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Düsterer Waldrand

Kazegawa Toru

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Als das Axtblatt mit einem volltönendem Klirren den Boden berührte, hatten sich seine Züge bereits wieder eingefunden. Nach der vorübergehenden Entgleisung fühlte sich das Gesicht des Kazegawa trotz allem noch ein wenig taub an. Er konnte sich doch eben nicht verhört haben, oder doch? Der Blauschopf mit Namen Akinawa Izuya gehörte also tatsächlich zum sagenumwobenen Team aus Shiro? Mit seiner spontanen Rettungsaktion hatte Toru damit doch glatt der Konkurrenz in die Hände gespiet! Immerhin tröstete ihn die Tatsache, dass das zur Schau gestellte Maß an Professionalität seinerseits die offenkundige Unfähigkeit der Gegenseite mehr als wettmachen dürfte. Und überhaupt, Fraktionen hin oder her, einen verunfallten Waldläufer ließ man nicht einfach so hängen! Mehr noch, dem Betragen nach zu urteilen handelte es sich bei diesem Izuya um den Leiter des Shiro-Duos. Also hatte Toru nicht nur iregendeinen Lakeien gerettet, sondern einer strategisch wichtigen Persönlichkeit der anderen Seite zur Freiheit verholfen! Nimm das, Ego!

Weniger gefiel ihm jedoch die Vorstellung dessen, welches Ende sich durch die vorgeschlagene Suche nach ihren derzeit... anderweitig beschäftigten Partnern ergeben könnte; Was, wenn sie zuerst auf Teil Zwei des Shiro-Duos trafen und er sich plötzlich in Unterzahl wiederfand? Spekulierte Akinawa vielleicht sogar darauf? Wenn dem so wäre galt es eben, Kenta so schnell wie möglich zu lokalisieren! Der Nachname des Gewinners dieses Wettlaufes begann mit einem "K", das stand fest! Vorerst durfte er sich allerdings nichts anmerken lassen, damit ihm Izuya nich unversehens Steine in den Weg legen konnte.

"Wenn Sie meinen, Akinawa-san."

Nein, das klang zu sehr nach zweiter Geige. Um den derzeitigen Vorsprung aufrecht zu erhalten, musste er schon mit etwas scharfsinnigerem kommen. Was würde ein Chuunin wie Kenta in solch einer Situation vorschlagen?

"Wenn wir uns umsehen, finden wir vielleicht einen roten Faden unter all diesem Gewirr."

Ja, das klang nach einem Mann, der nicht nur wusste was er tat, sondern dabei auch immer das große ganze im Blick hatte! Der Trick, so glaubte Toru wenigstens, lag darin besonders mysteriöse Aussagen und Andeutungen zu machen. Zudem half es mit tiefer, rauchiger Stimme zu sprechen und angestrengt in die Ferne zu blicken.

"Was sie da sagen klingt einleuchtend, aber können Leute wie wir je wirklich den düsteren Wald hinter uns lassen?"

So machten das echte Profis! Das hatte Tiefe und Sinn und war angemessen... metaphorisch! Und als kleinen Bonus konnte der Kazegawa in der Ferne zwei Eichhörnchen beobachten. Nun, da auch diese Angelegenheit geklärt war, konnten sie sich ganz auf die Suche konzentrieren.

"Bisher habe ich im Wald nur nach Pilzen gesucht. Was ich damit sagen will ist, dass wir uns mit bedacht umsehen und dabei auf jedes Detail achten sollten."

Da Menschen im Allgemeinen größer und damit leichter auf bemoostem Boden zu erkennen waren, sollte sich für die beiden Genin als Vorteil erweisen.

"Ein gelegentlicher Blick nach Netzen wäre wohl auch ratsam... um sich nicht im... Netz des... Lebens?... zu verwirren."

So tiefsinnig!
 

Akinawa Izuya

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Welch merkwürdigen Kauz Izuya da ausfindig gemacht hatte. Nun gut – eigentlich hatte der komische Kauz ihn ausfindig gemacht, aber darum ging es jetzt nicht! Fakt war, dass der Blauschopf au Shirogakure überhaupt nichts mit den mysteriösen und kryptischen Andeutungen des Kazegawas etwas anfangen konnte. Was der Imperator des Taijutsu jedoch eindeutig erkannte war das plötzlich andere Verhalten des Mannes, seit jener erfuhr, dass Izuya zum Shiro Team gehörte. Kam da etwa die altbekannte Rivalität der beiden Reiche hervor? Vermutlich. Dabei hatte der Akinawa keinerlei Interesse an einem Kräftemessen mit der anderen Fraktion, da es ihn schlichtweg wenig interessierte, solang es keinen eindeutig erklärten Krieg gab! Dann würde er natürlich auf das Schlachtfeld sprinten und ein paar Sora-Mäuler defomieren, ist natürlich klar. Izuya wollte einfach nur diese Mission erledigen und bekam von Sekunde zu Sekunde einfach ein immer mulmiger werdendes Gefühl. Ob dieser Kazegawa Typ ihn heimlich mit der Axt ermordete? Welch kranke Vorstellung, aber offenbar nicht undenkbar!

„Sie scheinen mir vor Weisheit nur so zu trotzen, werter Herr!“, sprach der Akinawa und zog eine Augenbraue hoch. Kam das authentisch rüber? Allein das Izuya solch eloquenten Ausdrücke kannte grenzte an ein Wunder, doch in den letzten Jahren hatte sich eben viel an der idiotischen Einstellung des jungen Mannes geändert, der dann doch recht erwachsen geworden war und eben auch auf intellektueller Ebene etwas nachgeholt hatte. „Schlagt eine Richtung vor, werter Herr. Achten wir auf jedes noch so kleine Detail!“, bestätigte der Blauschopf dann einfach und überließ das Ruder mehr oder minder dem Sora-Shinobi, obwohl sein Hauptbestreben darin lag den guten Yamato wieder zu finden, denn sonst bekam er Daheim wirklich mächtigen Ärger. Ein derartiges Missionskommando war eben nichts für weiche Knie und die hatte Izuya zum Glück nicht! Das inzwischen ein wahrhaftiger Kommandant aus Shiro in den düsteren Wald platzte, entging dem Spinnenweben-Duo natürlich völlig. Ob es seinem Kameraden gut ging? Izuya hätte wirklich besser aufpassen sollen und er nahm sich fest vor sich bei ihm zu entschuldigen, sollte er den armen Tropf jemals wieder finden. Aber offenbar fehlte dem Sora-Team ebenfalls ein Mitglied, vielleicht bestand also die Möglichkeit das die Zwo zusammen waren? Das wäre natürlich gut…wobei…wenn der andere Kerl genauso merkwürdig war wie der Kazegawa, dann konnte man für Yamato wohl nichts mehr garantieren.

„Ich werde denselben Fehler auf jeden Fall kein zweites Mal machen, dieses Mal bin ich vorbereitet“, erklärte Izuya völlig selbstsicher und zückte sogleich ein Kunai, dessen scharfe Kante kurz aufblitzte. Nutzte er eben das Schneidewerkzeug des Shinobi schlechthin um präventiv die Spinnenweben zu vernichten, bevor sie ihn einwickeln konnten. Einen Rotationstritt würde er auf jeden Fall kein weiteres Mal versuchen. Dann stiefelte der Genin auch schon los, um Yamato zu suchen. Irgendwer musste ja den Anfang machen und doch achtete der Genin stets darauf, dass der Kazegawa ihn nicht einfach von hinten attackierte. Und doch wäre Izuya kooperativ genug, falls der Sora-Nin einen Einwand zur Richtung hätte oder dergleichen. Eine merkwürdige und angespannte Situation etablierte sich.

@Kinzoku Kenta @Kazegawa Toru @Tsukigata Yamato
 

Kinzoku Kenta

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"Oooh, da hab ich ein paar Ideen ... aber ich möchte nicht zu viel Energie verschwenden indem ich die ganze Zeit so herumlaufe." Sinnierte Kenta, jetzt wieder ganz auf der geschäftlichen Seite seiner Persönlichkeit. Auch wenn er sich gern länger mit den famosen Knochen des anderen beschäftigt hätte. "Ich denke unsere beste Chance ist ... uns wie Ninja zu benehmen." Er grinste, und huschte den nächsten Baum hinauf. "Schnell, bessere Sicht in der Suppe hier, und da wo die Leute immer zuletzt hinschauen. Außerdem erspart uns das eine engere Begegnung mit dem Unterholz. Falls wir doch gehört werden gefällt mir die Position hier oben immer noch better als da unten." Mehr Sicht und mehr Bewegungsfreiheit, wenn man sich auf Sprünge einlassen konnte und den Baumlauf drauf hatte. Gut. Kenta musste feststellen dass Yamato ziemlich ... naja, schwer war. Er brachte Äste fast schon durch Angucken zum Knarren, und alleine in den Zweigen rumhopsen erhöhte bei dieser dichten Suppe nur die Gefahr einander aus den Augen zu verlieren - was Kenta nach einer guten Stunde Walderkundung auch einsah und kommentarlos wieder auf den Boden der Tatsachen zurückkehrte. Auch wenn die besagten Tatsachen heute aus Gestrüpp und Laub bestanden. "Also, ich ruiniere mir zwar gelegentlich das Hemd, aber mein Kekkei ist definitiv weniger umständlich als deins." Stellte der Kinzoku mit Bestimmtheit fest, kaum dass sie wieder auf die langweilige Art unterwegs waren, und fragte sich nicht zum ersten Mal, was Toru wohl gerade trieb. Und ob er jetzt jemand anderen mit seinen bizarren Kommentaren verwirrte. Die Banditen vielleicht. Oder Yamatos Kollegen ... und wie würde er dieses Durcheinander hinterher als eine effektive Missionsführung darlegen?

Kenta war also nicht unbedingt in seiner umgänglichsten Stimmung, als er auch noch unterbrochen wurde. Rüde unterbrochen. Mit einem Befehl - also einer Aufforderung die in Kenta das spontane Bedürfnis weckte, das genaue Gegenteil zu tun! Ein blitzschneller und abschätziger Blick glitt über den Kerl. Hielt ein Messer als würde er's ernst damit meinen - also hatte er vermutlich nichts besseres als stumpfes Zustechen. Da könnte er doch mal Bekanntschaft mit Kentas Spezialgebiet mache ... warte, was? Was sagte Yamato da?! Wenn der Tsukigata in dem Moment Kentas Gesicht sah, würde er auf pures, unverfälschtes Erstaunen blicken ... die sich in Irritation wandelte, als sein Shiro-Begleiter auch noch mit erhobenen Händen voran ging. Was sollte das denn bitte! Langsam ging Shiro ihm wirklich auf den Senkel! Kenta erwog gerade die beste Art, hier zielführend in scharfes Metall zu explodieren ... als ihm dämmerte, dass da hinten ja eine Geisel war.
Ja, gut. Das war Kenta jetzt herzlich egal. Aber das schien noch ein dritter Shiro zu sein, der da möglicherweise einen von einem Kopf verlieren würde ... und jetzt um sich schießen ließe sich hinterher nur mit Mühe erklären. Gut mitgedacht, Yamato! Kenta erstrahlte und schaffte es sogar, das Grinsen flattern und seine Glieder zittern zu lassen, als wäre er nervös. War ganz einfach - Vorfreude sah ja fast genau so aus. "Oh ja, bitte! K-keine Kämpfe. Wir können das doch ... entspannter regeln. Wir haben uns ohnehin ve-v-verlaufen ..."

"Mund halten!" Grollte Kapitän Vierschrot, der offenbar der einzige Sprachbegabte unter den beiden Räubern war - und dafür offenbar auch nicht sonderlich fantasiebegabt. Kenta näherte sich vorsichtigen Schrittes an und verkniff sich jede Art von subtilem Zeichen in Yamatos Richtung ... zu offensichtlich brauchte man's ja auch nicht machen. Er positionierte sich sorgfältig in einigem Abstand zu dem Tsukigata. Das war immer noch ein recht gewagtes Manöver, und es kam ganz darauf an, dass die zwei sie jetzt wieder - "Ihr bleibt jetz genau da stehen. Knöchel zusammen ..." Er zückte eine Länge unbequem aussehendes Drahtseil seinem Gürtel, positionierte sich hinter Kenta, und packte ihn ruppig bei den Armen. Dann nickte er Yamato zu. "Geh ganz langsam rüber zu Shou ..."
Als der andere Räuber schließlich Anstalten machte Yamato zu verschnüren und dafür letztlich das Messer ablegte, erlaubte Kenta sich doch ein vielsagendes Zwinkern - gleich wäre rasches Handeln von ihm gefragt. Unter Kentas offenem Jackett konnte man wellenartige Bewegung ausmachen - dann gab es einen Geräusch, das sich nur unvollkommen beschreiben ließ wenn man es noch nie gehört hatte. Es war ein feuchtes Ratschen, begleitet von mehrstimmigem knöchernen Schaben und reißendem Stoff. "... oh! Ihr habt mich aber erschreckt!" rief Kenta gespielt erschrocken ... während er inmitten eines irr gezackten Sterns aus massiven, metallischen Stacheln stand, die offenbar direkt aus seinem Körper gesprossen waren (Kinzoku Hoshi). Und der hintere Teil hatte sich mir nichts, dir nichts, durch Kentas Möchtegern-Fessler gebohrt, aus dem es jetzt an mehreren Stellen hellrot hinaus lief. Einer weniger ... und ein ruiniertes Hemd mehr. Kenta brauchte ein paar Sekunden, um das Metall von sich abzuwerfen, jetzt war es an Yamato, den anderen schnell zu Fall zu bringen bevor der Unsinn mit dem Messer machte ...
 
