Job: Schlammschlacht

Dieses Thema im Forum "Jôsei" wurde erstellt von Yamamoto Ren, 6. März 2012.

  1. Yamamoto Ren

    Yamamoto Ren New Member

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    Ruhigen Schrittes marschierte sie durch ihren Heimatort Jôsei. Über ihrem seidigen Haar spannte sich eine Kapuze, um sich vor dem leichten Nieselregen zu schützen. Zwar wollte das Mädchen nicht zimperlich sein, doch hatte man sie dazu gedrängt bloß ihr Gesicht vor den eisigen Tropfen zu schützen. Wie ihre Eltern nun einmal waren, wollten sie ihrer Tochter Sicherheit und einen Hauch Luxus nicht verwehren, auch wenn der Versuch sie mit Gütern zu überhäufen oftmals nicht das erwünschte Ergebnis erreichte. Seufzend warf Ren einen Blick in den verschleierten Himmel und seufzte gedehnt. Die letzten Tage hatte es im Reich des Feuers ordentlich gefroren und es waren sogar einige Schneeflocken zu Boden gefallen, die kurz liegen geblieben waren und nun wieder geschmolzen sind. Ob dies nun ein Grund zum Freuen war oder nicht, konnte sie nicht sagen, da der Auftrag weder bei frostigem, noch bei aufgeweichtem Boden besonders gut zu erfüllen war. Und zwar ging es um das Errichten eines Spielplatzes, wofür noch Freiwillige gesucht wurden. Die Kunoichi hatte dem Job ohne Murren zugesagt; warum auch nicht? Etwas gemeinnütziges für die Stadt konnte man immer tun und trainiert hatte sie in den letzten Tagen ohnehin zu genüge. Genauere Angaben allerdings wurden nicht gemacht, bis auf den Ort und die Uhrzeit natürlich.

    Den Blick wieder nach vorne gerichtet, setzte sie den Weg fort bis sie ihr Ziel erreicht hatte. Glücklicherweise befand sich der Platz nicht weit weg von ihrem zu Hause und doch war er ihr nie wirklich aufgefallen. Ein recht unschönes Fleckchen Erde und zudem auch noch sehr matschig und uneben. Ren konnte sich nicht vorstellen, dass der ganze Schlamm allein von dem leichten, kaum merklichen Regen kam. Vermutlich lag es an dem Schnee, der getaut war und die Fläche nun in einen unebenen Sumpf verwandelte. Das wird eine Schlammschlacht. Ein schiefes Schmunzeln deutete sich auf ihren Zügen ab, bevor sie sich umblickte. Auf dem Gelände standen bereits einige Arbeiter mit Plänen, Konstruktionen und allerlei, was man für einen intakten Kinderspielplatz benötigt. Vorsichtig betrat sie den matschigen Boden, worauf ein schmatzendes Geräusch zu hören war. Die Sohle ihres Schuhs versank komplett in der aufgeweichten Erde und Ren hatte leichte Schwierigkeiten voran zu kommen. Auf diese Art und Weise würde es mit Sicherheit nicht einfach werden hier irgendetwas zu erbauen. Wenn wenigstens der Nieselregen nachlassen würde. »Uhm … konnichiwa. Meine Name ist Yamamoto Ren. Ich habe mich als freiwillige Helferin gemeldet«, sprach sie mit leiser Stimme an einen Mann mit Klemmbrett in der Hand. Er wirkte hier, wie die leitende Hand und wenn sie ihren Informationen Glauben schenken konnte, hieß er Eita-san. Er machte Anstalten sie auf der Liste zu suchen und nickte schließlich bestätigend. »Sobald wir vollständig sind, besprechen wir die Lage und fangen unverzüglich an. Bis Sonnenuntergang muss hier alles stehen.« Sie nickte, um ihm deutlich zu machen, dass sie verstanden hatte und bewegte sich einige mühsame Schritte von ihm weg. Wie konnte man sich nur so einen Ort aussuchen, um einen Spielplatz zu bauen?
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2012
  2. [FONT=Verdana, sans-serif]Der junge Weißschopf hatte sich schon gedacht, dass es eine blöde Arbeit werden würde. Ein Kinderspielplatz errichten? Wie hatte sich der junge Shinobi nur dazu breitschlagen lassen. Er selber hatte früher nur selten auf solchen Spielplätzchen spielen können. Nicht, dass Hotaru ihn nicht gelassen hatte. Nein, er war lieber zu Hause geblieben oder hatte sich für Waffen begeistert. Mit anderen Kindern zu spielen oder allgemein zu interagieren, war nie wirklich seine Stärke gewesen. Und doch war ihm eine geringe Gesellschaft recht. Er fühlte sich oft sogar wohl dabei, wenn er in Gesellschaft war. Er schüttelte den Kopf und sah kleine Perlen herunterfallen, als er jetzt erst das Nieseln wirklich wahrgenommen hatte. Er war ein Träumer, sehr wohl, aber den Nieselregen hätte er wirklich bemerken können. Vielleicht hatte er sich viel zu sehr darauf fixiert, was ihm nun für Gestalten begegnen würden. Wenn er schon freiwillig solch einen recht nutzlosen Job annahm, sollten wenigstens die anderen auszuhalten sein. Ebenso hatte er keine Lust mit Arbeitern zusammenzuarbeiten, die selber keinen Finger rührten. Er zog die Hände aus der Tasche, als er einen Schritt in die Erde tat. Auf den Grund, auf den der Spielplatz gebaut werden sollte. Erde war recht passend, aber bei solch einer Konsistenz? Etwas … matschig., bemerkte er und sah sich die Arbeiter eingehender an, als er auf sie zuging. Das Mädchen nahm er nur am Rande war. Nicht, dass sie ihm nicht aufgefallen war, wie konnte ihm schon ein Mädchen entgehen, das größer als er war und ihm bei dem Job beistand? Als Shinobi musste man ein offenes Augen auf alles und jeden haben, da durfte man nicht einfach jemanden außer Acht lassen, weil dieser jemand nicht wirklich auffiel. »Konnichi wa.«, grüßte er den Chef. Er ging mal davon aus, dass dieser der Chef war. Immerhin hatte er die meisten Pläne bei sich und hatte ihn aus der Entfernung schon wartend angesehen. »Dann fehlt ja nur noch der Dritte. Ich nehme an, du bist Ishimaru Junichiro?«, fragte der deutlich größere Mann ihn. Kyouya warf den Kopf in den Nacken und schüttelte leicht den Kopf. »Ieh … Natoyama Kyouya.« - »Gut, dann fehlt eben noch dieser Ishimaru. Wir fangen an, wenn er eingetroffen ist. Der Spielplatz soll bis Sonnenuntergang stehen.«[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Bis Sonnenuntergang? Heute noch?, fragte er sich. Es war früh, mit Sicherheit. Aber würden sie wirklich einen ganzen Spielplatz an einem Tag errichten können? Bei diesem Wetter, das nur so nach Regen schrie? Vor allem war die Erde unter seinen Schuhen schon recht matschig. Nicht, dass man schon sagen konnte, es würde sich um richtigen Schlamm handeln, allerdings wurde es schon zu leichten Matsch, wenn er nur etwas länger auf einer Stelle hin und her schritt.[/FONT]


