Kurobu - Stadt im Norden des Landes

Dieses Thema im Forum "Reich des Tees" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 23. Sep. 2018.

  1. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    Das Warten war etwas, was dem Blondschopf nichts ausmachte. Geduld war eine Tugend, die er Beherrschte. So kamen ihm die Minuten, in denen er und Nanami auf ihre Kontrahenten warteten , nicht sterbenslangweilig und auch nicht unangenehm vor. Ganz im Gegenteil: Der Blondschopf konzentrierte sich, hinter eine Ecke gebückt und mit Nanamis Spiegel um die Ecke linsend - Anmerkung: In Zukunft eigenen Spiegel mitbringen - auf seine Atmung und seine Sinne, fast schon meditativ. Wiedereinmal war der Blondschopf dankbar für die Lektionen, die sein Großvater ihn gelehrt hatte.
    Um seine Finger ein wenig zu beschäftigen ließ der Genin die freie Hand, die nicht den Spiegel hielt, in die Umhängetasche wandern. Dort zählte der Blondschopf nach, wie es nach der Präparation denn um sein "Inventar" aussah. Bombensiegel hatte er nur eines übrig behalten, für den Notfall. Seine beiden Fuuma Shuriken waren dort, wo sie sein sollten und an Drähten hatte er allerdings auch nur noch zwei über. Kunai und Shuriken waren allerdings noch in ausreichender Menge vorhanden, diese würde er sich für einen Kampf aufsparen.
    Mit Nanami redete der Blondschopf nicht. Nicht nur, dass ein Gespräch ihre Position aufzeigen würde, Joudan wollte die Hozuki nicht in ihren Kampfvorbereitungen unterbrechen.

    Dann bewegte sich etwas im Spiegel.

    Joudan war kein sonderlich gläubiger Mensch. Aber als nicht das weißhaarige Mädchen sondern ihr Gefährte um die Ecke des Labyrinths trat, war der Blondschopf wirklich, wirklich dankbar. Er hatte während seiner Akademiezeit ein, zwei mal mit Bombensiegel gearbeitet und die Kraft, die hinter diesen Werkzeugen steckte, war nicht zu unterschätzen und deshalb nichts, was er einem kleinen Mädchen antun wollte. Sicher, den Jungen würde es nicht weniger verletzen, doch irgendwie hatte Joudan da weniger Scheu. "Wie sexistisch...", dachte der Genin für sich, dann formte er ein Fingerseal, kniff die Augen zusammen (so musste er nicht sehen, wie er den Jungen verletzte) und ließ mit dem
    Jibaku Fuda - Kassei das erste Bombensiegel explodieren.
    Die Schockwelle krachte durch die Wände des Labyrinths und selbst aus seiner sicheren Entfernung musste Joudan ein, zwei Schritte zurückweichen. Der Knall rivalisierte dem Tosen der Zuschauer, die Joudan noch vor wenigen Minuten außerhalb des Labyrinths wahrgenommen hatte, und ließ die Ohren des Genin klingeln.
    Doch damit war es noch nicht zu Ende. Dem ersten Knall folgte ein zweiter und ein dritter und noch einige weitere. Mit jeder Explosion zuckte Joudan mehr zusammen. Ein schneller Blick zu Nanami verriet dem Blondschopf, dass seine Teamgefährtin sich in Deckung gebracht hatte. Immerhin hatten die beiden Soras sich nicht gegenseitig selbst ausgeknockt, aber was passierte hier gerade? Mit einem Arm schützend vors Gesicht gehoben realisiert Joudan, dass die Bombensiegel sich wohl gegenseitig aktiviert haben mussten. Nanami und er hatten sie anscheinend zu nahe aneinaner platziert und der feuchte Boden, in dem sie die Siegel eingegraben hatten, hatte nicht ganz die dämmende Wirkung gehabt, die Joudan sich erhofft hatte. Nach einigen kurzen Momenten hatte das Labyrinth sich in ein Kriegsgebiet verwandelt. Dicker Rauch stand im Gang und Krater überzogen den Boden, erinnerten an Einschläge von Artilleriegeschützen. Einen kurzen Moment dachte Joudan nach. Seine Schlingenfallen waren wohl großteils Deaktiviert, nur eine etwas hinter seiner aktuellen Stelle, die er für den Fall präpariert hatte, dass die Shiros schnell an ihm und Nanami vorbeihuschen konnten, musste von den Explosionen weiter vorne unverschont geblieben sein. Ansonsten hatte die Kettenreaktion tatsächlich so gut wie alle seiner Vorbereitungen zunichte gemacht. Hoffentlich hatte die Explosion wenigstens den Shiros genug Schaden angerichtet, dass es sich gelohnt hatte. Dies galt es nun herauszufinden.
    Noch während Joudan sich daran machte, auf die Gegner zuzupreschen, schälte der junge Herr sich kurz aus seinem Mantel. Der Überraschungseffekt war nun dahin und die Shiro-Nin würden wahrscheinlich darauf gefasst sein, jeden Moment angegriffen zu werden. Mit ein wenig Glück und List konnte Joudan die ein oder andere Technik aus den Kontrahenten herauslocken.
    "Bleib dicht hinter mir!", rief Joudan laut in Nanamis Richtung, zwinkerte ihr aber dabei deutlich zu und hoffte, dass sie seine List verstand. Immerhin hatten die beiden sich im Voraus darauf geeinigt, dass sie, als Nahkämpferin, die vordere Reihe stellen würde.