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Oh nein, was war denn auf einmal mit Kenta los? Der eben noch so selbstsichere Kinzoku wirkte auf einmal nervös, ja beinahe ängstlich. Yamato warf ihm einen versichernden Blick zu - mehr konnte er gerade nicht tun – und fing sich prompt einen Rüffel ein. „Keine Mätzchen, habichgesacht!“, schnauzte der Bärtige, der gerade Anstalten machte, Kenta zu einem gestandenen Rollschinken zu verschnüren. Yamato nickte knapp und ging mit versteinerter Miene langsam auf Bandit Nummer zwei zu. Das absolut einzige, was der Tsukigata noch riskierte, war ein Blick auf den bewusstlosen Shiro-Nin. Nein, er erkannte ihn immer noch nicht, was aber auch nichts heißen musste. Für den Moment genügte es, dass der unbekannte Mann noch atmete. Als Shou gerade mit einem unterdrückten Fluch versuchte, die Drähte, mit denen er Yamato fesseln wollte, zu entwirren und dafür praktischerweise das Messer abgelegt hatte, wäre wohl die perfekte Gelegenheit für einen Angriff gewesen. Aber Yamato hielt still. Er konnte nicht sehen, wie Kenta und der Bärtige gerade zueinander positioniert waren, und andere Fraktion hin oder her, er würde den Kinzoku nicht durch eine unbedachte Handlung gefähr-

Das feuchte Ratschen und Schaben ließ den Tsukigata herumfahren. „Kenta...!“, stieß er aus, mehr in Sorge um den Rothaarigen als um den gleich mehrfach aufgespießten Banditen, dessen entsetzter Blick gerade brach. Mit einem ekelerregend glitschigen Geräusch glitt der Mann von den Metallstacheln und sackte dumpf zu Boden. Der hingegen noch sehr lebendige Shou hatte die Schrecksekunde genutzt und sein Messer wieder aufgegriffen. Er hielt es abwehrend vor sich und war sichtlich aufgebracht. Die beste Ausgangslage für gefährliche, gedankenlose Dummheiten. „Ihr Schweine! I-ihr habt Kenji getötet!“, rief er den Shinobi anklagend entgegen und zog sich mit langsamen Schritten in Richtung der Geisel zurück. Verdammt, nein! Yamato hatte bisher fast nur den unbewaffneten Kampf geübt, sah man einmal von kleinen knöchernen Extras ab. Aber irgendwann war es wohl soweit, sich auch jemandem zu stellen, der eine ziemlich scharfe Klinge in der Hand hatte. Also ... jetzt. Ein beherzter, wenn auch nicht besonders eleganter Sprung brachte den Tsukigata zwischen Shou und die Geisel. Um genau zu sein, war es eher ein Stolpern gewesen, denn Yamato hätte es beinahe noch fertig gebracht, sich in den fallengelassenen Drähten zu verheddern. Aber egal. Er war da, wo er sein wollte. Sein musste. Und Shou tat das, was er tun musste und ging auf Yamato los (vielleicht auch weil der weniger Stacheln und noch niemanden umgebracht hatte). Für ausgeklügelte Strategien blieb da keine Zeit mehr und was man als Akademist so über den richtigen Umgang mit akuten Gefahrensituationen lernte, ging just in einer akuten Gefahrensituation unter. Yamato riss den Arm hoch, in der Hoffnung, das Messer mit den Knochensplittern an seinem Handgelenk abzulenken. Es ging zur Hälfte gut. Hässlich schabend rutschte die Klinge von den Knochen ab, biss aber von zu viel Schwung befördert geradewegs in Yamatos Arm. Mit einem unterdrückten Schmerzenslaut drehte der Tsukigata die Hand und hätte Shou um ein Haar entwaffnet. Allerdings ließ der nicht los und Yamatos Kraft genügte bei Weitem noch nicht, um den Kerl aus dem Gleichgewicht zu bringen. Etwas anderes war aber möglich. Mit der freien und erfreulich unbeachteten Faust versetzte er Shou einen krachenden Schlag ins Gesicht. Gut, soviel Kraft steckte auch hier nicht dahinter, aber irgendeine sensible Stelle hatte er wohl getroffen, denn der Bandit brüllte auf und geriet endlich ins Taumeln. Höchste Zeit also, nochmal zuzuhauen!

Das mit dem Nahkampf üben wir nochmal...“, murmelte der Tsukigata leise und meinte damit eher sich selbst als den benommenen Shou, den er gerade an Händen und Füßen fesselte. Gut, dass hier Drähte herumlagen! Als er fertig war und notdürftig etwas auf den Schnitt in seinem Arm gepappt hatte, war Yamato einen Moment lang hingerissen zwischen seinem bewusstlosen Landsmann und Kenta, der mit zerfetztem, blutbeschmierten Hemd neben einer Leiche im Wald herumstand. Die Wahl war schnell getroffen. „Bist du in Ordnung?“, fragte er den Kinzoku und schien sichtlich besorgt. Der arme Kerl musste gerade den Schreck seines Lebens bekommen haben...

@Kinzoku Kenta @Akinawa Izuya @Kazegawa Toru
 

Akinawa Izuya

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War sein freundlicher Helfer zunächst noch sehr gesprächig schien sich das Blatt in dieser Situation ziemlich schnell zu wenden, denn plötzlich war dieser Toru gar nicht mehr so wortbegeistert und entschied sich zu guter letzt sogar einfach zu schweigen. Der Akinawa war zwar kein Genie aber er wusste durchaus, weshalb sich der Kazegawa so verhielt. Diese typische Arroganz eines Sora-Nin war eben unverkennbar, selbst für einen Blauschopf wie Izuya, der nun frei entscheiden konnte wohin des Weges. Zunächst wanderte Izuya relativ ziellos durch den düsteren Wald im Reich des Grases, denn es gab einfach keinerlei Anhaltspunkte für ihn um seinen Kumpanen Yamato zu finden und auch Toru schien keine wirkliche Hilfeleistung geben zu können, denn er machte nicht einmal Anstalten dazu irgendwelche Richtungsvorschläge zu machen oder ähnliches. Ein mulmiges Gefühl breitete sich in der Magengegend des Genin aus, der allmählich das Gefühl bekam hier auf dieser hochrangigen Mission total versagt zu haben. Er konnte nicht nur nicht auf seinen neuen Freund aufpassen, sondern er hatte sich auch noch verirrt und besaß keine Anhaltspunkte um besagte Mission überhaupt ausführen zu können. Der Akinawa wusste nur, welche Gerüchte über diesen Wald gestreut wurden. Das ihr eigentlicher Teamführer mittlerweile bei Yamato angekommen war entging ihm dabei natürlich völlig.

„Na ganz große Klasse“, raunte Izuya tief in seine Gedanken und setzte einen Fuß vor den Anderen, um sich im düsteren Wald fortzubewegen. Er lief nicht schnell und blickte sich aufmerksam um in der Hoffnung irgendetwas ausfindig zu machen, was ihn zu Yamato führte. Von ihm aus konnte die Mission auch völlig schief gehen, aber er wollte nicht ohne Yamato nach Hause. Der junge Mann mit dem Knochen-Erbe war einfach viel zu jung und zu unerfahren um irgendwo in einem Wald einen sinnfreien Tod zu durchleben und Izuya wollte dies keineswegs verantworten. Doch das Schicksal sollte ihm noch einmal Hold sein, denn nicht nur bescherte es ihm eigene Rettung, sondern gab dem Blauschopf auch noch den entscheidenden Hinweis. Laute Rufe und Lärm hallten durch den düsteren Wald, der voller Nebelschlieren und Spinnenweben war. Allein fühlte man sich hier definitiv nicht wohl, doch zum Glück war die Einsamkeit bald Geschichte, denn wo der Lärm war, waren mit Sicherheit auch die Anderen. Und wenn nicht, dann hatte er wenigstens irgendwen gefunden.

Schnurstracks zog Izuya das Tempo an und eilte in die Richtung aus welcher der Lärm zu tosen schien, der mittlerweile wieder versiebte und hatte dabei ein Lächeln auf den Lippen. Er hatte seine Hoffnung wieder gewonnen und allen voran freute er sich seinen Kumpel Yamato wieder zu sehen. Der stille Toru rannte ihm lediglich hinterher und Izuya hielt ihn konstant im Blick, denn dem Vogel traute er einfach nicht. Es blieb abzuwarten wie sich die Kooperation mit den Sora-Nin auf dieser Mission noch entwickelte, doch zunächst mussten sich alle erst einmal finden. Und dann schoss der Blauschopf auch schon schnell atmend aus dem Unterholz, nur um einen verletzten Yamato und einen skurril wirkenden Kerl zu entdecken, der ein zerfetztes und blutverschmiertes Hemd zu tragen schien. Aufmerksam sah sich der Akinawa um und stellte fest, dass hier ein Kampf gewütet hatte und die Shinobi ihn glücklicherweise überstanden hatten. „Oi Yamato!“, begrüßte er seinen Kumpel und machte einen Satz neben den Tsukigata, während sein Augenmerk auf dem Kinzoku lag. „Ich habe seinen Kumpel gefunden“, meinte dann locker zu Yamato und deutete dabei auf den mitgelaufenen Toru. „Was ist passiert?“, fragte er sogleich nach. Irgendwie stand für ihn die Welt ein wenig auf dem Kopf.

@Kinzoku Kenta @Tsukigata Yamato

(OOC: Sorry, dass es so lang gedauert hat. Habe ewig auf Toru gewartet, naja. Nu geht es ja weiter!)
 

Kinzoku Kenta

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"Oh ... oh es geht schon." Winkte Kenta ab, nachdem er erst einmal einen Moment gebraucht hatte, um Yamatos Reaktion zu verstehen. Aber ... der schien einfach zu glauben dass Kenta wirklich Angst gehabt hatte? Wow. Es war schon ein gutes Weilchen her, dass er jemanden gespielt hatte, ohne das überhaupt zu wollen. Was für ein gutmütiger Zeitgenosse. Musste er sich merken. "Mit deinem Arm alles in Ordnung?" Schob er hastig nach - gar nicht mal unbedingt weil er so wirken wollte, als wolle er das unangenehme Thema Angst hinter sich lassen, sondern weil es ihm tatsächlich irgendwie unangenehm war. Er hatte keine Lust, für Yamato einen verängstigten kleinen Ninja zu mimen - und dem Himmel sei Dank kam er da auch drum rum, weil in der Minute ein dritter Junge aus dem Unterholz trabte, der sich zumindest so benahm, als wäre er die andere Hälfte des Shiro-Teams - er grüßte Yamato vertraut und mit Namen, also schien das eine vertretbare Annahme. Sonderlich subtil war er ebenfalls nicht, was die Vermutung eines Shironin zusätzlich stützte. Aber er wurde gar nicht angesprochen, also ließ er die beiden erst einmal untereinander reden, während er mit missbilligender Miene den Schaden an seinem Hemd und Sakko überprüfte und dabei rings um ihn zu Boden gefallenen Metalldornen mit den Schuhen zur Seite schob. Das Hemd war völlig hinüber. Ärgerlich! Ob man Stoff herstellen könnte, der ausreichend metalldurchlässig war um dieses Problem zu vermeiden? Seufzend zog er die ruinierte Oberbekleidung kurzerhand aus, und nutzte die noch nicht blutverschmierten Ecken des Hemdes, um sich die verbleibenden Blutspritzer abzuwischen. Schon besser ... aber die übriggebliebenen Lappen konnte man aber beim besten Willen nicht mehr anziehen. Und so war Kenta - gegen seine jegliche Intuition, die sich schlicht weigerte, inkriminierende Kleidung am Tatort zurück zu lassen - genötigt, die blutigen Reste irgendwo im Gebüsch zu entsorgen, nachdem er die Ausrüstung aus den Taschen stattdessen in seinen Hosentaschen verstaut hatte. Aber gut, er würde hier jetzt ohnehin nicht aufräumen. Ob er Versiegelungstechniken lernen und seine Siebensachen künftig in einem handlichen Siegel transportieren sollte? Ging ja angeblich auch direkt auf Haut.