    [FONT=Verdana, sans-serif]Der junge Natoyama richtete sein Augenmerk auf das Mädchen, das sich etwas ferner, aber doch nicht fern genug, um es fern nennen zu können, gestellt hatte. Sie konnte gut zehn Zentimeter größer als er sein, allerdings sah sie nicht älter aus. Kyouya war wirklich klein mit seinen dreizehn Jahren, und doch hatte es bisher nie einen Nachteil gegeben. Er konnte durch enge Spalten, durch die kein Masaru kommen würde. Er passte in Verstecke, in die keine Junko passen würde. Er ging auf das Mädchen zu und musterte sie bei seinem kurzen Weg. Allerdings schwieg er weiterhin und blieb dann schweigend vor ihr stehen. Der Dritte würde gleich kommen. Ein Shinobi, der sich Junichiro nannte und auf sich warten ließ. Dabei war es nicht einmal spät genug, um von spät reden zu können. Kyouya war wieder zu früh da gewesen und wartete nun, bis er endlich anfangen konnte – selbst wenn ihm nicht wirklich danach war, etwas zu errichten, was er selber kaum kannte. Es würde jedenfalls eine dreckige Arbeit werden.[/FONT]
     
  3. Ishimaru Junichiro

    Ishimaru Junichiro New Member

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    Leichter Nieselregen aus dem verschleierten Himmel, trübte da s Glück des Genins, der sich das erste Mal seit Wochen wieder in der Öffentlichkeit zeigte. Ja, Ishimaru Junichiro, war seit Wochen von niemanden mehr gesehen wurden, weder von seinen Freunden noch von seinen alten Lehrern. Eine schwere Krankheit, hatte Shiro ans Bett gefesselt und ihn ausgebremst, was ihn seelisch sehr belastet und mitgenommen hatte. Umso größer war die Freude des Genins, als ihm sein Hausarzt mitteilte, dass er wieder vollkommen gesund wäre und sich langsam, aber dennoch behutsam wieder seinem Leben als Ninja widmen konnte. Man kann sich wohl vorstellen, wie sich der Genin an diesem Tag gefühlt haben muss, dennoch hieß die Genesung für Shiro nicht, sich gleich wieder an harte Missionen zu wagen, fürs erste sollte es ein einfacher Job sein, der weder sonderlich anstrengend noch gefährlich für seine Gesundheit war. Ein Spielplatz sollte errichtet werden, auf einem unbedeutenden Fleckchen Erde, ganz in der Nähe des Wohnorts seiner Eltern. Eine wohl lösbare Aufgabe, die wirklich nicht länger als einen halben Tag dauern sollte. Allerdings wenn man sich so den verschleierten Himmel und den Nieselregen ansah, könnte dies wirklich ein Problem werden. Aber gut, für Shiro war erst einmal wichtig, halbwegs trocken an seinem Ziel anzukommen.

    Zügig bewegte sich Junichiro auf sein Ziel zu, eine Kapuze bedeckte dabei sein Haupt und seine deutlich verkürzte Haarpracht. Lange sollte es nicht mehr dauern, ehe der Genin das Ziel seiner Reise erreichen sollte und genau dem war auch so. Auf den ersten Blick, traf wohl die Jobbeschreibung einer Schlammschlacht wirklich zu, wenn man sich so den Platz, auf dem der Spielplatz am heutigem Abend stehen sollte ansah. Aber egal, Job war nun einmal Job und was tat man nicht alles für den vermeintlichen Nachwuchs des Dorfes. Behutsam betrat der Ishimaru den Platz, doch schon die ersten Schritte, in denen die Schuhe des Genins im Schlamm versanken, bestätigten die Vermutung, dass dies hier wirklich eine Schlammschlacht werden könnte. Die Augen des Genins suchten den Platz ab, einige Arbeiter und zwei Jugendliche kreuzten den Blick Shiros, ehe er die Person fand, die er wirklich gesucht hatte. Es dauerte nur zwei oder drei Schritte bis der Genin den Mann, der ein Klemmbrett unter seinen Arm geklemmt hatte erreichte, „Guten Tag…Ishimaru Junichiro, ich soll mich hier als freiwillige Hilfskraft melden.“ Kurz wurde der Ishimaru von dem Mann gemustert, ehe dem Genin angedeutet wurde sich zu den beiden Jugendlichen zu gesellen. Offensichtlich waren sie wohl auch Hilfskräfte, allerdings konnten sie auch eine andere Aufgabe haben. Aber das würde Shiro ja auch noch früh genug erfahren, jetzt war erst einmal interessant zu erfahren, wie genau der weitere Ablauf für den Aufbau des Spielplatzen aussehen sollte. Mit einem kurzen Nicken begrüßte Shiro, die beiden Anderen, ehe er sich neben weißhaarigen Jungen stellte und abwartete, was als nächstes Geschehen würde.

     
  4. Yamamoto Ren

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    Schon bald meldete sich ein weiterer Junge zum Dienst, welchen Ren aus den Augenwinkeln musterte, allerdings kein Wort an ihn verlor. Da er sie ebenfalls nicht weiter begrüßte, zog sie es vor schweigend den unebenen Untergrund zu betrachten und auf den Dritten im Bunde zu warten. Sie hatte keinerlei Vorstellungen davon, wie man einen Spielplatz korrekt errichtete und hoffte darauf hier mit ihrer geringen Körperkraft überhaupt eine angemessene Hilfe leisten zu können. Obwohl sie sich in den letzten Tagen intensiv dem Training verschrieben hatte und sich dabei hauptsächlich auf den Bereich der Kraft konzentrierte, lagen ihre Stärken nach wie vor in der Geschicklichkeit und Chakrakontrolle. Womöglich könnte sie dem Team unter die Arme greifen in dem sie den aufgeweichten Boden mithilfe des Feuers festigte. Doch bevor sich die Brünette weiter Gedanken darüber machen konnte, betrat ein recht stattlicher junger Mann das Gelände und meldete sich, wie alle anderen auch, bei dem obersten Aufseher an. Junichiro richtete ein knappes Nicken an die beiden Genin, worauf Ren lediglich ein leichtes Lächeln zu Stande brachte. Diese Schweigsamkeit um sich herum tat ihr wahrlich nicht gut, denn dadurch wurde sie noch weniger dazu motiviert etwas von sich zu geben. Vermutlich war es besser, wenn ganz unterschiedliche Persönlichkeiten aufeinander trafen, doch dies schien ein Trupp lauter ruhiger Gesellen zu sein. Vielleicht lag dies auch nur am trüben Winterwetter, was die Laune und den Enthusiasmus aller ungemein etwas schrumpfen ließ.

