Der "Ponyhof"

Dieses Thema im Forum "Reich des Eisens" wurde erstellt von Takeshi Rai, 13. Jan. 2019.

  1. Meteki Pakura

    Meteki Pakura Genin

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    „Das ist doch nicht zu glauben...“ dachte sich Pakura bei dem Anblick, welcher um das Pony Majestät herum bot. Es wäre ihr nie eingefallen, sich so scharmlos an jemanden ran zu werfen, wie es Natsu gerade bei Rai tat. Natürlich hatte die Meteki auch deutlich weniger Erfahrung, wenn es darum ging, mit den eigenen Reizen beim anderen Geschlecht zu landen. Da gab es bislang nur diesen Jungen an der Akademie, den sie irgendwie süß gefunden hatte, obwohl der jedem halbwegs pubertierenden Mädchen hinterhergelaufen war und keinen Hehl darum machte, dass er sich nicht auf ein Mädchen beschränken wollte. Und kurz nach der bestandenen Prüfung kam die damals Vierzehnjährige schließlich mit Naori zusammen und es gab bis vor kurzem keine Gelegenheit für sie, überhaupt darüber nachzudenken. Es verging ein Moment, bis die Schwarzhaarige durch einen Kommentar des Teamleiters aus ihren Gedanken gerissen wurde. „Avengers...?“ Ein leises Kichern entwich ihren schmalen Lippen. Das letzte Mal das die Braunäugige von diesem Comic gehört hatte war gewesen, kurz bevor sie die Akademie angetreten hatte. Ihr Zwillingsbruder war damals ein riesen Fan dieser Shinobi-Gruppe, welche im Geheimen gegen eine Organisation von Nukenin operierte. „Ziemlich nerdig, aber... passt irgendwie.“

    Schließlich war es aber Natsu, die mal wieder alle Aufmerksamkeit auf sich lenkte und blindlinks versuchte, die Führung zu übernehmen. Das konnte natürlich nichts werden, weil abgesehen von Rai niemand den Weg zur nächsten Gaststätte wusste. Dieser lenkte sein Pony auch gleich an der Hasekura vorbei und übernahm seinerseits die Führung. Währenddessen machte Pakura ihrem Reittier begreiflich, wo es langtraben sollte und schloss mit der Weißhaarigen auf. Der Schneesturm hatte nachgelassen, so dass der Wind nicht mehr so unangenehm war und man deutlich weiter in die Ferne sehen konnte. Daher war die Meteki der Meinung, es wäre ungefährlich, ein wenig zurückzufallen und signalisierte der anderen Kunoichi, es ihr gleich zu tun. Nachdem die beiden ausreichend Abstand hatten, dass sie den Takeshi sehen und trotzdem reden konnten, ohne dass dieser sie hörte, wollte die Fünfzehnjährige einfach ein wenig plaudern. „Nun... Du hast viel Erfahrung mit... Jungs?“ Gut, das war möglicherweise nicht das richtige Thema, um Smalltalk zu beginnen, aber es war das Erste, was ihr im Hinblick auf die vorangegangen Minuten eingefallen war. „Ich für meinen Teil habe es nie versucht...“ Klar, die Schwarzhaarige hatte nie den Bedarf, aber gelogen war es ja nicht wirklich.
     
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Als sich die Gruppe nach dem überaus coolen Spruch und Namen für das Team auf den Weg machte, nahm Rai wahr, dass sich Natsu an die Führungsposition der Kolonne schlagen wollte. Das konnte der Takeshi nicht einfach so hinnehmen, denn wenn sie die Führung übernehmen sollte, dann würde sie alle drei in ein Verderbnis ohne Wiederkehr führen – sie wusste schließlich nicht den Weg zum nächsten Gasthof. Deshalb gab Rai seinem Pony mit den Zügeln zu verstehen, dass es sich ein wenig sputen sollte… und der Anblick war genial. Ein kleines Pony, mit einem großen Teenager darauf, welches sich alle Mühe machte, einen Sprint abzulegen, damit die beiden wieder die Führung übernehmen konnten – das sah echt witzig aus. Außerdem, weil der Reiter dabei seine Probleme hatte auf dem Pony sitzen zu bleiben, denn bei diesem eingeschlagenen Tempo, hüpfte Rai auf dem Rücken des Ponys auf und ab. Das tat nicht nur weh, sondern es machte den Verbleib auf dem Rücken des Tieres auch nicht leichter. Deshalb zügelte er erstmal wieder das Tempo, als Natsu er überholt hatte. Und somit konnte er den beiden nun den Weg bis zum nächsten Gasthof weisen, der sich als nicht gerade schwer herausstellte. Das lag vor allem daran, dass der Schneesturm wirklich nachgelassen hatte und somit bot sich den Ninjas auch ein schöner Ausblick auf das Gebirge, auf dem sie gerade ritten. Die mit Schnee bedeckten Berggipfeln und Bäume sowie die Täler mit deren zugefrorenen Seen, bescherte eine Vielfalt an Eindrücken, die man nicht jeden Tag erlebte. Das allein war es wert hier gewesen zu sein.