Yamato und sein Kollege hatten unterdessen einmal einen unbekannten Dorfgenossen zu versorgen gehabt, und die Aufgabe hatte Kenta ihnen rücksichtsvollerweise shiro-intern überlassen - konnte ja sein dass dabei Interna angesprochen wurden. Als klar geworden war, dass der Mann zwar anständig atmete, aber durch das Gift weiterhin so schnell keinen Satz herausbringen würde, gesellte er sich aber ebenfalls zu der kleinen Runde dazu.

"Habt ihr euch soweit auf den Stand gebracht? Mein Name ist Kinzoku Kenta, Chuunin von Soragakure. Wie euer Kollege euch sicher gerade berichtet hat, haben wir uns eben in einer Banditenhöhle kennengelernt und Bekanntschaft mit einem etwas überforderten Bewacher schließen dürfen. Ich bin in Bezug auf meine Chakrareserven ein wenig angegriffen, aber für weitere Feinde auf diesem Level sollte es ausreichen, sofern wir als Team arbeiten können." Eröffnete er das Gespräch - streng zielorientiert. Damit hatte er bisher die besten Erfahrungen gemacht, und er versuchte, sich von Izuyas irritierenderweise blauen Haaren dabei nicht beirren zu lassen. Ob der mit Mai verwandt war? Besser nicht. "Allerdings fände ich es besser, eine kleine Pause einzulegen. Auch falls ihr erstmal erstmal abwarten möchtet was euer Kollege dort zu sagen hat. Wenn wir zusammen bleiben und uns eine gut gesicherte Position suchen, sollten wir vor weiteren Giftpfeilattacken auch geschützt bleiben ..." Das Hauptproblem war der umgebende dichte Wald, der ihren Gegnern einfach zu viele Angriffsrichtungen bot - aber das konnte man ja lösen indem man sich Deckung verschaffte. "... vielleicht sollten wir uns einfach auch eine Höhle suchen und eine Wachrotation starten. Zu dritt schaffen wir das ohne allzu großen Stress und könnten mit erneuerten Reserven das Lager dieser Gruppe ausheben." Kenta traute sich zwar durchaus zu, sich auch jetzt mit einer kleingruppe Banditen anzulegen, aber ... das würde hässliche Angelegenheit, und die notwendige Rüstung würde an seinen Kraftreserven zehren.

"... und abgesehen davon: Hat zufällig jemand ein Ersatzhemd für mich?"


@Akinawa Izuya @Tsukigata Yamato
 
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Dem Himmel sei Dank, ging es Kenta gut. Die Erleichterung war Yamato deutlich anzusehen. Der Kinzoku sah zwar ziemlich ramponiert aus mit seinem blutverschmierten, zerfetzten Hemd, aber es war wohl wirklich nur das. Was seinen Arm anging, zuckte Yamato nur mit den Schultern. „Ja, halb so wild.“. Der Schnitt schien nicht tief und wegen ein bisschen Schmerz kippte er auch nicht gleich aus den Latschen. Dieser hier ließ sich zudem wesentlich besser einschätzen als der, den sein Bluterbe so gern mit sich brachte. Apropos ... kündigte sich da etwas an oder war es nur ein Nachhall des Gerangels von eben? Was immer es war – für den Moment konnte der Tsukigata es gut ignorieren. Vor allem, weil sich etwas ganz anderes ankündigte. Es raschelte kurz, aber laut im Unterholz, dann brach ein wilder Eber hervo- oh. Nein. „Izuya-senpai!“, rief Yamato erleichtert aus, als der Blauschopf in Begleitung eines noch unbekannten Schwarzschopfs auf die Lichtung stürmte. Es hätte nicht viel gefehlt, und der Tsukigata wäre seinem Teamleiter um den Hals gefallen. Aber man war ja professionell. Zumindest ein bisschen. „Puh, ist bei euch alles in Ordnung?“. Zumindest sahen Izuya und sein Begleiter unverletzt aus, was zumindest in Bezug auf den Akinawa auch nicht weiter verwunderlich war. Wer hätte dem Imperator des Taijutsu auch ein Haar krümmen können? Vermutlich hatte er auch den wehrlosen Sora-Nin mit der Riesenaxt vor aller Unbill beschützt. Ganz sicher. „Mich hat so ein Giftpfeil erwischt und dann bin ich an Kenta-san hier gefesselt in einer Höhle aufgewacht.“. Ganz toll gemacht, Yamato. Was für ein Abenteuer. Was für eine Heldentat. Der Tsukigata seufzte niedergeschlagen. „Hier gibt es offenkundig Banditen, die wahllos Leute entführen. Einen hat Kenta-san in der Höhle überwältigt ... in die beiden hier sind wir auf der Suche nach euch gelaufen.“. Gerade wollte der Tsukigata auf den bewusstlosen Shiro-Nin weisen, als ihm auffiel, dass ihm noch scharfkantige Knochensplitter aus den Handgelenken ragten. Unter einem betretenen Blick und lautem Knirschen zog und bog er seine Knochen wieder an Ort und Stelle. Damit hatte wenigstens das wieder seine Ordnung und sie konnten sich ihrem dunkelblonden Landsmann widmen. „Die Banditen haben ihn wohl auch mit einem Giftpfeil erwischt. Aber das heißt auch, dass er bald wieder aufwacht.“. Vorausgesetzt, es passierte nicht schon wieder irgendetwas, das den kleinen Hoffnungsfunken im Keim erstickte.

Kenta, der sich in der Zwischenzeit wohl mit seinem eigenen Teamkollegen besprochen hatte, stieß nun wieder zu ihnen und stellte sich noch einmal richtig vor – klar, das hatte Yamato natürlich vergessen, wie ihm beschämt auffiel. Die Entschuldigung verkniff er sich aber und hielt die Klappe, während der Kinzoku noch einmal seine Perspektive der Geschehnisse schilderte und einen Vorschlag machte, der Yamato nicht unvernünftig schien. Nach diesem Zwischenfall schadete eine Ruhepause sicher nicht und mit einem Bewusstlosen, den sie bewachen mussten, waren sie auch nicht so frei in ihren Handlungen. „Ein Hemd wie deins hab ich leider nicht.“, meinte er zu dem Kinzoku. „Aber in meinem Rucksack sind noch zwei Shirts. Such dir was aus.“.

Wenig später machte sich der kleine, unfreiwillig zusammengewürfelte Trupp auf, um einen provisorischen Unterschlupf zu suchen. Kurz kam Yamato der Gedanke, wieder zurück zur Höhle zu gehen, aber nachdem sich sonst niemand dafür aussprach, ließ er ihn wieder fallen. Der Weg wäre jetzt zu weit und er weiß, in wen sie da wieder hineinrannten (abgesehen von Hayate, den sie später noch aus seinem Metallgefängnis befreien mussten). So ging es also einmal mehr durch den heimeligen Gruselwald, der nun zumindest eine seine Gefahren offenbart hatte. Blieb zu hoffen, dass ihnen jetzt nicht schon wieder irgendwer auflauerte ... Den Shiro-Nin nahm Yamato kurzerhand huckepack, auch wenn ihn das Gewicht dieses Kerls ordentlich zum Ächzen brachte. Aber jemand musste auch den gefangenen und noch lebendigen Banditen mitnehmen und beaufsichtigen. Und das sollte lieber jemand tun, der etwas mehr Schlagkraft hatte. Tatsächlich kam ihnen der Wald aber dieses Mal ein wenig entgegen. Nicht im wörtlichen Sinne – sonst hätte Yamato wohl wirklich mit der Welt abgeschlossen -, aber sie stießen nach nicht einmal zwanzig Minuten auf einen großen, toten Baum. Gut, tot sah hier alles aus, aber dieser Baum war es tatsächlich. Mausetot. Ein klaffendes Loch in der Rinde ließ ahnen, dass der mächtige Stamm innen hohl war, und nach kurzer Inspektion waren auch unerwünschte Bewohner ausgeschlossen worden. Ihr vorübergehendes Domizil war damit bezugsfertig. Von besenrein und komfortabel hatte keiner was gesagt...

@Akinawa Izuya @Kinzoku Kenta
 

Akinawa Izuya

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Zum Glück ging es seinem Teamkollegen soweit gut. Er hätte es sich nicht ausmalen können gleich auf seinem ersten hochrangigen Einsatz einen solchen Verlust erdulden und herbeigeführt zu haben. Natürlich gab sich Izuya ein wenig die Schuld dafür, da er einfach mir nichts dir nichts voran stiefelte und nicht ausreichend auf seinen Schützling aufgepasst hatte. Ihn hier aber in lebendig und ganz zu erblicken nahm ihm eine riesige Last von der Schulter. „Bei uns ist alles in Ordnung, ja“, bestätigte er die Frage seines neuen Kumpels und überließ Toru dann den Dingen, die er machen wollte. Die Geschichte vom Tsukigata war aber sehr interessant. Ein Giftpfeil? Kein Wunder wieso Izuya nichts mitbekam, denn Giftpfeile trafen ja in der Regel geräuschlos und dann noch das Opfer geschwind eintüten. Wäre er doch nur aufmerksamer gewesen. Izuya ballte leicht seine Fäuste, während er weiter den Worten seines Kameraden lauschte. Banditen die Leute entführen? Das sprach also im Grunde dafür, dass die Spinnen nicht daran schuld sein konnten. Oder war es eine Kollaborationstat? Die Gedanken ratterten. Der Blick des Akinawa folgte dem Blick des Tsukigata um festzustellen, dass ihr Landsmann und eigentlicher Anführer auf dieser Mission ebenfalls erwischt wurde. Der war ohnehin gefühlt schon seit Ewigkeiten weg. „Nun gut. Hauptsache es geht euch gut. Den Rest kriegen wir schon geregelt, Bro“, entgegnete Izuya ihm und schenkte seinem Kameraden ein aufmunterndes Lächeln.

Mittlerweile stieß dann auch schon der Anführer des Sora-Teams zur illustren Runde und Izuya nutzte die Gelegenheit um den fremden Mann noch einmal gründlich zu mustern. Dieser Kenta war ein wirklich interessanter Zeitgenosse. Nun lauschte der Blauschopf aufmerksam den Ausführungen des Kinzoku und nickte diesem danach zu. „Freut mich Sie kennen zu lernen, Kinzoku-san“, entgegnete Izuya, der temporäre Anführer der Shiro-Nin. „Mein Name ist Akinawa Izuya, noch voll bei Kräften und gewillt kooperativ mit Euch zu arbeiten“, erklärte der Taijutsuka kurz und knapp, um Kenta nicht unnötigerweise voll zu labern. Er hatte wenig Bedarf daran sich jetzt hier als der geile Macker hinzu stellen, der er ja eigentlich natürlich war, keine Frage. Wie es sich für einen Chuunin gehörte überlegte er natürlich sofort, was geeignete und zielorientierte Vorhaben waren, um die Effektivität und Schlagkraft der Truppe aufrecht zu erhalten oder gar zu steigern. Einen temporären Unterschlupf um sich zu erholen und gegenseitig aufzuklären war auf jeden Fall keine schlechte Idee, daher stimmte Izuya mit einem Nicken zu, der natürlich nicht mit Mai verwandt war, die angenehme und freundliche Chuunin aber durchaus kannte.

„Ein Unterschlupf klingt nicht verkehrt. Der dichte Wald ist dann doch zu gefährlich und Unachtsamkeit könnte uns erneut das Genick brechen. Können wohl von Glück sprechen, dass alles recht unbeschadet überstanden zu haben“, erklärte Izuya und schaute zu Kenta. „Natürlich auch Können. Nicht nur Glück“, räusperte sich Izuya und hängte es an, um den Chuunin nicht zu verärgern. Von den Sora-Nin hatte er schon viel gehört und er wollte hier nun echt keine Grundlage für Misstrauen und ähnlichem schaffen. Er gab sich Mühe, damit dieser Kenta in ihm auch einen starken Verbündeten sehen konnte und nicht nur eine lästige Made am Bein mehr. Bezüglich des Ersatzhemdes wollte Izuya ihm gerade ein cooles Muskelshirt anbieten, aber Yamato kam ihm da zuvor. Es blieb ihnen nichts übrig als sich zusammen zu schließen und sich neu zu organisieren, bevor sie es mit den entführenden Banditen aufnahmen und Licht ins Dunkel brachten. Während sich Yamato um den ohnmächtigen Shiro-Nin kümmerte, kümmerte sich Izuya um den gefangenen Banditen. Mit einer kräftigen Handkante versetzte er diesen in einen vorübergehenden Tiefschlag, schulterte den Kerl mit seiner immensen Kraft und nahm ihn entsprechend auch mit.