    »Wir haben keine Zeit Löcher in die Luft zu starren! Für die nächsten Stunden hört hier alles auf meinen Befehl und ich kann euch sagen, dass das kein Spaziergang werden wird.« Eita-san hielt inne und kratzte sich am Kinn, bevor er mit einer ausschweifenden Handbewegung über den abgegrenzten Platz zeigte. »Ich teile euch Arbeitstiere in drei Gruppen ein, also hört gut zu, denn ich wiederhole mich nur ungern.« Ein Blick auf das Klemmbrett folgte, worauf die Anwesenden (etwa 15 Mann) eingeteilt wurden. Schlussendlich wurden auch die Genin einer Mannschaft zugeteilt. »... kommen wir zu Natoyama-san, Yamamoto-san und Ishimaru-san. Ihr werdet zusammen mit Saito-san und Yoshida-san für einen ebenen Boden sorgen. Da drüben stehen Handwalzen, also bloß keine Müdigkeit vortäuschen!«
    Ein wenig eingeschüchtert von der Ansprache des Chefs, blickte Ren sich unsicher um und suchte das Gelände nach jenen Walzen ab. Recht primitive Geräte mit denen es sicher eine Weile dauern würde den gesamten Platz, oder zumindest den Teil auf dem später die Spielgeräte platziert werden, auszugleichen. Zudem erleichterte ihnen der Nieselregen und entsprechend feuchte Erde die Arbeit nicht gerade. Zögernd wartete das Mädchen auf eine Reaktion ihrer „Kollegen“, wobei ihr auffiel, dass sie das einzige weibliche Wesen hier war. Schöne Aussichten ...
     
  5. [FONT=Verdana, sans-serif]Als schließlich der dritte im Bunde war, sollten die Arbeiten beginnen. Junichiro schien ebenso wie Kyouya und das andere Mädchen von ruhiger Natur zu sein. Ob man das nun gut oder schlecht sehen sollte, wusste der junge Weißschopf selber noch nicht so recht. Immerhin brauchte jedes Team eine anführende Person und die hatte Kyouya noch nicht ausfindig machen können – abgesehen von dem Bauleiter, der die Anweisungen zu geben hatte. In den meisten Teams, die sich für einen Job bereit erklärten, gab es immer eine Art Alphatier. Das Mädchen würde es nicht sein, sie schien schüchtern und zurückhaltender als Kyouya selbst. Der junge Weißschopf richtete sein Augenmerk auf den Bauleiter, der mit lauter Stimme sprach und die Anweisungen gab. Er schien nicht guter Laune zu sein, vielleicht war er auch immer so drauf – oder das Wetter hinterließ seinen Einfluss auf den älteren Mann. Es war schließlich ein sonderlich gutes Wetter, um auf solchem Grund und Boden einen Kinderspielplatz zu errichten, dazu noch an einem einzigen Tag. Nachdem die Gruppen eingeteilt wurden, wurden schließlich auch die drei jungen Shinobi eingeteilt, kamen alle in eine Gruppe, die den Grund herzurichten hatte. Kyouya tat es den meisten nach und warf einen Blick auf die Walzen, mit denen sie arbeiten mussten. Walzen? Eine wirklich eigene und veraltete Art, den Boden zu glätten. Nicht, dass es die Walzen an sich waren, es war mehr, dass sie die Walzen von Hand bedienen mussten. Der ältere der beiden Arbeiter erhob schließlich sein Mundwerk, als sie in einer Gruppe beieinander standen. [FONT=Verdana, sans-serif]»Jeder nimmt sich eine Handwalze und beginnt an einer anderen Stelle, bis wir alle aufeinander treffen.«[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif], sagte der Yoshida. Es war ein kräftiger Arbeiter, mindestens einen Kopf größer als Kyouya und mindestens doppelt so breit. An sich waren seine Worte logisch erdacht, wenn man allerdings auf den Ton geachtet hatte, klang es fast schon so primitiv wie die Handwalzen – zudem lispelte er auch noch.[/FONT][/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif][FONT=Verdana, sans-serif]Der junge Genin nickte nur und schritt dann als erster neben dem Saito zu den Handwalzen. Nicht, dass er darauf aus war, die Arbeit mit den Handwalzen zu verrichten. Er wollte einfach etwas tun. Jeder Genin begann so mit seiner Laufbahn und außerdem würde es seine Muskeln ein wenig trainieren, wenn er sich zudem auch noch gut anstellte und den Boden sorgfältig eben machte. Er warf einen Blick auf die anderen beiden Shinobi. Sie sollten das hier in einem Team machen, wenn er den Job recht verstanden hatte. Kyouya war nie stark darin gewesen, in einem Team zu agieren – mit einem Team zu agieren. Nein, er war stets der Einzelgänger und würde er als Shinobi weitermachen, müsse er das ändern. Das sollte ein Schritt in die richtige Richtung werden, wenn er sich nun auch noch gut mit den anderen beiden verstand und eine gute Zusammenarbeit leistete.[/FONT][/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif][FONT=Verdana, sans-serif]Solange sie so ruhig bleiben und damit eine angenehme Gesellschaft bleiben … dürfte es keine Schwierigkeiten geben, diese Atmosphäre zu zerstören.[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif], dachte er sich und griff mit der einen Hand nach der ersten Handwalze. Sie schien gar nicht mal so leicht und er fragte sich, ob die Kunoichi überhaupt lang genug damit arbeiten konnte, bis immerhin ein kleiner Teil richtig eben sein würde. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Wenn der Chef jetzt keinen Druck macht, wird die Arbeit nicht einmal so unangenehm, wie sie aussieht. Schlammschlacht, ahoi![/FONT][FONT=Verdana, sans-serif] Er überblickte das Gebiet und würde warten, bis sich jeder eine Stelle ausgesucht hatte, an der er begann, sollte nicht jemand einen besseren Plan haben. Yoshida schien überzeugt und Saito schien nichts dagegen zu haben. Kyouya hatte seine Meinung dazu, hatte aber nicht vor, etwas anderen vorzuschlagen, zumal die Idee nicht einmal schlecht war. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Was sagte Hotaru noch heute Morgen? Hilf bloß und beobachte nicht nur.[/FONT][/FONT]
     
  6. Ishimaru Junichiro

    Ishimaru Junichiro New Member

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    Noch immer nieselte es, während die Genin darauf warteten, was als nächstes Geschehen sollte. Sie waren ja schließlich nicht um sonst hier und es war wohl wahrscheinlich, dass sie alle diesen Job bei solch einem Wetter schnell hinter sich bringen wollten. Kurz blickte Shiro zu seinen Kameraden, auch sie schienen eher die ruhige Fraktion ihres Alters zu sein, auch wenn man so genau nun auch wieder nicht sagen konnte. Man musste abwarten, allerdings würden sie sich bald unterhalten müssen, schließlich sollten sie ja gemeinsam für den Erfolg des Jobs sorgen und gewisse Absprachen mussten sie wohl treffen, sobald sich der Herr Bauleiter erbarmen würde ihnen endlich einmal zu sagen, was sie denn nun als erstes tun sollten. Als ob man seine Gedanken gelesen hätte, kam jener Leiter und begann mit einer erklärenden Rede zum weiteren Vorgehen, der nächsten paar Stunden. Für manch einen mochte, diese Rede etwas einschüchternd klingen, doch letztendlich mussten solche Leute wohl auch eine gewisse autoritäre Ausstrahlung an den Tag legen. Kurz blickte Shiro zu seinen Kollegen, als sie gemeinsam mit zwei anderen Bauarbeitern einer Gruppe zugeteilt wurden. Jetzt kann der Genin zu mindestens die Namen seiner Kollegen, da sie sich bisher ja recht wenig bis gar nicht unterhalten hatten. Dennoch diesen ganzen Platz mit ein paar Handwalzen zu ebnen, würde keine leichte Aufgabe werden, zumal der, durch den Nieselregen, aufgeweichte Platz wohl mehr einem kleinen Schlammfeld glich. Aber gut, Job war nun einmal Job und keiner hatte gesagt, dass es einfach werden würde.

