Kurobu - Stadt im Norden des Landes

Dieses Thema im Forum "Reich des Tees" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 23. Sep. 2018.

  1. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    Das Warten war etwas, was dem Blondschopf nichts ausmachte. Geduld war eine Tugend, die er Beherrschte. So kamen ihm die Minuten, in denen er und Nanami auf ihre Kontrahenten warteten , nicht sterbenslangweilig und auch nicht unangenehm vor. Ganz im Gegenteil: Der Blondschopf konzentrierte sich, hinter eine Ecke gebückt und mit Nanamis Spiegel um die Ecke linsend - Anmerkung: In Zukunft eigenen Spiegel mitbringen - auf seine Atmung und seine Sinne, fast schon meditativ. Wiedereinmal war der Blondschopf dankbar für die Lektionen, die sein Großvater ihn gelehrt hatte.
    Um seine Finger ein wenig zu beschäftigen ließ der Genin die freie Hand, die nicht den Spiegel hielt, in die Umhängetasche wandern. Dort zählte der Blondschopf nach, wie es nach der Präparation denn um sein "Inventar" aussah. Bombensiegel hatte er nur eines übrig behalten, für den Notfall. Seine beiden Fuuma Shuriken waren dort, wo sie sein sollten und an Drähten hatte er allerdings auch nur noch zwei über. Kunai und Shuriken waren allerdings noch in ausreichender Menge vorhanden, diese würde er sich für einen Kampf aufsparen.
    Mit Nanami redete der Blondschopf nicht. Nicht nur, dass ein Gespräch ihre Position aufzeigen würde, Joudan wollte die Hozuki nicht in ihren Kampfvorbereitungen unterbrechen.

    Dann bewegte sich etwas im Spiegel.

    Joudan war kein sonderlich gläubiger Mensch. Aber als nicht das weißhaarige Mädchen sondern ihr Gefährte um die Ecke des Labyrinths trat, war der Blondschopf wirklich, wirklich dankbar. Er hatte während seiner Akademiezeit ein, zwei mal mit Bombensiegel gearbeitet und die Kraft, die hinter diesen Werkzeugen steckte, war nicht zu unterschätzen und deshalb nichts, was er einem kleinen Mädchen antun wollte. Sicher, den Jungen würde es nicht weniger verletzen, doch irgendwie hatte Joudan da weniger Scheu. "Wie sexistisch...", dachte der Genin für sich, dann formte er ein Fingerseal, kniff die Augen zusammen (so musste er nicht sehen, wie er den Jungen verletzte) und ließ mit dem
    Jibaku Fuda - Kassei das erste Bombensiegel explodieren.
    Die Schockwelle krachte durch die Wände des Labyrinths und selbst aus seiner sicheren Entfernung musste Joudan ein, zwei Schritte zurückweichen. Der Knall rivalisierte dem Tosen der Zuschauer, die Joudan noch vor wenigen Minuten außerhalb des Labyrinths wahrgenommen hatte, und ließ die Ohren des Genin klingeln.
    Doch damit war es noch nicht zu Ende. Dem ersten Knall folgte ein zweiter und ein dritter und noch einige weitere. Mit jeder Explosion zuckte Joudan mehr zusammen. Ein schneller Blick zu Nanami verriet dem Blondschopf, dass seine Teamgefährtin sich in Deckung gebracht hatte. Immerhin hatten die beiden Soras sich nicht gegenseitig selbst ausgeknockt, aber was passierte hier gerade? Mit einem Arm schützend vors Gesicht gehoben realisiert Joudan, dass die Bombensiegel sich wohl gegenseitig aktiviert haben mussten. Nanami und er hatten sie anscheinend zu nahe aneinaner platziert und der feuchte Boden, in dem sie die Siegel eingegraben hatten, hatte nicht ganz die dämmende Wirkung gehabt, die Joudan sich erhofft hatte. Nach einigen kurzen Momenten hatte das Labyrinth sich in ein Kriegsgebiet verwandelt. Dicker Rauch stand im Gang und Krater überzogen den Boden, erinnerten an Einschläge von Artilleriegeschützen. Einen kurzen Moment dachte Joudan nach. Seine Schlingenfallen waren wohl großteils Deaktiviert, nur eine etwas hinter seiner aktuellen Stelle, die er für den Fall präpariert hatte, dass die Shiros schnell an ihm und Nanami vorbeihuschen konnten, musste von den Explosionen weiter vorne unverschont geblieben sein. Ansonsten hatte die Kettenreaktion tatsächlich so gut wie alle seiner Vorbereitungen zunichte gemacht. Hoffentlich hatte die Explosion wenigstens den Shiros genug Schaden angerichtet, dass es sich gelohnt hatte. Dies galt es nun herauszufinden.
    Noch während Joudan sich daran machte, auf die Gegner zuzupreschen, schälte der junge Herr sich kurz aus seinem Mantel. Der Überraschungseffekt war nun dahin und die Shiro-Nin würden wahrscheinlich darauf gefasst sein, jeden Moment angegriffen zu werden. Mit ein wenig Glück und List konnte Joudan die ein oder andere Technik aus den Kontrahenten herauslocken.
    "Bleib dicht hinter mir!", rief Joudan laut in Nanamis Richtung, zwinkerte ihr aber dabei deutlich zu und hoffte, dass sie seine List verstand. Immerhin hatten die beiden sich im Voraus darauf geeinigt, dass sie, als Nahkämpferin, die vordere Reihe stellen würde.