Sie erreichten eine Weile später dann ihr neues Domizil, welches letztlich ein größerer und ausgehöhlter Baum, der voll und ganz tot war. Nach entsprechender Aufklärung wurde dieser für sicher befunden und Izuya verfrachte den ohnmächtigen Banditen dort hinein, nur um ihn dort fachmännisch zu fixieren. Er sollte weder fliehen können noch eine Gefahr darstellen, sobald er aufwachte. Der Blauschopf wandte sich an den Chuunin der Gruppe, der vorübergehend das gesamte Kommando inne haben sollte. Der ohnmächtige Shiro-Nin – den Yamato mitbrachte – schien sich langsam aber sicher zu bewegen. Kam da etwa Leben in die Bude?! „Ich werde die erste Wache übernehmen, wenn es recht ist. Ihr solltet euch erholen“, erklärte Izuya sich bereit für den ersten Wachdienst. Kenta und Yamato waren etwas angeschlagen, daher schadete Ruhe nicht und Izuya war noch total fit.

@Kinzoku Kenta @Tsukigata Yamato
 

Kinzoku Kenta

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Gut, gut ... dieser Izuya schien immerhin zügig zum Punkt zu kommen, und damit konnte er bei Kenta momentan durchaus mehr als einen Blumentopf gewinnen. Wenn er sich weiterhin so gut anstellte, war vielleicht sogar eine Waschmaschine drin! Und Yamato hatte das fast noch getoppt, indem er ein Reservehemd bei sich gehabt hatte - perfekt, perfekt. Kenta stülpte sich die freundliche Leihgabe noch im Laufen über und war positiv überrascht von der guten Passform. Er wollte Yamato direkt mit nach Hause nehmen, so vorbildlich wie er offenbar auf allerlei missliche Lagen vorbereitet war! Aber erstmal brauchten sie ein Nachtlager, und die anderen sahen das dankenswerterweise ähnlich. Kenta meldete sich nicht freiwillig für den Trag- und Schleppdienst - er sah seine Aufgabe eher darin, den Vorgang zu überwachen und die Verantwortung für alles zu tragen. Immerhin war er hier der Chuunin, der aktuell bei Bewusstsein war. Als sie den hohlen Baum erreichten, klopfte Kenta auf das Holz und pfiff anschließend zufrieden. "Netter Fund! Viel besser konnte man's nicht treffen. Jedenfalls nicht hier im Grünen ..." Und Izuya war auch noch so fleißíg, sich freiwillig für die erste Wache zu melden. Hah. Der machte sich fast ein bisschen zuu viel Mühe - war wohl noch nie einem Chuunin begegnet? Kenta warf ihrem Gefangenen und anschließend dem immer noch ausgeknockten Shiro-nin einen kritischen Blick zu ... beide interessierten ihn gerade nicht furchtbar, und aus der Neigung von Shiro-nin, sich ihre Feinde noch Stunden bis Tage später ans Bein zu binden, wo es absolut nicht nötig war, würde er wohl nie schlau werden ... na, egal. Kostete ihn nicht viel. Und er hatte tatsächlich vor, den Kerl bei der Höhle wieder zu besuchen, allein schon um sein dummes Gesicht nochmal zu sehen ... auch wenn er nicht mehr ganz sicher war, wie der Typ jetzt hieß. Shinji oder so ähnlich? War ja auch egal!

"Naja, jetzt sind wir also hier ..." sinnierte Kenta, nachdem er es sich leidlich bequem gemacht hatte, und ließ sich mit einem leisen Seufzer gegen die Rinde zurückfallen. Der Kinzoku brauchte nicht unbedingt eine Decke und weiche Unterlage, um sich zu erholen - er genoss materielle Bequemlichkeit, wenn er sie kriegen konnte, keine Frage, aber wenn es nötig war konnte er mit geradezu spartanischen Bedingungen gut auskommen. Und eventuell auftretende Rückenschmerzen könnte man morgen sicher prima an Strauchdieben ausagieren. "Komische Geschichte, wenn du mich fragst - eine Bande Räuber anzuheuern um hier im Wald willkürlich Durchreisende einzusperren. Er hat es auch nicht klingen lassen als ginge es dabei um die Beute, und nach seiner Schilderung haben sie auch sonst nichts mit den Leuten angestellt. Eher im Gegenteil, die scheinen sie ja noch zu haben." Was eine wahnsinnig ineffiziente Art war, eine Räuber-Operation zu gestalten - irgendwann musste doch die Versorgung aufwändig werden, oder? Der übliche Modus operandi sah doch eher vor, entweder gleich kurzen Prozess zu machen, die Leute laufen zu lassen, oder sich, wenn man sie schon behielt, wenigstens ein bisschen in Richtung Lösegelderpressung zu engagieren. "Mein bester Tipp ist, irgendjemand will den Leuten diese Gegend hier madig machen und entweder günstig zu Grund und Boden kommen oder jedenfalls verhindern, dass er hier bei irgendeiner sensiblen Angelegenheit beobachtet wid. Und es darf nicht bekannt werden, dass das eigentlich Banditen sind .. irgendwie ist also die Monster-Legende wichtig für das Vorhaben." Kenta schnalzte missbilligend mit der Zunge, als seine Hypothese auf ihre erste wichtige Lücke stieß. "Aber frag mich nicht, wie das funktionieren soll. Ihr ominöser Auftraggeber will aber offensichtlich auch keine Toten und legt dafür sicherlich nochmal ordentlich was drauf, also vermute ich mal er kommt aus der Etage, wo man sich nie selbst die Hände schmutzig macht, und es geht ihm nicht um Grundsätzliches ... da ist man nicht so zimperlich." Ob derjenige einen Plan für die spätere Freilassung hatte? "Irgendwie ist hier vermutlich viel Geld im Spiel. Was meinst du, Yamato?"

@Tsukigata Yamato @Akinawa Izuya
 
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Eine Rast ... endlich. Mit einem leisen Ächzen ließ Yamato den bewusstlosen Chuunin von seinen Schultern gleiten und sorgte dafür, dass er gut und sicher lag, bis er wieder aufwachte. Dann ließ er sich direkt daneben auf den Boden sinken und lehnte sich schwer gegen das raue Holz des hohlen Baums. Für einen Moment schloss der Tsukigata die Augen und atmete einfach nur. Die Anstrengung hatte ihn ordentlich ins Schnaufen kommen lassen, aber das würde er überleben, schließlich war er nicht aus Zucker, sondern teils aus ziemlich massiven Knochen. Nichtsdestotrotz war eine Pause mittlerweile dringend notwendig. Direkt nach der Anreise vergiftet und entführt zu werden, nur um sich dann den Weg wieder zurück zur Gruppe zu kämpfen, zehrte eben doch an den Kräften. Erst recht, wenn man noch ein recht frischer Genin war. Umso dankbarer war er, dass Izuya die erste Wache übernehmen wollte. „Dann übernehme ich die zweite.“, nickte er ihm zu. Damit bekamen die Anführer der jeweiligen Teams die meisten Stunden Schlaf am Stück und das war wohl im Sinne aller Beteiligten. Und ihr bewusstloser Freund? Der dunkelblonde Chuunin aus Shiro regte sich unruhig in seinem erzwungenen Schlaf, schien aber noch nicht aufwachen zu wollen. Vielleicht hatte ihn das Gift erst kurz zuvor erwischt oder er hatte eine besonders hohe Dosis abbekommen? Nun, solange er nicht irgendwie kritisch aussah – und das tat er zum Glück nicht – sollte auch er sich ausschlafen.

Müde packte Yamato einen der Milchkanister aus seinem Rucksack und kippte sich das Ding zu einem guten Drittel herunter. Auch nach einem durchkämpften Tag war lauwarme Milch noch immer kein Fest für die Geschmacksknospen, aber was half es schon. „Nicht lecker, aber nahrhaft.“, lautete das gemurmelte Fazit. „Falls ihr auch wollt...“. Yamato stellte den Kanister ab und bedeutete seinen Kameraden, dass sie sich gern bedienen konnten. Er hatte noch genug bei sich und bevor das angebrochene Zeug schlecht wurde ... Halb waren ihm schon die Augen zugefallen, als Kenta seine Gedanken zu ihrer Situation teilte und ihn dann zu allem Übel auch noch nach seiner Meinung fragte. Was für ein Glück, dass er noch zugehört hatte, um zumindest zustimmen zu können. „Hm ... eine bessere Idee habe ich auch nicht.“, gab er zurück und richtete sich schwerfällig auf. „Hier gibt es zwar offensichtlich Spinnen, die verdammt große Netze ... spinnen. Aber die Probleme gehen bisher von ziemlich normalen Menschen aus. Gut möglich, dass die Geschichte um die Spinnen vorgeschoben ist, um etwas anderes zu vertuschen. Oder sie machen irgendwie gemeinsame Sache?“. Ausschließen konnte man das freilich nicht, aber umgekehrt gab es auch keine eindeutigen Hinweise darauf. „Vielleicht können wir morgen was aus ihm hier rauskriegen.“. Mit dem Kinn nickte er in Richtung des gefangenen Strauchdiebs. Möglicherweise war der ja etwas gesprächiger, nachdem er gesehen hatte, was mit seinem Kumpel passiert war. Darüber und über alles andere wollte Yamato sich aber Gedanken machen, wenn er wieder einigermaßen einsatzbereit war. Hier und jetzt war sich auszuruhen das Beste, was er gerade tun konnte. Und sein Vertrauen in Izuya als Wächter war so groß, dass er selbst hier am Allerwertesten der Welt in einem toten Baum im Gruselwald binnen weniger Sekunden weggeschlummert war.

Es fühlte sich an wie mitten in der Nacht als der Akinawa ihn zur nächsten Wachschicht weckte. Was in erster Linie daran lag, dass es mitten in der Nacht war. „Danke ... und schlaf gut.“, flüsterte Yamato seinem Teamleiter (das war er schließlich noch immer) zu und bezog seinen Posten am Eingang. Es dauerte noch ein paar Minuten, bis der Tsukigata den Schlaf abgeschüttelt hatte, dann aber konnte er die atemberaubende Schönheit des nächtlichen Waldes voll und ganz in sich aufnehmen. Naja. So halb. Der Nebel hatte sich zur Nacht hin weiter verdichtet und hüllte die Umgebung bis hinauf zu den Ästen in dicke Schwaden ein. Das fehlende Licht der fahlen Sonne machte es schier unmöglich weiter als einige Schritte voraus zu sehen. Unter diesen Umständen wäre es all zu leicht, sich direkt bis an das Nachtlager der Shinobi anzuschleichen, also musste Yamato umso wachsamer sein und sich verstärkt auf sein Gehör verlassen. Stunde um Stunde verging, auch wenn es sich anfühlte wie ein einziger langer Moment. Es schien, als wollte ihm der Nebel einen Streich spielen und malte gelegentlich schemenhafte Figuren in die Nacht. Doch nach einem Blinzeln waren sie verschwunden. Dann hörte er es. Ein leises Kratzen und Knacken ... gefolgt von einem feinen Klicken. Er zuckte zurück, als etwa Großes knapp über seinem Kopf durchs Geäst huschte. Oder hatte er es sich doch nur eingebildet? Yamato war ein Stück weit in den Schatten des Eingangs zurückgewichen und lauschte angestrengt in die Nacht. Doch alles blieb ruhig. ‚Vielleicht nur eine Eule...‘. Oder Einbildung, weil die wenigen Stunden Schlaf nicht ausgereicht hatten. Zum Glück war es fast soweit für die dritte Wache, auch wenn die restliche Zeit noch langsamer zu vergehen schien und Yamatos klopfendes Herz und seine Fantasie ihm noch den einen oder anderen Streich spielten. „Kenta-san?“, weckte er den rothaarigen Kinzoku schließlich. „Kann sein, dass ich was gesehen habe ... irgendwas Größeres ist vorbeigeflogen oder durch die Äste gerauscht. Sonst war alles ruhig.“. Und damit war seine Schuldigkeit für diese Nacht getan. Diesmal brauchte der Tsukigata allerdings länger, bis er wieder einschlafen konnte. Was, wenn es doch keine Einbildung gewesen war ... ?