    Die Walzen von denen Eita gesprochen hatte, standen nicht unweit von den Genin und ihren zwei Kollegen. Eigentlich wäre es jetzt wohl sinnvoll gewesen, sich etwas abzusprechen, damit man sich nicht gegenseitig im Weg stand bei der Ebnungsarbeit, allerdings schien der Natoyama schon voller Tatendrang. Kurz blickte Shiro ihm hinterher, dieser Genin schien wirklich von der ruhigen Sorte zu sein oder aber es gab andere Gründe, warum er sich nicht erst mit seinen Kollegen absprach. Aber gut, wenn wir mal ihn, Saito und Yoshida zusammen nahmen und sich der Ishimaru selbst mitzählte, waren sie vier männliche Wesen plus, der Yamamoto. Erst jetzt fiel dem Genin auf, dass Ren das einzige Mädchen in dieser Runde war und für ihn stellte sich unweigerlich die Frage, wie lange sie die Arbeiten mit den Handwalzen durchhalten würde. Sonderlich stark sah sie für ihn nämlich nicht aus und tja, dieses Handwalzen würden sicherlich auch nicht nur ein paar zarte Kilos wiegen. „...ähm…Yamamoto-san…glaub ihr, dass ihr das schafft? Ich meine, die Arbeit mit diesen Walzen werden sicherlich nicht einfach bei diesem Untergrundbedingungen…“ Natürlich war es vielleicht etwas forsch, der jungen Yamamoto zu unterstellen, dass sie die Arbeit vielleicht nicht schaffen würde. Aber immerhin war sie, zu mindestens was den ersten Eindruck anging, ein zierliches Mädchen und sah nun nicht gerade danach aus, als würde sie Tonnen stemmen können. Aber gut, man musste abwarten, fürs Erste war es wohl wichtig sich eine der Walzen zu nehmen und endlich anzufangen.
     
  7. Yamamoto Ren

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    Man hätte sie mit der Aufgabe beschäftigen können die Einzelteile zusammenzubauen oder diese zu streichen oder gar die Planung zu übernehmen, doch wie das Schicksal es so wollte, musste sie nun hüpfenden Herzens hinter ihren Kollegen her laufen und sich eine dunkelblaue Walze aussuchen mit welcher sie den Boden mehr oder weniger glätten sollten. Schon für sich keine einfache Aufgabe, da der nasse Boden und das Gewicht der Walzen die Arbeit erschwerten, doch allein schon die Tatsache, dass die Kunoichi nicht gerade mit Körperkraft glänzen konnte, gab ihr zu denken. Hatte sie der oberste Aufseher aus Jux dieser Gruppe zugeteilt, weil er sich über ihre Unfähigkeit lustig machen wollte oder hatte er einfach nicht bedacht, dass ein zierliches Mädchen wie sie nicht unbedingt für solche Arbeiten geeignet war? Allerdings hatte sie sich gemeldet, um die Arbeiter zu unterstützen und da durfte man nicht zimperlich sein, auch wenn es einmal um schwierigere Aufgaben ging. Nachdem Yoshida-san seinen Plan geäußert hatte, nickte Ren knapp und ohne wirklich darauf zu achten, ob er dies wahrnahm und machte sich nach dem Weißhaarigen daran die Finger um den Griff der Walze zu schließen. Während sich die Übrigen bereits in Bewegung gesetzt hatten, nahmen die Wangen des Mädchens einen zarten Rotton an. Unsicher wand sie sich zu Junichiro um und blickte diesen hinter einigen zerzausten Haarsträhnen heraus an. Es war ihr unangenehm so eingeschätzt zu werden und sie mochte es nicht, wenn man kein Vertrauen in ihre Fähigkeiten steckte, doch in diesem Fall musste sie ihm innerlich ein wenig Recht geben. Sie bekam die Walze schon kaum vom Fleck. »Ich … ich … ähm. Macht euch keine Sorgen um mich«, gab sie stotternd zurück und drehte sich wieder von ihm weg. Was für eine peinliche Situation, wie sie fand. Angestrengt bündelte sie ihre Kraft und drückte die Walze mit einem Stoß nach vorne, hatte dabei nicht mehr den matschigen Untergrund im Sinn und rutschte auf dem beinahe schon sumpfartigen Boden aus. Krampfhaft krallte sie sich am Griff der Handwalze fest, welche allerdings ebenfalls umkippte und die Yamamoto fast unter sich begrub. Knapp hatte sie es noch geschafft zur Seite zu krabbeln, um nicht erschlagen zu werden, etwas übertrieben dargestellt. Natürlich hätte sie das Werkzeug nicht umgebracht, aber blaue Flecken hätte es gegeben. Hose, sowieso Mantel mit matschiger Erde beschmutzt, rappelte sie sich keuchend wieder auf und leitete dieses Mal das Chakra in ihre Arme, um dadurch den Griff der Walze anheben und diese zumindest anschieben zu können. Junichiro hatte Recht, dies würde noch sehr ermüdend werden, aber ein gutes Training für ihre Körperkraft. Mit hochrotem Kopf hoffte Ren, dass ihr diesen Ausrutscher niemand übel nahm und bewegte sich als deutlich langsamste auf ihre Position. »Worauf habe ich mich da nur eingelassen?«, fiepte sie kleinlaut. Auf der Unterlippe kauend, konzentrierte sich die Yamamoto darauf nicht von der Bahn abzukommen, nicht zu schwächeln und ihrer verklebten Kleidung keinerlei Beachtung zu schenken. Multi-Tasking auf höchstem Niveau!
     