    Die Kampfhandlungen hatten begonnen, als der rothaarige Shiro um eine Ecke gekommen war. Die Explosionen mussten ihn wieder in den Gang zurückgedrängt haben, aus dem er gekommen war. Genau diese Ecke peilte Joudan an und warf kurz vor ihr den Mantel zu Boden. Dann brach er, schon die Fingerzeichen für das Kawarimi no Jutsu formend, durch den dicken Rauch. Würden die Shiros ihn direkt attackieren würde er das Grundjutsu nutzen um den Platz mit seinem Mantel zu tauschen und sich damit in Sicherheit zu bringen. Ansonsten würde er das Jutsu abbrechen und Nanami, die nur wenige Augenblicke nach Joudan um die Ecke biegen würde, den Vortritt lassen. In diesem Fall nahm er seine Rolle als unterstützender Fernkämpfer ein, der mit seinem Arsenal an Kunai und Shuriken in der Umhängetasche nicht sparsam umgehen würde um Nanami genug Feuerschutz zu geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Okt. 2018
  2. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Usagi Yudi - 15 Jahre - Shiro-nin

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    "Ganz genau!" Yudi war überzeugt davon dass ihr Kamerad nicht furchtbar motiviert war, sie aber war es wohl! Im Labyrinth war sie immer noch damit beschäftigt, sich mit der krass anderen Atmosphäre abzufinden - Nijo allerdings riss sie mit seiner absolut uncoolen, besserwisserischen Art direkt wieder aus ihrer leichten Weggetretenheit. "Du bist ein großer Besserwisser und Langweiler", stellte die Usagi fest, aber weniger aufgeregt als man es vielleicht denken würde. Sie stemmte die Hände in die Hüfte und beugte sich ein wenig vor, sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Dann aber grinste sie und trieb ihren Kollegen wieder an, lief selbst vor, sah in Gänge und versuchte sich in diesem Labyrinth zurechtzufinden... aber besonders gut war sie nicht darin. Tatsächlich waren solche Aufgaben für sie immer schon etwas nervig gewesen - sie konnte sich einfach nicht richtig entfalten! Das Mädel wurde aber nicht müde, vorzupreschen und den Weg 'abzusichern'. Nach einigen Minuten, vielleicht auch einigen vielen Minuten, packte sie plötzlich der Rotschopf an der Schulter und Yudi hielt für einen Moment inne, drehte sich zu ihm um und plusterte die Wangen auf. "Was? Ausgetrickst? Niemals!" Sie war sich absolut sicher, dass sie auf dem Weg niemanden gesehen hatten und außerdem kam es in ihrer Gedankenwelt nur bedingt vor - jemand austricksen, ganz hinterhältig. Und das ihr!? Nein, das war nicht wirklich möglich, so hatten ihre Gegner nicht ausgesehen. Allerdings... ein Hinterhalt war natürlich auch keine so schöne Angelegenheit. "Aber... aber..." Yudi überlegte und massierte sich mit den Handballen die Schläfen. "Wäre es nicht total gefährlich, so einen Hinterhalt zu legen? So lange wie wir unterwegs sind sind wir bestimmt schon total nah am Ausgang und sie müssen noch durch das ganze Labyrinth!" Vielleicht war das ja gerade der Plan? Die Hellhaarige zog eine Schnute und durfte zusehen, wie Nijo einen Doton-Doppelgänger erschaffte und schnaufte durch die Nase. "Der ist höchstens halb so cool wie der von Mari-san. Hast du eigentlich ihren Nachnamen mitbekommen?" Yudi überlegte kurz, schürzte dann die Unterlippe. "Okey, Rotschopf, aber dein Doppelgänger ist saulahm! Er soll sich gefälligst anstrengen!"

    Wort und Tat lagen dann aber doch ein wenig auseinander. Der Doppelgänger war so lahm und noch viel langweiliger als Nijo, so dass Yudi immer wie ein Hündchen zwischen ihm und Nijo hin- und herflitzen konnte, ohne, dass es überhaupt ein Geschwindigkeitsverlust war. "Sag' mal, Kollege, wann hast du eigentlich das letzte Mal einen vierhundert-Meter-Lauf absolviert?", fragte sie ihn grinsend und schlug dem jungen Mann auf den Rücken. "Der geht ja mehr als dass er läuft!" Wieder machte sie sich auf, mit dem Doppelgänger zu scouten, da...
    ging plötzlich alles ganz schnell. Ein Zischen, Yudi stieß einen ungläubigen Laut aus, trat einen Schritt zurück, wurde dann plötzlich durch Nijos Ausruf abgelenkt, spürte, wie sich seine Arme um sie legten und BOOM. Ein ohrenbetäubendes Explosionsgewitter zerfetzte jeden Gedanken von Yudi, die spürte, wie sie in die Luft gehoben und einige Meter weggeschleudert wurde. Dumpfer Schmerz durchzuckte das Mädchen, als die Druckwelle sich ihrem Körper annahm und Energie auf jeden Körperteil ausübte. Sie landete sanft, verhältnismäßig, aber die etwas hyperaktive Usagi befreite sich sofort aus Nijos Umklammerung. "Au... NIJO!", rief sie und schüttelte den im Moment offenbar ziemlich zermatschten Rotschopf. "Oh man, das war sowas von uncool", sagte sie verzweifelt, sah zu der Rauchwolke zurück, aus der sie gerade herausgeschleudert wurden. "Das war nicht nötig, du... du... Angeber!" Sie schniefte leicht, als sie sah, wie kaputt der junge Mann aussah und wischte sich ein Tränchen aus den Augenwinkeln, halb Schmerz, halb Sorge. "Mach jetzt nicht schlapp!" Sie zerrte ihn zumindest noch ein Stück wieder hinter die Ecke, hinter der sie gerade hervorgetreten waren. Keine Zeit zum Verschnaufen, hörte sie auch überhaupt nicht was Joudan und Nanami vielleicht besprechen würden, sondern sie stellte sich schützend vor ihren Kollegen. Ihre Gedanken spielten verrückt - warum hatte er sie überhaupt so gerettet? Das war so rücksichtslos gewesen! Sie spürte, wie Empörung sich Platz in ihr machte und den Schock über die plötzliche Attacke und der Gefühlsmischmasch aufgrund von Nijos Aktion verdrängte. Sie würde nicht aufgeben - auch wenn sie die Auswirkungen von dem Hinterhalt noch spürte. Aber auch die Soras müssten jetzt in Aktion treten, oder? Sie würden doch nicht noch weiter Versteck-spielen? Yudi hoffte es, denn sonst blieb ihr nichts übrig als vorzupreschen. "Komm schon Rotschopf, ich brauch' dich hier!" Dann trat sie zwei Schritte nach vorne, schluckte schwer. Sie hörte Schritte.

