Die weiße Residenz von Hyuuga Mari

Dieses Thema im Forum "Genbu-Bezirk" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 23. Juni 2013.

  1. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Ein wirklich wunderschöner Tag. Der Sommer lag in der Luft, es war warm, aber die abnormale Hitzewelle der vergangenen Zeit hatte endlich nachgelassen und Jôsei in angemessenen Temperaturen für das Feuerreich zurückgelassen. Das weiße Anwesen der Hyuuga – in dem auch der junge Sprössling des Clans namens Mari wohnte – glänzte in seiner weißen Farbe und stach damit nicht nur von der Größe, sondern auch vom gesamten Erscheinungsbild aus den restlichen Gebäuden des Genbu-Bezirkes heraus. Es ging auf den Mittag zu, dennoch war es auf dem gesamten Grundstück außergewöhnlich ruhig. Ein breiter und gepflasterter Pfad eröffnete einem jedem Besucher den Weg zur Eingangstür, gespickt von fein gemähtem Rasen und sogar der einen oder anderen Blumenansammlung. Niemand konnte ahnen, was heute hier geschehen sollte, etwas, das es in dieser Art und Weise in der Familie Hyuuga noch nicht gegeben hatte – sie bekamen Besuch zum Essen. Hörte sich nicht sonderlich spektakulär an? Stimmt, allerdings handelte es sich hierbei um keinen gewöhnlichen Gast, beispielsweise ein anderer Angehöriger des Clans. Nein, es hing mit einer verlorenen Wette zusammen, in dessen Zusammenhang dieses Essen herausgekommen war. Mari hatte sich doch tatsächlich dazu hinreißen lassen, an einem kleinen Glücksspiel teilzunehmen und war dabei kläglich gescheitert. Nun, sie hatte es eine ganze Weile aufgeschoben, da der Gedanke, dies ihren Eltern zu gestehen, alles andere als schön gewesen war. Nun aber am heutigen Tag war es endlich soweit, Shirou wusste Bescheid, Yue wusste Bescheid, sogar Aiko war darüber in Kenntnis gesetzt worden. Während die beiden restlichen Damen des Hauses die Information, Besuch zum Essen zu bekommen, sogar außergewöhnlich begeistert aufgenommen hatten, sollte erst einmal ignoriert werden, wie der Herr des Hauses zu diesen Tatsachen stand. Um wen es sich nun eigentlich genau bei diesem ganz besonderen Besuch handelte? Oh, ganz vergessen, den Namen zu erwähnen: Tatsumaki Hei, der Shinobi aus der Wüste, der zwar ein Kekkei Genkai besaß, aber deshalb nicht aus einem angesehenen Clan abstammte. Sein Markenzeichen waren eher die extrem langen, schwarzen Haare, auch wenn diese bereits gestutzt worden waren. Da sich die beiden Genin in der vergangenen Zeit nicht hatten sehen können, hatte Mari die Einladung über einen Boten der Hyuuga schicken lassen, der bereits vor einigen Tagen den Brief überbracht und darüber berichtet hatte, dass der Suna-Nin kommen wollte. Eigentlich sollte er also bald auftauchen, hm? Während Mari auf der Veranda im Garten saß, sich mit den Händen nach hinten abstützte und ein wenig ins Leere starrte, dachte sie darüber nach, wann sie den Tatsumaki das letzte Mal gesehen hatte. Sie hatten zusammen die Mission im Bärenreich ausgeführt, doch danach war kein gemeinsamer Auftrag mehr zustande gekommen. Wie kam es eigentlich, dass die Hyuuga plötzlich mit anderen Leuten zusammengearbeitet hatte? Gut, diese kleine Aktion als Aufpasser der Akademisten hatte mit ihren Wunden zusammengehangen, doch auch die beiden kleineren Jobs waren ohne Hei ausgeführt worden. War er vielleicht auf einem längeren Auftrag unterwegs gewesen? Wie dem auch sei, unwissend, wie sie war, konnte die Braunhaarige zu keinem eindeutigen Schluss kommen, schloss die Lider und wartete unter dem Sonnenschein darauf, dass ihr Kollege auftauchen würde. Es war – so nebenbei angemerkt – durchaus interessant, dass Mari gerade nicht annähernd ihre sonstige Kleidung trug, sondern vollkommen auf Freizeit eingestellt war. Da es nicht zu heiß war, konnte sie ohne sonderliche Probleme eine weite, lange Hose anziehen, die locker um ihre Beine hing und fast so aussah, als wäre sie zu groß – betrachtete man, was für enge Kleidung die 16-Jährige sonst immer trug. Das Oberteil bildete ein schulterfreies Top, welches seinen Halt um die Brust fand und nach unten weiter fiel. Hierbei wechselten sich die Farben weiß und lila ab und bildeten eine farbliche Abwechslung zur blauen Hose. Als wäre dies nicht schon genug Farbvielfalt gewesen, nein, das Mädchen trug auch noch eine sehr dünne, gelbe Stoffjacke darüber, die bis zu den Ellbogen die Arme verdeckte. Die Haare fielen der Hyuuga vollkommen offen über die Schultern, außerdem trug sie eine große Mütze, die in einer ebenso lila Farbe erstrahlte wie das Oberteil. Die Füße waren von festen Sportschuhen verdeckt, die eine ähnliche Farbe wie die Jacke aufwiesen. Abschließend konnte nur noch das lila Schweißband erwähnt werden, das um das rechte Handgelenk gebunden war. Ja, wirklich, sogar Mari war eine Frau mit einem großen Kleiderschrank, und da sie heute nicht einmal trainiert hatte, konnte sie es sich leisten, ausnahmsweise zu einer anderen Mode als üblich umzusteigen. Weniger figurbetonend, dennoch äußerst weiblich. Na, aber wo blieb Hei denn nun, wollte er sich wirklich verspäten?
     
  2. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Es war wirklich ironisch, aber tatsächlich: Hei hätte nicht gedacht, dass er noch einmal zu seinem 'Recht' kommen würde, wenn man es denn so nennen konnte. Die Wette damals mit Mari war ja schon eine Ehrensache gewesen, aber ganz ehrlich? - Nach einem Jahr hatte er nicht mehr damit gerechnet, wirklich nicht, dass tatsächlich da noch einmal etwas kam. Aber Mari war nicht nur eine Frau, sondern auch eine Ehrenfrau, sozusagen, und stand zu ihrem Wort. Auch, wenn das natürlich nur von einer Wette zusammenhing, die sie zwischen Tür und Angel einmal geschlossen hatten. Aber nichtsdestotrotz: Es war schon lustig, irgendwie. Die junge Frau, die Hei ja irgendwie mochte, sich aber nicht mehr eingestehen wollte, hatte ihm tatsächlich einen Boten geschickt. Einen Boten. Haha! Das war doch nicht normal... aber Mari war halt auch nicht aus einer normalen, sondern aus einer reichen Familie, die sich so etwas leisten konnte. Hei war ein wenig verwirrt und vielleicht auch ein wenig verwundert gewesen, warum sich die Hyuuga nicht selbst dazu bequemte, ihn abzuholen... oder zu fragen, aber gut - sie war halt eine Prinzessin. Damit konnte man sie ja nicht belästigen. Jedenfalls hatte der Tatsumaki dem Boten zugesagt und ihn denn aus seiner Wohnumgebung gescheucht. Boten. Nun, jedenfalls: Das Essen stand tatsächlich an. Um ehrlich zu sein wusste der Wüstensohn nicht einmal im Ansatz, was ihn erwartete. Immerhin wusste er, dass er vermutlich Aiko auf seiner Seite hatte. Das war schon einmal etwas, den trotz der Tatsache, dass das Mädchen noch klein und nicht einmal wirklich in der Pubertät war, hatte sie doch mehr zu sagen, als ihr und dem Rest vielleicht klar war. Natürlich gehorchte sie, aber trotzdem... enttäuscht oder gar traurig wollte sie wohl doch niemand sehen. Also konnte sich Hei vielleicht ein wenig an sie halten? Oder an die Mutter; Die war doch eigentlich auch immer freundlich zu ihm gewesen, wenn er sie einmal gesehen hatte. Das letzte Mal war allerdings natürlich auch schon eine Weile her. Blieb noch Hyuuga Shirou, der Vater der braunhaarigen Nachwuchskunoichi. Der Inbegriff des typisch protektiven Vaters, der seine Tochter sicherlich nicht an einen hergelaufenen Wüstenjungen abgeben würde. Es war schon fast Buchwürdig, oder nicht? Hei selbst jedenfalls hatte allerdings nicht vor, dem Vater Shirou seine Mari wegzunehmen - oder doch? Wichtig war aber erst einmal: Shirou nicht verärgern. Der Mann konnte ihn vermutlich innerhalb Sekunden lahmlegen und dann noch einen vernichtenden Spruch loslassen. Also eher weniger das, was Hei wollte...

    Aber natürlich hatte er für die Mutter, wie es ihm seine Mutter beigebracht hatte, auch ein paar Blumen mitgebracht. Das war ein Gebot der Höflichkeit, hatte sie immer gesagt, denn der Vater war es eher selten, der kochte oder etwas in der Art. Deshalb, hatte seine Mutter immer gesagt, solle er der gastgebenden Mutter immer ein kleines Geschenk mitbringen. Und welche Mutter mochte schon keine Blumen? Hei, wie immer in seine weiten, schwarzen Hosen und ein enges, diese mal allerdings blau-weißes Shirt - ein wenig Farbe musste ja sein, nicht? - gehüllt, hatte seine Haare für heute in einen engen Zopf gebändigt, der allerdings nicht so verflochten war wie sonst. Einfach, aber fest. Meistens ziemlich hilfreich. Während der junge Mann nun also in Richtung des Anwesens der Hyuuga ging - den Weg hatte er tatsächlich schon einigermaßen im Kopf - dachte er darüber nach, was er zu Mari überhaupt sagen sollte. Sie hatten sich tatsächlich eine ganze Zeit nicht mehr gesehen und das war - so seltsam das klang - ungewöhnlich. Dadurch, dass er einen Job ohne sie zugeteilt worden war, nun, war es wohl dazu gekommen, dass auch sonst nicht mehr viel angesetzt wurde und zack - wurde daraus ein mehrmonatiges Nicht-sehen. Obwohl Hei zugegebenermaßen keine genaue Ahnung hatte, wie lang es wirklich her war. Ein leises Seufzen kam ihm über die Lippen. Zu lange, vielleicht? Er mochte nicht darüber nachdenken. Wenn er ganz, ganz ehrlich zu sich selbst war, hatte sich die Unruhe in ihm Mari betreffend noch nicht gelegt, aber das musste ja immer noch niemand wissen. Immerhin war es ja nicht so, als gäbe es hier Leute, die Emotionen riechen konnten, oder? Summend verschränkte der Tatsumaki die Hände hinter dem Kopf, während er die breiter werdenden Straßen beschritt und schließlich auch bei dem Domizil der Hyuuga ankam - und dort im Vorgarten Mari sitzen sah, auf der Veranda. Veranda. Sowas wollte er auch mal haben... Nachdenklich betrachtete er die junge Frau einen Moment, ohne auf sich aufmerksam zu machen. Zugegeben... das Outfit war ziemlich ansehnlich. Sie sah... irgendwie süß aus. Wirklich. Hm, damit hatte Hei nicht gerechnet. Obwohl er das eigentlich indirekt hatte vermeiden wollen... da musste wohl ein Kompliment her, Mari hatte es sich mit diesem Outfit wirklich verdient. "Guten Morgen, Hime. Oder Mittag? Ich hoffe, ich bin nicht zu spät." Er zwinkerte leicht, was sie wohl nicht ganz sehen konnte, war er doch im Grunde noch im Eingang des Grundstücks. "Darf ich hereinkommen?" Ohne auf eine Antwort zu warten tapste er gemächlich auf die Braunhaarige zu. "Du siehst gut aus", gab er ihr das mental versprochene Kompliment. "Eine gelungene Abwechslung, irgendwie. Gefällt mir."
     
  3. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Wie konnte man auch nur im geringsten Sinne davon ausgehen, dass eine Hyuuga ihr Wort nicht hielt? Hätte Mari eine Ahnung gehabt, mit welchen Gedanken der Tatsumaki eigentlich an diese Sache heranging, doch, sie wäre wohl empört gewesen, auch wenn es fraglich war, ob sie es sich so direkt hätte ansehen lassen. Eher ein seichtes Grinsen und ein gepfefferte Kommentar diesbezüglich wären gefolgt. Wie Hei – zum Glück – selbst feststellte, war die Braunhaarige eine Ehrenfrau, wenn sie etwas versprach, dann hielt sie sich auch daran. Gut, vielleicht dauerte es eine Weile, bevor sie solche Versprechen auch wirklich einlöste und sich dazu entschloss, ihre Familie über die – in irgendeiner Weise – Schande aufzuklären. Ach, was wurde hier gelogen, es ging weniger um die gesamte Familie, Shirou war eher der Problemfaktor gewesen, weshalb Mari das Mittagessen eine ganze Weile aufgeschoben hatte. Egal, das war alles Schnee von gestern, nun hatte die Kunoichi bereits vor einer Weile gestanden und das Mittagessen war zustande gekommen, fehlte nur noch der Gast, der all diese Umstände erst verursacht hatte. Es war ein merkwürdiges Gefühl für das Mädchen, einen Gast zu empfangen, denn dies war in ihrem bisherigen Leben in dieser Art wirklich noch nie vorgekommen. Seit sie nach Shirogakure gezogen waren, hatte sich die Hyuuga stets auf ihre Karriere als Ninja konzentrieren sollen, hatte sich – ganz so, wie Papa Hyuuga es erwartet hatte – von den restlichen Kindern distanziert, selbst wenn sie aufgrund ihres Lächelns stets als nett wahrgenommen worden war. Und auch, wenn sich an ihrem Verhalten seit ihrem Aufstieg zur Genin einiges geändert hatte und Mari sogar von sich behaupten konnte, die eine oder andere Person kennengelernt zu haben, die sie in die Rubrik einer sehr guten Bekanntschaft – vielleicht sogar Freundschaft? – einordnen würde.. niemals hatte sie jemand besucht. Ein Highlight, kein Wunder, dass Hei die erste Person sein durfte, die ein offizieller Gast der 16-Jährigen wurde.

    Wie bereits erwähnt, war es überraschend ruhig um das gesamte Anwesen herum, hätte man nicht die Braunhaarige auf der Veranda erblicken können, hätte man im ersten Moment vermutet, dass kein Einwohner Zuhause war. Woher diese Stille kam? Gute Frage, vermutlich die Ruhe vor dem Sturm. Mari für ihren Teil hatte jedenfalls die Lider gesenkt, während sie vor sich hin sinnierte, ganz und gar die Zeit vergaß und weiterhin versuchte, geduldig zu sein. Erst das altbekannte 'Hime' sorgte dafür, dass die – von Hei dazu auserkorene – Prinzessin aufhorchte, die Lider endlich wieder anhob und in die Richtung blickte, aus der sie die Stimme vernommen hatte. Da war.. Hei. Der Bote hatte nicht gelogen, als er gesagt hatte, dass der Kollege der Einladung zugestimmt hatte – und auch der Tatsumaki hatte nicht vergessen, seiner Zusage nachzukommen. Aber ehrlich, eigentlich hatte die 16-Jährige damit auch nicht gerechnet, schließlich konnte der Suna-Nin damit den Sieg in der Wette auskosten. Ohne auf eine Zusage zu warten, schlenderte er den Weg zum Eingang des Gebäudes entlang, blieb vor der Hyuuga stehen und gab zur Abrundung ein Kompliment von sich. Mari lächelte, erhob sich aus ihrer sitzenden Position und musterte den männlichen Partner einen Moment lang. Er trug seine übliche Hose, doch das Oberteil variierte. Zwar nicht vollkommen anders als sonst, aber auch die Kleinigkeiten machten etwas aus. „Nein, du bist nicht zu spät“, erwiderte sie auf seine Frage mit einer ruhigen Stimme. „Und danke. Logischerweise ziehe ich diese Kleidung nicht an, wenn ich als Kunoichi unterwegs bin. Aber.. das ist heute ja nicht der Fall.“ Warum hörte sich das für die Hyuuga aus ihrem eigenen Mund äußerst komisch an? Wahrscheinlich, weil so etwas nicht sonderlich oft passierte. Sie winkte den Tatsumaki hinter sich her, als sie mit ihren typisch eleganten Schritten an ihm vorbei und auf die Haustür zuging. Immer noch war es äußerst still, nichts außer die Stimmen der Jugendlichen waren zu hören. Sollte es hier heute wirklich ein Mittagessen geben? Mari legte die Hand auf die Türklinke, drückte zu und öffnete damit den Eingang. WUUUSCH! Wie ein Blitz flog irgendetwas am Körper der 16-Jährigen vorbei, sodass sogar ihre Haare wehten. Ein Fernfeuergeschoss? Nicht ganz. „Heeeeeeiiii!“, brüllte der Vorzeige-Wirbelwind, als er um den Hals des ahnungslosen Besuchers fiel. „Du hast ja keine AHNUNG, wie sehr ich mich freue, seit Onee-san deinen Besuch angekündigt hat!“, ergänzte sie gleich noch hinterher und legte ihren Kopf in den Nacken, um den viel größeren Jungen ansehen zu können. Stimmte, seit der letzte Begegnung war einige Zeit vergangen, auf Anhieb konnte Mari nicht einmal sagen, wann ihre jüngere Schwester den Suna-Nin das letzte Mal hatte sehen können. Doch dass sie ein ausgesprochener Fan von ihm war, das hatte sich auch über all die lange Zeit nicht geändert – kein Wunder, er hatte ihr doch so früh vertraut und sie in sein Geheimnis eingeweiht. So etwas verband auf Lebensdauer! „Aiko..“ Die Braunhaarige versuchte, das Mädchen durch ihre Stimme wieder zurück auf den Boden der Tatsachen zu befördern, doch stattdessen sah diese nur über die Schulter zurück, ließ sich dann endlich wieder auf die eigenen Füße fallen und grinste vielsagend. „Ka-san und To-san können es auch kaum erwarten. Ohhh, ich werde ihnen gleich sagen, dass Hei da ist!“ Und damit rauschte die Kleine auch schon wieder in einer Geschwindigkeit an Mari vorbei in das Haus, die einem doch glatt die Spucke raubte. Selbst wenn Aiko keine ausgebildete Kunoichi war, so kam sie – was die Geschwindigkeit anging – in jedem Falle nach ihrem Vater. Wenn man das so sah, vermutlich noch um einiges mehr, als es die 16-Jährige von sich hätte behaupten können. Diese atmete derweil einmal durch, stemmte eine Hand in die Hüfte. „Ich befürchte, dass dies nicht der Letzte Überfall heute von Aiko auf dich war. Sie.. hat dich sehr vermisst.“ Man konnte sicher sein, dass die Jüngste der Familie im Laufe des Tages noch einige peinliche, merkwürdige oder auch einfach nur unerwartete Situationen hervorbringen würde. Dann aber verfolgte Mari wieder ihren eigentlichen Plan, in das Haus einzutreten, wobei sie den Tatsumaki selbstverständlich mitschliff. „Sei ab jetzt besser wachsamer.“ Wie sich das anhörte, betrat man doch eigentlich nur ein normales Anwesen... war es vielleicht gar nicht so normal, wie man eigentlich erwartete?
     