  8. [FONT=Verdana, sans-serif]Noch immer blickte sich der Natoyama auf dem Grundstück um und fragte sich, wo er mit seiner Arbeit anfangen sollte. Als er jedoch plötzlich ein schmatzendes Geräusch hörte und dazu die passenden Laute, wandte er seinen Kopf direkt in die Richtung der jungen Yamamoto, die mit der Handwalze kämpfte. Sie war zierlich, größer als Kyouya, aber schien nicht die nötige Kraft aufbringen zu können, um richtig mit den Werkzeugen umgehen zu können. Sie schien wirklich etwas hilflos und scheinbar wollte sie doch nicht zugeben, dass sie Hilfe benötigte. Wenn sie keine wollte, sollte der junge Weißschopf ihr eben auch keine anbieten – selbst, wenn es seine Pflicht war, als junge Shinobi, der am Morgen doch noch eine kurze Rede dazu hören musste. Er schniefte kurz und sah Ren von der Seite aus an, ehe er seine Handwalze nach vorne schob und ein weiteres Mal einen Blick über das Gebiet warf. Die anderen beiden schoben die Walzen schon fleißig über den Matsch und der junge Weißschopf suchte sich nun auch eine Stelle, blickte die anderen beiden Kameraden noch einmal an und schenkte der jungen Braunhaarigen einen skeptischen Blick. Er schob die Walze an ihr vorbei. [FONT=Verdana, sans-serif]»[/FONT]K-kopf hoch.[FONT=Verdana, sans-serif]«[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif], sagte er – scheiterte bei dem Versuch, motivierend zu klingen. Sein Blick war trüb, gelangweilt und er wirkte selber unmotiviert. So, wie Masaru es ihm in der Akademie gesagt hatte, dabei war der Weißschopf stets bei der Sache, hatte immer ein lauschendes Ohr und bekam sogar Dinge mit, die er nie mitbekommen wollte. Er schob die Walze an eine Stelle, von der aus keiner begann den Boden zu glätten. Also begann er, das schwere Gerät durch den Dreck zu schieben. Es schmatzte bei jedem Zug und es war eher Schlamm, den er platt drückte, als dass es ebener, fester Boden war. Er biss sich auf die Lippe, als er wieder einen Blick rüber zu den anderen Arbeitern warf und sich fragte, ob es Absicht gewesen war, dass gerade die Jüngsten unter ihnen die schwerste Arbeit zu verrichten hatte, zumal die junge Kunoichi zierlich war und offensichtlich nicht für schwere, körperliche Arbeit gemacht war. Er selber sah es als eine Art Training und doch fühlte er ein wenig mit dem Mädchen mit. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Mitgefühl? Ich erkenne dich gar nicht wieder, Kyouya.[/FONT][FONT=Verdana, sans-serif], sagte er sich und schüttelte seine Gedanken mit einem Kopfschütteln fort. Er blickte nach vorne und schob die Walze durch den Matsch, drohte auszurutschen. Jedoch konnte er den Halt wiederfinden und wollte nicht so enden wie Ren, die nun ihre dreckige Kleidung ertragen musste. Nicht, dass dreckige Kleidung allzu tragisch wäre, doch war es ihm lieber bei diesem schlechten Wetter, seine Kleidung möglichst sauber zu halten, um wenigstens das angenehmer zu gestalten.[/FONT][/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif][FONT=Verdana, sans-serif]Je länger er dabei nachdachte, so mehr hatte er den Eindruck, die Arbeit würde so schneller vorangehen. Sollte er also die ganze Zeit über träumen? Erneut schüttelte er den Kopf, dieses Mal, um sich eine Strähne aus der Stirn zu schütteln, die ihm kurze Zeit die Sicht versperrte. Sein widerspenstiges Haar wurde vom Nieselregen noch schlimmer. Er musste lediglich aufpassen, dass er die Richtung beibehielt und nicht ausrutschte, sonst würde es eine schlammige Aktion werden, die es ohnehin schon war. Erneut schmatzte es, als es in sein Gesicht spritzte und er den Kopf zur Seite warf, Junichiro und Ren wieder im Blickfeld hatte, das sonst durch sein helles Haar beeinflusst wurde. [/FONT][FONT=Verdana, sans-serif]Irgendeiner fällt noch einmal hin und der Nieselregen macht das Schlammbad nicht gerade angenehmer ...[/FONT][/FONT]
     
  9. Ishimaru Junichiro

    Ishimaru Junichiro New Member

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    Sich die Kapuze von Kopf streifend, wandte sich Shiro milde Lächelnd noch einmal zu Ren um, „…das ist gut zu wissen, sag aber Bescheid wenn du Hilfe brauchst.“ Mit diesen Worten, war es nun auch der Ishimaru, der sich dran machte und sich eine der Handwalzen schnappte. Anders als vom Genin erwartet, war die Handwalze relativ leicht und ließ sich auch gut bewegen. Allerdings, von gut bewegen konnte man wohl bloß träumen, der matschige Untergrund machte es nicht wirklich leicht die Walze richtig zu bewegen. Aber naja, wie hieß es doch so schön ohne fleiß kein Preis. Wenn man sich allerdings mal umsah, würde es wirklich noch viel Fleiß benötigen, um den Platz richtig zu ebnen. Zumal es der Nieselregen nicht gerade vereinfachte und man höllisch aufpassen musste nicht wegzurutschen, sollte die Walze einmal nicht so wollen wie vorgegeben. Aber naja, was will man machen, wirklich verstehen konnte Shiro allerdings nicht, warum ausgerechnet die Genin eine solche Arbeit übernehmen mussten. Während Shiro weiter frisch, fromm, fröhlich und frei, die Walze vor sich herschob, wandere sein Blick zu seinen Kollegen. Ren tat sich wie erwartet relativ schwer, aber sie zeigte auch einen ordentlichen Einsatzwillen, was ihre schmutzige Kleidung wider spiegelte und was den anderen Genin anging, der war auch ordentlich bei der Sache, was den Ishimaru wieder etwas glücklicher stimmte. Warum? Weil man sich wohl doch auf die beiden jungen Genin verlassen konnte und was die Kollegen vom Bautrupp anging, tja die waren wirklich in ihrem Element. Die Walzen schoben sie fast schon mit ungeheurer Leichtigkeit über den schlammigen Boden, dagegen sahen wohl alle, inklusive Shiro wie blutige Anfänger aus, die nichts auf dem Kasten hätten. Was wohl auch ziemlich verständlich ist, schließlich waren die Genin ja auch keine gelernten Bauarbeiter. Wie dem auch sei, der Genin hatte nun schon ein gutes Stück mit der Walze versucht zu ebnen, bei genauer Betrachtung allerdings, fiel einem geschulten Auge auf, dass der matschige Boden zwar eine ebenere Fläche angenommen hatte, aber noch nicht wirklich eben war. Junichiro nahm die Erkenntnis mit einem Seufzer an, setze sich dann wieder in Bewegung um den Rest der Strecke mit der Walze zu bearbeiten. In weiser voraus Sicht allerdings, dass er die gleiche Strecke nochmals abfahren muss, lege sich der Ishimaru jetzt noch etwas mehr ins Zeug, um seine gewählte Bahn schneller mit der Walze zu ebenen.
     