    Als der große Blonde aus dem Rauch herauskam, der sich langsam verzog, hielt sich das Mädchen nicht mehr zurück - sie schoss nach vorne, hatte endlich ein Ziel, stieß sich ab und versuchte ohne Federlesens ihr Knie ans Kinn des Mannes zu rammen. In dem Moment, in dem sie den Kontakt spürte, verpuffte der Kerl aber und hinterließ nur seinen Mantel. "Tausch-Jutsu? Mist!", fluchte sie und stieß sich von der Wand ab, um eventuellen Angriffen auszuweichen. Noch während diesem Manöver sah die kleine Taijutsuka, dass sich das Mädchen des Duos aus dem Rauch schälte und sich mit ihrer Waffe offenbar nach vorne stellte. "Yû-ni Ashige!", rief sie, drehte sich und versuchte von unten in Richtung des Kinns von Nanami zu treten. Der kleine Körper machte die Anstrengung ohne Beanstandung mit, stoppte abrupt, drehte sich, und der schmale Fuß in dem festen Schuhwerk raste mit ziemlicher Geschwindigkeit auf das Kinn der Schwerkämpferin zu. Unabhängig vom Erfolg: Das Ziel war es, sich wieder ein Stück zurückzuziehen, notfalls mit einem Yû-ni Daibingu - und dann musste sie zurückschlagen! Sie hatte noch alle ihre Shuriken und notfalls würde sie sie alle auf einmal rausschmeißen, so unwahrscheinlich auch ein Treffer war. Hoffentlich rappelte sich Nijo noch auf, der Arme. Yudi entschloss sich, sich nachher selbst um seine Wunden zu kümmern. Das schuldete sie ihm! Noch während ihrer Rückwartsbewegung warf sie auf gut Glück ein Kunai in den Rauch - wer wusste schon, ob es etwas treffen würde?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Okt. 2018
  3. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

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    “WAS für ein SPEKTAKEL!! DAS LANGE WARTEN HAT SICH GELOHNT liebes Publikum.” Die Stimme des quirligen Moderators überschlug sich vor Aufregung und auch das Publikum feierte die Plätzliche Action im Labyrinth. Aus sicherer Entfernung unterschätzte man wohl leicht die verherenden Kräfte, die ein Explosionssiegel hervorrufen kann und die tatsächlichen Folgen der Explosionen war durch den dichten grau-schwarzen Rauch noch nicht zu erkennen. “DA .. DIE SHIROS scheinen es aus dem GEFAHRENGEBIET HERAUS GESCHAFFT ZU HABEN!!!”, theatralisch ließ der Moderator seinen Oberkörper nach hintenfallen und deutete mit seiner Hand an die Stelle, aus der sich Yudi und Nijo aus dem Rauch bewegten. Erst jetzt war ersichtlich, dass dies wohl kein geplanter und kontrollierter Rückzug war, sondern die beiden durch die Auswirkungen der Explosion durch den Gang geworfen wurden. “HOFFENTLICH KÖNNEN DIE BEIDEN SICH VON DIESEM DERBEN SCHLAG ERHOLEN!”, offenbar wünschte sich Kuro, dass dieser Kampf noch nicht so schnell vorbei war, nachdem er das Publikum für so lange Zeit bei Laune halten musste. Auch die Sanitäter kamen bei dem Anblick, der sich ihnen darbot langsam ins Schwitzen und rechneten jeden Moment damit das Zeichen zu bekommen, sich in das Labyrinth zu begeben und die Verletzten zu versorgen. Doch noch war es nicht soweit, denn Yudi stellte sich mutig vor ihren Teamkameraden, bereit alles zu geben, um ihn zu beschützen. Kampflos aufzugeben kam für die aufgedrehte Taijutsuka wohl nicht in Frage!

    Die Explosionen ließen den Boden erbeben und ihre Ohren klingeln. Kleinere Steinchen und Dreck flog durch die Luft, als nicht nur eine gezielte Explosion sich löste, sondern eine ganze Reihe ihrer sorgsam drapierten Siegel in einer unberechenbaren Kettenreaktion ausgelöst wurden. Schützend hielt Nanami beide ihrer Arme vors Gesicht und zog sich noch etwas weiter zurück. Verdammt .. wie konnte das passieren?! .. Ich habe doch akribisch auf genügend Abstand zwischen den Siegeln geachtet! .. Offensichtlich hatten die beiden Sora-Nin einen ganz wesentlichen Faktor außer Acht gelassen. Nachdem das die Explosionskette so abrubt ein Ende fand, wie es angefangen hatte und sich der dicke Rauch in den Gängen ausbreitete, wagte es die Hōzuki wieder aufzublicken und die Auswirkungen ihrer Fehleinschätzung zu begutachten. Der Boden war an den Stellen aufgerissen, an denen sie die Siegel in der nassen Erde vergraben hatte. Die Wände, an denen die Siegel ausgelöst wurden, waren von beunruhigend großen Rissen durchzogen. Die Siegel haben mit ihrer detonation einige Bruchstücke aus den dicken Labyrinthwänden herausgebrochen. Es schienen fast sämtliche Siegel ausgelöst worden zu sein – einzig im Bereich des Ganges, aus dem sie gekommen waren, schien alles noch unberührt. Diese zu einem späteren Zeitpunkt jedoch zu aktivieren wäre mit einem ähnlich großen Risiko verbunden. Die gebündelte Explosion würde die Wände des Labyrinths vielleicht gänzlich zum Einstutz bringen. Und genau in diesen vermutete die Kunoichi die Ursache ihres Fehlers. Die Explosion der Siegel wurde durch die engen Gänge gebündelt – hatten diese schließlich keine uneingeschränkten Ausbreitungsmöglichkeiten. Die Explosion konnte sich nur in Richtung des Ganges und nach oben hin ausbreiten, nicht aber nach vorne. Dadurch wurde die Wirkung noch verstärkt und erreichte das nächste Siegel, welches in der theorie hätte eigentlich außer Reichweite sein müssen. Hier wurde ihr ihre Unerfahrenheit schmerzlich vor Augen geführt. Doch ein weiteres Mal wird ihr dieser Fehler mit Sicherheit nicht unterlaufen!