  4. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Der Tag fing gut an. Er war nicht zu spät, hatte Mari in einem relativ reizenden Outfit sehen dürfen (man konnte sagen, was man wollte, aber eine Frau brauchte seiner Erachtens nach immer noch nicht nackt zu sein, um schön auszusehen) und außerdem war er gut drauf. Und das Wetter war gut. Wenn auch noch das Essen gut werden würde, nun, dann konnte er sich überhaupt nicht beschweren und würde sich auch noch nach allen Regeln der Kunst bedanken. Oder so. Etwas wunderte ihn aber... Mari war überhaupt nicht auf den kleinen Blumenstrauß eingegangen, den er in der Hand hielt. Gut, er hatte nicht erwartet, dass sie dann darauf gesetzt hätte, dass er für sie gewesen wäre aber... hätte doch sein können, oder? So eine Missachtung! Oh! Aber glücklicherweise war der Strauß ja wirklich nicht für Mari, so konnte sich Hei wenigstens in diesem Falle keinen Vorwurf machen. "Das habe ich schon erwartet. Sonst hätte ich sie eventuell ja schon einmal bestaunen dürfen." Irgendwie. Maris normaler Kleidungsstil war halt ziemlich anders als dieser. Normalerweise hatte sie enge Hotpants und Oberteile an, die Männerfantasien durchaus notfalls anregen konnten, und hier, in ihrer Freizeit, trug sie so legeres Zeug? Nicht, dass Hei etwas dagegen hatte, aber trotzdem war es eine lustige Relation. Nichtsdestotrotz: Das, was als nächstes passierte, war nicht auf dem Plan des jungen Mannes gewesen. Hatte er überhaupt einen Plan? Nein, natürlich nicht, aber das schloss doch nicht aus, dass etwas nicht so auf seinem Schirm gewesen war. Als Mari die Tür zu dem luxuriösen Anwesen öffnete, passierte nicht nichts, sondern ziemlich viel. Ein Blitz schoss aus der Tür heraus, rammte Hei, klammerte sich an ihm fest und warf ihn fast auf den Boden. Der Tatsumaki blinzelte verwunderte, erkannte aber sofort die Stimme und lachte leise, während er den Kopf von Aiko ein wenig streichelte. "Aiko, guten Tag. Schön, dich zu sehen. Ich muss dich wohl nicht fragen, wie es dir geht?" Lächelnd sah er zu dem kleinen Mädchen herunter, die in letzter Zeit aber durchaus gewachsen zu sein schien. Außerdem wurde sie Mari mit dem Älter-werden immer ähnlicher und irgendwie... war das unheimlich. Allerdings war sie komplett anders als ihre große Schwester, was die Sache dann doch einfacher machte. Probleme sie auseinander zu halten hatte Hei (noch?) nicht. "Ich freu' mich auch. Immerhin bekomme ich hier etwas Leckeres zu essen, jedenfalls nehme ich das an." Ein leises Lachen, als Hei erkannte, was für große Augen Aiko machte - glücklicherweise konnte er ihr Gewicht relativ locker halten - und schmunzelte dann noch ein wenig mehr, als sie nach Maris vergeblichen Versuch, sie auf den Boden zu bringen (wortwörtlich) abzischte mit den Worten, den Eltern von der Hyuuga Bescheid zu sagen. Tja, ja... die Eltern. Jetzt wurde es 'ernst', sozusagen. Natürlich hatte Hei sich hierauf gefreut, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass er hier auf verschiedene Reaktionen zu hoffen hatte. Vielleicht würde Maris Mutter noch ein wenig freudig sein, aber ihr Vater? Oh, oh... und dann auch noch einer mit dem verdammten Byakugan auf vermutlich der höchsten Erkenntnisstufe. Vermutlich konnte der Mann sogar Geruch und Geräusche sehen, sozusagen. Hei lächelte der braunhaarigen Hyuuga an seiner Seite zu. "Ich sehe nichts schlimmes darin. Lass' sie nur machen, das stört mich nicht. Wachsamer? Wieso, habe ich hier noch andere Überfälle als die deiner kleinen Schwester zu befürchten?" Ein Grinsen zeigte sich kurz auf den Lippen des Tatsumaki, welches aber verschwand, als die Mutter von Mari auftauchte.

    "Guten Tag, Hyuuga-san. Vielen Dank, dass Sie es Mari möglich gemacht haben, ihren Einsatz auch einzuhalten." Lächelnd hielt er Yue die Blumen entgegen. "Meine Mutter hat immer gesagt, man solle der Gastgeberin zumindest eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen." Yue schien erfreut; Sie nahm die Blumen an und ließ dann verlauten, dass auch ihr Gatte es 'kaum erwarten' könne, Hei kennen zu lernen. Mit einem leicht ironischem Unterton. Tja, das befürchtete der junge Suna-nin auch; Ob Mari ihren Eltern schon gesagt hatte, dass er ein Bluterbe besaß? Vielleicht, aber ja auch nur vielleicht, würde ihn das ein wenig vor dem Image des absolut schwächlichen Außenseiters bewahren. Obwohl er das wahrscheinlich sowieso schon an ihm kleben hatte. Während Yue wieder verschwand - wohl, um Aiko einzufangen, welche man ein wenig toben hörte - sah der Tatsumaki noch einmal zu Mari, schmunzelte. "Situation hin oder her, aber ich bin wirklich gespannt, wie dein Vater reagiert. Ich hoffe nicht allergisch..." Dann wurde er wieder mitgeschliffen, in Richtung des Esszimmers (?) - jedenfalls vermutete der Tatsumaki das. Mari schien sich sicher zu sein, wo sie hin musste, und das machte sie ihm auch deutlich - nicht etwa, dass sie ihn am Handgelenk packte, aber bitte - eine Hyuuga Mari brauchte doch keinen Körperkontakt, um jemanden hinter sich her zu schleifen. Das war ja eine absurde Vorstellung. Ein weiterer Raum in diesem riesigen, teuren Anwesen später - sie waren woanders in dem Haus als letztes Mal in dieser regnerischen, stürmischen Nacht vor einiger Zeit - öffneten sich der Gang einem größeren Raum. Nachdenklich tapste Hei hinter Mari her, sah sich immer wieder um. Wieso eigentlich ein solches Anwesen? Was trieben die Hyuuga-Mari-Familienmitglieder hier eigentlich? Hier... wohnten doch nur sie, oder? "Hime, sag' mal... es wohnen hier in diesem Haus nur du, Aiko und deine Eltern? Wieso ist es so... gigantisch?", fragte er ehrlich interessiert und kratzte sich am Kopf. "Und ich hoffe wohl besser, dass dein Vater nicht auch noch zusätzlich unglaublich gute Ohren hat... das Hime sollte ich wohl lieber lassen?"
     
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2013
  5. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Andere Überfälle als die der kleinen Schwester? Oh, Hei hatte ja keine Ahnung, wenn er so naiv nachfragte, es sogar auf die leichte Schulter nahm. Mari kannte ihre Familie, wusste über ihre Eigenschaften Bescheid und.. hatte Befürchtungen, wie sich diese am heutigen Tage zeigen würden. Es war eine Seite, wenn die Hyuuga alleine mit ihren Familienmitgliedern zusammen war, privat erlebte, wie chaotisch ihre Schwester, aufdringlich ihre Mutter oder.. ja.. shirouisch ihr Vater sein konnte. Doch diese Eigenarten wurden noch um einiges verstärkt, wenn ein neuer Akteur die Bühne betrat, in diesem Falle eben Tatsumaki Hei, noch ein unbeschriebenes Blatt. Würde sich Mari in den nächsten paar Stunden in Grund und Boden schämen, so wie es irgendwie die meisten Mädchen in ihrem Alter für ihre Familie taten? Sie vermochte es nicht mit Gewissheit zu sagen, doch befürchten tat es die 15-Jährige. „Hei-kun ist da?~“ Kaum hatten die Jugendlichen das Haus wirklich betreten, den ersten Angriff – Aiko – überstanden, sollte sogleich der Nächste folgen. Nachdem die Kleine ihre Mutter über den Besuch aufgeklärt hatte, tänzelte diese sogleich mit Schürze und Kochlöffel bewaffnet aus einem der Räume, fing Mari mit ihrem Kollegen im Flur ab und stockte mitten in ihrer Bewegung, als sie den Schwarzhaarigen hinter ihrer Tochter ausmachte. „DU bist Hei-kun?!“, eröffnete sie das Gespräch, ging auf den Suna-Nin zu und maß mit der Hand seine Größe ab, senkte die Hand danach wieder, bevor sie erneut auf die aktuelle Höhe getan wurde. Plötzlich winkte sie mit dem Kochlöffel ab, gab einen beachtlichen Pfiff von sich. „Meine Güte, wie konnte aus dem kleinen Zwerg ein solcher Riese werden? Beachtlich.“ Sie lächelte freundlich, zupfte dann auch noch an seiner Kleidung, fasste auch sein Haar an, bevor sie einen Schritt zurück ging. „Aber dein Kleidungsstil und die Frisur sind noch immer so unverwechselbar wie damals.“ Sie zwinkerte dem Jugendlichen zu, vernahm dann ein leises Grummeln ihrer Tochter Mari, die die Szenerie wenig begeistert mit ansah. Irgendwie wollte sie sogar beschämt die Hand vor die Augen schlagen, aus den Augen, aus dem Sinn. Doch just in diesem Moment bewegte sich Yue mit einer eleganten Drehung hinter ihre Älteste, umarmte sie von hinten und stützte ihren Kopf auf ihrer Schulter ab. „Oh, Mari-chan. Warum bist du denn so verkrampft? Darf sich deine Mutter nicht mit deinem Kindheitsfreund unterhalten, nachdem sie ihn so lange nicht zu Gesicht bekommen hat?“ Die 16-Jährige wollte gerade zu einer Erwiderung ausholen, wurde jedoch bereits unterbrochen, bevor sie diesem Vorhaben überhaupt hatte nachkommen können. Yue löste sich nämlich von ihrer Tochter, hob den belehrenden Zeigefinger an, grinste von einer Wange zur Anderen. „Sag' Nichts, ich weiß, ging mir in deinem Alter ja nicht anders. Ich weiß, dass du dich doch nur freust, dass Hei-kun nun endlich hier ist und einen besonders guten Eindruck machen willst.“ Die weißen Seelenspiegel des Mädchens blinzelten verdutzt aufgrund dieser Aussage, da hatte die Mutter ihre Tochter doch glatt endgültig zum Schweigen gebracht. Sich freuen.. dass Hei-kun endlich hier war? WAS BILDETE SICH DIESE FRAU EIGENLICHT EIN?! „Oh, du hast mir auch ein paar Blümchen mitgebracht? Wie aufmerksam!“ Freudig nahm sie dem jungen Mann die Pflanzen ab, ließ es sich nicht nehmen, einmal ausgiebig daran zu schnuppern. „Jetzt ist Mari-chan wenigstens nicht mehr die Einzige, die Blumen bekommt. Ach und Shirou freut sich auch schon unglaublich darauf, dich kennenzulernen, Hei-kun.“ Ein gespielter Unterton mit der angehobenen Augenbraue. Man merkte deutlich, dass diese Aussage nicht ganz ernst gemeint war von der braunhaarigen Dame. „Das Essen braucht noch ein wenig, vertreibt euch ein wenig die Zeit in Zweisamkeit. Ich werde es euch früh genug wissen lassen, wenn die Mägen gefüllt werden können.“ Und damit verschwand Yue wieder in einen der unzähligen Räume des Anwesens, ließ die leicht genervte Tochter zurück und man konnte fast meinen, dass es sie vergnügte, ihre Älteste zu blamieren. Ach was, ziemlich sicher amüsierte es die Mutter prächtig!

    Nachdem diese Szene also endlich überstanden war, führte die 16-Jährige Hei weiter durch das Anwesen, nahm dabei dessen Fragen wahr, antwortete aber nicht sofort darauf. Erst, als er auch vollkommen geendet hatte, erhob Mari ihre Stimme. „Meine Großeltern mütterlicherseits waren ziemlich reich, musst du wissen. Außerdem verdient mein Vater durch seine hochrangigen Aufträge eine Menge Geld.“ Sie gingen nun eine Treppe hinauf, um in die oberen Stockwerke zu gelangen. Während sie die Flure entlang gingen, konnte man durch die großen Fenster einen perfekten Blick auf den Garten der Familie werfen, der nicht nur groß war, sondern durch den in voller Pracht stehenden Kirschblütenbaum in der Mitte einen wahren Blickfang darstellte. Allerdings interessierte die Hyuuga sich gerade weniger für diesen Ausblick, steuerte viel eher ein genaues Ziel an. Dabei ließ sie es sich nicht nehmen, weiter auf die Fragen des Tatsumaki einzugehen. „Als wir noch in Konoha gewohnt haben, bewohnten wir in unserem Viertel eigentlich ein recht normales Anwesen. Doch mit dem Umzug nach Shiro wollte mein Vater den Stand unserer Familie auch mit der Behausung darstellen. Deshalb entschied er sich wohl für dieses riesige Haus. Allerdings gab es hier früher auch noch Bedienstete, die mittlerweile aber zum Großteil nicht mehr benötigt werden.“ Schließlich kamen sie an einer Tür an, die sich mit der weißen Farbe nicht von restlichen Teilen des Hauses unterschied. Als Mari diese aber öffnete und mit einer kurzen Bewegung der Hand Hei darum bat, einzutreten, wurde schnell klar, um was für eine Art Raum es sich handeln musste. Mittig gab es eine großes und abgerundetes Doppelbett, welches auf einer Erhöhung des Bodens stand. Mit seinem hellgrünen Bezug und den weißen wie auch ebenfalls hellgrünen Kissen wurde schnell klar, dass es sich hier um die Lieblingsfarbe der Braunhaarigen handelte. Ebenfalls ein Blickfang waren die drei riesigen Fenster, die eine komplette Wand ausfüllten und einen Blick hinunter in den Garten ermöglichten. Nur ein paar Vorhänge waren zum Schutz aufgehängt worden. Von den restlichen drei Wänden waren zwei weiß, eine grünlich. Es befanden sich in dem Zimmer noch ein großer Kleiderschrank, ein Schreibtisch, zwei Sitzsäcke, ein paar Regale mit Büchern darin und ein Standspiegel. Ein Teil des Regals war ausgeräumt und beherbergte nun eine feuerrote Blüte und einen kleinen Blumenstrauß, die trotz der Tatsache, dass sie so offen herumstanden, nicht verwelkten. Woran das lag? Eine einfache Jutsu ihrer Mutter, die vollkommen begeistert von diesen Sträuchern gewesen war. Was es ansonsten noch zu sehen gab? Vielleicht war das eingerahmte Foto auf dem Schreibtisch noch einer Erwähnung wert, welches unverkennbar die Familie Hyuuga zeigte. Yue – noch ein paar Jahre jünger – lehnte sich mit einem Baby auf ihrem Arm an ihren Mann Shirou, der eine Hand auf die Schulter der kleinen Mari ablegte, ansonsten aber recht ernst wirkte, wohingegen seine älteste Tochter freudig in die Kamera lächelte. Neben dem Bild lag Maris Abzeichen als Kunoichi.