@Akinawa Izuya @Kinzoku Kenta
 

Akinawa Izuya

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Endlich hatten sie wieder zueinander gefunden und konnten die Mission fortsetzen, auch wenn sie alle ziemlich angeschlagen waren. Priorität war also ein sicherer Rückzugsort und die Möglichkeit sich entsprechend auszuruhen, damit der Erfolg der Mission nicht noch weiter gefährdet werden würde. Sie hatten sich dabei sowohl eine Geisel als auch den ausgeknockten Teamleiter der Shiro-Seite geschnappt und sich auf die Suche nach einem Unterschlupf begeben, den Yamato kurzerhand ausfindig machen konnte. Ein toter Baum dessen hohles Innenleben sich ideal eignete. Ein Fuchs war dieser junge Mann! Der Blauschopf warf einen besorgten Blick auf seinen Kumpanen und stellte fest, dass dieser ziemlich erschöpft war und auch Kenta wirkte nicht unbedingt so, dass er frisch aus einem Bett kam und voller Energie strahlte. Es war also die richtige Entscheidung gewesen sich für die erste Wache zu melden, damit die anderen Beiden sich gut erholen konnten. Yamato gab dann an die zweite Wache zu übernehmen und Izuya nickte dies ab, klopfte dabei dem guten Tsukigata auf die Schulter. „Alles klar. Aber bis dahin holst du dir eine Mütze Schlaf!“, ordnete er als stellvertretender Teamführer von Shiro an und nickte auch Kenta noch einmal zu, ehe er mit einem Satz aus dem Bauminneren sprang und sich dann eine erhöhte Position in einer nahe gelegenen Baumkrone suchte.

Allmählich wurde es dunkel und Izuya verharrte ruhig in der Baumkrone, lauschte der Umgebung und natürlich noch dem Gespräch, welches Kenta mit Yamato führte. Interessante Gedanken wurden dort zusammen getragen, doch hatte Izuya dazu keine wirklichen Vermutungen, schließlich hatte er noch keinen Kontakt zu dieser Räuberbande gehabt. Eigentlich hatte er bisher nichts geleistet außer sich in einem Spinnennetz zu verheddern und sich befreien zu lassen. Wie immer fehlte es ihm einfach an den Möglichkeiten wirklich zu zeigen, was er eigentlich alles konnte, doch hatte sich bisher noch keine Mission dazu angeboten gehabt. Stattdessen präsentierte er immer und immer wieder, dass man ihn besser daheim lassen sollte, obwohl er insbesondere im Bereich des Taijutsu ziemlich unangefochten war. Zumindest in den Gefilden der Genin aus Shirogakure.

Kurz darauf versiebten auch schon die Worte aus dem Inneren des Baumes und die Ruhe kehrte ein, wodurch der Blauschopf die Umgebungsgeräusche der Natur noch viel intensiver wahrnehmen konnte. Aufmerksam überblickte er das unübersichtliche Terrain welches bei Nacht einen ziemlich unheimlichen Eindruck hinterließ. Der Nebel zog sich erneut zu und versperrte natürlich die Aufklärungsmöglichkeiten, doch schuf man einfach Abhilfe und konzentrierte sich auf die Geräusche. Allerdings entpuppte sich die Schicht von Izuya als ziemlichen Reinfall, denn es passierte eben einfach so überhaupt gar nichts. Natürlich war eine ruhige und ereignislose Wache stets die beste Wache, doch könnte er auch ein wenig Action vertragen. Und so gingen die Stunden ins Land, bis der Taijutsuka wieder das Innere des toten Baumes erreichte und den Tsukigata für die Wachablösung aufweckte. „Pass auf dich auf. Gute Nacht“, entgegnete der Blauschopf lächelnd und machte es sich dann so bequem wie nur möglich, ehe er auch schon einschlief und sich erholen konnte.

Nach den Stunden der Wache kam auch Yamato zurück in das Innere des Baumes und übergab die Verantwortung an Kenta, allerdings wachte auch Izuya auf, da er hier drin keinen sonderlich tiefen Schlaf hatte. Aufmerksam lauschte er den Worten seines Kumpels und atmete tief durch. Hoffentlich war die Quelle des Geräusches nichts schlimmes, aber da mussten sie sich wohl überraschen lassen. Und so schloss er wieder die Augen und versuchte noch ein wenig zu schlafen.

@Tsukigata Yamato @Kinzoku Kenta
 

Kinzoku Kenta

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Als die Wachreihe an ihm war, hatte Yamato nur von einer verdächtigen Bewegung in den Ästen zu berichten, die alles oder nichts sein könnte ... aber Yamato wusste das, also hieß der Umstand dass er sie erwähnte wohl, dass er kein so gutes Gefühl dabei gehabt hatte? Hm. "Schauen wir mal." War Kentas Antwort. Er fand Wachdienst immer unendlich dröge, die Suche nach einem verdächtigen Rauschen wäre immerhin besser als gar nichts ... und als das in den nächsten Stunden nicht auftauchen mochte und nur die Blätter im Wind rasselten, begann er zunehmend, sich über andere Sachen Gedanken zu machen. Yamatos Idee einer Kooperation zwischen Spinnen und Banditen etwa. Klang verrückt genug um wahr zu sein, aber warum hatten sie die Spinnen dann bisher nie zu Gesicht bekommen? Noch war vieles unklar, wie Kenta zu seiner einigermaßen großen Unzufriedenheit feststellen musste, und er hoffte schwer, dass sie mit dem Morgengrauen mehr herausfinden würden. Und zwar indem sie das Lager dieser Bande aufsuchten und erstmal ein wenig wohlverdientes Chaos stifteten - die fehlende Information würde dann hoffentlich nebenbei abfallen ... hmm. Schon mal Pläne schmieden? Schwierig wenn man das Gelände nicht kannte, aber die Gegend blieb so unnatürlich still wie vorher, und besseres hatte er eh nicht zu tun.
Als es endlich morgen geworden war - und Kenta etwa zwanzig verschiedene Angriffsszenarien gestrickt hatte, die gegen Ende hin zunehmend ausgefallen geworden waren - sprang er förmlich von seinem Wachposten auf, wandte sich dem hohlen Baumstamm zu, krabbelte hinein, und ...

"... huh. Ich muss zugeben, damit hab ich jetzt nicht gerechnet. Gibt's hier noch einen Eingang?"
Stellte der Kinzoku recht neutral fest, nachdem er sich ganz aufgerichtet hatte, und legte verwundert den Kopf schief. Da hing eine doch komfortabel wolfsgroße, braune und sehr flauschige Spinne an einem elastischen Faden von irgendwo weiter oben inmitten des Hohlraums in der Luft. Sie schien recht friedfertig zu sein - nein, sogar neugierig. Gerade war sie damit beschäftigt, Izuyas auffällige blaue Haare mit ihren Kauwerkzeugen zu betasten. Als Kenta sprach, hob der Achtbeiner allerdings vorsichtig den Kopf, guckte den Kinzoku einen unangenehm langen Moment aus acht schwarzen Knopfaugen an, und sagte: "Oh. Das ist mir jetzt aber schon unangenehm." während sie erst langsam, dann schneller und schneller an ihrem Faden weiter nach oben krabbelte und sich in einer bequemen Ecke einige Meter weiter oben im Baumstamm verschanzte. "Ihr ... müsst entschuldigen. Normalerweise sind wir nicht so unhöflich ..." Setzte die Spinne zu einer Antwort an, während Kenta mehr in die Mitte des Baumstamms trat und vermutlich gerade ein bisschen Unruhe losbrach - was die Spinne dazu brachte, noch ein gutes Stück weiter zurückzukrabbeln - irgendwo da oben schien ein Loch zu sein, über das sie vielleicht auch hereingekommen war. Sie wirkte irgendwie peinlich berührt von dem Trubel, den sie ausgelöst hatte.

Kenta seinerseits hatte Mühe, nicht laut loszulachen. "... vielleicht erzählst du uns einmal, welchen Zweck dein Besuch hat?" Griff er das etwas eingeschlafene Gespräch mit der Spinne wieder auf. "Uhm ... ja. Richtig. Wir ... wir mussten wissen welche Sorte Menschen ihr seid." Die Spinne klickerte mit ihren Mandibeln. "Wir können das nicht so gut auseinanderhalten. Und vor einer Weile sind diese unangenehmen Menschen hier aufgetaucht und haben ein paar von uns eingefangen, um an ihr Gift zu kommen. Da hat der Rest von uns sich natürlich noch weiter zurückgezogen ... ahem. Und ich wollte einmal nachsehen was ihr so treibt. Und - ob wir vielleicht ... zusammenarbeiten könnten? Falls ihr diesen unfreundlichen Menschen feindlich gesinnt seid?" Sie gestikulierte mit einem langen Bein in Richtung des gefesselten Banditen, der ihr wohl als Indiz gedient hatte.


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Träge drehte Yamato sich im Halbschlaf herum und blinzelte in die nächtlichblauen Schatten ihres Unterschlupfs. Eine Bewegung zu seiner Rechten fing das bisschen Aufmerksamkeit, das er der Welt gerade zuteilwerden ließ. Eine dicke und viel zu große Spinne baumelte von der Decke (welche Decke eigentlich?) und begrabbelte Izuyas Haare. ’Alles klar ... ich träume.‘, beschloss der Tsukigata und wollte sich gerade wieder auf andere Seite wälzen, als Kenta sich dem Traum hinzugesellte und Konversation mit der Spinne begann. Verrückt ... aber noch lange nicht das Verrückteste, das der Genin je geträumt hatte. Und bei sprechenden Grabscherspinnen wollte das was heißen. Aber irgendwas stimmte an der Sache nicht. Schmerzen drängten in seine Wahrnehmung. Das Zerren und Reißen in seinen Knochen war nicht neu, aber sonst hatte er wenigstens im Traum Ruhe vor seinem Bluterbe. Und dann war da noch ein heißes Pochen in seinem Unterarm. Zu oberflächlich, um von den Knochen zu kommen. Dummerweise (oder zum Glück) fiel Yamato in diesem Moment ein, was es war. „Oh Scheiße.“, machte er und fuhr hoch.

Mission. Gruselwald. Banditen. Und Riesenspinnen.

Yamato glotzte die Spinne an. Die Spinne glotzte Yamato an und blinzelte irritiert mit allen acht Augen gleichzeitig. Hätte sie unter ihrem dichten schwarzen Pelz erröten können, sie hätte es wohl getan. Dem Tsukigata war es nicht minder peinlich. Ungelenk kam er auf die Füße, nur um sich dann respektvoll vor der Spinne zu verneigen. „Ich bitte vielmals um Entschuldigung, kumo-sama.“. Zwar hatte Yamato nicht mitbekommen, was Kenta und die Spinne besprochen hatten, aber allein, dass sie sprechen konnte, genügte ihm, um sie mit gebührendem Respekt zu behandeln. Die Spinne zog den Kopf ein, beinahe schien es als genierte sie sich. „Oh ... nicht doch.“, wisperte sie verschämt. „Mein Name ist Pochi.“. Mit einem Vorderbein streifte sie zaghaft ihre Stirn, wo sich tatsächlich ein winziger weißer Punkt befand, der ihr wohl den Namen gegeben hatte. „Und -sama ist wirklich nicht nötig.“. Schüchtern und bescheiden. Wer hätte das gedacht, wo sich die überdimensionierten Spinnen zweifellos auf einer der oberen Stufen der Nahrungskette befanden. Aber wie unter den Menschen gab es wohl solche und solche. „Sehr erfreut, Pochi-san. Ich bin Yamato.“, erwiderte ebendieser und warf einen Blick zu Kenta, der dem ganzen Spektakel grinsend zugesehen hatte. Na, zum Glück hatte er sich von dem Schrecken im Banditenlager schnell wieder erholt. „Aber ich wollte euer Gespräch nicht stören...“. Der rothaarige Sora-Nin schien jedoch nicht im Mindesten gestört und griff den Faden wieder auf – mit einer Frage, die nur all zu berechtigt war: Was wollte Pochi überhaupt hier? „Du suchst Verbündete ...“, murmelte Yamato überrascht, nachdem die Spinne sich erklärt hatte. Aus acht großen, hoffnungsvollen Augen sah sie ihn an. Der Tsukigata blickte fragend zu Izuya, der inzwischen zweifellos wach geworden sein musste. Aber es war wohl in Ordnung, wenn er antwortete? „Wir sind Shinobi aus Shirogakure und Soragakure. Wir wurden geschickt, weil aus den umliegenden Dörfern Menschen verschwunden sind. Die Ursache haben wir wohl gefunden ...“. Yamato nickte in Richtung des gut verschnürten Banditen, der die Geschehnisse aus aufgerissenen Augen verfolgte. „Es wäre bestimmt für beide Seiten von Vorteil, wenn wir zusammenarbeiten.“. Aber entscheiden mussten das letztlich Izuya und Kenta. „Ja ... ja, das wäre wirklich gut ...“, gab Pochi leise zurück und tippte sich mit der Spitze ihres Vorderbeins nachdenklich gegen die Mundwerkzeuge. „Auch von uns sind noch einige in der Gewalt dieser ... Menschen. Wir wollten ihr Lager schon einmal angreifen, aber ... sie haben uns in eine Falle gelockt. Mit unseren eigenen Netzen ...“. Betreten sah Pochi in die Runde und brauchte einen Moment, bevor sich weitersprach. Auch dann, kamen die Worte nur stockend aus ihr heraus. „Meint ihr ... wir könnten es gemeinsam versuchen? Wenn ihr ... sowieso jemanden dort befreien wollt? Und ... es keine Umstände bereitet?“.