    “Bleib dicht hinter mir!”, rief ihr Joudan laut zu und gab ihr mit seiner Mimik deutlich zu verstehen, dass dies keineswegs eine Änderung ihres Plans bedeuten sollte. Sie nickte Joudan stumm zu und präschte erst nach ihm aus der dichten Rauchwand heraus auf ihre Gegner zu. Als er das Kawarimi no Jutsu auslöste trat Yudi nur gegen seinen Mantel, nicht aber auf ihn ein. Diese kleine Ablenkung nutzend, hastete die Schwertkämpferin auf das andere weißhaarige Mädchen zu und holte mit ihrem Katana aus. Von der schieren Geschwindigkeit ihrer Kontrahentin überrascht begab sie sich jedoch in eine eher defensive Stellung und war noch mehr überrascht, als Yudi eine Taijutsutechnik anwandt, die sie aus ihrem eigenen Stil kannte. Ihren Angriff vorhersehend, schaffte sie es ihrem Tritt nach hinten auszuweichen und einen Gegenangriff in Form eines seitlichen Schwertstreichs zu starten. Dieser ging jedoch ins Leere, denn die flinke Taijutsuka schaffte es sich mit einem Yû-ni Daibingu unter ihrem Schwert wegzuducken. Während dieses kurzen Schlagabtausches breitete sich der Nebel der Explosionen langsam, weiter aus und erreichte die Kämpfenden erneut. Mit einer Rückwärtsrolle und einem kräftigen Satz nach hinten schaffte es Yudi ein paar Meter Abstand zu gewinnen und sich erneut der Rauchwolke zu entziehen. Nanami musste zusehen, dass sie zu ihr aufschließen konnte, doch fiel ihr in diesem Moment, der noch immer am Boden liegende Nijo auf, der sich gerade auf ihrer Höhe befand. Als die Schwertkämpferin ihren Partner ein Zeichen geben wollte, dass er auf ihn acht geben sollte, sollte er wieder zur Besinnung kommen, flog ein Kunai nur knapp an ihrem Kopf vorbei, streifte jedoch ihr Ohr und hinterließ einen blutigen Schnitt. Das stark durchblutete Hörorgan begann unangenehm zu pulsieren. An ihren Fingerkuppen klebte ihr eigenes Blut, als sie sich vorsichtig betastet hatte. Ein weiterer Kunai folgte kurz nach dem ersten, verfehlte sie diesesmal jedoch deutlich mehr. Yudi ließ ihr keine Zeit, um ihr weiteres vorgehen zu überdenken. Als Joudan aus dem Rauch heraus zwei Kunai in Yudis Richtung warf, formte Nanami die Fingerzeichen für ein weiteres Grundjutsu. Bunshin no Jutsu! Im nächsten Moment hechteten zwei mit Katana bewaffneten Mädchen aus dem Rauch auf die Taijutsuka zu und attackieren ihre Gegnerin zeitgleich aus unterschiedlichen Haltungen heraus. Während ihr Bunshin seinen Schwerthieb jedoch durchzog, würde die richtige Nanami im richtigen Moment ändern, um anstelle ihres angetäuschten Schwertangriffes einen Yû-ni Appakatto gegen ihre Brust durchzuführen – was sie hoffentlich auf dem falschen Bein erwischen würde. Für den Fall, dass ihr Manöver funktionieren sollte und sie es schaffen würde ihre Gegnerin aus dem Gleichgewicht oder gar zu Boden zu werfen, würde sie aufgrund der unhandlichen länge ihres Schwertes, auf ein Kunai zurück greifen, um sich weiter mit Yudi zu messen und diese in Schach zu halten. Sie musste jedoch sehr vorsichtig sein, denn offensichtlich war Yudi eine weitaus erfahrenere Taijutsuka, als es Nanami war. Ihr Vorteil war ihr Katana und ihr Teampartner, der ihr aus dem Rauch heraus Deckung gab, während der Partner ihrer Kontrahentin bereits einiges an Shakra verbraucht hatte und wegen der heftigen Explosion einiges hatte wegstecken müssen.

    “WAS FÜR EIN SCHLAGABTAUSCH!! YUDI UND NANAMI SCHENKEN SICH WIRKLICH NICHTS!!!”, Kuro war ganz aus dem Häuschen über den Verlauf dieser letzten, spektakulären Runde und war noch entzückter, als er erkannte wie sich im Rauch noch etwas zu bewegen schien. “ABER WAS IST DAS .. ?!?!”
     
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  4. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    NPC | Wakui Nijo | 18 Jahre | Shiro-Nin

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    Es tat weh. Für einen Moment hatte Nijo vollkommen das Bewusstsein verloren, war in einem Meer aus dunklem Schwarz gefangen – das Erste, was zurückkehrte, waren die Schmerzen. Das Zweite war der Klang von Yudis Stimme, wenngleich das Gehirn des Rothaarigen es nicht schaffte, einen Zusammenhang zu verstehen. Wo war er? Was war geschehen? Der junge Mann hob langsam die Lider, sah die verschwommenen Umrisse seiner Teampartnerin, die sich schützend vor ihn stellte. Der Wettkampf. Das Labyrinth. Die… Explosionen. Die Erinnerungen, die für einen kurzen Moment davongeweht worden waren, kamen mit geballter Kraft zurück. Yudi hatte die Explosionen überstanden – das war gut. Es beruhigte Nijo und machte seinen eigenen, körperlichen Schmerz in diesem Moment erträglicher. „Yudi…“, murmelte er kraftlos, ächzte und zuckte zusammen. Der Shiro-Nin spürte die Verbrennungen an seinem Körper, sah herab auf seine aufgerissene, blutige Kleidung. Bevor der Wakui noch etwas sagen konnte, preschte seine Kollegin nach vorne und stellte sich alleine dem Kampf gegen die beiden Soras. Hatten sie sich ihren Hinterhalt so vorgestellt? Hatte es all diese Explosionen wirklich geben sollen? Nijo wusste es nicht, er wusste nur, dass es vollkommen übertrieben gewesen war – er war froh, dass er noch lebte.