  10. Yamamoto Ren

    Yamamoto Ren New Member

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    Es war anstrengend, so verdammt anstrengend!
    Inzwischen fühlten sich ihre dünnen Ärmchen so an wie Pudding, dabei hatte sie gerade einmal die Hälfte hinter sich. Die Versuche des Weißhaarigen und des erfahreneren Genins sie aufzumuntern, nahm sie mit einem zögernden Lächeln zur Kenntnis, nahm sich vor keine Schwäche zu zeigen, doch im Endeffekt nutzte diese kurzzeitige Entschlossenheit nicht viel. Die Handwalze war einfach zu schwer, der Boden zu matschig und ihre Kräfte nicht ausreichend, um diese Aufgabe abschließen zu können. So ehrgeizig sie auch war, mangelte es ihr an Stärke und diese war nun einmal notwendig, um den Boden vollständig zu glätten.
    Erschöpft wie selten zuvor, legte die Yamamoto eine Pause ein, was die ihr unbekannten Arbeiten mit kritischen Blicken hinnahmen. Am liebsten wäre sie sofort mit der Arbeit fortgefahren, aber ihr Körper streikte. Für einen Moment blieb ihr selbst die Puste aus und sie musste einige Male nach Luft schnappen, bevor diese in ihre Lunge strömte. Das Gesicht gen Himmel gerichtet, spürte sie, wie einige Tropfen auf ihrer Nase landeten, ebenso lief der Regen ihre Wangen hinunter bis zum Kinn, wo er schließlich zu Boden fiel. Die Augen wieder öffnend, krallte Ren die Hände in den Griff der Walze und versuchte diese einige Meter weiter zu rollen.
    Immerhin schaffte sie es diese ins Rollen zu bringen, denn die Haftreibung zu überwinden, war stets der schwierigste Schritt. Der Rest ging noch verhältnismäßig einfach von statten. Schwitzend fragte sie sich, was wohl ihre nächste Aufgabe sein würde; unter der Voraussetzung sie fiel hier nicht in Ohnmacht, was durchaus möglich war, bei den momentanen Konditionen. Er war ihr peinlich um Hilfe zu bitten, außerdem waren die Anderen selbst noch nicht fertig. Die Tatsache, dass die Meter, welche sie schon abgelaufen hatte, immer noch nicht ganz eben waren, demotivierte das Mädchen zunehmend. Mussten sie etwa zweimal die gleiche Strecke laufen? Keuchend blickte sie zu Yoshida, der bereits voller Eifer von der Mitte aus wieder zurück zum Ausgangspunkt lief.
    Es nutzte nichts, diese Aufgabe musste irgendwo bewältigt werden! Der Yamamoto fiel auf, dass sie erneut angehalten war, sodass sie sich nun erneut ins Zeug legen musste, um die Walze mit einem schmatzenden Geräusch weiter zu schieben. So vergingen Minuten des Zweispalts, während sie immer wieder mit dem grausamen Gedanken kämpfte das Handtuch zu schmeißen, es schließlich aber nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren konnte. Der innere Schweinehund bekam einige Tritte und Schläge und mit viel Schweiß und Schmerzen hatte sie den ersten Part der Strecke hinter sich gebracht. Die Kapuze war ihr vom Kopf gerutscht, doch Ren machte sich nicht die Mühe diese wieder aufzusetzen. Ihr Haar war ohnehin schon nass und eine Kunoichi musste solche Wettereinflüsse ertragen können.
    „Hey .. oi! Hört mal alle her!“ Die Stimme des Bauleiters war deutlich zu hören. Sämtliche Köpfe hoben sich und die Arbeiten hielten inne. „Ihr seid ja langsamer als ich dachte. Da hätte ich auch Akademieschüler beschäftigen können – die sind billiger und wahrscheinlich sogar effizienter. Na, was soll's, das ist nicht der Punkt. In einer halben Stunde soll der Boden hier picobello aussehen, verstanden?“ Der kräftige Mann machte eine Pause, scheinbar um sich kurz zu sammeln. „Ich will die ersten fünf, die fertig sind bei Gruppe eins sehen. Meldet euch bei Kohta-san und ihr bekommt Werkzeuge. Rutschen und Schaukeln bauen sich nicht von alleine zusammen.“
    Der Yamamoto kam es so vor als würde er speziell die drei Genin mustern, bevor er sich ab wand, doch vielleicht war dies auch nur eine Einbildung ihrerseits. Seufzend schnappte sie sich wieder die Handwalze und machte sich stockend auf den Weg zurück zum Startpunkt. Wie schön, danach würde es ohne Pause weitergehen. Schnaufend schob sie das massive Werkzeug vor sich hin, während es vor ihrem inneren Auge immer wieder kurz schwarz wurde. Dies ignorierte sie natürlich, denn schwach wollte sie auf keinen Fall wirken.

    [Tut mir leid für die lange Wartezeit, aber jetzt geht es wieder regelmäßig weiter. :-)]
     
  11. [FONT=Verdana, sans-serif]Da die Genin schon eine Weile den Boden eben machen sollten, machte sich auch der noch vorhin leicht gewesene Nieselregen deutlich bemerkbar. Die leichten Tropfen waren durch die Kleidung durchgeweicht und machten die Arbeit dreckiger, als sie eigentlich hätte sein sollen. Die Auftraggeber hatten sich wirklich eine herrlichen Tag für das Errichten eines Kinderspielplatzes ausgesucht. Der Matsch eignete sich wirklich perfekt dafür, wenn man einen Boden eben machen wollte, um ein paar Gerätschaften darauf zu erbauen. Dass der Bauleiter die drei Genin kurz darauf auch noch recht direkt ansah, provozierte den jungen Natoyama ein wenig. Nicht, dass er sich freiwillig für diese Arbeit gemeldet hatte und er Bauleiter sich damit glücklich schätzen konnte, überhaupt Hilfe zu bekommen. Nein, er selber konnte sich glücklich schätzen, dass es überhaupt welche gab – wohlgemerkt nicht einmal ausgewachsene Helfer -, die ihn bei der Errichtung unterstützten. Welche Chuunin, welcher Jounin wäre schon bereit dazu, solch einen Job zu übernehmen? Akademieschüler sind sicherlich nicht stärker., dachte sich Kyouya und versuchte die Ansage des Bauleiters einfach zu ignorieren. Das sollte er doch wohl können. Er schüttelte kurz den Kopf und biss sich auf die nasse Unterlippe, während er die Handwalze weiterhin vor sich her schob. Er warf einen kurzen Blick nach hinten und musste bemerken, dass er immer besser geworden war. Allerdings immer noch nicht gut genug, um darauf etwas erbauen zu können. Die beiden Arbeiter waren schon fertig mit ihren Bahnen und begannen sogar damit, die Bahnen nachzuziehen, die die Genin übernommen hatten. Wie freundlich., dachte sich Kyouya und machte weiter, bis er schließlich fertig war. Na ja … so fertig, dass man sagen konnte, er hatte es immerhin versucht. Mit seinen Kräften war er noch lange nicht am Ende, da gehörte schon mehr zu, allerdings war es doch eine sehr anstrengende Arbeit gewesen. Vor allem unter rutschigem Untergrund, mit nassen Händen und einer schweren Handwalze, die sich am Ende wie schwere Bleiklötze anfühlte.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Unzufrieden mit seiner Arbeit blickte er noch einmal über die Fläche. Junichiro war besser damit zurecht gekommen als er selbst. Er war größer und vermutlich auch stärker, wahrscheinlich auch schon länger mit dem Rang eines Genin. Die Yamamoto hingegen schien die größten Schwierigkeiten zu haben, allerdings schien sie nicht aufgeben zu wollen. Er bewunderte irgendwie, dass sie nicht das durchzog, obwohl es offensichtlich war, dass sie es niemals besser hinbekommen würde, als Junichiro, der selber nicht einmal so gut war wie die erfahrenen, dafür ausgebildeten Arbeiter. Als er sich einen kurzen Überblick verschafft hatte, begann er es den beiden Arbeitern gleichzutun. Er fuhr ein weiteres Mal über die Flächen, die noch nicht eben genug waren. Saito und Yoshida waren ziemlich schnell … sie waren größer, kräftiger und wussten, wie man es am besten tat. Als der junge Weißschopf seine Handwalze direkt auf Ren zu schob, schmatzte es nur so unter der Walze. Er schob die Walze an ihr vorbei und blieb neben ihr stehen. Sie sah nicht wirklich gut aus, aber er konnte ihr auch unmöglich unterstellen, dass sie nicht mehr konnte und eine Pause machen sollte. Mitleid wäre das letzte, was sie jetzt gebrauchen könnte. Mit Mitleid konnte man nichts anfangen. Allerdings wollte der junge Natoyama auch ungern seine Hilfe anbieten, selbst, wenn seine Ziehmutter es ihm geraten hatte. Er half schon, so gut es ging und dann musste er noch einem Mädchen helfen, der es vermutlich sehr unangenehm sein würde? Nein, er blieb nur kurz neben ihr stehen, schenkte ihr einen eher skeptischen Blick und schob dann mit träger Miene die Handwalze weiter. Yoshida und Saito hatten den Boden sehr gut geglättet und sie schienen recht zufrieden mit ihrer Arbeit. Saito nickte allen drei Genin zu und wies mit einer Handbewegung, dass sie sich an die nächste Arbeit machen sollten.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Rutschen und Schaukeln zusammenbauen? Das dürfte eine wesentlich angenehmere Arbeit werden, als einen matschigen Boden eben zu walzen. Aufmerksam beobachtete er die Arbeiter, stellte die Handwalze beiseite und begab sich – sein Augenmerk immer wieder auf die anderen beiden gerichtet – zu Kohta.[/FONT]
     