    Genug der Erklärungen des Zimmers, nun sollte lieber auf die eigentliche Handlung eingegangen werden. Die Hyuuga setzte sich auf ihr Bett, stützte die Hände neben sich ab, dachte kurz nach. Die Sache mit dem großen Anwesen hatte sie noch nicht vollständig erläutert, da fehlte noch eine Kleinigkeit. „Weißt du, hier in Shiro haben sich eine Menge starker Familien versammelt. In Konoha galten die Hyuuga automatisch als der stärkste Clan.. dies ist hier nicht der Fall und der Respekt, der uns hier gezollt wird, ist angeblich Nichts im Vergleich zu jenem, den wir in der Vergangenheit erhalten haben. So zumindest die Erzählungen meines Vaters. Vielleicht wollte mein Dad hiermit ein erstes Zeichen setzen, was er mit seinen Taten als Ninja ja nur unterstützt hat.“ Sie zuckte mit den Schultern, dann lächelte sie. „Ach und das Hime.. vielleicht wäre es besser. Wie du gemerkt hast, sind meine Schwester und meine Mutter ohnehin schon überdreht, wie mein Vater momentan drauf ist, weiß ich nicht. Aber man muss die Fantasie ja nicht noch weiter ankurbeln.“
     
    Zuletzt bearbeitet: 5. Juli 2013
  6. Tatsumaki Hei

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    Ja, vielleicht hatte Hei wirklich keine Ahnung, worauf er sich da eingelassen hatte. Das konnte gut möglich sein und der junge Mann hatte eigentlich auch nicht erwartet, dass es 'normal' werden würde hier - so oder so. Aber dass die Mutter von Mari so war, wie sie war, damit hatte er auch in dem Sinne nicht gerechnet. Nicht negativ, natürlich, er fand Yue sympathisch und irgendwie... lustig, aber das machte es ja nicht besser. Oder doch? Eigentlich schon, jedenfalls für Hei, für Mari aber wahrscheinlich weniger. Der Tatsumaki hatte, als ihn die Mutter begrüßt hatte, nichts groß gesagt - außer eben das, was er schon gesagt hatte. Aber der Gesichtsausdruck von Mari hatte sich praktisch andauernd geändert während des Gesprächs, auch wenn es so schlimm dann auch nicht verlaufen war. Ja, er war größer geworden und das hatte Yue auch bemerkt - auch, wenn sie ihm dann noch einmal sagte, dass er sich im Grunde nicht groß verändert hatte. Oder? Nun, jedenfalls den Kleidungsstil und die Frisur betreffend - dabei waren seine Haare ungefähr zehn Mal so lang wie damals. Oder mehr. Interessant fand der Wüstensohn dann allerdings das, was danach kam. Mari - verkrampft? Er beobachtete das Gesicht der 16-Jährigen genau und schmunzelte innerlich ein wenig darüber, dass man ihr ansehen konnte, wie peinlich ihr das Ganze irgendwie war. Wieso? Pubertät! - Irgendwie. Wahrscheinlich wäre seine Mutter ihm ähnlich peinlich, so leid es ihm auch tat. Vor allen Dingen war es interessant zu sehen, wie unterschiedlich und doch ähnlich die beiden Frauen waren - die jüngere, Mari, die Tochter, praktisch reservierter, während Yue, die Mutter, ziemlich offen zu sein schien. Und dann kam der vermutlich vernichtende Schlag für Mari: Yue deutete an, dass sie sich doch wirklich darauf gefreut haben sollte, dass er kam. Und sie sogar einen guten Eindruck machen wollte. Nun... Hei hatte sich sowieso gewundert, warum Mari eine derart lässige, aber doch frauliche Kleidung anhatte. Die sah nämlich nicht unbedingt so aus, als würde man sie wirklich immer tragen - aber so einfach war das doch alles nicht, das konnte er einfach nicht glauben. Er war doch eher derjenige, der sich freuen sollte, oder? Nicht Mari, die doch eigentlich - so sollte man meinen - genervt wäre. Hei hätte beinahe gelacht, wenn er nicht gewusst hätte, wie es Mari im Moment ging, deshalb hatte er dazu nichts mehr gesagt und war der jungen Frau schließlich in ihr Zimmer gefolgt. Konnte es sein, dass sie sich auf sein Kommen gefreut hatte? Schien beinahe absurd, aber vielleicht war es ja doch nicht ganz so falsch. Jedenfalls hoffte Hei das, der ja immerhin irgendwo tief in sich drin immer noch hoffte, dass Mari eventuell irgendwann mal ein Zeichen von sich gab - bewusst oder unbewusst - dass er ihr mehr lag als Andere. Oder so. Oberflächlich war ihm das natürlich momentan nicht wichtig, hatte er doch entschlossen, dass da nichts war. Auch, wenn er sich zugegebenermaßen nach den Wochen (Monaten!?) die er die junge Hyuuga nicht hatte sehen konnen, doch ein wenig darüber nachgedacht hatte, wieso dieses Bedürfnis sie zu sehen nicht wegging. Quite nasty! Immerhin, das Essen sollte bald fertig sein... Themensprung? Ach wo!

    Hm, Großeltern mütterlicherseits also, hm? Tja, Hei wäre auch gerne auf der Pay Roll, sozusagen, aber bis er in die Dimensionen vorstoßen konnte, in der Hyuuga Shirou vermutlich seine Brötchen backte, brauchte er noch eine ganze Weile, vermutlich. Und Hei nahm sich vor, niemals so einen Protzbau zu bauen, wenn er schon baute. Aber groß sollte es natürlich doch sein... Schmunzelnd trat er schließlich in Maris Allerheiligstes, sozusagen, ein und sah sich erst einmal um. Sie hatte es wirklich schön hier eigentlich; Weitaus schöner als bei ihm. Geschmackssache zwar, aber Mari hatte sicherlich mehr Budget, um sich ihr Zimmer einzurichten. Es dominiert weiß, wie im Rest des Hauses, aber interessanterweise war viel Grün dabei. Helles, leichtes Grün, kein allzu kräftiges, aber doch deutlich sichtbar. Und sogar ein Doppelbett, hm? Mari war also wirklich eine Prinzessin, irgendwie... aber immer nicht mehrere Matratzen übereinander. Das hätte sie dann wohl endgültig zu einer Prinzessin auf der Erbse gemacht. Witzigerweise wäre die auch Grün gewesen... Hei sah sich einmal um und lächelte leicht. "Du hast hier ein wirklich schönes Reich, Prinzessin", meinte er schmunzelnd. Optionen? Stehen bleiben und umsehen oder Setzen. Setzen kam später. Erst einmal sah sich Hei wirklich noch ein wenig um, vor allen Dingen, da ihn eine Blüte, die ihn an etwas erinnerte, ins Auge gefallen war. "Moment...", murmelte er, trat auf das Regal zu und besah die Blüte einen Moment genauer. "Das... ist eine Blüte aus Suna, oder? Sie ist wunderschön. Woher hast du sie? Normalerweise verwelkt diese Art nahezu sofort wieder." Etwas ungläubig sah der junge Mann zu Mari hinüber und lachte leise. "Wer auch immer dir das gegeben hat, war dir offenbar dankbar und stammt vermutlich auch aus der Wüste... kennst du noch andere Suna-nin?" Der Strauß daneben wurde erst einmal ignoriert... für Hei waren Blumen aus dem Feuerreich weniger interessant. Auf dem Weg zum Schreibtisch sah sich Hei erst einmal in dem großen Spiegel an, zog einmal eine Augenbraue hoch und ging dann kopfschüttelnd ein Stück weiter, betrachtete das Bild einen Moment. Ah, die Mari kannte er ja im Prinzip. Klein, frech, süß und unberechenbar, nicht? "Das erklärt immerhin, warum deine Mutter vorhin gemeint hat, du würdest nicht mehr die Einzige sein, die Blumen bekommt. Hast du Verehrer, oder wie soll ich das deuten?" Er zwinkerte dem Mädchen leicht zu, ging dann zu ihr, wartete einen Moment ab, ob sie etwas sagen würde, und ließ sich dann - natürlich mit Sicherheitsabstand, wie es sich gehörte - auch auf das weiche Bett nieder. Diese komischen Säcke wären eine Alternative gewesen, aber Hei... egal, es war einfach so. Punkt. "In Ordnung. Ich möchte deinen Vater wirklich nicht provozieren, ich denke, das wäre besser. Solange es dich nicht stört, behalte ich es einfach sonst aufrecht. Und... lass deiner Mutter doch den Spaß. Auch wenn ich nicht unbedingt wissen will, was in ihrem Kopf vorgeht." Ein leises Lachen war von ihm zu hören, dann sah er aus dem Fenster. Kirschblüten also? "Dann müssen die Hyuuga wahre Götter gewesen sein. Sogar hier kennt jeder euren Namen. Und in Suna werden immer noch Geschichten über euch erzählt. 'Legt euch nicht mit den Hyuugas an', sozusagen." Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. "Ja, viele mächtige Clans. Hyuuga, Nara, Aburame, Chikamatsu... dabei gibt es auch viele starke Menschen hier, die nicht einmal einem Clan angehören." Nachdenklich legte er den Kopf schief, sah dann zu Mari, war kurz davor zu sagen, dass es schön war, sie wirklich einmal wiederzusehen (damit sie sich damit nicht alleine fühle, natürlich...) - ließ es dann aber doch. Egal, das wusste sie doch eh, oder nicht? "Findest du es nicht auch erstaunlich, dass wir uns schon so lange nicht mehr gesehen haben? Als ob die Verwaltung es Leid wäre, dass die Aufträge so unproblematisch erledigt werden..."
     
  7. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Eltern konnten schon verdammt peinlich sein, da war es völlig unwichtig, wie cool oder machohaft sich ein Jugendlicher auch gerne gab. Innerhalb der Familie wurden all diese Dinge gekonnt ignoriert und es sah fast danach aus, als WOLLTEN sie ihren Nachwuchs bis auf die Knochen blamieren. Tja, jetzt auch egal. Was passiert war, war passiert und konnte nicht mehr rückgängig gemacht werden. Nun hatte Mari ihren Kollegen zumindest in ihr Zimmer entführt – aha, aha~ – und somit vor weiteren merkwürdigen Attacken seitens Mutter oder Schwester in Sicherheit gebracht. Vorerst, versteht sich. Während der junge Mann damit begann, das 'Reich' – wie er es betitelte – zu begutachten, verfolgten die weißen Seelenspiegel ihn gespannt. Das war wirklich eine ungewohnte Situation. Nicht, dass die 16-Jährige das Gefühl hatte, der Suna-Nin könnte etwas verbotenes finden, das nicht für seine Augen bestimmt gewesen war. Dennoch, an den Gedanken, dass das erste Mal in ihrem Leben ein Gleichaltriger in ihrem Zimmer war und sich umsah, daran musste Mari sich gewöhnen. Als Hei dann auf die Blüte aufmerksam wurde, die im Regal stand, bildete sich ein leichtes Lächeln auf den Lippen des Mädchens, wobei sich der Kopf aus Gewohnheit ein Stück schief legte. Daran hatte sie gar nicht mehr gedacht. Sie erinnerte sich daran, dass Yurei meinte, die Blume kam aus seiner Heimat – ergo hätte die Hyuuga sich denken können, dass auch dem Tatsumaki diese Pflanze sofort eine Erinnerung entlockte. Für die Braunhaarige aus dem Feuerreich war es schlicht eine interessante und außergewöhnliche Blüte mit besonderer Farbe gewesen, nicht mehr. „Hm, ich weiß nicht, ob ich wirklich bereits von 'kennen' sprechen kann. Aber ja, ich habe diese Blüte von einem anderen Suna-Nin geschenkt bekommen“, begann Mari damit, der Frage ihres männlichen Partners zu antworten, klang dabei ein wenig überlegend, zuckte dann aber mit den Schultern. „Ich habe ihn kennengelernt, als ich mich von den Wunden Shujis erholte. Dabei kamen wir ein wenig ins Gespräch...“ Sie stoppte kurz, fügte dann noch mit einem gefestigten Lächeln hinzu „Das hat ihm wohl ganz gut getan.“ Sah man die Hyuuga in diesen Situationen, sah sie vollkommen freundlich aus, fast unschuldig. Immer wieder unglaublich, dass aus dieser netten Dame von einer Sekunde auf die andere auch ein zorniges Biest werden konnte – wenn man sie auf dem falschen Fuß erwischte. Aber solange man wusste, dass Mari tief in sich drin nur ein gutes Herz besaß, war auch das auszuhalten, nicht? Recht interessant zu beobachten war es, dass Hei sich nicht auf den Stuhl beim Schreibtisch oder gar auf die dekorativ aussehenden Sitzsessel niederließ. Entschied er sich bewusst dagegen, sondern begab sich lieber in direkte Nähe zu der 16-Jährigen? Sie dachte vielleicht eine Sekunde darüber nach, beendete diese Überlegungen allerdings schnell wieder, als sie die Sache mit den Verehrern vernommen hatte. „Verehrer? Nein, ich glaube kaum.“ Theoretisch hätte Mari sich einen Spaß daraus machen, vielleicht sogar darauf beharren können, dass sie den ein oder anderen Bekannten hätte, der sein Interesse geäußert hatte. Warum sie das nicht tat? Eigentlich könnte man sich gut ein schadenfrohes Weißauge vorstellen, das mit ihren Reizen spielte? Gute Frage. Vielleicht blockierte etwas in ihrem Kopf, wenn es um diese Sache ging? Vielleicht glaubte sie aber auch nicht daran, dass Hei dies in irgendeiner Weise jucken würde. Warum eigentlich? Noch bessere Frage. Abrupt stand das Mädchen von ihrem Platz auf, schritt zu ihrem Schreibtisch und begann damit, die einzelnen Schubladen zu öffnen und darin ein wenig zu wühlen. „Ich habe mich bereits an das 'Hime' gewöhnt, vermutlich käme es mir nur merkwürdig vor, wenn du plötzlich wieder davon abweichen würdest.“ Dass sie auch allgemein nicht davon abgeneigt war, als eine Prinzessin betitelt zu werden, betonte Mari hierbei nicht. Wäre auch zu viel des Guten, man wollte sein Image ja nicht vollkommen vernichten.

    Bevor weitere Antworten folgten, beendete die Hyuuga zuerst ihre Suche in den Schubladen, hatte schlussendlich einen kleinen Batzen Papier in Händen, begutachtete die ersten paar Stücke, bevor sie innerlich nickte. Ja, da war es doch. Sie drehte sich zu dem Suna-Nin um, hob die Mundwinkel an. Es gab auch starke Ninja, die keinem Clan angehörten? „Stimmt“, erwiderte sie darauf, fand es selbst amüsant, aber auch passend, dass ausgerechnet Hei sie in dieser Hinsicht korrigierte beziehungsweise ihre Aussage erweiterte. Vieles an der Einstellung der Kunoichi hatte sich innerhalb der letzten zwei Jahre verändert, aber noch nicht alles sprach sie deshalb auch bewusst aus. Sie wusste, dass man nicht zwanghaft aus einer besonderen Familie stammen oder mit außergewöhnlichen Fähigkeiten geboren sein musste, um Etwas zu erreichen. Sie war mittlerweile anders – auch wenn ihre Familie das wohl nicht durchgehend als positiv ansah. „Die Hyuuga besaßen eine führende Rolle bei der Gründung Konohas. Sie wurden mit ihrem Dojutsu seit jeher als eine der mächtigsten Familien gehandelt. Sie lieferten sich – wenn auch auf eine spezielle Art und Weise – stets eine Konkurrenz mit den verstorbenen Uchiha.“ Ob Hei dieser Name etwas sagte? Sicherlich, wenn er sich ein wenig mit Geschichte auseinandergesetzt hatte. Das war nicht einmal zwanghaft an das Feuerreich gebunden. Nun trat die 16-Jährige wieder auf das Bett zu und warf völlig beiläufig den Haufen an Papier, den sie zuvor aus dem Schreibtisch gefischt hatte, auf das Bett neben den Tatsumaki. Was sich dort nun offenbarte? Nun, es wurde deutlich, dass es sich um Fotos handelte. Und zwar nicht irgendwelche – es waren Bilder von der kleinen Mari und dem kleinen Hei, wie sie zusammen über das Dorffest in Konoha liefen, wie sie Zuckerwatte aßen, wie das Mädchen den Jungen am Handgelenk packte, wie sie zusammen lachten, wie sie sich das Feuerwerk zusammen ansahen, und und und. „Die sind von meiner Mum. Sie muss uns damals wirklich die ganze Zeit über beobachtet haben. Als ich sie nach unserem damaligen Job auf die Vergangenheit ansprach, kam von ihr so etwas wie 'Jaa, also wenn ich so darüber nachdenke.. vielleicht habe ich da noch etwas~' und dann drückte sie mir diese Fotos in die Hand. Ich will gar nicht wissen, wie viele sie noch irgendwo versteckt hält, es sah nicht danach aus, als hätte sie mir ihre gesamte Sammlung übergeben.“ Paparazzi, mehr gab es da eigentlich nicht zu sagen. Dumm daran war nur, dass Mari ein kleiner Fehler unterlaufen war. Zwischen all den Kindheitsfotos, die ohne Frage süß anzusehen waren, versteckte sich doch tatsächlich ein Bild des aktuellen Heis, vielleicht ein Jahr alt, viel mehr nicht. Was suchte das denn da? Tja, Antwort hierauf wusste wohl nur die junge Kunoichi selbst, die jedoch nicht darauf reagierte, da ihr dies noch nicht aufgefallen war. Viel lieber ging sie auf die Sache ein, dass die Jugendlichen bereits eine Weile keine Aufträge mehr zusammen hatten erledigen können. „Ja, schon merkwürdig, nachdem wir circa ein Jahr durchgehend zusammen unterwegs waren. Vielleicht neue Mitarbeiter in der Verwaltung?“ Ein leichtes Lächeln, so ganz ernst nehmen konnte man den Vorschlag nicht. Aber eine bessere Antwort hatte Mari auch nicht. Konnte ja wohl nicht daran liegen, dass es ein paar Komplikationen während der Mission in Iwa gegeben hatte. Das konnte sie sich eigentlich nicht vorstellen. „Wurdest du in der Zwischenzeit für größere Aufträge eingesetzt?“ Gerade wollte sich das Mädchen hinsetzen, da blinzelte sie verwundert. Aha, endlich fiel ihr das Foto auf, das so nicht in die Kindheitssammlung hineinpasste. Sie fasste danach, bevor der Tatsumaki es erwischen konnte, schien allerdings äußerlich vollkommen nüchtern zu bleiben. „Wie kommt das da hin?“, kommentierte sie schlicht. Ob sie das ernst meinte? Oder waren das nur ihre Künste aus Schauspielerin? Gute Frage, keine Antwort. „Das ist von der Sammlung von Yamada-san übrig geblieben...“ Sie verstummte kurz, dann konzentrierten sich die weißen Äuglein auf den Kollegen. „Hat sie dir noch irgendwelche Probleme gemacht?“ Themenwechsel. Sofort.
     