    Die Kampfhandlungen hatten begonnen, als der rothaarige Shiro um eine Ecke gekommen war. Die Explosionen mussten ihn wieder in den Gang zurückgedrängt haben, aus dem er gekommen war. Genau diese Ecke peilte Joudan an und warf kurz vor ihr den Mantel zu Boden. Dann brach er, schon die Fingerzeichen für das Kawarimi no Jutsu formend, durch den dicken Rauch. Würden die Shiros ihn direkt attackieren würde er das Grundjutsu nutzen um den Platz mit seinem Mantel zu tauschen und sich damit in Sicherheit zu bringen. Ansonsten würde er das Jutsu abbrechen und Nanami, die nur wenige Augenblicke nach Joudan um die Ecke biegen würde, den Vortritt lassen. In diesem Fall nahm er seine Rolle als unterstützender Fernkämpfer ein, der mit seinem Arsenal an Kunai und Shuriken in der Umhängetasche nicht sparsam umgehen würde um Nanami genug Feuerschutz zu geben.
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Okt. 2018
  2. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Usagi Yudi - 15 Jahre - Shiro-nin

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    "Ganz genau!" Yudi war überzeugt davon dass ihr Kamerad nicht furchtbar motiviert war, sie aber war es wohl! Im Labyrinth war sie immer noch damit beschäftigt, sich mit der krass anderen Atmosphäre abzufinden - Nijo allerdings riss sie mit seiner absolut uncoolen, besserwisserischen Art direkt wieder aus ihrer leichten Weggetretenheit. "Du bist ein großer Besserwisser und Langweiler", stellte die Usagi fest, aber weniger aufgeregt als man es vielleicht denken würde. Sie stemmte die Hände in die Hüfte und beugte sich ein wenig vor, sah ihn mit zusammengekniffenen Augen an. Dann aber grinste sie und trieb ihren Kollegen wieder an, lief selbst vor, sah in Gänge und versuchte sich in diesem Labyrinth zurechtzufinden... aber besonders gut war sie nicht darin. Tatsächlich waren solche Aufgaben für sie immer schon etwas nervig gewesen - sie konnte sich einfach nicht richtig entfalten! Das Mädel wurde aber nicht müde, vorzupreschen und den Weg 'abzusichern'. Nach einigen Minuten, vielleicht auch einigen vielen Minuten, packte sie plötzlich der Rotschopf an der Schulter und Yudi hielt für einen Moment inne, drehte sich zu ihm um und plusterte die Wangen auf. "Was? Ausgetrickst? Niemals!" Sie war sich absolut sicher, dass sie auf dem Weg niemanden gesehen hatten und außerdem kam es in ihrer Gedankenwelt nur bedingt vor - jemand austricksen, ganz hinterhältig. Und das ihr!? Nein, das war nicht wirklich möglich, so hatten ihre Gegner nicht ausgesehen. Allerdings... ein Hinterhalt war natürlich auch keine so schöne Angelegenheit. "Aber... aber..." Yudi überlegte und massierte sich mit den Handballen die Schläfen. "Wäre es nicht total gefährlich, so einen Hinterhalt zu legen? So lange wie wir unterwegs sind sind wir bestimmt schon total nah am Ausgang und sie müssen noch durch das ganze Labyrinth!" Vielleicht war das ja gerade der Plan? Die Hellhaarige zog eine Schnute und durfte zusehen, wie Nijo einen Doton-Doppelgänger erschaffte und schnaufte durch die Nase. "Der ist höchstens halb so cool wie der von Mari-san. Hast du eigentlich ihren Nachnamen mitbekommen?" Yudi überlegte kurz, schürzte dann die Unterlippe. "Okey, Rotschopf, aber dein Doppelgänger ist saulahm! Er soll sich gefälligst anstrengen!"