    Während Yudi in ein Taijutsu-Gefecht stürmte und sich wacker gegen die Schwertkämpferin des gegnerischen Teams behauptete, versuchte Nijo, seine Kräfte zu sammeln – doch es wollte ihm nicht gelingen. Zwar nahm er die Kampfgeräusche wahr, doch seine Muskeln reagierten nicht auf seinen geistigen Befehl. Mit aller Kraft versuchte der Ninjutsuka erneut, seine Augen zu öffnen und dachte im ersten Moment, er würde Yudi erkennen. Doch als sich das Bild schärfte, war es die gegnerische Schwertkämpferin, die sich just in diesem Augenblick mit einem Bunshin no Jutsu verdoppelte und in eine Richtung des Gangs davonhechtete. Der 18-Jährige wusste, dass er in diesem Kampf keine große Hilfe mehr sein konnte. Er war am Ende. Und doch wollte er seine Teamkollegin nicht vollkommen kampflos alleine lassen. Er war sich sicher, dass die Schwertkämpferin sich im Nahkampf mit Yudi befand. Also entschied er sich, seinen letzten Angriff in die genau entgegengesetzte Richtung zu lenken – in der Hoffnung, den Teamkollegen der Schwertkämpferin aufzuhalten. Der Moment, in dem der Wakui alleine in der dunklen Rauchwolke zurückgelassen worden war, nutzte er, um zitternd in seiner liegenden Position letzte Fingerzeichen zu formen. „Doton: Gyo Suru Daichi“, ächzte er, ließ sein restliches Chakra in den Boden unter sich fließen. Die Erde vor dem verletzten Shinobi hob sich ruckartig an und feuerte keine Sekunde später mehrere steinerne Tischtennisbälle den Labyrinthgang entlang – ob sie in der Rauchwolke trafen, konnte Nijo weder erkennen noch hören. Nach diesem letzten Kraftakt verlor der junge Mann endgültig das Bewusstsein. Er hoffte, Yudi mit diesem Angriff zumindest die Möglichkeit gegeben zu haben, ihren Nahkampf Eins gegen Eins fortführen zu können – dem Rothaarigen tat es leid, keine größere Hilfe in dieser Konfrontation gewesen zu sein.
     
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  5. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    Joudans Ablenkungsmanöver war von Erfolg gekrönt gewesen. Die weißhaarige Shiro-Nin war nach vorne geprescht und sich zuerst auf Joudan konzentriert, so konnte Nanami sich unbeirrt nach vorne drücken und ihre Position in der ersten Reihe einnehmen. Das vermutete Joudan zumindest, denn noch immer versperrte ihm Staub und Rauch einen Großteil der Sicht. Nach einem kurzen Husten sah er ein, dass er hier in der Rauchwolke niemandem eine große Hilfe war und wagte, mit Kunai in den Händen bewaffnet, aus der Wolke. Nanami befand sich schon im Nahkampf mit der feindlichen Kunoichi, dabei sollte ihr Schwert ihr hoffentlich einen gehörigen Vorteil verschaffen. Joudans Blick fiel auf den rothaarigen Jungen, der ein wenig abseits des Gefechtes lag. Die Explosionen schienen ihm übel mitgespielt zu haben, die Klamotten waren zerfetzt und der Blondschopf wollte den Grad der Verbrennungen, die arme Kerl erlitten haben musste, lieber nicht genauer einschätzen. Er regte sich kaum.

    Und Joudan war schuld.

    Die Erkenntnis traf ihn langsam aber deutlich. Dass dieser Rothaarige wohl gerade Höllenqualen durchleben musste war alleine Joudans Schuld. Sicher, der Genin hatte sich, wie alle anderen hier, zur Mission gemeldet. Er stritt hier, wie alle anderen hier auch, voller Stolz für Ruhm, Ehre und Heimatreich. Und vielleicht hätte er, wenn er die Gelegenheit dazu bekommen hätte, Joudan und Nanami ähnlich schlimm zugespielt. Aber er hat es nicht. Joudans Unachtsamkeit mit den Bombensiegeln -ganz allgemein der Plan, Explosivwaffen gegen ein paar Kinder zu verwenden - waren seine Schuld gewesen. Doch das musste warten. Nun galt es, Schlimmeres zu verhindern und diese Sache schnellstmöglich zu Ende zu bringen.

    Der Plan, den die beiden Soras im Wartezimmer schriftlich ausgeheckt hatten, sah zwei Phasen vor. Zuerst musste einer der beiden Kontrahenten unschädlich gemacht werden. Über dieses Ziel waren Nanami und Joudan durch die ungeplante Kettenreaktion ein wenig hinausgeschossen, doch von dem jungen Mann am Boden schien, nüchtern betrachtet, keine Gefahr mehr auszugehen. Nun galt es noch, Phase zwei zu erfüllen.
    Ihre Falle hatten Nanami und Joudan recht nahe am Labyrinthausgang aufgestellt. Selbst wenn sie die beiden Shiros hier in diesem Zustand zurücklassen würden wäre es sehr wahrscheinlich, dass die kleine Weißhaarige ihren Freund schneller über die "Zielline" schleppen würde, als Nanami und Joudan den entgegengesetzten Ausgang finden würden. Deshalb wollten sie die zweite Kontrahentin gefangen nehmen. Wenn sie die weißhaarige Shiro-Nin mit Joudans verbleibenden Drähten fesseln und mitschleppen konnten, waren Nanami und Joudan sicher, nicht nach
    beiden anderen Gegenern das Labyrinth zu verlassen. Das war nun Großteils Nanamis Part. Im Kampf der weißhaarigen Mädchen bewies die Hôzuki, dass sie es durchaus verstand, Nin- und Kenjutsu zu kombinieren. Mit ihrem Reichweitenvorteil schaffte sie es die meiste Zeit, ihre Gegnerin ein wenig auf Distanz zu halten. Kein direkter Grund für Joudan also, einzugreifen. Schnell nahm er das Kunai aus der Rechten in die Linke, sodass er dort nun zwei der Ninja-Messer hielt, und zog dann mit der nun freien rechten Hand seine verbleibenden zwei Drahtspulen aus der Tasche.
    Gerade wollte er sich daran machen, die Kunai an den Ringen mit den Drahtschlingen zu verbinden, da traf ihn auf einmal eine ganze Menge von... irgendwas.