  8. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Hm... na gut, also wirklich ein Suna-nin, der ihr diese Blume geschenkt hatte. Komisch, Hei hatte bisher - außer Kayros - keinen einzigen Suna-nin in Shiro kennenlernen dürfen. Wo versteckten die sich nur alle? Nun, er würde schon noch den einen oder anderen über die Zeit kennen lernen, nicht? Irgendwo waren die sicher, versteckt oder nicht. Und: Auch gut, er konnte bei dem Hime bleiben. Musste er sich nicht umgewöhnen, ergo weniger Hirnkapazität, die dafür drauf ging. Der Spitzname war damals auch einfach aus dem Affekt entstanden. Es war ja nicht so, als hätte er sich das ausgedacht um Mari zu ärgern; Viel eher passte der Spitzname wie die Faust aufs Auge, weshalb er ungern einfach nur noch 'Hyuuga-san' gesagt hätte. Das war so wenig individuell. "Nun, es ist auch irgendwie nicht abzutun, dass das Byakugan ziemlich unerreicht ist", erwiderte der junge Mann nachdenklich. Die Fähigkeiten, die diese Augen der jungen Frau verliehen, waren nahezu unheimlich und die Kraft, die daraus erwuchs, war es erst recht. Aber ihn störte das nicht mehr und auch unheimlich waren ihm die Augen schon lange nicht mehr. Im Gegenteil, er hatte Mari vertrauen gelernt und war sich sicher, dass sie die Augen nie missbrauchen würde. Hoffentlich irrte er sich da nicht, denn... nun, trotzdem war Mari einfach eine sehr schadenfrohe junge Dame. Gab sie nicht offen zu, aber er erkannte ja schon lange die versteckten Hinweise, die die Andeutungen darauf. Oh - abgesehen von dem Lachanfall, den sie bei dem Eierlosen in Konoha bekommen hatte. Aber gut, das war eine andere Geschichte. "Uchiha..." Hei kratzte sich am Kinn. Dunkel meldete ihm sein Gedächnis einige Hintergrundinformationen, die allerdings vermutlich eher ungesundes Halbwissen waren. Nur ein Wort fiel im Zusammenhang mit den Uchihas immer wieder, wenn er sich richtig erinnerte. "Sie hatten auch ein Doujutsu, oder? Irgendeine Illusionsfähigkeit... allerdings habe ich lange nichts mehr in dieser Richtung gelesen. Ich hatte von einer Aburame mal einen Wälzer ausgeliehen, in dem die Claninformationen von vielen Konoha-Clans aufgeschrieben waren, aber die ausgestorbenen Clans wurden nicht mit sehr viel Liebe ausgearbeitet." Plötzlich wurde dem Tatsumaki ein Haufen Papier vorgeworden, der sich allerdings weniger als Papier offenbarte sondern als Fotos. Fotos? Nachdenklich kramte Hei ein wenig in den Abzügen herum und traute seinen Augen kaum. Das war er! Und zwar in Kleinformat. Und dieses junge Mädchen, was da bei ihm war, war offensichtlich die kleine Mari, die ihn durch die Gassen zog. Das Rätsel, wer zur Hölle hier Paparazzo gespielt hatte, löste sich im Prinzip von selbst, da Mari ihm die Antwort gab: Die Mutter von ihr hatte diesen Haufen Fotos zusammengeknipst. Ernsthaft? So viele? Und... da sollte noch mehr kommen? Nachdenklich sah er kurz zu der Braunhaarigen hoch, runzelte leicht die Stirn und schüttelte dann, leise lachend, den Kopf. "Deine Mutter ist wirklich eine Klasse für sich. Alleine die Tatsache, dass diese Bilder im Grunde alle eine ausgezeichnete Qualität haben ist schon erstaunlich, aber wir sind damals rumgeflitzt wie von Bienen gestochen... vor allen Dingen du." Er grinste die Hyuuga kurz an, entdeckte dann etwas zwischen den restlichen Fotos, was nicht ganz passte. Das... war auch er. Nur nicht klein und mit kurzen Haaren, sondern mit langen. Und größer war er da auch... das war ein Bild aus dem verfluchten Schatz von Yamada-san, oder irrte er sich da? Gerade wollte er danach greifen, öffnete schon den Mund, als Mari - zack! - ihm das Foto einfach wegschnappte. Die Frage vorher hatte Hei in der 'Aufregung' ganz vergessen.

    Es folgte ein interessanter Moment: Schweigen, während die hellen, blauen Augen von Hei Mari anstarrten. Es schien als wolle er ihr bis auf die Seele sehen und gucken, was es dort zu finden gab. Das Problem: Trotz aller Zeit, die er schon mit der jungen Frau verbracht hatte, konnte er sie nicht lesen wie ein Buch. Vor allen Dingen, wenn sie äußerlich so nüchtern war, war das Pokerface der Braunhaarigen ziemlich gut. "..." Dann - vermutlich für Mari das Schlimmste? - schmunzelte Hei nur leicht und schüttelte den Kopf. "Nein, keine größeren Aufträge. Ein furchtbar langweiliger Job mit zwei Rotzlöffeln, nicht mehr und nicht weniger. Yamada-san hat mir keine Probleme mehr gemacht, aber ich habe das Gefühl, dass das nur die Ruhe vor dem Sturm ist." Zwar tat der Tatsumaki so, als würde er nicht mehr an das Bild denken, aber es sprach alles eine recht deutliche Sprache, oder? Seine vernunftbegabte Hirnhälfte präsentierte ihm auf einem weiß strahlenden Teller das, was eigentlich die Wahrheit sein musste: Mari hatte dieses Bild von ihm absichtlich behalten. Ihr Verhalten war eigentlich offensichtlich; Wenn es ein Versehen gewesen war, hätte er das gemerkt. Auch der abrupte Themenwechsel war ziemlich eindeutig gewesen. Allerdings... konnte sich Hei trotz der theoretischen Eindeutigkeit nicht vorstellen, dass es so war, wie er dachte. Nein... es musste ein Versehen gewesen sein. Vielleicht war es Mari ja einfach nur peinlich, dass sie etwas vergessen hatte. Oder sie hatte absichtlich ein Foto zurückgehalten, um notfalls noch eins zu haben... Hei schüttelte - dieses Mal innerlich - den Kopf. Hörte sich genauso blöd an. Am besten vergaß er die Sache einfach, das war für ihn wie auch Mari das Beste. Oder? Jedenfalls fragte er nicht mehr nach. Ehrlich, in jedem Fall war es gut für den Wüstensohn, oder? Dann musste er ja eigentlich nichts mehr sagen. Die weißen Augen fixierten ihn, und Hei war sich nicht zu schade, den Blick noch einmal einen Moment zu erwidern. Dann machte er eine ausholende Bewegung, holte die Fotos alle ein und klopfte mit ihnen auf die Bettdecke, so, dass sie alle ordentlich zusammenlagen. "Nun, das ist doch trotzdem eine schöne Erinnerung. Ich hoffe, sie ist dir nicht so zuwider, dass du die Fotos in das nächste Feuer wirfst", meinte er dann noch, lächelte. "Übrigens: So ordentlich, wie dein Zimmer ist, vermute ich, dass der kleine Wirbelwind hier nicht oft verweilt?" Worauf zielte diese Frage nur ab?~
     
  9. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Musste er jetzt auch noch schweigen? Stille – so gern Mari diesen Zustand auch mochte, gerade war er ihr zuwider. Wie hatte dieses dämliche Foto nur zwischen den Kindheitserinnerungen landen können? Unmöglich, sie hatte es doch... Moment! Jetzt auch noch ein gedankliches Geständnis? Niemals, auf gar keinen Fall. Die weißen Augen sahen den Tatsumaki an, die Mundwinkel verzogen sich keinen Millimeter und auch im Oberstübchen der 16-Jährigen war es überraschend still geworden. Dann geschah es – Hei schmunzelte. Prinzipiell so, wie er es immer tat, dennoch war es im Zusammenhang mit der Gesamtsituation weniger nach dem Geschmack der Braunhaarigen. Einfach ignorieren, das war sicherlich das Beste. Er hatte also einen Job mit zwei 'Rotzlöffeln' erledigen müssen. Vermutlich frisch von der Akademie, wenn er sie schon so betitelte. Mari dachte nach, auch Himitsu – mit dem sie ihre letzten beiden Aufträge erledigen hatte dürfen – war ein neuer Genin, der gerade erst die Abschlussprüfung bestanden hatte. Würde sie ihn deshalb als Rotzlöffel bezeichnen? Nicht wirklich, auch wenn er alles andere als normal war. Sehr emotional, keine Frage, auch ein wenig hyperaktiv im Allgemeinen. Aber alles in allem hatte er eine gute Seele. Ein wenig mehr Kontrolle musste her, dann würde er vielleicht irgendwann ein guter Ausbilder sein. So etwas brauchte die Zukunft Shiros schließlich auch und ehrlich – die Hyuuga selbst viel als solcher Kandidat mit ihrer ganz eigenen Art schon einmal heraus. Nachdem der Suna-Nin die Bilder wieder in eine ordentliche Reihenfolge gebracht hatte, nahm Mari diese entgegen, schritt bereits zurück zur Schublade, um diese dort zu verstauen. „Würde ich sie zerstören, würde meine Mutter sicherlich mich zerstören.“ Das Mädchen lächelte, doch die Worte wurden mit einer Ernsthaftigkeit ausgesprochen, dass man ohne jeden Zweifel davon ausgehen konnte, dass sie die Wahrheit sprach. Yue würde es niemals zulassen, dass irgendwelche Erinnerungen an ihre kleine Mari-chan und ihren Kindheitsfreund vernichtet werden würden. War ja auch viel zu anstrengend gewesen, sie in so einer guten Qualität aufzunehmen, nicht?

    „Aiko?“ Nun ging die Hyuuga auf die zweite Frage ein, die Hei stellte, dachte aber nicht weiter darüber nach, dass ein größerer Sinn dahinter stecken könnte. War Mari etwa doch ein wenig naiv? „Nicht, wenn ich nicht anwesend bin.“ Alles andere wäre auch noch schöner gewesen. Sie verschränkte die Arme vor der Brust, holte weiter aus „Seit unserer Kindheit sind wir dahingehend recht streng erzogen worden. Sie würde auch niemals reinkommen, ohne vorher ordentlich anzuklopfen und auf Antwort zu-“ KABUMM! „ONEE-SAAAN!“ So viel dazu. Der kleine Wirbelwind rannte – nachdem die Tür kraftvoll aufgesprengt worden war – auf ihre ältere Schwester zu, fasste sie an der Hand und zog ein wenig daran. Danach machte sie eine Schmolllippe. „Ka-san hat mich aus der Küche geschickt.. sie meinte, dass ich euch schon holen kann, das Essen würde nicht mehr allzu lange dauern.“ Die weißen Äuglein Aikos wechselten hinüber zum Tatsumaki, dann lächelte sie breit von einer Wange zur Anderen. „Sie meinte auch, dass ich auf euch aufpassen soll. 'Mari-chan und ihren Freund sollte man niemals zu lange alleine lassen' hat sie gesagt und so lustig gelacht.“ Nachdem die ältere Hyuuga die Worte ihrer Schwester vernommen hatte, hob sie eine Augenbraue steil an, lief sogar – wenn auch nur für den Hauch einer Sekunde – ein Stück rot an. Nur mit geschultem Auge sichtbar, versteht sich. Mari war sich sicher, dass sie sich genau das schon einmal gedacht hatte, aber sie musste es wiederholen... HATTE DIESE FRAU SIE NOCH ALLE?! Aiko hingegen erschien wie die Unschuld in Person, fand es mehr amüsant, dass ausnahmsweise sie auf ihre Onee-san aufpassen sollte und nicht umgekehrt. War in ihrem bisher zugegeben eher kurzen Leben noch nicht vorgekommen, ein kleines Highlight also. Anstatt auf eine große Antwort zu warten, hopste sie nun zu Hei hinüber, packte ihn an seiner Hand und zog ihn auf die Beine. „Komm!“, lachte Aiko, zog noch einmal an der Hand und brachte den 'hilflosen' Jungen damit in Bewegung. Raus aus dem Zimmer, genau in Richtung Treppe. Mari folgte erst ein paar Sekunden später, nachdem sie sich an die Stirn gefasst und auch äußerlich sichtbar den Kopf geschüttelt hatte. Was als nächstes kommen würde? Tja, es gab bisher nur eine Person in diesem Haushalt, mit dem Hei sich noch nicht näher hatte unterhalten können. Das musste doch dringend nachgeholt werden – der Tatsumaki konnte es sicherlich auch kaum erwarten!
     
  10. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Wenn Hei jetzt nicht nur erfahrener, sondern auch um einiges abgebrühter gewesen wäre, hätte er wohl schon lange bemerkt, dass da ein wenig mehr im Busch (Ha, ha) war, als sein momentanes Ich überhaupt erkennen konnte. Erst das Foto, dann diese Stille und die Reaktion - beziehungsweise nicht-Reaktion - von Mari... all das und auch das, was noch kommen sollte, führte zu einem Schluss, den Hei aber in seiner Verfassung nicht ziehen konnte. Noch nicht. Schade drum, aber der junge Mann war halt noch nicht besonders erfahren, was Dinge wie so etwas anging. Pech? Nun, auf jeden Fall verpasste er eventuell einiges damit. Aber man hatte ihm ja nun auch nie wirklich Zeit gegeben, oder? Sein Alltag hatte bisher eher daraus bestanden, sich am Leben zu erhalten und jetzt kam so eine Hyuuga dahergelaufen und brachte sein ganzes Selbstbild und seinen Alltag durcheinander. Ärgerte ihn das!? Natürlich!... nicht. Der Tatsumaki beschwerte sich ja nicht einmal, vor allen Dingen weil er sich vorstellen konnte, dass es anders herum viel schlimmer für Mari wäre. Wäre. "Dann pass lieber gut auf sie auf", erwiderte er noch leise lachend. "Deine Mutter wirkt zwar lieb und nett, aber ich habe irgendwie im Gefühl, dass sie hier mehr in der Hand hat, als man glauben würde... könnte das sein?" Amüsiert sah er zu Mari, legte den Kopf schief, als er die Erklärung hörte. Aha? Das hörte sich ja eigentlich überhaupt nicht nach Aiko an... fast hätte er gedacht, dass Mari Aiko das Foto in die Schuhe schieben würde, aber das war wahrscheinlich zu einfach zu widerlegen. Hei war nicht entgangen, dass Mari das Foto von ihm unauffällig in dem Rest der Bilder verschwinden ließ. Gerade wollte er was erwidern, am Ende von Maris Satz, da zuckte er zusammen, weil die Tür beinahe aus ihren Angeln sprang. Aiko flitzte herein - das Training war an ihr wohl auch nicht wirklich spurlos vorbei gegangen - und schnatterte drauflos. Sie kam wohl irgendwo auch nach ihrer Mutter, hm? Ah, das Essen schien bald fertig zu sein. Dem Tatsumaki war immer noch schleierhaft, was die braunhaarige Hyuuga ihren Eltern erzählt hatte... aber jetzt hatte er keine Möglichkeit mehr zu fragen. Vielleicht danach. Aber jedenfalls schien Yue eher glücklich zu sein, Hei zu sehen, als es als ein... Hindernis oder etwas in der Art zu betrachten. Aber was sollte denn heißen, dass man 'Mari und ihren Freund nicht zu lange alleine lassen solle'? Kurz dachte der Wüstensohn über die Bedeutung dieser Worte nach, stellte sich dabei das lachende Gesicht der Mutter vor und merkte, wie bei der 'Erkenntnis' eine Augenbraue von ihm zu zucken anfing. Nicht, dass er etwas dagegen gehabt hätte, aber was man ihm hier zutraute, war doch auch nicht mehr normal. Und 'ihr Freund'? Nicht ganz, nur fast. Zwischen "ihr" und "einer" war ja - leider - ein großer Unterschied da, nicht? "Aha, lustig gelacht?", fragte Hei nach, als er von Aiko an der Hand gefasst und mitgezogen wurde. Der kleine Wirbelwind war stärker, als man es bei den dünnen Ärmchen erwarten würde. Mari währenddessen schien noch an der Wortgranate zu knabbern und bewegte sich erst einmal nicht. War da ein Hauch Rot auf ihren Wangen zu sehen? Nein, nicht möglich. Das bildete er sich ein - Mari war ja relativ braun geworden im Sommer. Da kam so etwas im Licht schon einmal zustande.