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Die Übergabe von Yamato an Kenta stellte sich als ziemlich ereignislos heraus, also konnte der Blauschopf seine Äuglein wieder getrost schließen und brav weiter schlafen. Auch wenn sein Schlaf nicht sonderlich tief war, so war er tief genug, um nicht alles zu bemerken. Der gute Shiro-Nin der das Team eigentlich anführte schien sich allmählich wieder erholt zu haben und richtete sich in den frühen Morgenstunden bereits auf, verschaffte sich kurzerhand einen Überblick und entschied sich zu einem späteren Zeitpunkt nachzuhaken, was alles seither geschehen war, denn die Aufmerksamkeit galt nun voll und ganz dem unerwarteten Besucher, der sich an einem elastischen Faden in die Tiefe bewegt hatte. Eine wolfsgroße, haarige Spinne hatte sich herabgelassen und wirkte dabei aber so friedlich, ja gar neugierig. Für Kenta, den jungen Anführer und für den langsam erwachenden Yamato war das definitiv eine gelungene Überraschung, doch nur einer bekam davon noch nicht all zu viel mit. Der noch leicht schlafende Akinawa wurde derweilen Opfer der spinnenhaften Neugier, weil sein eisblaues Haar so faszinierend war. „Hmmn“, stammelte Izuya, der langsam erwachte und spürte, wie irgendetwas an seinem Haar zugange war. Der Taijutsuka blinzelte und drehte sich leicht, als die Spinne – die sich ertappt fühlte – sogleich einen gekonnten Rückzug vollzog. Izuya riss die Augen auf und fuchtelte hektisch mit einem seiner Arme, um der Spinne etwas Distanz verschaffen zu wollen, doch leider knallte seine harte, starke Faust direkt in das Gesicht seines Teamleiters, der sofort nach hinten fiel und wieder im Reich der Träume gefangen war. „WUHOW!“

Mit großen Augen beäugte Izuya die wolfsgroße Spinne und tastete sein Haar ab, um zu prüfen, was eigentlich geschehen war. Doch wieso wirkte die Spinne so friedlich? Merkwürdig. Kenta nahm derweilen Kontakt auf und der Blauschopf hatte kurz Zeit durchzuatmen, konnte dem Gespräch dennoch vollste Aufmerksamkeit widmen und demnach ebenso herausfinden, was hier vor sich ging. Die Spinnen mussten herausfinden, was für eine Sorte Menschen sie waren? Böse Menschen trieben hier ihr Unwesen und entführten sowohl Spinnen als auch reisende und ansässige Menschen? Zusammenarbeit? Klang alles einleuchtend und gerade wollte Izuya etwas zum Besten geben, als Yamato sich aufrichtig bei dem majestätischen Tier entschuldigte. Es war wirklich eine seltsame Situation entstanden, doch alles in allem verlief sie positiv und das war der entscheidende Punkt. Der Taijutsuka deutete einen Zweifinger-Salut an. „Freut mich, Pochi. Ich bin Izuya“, stellte er sich dann vor und lauschte dann den Worten seines Schützlings, der dieselbe Antwort getätigt hatte, die er auch getätigt hätte. Verbündete waren nicht verkehrt, denn mit vereinten Kräften könnten sie das Problem hier lösen, daher nickte der Taijutsuka und stimmte stumm zu.

Der muskulöse Basketballspieler erhob sich und blickte zu seinem ausgeknockten Teamleiter, ehe er Pochi direkt in die acht Augen blickte und ein breites Grinsen aufsetzte. „Also Yamato-kun und ich helfen dir definitiv, Pochi!“, bestätigte das Blauhaar also und richtete seinen Blick zu Kenta, der ja für die Seite von Soragakure verantwortlich war. „Wenn unser Kamerad aus Soragakure hier ebenfalls zustimmt, dann würden wir schon einen geeigneten Plan auf die Beine stellen, um zu gewinnen“, versicherte der Taijutsuka und klopfte dann seinem Kumpel Yamato auf die Schulter. "Blauhaar", stammelte Pochi mit leicht glücklichem Unterton. Es wurde allmählich Zeit dafür zu sorgen, dass die entführten Dorfbewohner wieder frei kamen und nun zählten auch die gefangenen Spinnen zu den Individuen, die gerettet werden mussten. Izuya ballte Fäuste, denn endlich hatte er die Möglichkeit seinen Wert unter Beweis zu stellen. Sein Blick wanderte wieder zu Kenta. „Kinzoku-san? Seid ihr einverstanden?“

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Kenta hatte die letzten Momente schon still vor sich hin gelächelt, während das Shiro-Team in Verhandlungen mit der großen Spinne eintrat - er hatte seine Entscheidung schon längst getroffen, und nickte sofort, als die Frage noch an ihn gerichtet wurde. "Aber selbstverständlich bin ich einverstanden. Unsere Interessen kommen in diesem Punkt auf ganz natürliche Weise zusammen - und ihr könnt uns sicherlich auch verraten, wo genau wir das besagte Banditenlager finden, Pochi-san?" Die Angesprochene tappte aufgeregt ihre Kauwerkzeuge zusammen und bejahte diese Frage. "Gebt mir nur ein bisschen Zeit, meinen Verwandten Bescheid zu sagen. Wir brauchen nicht lange, um uns zu organisieren. Ich komme euch dann hier abholen, ja? Wunderbar!" Pochi wippte an ihrem Faden kurz auf und ab, dann krabbelte sie rückwärts aus dem hohlen Baumstumpf hinaus - auf dem besten Weg zu ihren achtbeinigen Freunden, wie man wohl vermuten durfte.

"Na, das war ja eine unerwartet produktive Begegnung hier draußen."
Fasste Kenta kurz zusammen. "Bevor wir uns einfach rüberführen lassen ... Yamato-kun hat ja schon ein grobes Bild davon bekommen, wie ich kämpfe, aber ich denke für euch sollte ich es nochmal erwähnen dass ich vor allem ein Ninjutsuka bin. Das heißt aber nicht dass ihr mich vor Gegnern abschirmen müsst - eher im Gegenteil." Er lächelte selbstbewusst. "Meine Reserven sind wiederhergestellt, und wenn unsere Gegner nicht ganz unerwartet kampfstark sein sollten, dürfte ich mich auch ziemlich gut gegen ihre giftigen Fernwaffen absichern können. Ich denke es wäre sogar das sinnvollste, mich als Frontreihe einzusetzen - ich werde ein wenig Feuer auf mich ziehen und Lärm und Licht produzieren. Dann könnt ihr euch leise hinter ihre Reihen bringen und wir achten alle darauf, die mit den Blasrohren zuerst auszuschalten. Ich denke, unsere achtbeinigen Freunde werden vor allem ihre Familienmitglieder befreien wollen und sollten auch aus einer anderen Richtung als wir angreifen. Dafür müssten wir aber das Lager erst einmal sehen." Und das war es im Grunde auch fürs erste - zwar war noch ein bisschen was festzulegen, bevor Kenta mit einer Angriffsstrategie zufrieden sein könnte, aber in völliger Unkenntnis des Terrains war das momentan doch ein wenig verfrüht dafür. Aber Pochi hatte nicht zu viel versprochen - sie war in vielleicht zehn Minuten wieder zurück, wie das dezente Räuspern über ihren Köpfen verriet. "Wenn ihr kurz folgen möchtet ..." lud sie ein, krabbelte auf den Boden ihres Baumstumpflagers, und würde ihnen einen ebenerdigen Weg durchs Unterholz zeigen, der ohne Vorkenntnis erst einmal nicht als Weg erkennbar gewesen wäre - zu verwoben war das Gehölz und zu dicht die Blätter, die die Spinne mit ihrem großen Leib erst einmal beiseite schieben musste, ehe erkennbar wurde, dass es hier dennoch einen Durchgang gab, der gelegentlich genutzt wurde - darauf deuteten einige Fußspuren in beide Richtungen hin, die anzeigten, dass die Banditen diesen Schleichweg genutzt haben mussten. "So früh morgens sind sie meistens noch nicht sehr aktiv." murmelte Pochi leise, während sie ihre Schritte bereits ein wenig verlangsamte. "Wir haben untereinander beredet, dass wir von allen Seiten kommen würden, sobald ihr den Angriff begonnen und sie abgelenkt habt." Die Spinne klickte wieder mit ihren Mandibeln. "Ich hoffe ihr habt dafür Verständnis. Wir hatten bisher alleine kein Glück mit diesen Gegnern, aber mit eurer Unterstützung schaffen wir das bestimmt." Sie ließ eine kurze Pause, in der sie offenbar nachdachte. "Ihr kommt wirklich aus zwei verschiedenen Orten weit weg, um den gefangenen Menschen zu helfen? Menschen sind wirklich sehr gut organisiert." Freute sich Pochi, und blieb ein paar Momente später abrupt stehen. "Da ... schaut." Warnte sie ganz leise, und schob mit einem haarigen Vorderbein ein großes Blatt beiseite. Dahinter wurde eine künstliche Lichtung in diesem riesigen Wald sichtbar, wo aus den gefällten Baumstämmen behelfsmäßige Befestigungsanlagen aufgestellt waren - von Mauern konnte nicht die Rede sein, es waren eher angespitzte Pflöcke mit einzelnen Aussparungen, die den Durchgang erlaubten und von recht schief dastehenden Kerlen bewacht wurden, die aber scheinbar mit Blasrohr bewaffnet waren. Das innere des Lagers bestand aus handwerklich etwas besser gearbeiteten Hütten, und ringsum verstreut standen Lagerfeuer, Versammlungsplätze, und ... der ein oder andere Käfig, wo jeweils Spinnen oder Reisende eingeschlossen waren. "Meine Familie steht rings um bereit ... seid ihr so weit?"

Kenta, der bereits die Positionen der nächststehenden Wachen festgestellt hatte, grinste nur. Silbern schimmerndes Metall wallte aus seinen Poren nach oben und bedeckte noch währenddessen sein Gesicht mit einer dünnen, ungebrochenen Schicht, an der so kleine und leichte Geschosse wie Dartpfeile abprallen würden wie Wattebällchen (Kinzoku Sensha). "Absolut. Wir verfahren wie besprochen, weicht am besten zu den Seiten weg und fädelt euch gemeinsam mit den Spinnen ein - hier werden gleich alle hingucken." Richtete er noch an die beiden anderen, wartete aber nicht wirklich auf eine Antwort, ehe er aus dem Unterholz schritt - gemessen und vollkommen angstfrei - und währenddessen Fingerzeichen formte, die Yamato vielleicht wiedererkannte. Spätestens aber die grell funkelnde Kugel aus Licht und Hitze, die sich ein paar Sekunden später in Kentas silberglänzenden Händen geformt hatte (Raiton: Kyuden no Rajikon) und bereits jetzt hervorragend für Aufmerksamkeit sorgte. "HEY, SCHNAPSNASEN!" Brüllte er fast über die Lichtung. "NUR WEIL IHR JETZT IM WALD SEID BLEIBT IHR TROTZDEM EIN HAUFEN RÄUDIGER STRAẞENKÖTER!" Dann fiel er abrupt in einen Sprint, und ließ seinen gebundenen Kugelblitz vorschnellen wie einen treuen Kampfhund - der nicht bellte, aber mit dem scharfen Knall seiner Entladung auf ganz eigene Art für eine angemessene Geräuschkulisse sorgte.