    In schneller Abfolge bekam er Steine(?) gegen alle möglichen Stellen seines Körpers gedonnert. Er hatte den Rothaarigen komplett aus den Augen gelassen und wurde von seinem Angriff total überrascht. Wimmernd knickte er auf das linke Knie ein, denn eines der Projektile hatte ihn am rechten Schienbein getroffen. Zwei Treffer in Bauch- und Brustgegend raubten dem Blondschopf den Atem, ließen ihn mit tränenden Augen verzweifelt nacht Luft ringen. Warmes Blut sickerte schnell aus einer Platzwunde, die von einem letzten Treffer an der Schläfe herführte. Die Attacke nahm Joudan die Sinne, Sterne tanzten vor seinem Blickfeld herum und machten es dem Genin unmöglich, sich auf das Geschehen um sich herum zu konzentrieren. "Als wäre ich eine große Hilfe gewesen.", lachte Blondie in sich hinein. "Das hab ich verdient..."

    Es dauerte nicht nur einen Moment, bis Joudan wieder auf die wackligen Beine fand. Der Kampf zwischen Nanami und der Taijutsuka war zumindest noch im Gange, so konnte der junge Herr einschätzen, dass er nicht mehrere Minuten abwesend gewesen war. "Reiß dich zusammen, Joudan. Nanami verlässt sich auf dich!", feuerte er sich selbst innerlich an. "Drähte... Kunai...", suchte er auf dem Boden zusammen, die Treffer hatten es ihm aus den Händen gerissen. Dann biss er die Zähne zusammen. Mit ein paar humpelnden Schritten brachte er sich in eine Position ein wenig seitlich zu den beiden und warf dann seine zwei Kunai. Sie würden die Kontrahentin nicht treffen, denn das war nicht Joudans Ziel. Stattdessen würden sie wenige Meter hinter der Shiro-Nin zwei Stolperleinen spannen. Hoffentlich konnte Nanami damit etwas anfangen.
    Die beiden losen Drahtenden behielt Joudan in den Händen. Durch Zug an den Seilen oder ruckartigen Handbewegungen konnte er so die Höhe der Stolperdähte verändern oder gar kleine Schlingen den Draht entwandern lassen. Dieses Mal jedoch wechselte sein Blick im schnellen Rythmus zwischen dem Zweikampf und dem Rothaarigen Shiro. Noch einmal würde Joudan sich so einen Treffer nicht leisten können.
     
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  6. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Usagi Yudi - 15 Jahre - Shiro-nin

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    Yudi gab alles, was sie hatte - und das war in dieser Situation leider nicht furchtbar viel. Gegen zwei Ninja, selbst wenn sie noch nicht übermäßig erfahren waren, konnte die selbst nicht unbedingt erfahrene Kämpferin kaum bestehen. Aber sie würde nicht so schnell aufgeben! Sie schaffte es, sich dem Schwert ihrer Gegnerin zu entziehen, indem sie eine Rückwärtsbewegung mithilfe einer Taijutsu-Technik machte, sich abrollte und ein Kunai warf. Egal ob es getroffen hatte oder nicht, das Mädchen bemerkte die hinter sie gespannten Kunai in diesem Moment nicht, sondern war vollkommen überrascht davon, dass drei Nanamis aus dem Rauch heraus auftauchten. "Was?", hauchte sie erschrocken, realisierte im letzten Moment, dass es Bunshin sein mussten, versuchte herauszufinden, welcher davon die echte Nanami war - aber die junge Kunoichi hatte weder genug Zeit noch Erfahrung, um es in dieser Situation fertig zu bringen, so zu liefern. Sie hatte das Gefühl, dass sie dem Schwert ausweichen sollte - und traf somit direkt die falsche Entscheidung. Die Shiro-Kunoichi sah die Bewegungsänderung ihrer Gegnerin erst, als es zu spät war und japste schmerzerfüllt auf, als sie eine volle Packung Sora-Kunoichi gegen ihre Brust einsteckte und einige Schritte zurückstolperte. Die Aktion von Nijo hatte sie nicht mitbekommen, war sie doch so konzentriert darauf, im letzten Moment einen Angriff mit einem Kunai abzuwehren. Die Hellhaarige fluchte halblaut, während sie immer wieder das Kunai von Nanami abwehrte. Metall traf auf Metall und immer wieder beharkten sich die Kunoichi, während die beiden Kerle mehr (Nijo) oder weniger (Joudan) am Boden lagen. Yudi sah sich mit einer scharfen Waffe konfrontiert und wusste gleichzeitig, dass noch ein Gegner im Rauch wartete - oder wo auch immer der Blondschopf war. Sie biss auf ihre Unterlippe, die anfing zu bluten, riss ihren Körper mit einer Gewalt herum, die sie sich selbst noch nie angetan hatte, spürte wie einige Muskeln nicht nur protestierend aufschrien, sondern einige sich auch in dem Manöver, das sie selbst nur selten bisher angewandt hatte, verabschiedeten. Ein lauter Schrei drang aus den Lippen der zierlichen Kunoichi. "Yû-ni Kajômon!", rief sie, versuchte, die Füße ihrer Gegnerin wegzuziehen und in der selben Drehung noch einen weiteren Angriff mit dem Bein auszuführen, um sich etwas Platz zu verschaffen. Sobald sie Kontakt spürte, nutzte Yudi den Schwung - vollkommen unabhängig von dem Ergebnis ihrer Kamikazeaktion - zurückzuspringen, aber... hatte plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen.