    Während er von Aiko mitgezogen wurde, ging dem jungen Mann einiges durch den Kopf. Wohin wurde er gebracht, und kam Mari jetzt nicht mit? Doch, sie setzte sich in Bewegung, glaubte er. Aber... der Suna-nin war sich beinahe sicher, wo es jetzt hinging. In die Höhle des Löwens. Das war die Begegnung, vor der er regelrecht Angst gehabt hatte. Hyuuga Shirou, der Vater von Mari, ein Mann von unheimlicher Macht und vermutlich mit der Kraft, ihn überall und immer zu finden. Er hoffte, dass dieser nicht auch schon der Meinung war, dass Mari und Hei gleich unanständige Dinge taten, wenn sie einmal alleine waren. Wenn man mal ganz ehrlich war, war Hei auch nur 'n Kerl. Aber nur, weil sein Kopf auch mal seltsame Gedanken produzierte hieß das doch nicht gleich, dass er wie ein wildes Tier über Mari herfiel. ... Nun, das war ja alles schön und gut, nur war die Frage: Dachte Shirou auch so? Wenn ja, dann war alles gut. Wenn nicht, dann konnte sich Hei auf eine frostige Atmosphäre - jedenfalls von Shirou ausgehend - gefasst machen. Aber wieso hatte er das Gefühl, dass Yue das wirksam zu verhindern wissen würde? Der junge Mann schüttelte leicht verwundert den Kopf, doch dann kam er an, sozusagen. Er stand in der Tür von einem Raum, Aiko hatte ihn immer noch an der Hand, und die Kleine, immer noch glücklich, dass ihr so eine wichtige Aufgabe übereignet worden war, krähte glücklich: "Wir sind da!" Wir? Aiko und er, ja, aber Mari... noch nicht. Übrigens: Es war wirklich lustig, wie schnell Aiko in letzter Zeit wuchs. Wie eine Pflanze im Frühling. "Tatsumaki Hei, wenn ich mich nicht irre?" Die Stimme jagte Hei kurz einen Schauer über den Rücken. Das war nicht kühl. Es war auch nicht kalt. Eigentlich klang die Stimme von Shirou, der bereits mit überschlagenen Beinen vor dem Esstisch saß, freundlich. Aber die unterdrückte Mordlust darin entging Hei nicht... oder kam ihm das nur so vor? Einmal unauffällig schluckend sah der Wüstensohn in die Richtung, aus der die Stimme gekommen war. "Richtig. Hyuuga Shirou-sama? Eine Ehre, Euch kennen zu lernen." Hei verneigte sich leicht. Yue? - Wunderbar, nette Frau und schien ihn zu unterstützen. Aiko? - Mochte ihn und würde sicherlich nie etwas gegen ihren Prinzen sagen. Mari? - Gut... Mari eben. Aber Shirou war ein anderes Kaliber. Das würde noch ein lustiger Abend werden. "Ich hoffe, ich mache nicht zu viele Umstände", ließ Hei verlauten und wurde dann von Aiko zu dem Tisch gezogen.
     
    Zuletzt bearbeitet: 24. Aug. 2013
  11. Hyuuga Mari

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    Wenn das kein Klassiker war – Kerl trifft auf den Vater seiner Angebeteten. Klar, Hei war sich noch nicht darüber bewusst, dass er wirklich mehr für Mari empfinden könnte und von einer Beziehung konnte man bei den beiden Jugendlichen auch bei Weitem noch nicht sprechen. Dennoch, Shirou war auch nur ein Vater und konnte eins und eins zusammenzählen, wenn ein junger Kerl im Alter seiner Tochter im Haus herumsprang und eindeutig mehr Zeit mit der Braunhaarigen verbrachte, als ihm lieb war. Wie man sich denken konnte, bemerkte die kleine Aiko Nichts von all diesen Gedanken, sie war einfach nur glücklich, lauter lieb gewonnene Menschen um sich zu haben und dachte tatsächlich, dass es für alle Anwesenden ein schöner Abend werden würde. Irgendwie süß naiv, nicht? Die weißen Augen Shirous folgten unauffällig dem Suna-Nin, als dieser von der Jüngsten zum Essenstisch geschliffen wurde. Innerhalb einer Sekunde war Hei gemustert worden und nicht das kleinste Detail schien den Seelenspiegeln des älteren Mannes zu entgehen. Kein Wunder, er war ein ausgebildeter Späher, seine Hauptaufgabe auf Missionen war es, jedes kleinste Detail zu sehen und weitergeben zu können. Der Tatsumaki vor ihm war wie auf dem Silbertablett serviert. Vielleicht eine Minute später betrat auch Mari den Essensraum, blieb allerdings vorerst in der Tür stehen, als ihr Blick zwischen den einzelnen Anwesenden hin und her flog. Sie trat ein paar Schritte näher, verbeugte sich aus guter Erziehung vor ihrem Vater, lächelte dabei sogar sanft. „To-san. Musstest du heute Abend doch nicht zu deiner nächsten Mission aufbrechen?“ Anstatt stillstehend auf eine Antwort zu warten, erhob sich die 16-Jährige wieder zu einer geraden Haltung und steuerte ebenfalls einen Platz am Tisch an. Während Shirou am einen Kopfende saß, hatte Aiko ihren Prinzen auf der von dort aus gesehen gegenüberliegenden Seite positioniert. Mari setzte sich rechts von ihm, die jüngere Schwester hatte sich links niedergelassen – fehlte nur noch Yue, die war aber noch in der Küche beschäftigt.

    „Nein. Wir werden morgen früh aufbrechen, ein kleiner... Zwischenfall... hat für Verzögerung gesorgt.“ Wohingegen seine Tochter sich angewöhnt hatte, mit einem Lächeln ihre Gefühle zu verbergen, war Hyuuga Shirou ein Meister im vollkommen nüchternen Gesichtsausdruck. Keine Emotion, kein Gedanke konnte von ihm abgelesen werden – eigentlich ein wahrer Mustershinobi. Wie hatte seine Frau es eigentlich geschafft, herauszufinden, dass er sie liebte? Ein Rätsel, auf das Yue vermutlich nur selbst eine Antwort wusste. Die Braunhaarige gab sich mit der Erwiderung auf ihre Frage zufrieden, bemerkte aber sogleich, wie die Aufmerksamkeit des Vaters auf Hei gelenkt wurde. Schweigend ruhten die weißen Seelenspiegel des Mannes auf dem Suna-Nin, durchbohrten ihn, obwohl sich kein Gesichtsmuskel regte. Dann, ganz plötzlich, erhob sich doch erneut die tiefe Stimme des Hyuuga. „Tatsumaki aus Suna-Gakure. Ich kenne einige Shinobi aus der Wüste, doch dieser Name ist mir noch nicht untergekommen.“ Einen Moment der Stille, in der Shirou die überschlagenen Beine löste und ein Stück nach vorne rückte. „Hat deine Familie bisher keine anderen Ninja als dich hervorgebracht?“ Und das fragte ausgerechnet ein Angehöriger der Hyuuga, nicht nur eine der mächtigsten, sondern auch größten Familien. Er sah zu seiner ältesten Tochter, danach erneut zu Hei. Machte er sich Sorgen um irgendetwas? Gut möglich, auch wenn Shirou es sich bewusst nicht anmerken ließ. „Die Verwaltung scheint eine gute Kombinationsmöglichkeit in dir und Mari zu sehen. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass meine Tochter so oft mit dir unterwegs ist.“ Nun lehnte sich der alteingesessene Ninja in seinem Stuhl erneut zurück – er konnte es sich also nicht anders erklären, warum die 16-Jährige sonst so viel Zeit mit einem gleichaltrigen Jungen verbrachte? Vielleicht wollte er es sich auch einfach nicht anders erklären, dieses Essen, was gerade stattfand, stand beispielsweise in keinerlei Verbindung mit der Verwaltung. „Ohhh JA!“ Wie von der Tarantel gestochen sprang Aiko von ihrem Platz auf, riss die kleinen und dünnen Ärmchen in die Höhe. Erntete sie dafür einen strafenden Blick von ihrem Vater? Natürlich. Schade nur, dass die Kleine dies gar nicht mitbekam. Die jüngste Hyuuga lachte, als sie weiter ausholte, um zu verdeutlichen, worauf sie eigentlich hinaus wollte. „Hei und Onee-san sind ein tolles Paar!“ Paar? Just in dem Moment, als dieses Wort fiel, zuckte sowohl Shirous wie auch Maris Augenbraue im Gleichtakt. „To-san, du hättest sehen sollen, wie toll sie zusammen ihren Rapunzel-Auftrag erledigt haben! Und wie sie sich dort angesehen haben!“ Aiko bemerkte nicht einmal, wie sie die Jugendlichen immer mehr ins Verderben stürzte. Shirou verschränkte unauffällig die Hände im Schoß. „Wir waren alle vollkommen begeistert, wie er Onee-san auf Armen getragen hat. Und am Ende standen sie ganz eng beieinander, ihre Lippen kamen sich näher und sie haben sich geküss-!“ „AIKO!“ Nun wurde es Mari doch zu viel. Bestimmt stand sie auf und ließ ihre flache Hand auf den Tisch knallen, was die Jüngere sogleich zum Schweigen brachte. Was dachte sich dieses Großmaul eigentlich?! Wollte sie Hei ins Grab bringen?.. Während seine Töchter mit sich selbst beschäftigt waren, blickte Shirou ohne Unterbrechung auf den Gast im Haus, suchte den direkten Blickkontakt mit den blauen Seelenspiegeln des Jungen. Ein weiterer Moment der Stille verging, bevor sich die Lippen des Vaters öffneten. „Empfindest du Mari und dich selbst als gutes Team?“ Mehr nicht. Was sollte man darauf am Besten antworten?
     
  12. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Jetzt kam es darauf an! Leben... oder sterben. Aber Hei war überzeugt, dass er es schaffen konnte, den älteren Hyuuga wenigstens davon überzeugen zu können, dass er kein Feind war. Das war nämlich eigentlich das Spezialgebiet des jungen Tatsumaki: Sich mit politisch korrekten Aussagen um die Wahrheit herum zu winden. Jetzt musste das nur noch funktionieren... denn der Mann vor ihm war kein Bauer oder einfacher Bürger, der sich mit ein paar warmen Worten und freundlichen Gesten in eine richtige Richtung lenken ließ. Hyuuga Shirou war im Prinzip der Späher schlechthin, ein geborener Beobachter und wenn er das Byakugan gemeistert hatte auch noch ein wirklich gefährlicher Mann. Und der Blick aus diesen Augen traf Hei jetzt... und ließ ihn nicht mehr los. Warum hatte Aiko ihn genau gegenüber Shirou gesetzt?! Jetzt würde er bestimmt den ganzen Abend förmlich aufgespießt werden. Wie gut, dass Mari jetzt hereinkam und Shirou ablenkte. Ja, das würde er sagen, wenn diese Ablenkung länger als ein paar Sekunden gedauert hätte. Shirous Gesichtsausdrück war so nüchtern und nichtssagend wie eine Betonwand und das machte, dass Hei nichts aus dem Jounin lesen konnte, wohingegend der ihn vermutlich wie ein Buch betrachtete. Unschön. Aber Hei gab sich Mühe und verbarg auch sein Gesicht hinter einer Maske - das konnte er ja auch ganz gut. Beizeiten. Ein leichtes Lächeln, ähnlich wie Mari es benutzte, zierte sein Gesicht, aber das veränderte sich nicht groß. Jedenfalls noch nicht... Ein kleiner Zwischenfall hat für Verzögerung gesorgt? Sicher. Hei musste kein Genie sein um zu erkennen, dass Shirou seine Tochter nicht mit so einem dahergelaufenen Suna-nin alleine lassen wollte. Beinahe hätte Hei genervt geseufzt, als Shirou ihn erst einmal auf seine Familie ansprach. Genau das war das Problem! - Man maß hier einen Menschen am Wert seiner Vorfahren. Aber egal - Hei würde diesem Kerl irgendwie schon noch beweisen können, dass er trotz weniger ruhmreicher Vorfahren auch ein gleichwertig guter Ninja sein konnte. Wenn das mal kein Ziel war... Bevor der Wüstensohn überhaupt auf die Aussagen des Vaters der Kunoichi zu seiner Rechten reagieren konnte, riss Aiko das Ruder an sich. Und tischte dem Vater gleich eine gesalzene Geschichte auf. Natürlich, gleich mit der Schlimmsten anfangen - das kleine Mädchen meinte es ja nur gut und irgendwie hatte sie ja auch Recht - sie hatten ein gutes Schauspiel hingelegt, so gut, dass Aiko es vermutlich für ziemlich echt gehalten hatte. Aber für jedes Wort, was die Kleine sagte, fühlte Hei, wie eine größere Ladung Vorurteile und ähnliches auf seine Schultern geladen wurden - und die Blicke des älteren Hyuuga wurden von Moment zu Moment tödlicher. Gerade hatte Hei Aiko mit irgendeiner kleinen Aktion elegant zum schweigen bringen wollen, aber Mari übernahm das schon - weniger elegant. Hei sah kurz zur Seite, bemerkte dann aber, dass der alte Shinobi Blickkontakt suchte. Er wusste aus Erfahrung, dass er solchen Persönlichkeiten die Stirn bieten musste - sonst hatte man gleich verloren. Solange es nicht respektlos war, war es gut, zu zeigen, dass man nicht sofort kuschte. Die hellen Augen des Tatsumaki erwiderten den Blick des Älteren und es tat förmlich weh - aber er hielt stand ohne mit der Wimper zu zucken. Oh Gott, ein Königreich für eine Ablenkung...

    Und dann so eine Frage! War das so 'ne Art Fangfrage? Hei strich sich mit der rechten Hand ein wenig Haar aus dem Gesicht, sah ein wenig nachdenklich aus. Aber erst zerwuschelte er ein wenig das Haar von Aiko und lachte leise. "Offensichtlich war da jemand sehr beeindruckt von unserem Schauspiel." Soviel dazu, das musste reichen. "Meine Familie ist außerhalb von Sunagakure nicht besonders bekannt, was vor allen Dingen an der Größe liegt. Allerdings ist das praktisch nur der Name meines Vaters... wir sind traditionell Shinobi, aber nicht auf so einer großen Ebene wie ein Clan in Shirogakure. Meine Mutter stammt aus einem Clan aus Konoha, entschied sich aber dafür, nach Suna zu ziehen." Der junge Mann sah wieder zu Shirou. "Mein Vater ist ein Chuunin höheren Ranges, agiert aber eher auf nationaler Ebene. Durch meine angeborenen Fähigkeiten, die von seinen völlig abweichen, wurde ich nach Shiro geschickt, um meine Ausbildung zu vollenden." Kurz schwieg er, fragte sich selbst, wie er die eigentliche Frage jetzt beantworten sollte. Offensichtlich wollte der ältere Mann wissen, ob da 'mehr' war oder ob sie einfach nur ein Team abgaben, welches sich per Zufall gut ergänzte. Oder? Hei wiegte den Kopf. "Keine einfache Frage. Was macht ein gutes Team aus? Mari und ich haben bisher jeden Auftrag, den wir zusammen erledigt haben, praktisch makellos abgeschlossen. Außerdem ergänzen sich unsere Fähigkeiten zufälligerweise ideal... ich empfinde es als eine sehr gelungene Kombination." Das sagte nicht viel aus, außer: Ja, wir können gut miteinander und kriegen unseren Kram erledigt. Oder? Hei glaubte nicht, dass er zu viel über sein Gefühlsleben preisgegeben hatte. Was ja glücklicherweise auch nicht die Frage gewesen war. Hoffentlich kam der Alte nicht darauf, wirklich und direkt zu fragen, was Hei von Mari dachte. Das wäre das Fieseste... hoffentlich half ihm dann Yue, die ja immer noch nicht da war. "Ich schätze mich folglich glücklich, wenn ich mit Eurer Tochter zusammenarbeiten darf", beendete er seine Antwort - und da trat auch schon Yue auf, die aus der Küche kam und von hinten die Arme um ihren Mann schlang. "Na, Shirou-kun, wie macht er sich?" Sie zwinkerte und bemerkte garnicht, dass sie seinen Auftritt ein kleines Stück weniger beängstigend machte. "Guck' doch nicht so böse, du machst mir ja Angst! Das Essen ist gleich fertig - Aiko, hilfst du mir, das Essen aufzutragen?" Die kleine Hyuuga sprang brav auf und folgte ihrer Mutter in die Küche, wodurch Mari, Shirou und Hei einen Moment alleine im Zimmer waren.
     
  13. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Ob sich Hei gut schlug? Eine wirkliche Bewertung hierfür konnte es gar nicht geben. Wenn man einem aufmerksamen Vater gegenüber saß und ins Kreuzverhör genommen wurde, gab es nur zwei Alternativen – leben oder eben nicht leben. Kein besser oder schlechter. Shirou wollte wissen, wie der Tatsumaki auf seine Fragen reagierte, auch, ob er einen kühlen Kopf behalten konnte. Es war eine Leichtigkeit für den Jounin zu erkennen, dass der Schwarzhaarige eine gewisse Aufregung zu verbergen suchte, dazu hatte er bereits genug mit der Abteilung für Verhör und Folter zu tun gehabt. Folter hörte sich so bösartig an? Tja, gehörte eben in den Namen mit hinein, selbst wenn von dieser nicht mehr sonderlich oft Gebrauch gemacht werden musste. Sie befanden sich in keinem Krieg mehr, wie es in der Vergangenheit der Fall gewesen war. Die Leute, die heute – wenn überhaupt – noch von Shiro in Gewahrsam genommen wurden, zwitscherten meist schon beim ersten bösen Blick wie ein gut erzogenes Vögelchen. Stumm vernahm der ältere Hyuuga die Antworten seines Gastes, zuckte mit keinem Muskel, fand es dennoch äußerst interessant, was er da zu hören bekam. Im Prinzip wandte sich der Suna-Nin geschickt aus der Zwickmühle, zumindest verbal. Sollte er noch ein wenig bohren? Ihn ein wenig ausquetschen, bis er irgendwann aufgab? Irgendwie hatte der Vater Maris eine gewisse Lust hierzu, war doch auch sein gutes Recht, wenn sich Hei so in sein Haus und seine gut aufgezogenen Pläne mischte. Just in diesem Moment tauchte Yue auf, umarmte ihren Mann von hinten und raubte diesem einiges an Ernsthaftigkeit, die er sich mit so viel Mühe aufgebaut hatte. Mari für ihren Teil musste bei diesem Auftritt lächeln, es war typisch ihre Mutter. Genauso wie Yue die 16-Jährige gerne um den Verstand brachte, so verhielt es sich auch mit ihrem Vater. Die ältere Frau hatte Spaß daran, die 'coolen' Auftritte zunichte zu machen, denn sie wusste, dass sie hierbei keine wirklichen Konsequenzen zu befürchten hatte. Maris Mutter zog hier einige Fäden, egal ob die Öffentlichkeit etwas anderes glauben wollte.

