Düsterer Waldrand

Dieses Thema im Forum "Reich des Grases" wurde erstellt von Kazegawa Toru, 18. Feb. 2019.

  1. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Genin

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    Die genaue Tageszeit ihrer Ankunft auf dem Festland ließ sich nur schwer feststellen, da sich die Sonne seit dem frühen Morgen hinter einer dicken Wolkendecke verbarg. Nur vereinzelte Strahlen brachen zwischen dem Grau des Himmels hervor und tauchten die ungewohnte Umgebung des Feuerreiches in ein diesiges Dämmerlicht. Zu allem Überfluss sammelten sich während ihres Marsches durch die Wälder nach Kusa auch noch dichte Morgennebel, die zu Beginn dicht über dem Boden waberten, sich aber bald schon hoben und einen diffusen Schleier über den umliegenden Tälern ausbreiteten.

    ”Wären wir nicht schon in der Gegend unterwegs, könnte man bei dem Wetter richtig Heimweh bekommen. Fehlt noch ein leichter Regenschauer, oder was denkst du?”

    Ungeachtet der vorübergehenden Durchquerung einer großen Region, die in der langen Geschichte der Großreiche häufig zum ehemaligen Feindesland zählte, stapfte der Kazegawa stundenlang ungerührt durch taunasse Ebenen, über laub- und moosbedeckte Waldböden und hügelige Landstraßen entlang ausgedehnter Felder bis ins Reich des Grases. Landesgrenzen waren eine Sache, um die sich anderen Personen kümmerten, nicht aber die Ninja des Wasserreiches!

    ”Noch kein Shiro in Sicht. Haben wahrscheinlich verschlafen oder sich unterwegs irgendwo verirrt… Gehen wir noch in die richtige Richtung?”

    Er sah sich schnell nochmal nach allen Seiten um. Nur um sicher zu gehen, dass sie noch auf Kusa zuhielten und nicht überraschenderweise die Tore Konohagakures passiert hatten. Es würde sicher Ärger geben, wenn sie dort ungefragt reinplatzten. Auch bestand bei dieser Suppe die Möglichkeit, dass sie sich gegenseitig aus den Augen verloren und das war natürlich gleichermaßen unakzeptabel. Toru überlegte sich, die imaginären Liste mit Opa Kazegawas militärischen Taktiken abarbeitend, eine todsichere Notlösung, die für solche Situationen wie geschaffen zu sein schien: Funkkontakt!

    ”Also, das Buch in dem ich gestern während der Überfahrt gelesen habe… Das nennt sich ”Das Kaiserliche Glücksspielhaus”, mein absolutes Lieblingsbuch. Bin schon seit Jahren an dem Wälzer dran und werde nicht locker lassen, bis ich auch noch die letzten Seiten schaffe! Bin gespannt, was mit dem Helden passiert: Ein stahlharter Taijutsuka, der die üblen Agenten vom Madako Clan erst schüttelt und dann zu Brei rührt! Es schmerzt mich ja das zuzugeben, aber der Bösewicht hier drin ist spitze. Nennt sich “die Nummer” und weint Tränen aus Blut, wenn er jemanden kalt macht. Auf dem Einband steht, das sein von irgendwelchen Fächerleuten drüben aus Shiro abgekupfert worden. Obwohl der mich auch irgendwie an diesen Hebi von zuhause erinnert.”

    Perfekt. Wenn er diese Lautstärke beibehielt und ihm der Gesprächsstoff unterwegs nicht ausging, dann sollten auch die verbleibenden paar Kilometer noch zu schaffen sein.
     