    Wort und Tat lagen dann aber doch ein wenig auseinander. Der Doppelgänger war so lahm und noch viel langweiliger als Nijo, so dass Yudi immer wie ein Hündchen zwischen ihm und Nijo hin- und herflitzen konnte, ohne, dass es überhaupt ein Geschwindigkeitsverlust war. "Sag' mal, Kollege, wann hast du eigentlich das letzte Mal einen vierhundert-Meter-Lauf absolviert?", fragte sie ihn grinsend und schlug dem jungen Mann auf den Rücken. "Der geht ja mehr als dass er läuft!" Wieder machte sie sich auf, mit dem Doppelgänger zu scouten, da...
    ging plötzlich alles ganz schnell. Ein Zischen, Yudi stieß einen ungläubigen Laut aus, trat einen Schritt zurück, wurde dann plötzlich durch Nijos Ausruf abgelenkt, spürte, wie sich seine Arme um sie legten und BOOM. Ein ohrenbetäubendes Explosionsgewitter zerfetzte jeden Gedanken von Yudi, die spürte, wie sie in die Luft gehoben und einige Meter weggeschleudert wurde. Dumpfer Schmerz durchzuckte das Mädchen, als die Druckwelle sich ihrem Körper annahm und Energie auf jeden Körperteil ausübte. Sie landete sanft, verhältnismäßig, aber die etwas hyperaktive Usagi befreite sich sofort aus Nijos Umklammerung. "Au... NIJO!", rief sie und schüttelte den im Moment offenbar ziemlich zermatschten Rotschopf. "Oh man, das war sowas von uncool", sagte sie verzweifelt, sah zu der Rauchwolke zurück, aus der sie gerade herausgeschleudert wurden. "Das war nicht nötig, du... du... Angeber!" Sie schniefte leicht, als sie sah, wie kaputt der junge Mann aussah und wischte sich ein Tränchen aus den Augenwinkeln, halb Schmerz, halb Sorge. "Mach jetzt nicht schlapp!" Sie zerrte ihn zumindest noch ein Stück wieder hinter die Ecke, hinter der sie gerade hervorgetreten waren. Keine Zeit zum Verschnaufen, hörte sie auch überhaupt nicht was Joudan und Nanami vielleicht besprechen würden, sondern sie stellte sich schützend vor ihren Kollegen. Ihre Gedanken spielten verrückt - warum hatte er sie überhaupt so gerettet? Das war so rücksichtslos gewesen! Sie spürte, wie Empörung sich Platz in ihr machte und den Schock über die plötzliche Attacke und der Gefühlsmischmasch aufgrund von Nijos Aktion verdrängte. Sie würde nicht aufgeben - auch wenn sie die Auswirkungen von dem Hinterhalt noch spürte. Aber auch die Soras müssten jetzt in Aktion treten, oder? Sie würden doch nicht noch weiter Versteck-spielen? Yudi hoffte es, denn sonst blieb ihr nichts übrig als vorzupreschen. "Komm schon Rotschopf, ich brauch' dich hier!" Dann trat sie zwei Schritte nach vorne, schluckte schwer. Sie hörte Schritte.

