falls dieses ganze Unterfangen in die Hose gehen sollte. Dessen nahm sich Rai an, der aber währenddessen versuchte, die schreienden Leute in dem brennenden Haus ausfindig zu machen und sie zu der Wasserquelle im Haus zu bringen. Mit schierer Manneskraft, schlug er sich durch die mittlerweile einstürzenden Balken, wich diesen so gut er konnte aus, während er versuchte nicht zu ersticken. Klang doch einfach, oder? Nun, das war es aber nicht. Die brennenden Holzbalken konnte er nicht aus dem Weg räumen – aus offensichtlichen Gründen – und der bei der Verbrennung entstandene Rauch, machte das Einatmen umso schwerer. Rai wusste, dass er es nicht mehr lange unter diesen Bedingungen machen würde. Aber immerhin schaffte er es, drei der hilfesuchenden Menschen zu retten und sie in Sicherheit – also zum Wasser – zu bringen. Als der Takeshi gerade mit einer Mutter und ihrem Kind zurückkam, sah er wie Pakura weiterhin versuchte, das Haus mit ihren Doppelgängern zu löschen. Unterdessen sah er auch, dass Natsu gerade mit weiteren Menschen zurückkam, welche, nach ihren Angaben, die letzten waren. Das war gut, denn dann mussten die beiden nicht weiterhin ihr Leben riskieren, obwohl die Gefahr allerdings noch nicht ganz gebannt wurde. Als Rai seinen Blick über die Verletzten und die überforderte Pakura schweifen ließ, wusste er, dass ein Plan B hermusste. Deshalb holte er sich kurz Natsu zur Seite, um mit ihr schnell einen Plan zu beschließen: „Natsu, hör mal, wir müssen uns etwas überlegen. Es sind Verletzte hier, die zwar nicht stark verletzt sind, aber trotzdem müssen die irgendwie hier raus. Und Pakura schafft es mit ihren Doppelgängern sicher nicht, das Haus zu löschen. Ich habe zwei Dinge im Kopf. Entweder holen wir die Verletzten hier raus und lassen das Haus abbrennen oder wir zwei gehen nach draußen und versuchen irgendwie richtig viel Schnee auf das Haus zu werfen. Das sollte das Feuer auch löschen. Aber wir müssen jetzt schnell handeln, denn das Haus stürzt jeden Moment ein!“ Und just in diesem Moment stürzte ein brennender Balken zwischen die beiden Shiro-Nin. Die beiden konnten ihn aber noch gerade rechtzeitig erkennen und ausweichen. Mit einem vielsagenden Blick, bedeutete er Natsu, dass sie jetzt entscheiden müsste.
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  6. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

    Beiträge:
    303
    Alter:
    16 Jahre
    Größe:
    163 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Kumo
    Steckbrief:
    Link
    Das Haus brannte. Es brannte lichterloh. Und es knackte. Es knackte sogar verdammt unheilvoll. Und was war der Plan? Die Opfer nach draaa… nee, Moment. Die Opfer ins Onsens des Gasthauses bringen. Klar, weil wenn es brannte, ging man auch ins Badezimmer der Wohnung, denn da gab es Wasser… Okay, also wenn Chinatsu nicht Chinatsu gewesen wäre, hätte sie mit Sicherheit ihre Einwände gegen den Plan gehabt, den Pakura und Rai offenbarten. Aber weil Chinatsu eben Chinatsu war… hörte sie kaum zu, sondern nickte nur beiläufig und eilte vor, ohne weiter darüber nachzudenken. Denken war dem Mädchen auf Dauer auch einfach zu anstrengend. Dafür gab es andere Leute, die das deutlich besser konnten! Bevor die Weißhaarige ins Innere des Gebäudes vorpreschte, kamen ihr bereits die dicken Rauchschwaden entgegen. Sie kniff die Augen zusammen, formte ein Fingerzeichen. „Fuuton: Kiu Oki no Jutsu“, murmelte sie, sog dann tief, äußerst tief die Luft ein, bevor sich ihr sonst gerne freudig plappernde Mund vorerst schloss. Die Technik würde sie vielleicht nicht vor den Flammen, aber wenigstens vor einer Rauchvergiftung schützen. Und dann ging es los! Chinatsu war vielleicht nicht die ernsthafteste Person, doch wenn es darauf ankam, konnte man sich auf den vollen Einsatz der Kunoichi verlassen. Sie preschte ins Gebäude und wurde von der Hitze, die sich bereits im Inneren gesammelt hatte, förmlich erschlagen. Die Einrichtungsgegenstände standen größtenteils in Flammen und überall loderte es – es wäre ein Wunder, hier keine Todesopfer vorzufinden. Schlagartig sammelte sich der Schweiß auf dem Körper der Weißhaarigen. Wie hatte das so plötzlich passieren können? Wer hatte dieses Feuer gelegt? Chinatsu hörte Kindergeschrei aus den oberen Stockwerken des Gebäudes, sah sich orientierungslos nach einer Treppe um und huschte diese, direkt nachdem sie sie entdeckt hatte, mutig herauf. Beiläufig nahm die 16-Jährige das Knacken unter ihren Füßen wahr, versuchte es aber zu ignorieren. Sie hatte noch viel vor in ihrem Leben und wollte nach Möglichkeit nicht in diesem brennenden Gasthaus ihr Ende finden. Die Rettungsaktion entpuppte sich als verdammt anstrengend. Selbst ohne atmen zu müssen machte Chinatsu die Hitze zu schaffen und die Fluchtwege wurden weniger. Die ersten Gänge waren unpassierbar… das Mädchen hoffte inständig, sich nicht vertan zu haben und dass dort keine Opfer mehr waren. So wie Pakura und Rai es vorgesehen hatten, brachte die Hasekura die Geretteten ins Onsens des Gasthauses… das allerdings scheinbar nicht außerhalb lag, sondern im Gasthaus selbst. Chinatsu war sich nicht sicher, ob das so schlau war, hatte aber auch in all den Geschehnissen keine Möglichkeit, weiter darüber nachzudenken.