  2. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Obwohl Izuya und sein Vater kaum unterschiedlicher hätten sein können, meinte Yamato in dem Blauschopf einen Charakterzug zu erkennen, den sie doch gemein hatten: die Fähigkeit nämlich, ein guter Anführer zu sein. Ein Ideal, von dem er hoffte, es irgendwann selbst einmal zu erreichen. Bei dem Akinawa musste man zwar ein wenig genauer hinschauen, um diese Qualität unter all der Kumpeligkeit zu erkennen, doch spätestens als er Yamato versicherte, dass er sich keine Sorgen machen sollte und sie die Mission schon gut hinter sich bringen würden, ahnte er, dass Izuya wohl doch einen Ticken weit hinter seine Fassade geblickt haben musste. Und Rücksicht nahm. „Kriegen wir hin.“, erwiderte er zuversichtlich und hob ebenfalls den Daumen. Ja, inzwischen hatte er tatsächlich wieder etwas Mut geschöpft, nachdem der Tag so exorbitant mies begonnen hatte.

    So gut er konnte, hielt Yamato mit dem Taijutsuka Schritt, was ihm über den ersten Teil der Wegstrecke auch einigermaßen gut gelang - wohl weil sie zwar zügig unterwegs waren, Izuya sein Tempo aber doch etwas drosselte. Sonst hätte er vermutlich nur noch eine Staubwolke von dem Akinawa gesehen. Als der ihm gleich darauf offenbarte, dass er „nur“ Taijutsu beherrschte, schüttelte Yamato im Lauf nur kurz den Kopf. Wirklich viel voraus hatte er Izuya in Sachen Chakra noch nicht. Vielleicht irgendwann einmal, aber momentan konnte er gerade einmal ein paar Knochen wachsen lassen. Großes Kino. „Heh, Taijutsu ist doch das beste…“, gab der Tsukigata daher mit einem Lächeln zurück und musste mitten im Satz doch Luft holen. „…um Monster zu verhauen und Leute zu retten, oder?“. Danach konzentrierte Yamato sich weiter auf seinen Lauf. Noch wollte er nicht um eine Pause bitten, auch wenn es wohl allmählich an der Zeit für eine war. Blieb zu hoffen, dass er den richtigen Zeitpunkt nicht verpasste und sich dadurch blamierte, dass er unzeremoniell die staubige Straße küsste.

    Es sollte anders kommen, wenngleich nicht viel weniger peinlich. Und es geschah so schnell, dass Yamato es erst realisierte, als es schon vorbei war. Urplötzlich war Izuya vor ihm, packte ihn auf seinen Rücken und stob davon. „Ahaaaach du Sch…!“. Der Tsukigata konnte sich gerade noch reflexartig festhalten, sonst wäre er seinem Teamleiter wohl wie ein Fähnchen hinterhergeweht. „Danke…“, murmelte er nach einer Weile in Izuyas Ohr. Obwohl es etwas verdattert und niedergeschlagen klang, war er tatsächlich ehrlich dankbar, dass der Akinawa auf ihn Rücksicht nahm und sogar einen Teil seiner eigenen Kraft opferte, um sie beide schnell und effizient an ihren Einsatzort zu bringen. So schluckte Yamato seinen Stolz vorerst herunter, biss die Zähne zusammen und fügte sich in sein Schicksal. Je schneller sie vorankamen, umso besser standen die Chancen, diese verschwundenen Leute zu retten und andere davor zu bewahren, überhaupt erst zu verlorenzugehen.

    Hatten sie am Morgen noch halbwegs gutes Reisewetter gehabt, war es umso trüber und nebliger geworden, je weiter sie nach Kusa vorstießen. Auch zeigte sich der freundliche Wald, durch den sie (beziehungsweise Izuya) gelaufen waren, inzwischen weit weniger freundlich. Hoch und eng beieinander standen die Bäume und reckten ihre knorrigen Äste flehentlich in den wolkenverhangenen Himmel, der nur stellenweise durch das dichte Blattwerk zu erkennen war. Wie milchigtrübe Suppe hing der Nebel zwischen den schwarzgrauen Stämmen und schien jedes Geräusch zu schlucken. „Wenn das hier immer so aussieht, wundert es mich überhaupt nicht, dass hier Leute verlorengehen…“, murmelte Yamato und kletterte von Izuyas Rücken herunter, um sich erst einmal ausgiebig zu strecken. Es zog ihm noch immer hässlich in den Knochen, so dass er für etwas Bewegung jetzt dankbar wäre. „Wie gehen wir vor? Haben wir schon alle Infos, die wir brauchen oder gibt‘s jemanden, den wir noch kontaktieren müssen?“. Außerdem war da noch ein Team aus Sora mit im Spiel, wenn er den Missionsbefehl richtig erinnerte.