    Als der große Blonde aus dem Rauch herauskam, der sich langsam verzog, hielt sich das Mädchen nicht mehr zurück - sie schoss nach vorne, hatte endlich ein Ziel, stieß sich ab und versuchte ohne Federlesens ihr Knie ans Kinn des Mannes zu rammen. In dem Moment, in dem sie den Kontakt spürte, verpuffte der Kerl aber und hinterließ nur seinen Mantel. "Tausch-Jutsu? Mist!", fluchte sie und stieß sich von der Wand ab, um eventuellen Angriffen auszuweichen. Noch während diesem Manöver sah die kleine Taijutsuka, dass sich das Mädchen des Duos aus dem Rauch schälte und sich mit ihrer Waffe offenbar nach vorne stellte. "Yû-ni Ashige!", rief sie, drehte sich und versuchte von unten in Richtung des Kinns von Nanami zu treten. Der kleine Körper machte die Anstrengung ohne Beanstandung mit, stoppte abrupt, drehte sich, und der schmale Fuß in dem festen Schuhwerk raste mit ziemlicher Geschwindigkeit auf das Kinn der Schwerkämpferin zu. Unabhängig vom Erfolg: Das Ziel war es, sich wieder ein Stück zurückzuziehen, notfalls mit einem Yû-ni Daibingu - und dann musste sie zurückschlagen! Sie hatte noch alle ihre Shuriken und notfalls würde sie sie alle auf einmal rausschmeißen, so unwahrscheinlich auch ein Treffer war. Hoffentlich rappelte sich Nijo noch auf, der Arme. Yudi entschloss sich, sich nachher selbst um seine Wunden zu kümmern. Das schuldete sie ihm! Noch während ihrer Rückwartsbewegung warf sie auf gut Glück ein Kunai in den Rauch - wer wusste schon, ob es etwas treffen würde?
     
    Zuletzt bearbeitet: 26. Okt. 2018
  3. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

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    “WAS für ein SPEKTAKEL!! DAS LANGE WARTEN HAT SICH GELOHNT liebes Publikum.” Die Stimme des quirligen Moderators überschlug sich vor Aufregung und auch das Publikum feierte die Plätzliche Action im Labyrinth. Aus sicherer Entfernung unterschätzte man wohl leicht die verherenden Kräfte, die ein Explosionssiegel hervorrufen kann und die tatsächlichen Folgen der Explosionen war durch den dichten grau-schwarzen Rauch noch nicht zu erkennen. “DA .. DIE SHIROS scheinen es aus dem GEFAHRENGEBIET HERAUS GESCHAFFT ZU HABEN!!!”, theatralisch ließ der Moderator seinen Oberkörper nach hintenfallen und deutete mit seiner Hand an die Stelle, aus der sich Yudi und Nijo aus dem Rauch bewegten. Erst jetzt war ersichtlich, dass dies wohl kein geplanter und kontrollierter Rückzug war, sondern die beiden durch die Auswirkungen der Explosion durch den Gang geworfen wurden. “HOFFENTLICH KÖNNEN DIE BEIDEN SICH VON DIESEM DERBEN SCHLAG ERHOLEN!”, offenbar wünschte sich Kuro, dass dieser Kampf noch nicht so schnell vorbei war, nachdem er das Publikum für so lange Zeit bei Laune halten musste. Auch die Sanitäter kamen bei dem Anblick, der sich ihnen darbot langsam ins Schwitzen und rechneten jeden Moment damit das Zeichen zu bekommen, sich in das Labyrinth zu begeben und die Verletzten zu versorgen. Doch noch war es nicht soweit, denn Yudi stellte sich mutig vor ihren Teamkameraden, bereit alles zu geben, um ihn zu beschützen. Kampflos aufzugeben kam für die aufgedrehte Taijutsuka wohl nicht in Frage!