    Aiko sprang sogleich freudig von ihrem Platz auf, folgte ihrer lieben Mama in die Küche und ließ die beiden Jugendlichen und den älteren Mann in einer vorerst gespenstigen Stille zurück. „Tzz. Yue.“ Konnte man die murmelnden Töne des Alten hören, zumindest, wenn man die Ohren gut anspitzte. Seine weißen Augen sahen einen Augenblick in Richtung Küche, dorthin, wohin seine geliebte Frau verschwunden war. Erneut wandte er sich an den Tatsumaki, nickte einmal. „Wie dem auch sei. Wie du sagtest, wurde jeglicher Auftrag von euch ohne Beschwerden beendet. Dies sollte auch weiterhin so bleiben, denn ich möchte, dass Nichts und Niemand dem Nindo Maris im Weg steht.“ Die 16-Jährige zuckte mit dem gehobenen Mundwinkel, als sie diese Aussage vernahm. Sie versicherte sich, dass ihr Vater nicht noch etwas bestimmtes an seine Aussage anhängen wollte, dann erlaubte sie sich, ebenfalls das Wort zu erheben. „To-san, darüber musst du dir keine Gedanken machen. Tatsumaki-san ist ein fähiger Shinobi und in einigen Gebieten um einiges geschulter als ich. Wie er sagte.. wir ergänzen uns gut.“ Sollte das die Situation entschärfen? Es war schon ein gewisses Zeichen, dass die Braunhaarige gegen ihren alten Herrn das Wort erhob, um Hei – mehr oder weniger – in Schutz zu nehmen. Normalerweise zu der stillen Tochter erzogen, war das nicht unbedingt das, was Shirou erwartet hatte. Er wechselte einen Blick mit Mari, die jedoch keinerlei Mühe zu haben schien, den weißen Hyuuga-Augen des 42-Jährigen standzuhalten. Sie war mit ihnen aufgewachsen, eine mystische Atmosphäre brachten sie wahrlich nicht mehr mit sich. Gut, für den Augeblick gab sich Shirou damit zufrieden, widmete sich erneut dem Suna-Nin, der ihm direkt gegenüber saß. „Du sagtest, deine Mutter stammt aus einem Clan Konohas? Es würde mich sehr interessieren, von welchem du hierbei sprichst.“ Dass es sich bei dem Blauauge um keinen reinen Wüstenmenschen handelte, war verwunderlich. Solche Mischlinge – nicht einmal böse gemeint – kamen seltener Zustande, da sich die Menschen nur selten über ihre üblichen Landesgrenzen hinaus bewegten. Höchstens in Shirogakure kamen sich Menschen mit solch unterschiedlichen Hintergründen näher, doch mitten in der Wüste? Eher nicht. Die Frage hatte noch gestellt werden können, da wuselte die kleine Aiko in den Raum und begann damit, vor allen Anwesenden Teller, Besteck und Servietten zu verteilen. Dies tat sie mir einer wahrlichen Freude und Elan, vor allem als sie vor Hei angekommen war, bemühte sie sich darum, alles akkurat und zu seiner vollsten Zufriedenheit hinzulegen. Danach verschwand die kleine Hyuuga erneut, kam wieder und stellte auf jeden flachen Teller noch einen Tiefen der gleichen Sorte. Also bitte, natürlich gab es im Hause Hyuuga nicht nur eine Hauptspeise. Die Vorspeise gehörte auch dazu, die natürlich auch sofort von Yue aufgetragen wurde. Aiko hatte sich mittlerweile auf ihren Platz zurückgezogen und sog mit der Nase den wohligen Geruch ein, der den Raum durchströmte. Es war kein allzu großer Aufwand gewesen, den die ältere Frau für die Vorspeise hatte walten lassen müssen, doch bereits hier bemerkte man an dem Geruch, dass es einfach nur gut schmecken musste. Yue war eine geborene Hausfrau, mit Leidenschaft und Liebe für ihr Handwerk. Als sie eine große Schüssel auf dem Tisch abstellte, grinste sie zufrieden, hob den Deckel an. „Als kleine Vorspeise eine Gemüsesuppe mit Huhn.“ Sie sah zuvorkommend zu Hei. „Ich hoffe doch, du bist kein Vegetarier? Mari-chan hat zumindest Nichts in dieser Richtung gesagt. Und gegen Gemüse hast du doch sicherlich auch keine Einwände.“ Sie zwinkerte dem 16-Jährigen zu, schenkte jedem Anwesenden eine angemessene Portion in den Teller und setzte sich danach ebenfalls auf ihren Platz. „Ihr entschuldigt mich sicher, wenn ich ab und zu noch in der Küche vorbei gucken muss. Wir wollen ja nicht, dass irgendetwas anbrennt.“
     
  14. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Eingeladen hin oder her: Hei war sich immer noch nicht ganz sicher, was er von dieser Situation halten sollte. Zugegeben: Shirou schien mit seinen Antworten zufrieden, jedenfalls riss er ihm nicht gleich den Schädel vom Hals. Das war doch schon einmal etwas; und Yue hatte ihn dann gerettet. Jedenfalls vor dem erbarmungslosen Blick des älteren Hyuuga, den Hei ja nun wirklich nicht gewohnt war. Natürlich war es immer wieder etwas besonderes, alleine Maris Augen sehen zu können. Aber das hier? War immer noch etwas anderes. Bedrohlicher. Aber durch Yue auch irgendwie gleich wieder viel weniger - es verlor diese Einengung. Vielleicht konnte Shirou gut befragen, aber bei diesen Befragungen war normalerweise wohl nicht seine Frau dabei, nicht? Hei schmunzelte leicht, als der Hausherr - mehr oder weniger? - ein leises 'Tzz' von sich gab kaum hörbar, aber doch da. Dann folgte die nächste Aussage des Hyuuga, die Hei erst einmal verstehen musste - was meinte er denn damit? Was genau war denn das 'Nindo' von Mari? Abgesehen davon: Wieso sollte gerade er ihr im Weg stehen? Viel überraschender war allerdings, dass die Braunhaarige selbst dazu Stellung nahm. Das hätte Hei nicht erwartet und er lächelte Mari kurz an, wandt sich dann wieder an Shirou, der genauso erstaunt schien wie er. Tja, wenn sogar Mari das so sah... konnte dem Wüstensohn doch nichts mehr passieren, oder? Tatsächlich hatte er von ihr noch nie ein derartiges Kompliment erhalten. Schön, nicht? Da fühlte man sich doch gleich besser. Wieder wechselten Vater und Tochter einen Blick, dann schien Shirou sich damit zufrieden zu geben - was es für Hei unnötig machte, auch noch etwas zu erwidern. Er persönlich war ja wirklich der Meinung, dass Mari und er sich hervorragend ergänzten - wenn sie zusammen arbeiteten, konnten sie sehr viel mehr erreichen als einzeln. Logisch irgendwie, aber alleine durch ihre Spezilisierungen war dies der Fall. Dann kam die Frage, die der junge Mann eigentlich nicht hören wollte - der Clan seiner Mutter. Damit erwischte ihn Shirou mehr oder weniger auf einem falschen Fuß, was er ja aber nicht wissen konnte. Eigentlich war das nämlich Wissen, was Hei nicht einmal haben sollte, soweit er wusste. Seine Mutter hatte nie darauf bestanden, ihre Clan-Herkunft besonders hervorzuheben, im Gegenteil. Hei selbst hatte nie wirklich etwas mit der Familie seiner Mutter zu tun gehabt und soweit er wusste, waren die auch immer noch nicht unglaublich begeistert von der Heirat der 'Perle' mit einem 'dreckigen' Wüstensohn. Tja, Traditionen und so, nicht? Nachdenklich kratzte sich Hei am Kinn. Was genau sollte er sagen - und wie? Shirou hoffte vermutlich darauf, dass er jetzt sagte, er stamme von den Sarutobi ab. Oder den Nara, oder etwas in dieser Klasse. Aber leider war das nicht der Fall... unglücklicherweise. "Meine Mutter stammt aus einer sehr alten Familie - die Jiyu-Ni - ab, die allerdings nie größer in Erscheinung getreten ist. Tatsächlich sind sie keine Shinobi per se wie die Hyuuga, sondern mehr... Politiker, Händler. Sie haben einige hochrangige Shinobi hervorgebracht, aber agieren eher auf einer politischen und wirtschaftlichen Ebene, um sich ihren Vorteil zu verschaffen." Der Schwarzhaarige war aber nicht dumm, er wusste, worauf die Frage des Vaters abzielte. Es war ja immer das gleiche Spiel. "Allerdings weiß niemand, wie mein Vater und meine Mutter zusammen kamen... außer ihnen selbst."

    Dann allerdings wurden sie wieder unterbrochen: Von Yue und Aiko, die das Essen auftischten. Größtenteils war es erst einmal die kleine Hyuuga, die sich trotz allem anstrengte, alles richtig und gut zu machen. Sie war wirklich süß, eigentlich, fand Hei, der beobachtete, wie die Heranwachsende bei ihm besondere Sorgfalt walten ließ. Ja, süß war wohl das richtige Wort, nicht? "Danke, Aiko", ließ er verlauten und lächelte brav. Keine Minute später setzte sich aber auch die Kleine wieder und Yue kam mit der Vorspeise. Hm, Hei würde sich zurückhalten müssen... vermutlich hatte er schon lange nicht mehr so gutes Essen gegessen. Sein Essen zu Hause, was er sich selbst machte, war nicht unbedingt schlecht, aber doch eher... alternativ. Das hier war Hausfrau'skost. Was besseres gab es doch nicht, oder? Hei lachte leise, als ihn die Mutter von Mari darauf ansprach, dass er ja vielleicht Vegetarier war. "Nein, nein, keine Sorge; Ich esse so gut wie alles. Und das sieht wirklich ausgezeichnet aus." Der junge Mann widerstand der Versuchung, sich über die Lippen zu lecken und genoss - weniger offensichtlich als Aiko - das Aroma der Vorspeise. Wie würde erst die Hauptspeise aussehen? Kurz schielte Hei zu Mari, die allerdings keine besonderen äußerlichen Eindrücke vermittelte, gerade. Immer noch war sie in diesem so völlig anderem Outfit als sonst, schien aber momentan mehr auf das Essen als auf irgendetwas anderes fixiert zu sein. Auch Shirou war momentan brav und setzte seinen Gast nicht allzu sehr unter Druck. Trotzdem... er musste den Blick gemerkt haben, schielte zu Hei und der spürte gleich wieder den Widerwillen des Vaters. War das Verbrechen, kein Hyuuga zu sein und sich mit seiner Tochter gut zu verstehen wirklich so groß!? Hei hoffte inständig, dass der Vater ihn jetzt nicht Tag und Nacht auf dem inneren Monitor hatte. Das wäre echt gruselig - vor allen Dingen, weil das bei einem Hyuuga wirklich kein Spaß war. Immer und überall beobachtet werden zu können war nicht witzig. Und das konnte 'der' ja. Egal, was Hei machte, Shirou konnte es mitbekommen. Und wenn er den jungen Mann auch nur einmal dabei erwischte, wie er Mari zu nahe kam... nun, man konnte sich ausrechnen, was dann passierte. Jedenfalls in dem Falle, in dem Mari nichts wollte. Wenn das anders war, nun, dann lag' bestenfalls eine schwere Beziehung mit dem vater von Mari vor ihm, nicht?
    Moment, worum machte er sich da Gedanken? Weiter im Text: Yue gab jedem Teilnehmer des Essens seinen Anteil und setzte sich dann auf ihren Platz. Niemand schien etwas dagegen zu haben, dass sie manchmal aufstand - wär' ja auch absurd - und so fing die Familie, die heute einen so ungewöhnlichen Gast hatte, zu essen an. Alleine das war schon wirklich interessant: Yue und Aiko hatten eher einen ähnlichen Essstil, so verhielt es sich auch bei Mari und Shirou. Die einen genussorientiert, die anderen langsam, beherrscht. Zweimal konnte man raten, wer worauf zutraf... Natürlich war Shirou nicht derjenige, der sich jetzt wild über das Essen hermachte. Gut, Yue und Aiko jetzt auch nicht - aber sie genossen sehr viel offensichtlicher als Mari und ihr Vater. Hei schüttelte kaum merklich den Kopf, wählte selbst den gesunden Mittelweg und ließ es sich entspannt schmecken. Das tat es - schmecken - und das auch noch richtig gut. Hei schluckte einen Bissen herunter und lächelte Yue anerkennend an. "Das schmeckt ausgezeichnet", lobte er und sah zu Mari, die dezent weiter ihr Essen as. Bekam sie so etwas im Prinzip jeden Tag? Wenn ja, hatte sie wirklich Glück. Plötzlich machte Aiko auf sich aufmerksam. "Hei, sieh' mal, sieh' mal, dieses Stück Hühnchen sieht aus wie ein Herz!", krähte die kleine Hyuuga glücklich und hob das Fleischstück aus ihrer Suppe - gefährlich schwankend. Hei schmunzelte, als er es ansah - es sah kein bisschen wie ein Herz aus - kam aber nicht mehr dazu, zu antworten. Das Stück fiel von dem Löffel, flatschte in die übrig gebliebene Suppe und ließ das kostbare Essen herumspritzen. Aiko kümmerte es allerdings offenbar nicht im Geringsten, dass ihr Oberteil nass geworden war, und auch Hei störte sich nicht sonderlich daran, dass sein Ärmel etwas abbekommen hatte - passierte eben. "Vorsichtig, vorsichtig", beschwichtigte er schmunzelnd. "Nicht, dass du den schönen Tisch noch überflutest."
     
  15. Hyuuga Mari

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    Die Mutter stammte also von einer sehr alten Familie ab? Jiyu-Ni war der Name? Mari meinte, sich zu erinnern, dass der Tatsumaki bereits in der Vergangenheit von seiner Mutter gesprochen hatte, auch von ihrer Herkunft. Damals hieß es allerdings, dass er nicht wüsste, wie ihre Familie hieß – sich nicht einmal darüber im Klaren war, ob es sich um einen Clan handelte oder nicht. Weil Frau Tatsumaki es nie erzählt hätte – interessant. Die Informationen hatten sich wohl geändert, vielleicht hatte Hei seiner Familie in der Zwischenzeit ja einen kleinen Besuch oder ähnliches abstatten können. Dass sich die Jugendlichen darüber unterhalten hatten, lag schließlich bereits eine Weile zurück, da war so etwas schon gut möglich. Nachdem Yue jedem Beteiligten seine Portion gegeben hatte, begann die Familie – und der Gast – damit, die Vorspeise genüsslich zu verspeisen. Dass es hierbei gewisse Ähnlichkeiten in der Art des Essens gab, fiel niemandem außer dem Suna-Nin auf. Vermutlich, weil es so einfach Gewohnheit war und es ohnehin viel interessanter war, den Magen zu füllen, als irgendwelche Leute zu beobachten. Konnten die Hyuuga ja sowieso den lieben langen Tag machen. Der Einzige, der sich eventuell einen unauffälligen Blick gönnte, war Shirou. Auf wen wohl? Natürlich Hei, denn so vollkommen unbeobachtet wollte er den – seiner Meinung nach – aufgedrängten Gast nicht lassen. Freudig unterbrach Aiko die stille Runde, indem sie gefährlich wankend ein Stück Hühnchen in die Höhe hielt, es Hei präsentierte und sogleich mit einem großen Schwung zurück in die Schüssel fallen ließ. Suppe spritzte umher, traf die kleine Hyuuga an ihrem Oberteil und versaute hinzukommend auch den Ärmel des Tatsumaki. Auch wenn dieser selbst über den Unfall nicht groß verärgert war, gab es andere Personen am Tisch, die über das Verhalten den einen oder anderen Gedanken austauschten.