  12. Yamamoto Ren

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    Gefühlte Stunden später, kam es der Yamamoto so vor als hätte sie in der ganzen Zeit gerade einmal halb so viel und vor allem qualitativ halb so gut gearbeitet, wie ihre um einiges stärkeren, aber nicht unbedingt größeren, Kollegen. Dennoch hatte sie es tatsächlich zu Stande gebracht den Boden zu glätten, sodass dieser einigermaßen passabel aussah. Jeder hatte zwar eine andere Definition von diesem Wort, aber für sie sah die Ebene doch relativ annehmbar aus. Einige Stellen könnte man eventuell noch ausbessern, da sie dort auf Grund Kräftemangels und temporärer Schwindelanfälle ein wenig schlampig gearbeitet hatte, aber an sich konnte man das Feld nun betrachten, ohne fürchten zu müssen in einen tropischen Sumpf voller Ungeziefer gelaufen zu sein. »Es sieht besser auch, als erwartet, muss ich sagen.« Schnaufend gönnte sie sich eine kurze Pause. Während Ren so an der Handwalze lehnte, ihr das nasse Haar im Gesicht klebte und ihre Kleidung nach wie vor schmutzig und voller Matsch war, spürte sie den strengen Blick des Aufsehers und Bauherren auf sich ruhen. Natürlich duldete er keine Pausen. Bei einem seiner Arbeiter wären diese vielleicht noch zu verkraften gewesen, aber da sie ohnehin hinterher hing und auch sonst keine allzu große Bereicherung für den Bautrupp darstellte, wollte der Mann sie schuften und nicht ausruhen sehen.
    Schuldig biss sie sich auf die Unterlippe und zog die Walze mühevoll hinter sich her, nicht ahnend, dass dabei noch mehr von ihren Kraftreserven drauf gingen, als beim Schieben. Verdammte Physik; damit kannte sie sich noch nie aus. Wenige Minuten später machte sie den Weißschopf aus ihrer Gruppe aus, welcher bereits bei Kohta angekommen war und dort die Werkzeuge an sich nahm. Man sollte meinen Spielgeräte bauten sich leichter zusammen, als der Boden sich glätten ließ, doch während die Stunden verstrichen, nahm der leichte Nieselregen zu und verwandelte sich plötzlich in einen gar nicht mehr so leichten Regen. Es goss zwar nicht aus Eimern, aber befände sich Ren nun auf den Straßen, hätte sie ihren mit Blumen verzierten Regenschirm aufgespannt, um sich vor der Nässe zu schützen. Eifrig zog sie sich also die Kapuze ins Gesicht und melde sich lautlos – sondern lediglich mit einem Nicken – bei Kohta. Dieser machte zumindest einen sympathischeren Eindruck als der Bauherr, wobei seine Mundwinkel, als er den stärker werdenden Regen vernahm, ein Stück nach unten rutschten.
    »Ich frage mich, wie man so was zusammen baut.« Kaum hatte Ren sich diese Frage innerlich gestellt, wurde ihr prompt die Antwort geliefert. Kyouya, Junichiro und ihre Wenigkeit, alle in Reih' und Glied standen sie um diverse Holzbalken herum. „Eigentlich ist es gar nicht so schwer die Geräte, hicks, zusammen zu bauen. Man nehme einen Hammer, Nägel und Holzplanken, hicks, und zimmert alles nach diesem Plan zusammen.“ Er deutete auf eine Lage blaues Zeichenpapier, das von einer transparenten Schutzfolie bedeckt wurde. „Vier Mann an die Schaukeln, hicks.“ Immer noch leicht verwirrt schielte die Yamamoto zu dem Plan, wurde sogar recht schlau aus diesem. Es war wirklich nicht allzu kompliziert, wenn man sich an die Konstruktion hielt. Rasch schnappte sie sich einen Hammer, wäre dabei fast erneut auf dem schlammigen Boden ausgerutscht und begab sich wieder auf ihre Ausgangsposition zurück. Ob es wohl vernünftiger wäre, das ganze Gerüst schon auf dem vorgefertigten Platz zu montieren? Vermutlich. Reglos verharrte sie in einer angespannten Position und blickte sich leicht hilfesuchend um.
     