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Akinawa Izuya

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Ein großes Grinsen legte sich in das Gesicht des Blauschopfes als er die Frage zur Kooperation an Kenta stellte und dieser selbstverständlich zustimmte. Der Kinzoku hatte seine Entscheidung unlängst getroffen und hakte bei Pochi nach, ob die Spinnen wussten, wo das Banditenlager zu finden war. Selbstverständlich wussten die Spinnen davon, doch brauchten sie etwas Zeit um sich entsprechend zu organisieren. Hier brach nun also ein kleiner Krieg vom Zaun, doch den Banditen musste ein für alle mal das Handwerk gelegt werden und Izuya verweigerte sich da gewiss nicht. Der Blick des stellvertretenden Leiters des Shiro-Teams blickte zum Teamleiter, der leider Gottes noch immer ausgeknockt war. Oder besser gesagt: schon wieder ausgeknockt. Der arme Kerl würde gewiss keine guten Erinnerungen an diese Mission haben, wenn er überhaupt welche hatte. Der zaghaften Spinne Pochi wurde seitens Izuya ein Nicken entgegen gebracht, ehe diese auch schon verschwand um ihre Familie zu organisieren. Die Aufmerksamkeit gehörte nun ganz dem Chûnin aus Soragakure, der den Taijutsuka kurzerhand aufklärte, wie er seine Kämpfe austrug. Er war ein Ninjutsuka, doch anders als üblich brauchte er keine Abschirmung, sondern viel eher das Gegenteil. Izuya zog eine Augenbraue hoch, weil er dieses Konzept noch gar nicht so gut kannte, aber er vertraute auf die Fähigkeiten des Kinzoku und die Erfahrungen seines Begleiters. „Einverstanden. Ich kann lediglich mit Taijutsu dienen“, informierte er den Leiter der Soras und ballte dabei eine Faust. Wenn Kenta also das Gegenteil von Abschirmung brauchte, dann war Izuya der ideale Lieferant. Yamato hingegen schien sich ideal dafür zu eignen die Blasrohrnutzer auszuschalten, während Kenta die Hauptangriffslinie bildete. Der grobe Plan stand also und je nach Terrain am Banditenlager wäre ein exponiert flankierender Angriff der Spinnen äußerst hilfreich, aber da musste die Truppe noch abwarten.

Nach etwa Zehn Minuten kehrte Pochi zurück und lud die drei Shinobi ein ihr zu folgen, denn allmählich konnte die große Befreiungs- und Vernichtungsaktion beginnen. Zwar hatte Izuya nicht vor hier irgendjemanden auszulöschen, doch der Sora-Nin hatte eine schattige Seite an sich, die der Akinawa bisweilen nicht einschätzen konnte. Ob dieser einfach die vielen Banditen tötete? Izuya hatte noch nie getötet, war nicht einmal Zeuge einer Tötung gewesen und doch gehörte es ja irgendwie zu seiner Berufung. Ob er dazu in der Lage war? Izuya schüttelte den Kopf, verdrängte das Thema vorerst. Und so begab sich das Einsatzteam durch das Unterholz über einen Schleichpfad zum Banditenlager, welches ziemlich befestigt wirkte, zugleich aber auch Möglichkeiten einer Konfrontation bot, die nicht zu verflochten war. „Vielen Dank, Pochi-san“, bedankte sich der Blauschopf also bei der Spinne und nickte anerkennend, denn diese Zusammenarbeit zahlte sich wirklich aus. Es fühlte sich augenblicklich so an, als konnten die drei Shinobi eine Art Abkürzung nehmen und das Problem nunmehr gänzlich aus der Welt schaffen, sehr ideal. „Unser Kamerad hier wird das Signal geben und die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wir werden mit Euch gemeinsam flankierend wirken“, klärte Izuya kurzerhand den Plan von Kenta auf, damit Pochi den übrigen Spinnen Bescheid geben konnte. Der Kinzoku ließ silbern schimmerndes Metall aus seinen Poren frei und Izuya blinzelte überrascht, denn allmählich verstand er, worauf der Kinzoku vorhin hinaus wollte.

Der Blauschopf nickte dem Kinzoku zu und wandte sich dann an Yamato. „Hör zu. Du wirst über die rechte Flanke gehen und an der Seite von Pochi-san bleiben“, instruierte Izuya seinen Kameraden und legte ihm beruhigend eine Hand auf die Schulter. „Du wirst dich gezielt um die Blasrohrnutzer kümmern, während Kinzoku-san die Aufmerksamkeit auf sich zieht. In der Zwischenzeit werde ich aufräumen und dafür sorgen, dass unser Freund aus Sora auf seine Kosten kommt“, erklärte Izuya also und nickte seinem Kameraden aufmunternd zu. „Und wenn wir das alles hier erledigt haben, dann gehen wir nach Hause und erholen uns!“ Mit diesen Worten begab sich Izuya dann mit einigen Spinnen auf die linke Flanke und bereitete seinen Angriff entsprechend vor, während Kenta allmählich anfing den Plan in die Tat umzusetzen. „Es geht los“, kommentierte Izuya leise und hörte das Klappern der Spinnen, die teilweise recht ängstlich waren aber wer konnte es ihnen verübeln? Der Taijutsuka ballte Fäuste und hatte seine Trainingsgewichte abgelegt, um sich schneller und effizienter bewegen zu können, wenn er an der Reihe war. Der Kugelblitz schnellte vor und Kenta stürmte los, nachdem er eine laute und eindringliche Ansage gemacht hatte. Die Wachen nahmen sofort Verteidigungshaltung an und bildeten die erste Defensivwelle, um die sich Kenta kümmern musste, während sich die übrigen Banditen im Lager erhoben und sich zu formieren begannen.

Damit der Kinzoku jedoch nicht alles allein stemmen musste, war es nun an der Zeit loszulegen. Izuya gab das Startsignal und die Spinnen begannen das Lager zu stürmen, gefolgt vom Taijutsuka selbst, der damit die Wachen vorn umgehen konnte und sich direkt ins Lager begab. Der Blauschopf spürte, wie er am ganzen Körper zitterte, denn er hatte sich noch nie in ein waschechtes Gefecht begeben, doch zurückziehen konnte er sich nun auch nicht. Direkt vor ihm schoss ein verwirrter Bandit eilig aus dem Zelt, der den anstürmenden Genin panisch betrachtete und Izuya setzte sofort zu einem Drehkick an, um den armen Banditen zurück ins Zelt zu befördern. „Sucht Euresgleichen!“, meinte Izuya zu den Spinnen und verschaffte sich einen zügigen Überblick. Hoffentlich schaffte Yamato es, die Blasrohrnutzer auszuschalten. Und so stürzte sich Izuya ins Getümmel und näherte sich einer Gruppe Banditen. „KONOHA SENPUU!“, betitelte er sein Jutsu und verpasste dieser Gruppe einen gehörigen Wirbelkick, der sie weiter in die Richtung des Kinzoku trieb und schleuderte. Izuya war der Lieferant, Kenta die Annahmestelle. Bereits jetzt herrschte großes Chaos im Banditenlager und nur die Shinobi hatten noch den Überblick. Geschwind wich der Taijutsuka den Angriffen der Banditen aus und verteilte vereinzelte Schläge und Tritte, um die Banditen zu verletzen und für Kenta angreifbar zu halten.

Wenn Yamato die Blasrohrträger erwischt hatte, dann würde er sich auch auf einer idealen Flanke befinden um bei der Säuberung akkurat zu unterstützen. Ein relativ simpler Plan, aber oft geprägt vom Erfolg.

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Nun wurde es also ernst. Nicht, dass es vorher nicht auch schon ernst gewesen wäre, aber zum ersten Mal seit Beginn dieser seltsamen Mission lag der Weg klar vor ihnen. Kein Herumsuchen im Nebel zwischen toten Stämmen und Spinnennetzen, kein zufälliges Hineinlaufen in Banditen und Sora-Nin, von denen leider auch niemand in eine klare Richtung weisen konnte. Hätten sie nicht Pochi getroffen, wären sie am Morgen vermutlich einfach weiter durch den Wald geirrt. Nun aber war endlich klar, was zu tun war – und damit ein Ende in Aussicht. Bevor es aber ein gutes Ende werden konnte, stand noch einige Arbeit an. „Ich stehe leider noch komplett am Anfang, aber mein Bluterbe ermöglicht es mir zumindest, einiges einzustecken.“, steuerte Yamato bei, als alle ihre Fähigkeiten in den Topf warfen. Sonst hörte er der Einsatzbesprechung weitgehend schweigend zu und nickte nur an den relevanten Stellen, um zu signalisieren, dass er sowohl Positionen und Vorgehen seiner Mitstreiter als auch seine eigenen Aufgaben verstanden hatte. Nur eines war bei alldem nicht zur Sprache gekommen und es schien dem Tsukigata wichtig genug, um es noch anzumerken. „Pochi-san ... kann einer Eurer Verwandten eventuell ein Auge auf unseren Gefährten und auf den Gefangenen haben?“. Dies war zum Glück ohne Weiteres möglich, schließlich nahmen nicht alle Spinnen an dem Überfall auf das Banditencamp teil. Die schüchterne Pochi bestätigte, dass ihre ehrenwerte Großmutter höchstselbst nicht nur ein, sondern alle acht Augen auf die beiden zurückbleibenden Menschen haben würde. Und damit ging es auch schon los.

Das Banditenlager stellte sich als größer heraus, als Yamato erwartet hatte. Allerdings war es auch um einiges schlechter befestigt. Man hatte sich Mühe gegeben, einen palisadenartigen Wall mit entsprechenden Öffnungen zu errichten, aber selbst für den Tsukigata, der sein spärliches Wissen über Befestigungsanlagen komplett aus Büchern hatte, waren die Schwachstellen deutlich erkennbar. Man musste den Gesetzlosen allerdings zugutehalten, dass sie ebendiese Schwachstellen mit Wachposten besetzt hatten. Und seine Aufgabe war es, so viele wie möglich auszuschalten. Mit unverhohlenem Staunen sah Yamato zu, wie Kenta sich in eine silberglänzende Hülle aus Metall kleidete. Zwar hatte er das Bluterbe des Kinzoku gestern schon in Aktion sehen können, aber heute war es nicht weniger beeindruckend. Kurz, bevor es losging, nahm Izuya ihn noch einmal zur Seite. „Verstanden.“, nickte Yamato zuversichtlich auf die Worte seines de facto Teamleiters. Er war gar nicht so aufgeregt, wie er vielleicht sein sollte – schließlich war er zweifellos der Schwächste im Team. Aber der Plan war klar und mit Abweichungen würden sie umgehen können. Und nicht zuletzt konnte Yamato sich gerade beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Banditen jemandem wie Kenta überhaupt beikommen wollten.

Kugelblitz voran, zog der Kinzoku für einige entscheidende Momente alle Aufmerksamkeit und damit auch die erste Salve aus den Blasrohren auf sich. Izuya nutzte die Lücke, um mit einem Teil der Spinnen das Lager zu stürmen. Nun war es an Yamato, Pochi und ihren Verwandten, die Blasrohrträger auf seiner Seite auszuschalten, bevor die sich neu formieren und erneut zuschlagen konnten. Wie angewiesen, stieß der kleine, weitgehend achtbeinige Trupp über die rechte Flanke vor ... allerdings stellten sich die Spinnen als recht flink heraus. Im Gegensatz zu Yamato, der seine Knochen – und deren Gewicht – nach der unbequemen Nacht mehr als deutlich spürte. „Shinobi-san ... wenn ... wenn es Euch nichts ausmacht ... klettert doch auf meinen Rücken. So sind wir schneller. Nicht ... nicht dass ich sagen wollte, Ihr wärt zu langsam, a-aber ...“. Pochi hatte innegehalten und sich ein wenig abgesenkt. Yamato zögerte keine Sekunde und lächelte der jungen Spinne entschuldigend zu. Sie hatte ja recht. „Ich wiege aber einiges...“, warnte er vor und kletterte auf Pochis weichbepelzten Rücken. Wenn Yamatos Gewicht ihr irgendetwas ausmachte, so ließ sie es sich nicht anmerken und hatte bald zu ihren Verwandten aufgeschlossen. Die Banditen waren gerade dabei, ihre Blasrohre neu zu bestücken, und hatten den Blick noch auf die viel offensichtlicheren Gefahren gerichtet, um zu bemerken, was ihnen gleich blühte. Der Salve aus Kunais und gut gezielter Spinnenseide hatten die Männer und Frauen wenig entgegenzusetzen. Wer nicht beim ersten Mal erwischt wurde, bekam es mit Pochis deutlich aggressiveren Brüdern zu tun. Ein besonders großer und dicker Spinnerich mit hellgrauem Pelz – Mochi, wie Yamato nebenbei erfuhr – riss die Palisaden beim Versuch, sich durch eine der Öffnungen zu quetschen, kurzerhand nieder. Der Weg war frei. Yamato und Pochi stellten sicher, dass die Blasrohrträger entwaffnet und mindestens für den Rest des Kampfes ausgeschaltet waren, dann folgten sie den anderen ins Innere des Lagers. „Helfen wir Izuya und Kenta!“, rief Yamato über den Kampfeslärm in Pochis Ohr (zumindest hoffte er, dass er das Ohr erwischt hatte). Die Spinne aber hatte andere Pläne und hielt zielstrebig auf eine Reihe von Holzverschlägen zu. „P-pardon ... aber ich brauche Eure Hände, Shinobi-san.“, gab sich mit dünner, betretener Stimme zurück. Sie wollte erst ihre Verwandten befreien? Einen Moment lang zögerte Yamato und warf einen Blick über die Schulter, wo Kenta und Izuya schon recht gründlich unter den Räubern aufräumten. „Gut.“, befand er. „Aber beeilen wir uns.“. Erstaunlich geschickt manövrierte Pochi sich und Yamato am Rande des Kampfgeschehens vorbei hin zu den Holzverschlägen und Käfigen. Dort war bereits einiges Klappern und Kratzen zu hören. Die dort gefangenen Spinnen hatten wohl bemerkt, dass Rettung nahte. Auch das eine oder andere eindeutig menschliche „Hallooo?“ und „Hilfeee!“ war zu vernehmen. Yamato verzichtete auf einen Antwortruf, um nicht noch zusätzliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Wer konnte schon wissen, ob hier nicht noch irgendwo Feinde lauerten? So leise es ihm möglich war, glitt er von Pochis Rücken und konzentrierte sein Chakra. Ein kurzer, heftiger Schmerz durchzuckte seinen linken Zeigefinger, als sich der Knochen des letzten Fingerglieds aus der Haut schob und eine Art Schlüsselbart bildete. Es war kaum Zeit, für alle Vorhängeschlösser, die die Verschläge sicherten, einen passenden Schlüssel zu formen, also mussten ein improvisierter Dietrich und etwas Fummelei genügen. Ein Schloss nach dem anderen gab nach und Pochi übernahm den Rest. Freudiges Geklapper von Mandibeln und erschrockene, doch hoffnungsvolle Schreie von Menschen mischten sich in das Krachen, als die sonst so zaghafte Spinne die Türen ohne großes Zeremoniell aus den Angeln riss. „Wenn ihr kämpfen könnt, helft uns! Ansonsten haltet euch versteckt!“, rief Yamato den befreiten Menschen und Spinnen zu. Mit einem knappen Nicken signalisierte er Pochi, dass sie jetzt zusehen sollten, die verbliebenen Banditen auszuräuchern. Mit ernstem Blick aus allen acht Augen nickte die Spinne zurück und folgte Yamato tiefer zwischen die Hütten.