    @Akinawa Izuya
     
  3. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    Kenta hatte den Schreck bei seinem Begleiter durchaus registriert - und mal ehrlich, wie könnte man nicht? Toru überspielte es zwar durchaus solide, aber halt mit einer beachtlichen Latenz. Das gab Abzüge in der B-Note. Nebenbei wurde zunehmend deutlich, dass Toru zwar einen gepflegten Eindruck machte, zwischen den Ohren bei ihm aber offenbar ... ja, was genau das sein mochte ließ sich für Kenta gar nicht sagen, dafür musste man vermutlich Psychiater sein, aber er würde es als irgendwas zwischen einem notdürftig neu verkabelten Synapsenkurzschluss und chronischer Hirnschmalzverquirlung beschreiben.
    Aber immerhin witzig war er dabei. Allein was er aus Fachwörtern machte! Kenta beschloss, es nicht weiter hervorzuheben - er vermutete stark dass Toru sowieso nur mit Unverständnis und noch mehr Wortsalat reagiert hätte - und sich einstweilen für sich darüber zu amüsieren. Haach .. und vielleicht nebenher versuchen sich auf seine Lektüre zu konzentrieren. Auch wenn er langsam Zweifel bekam, die für Elektrophysik nötige Konzentration aufbringen zu können, wenn Toru weiter solche unabsichtlichen Brüller verschoss ...

    Auf der Schiffsreise ging es allerdings noch so halbwegs, da auch der Kazegawa sich mit seinem Buch befasste; erst unterwegs nach Kusa kamen wieder vermehrte Gespräche auf, in deren Verlauf Kenta mehr als einmal unerwartet breit losgrinste. Da er aber ohnehin dauernd grinste, fiel es vermutlich gar nicht mal recht ins Gewicht! Und es war ja nicht so als würde Toru nur witzige Wortverknotungen von sich geben. Ab und an kam sogar etwas regelrecht normales aus seinem Satzbaukasten. "Ach, ich persönlich bin eher für Extreme. Entweder Gewitter oder gar nicht, wenn du verstehst." Während sie so vor sich hin latschten und dem Zielort näher und näher kamen, kontrollierte Kenta hin und wieder die Karte, die er am Ankunftsort gekauft und sicherheitshalber in eigenen Händen behalten hätte - so wie Toru mit Büchern umging bestand ein nicht unwesentliches Risiko, dass er Teile seines Mittagessens zu unerwarteten neuen Landmarken verwandelte. Und die Tomatensoßenfleck-Lavaseen und Käsekrümel-Berge wollte er dann nicht unbedingt bei seiner Routenplanung berücksichtigen müssen! Jedenfalls konnte er die Ortsfrage sofort mit der nötigen Gewissheit beantworten. "Wir sind wo wir sein sollten. Aber vermutlich kommen sie nicht aus der selben Richtung. Wenn man nicht über Wasser anreist, hat diese Strecke wenig Vorzüge."