    Kaum war das Missgeschick geschehen, sah Shirou mit einem Blick nicht zu seiner jüngsten Tochter, sondern zu Yue. Diese erwiderte den Blick mit den ebenfalls weißen Seelenspiegeln und ausnahmsweise erschien ihr Gesicht recht ernst. Nur die beiden Ehepartner wussten wohl gerade, was in dem Kopf der jeweils anderen Person vor sich ging. Am Ende wurde der Blickkontakt beendet, Shirou löffelte einen weiteren Happen seiner Suppe, Yue sah noch einen Augenblick zu ihrem Göttergatten, lächelte dann plötzlich wieder, als sie sich an Aiko wandte. „Aiko-chan, passe doch ein wenig mehr auf, ja? Hei-kun hat Recht, der arme Tisch. Und das Oberteil haben wir doch auch erst letzte Woche gekauft.“ Mari konnte man keine große Regung ansehen. Sie aß, genau wie ihr Vater, die Suppe weiter. Nur kurz hatte sie es sich erlaubt, ihre Aufmerksamkeit der non-verbalen Konversation ihrer Eltern zu schenken. Warum sie sich nicht weiter darauf einließ? Ganz einfach, sie wusste vielleicht nicht, was genau Yue und Shirou sich da gegenseitig vermittelten, doch sie konnte sich denken, worum es ging. Es lief wie immer. Ob Hei auch etwas damit anfangen konnte? Vermutlich nicht. „Es freut mich, dass die Suppe schmeckt.“ Nach ein paar weiteren Minuten stand Yue von ihrem Platz auf, zwinkerte dem Suna-Nin freudig zu. „Dann macht euch nun gefasst auf die Hauptspeise. Aiko-chan? Geh' dich doch bitte umziehen. Und Mari-chan ist doch sicherlich so nett, den Tisch abzuräumen.“ Mama Hyuuga wartete auf gar keine Antwort, mit der Zuversicht, dass ihr gegenüber ohnehin keine Widerworte erhoben werden würden. Da Aiko immer Feuer und Flamme war, ihrer Mutter zu helfen, war es ungewöhnlich für Mari, dass sie dieser Aufgabe wieder nachkommen sollte. Doch sich dagegen wehren tat sie nicht. Auch wenn sie gedanklich bemerkte, dass es merkwürdig war, vor und für ihren männlichen Kollegen den Tisch abzuräumen. War bisher ja auch noch nie vorgekommen. „Oooh.“ Ein wenig trotzig stand Aiko von ihrem Platz auf, sah auf ihr Oberteil hinab. „Ich bin gleich wieder da, Hei!“, versicherte sie diesem noch schnell und flitzte davon, sicherlich in Richtung ihres Zimmers, um den Kleiderschrank auseinanderzunehmen. Derweil verschwand Yue – mit der restlichen Suppe – in der Küche und auch Mari machte sich daran, die Teller und das Besteck einzusammeln. Schweigend nahm sie auch die Essensutensilien des Tatsumaki entgegen, der so freundlich war, es ihr bereits entgegen zu halten. Man konnte der Braunhaarigen nicht ansehen, was sie hiervon dachte, denn irgendwie schien sie gerade einen ähnlich nüchternen Eindruck wie ihr alter Herr zu haben. Versuchte sie sich irgendwie zu seiner Zufriedenheit zu verhalten? Gute Frage. Nun blieb Hei einen Augenblick mit Shirou vollkommen alleine im Raum zurück, natürlich genau gegenüber sitzend. Der 42-Jährige lehnte sich in seinem Sitz zurück, verschränkte die Arme vor der Brust und sah vollkommen offen zu dem Tatsumaki hinüber. Eine Weile des Schweigens. Dann, ganz plötzlich. „Ich bekomme das Gefühl, dass du und Mari...-“ „DA BIN ICH WIEDER!“ Perfektes Timing, oder? Kaum hatte der alte Hyuuga damit angefangen, zu sprechen – was hatte er eigentlich sagen wollen? – da tauchte das jüngste Mitglied der Familie mit einer Eleganz und Zurückhaltung auf, die nur ein Elefant in dieser Art und Weise hätte nachmachen können. Sofort verstummte der Vater, während Aiko an Heis Ärmel zupfte, grinste und sich dann wieder auf ihren Platz fallen ließ. Kaum war das beendet, betrat auch Mari den Raum wieder, setzte sich ruhig hin und wusste natürlich nicht, dass es soeben eigentlich zu einer weiteren Konversation zwischen Shirou und dem Suna-Nin hatte kommen sollen. Tja, jetzt fehlte nur noch Yue. Und mit ihr der Hauptgang.
     
  16. Tatsumaki Hei

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    Seltsame Atmosphäre, plötzlich. Man sollte meinen, dass der Ausrutscher von Aiko nichts schlimmes war - aber Hei spürte plötzlich, dass die Luft dicker wurde. Wie unschön. Er war nicht blöd; Ihm entging nichts, jedenfalls nichts, was ihm entgehen hätte können - das Problem an der Sache war viel eher, dass er mit all dem nichts anzufangen wusste. Was genau intern in dieser Familie alles vor sich ging, konnte er und wollte er auch gar nicht wissen. Wieso auch? Es gab höchstens einen Grund, und der hieß Mari. Und genau dieser Grund wollte das vermutlich eher verhindern als fördern... trotzdem kam der junge Mann nicht umhin, sich zu fragen, was hinter dieser ganzen Sache steckte. Diese unterschwellige Kühle, die von dem Vater (und auch von Mari) ausging. Nun ja, egal - vielleicht würde es es ja irgendwann einmal erfahren. Das war gerade nicht so wichtig. Yue stand auf, bedankte sich für sein Kompliment und wies die Familie, ausgenommen Papa Hyuuga, an, einige Aufgaben zu erledigen. Aiko sollte sich umziehen - logisch - und Mari durfte das Gescchirr abräumen. Hei schmunzelte ein wenig erstaunt, sah der jungen Frau dabei zu, wie sie ordentlich den Tisch abdeckte. Sogar seinen Teller nahm sie an sich. Irgendwie... warum war Hei so verwundert, dass sie das konnte? Eigentlich waren Prinzessinen doch verwöhnt, was so etwas anging, oder? Kurios. Aber damit nicht genug: Plötzlich war er mit Shirou alleine. Und die Stille breitete sich aus wie ein Gas, ein giftiges Gas, langsam aber beständig, und es stieg immer höher, bis Hei förmlich roch, dass da gleich etwas kommen würde. Shirou war ein großer Mann und vielleicht war gerade deshalb seine Aura so deutlich spürbar - und das alles schien sich einen Moment später in ein paar Worte zu katalysieren. Er hatte das Gefühl, dass er und Mari...? Ja, was denn? Hei wusste es nicht und er bezweifelte beinahe, dass er es jemals erfahren würde - jedenfalls wenn das so weiterging. Aiko platzte herein, riss die Aufmerksamkeit an sich und ließ den älteren Hyuuga verstummen - nicht wegen ihrer Präsenz, eher, weil sie wohl nicht hören sollte, was er sagen wollte, oder? Der Suna-nin schluckte ein wenig, unauffällig zwar, aber trotzdem war das alles andere als angenehm. Wenn der Hyuuga-Patriarch den Eindruck bekam, dass er sein Töchterchen bespringen wollte, würde er ihm praktisch einfach den Garaus machen, wahrscheinlich. Wer würde sich schon an so ein kleines Suna-ninlein erinnern, was? Problematisch, problematisch; Aber wie sollte der Tatsumaki das entschärfen? Vor allem schlecht daran war, dass er ja lügen hätte müssen - jedenfalls irgendwie. Politisch korrekt antworten hätte er immer können, aber dabei herausgekommen wäre das Gleiche, nämlich, dass er Mari nun wirklich nicht abgeneigt war. Mehr konnte er dazu ja selbst nicht sagen - woher sollte er das auch wissen - aber wenigstens das konnte er nicht leugnen. Und das sah man anscheinend auch, wenn man ihn und die Nachwuchs-Hyuuga sah.

    Aber glücklicherweise unterbrach jetzt nicht nur Mari, sondern auch wieder ihre Mutter das Schweigen, was sich trotz Aiko wieder ausgebreitet hatte. Die Jüngere trat ein und setzte sich wieder, die Ältere folgte mit dem Hauptgang. Der sah einigermaßen köstlich aus, auch wenn es nicht zwingend eine Lokalspezialität war. Vielleicht hatte sie ja auch einmal etwas neues probieren wollen? Jedenfalls: Ein saftiges Stück Fleisch für jeden war da zu sehen, groß und sättigend (das vermutete Hei jedenfalls), jede Menge Beilagen und kurze Zeit später folgte noch eine Soße, die verführerisch duftete. Alles in Allem konnte man sagen: einem lief das Wasser im Munde zusammen. Nachdem es angerichtet war, spürte Hei, wie sein Magen nach mehr verlangte, und die drohende Aura von Shirou blieb erst einmal unbeachtet. Warum? Es ging um gutes Essen, punkt. Kurz schielte Hei zu Mari, um zu sehen, wie sie sich verhielt, aber die junge Kunoichi setzte sich erst einmal nur brav wieder hin - was er wiederum zum Anlass nahm, sich wieder g erade hin zu setzen und abzuwarten. Glücklicherweise eröffnete Yue mit den fröhlichen Worten "Lasst es euch schmecken!" Sie schien den Vorfall bereits vergessen zu haben und tat jedem Anwesenden mit offensichtlicher Freude an der Sache einen großen Haufen Essen auf den Teller. Ein Wunder, das Mari bei dem ganzen guten Essen nicht dick wurde - aber gut, sie war halt eine Taijutsuka. Hei würde vermutlich bei so einer Verköstigung aufgehen wie ein Hefeteig im Ofen... aber noch musste er sich ja selbst ernähren. "Guten Appetit!", frohlockte Aiko, die sich so überhaupt nicht von Shirous Schweigen beeinflussen ließ, und begann zu essen. Auch der Rest der Familie begann, sich an dem Mahl gütlich zu tun; der Suna-nin machte es ihnen nach und überlegte, während er genoss, dass er irgendwie... schon einiges über diese Familie gelernt hatte. Eins war klar; Yue hatte mehr Fäden in der Hand als Shirou wusste und wahrscheinlich auch mehr als er - allgemein. Mari war hier im Prinzip ziemlich still, was wohl an der Anwesenheit ihres Vaters lag. Konnte Hei verstehen; Bei so einem Elternteil war es sicher schwer, immer die Worte zu finden. Irgendwie war es ja auch perfide, einen solchen Kerl am Essenstisch zu haben - aber irgendjemand musste wohl mit dieser Gesellschaft leben. Spaß beiseite: So schlimm konnte er ja nicht einmal sein. Immerhin hatte er Yue, und die schien nicht unglücklich - also musste auch der Vater von Mari seine (so absurd das klang) netten und fürsorglichen Seiten haben. Ob das der Fall war? Hei vermutete, dass er das niemals in Erfahrung würde bringen können. Falls Mari ihn überhaupt noch einmal ins Haus lassen würde hiernach... damals war sie ja nicht so begeistert gewesen, dass sie die Wette verloren hatte. Die Tatsache, dass sie sich extra schick angezogen hatte... blendete Hei in diesem Moment einfach aus. Es wäre zu einfach gewesen. Während er so nachdachte, merkte Hei überhaupt nicht, wie er das Fleisch und all die Beilagen ratzeputz aufas - es war einfach zu lecker. Das kam halt Hand in Hand und so war innerhalb kürzester Zeit das gereichte Essen auch schon alle - gefräßiges Schweigen hatte diesen Teil geprägt. Offensichtlich hatte es auch den Anderen geschmeckt - jeder war fertig mit seinem Essen, außer Aiko, die pappsatt aussah. "Ich bin sooo satt, ich mag' keein Blatt!", seufzte sie und sah zu ihrer Mutter. "Gibt es noch Nachtisch!?"
     
  17. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Wenn jemand kochen konnte, dann war es Maris Mutter. Sie war eine Hyuuga? Sie hatte den Beruf einer Kunoichi gelernt? Alles richtig. Dennoch war es niemals ein Geheimnis gewesen, dass ihr Herz für ganz andere Dinge geschlagen hatte, als darum, ihrem Clan damit Ehre zu bringen, ein paar Menschen die Köpfe abzuhacken. Die damals junge Frau war den Wünschen ihrer Eltern nachgekommen, hatte es sogar – ohne sonderliche Probleme – zur Chuunin gebracht. Danach? Tja, sie hatte Shirou kennengelernt und sofort mit der Schwangerschaft ihren Kopf gegenüber ihren Clan-Kollegen durchgesetzt. Sie hatte – auf gut Deutsch – keinen Bock mehr auf diese Kunai Schmeißerei. Viel lieber hatte sich Yue ihren Aufgaben als Haus-, Ehefrau und allem voran als Mutter stellen wollen. War das gern gesehen gewesen? Man hatte es akzeptiert, passte eher. War ja nicht so gewesen, als hätte sich der seit jeher bekannte Hitzkopf komplett den Traditionen der Hyuuga verweigert. Außerdem war es gar nicht schlecht, wenn eine Frau im Hause war, die den kommenden Nachwuchs des Clans gut erziehen und zu starken Kämpfern heranwachsen lassen würde. War zwar nicht unbedingt in dieser Art und Weise der erste Gedanke Yues gewesen, als sie sich vollkommen ihrer Familie verschrieben hatte, aber war ja auch egal. Fakt jedenfalls, dass die Mutter Maris genügend Zeit gehabt hatte, um sich unter anderem dem Hobby des Kochens hinzugeben. Und genau das durften Hei und die restliche Familie nun bestaunen, zuerst nur riechen, doch schon sehr bald auch selbst schmecken. Ein schöner Braten, viele Beilagen, geschmackvolle Soße... ehrlich, hier hätte sich nicht einmal ein Feinschmecker beschweren dürfen. Dieses Gericht war mit Spaß, Liebe und Können hergestellt worden, eine bessere Kombination gab es auf Erden nicht. Während Shirou und Mari sich beherrschten und trotz des Hungers und des guten Geruchs nur zaghaft begannen, ihre Mägen zu füllen, ließ Aiko gar nicht erst lange auf sich warten. Die junge Hyuuga stopfte sich den Mund viel zu voll, schluckte dadurch auch viel zu große Happen herunter und wiederholte die Prozedur, so als sei es das Normalste der Welt. Wie konnten Familienmitglieder nur so unterschiedlich in ihrem Verhalten sein? Gute Frage, sicherlich fragten sich dies vorwiegend Außenstehende, die dachten, dass beide Geschwister doch die gleiche Erziehung genossen haben müssten. Tja, so konnte man sich irren. Zurück zum Thema – kaum war die Hauptspeise auf den Tisch getragen worden, da neigten sich die gesamten Essensvorräte dem Ende zu und mehrere Minuten später lehnte sich jeder Beteiligte vollkommen gesättigt in seinem Stuhl zurück. Ende gut, alles gut? Fast, denn so satt die kleine Aiko auch zu sein schien, auf ihren Nachtisch wollte sie dennoch nicht verzichten.

    „Oh, meine süße Aiko-chan.“ Yue war entzückt von der Niedlichkeit ihrer jüngsten Tochter. Diese allerdings verstand gar nicht, was an ihrer Aussage nun 'süß' oder 'entzückend' hätte sein sollen. „Für einen Nachtisch ist doch immer Platz! Das kommt in einen extra Magen!“ So viel zu der Logik der kleinen Hyuuga. Mari wechselte einen kurzen Blick mit ihrer Schwester und musste nach einem Augenblick sogar ein Stückchen lächeln. Fand das etwa sogar die 16-Jährige irgendwie süß? Sah zumindest stark danach aus. Schlussendlich nickte Yue zufrieden, begann damit, den Tisch abzuräumen – wobei Aiko ihr sofort half. „Naa, für ein so fleißiges Bienchen finden wir bestimmt noch ein kleines Eis. Na? Wäre das was?“ Natürlich wäre es das! Aiko bejahte ohne große Überlegungen anzustellen und half sofort noch eifriger mit, damit der Tisch freigeräumt wurde. Half Mari? Nein, nun blieb sie sitzen und ließ die anderen beiden Damen machen. Warum? Tja, vielleicht war es so etwas wie eine kleine Regelung im Hause Hyuuga, dass die Geschwister sich damit abwechselten, den Tisch nach dem Essen abzuräumen. Da Mari erst nach der Vorspeise dran gewesen war, war es nun nur fair, dass Aiko ein wenig arbeitete. Bevor die Mutter der Geschwister endgültig in der Küche verschwand, vergewisserte sie sich noch, wer der Anwesenden überhaupt noch Lust auf einen Nachtisch hatte. Shirou verneinte und auch Mari musste den Kopf schütteln. Die Vor- und Hauptspeise hatten schon zu sehr gesättigt, mehr hätte die Braunhaarige vermutlich zum Platzen gebracht. Yue holte sich noch eine Antwort von Hei ab, als sie diese bekommen hatte, ging sie zurück in die Küche. „Hmmmm! Was Ka-san heute wohl zaubert?“, rätselte Aiko lautstark und hielt sich die Hand ans Kinn. „Ist doch vollkommen egal. Du stehst sowieso auf jede erdenkliche Eissorte.“ Die junge Hyuuga musste auf den Kommentar ihrer älteren Schwester hin breit grinsen, nickte jedoch, um ihre Zustimmung zu verdeutlichen. Ein bisschen Zeit verstrich, die Aiko dazu nutzte, um sich und ihre bisherigen Eis-Erfahrungen in den Vordergrund zu stellen. Was für Sorten sie schon gegessen hatte, wo und zu welchen Anlässen. Sie war ein wahrer Profi in diesem Gebiet, wie sie selbst behauptete. Dann kam Yue zurück und stellte vor jeden, der noch einen Nachtisch hatte haben wollen, einen wahrlich gigantischen Becher mit Erdbeereis, Erdbeersoße und natürlich einer Erdbeere auf der Spitze. „Woooooow!“ Aiko konnte gar nicht an sich halten und machte sich sofort über ihren Nachtisch her. Sie war bis eben noch satt gewesen? Davon merkte man nicht viel, so sehr stopfte sich die Hyuuga ihren Nachtisch in den Mund. „Mich wundert es immer wieder, dass ihr Hirn bei der Geschwindigkeit nicht einfriert.“ Mari zuckte mit den Schultern, dann lenkte Shirou die Aufmerksamkeit auf sich. Er stand vom Tisch auf, nickte den Anwesenden einmal zu – vermutlich machte er dies hauptsächlich wegen der Anwesenheit des Tatsumakis. „Wenn ihr mich entschuldigt. Ich muss noch einmal zur Verwaltung.“ Er sah zu Yue. „Das hatten wir schon besprochen. Seine Ehefrau widersprach nicht, erwiderte das Nicken nur einmal und in ausnahmsweise menschlicher Geschwindigkeit verließ Shirou die Räumlichkeiten. Aiko hatte sich von dieser Verabschiedung jedoch nicht weiter aufhalten lassen, hatte ihren Eisbecher schnell geleert und seufzte wohlig. „Seeeeehr gut!“ Yue lächelte, wandte sich dann an Hei und Mari. „Möchtet ihr noch irgendetwas? Ansonsten könnt ihr euch doch noch ein wenig in den Garten begeben, es ist so ein schönes Wetter, das kann man doch nicht ungenutzt verstreichen lassen.“ Sie zwinkerte – hatte das irgendeine weitere Bedeutung? – und schnappte sich dann die leeren Eisbecher.
     