  13. [FONT=Verdana, sans-serif]Nachdem der Arbeiter den drei Genin erklärt hatte, was sie nun zu tun hatten, schnappte sich Kyouya – nachdem Ren es ihm vorgemacht hatte – nach einem Hammer und fixierte auch schon die Bretter und die Nägel, von denen er sich eine Hand voll nahm und in seiner kleinen Hand begutachtete. Seine Hand war wirklich klein, wenn man die der Arbeiter betrachtete. Er war auch der kleinste von den Genin, vielleicht sogar der Jüngste, aber das konnte er nicht mit Sicherheit bestimmen. Seine Blicke folgten dem Arbeiter, der sich Kohta nannte und jedem Genin einen Plan reichte, nach dem sie die Dinge zusammenzufügen hatten, um Schaukeln daraus zu machen. Es waren Holzbretter, richtige Balken, Stangen und schon fertig verarbeitete Holzteile vorhanden, die nur richtig zusammengesetzt werden mussten. Kohta erklärte kurz etwas dazu und machte sich dann als Erster an die Arbeit, nahm keine Rücksicht mehr auf die kleinen Shinobi und hickste vor sich her, während er hämmerte. Ein weiterer gesellte sich dazu und machte sich ebenfalls rasch ans Werk. Der Spielplatz sollte schließlich noch heute fertig werden, ebenso wurde der Regen immer stärker und die Bauarbeiten wurden kein bisschen begünstigt. Der Boden wurde noch matschiger und somit rutschiger, so dass der junge Weißschopf aufpassen musste, dass er nicht ausrutschte und in den Matsch stürzte. Es reichte schon, dass die Yamamoto hingefallen war, immerhin war sie nicht so furchtbar dreckig geworden und hatte sich nichts weiter getan. Er schüttelte den Kopf und damit ein wenig das Wasser aus seiner zotteligen, hellen Mähne. Wenn er im Trockenen wäre, sich dort wie ein Hund schütteln würde, er würde danach wie ein Pudel ohne Locken aussehen.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Der weißhaarige Shinobi sah sich den Plan, der durch den immer stärker werdenden Regen durchnässt wurde, an und warf einen Blick auf Hammer und Nägel, auf die Materialien, die ihm zur Verfügung standen, um eine Schaukel aufbauen zu können. Es war etwas leichtsinnig vom Bauherrn, dass er die jungen Shinobi alleine eine Schaukel zusammenbauen ließ. Sie hatten nicht genug Zeit, um eine wieder auseinander zu schrauben und wieder neu zusammenzusetzen. Es würde zu viel Zeit kosten, die sie benötigten, um diesen Spielplatz noch heute fertigstellen zu können. Und dennoch war es eine Aufgabe, die ein junger Genin bewältigen musste. Immerhin war er ein Shinobi, der logisch denken musste, der vorausschauend denken musste. Das sollte doch ein Leichtes werden … ich muss mein Gehirn anstrengen. Nein, ich muss es nicht einmal anstrengen, ich muss es nur benutzen., dachte sich der Weißschopf und hatte sich einen Überblick verschafft, begann eine Schaukel zusammenzubauen. Er achtete nicht wirklich auf seine Teamkollegen, ging davon aus, dass zumindest der Ishimaru wusste, was er zu tun hatte. Er zweifelte nicht an Rens Fähigkeiten, nein. Er zweifelte nur daran, dass ihre Konzentration oder ihre Energie einfach nachgelassen hatte, nachdem sie sich ziemlich anstrengen musste. Er dachte sich, dass sie schon irgendwann fragen würde, würde sie Hilfe benötigen. Er ging davon aus, dass sie alle drei irgendwann eine Frage hatten. Ob sie sie stellen würden, war etwas anderes – der Natoyama würde jedenfalls schweigen und blieb auch jetzt schweigsam.[/FONT]
    [FONT=Verdana, sans-serif]Kohta und sein Kollege waren die ersten, die das Gerüst als erstes fertig hatten, ebenso hatten sie eine Schaukel fertig anbringen können. Der Weißschopf beobachtete die beiden, als sie seine fertig zusammengebaute Schaukel begutachteten und sie ebenfalls an das Gerüst brachten. Er verschaffte sich einen weiteren Überblick über den zukünftigen Spielplatz und musste feststellen, dass sich jeder hier ziemlich eingesaut hatte, dass sich der Zustand des Regens immer verstärkte und dass der Spielplatz sich selbst bei diesem Wetter immer mehr von einer Baustelle zu einem Spielplatz entwickelte. Eine Rutschte wurde gerade von vier anderen Arbeitern errichtet, ebenso versuchten sich gerade zwei an einer Art Sandkiste. Der Sand war noch nicht an Ort und Stelle und würde vermutlich erst bei besserem Wetter dort hinkommen. Doch bis jetzt sah es nur nach immer stärker werdendem Regen aus, vielleicht würde es sogar noch ein Gewitter geben. Ein kurzer Blick in den Himmel verriet dem Weißschopf, dass die Wolken immer dunkler wurden, fast schon dunkelgrau. Regen, Gewitter … hervorragend. Nicht das Wetter, das wir brauchen, aber ein Wetter, das mir lieb ist.[/FONT]
     
  14. Yamamoto Ren

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    Obwohl ihre Kräfte langsam schwanden und sich das Wetter nicht zum Besseren wendete, begann die Kunoichi den Hammer zu schwingen – der im Übrigen im Gewicht nicht zu unterschätzen war – und haute damit einige Nägel in die Bretter der Schaukel. Einmal hätte es sie beim Ausholen beinahe rücklings nach hinten gezogen, sodass sie nur knapp einen weiteren Arbeiter verfehlte, welcher sich vor sich hin fluchend von ihr entfernte und sich offenbar lieber einen sichereren Platz zum Werken suchte. Schuldbewusst biss sich die Yamamoto auf die Unterlippe und betrachtete schließlich ihr fertigen Werk. Flüchtig schielte sie zu Junichiro herüber, der bereits mit getaner Arbeiter die komplette Konstruktion errichtete; dabei halfen ihm einige weitere Arbeiter, denen Ren keine Namen zuordnen konnte. Die Schaukel stand bereits, es fehlte nur noch ihr Bestandteil, welches sie nach einem Moment des Zögerns schließlich ablieferte und dort von dem erfahrensten Genin befestigen ließ. Dieser schleppte das Gerüst auf die Fläche, die zuvor von ihnen geglättet wurde, wo es unter Kontrolle des Bauherrn im Boden eingelassen und dort befestigt wurde.
    Rasch brachte die Brünette den Hammer zurück in die Werkzeugkiste und stellte sich darauf etwa einen Meter von Kyouya auf. Er schien ebenfalls mit seiner Arbeit fertig zu sein und betrachtete nun den Platz, der immer mehr Gestalt annahm. Die fertige Schaukel, die Rutsche und selbst ein Sandkasten wurden ordentlich platziert, sodass man die schlammige Ebene allmählich wirklich als Spielplatz bezeichnen konnte, der hoffentlich bald von reichlich Kindern genutzt werden würde. Mit einem zufriedenen, aber durchaus müden Lächeln wand sich Ren an den Weißschopf. »Die Mühe war es wert, nicht?« Sie konnte nicht mit Sicherheit sagen, ob er ihre Worte durch den prasselnden Regen vernommen hatte oder ob sie sich den Anflug eines Lächelns auf seinen sonst so trägen Zügen nur einbildete. Jedenfalls konnte sie es sich nicht verkneifen den Kopf in den Nacken zu legen und dem grauen Himmel entgegen zu blinzelnd, der ihre Wangen erbarmungslos mit kalten Tropfen strafte, die sich schließlich den Kragen ihres Pullovers sogen, welcher ein Stück aus der Jacke hervor lugte.
    Es war wundervoll so etwas erschaffen zu haben, auch wenn es unbedeutend und klein wirkte; immerhin war es nur ein Spielplatz irgendwo in Shirogakure. Dennoch fühlte es sich für die Yamamoto so an, als wäre sie in ihrer Laufbahn als Ninja einen Schritt voran gekommen und hätte mit dieser Aufgabe ihre eigenen Grenzen ausgetestet – vielleicht sogar über diese hinaus gegangen. Der Bauherr machte eine Geste, die alle Arbeiter zusammen rufen sollte. Inzwischen hatte es begonnen so heftig zu regnen, dass man nicht mehr von einem Nieselregen sprechen konnte und der Boden zu einer wahren Rutschpartie wurde, nicht zu vergleichen mit vorhin. Als sie begonnen hatten den Erdboden zu glätten, schmatzte die Sohle zumindest nicht bei jedem Schritt, die eine kauende Kuh auf der Weide. »Wir machen Schluss für heute, die Arbeit ist getan. Ich würde sagen, wir haben dem Wetter getrotzt und den Lohn dafür sehen wir per se. Geht nach Hause und ruht euch aus, Leute.« Zweifelsohne war selbst der Bauleiter froh bald endlich die Arbeitskleidung ablegen und ins warme Heim schlüpfen zu können. Heilfroh diesen Job hinter sich gelassen zu haben, verabschiedete Ren sich von ihren Kollegen mit einem Lächeln und einem zaghaften Winken und machte sich auf den Weg nach Hause. Für heute würde sie keinen Hammer, keine Walze und auch sonst keinerlei Werkzeuge mehr in die Hand nehmen.


    - Schluss, aus & vorbei -