    Warum Toru plötzlich auf lautstarke Diskussionen über seinen kitschigen Abenteuerschinken umschwenkte, nur weil der Nebel dichter wurde, war für Kenta nicht ganz nachvollziehbar - soweit es ihn betraf, könnten Torus innere Abläufe auch von einem kleinen Aufziehäffchen mit Tschinellen oder einem großen Glücksrad gesteuert werden, das in seiner Marmel vor sich hin rotierte und dabei zufällig zwischen Gesprächsoptionen wie "Wetter", "mein Lieblingsbuch" oder auch "damals, als ich aus Versehen eine Dose Terpentin ausgetrunken habe" auswählte. Zumindest ergaben sie für einen externen Beobachter ungefähr so viel nachvollziehbaren Sinn. Wäre wirklich spannend ob er im Kampf auch so bizarr agierte und einfach ein paar Nieten in seinem Schädel vermisste oder sich nur sonderbar gebärdete weil er - zum Beispiel - vierzehn Jahre in einem Schrank unter der Treppe eingesperrt gewesen war und bis vor kurzem nie richtigen Kontakt zu normalen Menschen gepflegt hatte.
    "Oh, du kennst Hebi?" Fast bereute Kenta es ja, dem Wahnsinn mit einem Kommentar noch Vorschub zu leisten, aber Hebi war für ihn einfach ein spannendes Thema. Wie der große Bruder den er nie gehabt hatte - zum Glück, denn der hätte ihm sicher nicht so viel Freiraum gegönnt wie er mit seinen ahnungslosen Eltern genossen hatte. Außerdem war es nicht so dass sie im Moment viel anderes zu tun hätten als sich in diesem nebelverhangenen Wald umzuschauen, möglichen Entführern auf die Finger zu hauen, und sich irgendwie mit einem eventuell auftauchenden Shiroteam ins Benehmen setzen ... fürs Erste blieb es aber einfach ein stiller, nebeliger Wald. Wäre fast langweilig, wenn man keinen schwätzenden Toru dabei gehabt hätte. Kenta ließ ihn aber machen - eine bessere Methode die Entführer auf sie aufmerksam zu machen, damit man sie schnell erledigen und das ganze abzukürzen konnte, wäre ihm eh nicht eingefallen.


    @Kazegawa Toru
     
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  4. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Genin

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    ”... und erst da habe ich gemerkt, dass das gar kein Apfelsaft war. Hätte das Zeug beinahe getrunken!”

    Und damit endete Torus Anekdote darüber, wie er haarscharf um den Genuss einer Dose Terpentin gebracht wurde. Möglicherweise war Genuss hier das falsche Wort. Und Eigentlich hatte es sich auch nicht um eine Dose im engeren Sinne gehandelt. Rückblickend hätte der seltsam geformte Behälter ihm vielleicht auch damals schon Aufschluss über den schwer verdaulichen Inhalt geben müssen. Oder der beißende Geruch, den klein Toru einfach als abgestandenen Apfelsaft verbucht hatte (er war in dem Moment recht durstig gewesen und generell nicht besonders wählerisch, wenn es um gelegentliche Zwischenmahlzeiten ging). Streng genommen ließ sich der Vorfall auf die naive Unwissenheit der Jugend schieben, denn zu jener Zeit war der junge Kazegawa noch im zarten Kindesalter gewesen und hatte Opa bei der Konstruktion seines Baumhauses geholfen. Soll heißen, dass der Opa einen archaischen Hindernisparcour ohne Netz und doppelte Böden im höchsten Baum den er nahe dem Grundstück hatte finden können anbrachte und sein Enkel ihm Werkzeug und Material hinterher schleppen durfte. Quasi zum warm werden, bevor es weiter zur Erprobung der Mordanlage ging. Kein Wunder, dass er dabei durstig werden musste. Die vermeintliche Erfrischung dann auch noch direkt in Händen haltend, lauschte er kurz der verheißungsvoll umherschwappenden Flüssigkeit im Inneren, bevor er sich eilig daran machte, den Deckel zu entfernen. Glücklicherweise funktionierten die Argusaugen seiner Eltern damals auch ohne Hilfsmittel noch ziemlich gut und eingehüllt in eine Staubwolke kamen beide Elternteile mit scharrenden Sohlen zum stehen, ein Händepaar die unheilvolle Dose in sicherer Höhe außer Reichweite des ahnungslosen Rackers haltend, während das zweite den Zögling mit Nachdruck am Boden hielt. Eine deftige Standpauke später war ihm dann aufs genaueste bewusst gemacht worden, dass nicht alles in Dosen abgepackte auch einwandfrei zum Futtern taugte. Pragmatisch hatte Toru sofortige Besserung demonstriert und das böse Terpentin saftig gegen den Baum gepfeffert.
    Das Motto der Kindererziehung im Hause Kazegawa lautete nicht umsonst: Was dich nicht umbringt… solltest du schnellstmöglich zerlegen, bevor es eine zweite Chance bekommt. Oder sowas in der Art. Just in diesen Gedanken verweilend, kam Kentas Rückfrage praktisch wie auf Stichwort.