    Aber die drei wären ja keine Ninja, wenn sie nicht einen Auftrag hatten, den es zu erfüllen galt. Zur Erinnerung: Es ging darum, einen Meisterdetektiv zu retten und zu beschützen, der sich mit der Anführerin der roten Seidenbande angelegt hatte. Jetzt wurde er entführt und die drei Ninja müssen ihn wieder retten – klang doch ganz einfach. Es waren doch nur ein paar Banditen. Aber diese Banditen sollten den dreien noch ganz schön Feuer unterm Hintern machen… wortwörtlich gemeint. Als der Trupp sich dem Gasthof näherte, welcher sich ein wenig abseits eines kleinen Dorfes befand, konnten die drei ein purpurrotes Licht hinter der Bergkuppel, die sie gerade bestiegen, wahrnehmen. Der etwas stutzig gewordene Rai bedeutete seinen Kameraden, dass dort ein Licht sei und er das Ganze gerne mal näher untersuchen wollte. Und als die drei dann endlich den Gipfel dieses Hügels erreicht hatten, fiel dem Takeshi die Kinnlade runter: Der Gasthof stand in Flammen. Ohne Worte, die brauchte er seinen Mitstreitern wahrscheinlich nicht mitteilen, gab er seinem Pferd mithilfe der Zügel ein Zeichen, dass es einen Sprint einlegen sollte, den es noch nie zuvor gegeben hatte – und das Pferd tat wie ihm befohlen wurde. Der Gasthof und die darin gefangenen Menschen mussten um jeden Preis gerettet werden, das stand fest. Als die drei immer näherkamen und sie schlussendlich ankamen, konnte der Takeshi ein Wappen erkennen, welches vom Dach des Gasthofs herunterhing und im Wind wehte: Das Wappen der Roten Seidenbande.
     
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  3. Hasekura Chinatsu

    Hasekura Chinatsu Genin

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    Vertrauten die beiden Teammitglieder der unglaublichen Führungskraft von Hasekura Chinatsu etwa nicht?! Die Kunoichi hätte empört darüber sein können, wenn sie verstanden hätte, was in den Köpfen von Rai und Pakura vor sich ging. Da das Mädchen allerdings keine Gedanken lesen konnte und auch nicht unbedingt eine Blitzmerkerin war, nahm sie es eher beiläufig wahr, dass der Takeshi mit seinem Pony an ihr vorbeizischte und die Führung der Truppe schnell wieder an sich riss, bevor Chinatsu das Team in irgendein Unheil hineinsteuern konnte. Die Weißhaarige legte zwar kurz den Kopf schief, ging dann aber davon aus, dass Rai ihr einfach imponieren wollte – und nahm den Führungswechsel daher als persönliches Kompliment auf. Ja, solche Gedankengänge konnte nur eine Hasekura Chinatsu haben. Während das Team durch die Berglandschaft ritt, ließ die 16-Jährige ihren Blick aufmerksam durch die Gegend schweifen und nahm mit Begeisterung die wunderschöne Umgebung wahr. Eingefrorene Seen, schneebedeckte Hügel und Täler – ein Bild, dass sich einem im Feuerreich für gewöhnlich nicht zeigte. Am liebsten hätte die Hasekura sich irgendwo ein Plätzchen gesucht, um diese wunderschöne Szenerie noch weiter aufsaugen zu können und vielleicht – ganz vielleicht – sogar einen Schneeengel zu machen. Ja, bei diesem Anblick kam auch in der pubertierenden Chinatsu das Kind wieder durch. Doch ehe sie diesen Gedanken weiterverfolgen konnte, schloss Pakura zu ihr auf und gab dezent zu verstehen, dass sie sich ungestört mit der Hasekura unterhalten wollte. Chinatsu kam dem Wunsch nach und wenige Sekunden später ritten die beiden Mädchen ein Stück weit von Rai entfernt weiter.