    "Huch", machte das Mädel verblüfft, dann schlug sie hart auf dem Boden der Arena auf, sah Sterne, sah Wölkchen und Einhörner, aber sonst nicht mehr viel, kugelte sich ein wenig zusammen und rollte ob des Schwungs noch einige Meter weiter und blieb neben Nijo liegen. Was war das gewesen? Drähte? Wo waren die denn hergekommen? Ahh - der Schmerz! "Uff", ächzte sie, versuchte sich aufzurichten, stützte sich mit den Armen auf, wollte aufstehen - spürte dann aber, dass ihre Beine sie nicht mehr tragen würden. Die Erkenntnis, dass dieser Kampf vorüber war, wusch über die ambitionierte Taijutsuka und trieb ihr Tränen in die Augen, die aber genauso von der Sorge um Nijo oder von ihren Schmerzen kommen konnte. Ihr Körper, getrieben bis an ihr Limit, wollte einfach nicht mehr, und sie warf einen Blick zu ihrem Partner. "Mmmh...", grummelte sie zornig und wischte sich eine wütende Träne aus dem Augenwinkel, rutschte dann zu dem Rothaarigen herüber, klatschte ihm auf die Wange. Naja, er war noch warm. So schlimm konnte es ja auch nicht sein, oder? Hoffentlich... die Brust der Kunoichi fühlte sich an, als hätte sie ein Gewicht darauf liegen, nahezu zugeschnürt - und dann hob sie einen Arm. "Wir geben auf.", rief sie laut und deutlich, wenngleich man sah und hörte, dass sie das eigentlich nicht wollte. "Ich... bitte kümmert euch um Nijo!" Dann sackte sie wieder ein wenig in sich zusammen, lehnte sich so wie es eben ging, an die Wand, schloss die Augen halb und atmete durch, wartete darauf, dass jemand kam und ihnen half. Es fühlte sich echt mist an, so vor Publikum vermöbelt zu werden. Wäre sie nicht so kaputt gewesen, hätte sie sich fast geschämt.

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    "Sieht so aus als wäre es durch." Die Lippen des Tatsumaki bewegten sich das erste Mal seit der Kampf angefangen hatte. Alle hatten gebannt zugesehen, und auch wenn selbst er gesehen hatte, dass die Teilnehmer durchaus Defizite in vielen Bereichen hatten (wenn selbst er das sah, hatte das was zu sagen) - es war spannend gewesen. Und zum Teil auch ein wenig mehr direkter Konflikt, als er vermutet hätte. "Die armen Shiros. Ganz schön zerrupft sehen die aus... aber die Soras sehen nur ein bisschen besser aus. Ich habe das Gefühl, dass ich dem Veranstalter zu diesem Modus noch ein paar Tipps geben sollte, es hat irgendwie wenig mit Infiltration zu tun", merkte der Suna-nin an und lehnte sich leicht zurück, gähnte ein wenig. Er hoffte, dass die Teilnehmer alle ohne bleibende Schäden da herauskamen. Und dass sie bei den nächsten Runden wieder ordentlich fit waren. "Sag' mal, Hime, wie ist der Plan jetzt? Wird die zweite Runde noch heute durchgeführt?" Leicht verplant vielleicht, aber Hei hatte vorhin an andere Dinge gedacht - zugegeben. Der Ninjutsuka warf einen Blick auf die verbliebenen Teams. Ein Team davon würde wohl dann noch gegen sie antreten - gleich oder morgen, er war nicht ganz sicher. Hatte Mari eigentlich schon auf seine neugierigen Fragen von vorhin geantwortet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Nov. 2018 um 21:04 Uhr
    Hyuuga Mari und Kushou Joudan gefällt das.
  7. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

    Beiträge:
    66
    Alter:
    13 Jahre
    Größe:
    1,61m
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Kiri
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    Link
    Die Staubwolke der Explosion lichtete sich nur allmählich und langsam – kein Wind wehte dort unten in den engen Gängen des Labyrinthes, der es vermocht hätte die neugierigen Blicke der Zuschauer zu stillen. Plötzlich bewegte sich etwas ruckartig im Rauch und brachte erneut Bewegung in diesen. Eine Close-Up von Joudan durch den Staub hindurch zeigte die Auswirkungen einer Attacke des Gegners. Joudan rang mit sich und rutschte auf die Knie. Die Kamera schwenkte auf den am Boden liegenden Nijo, von dem dieser Angriff hatte stammen müssen, doch dieser lag nur regungslos da und sah noch deutlich mitgenommener aus als der Sora-Nin. Die Zuschauer waren schockiert, als sie den jungen Mann so zugerichtet am Boden lagen sehen und auch die anderen Kontrahenten machten nicht gerade den fittesten Eindruck. Als es der Blondschopf schaffte sich erneut aufzurichten und eine kleine Stolperfalle zu stellen, war der Kampf zwischen Yudi und Nanami noch immer in vollem Gange. Ein Raunen ging durch die Tribünenränge als die Schwertkämpferin ihre Kontrahentin mit ihrem Doppelgänger Jutsu und einem unerwarteten Tritt aus dem Gleichgewicht brachte. Es folgte ein hitziger Schlagabtausch mit ihren Kunai, deren Klirren durch das ansonsten stille Labyrinth hallte.