    ”Aber sicher kenne ich den Bo- ...Hebi. Wir haben uns mal gekloppt. War auf irgend so ‘ner einsamen Insel. Kann mich nicht mehr erinnern, wie das damals ausging.”

    Jetzt, wo er so darüber nachdachte, kamen ihm Bilder von winzigen, bunt bemalten Zuschauern in den Sinn. Ziemlich viele davon. Doch wie konnte das sein? Hatten sie statt sich zu kloppen etwa Strandvolleyball gespielt? Toru überlegte, ob er mitunter doch damit anfangen sollte, ein eigenes Tagebuch zu führen, um sich an vergangene Erlebnisse wie dieses besser zu erinnern. Allerdings vergaß er seine schriftstellerischen Ambitionen immer gleich wieder. Und überhaupt, es fiel ihm schon schwer einen einfachen Missionsbericht zu verfassen. Zwar wusste er so im ungefähren, worüber er schreiben und was er besonders hervorheben wollte, doch Schwierigkeiten bei der passenden Formulierung und schwerwiegende grammatikalische Stolpersteine zermalmten jeglichen Versuch, sich als amateurhafter Autor zu etablieren. Da er aber nunmal Toru war, gab er trotz aller Widrigkeiten nicht auf. Das kleine Notizbüchlein nebst Silberstift in seiner Jackentasche waren buchstäbliche Belege dafür. Doch zurück zum Thema Rotauge:

    ”Wenn du so fragst, hast du wohl auch schon seine Bekanntschaft gemacht?”
     
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  5. Akinawa Izuya

    Akinawa Izuya Genin

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    Ein Schmunzeln zog sich durch die Züge des jungen Genin, als Yamato davon sprach, dass Taijutsu doch das Beste war, um Monster zu verhauen. Im Grunde hatte der andere Genin da schon recht, denn Taijutsu war das Beste, egal wofür. Auf der Akademie war der Blauschopf trotz all seiner Coolness bei den Mädchen doch immer irgendwo ein allgemeiner Versager gewesen, denn auch wenn er im Taijutsu weit über dem Schulniveau war, so versagte er in allen anderen Fächern. Man sagte ihm oft nach, dass er es nie weit bringen würde und auch in der Genin Prüfung hatte er mit exakt der Mindestpunktzahl bestanden und das nur, weil man gnädig mit ihm war. Tag und Nacht trainierte er wie ein Verrückter, besaß grundlegend zerlederte Hände und achtete gezielt auf Ernährung, Regeneration und Anstrengungen. Sein Körper war sehr trainiert, seine Kampfkünste fortgeschritten, aber von Perfektion konnte man da auch nicht sprechen. Er hatte noch einen langen Weg vor sich. Wenn er doch nur Nin- oder Genjutsu nutzen könnte. „Du hast recht. Um Monster zu verhauen ist Taijutsu wohl die beste Option, die wir haben“, entgegnete der Teamleiter aus Shirogakure und schmunzelte abermals. Vielleicht mochte Yamato noch ein Frischling sein, doch gerade inpunkto Chakra würde er Izuya definitiv übertreffen, egal ob jetzt oder irgendwann. Dem Akinawa fehlten dafür einfach die Fähigkeiten. Noch vor der Landesgrenze schien Yamato jedoch langsam sein Maximum an Laufleistung zu erreichen, weshalb Izuya ihn ungefragt Huckepack nahm und wie eine Rakete davon schoss. Der Akinawa erholte sich immer recht schnell nach großen, körperlichen Anstrengungen und daher war es für ihn okay, wenn er nun etwas Pulver verschoss und seinen Kameraden dadurch entlastete, denn er brauchte Yamato topfit für diese Mission. Und so näherte sich das Duo der Landesgrenze und erreichte dann auch zu einem späteren Zeitpunkt den düsteren Waldrand beim Reich des Grases.