    Als Pakura das Gespräch mit ihrer ersten Frage begann, blinzelte die Weißhaarige, bevor ihr altbekanntes, sehr breites Grinsen in ihr Gesicht zurückkehrte. „So kann man das schon sagen.“ Sie hob die Nase an, als wäre sie sehr stolz auf diesen Umstand. Tatsächlich war Chinatsu seit zwei Jahren deutlich offener im Umgang mit dem anderen Geschlecht geworden, flirtete, ging auf Dates, hatte schon die eine oder andere Liebelei und holte sich dadurch gerne auch ihre eigene Bestätigung. Als die Meteki verunsichert anknüpfte, dass sie es noch nie mit Jungs versucht hatte, klappte die Kinnlade der Hasekura doch ein Stück weit nach unten. „Noch nie versucht?! Echt nicht?“ Okay, niemals hätte die Weißhaarige gedacht, dass ein Mädchen in ihrem Alter noch so unbefleckt sein konnte. Also, was gab es denn für wichtigere Themen als Flirts, Dates und Jungs?! Nee, vollkommen unverständlich für Chinatsu. Klar, Klamotten, Frisuren, Mode im Allgemeinen und Backen waren auch tolle Themen, aber so ganz ohne die ganze Jungsgeschichte konnte die Hasekura sich das nicht vorstellen. Das wäre ihr wohl zu eintönig gewesen… Sie beugte sich ein bisschen zu Pakura herüber, was gar nicht so einfach war, wenn man bedachte, dass Chinatsu gerade auf einem Pony ritt. „Bist du so schüchtern oder wie?“, fragte sie nach, ehrlich interessiert. Doch dann kam Chinatsu doch ein weiterer Gedanke – sie war immerhin nicht von vorgestern und dass es diverse Möglichkeiten der eigenen Sexualität gab, war mittlerweile ein genügend aufgeklärtes Thema. Sie legte eine Hand an ihr Kinn und dachte laut nach. „Interessieren dich Jungs nicht? Aber nee, das glaub ich nicht. Ich hab doch deinen Blick vorhin gesehen, den du Rai zugeworfen hast! Du magst Rai, oder?“ Sie zwinkerte der Schwarzhaarigen amüsiert zu, darauf wartend, ob sie mit ihrer Vermutung ins Schwarze getroffen hatte.

    Gerne hätte die Hasekura das Gespräch fortgeführt, immerhin nahm es eine höchst interessante Richtung auf, doch unerwartet machte der Takeshi auf sich aufmerksam. Die Kumo-Nin blickte nach vorne und konnte hinter der nächsten Bergkuppe ein rotes Licht ausmachen… und Rauch. „Eh. Was ist denn das?“, fragte Chinatsu ahnungslos nach – sie schien wieder am längsten zu brauchen, um die Situation richtig einzuschätzen. Kaum hatte das Team den Berg erklommen, konnten sie hinab ins Tal blicken und sahen… ein in Flammen stehendes Gasthaus! „Feuer?“ Chinatsu stutze und schaltete auch hier nicht so schnell wie Rai und Pakura, die los eilten, um zu helfen. Das Mädchen kam also als letztes am Unfallort an und kam auch eher schlecht als recht mit ihrem kleinen Pony vor dem brennenden Gasthaus zum Stehen. Majestät schnaubte widerspenstig und trat ein paar Schritte zurück – das Feuer schien das Tier zu verunsichern. Chinatsu rutschte daher schnell vom Pferd herunter (ja, ganz ohne Hilfe – ein Schelm, wer Böses dabei denkt) und hielt sich einen Arm vors Gesicht, um sich vor der Hitze zu schützen. Sie runzelte die Stirn, presste die Lippen aufeinander. Feuer… war so ziemlich die größte Schwachstelle, die Chinatsu besaß. Ihr Papier verbrannte deutlich schneller und auch mit ihren Fuuton-Techniken konnte sie sich gegen Feuer nicht behaupten. Die Kumo-Nin war nicht dumm, sie wusste um diese Schwäche. Und sie hasste Feuer, genau aus diesem Grund. „Ich kann das Feuer nicht löschen“, teilte sie ihren Kollegen mit – ohne näher darauf einzugehen, dass sie das Feuer nicht nur nicht löschen konnte, sondern es sie schnell umbringen konnte. Sie sah Menschen, die aus dem brennenden Haus herauseilten und hörte gleichzeitig ein verdächtiges Knacken inmitten der Feuersbrunst. Ob das Haus es noch lange aushalten würde? Wäre Chinatsu ein bisschen kreativer gewesen, hätte sie daran gedacht, dass sie versuchen konnte, mit einer ihrer Fuuton-Techniken das Feuer zu ersticken. Doch auf diesen genialen Einfall kam das Mädchen in diesem Moment nicht. „Ich werde den Leuten helfen.“ Der Gesichtsausdruck Chinatsus sah ungewöhnlich ernst aus, als sie nach vorne lief, um den Menschen beim Entkommen aus dem Feuer zu helfen. Sie hoffte, dass einer ihrer Teamkollegen eine Möglichkeit hatte, das Feuer zu löschen. Und dass sie nicht gleich unter irgendeinem brennenden Holzstück liegen würde.
     
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