@Akinawa Izuya @Kinzoku Kenta
 

Kinzoku Kenta

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Der Kinzoku hatte erst einmal nur einen recht begrenzten Überblick, was die anderen so trieben - das war der Nachteil, wenn man als erster in die Bresche sprang, aber es störte ihn überhaupt nicht - er hatte unheimlichen Spaß hier! Kenta huschte durch das Lager wie ein silberglänzender Dämon, ließ seinen Kugelblitz gegen jeden schnellen, der sich ihm entgegenstellte, und lachte nur, wenn er Geschosse in seine Richtung fliegen sah. Bis einer der Shiro-Kollegen doch auf sich aufmerksam machte ... mit einer laut hinausgeschrienen Technik, huh. Interessante Taktik, aber hier war es wohl wirklich egal! Und Izuya verband sie mit einer von Kenta ganz unerwarteten Aufmerksamkeit - mehr Gegner! Wie nett von ihm! Kenta hatte auch genau die richtige Reaktion auf dieses Geschenk: "Hey, Izuya! Zurück an Absender, hahaha!" Rief er lauthals, und passte die eben erst in seine Richtung torkelnden Gegner ab, um sie mit einem wohlkalkulierten Vorschnellen des elektrischen Yoyos zu empfangen. Eine Reihe scharf knallender Geräusche illustrierte die Reaktion, die das glühende Plasma mit menschlichem Gewebe entfaltete, während die betroffenen Banditen wieder zurückgeworfen wurden und tatsächlich ein kurzes Stück flogen, und der beständige Hauch von Ozon über dem Banditenlager würde so schnell nicht wieder verschwinden. Es war das herrlichste Chaos - riesige Spinnen, die von den Rändern ins Lager trampelten, laut rufende Männer, die aber mal so richtig aus dem Konzept geraten waren, stolperten durch das ganze Lager, warfen mit allem was sie so fanden in die Richtung von jedem, der ihnen unbekannt vorkam, und tatsächlich hatten einige davon auch versucht, Kenta mit einem Blasrohr zu erwischen - es machte auf eine sehr amüsante Weise "Plink", wenn die winzigen Geschosse an Kentas Metallhülle abperlten und zu Boden kullerten. Bis jetzt hatte der Kinzoku auch mehr als genug Spaß mit seiner mitgebrachten Waffe - es tauchte jedenfalls bisher kein Gegner auf, der ihn dazu gebracht hätte, etwas anderes zu probieren. Und ganz ehrlich - der Unterhaltungswert des Kugelblitzes war für Kenta nahezu unschlagbar.
Er versuchte bei aller Freude aber durchaus, auch selbst auf die mit den Blasrohren bewaffneten Gegner in seiner Ecke zu achten und ihnen ein wenig mehr Aufmerksamkeit zu schenken - er selbst mochte sicher sein, aber er hatte keine Lust, nachher ein paar Stunden zu warten, bis die anderen wieder ansprechbar waren - dann steuerte er weiter ins Zentrum des Lagers, sobald an seiner Front Ruhe eingekehrt war. Hier traf sich das Team auch wieder - gemeinsam mit einer erstaunlich großen Zahl Riesenspinnen und einigen der wehrhafteren Reisenden dauerte es nicht lange, mit den verbleibenden Banditen aufzuräumen - auch wenn es für Kenta mit dem Nachteil verbunden war, dass er bei so viel verbündeten Kämpfern im Nahbereich auf seinen Kugelblitz verzichten musste.

Traurig, ja. Aber er würde wohl bald drüber hinwegkommen. Als feststand, dass kein kampffähiger Räuber mehr in der Nähe war, ließ Kenta seinen metallischen Schutzmantel diskret von seinem Körper fließen (er bildete eine hübsche silberne Pfütze neben einer der Banditenhütten) und schüttelte sich ein paar lose Tropfen aus den Haaren, die mit leisem Klickern gegen die Holzwände stießen und dann wegkullerten. "Okay! Gute Arbeit, allesamt. Haben wir zufällig jemanden gefunden der hier irgendwie verantwortlich ist ..? Ich rätsele noch ein bisschen, weshalb sie diese ganze Sache inszeniert haben ..."
Eine Händlerin - die sich eine Dachlatte aus einer der Hütten gebrochen und gegen Ende an den Kämpfen beteiligt hatte - trat auf die Frage vor. "Die Frage kann ich beantworten, Shinobi ... diese Bande ist gesprächig, wenn sie sich sicher fühlen." Sie warf einem der am Boden liegenden Banditen einen vernichtenden Blick zu. "ihre Auftraggeber sind anonym geblieben, aber sie wollten wohl erreichen, dass dieser Wald abgeholzt wird - es ist der letzte große in der Gegend. Ihr könnt euren Verantwortlichen unter den Holzbaronen suchen, wenn ihr möchtet."
"Verstehe ..." Erwiderte Kenta nickend, und fühlte sich in seinen Vorüberlegungen bestätigt. "Gut, wir müssen sehen, was daraus wird. Würde ja Sinn machen die Behörden zu informieren, dass hier schon jemand wohnt und gerne bleiben würde. Hat sonst noch jemand ein Anliegen? Ansonsten würde ich noch ... dings ... Shinji? Besuchen gehen, um ihn rauszulassen." Er zwinkerte Yamato zu.

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Kenta out für Sora!
 

Akinawa Izuya

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Es brach regelrecht Chaos aus und doch waren es die Shinobi aus Sora und Shiro, sowie die Spinnen, die einen Überblick behalten konnten. Wild und panisch umher rennende Räuber auszuschalten und zu überwältigen, war eine einfache Übung. Sie wussten im Grunde nicht wohin, hatten keinen Ausweg, denn alle Flanken waren abgedeckt. Die Räuberbande wurde im wahrsten Sinne des Wortes einfach überrannt und gekonnt ausgeschaltet. Kenta hatte dabei die Vorhut übernommen und die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wodurch die äußeren Flanken ungeschützt waren. Das ideale Zeitfenster, damit Yamato los eilen und sich um die Blasrohrnutzer kümmern konnte. Nebenher konnte er sich dann auch um die Befreiung der gefangenen Händler und Spinnen kümmern, während Izuya von der äußeren Flanke her mit den Aufräumarbeiten begonnen hatte. Mithilfe seines starken Drehkicks beförderte er einige Räuber direkt in Richtung des Metalljungen, der ziemlich großen Spaß daran hatte, seinen Kugelblitz durch die Gegend schnellen zu lassen. Kurz konnte der Blauschopf erkennen, was dieses Jutsu mit seinen Opfern machte und irgendwie empfand Izuya diese Handhabe als ziemlich barbarisch, wenn man bedachte, wie leicht diese Räuber zu überwältigen waren. Aber letztlich ging es hier um das Wohl der Gefangenen, daher kniff der junge Shinobi die Augen zu und hielt sich einfach vor Augen, dass dieser Beruf eben auch seine Schattenseiten hatte. Diese B-Rang Mission hatte ihm im Allgemeinen einen großen Einblick in potenzielle Gefahren gegeben, an denen er zukünftig wachsen konnte. Und niemals wieder würde er zulassen, dass ein Teammitglied unter seiner Führung entführt würde. Niemals!

Zu guter Letzt hatten sie sich alle ins Zentrum des Lagers gekämpft, wobei Izuya wunderbar den Part des Lieferanten gespielt hatte, um Kenta mit notwendigen Gegnern zu versorgen. Die Kampfkraft des Chuunin durfte definitiv nicht unterschätzt werden, so viel stand fest und auch wenn sein Kugelblitz vielleicht ein wenig overdressed war und er eindeutig zu viel Spaß hatte, so war Kenta im großen und ganzen doch ein netter Kerl. Ob er es auch so sehen würde, wenn er die wahren Seiten des Kinzoku kennen lernte? Vermutlich nicht mehr, aber bisweilen würde er mit halbwegs positiven Eindrücken hier abreisen. Die letzten Räuber waren gerade im Begriff zu fliehen, als Izuya ihnen zuvor kam und den ersten Räuber mit einer starken Kombination auf die Bretter schickte. Dynamikku Akushon. Ehe sich der andere versah, wurde er Opfer eines starken Fußfegers, Konoha Reppuu, und bekam dann noch einen ausknockenden Tritt auf die Zwölf. Den letzten Räuber hatte der Blauschopf mit einem frontalen Angriff und einem Knochenbrecher auf Brusthöhe ausgeschaltet. Konoha Kaiganshou. Tief durchatmend blickte sich der Genin um und stellte fest, dass sie gewonnen hatten. Die Spinnen waren alle wohlauf und auch Yamato war nichts zugestoßen, was wiederrum ein Umstand war, den Izuya sehr glücklich machte. Er hätte es sich nicht verzeihen können, wenn Yamato erneut Opfer wurde. Und auch Kenta ging es gut, der eine interessante Pfütze erzeugt hatte. Natürlich übernahm der Chuunin die weiteren Gespräche vor Ort und konnte so in Erfahrung bringen, dass entsprechend Auftraggeber hinter der Räuberbande steckten, die offenbar zu den Holzbaronen zählten. Sie hatten also einen guten Anhaltspunkt, den sie an die Behörden weitergeben konnten.

Der Blauschopf wandte sich dann an die vielen Spinnen und ging vor Pochi in die Hocke, ehe er die große Spinne breit anlächelte. „Wie versprochen. Wir haben sie alle befreit, Pochi-san“, erklärte Izuya und die große Spinnendame hob eines ihrer Vorderbeine um damit an Izuyas blauer Frisur herum zu tatschen. „Ja, das habt ihr. Unser Dank wird euch Dreien auf ewig zu teil sein. Ihr seid hier im Wald immer herzlich Willkommen“, entgegnete die Spinne voller Dankbarkeit und begab sich dann auch zu Yamato, um sich gebührend zu verabschieden. Und auch Kenta wurde verabschiedet. Bevor sich jedoch ihre Wege trennten, mussten sie zurück zum hohlen Baum, um ihre Ausrüstung und allen voran den Shiro Teamcaptain zu holen, der von der Mission gar nichts mitbekommen hatte. Izuya klärte ihn über die Geschehnisse auf und Yamato füllte die Lücken, die Izuya hatte. Und so trennte sich dann die Delegation aus Shirogakure von der Delegation aus Soragakure, denn die Heimreise stand bevor. Dieses Mal natürlich ohne Zeitdruck und ganz entspannt, schließlich mussten sie sich auch ein wenig die Wunden lecken. Izuya jedoch war sehr stolz auf Yamato, der bei den Spinnen gutes Verhandlungsgeschick bewiesen hatte und auch sonst ein sehr verlässlicher Kamerad war. Die Mission war ein voller Erfolg.

- Mission erfolgreich beendet -

@Kinzoku Kenta @Tsukigata Yamato
 
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