    Die optische Erscheinung des Waldes war beinahe als grausam zu bezeichnen. Dicke Nebelschwaden durchstachen die Idylle, umschlangen die schwarzgrauen Stämme der Bäume, dessen Blattgrün finsterer nicht hätte sein können. Die Situation am Himmel ließ sich großteils nur vermuten, denn die knorrigen Äste der eng beieinander stehenden Bäume verdeckten jenen, sodass auch der Lichteinfall sehr sperrig ausfiel. Es war definitiv kein Ort, an welchem man sich wohl fühlte und auch Izuya wurde von einem Gefühl der Unbehaglichkeit heimgesucht. Es war nicht so, als hätte er Angst, aber ganz wohl war ihm bei der Mission einfach nicht, zumal er sich selbst eigentlich als nicht so fähig einschätzte, um eine B-Rang Mission fernab der Heimat zu leiten. Der Druck in ihm war hoch, zumal er Yamato gegenüber ein hohes Verantwortungsbewusstsein generieren musste, denn alle Kameraden gesund und munter heim zu bringen war die Devise, die er sich auferlegt hatte. „Deine Worte in Gottes Ohren“, entgegnete Izuya daraufhin auf den Kommentar seines Kollegen, der die allgemeine Situation des düsteren Waldes auffasste. In der Zwischenzeit stand der Tsukigata wieder auf seinen eigenen Beinen und auch Izuya streckte sich zunächst, atmete tief durch und begab sich in die Regeneration seiner Kräfte, in dem er aus seinem Rucksack, den er kurzweilig vorneherum trug, eine Flasche Wasser holte und daran nippte.

    Das Natrium, Calcium, Magnesium, Chlorid, Hydrogencarbonat und Sulfat haltige Getränk sorge zügig für den Nachschub wichtiger Mineralien, um die Leistung des Akinawa wieder zu steigern. „Wie wir vorgehen ist im Grunde uns überlassen. Ob wir jetzt nach den Vermissten suchen, das Monster ausfindig machen oder erstmal in die umliegenden Dörfer wandern, um Informationen zu erhalten…es ist egal“, erklärte Izuya, doch natürlich wollte der Genin einen gewieften Plan auf die Beine stellen, schließlich musste man hier mit Sinn und Verstand vorgehen! „Zunächst sollten wir uns jedoch mit dem Einsatzteam aus Soragakure treffen und grundlegendes zum kooperativen Einsatz klären, bevor wir die nächsten Schritte unternehmen. Eventuell ist auch eine Arbeitsteilung möglich, um mehr Effizienz in die Umsetzung zu transferieren“, erklärte Izuya. „Also los. Suchen wir die Kameraden aus Soragakure in der Hoffnung, dass sie uns nicht für den Feind halten und kurzerhand abschlachten, hahahaha“, lachte der Blauschopf und stapfte dann auch schon weiter, um die zwei kuriosen Kameraden des anderen Dorfes ausfindig zu machen.