    Schließlich nahm Rai sie beiseite und sprach auf sie ein, erklärte ihr, dass es seiner Meinung nach zwei Optionen geben würde. Direkt nachdem er geendet hatte, fiel ein brennender Holzbalken zwischen die Ninja, sodass diese auseinanderspringen mussten. Und alles was blieb, was ein vielsagender Blick des Teamleiters – sie müsse entscheiden. Ehm. Okay? Chinatsu war sich nicht sicher, ob das so richtig war, doch abgesehen davon, dass sie keine Zeit mehr hatten, hatte das Mädchen auch wortwörtlich keinen Atem, um zu widersprechen. Also, was hatte Rai gesagt? Plan A) Die Leute hier rausholen. Ja, toll, da war sie auch schon draufgekommen. Wie denn rausholen? Hätte das zu einem Plan nicht eher dazugehört? Plan B) lautete, viel Schnee auf das Gasthaus zu schmeißen, während die Leute sich noch darin befanden. Okay, das war ein Punkt, den nicht einmal Chinatsu einfach so hinnehmen konnte. Das ganze Gasthaus stand kurz vorm Zusammenbrechen, Schnee war verdammt schwer. Klar, das Feuer würde erstickt, vielleicht sogar vom Schmelzwasser gelöscht werden. Und dann sah Chinatsu skeptisch auf den brennenden Holzbalken, der gerade erst von der Decke gestürzt war. Bevor der Schnee hier irgendetwas löschen würde, würde das Haus eher einstürzen. Und das… war mit Sicherheit nicht gewollt. Meh! Warum musste Chinatsu so viel nachdenken?! Dafür war sie nicht hier! Das Mädchen fühlte sich ungerecht behandelt und wurde gleich noch wütender, als sie merkte, dass sie ihrem Frust durch das Luftanhalten nicht einmal Luft machen konnte (hahaha…). Sie hatte keinen Bock mehr! Gut, dann sorgte sie jetzt eben mit Gewalt für einen Fluchtweg! Chinatsu lief auf eine Seite des Onsens, dort, wo sie den Weg nach draußen vermutete, formte Fingerzeichen. Und tatsächlich atmete sie nun auch endlich wieder aus. „Nyumachikku na Gyoku!“, rief sie aus, atmete erneut tief ein und schoss dann mehrere, nicht sichtbare Luftkugeln auf die Holzwand. Löcher wurden wie von Zauberhand in die Wand gerissen, eines nach dem anderen, nebeneinander, sodass sich ein großer Durchgang nach draußen offenbarte. „Alle raus hier!“, schrie sie dann sofort, hob eine Hand und deutete allen Anwesenden an, sofort das Gasthaus zu verlassen. Ihre Haare hingen dem Mädchen mittlerweile vom Schweiß nass im Gesicht und das sonst makellose Aussehen war deutlich mitgenommen. Die, die es nicht mehr alleine schafften, würden Hilfe brauchen… aber sie mussten hier dringend raus. Außerhalb der Gefahrenzone konnte sich dann um die Wunden gekümmert werden.
     
    Meteki Pakura gefällt das.