    “UUUHHH .. WAS FÜR EIN TREFFER!” kommentierte Kuro weiter, der sich seiner Aufgabe als Moderator endlich wieder bewusst wurde, nachdem auch er kurz zuvor leicht sprachlos wurde, als er die zerrupften Shinobi auf den Kamerabildern erkannte. Nanami wurde von einem brachialen Tritt in die Seite zu Boden geschleudert, nachdem Yudi sie zuvor von den Füßen gerissen hatte. Auch sie kannte als Anwenderin des Yû-ni-Stiles nicht alle Techniken und hatte diese Attacke nicht vorher sehen können. Schwer atmend zieht sie sich an der Steinwand neben sich nach oben. Auf wackligen Beinen fällt ihr verschwommener Blick auf die andere Taijutsuka, die offenbar ebenfalls zu Boden gestürzt war. Ihr Fuß war noch immer leicht im Draht der Falle verheddert. Ihr schmerzerfülltes Gesicht zeigte einen Funken Erleichterung. Schnell drehte sie sich um zu ihrem Teampartner, in der Hoffnung sie könnte in seinem Gesicht eine Antwort darauf finden, wie sie ihren Plan nun weiter umsetzen sollten, doch auch Joudan wurde sichtlich zugesetzt. Blut rann von seiner Schläfe, eine Hand lag auf seiner Brust und in der Anderen hielt er noch immer das Ende des Drahtseiles. “J-Joudan ..” murmelte die Hōzuki nervös und im nächsten Moment vernahm sie ein leises “Wir geben auf.” aus der entgegengesetzten Richtung. Yudi lag noch immer am Boden und schaffte es gerade so ihren Arm in der Luft zu halten, um ihre Aussage durch dieses optische Signal noch zu verdeutlichen. Das Drahtseil um ihren Fuß lockerte sich umgehend, als auch Joudan ihre Worte gehört zu haben schien. “Team Shiro gibt auf .. “ murmelte Kuro etwas perplex in das Mikrofon und wiederholte sich dann deutlich lauter “DIE SHIROS GEBEN AUF!! DAS BEDEUTET DER SIEG GEHT AN TEEEEAAAMM SOOOORAAAA!!!” Das Publikum jaulte erneut auf und applaudierte Wild nach dieser finalen ersten Runde. “WAS FÜR EIN ENDE EINER UNGLAUBLICH SPANNENDEN ERSTEN RUNDE UNSERES WETTKAMPFES, LIEBES PUBLIKUM!! .. bitte seien sie versichert, dass die Sanitäter bereits unterwegs sind und sich um mögliche Verletzte kümmern.” seine letzten Worte waren durch den tosenden Applaus kaum mehr zu hören und die Monitore schienen nun gezielt zu vermeiden sehr nahe Einstellungen der ausgelaugten und verletzten Wettkampfteilnehmer zu zeigen. Einzig und allein Joudans und Nanamis verwirrte Gesichter wurden in voller Größe auf den Monitoren ausgestrahlt, um noch einmal die glücklichen Sieger zu zeigen.

    “..bitte kümmert euch um Nijo!” kam es nur noch von der kleinen Shiro-Nin, als diese dann endgültig in sich zusammensackte. Völlig durcheinander und nervös wandt Nanami ihren Blick erneut nach hinten, wo ihr Teamkollege bereits Stellung neben dem Rotschopf bezogen hatte und seinen Körper prüfend nach offensichtlichen Verbrennungen und Wunden anderer Art untersuchte. Das weißhaarige Mädchen schaffte es sich ebenfalls zu Nijo zu schleppen und keuchte noch immer schwer von ihrem auslaugenden Kampf mit Yudi. Nijo sah wirklich schlimm aus. Unweigerlich schossen ihr die Bilder aus ihrem Job in der Notaufnahme des Krankenhauses durch den Kopf, nachdem es wegen eines furchtbaren Unglückes mit Patienten nur so übergequollen war. In dieser Situation jedoch, fühlte sie sich hilflos nichts für ihn tun zu können. Im Krankenhaus hatten ihr die Schwestern und Ärzte Anweisungen gegeben und hier gab es auch keine Pflege- und Verbandsutensilien, mit denen sie hätte seine Wunden verbinden können. Noch dazu realisierte sie allmählich, dass sie für seinen Zustand verantwortlich war. Der Brustkorb des Shinobi hob und senkte sich nur schwach, doch immerhin schien er zu atmen. Die sich nähernden Schritte der Sanitäter musste die Kunoichi wohl überhört haben, als sie plötzlich von der Seite angesprochen wurde. Joudan und seine jüngere Partnerin wurden von einem der Männer zur Seite genommen, während sich zwei weitere um Nijo und der Letzte um Yudi kümmerte. Es dauerte nicht lange, bis die beiden Shiro-Nin jeweils auf eine Liege verfrachtet wurden und von jeweils zweien der Sanitäter zum Ausgang des Labyrinthes und in die Krankenstation getragen wurden. Das Siegerteam hingegen raffte sich auf und machte sich humpelnd selbstständig auf den Weg aus dem steinernen Irrgarten.

    “WAS FÜR EIN GLORREICHER ABSCHLUSS DIESES UNGLAUBLICHEN EVENTS, MEINE DAMEN UND HERREN!!” Alle Kameras waren wieder auf den Moderator gerichtet, während die Verletzten bereits aus dem Labyrinth getragen wurden. Kuro kratzte sich etwas nervös am Hinterkopf, um sich wieder seiner Worte zu besinnen und den spektakulären und unerwarteten Ausgang der letzten Runde aus seinen Gedanken zu vertreiben. “Damit geht also der erste Tag unseres Wettkampfes zu Ende! Morgen geht es aber schon wieder weiter! Seien Sie gespannt auf die zweite Herausforderung, derer sich unsere Shinobi stellen müssen! Dieser zweite Teil unseres Events findet allerdings NICHT HIER IM STADION statt! BITTE BEACHTEN SIE DIE AUSHÄNGE, oder SEHEN SIE AUF IHRER EINLADUNG NACH, ferner sie eine bekommen haben ..”

    Nanami hatte den Worten des Moderators keine weitere Beachtung geschenkt, als sie den Ausgang des Labyrinths erreicht hatte und sie erneut die volle Lautstärke des Publikums vernahm. Zusammen mit Joudan schleppte sie sich zur Krankenstation, um sich ihre Wunden versorgen zu lassen – so wurde es ihnen von den Sanitätern aufgetragen, nachdem die Shinobi ihnen versichert hatten, dass sie es alleine aus dem Stadion schaffen würden. Einen Sieg hatte sich die junge Kunoichi in diesem Wettkampf anders vorgestellt. Ihre Gedanken drehten sich noch lange nach dieser ersten Runde, um den Kampf mit Yudi, was alles furchtbar schief gelaufen war und wie das Ganze letztendlich ausgegangen war.

    Nachdem sie aus der Krankenstation wiedergekehrt sind und sich auf ihre Unterkünfte begeben sollten, hatte Nanami ihren Teamkollegen gefragt, ob sie noch kurz mit auf sein Zimmer kommen dürfte. Nach dieser siegreichen, aber leicht desaströsen Wettkampfrunde, hatte sie wohl noch etwas Redebedarf. Wie wohl die zweite Runde aussehen würde? Hatte das Kuro den Zuschauern und den anderen Mitstreitern bereits mitgeteilt, als die beiden im Krankenflügel waren?