  18. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

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    Fleißiges Bienchen? Süß? Mari lächelte!? Absurd! Spaß beiseite: und schon hatte sich die Atmosphäre wieder ins Gegenteil verkehrt. Shirous Aura wurde von viel Rosa und einer kleinen Hyuuga überdeckt, die, wenn sie es wollte (oder auch nicht) wirklich niedlich sein konnte. Wenn sie damit sogar ihre große Schwester zum lächeln brachte, sollte das schon etwas heißen - jedenfalls vermutete Hei das. War ja nicht alltäglich, dass Mari aus Anlass lächelte. Sie lächelte generell sonst, um nicht nicht zu lächeln - aber mit Grund und dann sogar richtig? Gut, man musste ja nicht gleich den Teufel an die Wand malen: Die Hyuuga lächelte schon sehr viel mehr, als zu der Zeit, als Hei sie kennen gelernt hatte. Damals war sie eine ziemlich kühle, einigermaßen effiziente Jugendliche gewesen, die sich nicht unbedingt um Dinge wie Freundschaften gekümmert hatte, nicht? Nein, da war sich Hei ziemlich sicher: Aber das Essen hier bewies das Gegenteil. Oder? Heis Hinterkopf flüsterte ihm zwar zu, dass es nicht nur mit einer simplen 'Freundschaft' oder auch nur mit einer verlorenen Wette zusammenhing, aber... wer hörte schon auf diese leise Stimme im Hinterkopf? Jeder wusste, dass man dem nicht trauen konnte und sollte! Lustig war allerdings, dass Mari den Nachtisch ablehnte - nicht, weil sie bisher den Eindruck gemacht hätte, Süßem nicht widerstehen zu können; Eher, weil sie so satt aussah, dass sie nichts mehr essen konnte. Hatte sich etwa die Prinzessin ein wenig gehen lassen?! Unmöglich, nicht? Hei jedenfalls wollte Aiko nicht alleine den Nachtisch genießen lassen und bat um einen kleinen Nachtisch, den er noch verdrücken wollte. Der kleine Dialog zwischen Mari und Aiko war irgendwie... komisch. Mari hatte ein wenig anders geredet als sonst. Ungezwungener, jedenfalls kam dem jungen Mann das so vor.
    Egal! - Das Eis kam. Und wie man Aiko ansehen konnet, war Eis etwas, was die Prioritäten gleich ein wenig verschob. Gleich zu hören war dann auch der verzückte Laut der kleinen Hyuuga, als sich sich über den Erdbeerbecher hermachte. Sah aber wirklich gut aus. Es war erstaunlich, wie Yue kochen konnte - das war mehr als nur Hausfrauliche Verpflichtung oder so etwas in der Art - das war Leidenschaft! Durchaus eine gute Eigenschaft, vor allen Dingen, wenn es um Sachen ging, für die man eine gewisse Begeisterung brauchte um wirklich gut darin zu sein. Hei konnte kochen - er hatte es lernen müssen um zu überleben - aber so etwas wie das hier würde er vermutlich nicht hinbekommen. Also das ganze Essen, natürlich. Plötzlich, während auch schon Hei langsam sein Eis löffelte, verabschiete sich Shirou abrupt und verschwand aus dem Raum - aber dieses Mal so, dass man sah, wohin er ging. Und das Nicken erwiderte Hei genauso, fragte sich allerdings, wieso der große Mann das noch einmal so ankündigen musste. Naja, er würde schon seine Gründe haben. Aiko jedenfalls ließ sich davon überhaupt nicht aus der Ruhe bringen und mampfte ihr Eis in Rekordzeit weg - Hei ließ es sich eher gutgehen, war aber dadurch, dass er ein wenig weniger gehabt hatte, auch bald fertig.

    Yue aber konnte es nicht lassen: Andeutungen, wo man nur hinsah. Oder? Wie hätte man das sonst verstehen können? "Nein, danke...", erwiderte der Suna-nin artig und sah kurz fragend zu Mari, die aber nur mit den Schultern zuckte. "Vielen Dank noch einmal für das Essen. Ich werde vermutlich davon träumen.", schob Hei noch nach, verneigte sich leicht, wurde dann aber schon von Mari nach hinten geführt (oder vorne? Er konnte sich hier nicht orientieren...) und fand sich einen Moment später in dem wunderschönen Garten der Hyuugas wieder. Nie im Leben machte hier Yue alles alleine - dafür war es zu gepflegt. Aber hey, wer es sich leisten konnte? Hei streckte sich leicht, sah zufrieden aus und machte auch ein entsprechendes Geräusch, seufzte leise. "Jetzt kann ich dir nicht mehr vorwerfen, dass du Wetten nicht ein hältst." Er lachte leise. "Aber ich find's trotzdem gut, dass du dich noch daran erinnert hast. Hätte ja auch sein können, dass du das einfach aus deinem Gedächtnis streichst... war ja auch nicht absolut verpflichtend." Schmunzelnd verschränkte er die Arme hinter dem Kopf. "Und hier hältst du dich auf, wenn du nicht gerade auf Mission bist? Ein schöner Garten; Trainierst du hier auch? Oder habt ihr dafür noch... eigene Hallen oder so etwas?" Reiche Leute waren für Hei ziemlich undurchsichtig, weshalb er lieber noch einmal ein wenig mehr nachfragte. Hoffentlich waren das keine geheimen Informationen... und allgemein fühlte er sich auf dem Grundstück hier immer ein wenig beobachtet. So als ob jemand mit einem Fotoapparat im Gebüsch saß und heimlich Fotos machte. Oder halt... Byakugan! Natürlich konnte Hei nicht wissen, dass Yue durchaus Interesse an den... Aktivitäten der beiden Jugendlichen hatte. Natürlich anders als Shirou - aber doch auch. Der junge Mann war vermutlich so aber auch besser dran, natürlich hätte er sich leicht unwohl gefühlt, wenn er gewusst hätte, dass Maris Mutter hinter einer Ecke lauerte. Mari hatte ihn mittlerweile noch tiefer in den Garten geführt, alles war förmlich voll mit Kirschbäumen, die die so typischen Blüten trugen. Nun, gerade nicht, aber vermutlich im Frühjahr. Ob den Beiden ein wenig Zeit zu zweit vergönnt war? Kurz anscheinend schon, in der Ferne hörte man Aiko vor sich hinsingen, das leises Rascheln der Bäume übertönte aber selbst dieses leise Geräusch. "Wieso hat sich dein Vater denn so unvermittelt verabschiedet? Ich hatte das Gefühl, dass er noch etwas mit mir besprechen wollte..."
     
  19. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

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    Yue war ein Fall für sich und Mari wurde einfach nicht schlau aus ihr. Wie sollte man am Besten mit so einer Mutter umgehen? Egal was die 16-Jährige sagen oder auch machen würde – niemals würde sie es schaffen, Yue von ihren Andeutungen und Gedanken los zu bekommen... eher noch würde die Mutter des Mädchens nur weiter angestachelt werden. Was also übrig blieb? Mit den Schultern zucken, so, wie sie es auch tat, als der Tatsumaki ihr einen fragenden Blick zuwarf. Rechnete Mari damit, dass die ältere Dame sich sofort mit einem Fotoapparat im Gebüsch verkrümelte? Nein, natürlich nicht. Es war Jahre her, dass dies zuletzt passiert war, so lange hatten sich Hei und die Hyuuga schließlich auch nicht gesehen. Zwischenzeitlich waren nicht so viele interessante Geschehnisse vorgekommen, die Yue unbedingt hätte vor die Linse bekommen wollen. Tja, aber jetzt war das eben so. Eines musste man der Mutter jedoch lassen, ihre Künste als Kunoichi hatte sie trotz ihres langen Ruhestandes nicht verlernt. Unbemerkt anschleichen und Informationen sammeln – eine Leichtigkeit für diese Dame.

    „Er wollte noch etwas mit dir besprechen?“ Irgendwie wurde das Misstrauen der Hyuuga geweckt, denn dass ihr Vater sich mit irgendwelchen – seiner Ansicht nach – 'niederen' Geschöpfen unterhalten wollte, war so noch nie vorgekommen. „Wie kommst du darauf?“ Natürlich musste Mari auch dies nachfragen, denn woher sollte sie ahnen, dass Shirou ihre kurze Abwesenheit dazu genutzt hatte, den Suna-Nin anzusprechen? Richtig, unmöglich. Sie kannte ihren Vater nicht als die gesprächigste Person. Bevor Hei weiter darauf antworten konnte, widmete sich die Braunhaarige wieder dem Garten, in dem sie sich befanden. Das Wetter war gut, angenehm. Die leise Stimme Aikos im Hintergrund komplettierte die Ruhe und Zufriedenheit an diesem Ort und wieder wurde Mari klar, warum sie dies als ihren Rückzugsort liebte. Auch wenn sie es nicht so direkt vor dem Schwarzhaarigen aussprach, man merkte, dass die 16-Jährige sich hier wohlfühlte und konnte ihr ansehen, dass sie hier mehr als ein paar wenige Stunden in ihrem Leben verbracht hatte. Im Prinzip hatte das Mädchen seit jeher den Garten aufgesucht, wenn sie irgendwie ihre Gedanken hatte ordnen müssen. Hier hatte auch ihr Nindo – mehr oder weniger – angefangen. Erste Trainingseinheiten mit Shirou und das Erlernen der grundlegenden Hyuuga-Technik. Viele Erinnerungen, die sich immer, wenn Mari an diesem Ort war, in ihr Hirn schlichen. Ein leichtes Lächeln zeigte sich auf den Lippen der Braunhaarigen, als sie sich wieder zu dem Kollegen umdrehte. „Wie hätte ich die Wette vergessen können? Du hast mich ja auch ein paar Mal daran erinnert.“ Sie legte den Kopf schief, verschränkte die Arme auf dem Rücken. Irgendwie hatte sie das schon lange nicht mehr vor dem Tatsumaki getan, doch wollte sie damit gar nicht schauspielern, so, wie sie es bei ihren ersten Begegnungen immer versucht hatte. Gerade sah alles sehr natürlich und ehrlich aus. „Außerdem bin ich eine Hyuuga. Es würde dem Namen sicherlich nicht gut tun, wenn sich verbreiten würde, diese könnten sich an keine Abmachungen halten. Nachher würde ich noch einen schlechten Ruf heraufbeschwören.“ Ob sie das so ganz ernst meinte? Unwahrscheinlich, aber komplett Unrecht hatte sie dennoch nicht. Als Mitglied der Hauptfamilie musste man doch auf jede Kleinigkeit achten, nicht? Ihre Schritte führten das Mädchen über das weiche Gras, tiefer in den Garten hinein. Sicherlich würde Hei ihr folgen, ihre Hände hielt sie weiterhin auf dem Rücken verschränkt. Eine schöne Idylle, hier. Gute Grundlage, um ein wenig zu reden. „Ich trainiere hier, fast immer. Früher viel mit meinem Vater, doch mittlerweile meist alleine. Er hat nicht mehr so die Zeit, Missionen hier, Missionen da. Außerdem kommen noch irgendwelche internen Dinge im Clan hinzu.“ Kaum hatte Mari fertig gesprochen, kamen die Jugendlichen zu einem kleinen Platz, der kaum Rasen vorzuweisen hatte. Trockener und zerstampfter Boden war hier hauptsächlich zu finden, doch sonst keine Andeutungen, was das genau für eine Ursache hatte. „Das hier ist mein Trainingsplatz. Wenig spektakulär, doch es reicht vollkommen aus. In Konoha war ich in einem Dojo der Hyuuga, dort haben einige Mitglieder des Clans gleichzeitig in einer riesigen Halle trainiert, haben sich zugesehen, kritisiert, miteinander gekämpft.“ Sie zuckte mit den Schultern. „Aber das war Nichts für mich. Ich trainiere lieber für mich und vor allen Dingen schon seit jeher bei jeglichem Wetter draußen. Ich glaube nicht, dass mir das geschadet hat.“ Wirklich oft krank wurde Mari nicht, vielleicht lag das ja daran.
     
  20. Tatsumaki Hei

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    Erst einmal folgte Hei Mari, wollte überlegen, wie er darauf antworten sollte. Frei nach dem Motto ‚Tja, er hat einen seltsamen Satz angefangen…‘? Wohl eher nicht; Da musste was anderes her. Allerdings hatte er auch nicht vor, die junge Frau anzulügen. Hm; nun, jedenfalls war klar, dass das nicht normal gewesen war, das konnte er aus dem misstrauischen Gesicht der jungen Frau zumindest herauslesen. Er lachte leise, als sie den Trainingsplatz von Mari erreichten – er sah jedenfalls nicht so gepflegt aus wie der Rest des Gartens. Offensichtlich waren auch Hyuuga nicht per se Überflieger und mussten sich trainieren – und das nicht wenig. Sein Lachen verebbte, aber ein seichtes, leicht schiefes Lächeln lag immer noch auf seinen Lippen. „Du schaust so misstrauisch“, urteilte er belustigt. „Keine Ahnung, um ehrlich zu sein. Er sprach mich an, kam aber nicht dazu, fertig zu sprechen, weil Aiko hinein kam. Ich hatte das Gefühl, dass es etwas ernsteres sein könnte, aber… nun, deine kleine Schwester hat mir sozusagen das Leben gerettet.“ Der junge Mann war sich nicht so unsicher, dass es durchaus etwas gewesen sein könnte, wo er ein wenig ins Schwitzen gekommen war. „Er sagte, dass er ein Gefühl hätte, dass du und ich… weiter ist er nicht gekommen. Wie gesagt; ich weiß nicht was er sagen wollte, aber solange er nicht der Meinung ist, dass wir nicht mehr zusammenarbeiten sollen wegen… irgendwas, nun, dann ist es mir eigentlich recht egal.“ Er lächelte nachdenklich, sah auf den Trainingsplatz. „Naja, so oft habe ich dich nun auch nicht erinnert… und sehe ich aus wie jemand der so etwas rumposaunt?“ Hoffentlich nicht, aber Hei war auch nicht der Meinung, dass Mari ihn so sah. Eigentlich redete er ja eigentlich nur wenn er wirklich gefragt war oder wenn er halt in so einer Unterhaltung war. Hei würde sich meistens nicht einfach so zu Wort melden, um irgendetwas zu sagen… außer, es ging um kleine sarkastische Spitzen und so. Das war ja wohl jedem Mal erlaubt, nicht? „Ein schlechter Ruf, den du dann direkt an die Wand klatschst? Ich kenne dich mittlerweile ja schon eine Weile – schon bald zwei Jahre, wenn ich mich nicht irre – und denke, dass sich niemand über dich mokieren sollte. Würde ihm sicher nicht gut bekommen. Da täuscht auch dein Lächeln nicht drüber hinweg.“ Schmunzelnd verschränkte der Tatsumaki die Arme – man konnte ja auch mal Tacheles reden. Vielleicht wollte die Hyuuga es nicht wahrnehmen, aber Hei durchschaute sie jedenfalls in ihrer Art ja schon recht gut. Als Frau weniger, aber das lag einfach daran, dass Frauen schwer zu durchschauen waren – jedenfalls, wenn man keine Erfahrung mit eben jenen Wesen gemacht hatte. „Aber du hast einen eigenen Trainingsraum, bei dem du nicht öffentliche Güter beschädigst“, fuhr er fort und räusperte sich schmunzelnd. „Allerdings musste ich damals, als ich das ‚Ryûsa Bakuryu‘ gelernt habe, auch in die Wüste gehen. Ansonsten wäre ich vermutlich dazu verdonnert worden, den ganzen Sand wieder weg zu schaffen. Gut, dass die Verwaltung einen hier nicht hermetisch abriegelt.“

    Nachdenklich kratzte der junge Mann sich am Kinn, sah sich die umliegenden Bäume an, die erst einmal jetzt nicht unbedingt allzu zerstört aussahen. Aber man sah, dass hier Hyuuga trainierten, die sich sehr gut darauf konzentrieren mussten, ihre Kräfte in Zaum zu halten. „Sag‘ mal… was macht das Jyuuken eigentlich so besonders, dass nur ihr das Lernen könnt? Ich meine – ich habe auch keine gute Chakrakontrolle.“ Sogar eine, die sich quasi im Prinzip der Konkurrenz entzog. Viel mehr ging da ja nicht einmal mehr. „Aber wie lernt ihr hier, mit diesem… Chakra außerhalb eures Körpers umzugehen? Das interessiert mich. Ich weiß nicht einmal genau, wie das bei meinen Ninjutsu funktioniert, aber… das, was ihr hier treibt, ist ja noch einmal etwas anderes.“ Neugierig sah er zu der jungen Frau, hoffte ein wenig auf eine Demonstration. Natürlich nicht an ihm als Exempel, natürlich. „Abgesehen davon würde ich mich ja als Trainingspartner zur Verfügung stellen, aber… ich glaube, ich kann mich leider nur als Sandsack profilieren“, gab er zu und kratzte sich am Kopf. „Wenngleich ich mich auch versucht habe, ein wenig zu verbessern. Aber ich habe kein Talent für Taijutsu.“ Seufzend streckte er sich leicht, wechselte das Thema – jedenfalls wollte er das, verfiel aber kurz in Schweigen, als er sich noch einmal fragte, wieso Maris Vater zur Verwaltung gegangen war. Er hatte so ein ungutes Gefühl dabei… Aber Maris Lächeln ließ das wieder in Rauch aufgehen. Hey, wenn quasi die Sonne schien, sollte man sich ja nicht trüben Gedanken hingeben, oder? „Wie genau funktioniert das ganze Hyuuga-Sein nun eigentlich?“ Damit meinte er natürlich größtenteils die Techniken. Vielleicht konnte man da ja sehen, dass man vielleicht Techniken entwickelte, die zusammen eine größere Wirkung entfalteten als alleine. Sie ergänzten sich separat – aber wer weiß, vielleicht konnte man ja auch Synergieeffekte erschaffen.