    @Tsukigata Yamato @Kinzoku Kenta @Kazegawa Toru
     
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  6. Tsukigata Yamato

    Tsukigata Yamato Genin

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    Die kurze Trinkpause nutzte Yamato, um sich ebenfalls mit etwas kühlem Nass zu versorgen. Selbst wenn das bei Weitem nicht so aufregend war wie das hochkomplexe Mineralwasser seines Teamleiters. Nein, in seinem Fall war es schnöde, aber ungleich gehaltvollere Milch und der Tsukigata war einmal mehr froh, dass er nicht auch noch laktoseintolerant war. Schlecht wurde ihm ja von der schieren Menge ohnehin schon. Nachdem sein Rucksack einen guten halben Liter Milch und zwei Calciumtabletten leichter war, wagten sie sich weiter in den Wald hinein. Mit jedem Schritt schien die Umgebung düsterer, der Nebel dichter zu werden. Kaum zu glauben, dass es helllichter Tag sein sollte. Alle Geräusche, die man vielleicht erwartet hätte – mannigfaltige Vogelstimmen, die einander zu übertreffen suchten, das sanfte Säuseln des Windes in den Blättern, das Zirpen von Insekten in der trägen Mittagssonne – all das war hier verstummt und hatte einer drückenden Stille Raum geschaffen. Unnatürlich laut klangen da die Stimmen der beiden Shiro-Nin und doch war ein Gespräch gerade das Einzige, was den unterschwelligen Grusel in Schach halten konnte. Zumindest, was Yamato anging.

    Gute Idee.“, nickte er auf Izuyas Ansage, zuerst das Sora-Team zu suchen. Ohne irgendwelche Anhaltspunkte, welches Vorgehen am Vielversprechendsten sein würde, schien es ihm sinnvoll, erst einmal den Kreis der Mitstreiter zu erweitern. Und vielleicht hatten die Leute aus Sora ja auch schon etwas herausgefunden, was durch das Shiro-Team nicht ein zweites Mal herausgefunden werden musste. Vorausgesetzt… ja, Izuya sagte es schon. Vorausgesetzt, die Soras nahmen sie vorher nicht einfach auseinander. „Hey, ich geb‘ alles für meinen Imperator.“, versuchte der Tsukigata die Stimmung etwas zu heben. Izuya schien zwar guter Dinge, aber die darunterliegende Anspannung war Yamato nicht entgangen, aber gut… wer sich in so einer Umgebung locker und entspannt fühlte, wäre ihm auch von Grund auf suspekt gewesen.

    Bist du soweit in Ordnung?“, versicherte er sich dann noch einmal. Zwar schien der Akinawa nach dem Gewaltmarsch mit ihm auf dem Rücken nicht weiter beeinträchtigt, aber naja… er selbst war ja auch ein Typ, der erst dann etwas sagte, wenn es nicht mehr anders ging. Während sie weiter in den Wald vordrangen, schienen die Bäume dichter zusammenzurücken und es wurde spürbar kälter. Plötzlich knackte es laut, als würde etwas Sprödes brechen. Dann folgte ein hässliches, feuchtes Schaben. Saß da im Gebüsch ein Ungeheuer, das einem der unglücklichen Vermissten gerade das Mark aus den Knochen saugte? Yamato war stehen geblieben. „Uah… sorry.“, grummelte er und unterdrückte einen weiteren Schmerzenslaut. „Das war ich.“. Er schüttelte sich kurz die Schultern und schloss etwas verlegen zu seinem Teamleiter auf. Natürlich musste sein Bluterbe sich zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt lautstark bemerkbar machen. Dass es alles andere als angenehm gewesen war, blieb unerwähnt. Sie gingen einige Schritte weiter und gerade als Yamato sich fragte, wie sie das Sora-Team hier finden sollten, knackte es erneut. Doch dieses Mal blieb die Entschuldigung aus. Und auch sonst war von dem Tsukigata nichts mehr zu hören. Oder zu sehen. Izuya war allein.

    @Akinawa Izuya @Kinzoku Kenta @Kazegawa Toru
     
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Reich des Grases Idyllischer Waldrand 4. Sep. 2018