    Die Explosionen ließen den Boden erbeben und ihre Ohren klingeln. Kleinere Steinchen und Dreck flog durch die Luft, als nicht nur eine gezielte Explosion sich löste, sondern eine ganze Reihe ihrer sorgsam drapierten Siegel in einer unberechenbaren Kettenreaktion ausgelöst wurden. Schützend hielt Nanami beide ihrer Arme vors Gesicht und zog sich noch etwas weiter zurück. Verdammt .. wie konnte das passieren?! .. Ich habe doch akribisch auf genügend Abstand zwischen den Siegeln geachtet! .. Offensichtlich hatten die beiden Sora-Nin einen ganz wesentlichen Faktor außer Acht gelassen. Nachdem das die Explosionskette so abrubt ein Ende fand, wie es angefangen hatte und sich der dicke Rauch in den Gängen ausbreitete, wagte es die Hōzuki wieder aufzublicken und die Auswirkungen ihrer Fehleinschätzung zu begutachten. Der Boden war an den Stellen aufgerissen, an denen sie die Siegel in der nassen Erde vergraben hatte. Die Wände, an denen die Siegel ausgelöst wurden, waren von beunruhigend großen Rissen durchzogen. Die Siegel haben mit ihrer detonation einige Bruchstücke aus den dicken Labyrinthwänden herausgebrochen. Es schienen fast sämtliche Siegel ausgelöst worden zu sein – einzig im Bereich des Ganges, aus dem sie gekommen waren, schien alles noch unberührt. Diese zu einem späteren Zeitpunkt jedoch zu aktivieren wäre mit einem ähnlich großen Risiko verbunden. Die gebündelte Explosion würde die Wände des Labyrinths vielleicht gänzlich zum Einstutz bringen. Und genau in diesen vermutete die Kunoichi die Ursache ihres Fehlers. Die Explosion der Siegel wurde durch die engen Gänge gebündelt – hatten diese schließlich keine uneingeschränkten Ausbreitungsmöglichkeiten. Die Explosion konnte sich nur in Richtung des Ganges und nach oben hin ausbreiten, nicht aber nach vorne. Dadurch wurde die Wirkung noch verstärkt und erreichte das nächste Siegel, welches in der theorie hätte eigentlich außer Reichweite sein müssen. Hier wurde ihr ihre Unerfahrenheit schmerzlich vor Augen geführt. Doch ein weiteres Mal wird ihr dieser Fehler mit Sicherheit nicht unterlaufen!

    “Bleib dicht hinter mir!”, rief ihr Joudan laut zu und gab ihr mit seiner Mimik deutlich zu verstehen, dass dies keineswegs eine Änderung ihres Plans bedeuten sollte. Sie nickte Joudan stumm zu und präschte erst nach ihm aus der dichten Rauchwand heraus auf ihre Gegner zu. Als er das Kawarimi no Jutsu auslöste trat Yudi nur gegen seinen Mantel, nicht aber auf ihn ein. Diese kleine Ablenkung nutzend, hastete die Schwertkämpferin auf das andere weißhaarige Mädchen zu und holte mit ihrem Katana aus. Von der schieren Geschwindigkeit ihrer Kontrahentin überrascht begab sie sich jedoch in eine eher defensive Stellung und war noch mehr überrascht, als Yudi eine Taijutsutechnik anwandt, die sie aus ihrem eigenen Stil kannte. Ihren Angriff vorhersehend, schaffte sie es ihrem Tritt nach hinten auszuweichen und einen Gegenangriff in Form eines seitlichen Schwertstreichs zu starten. Dieser ging jedoch ins Leere, denn die flinke Taijutsuka schaffte es sich mit einem Yû-ni Daibingu unter ihrem Schwert wegzuducken. Während dieses kurzen Schlagabtausches breitete sich der Nebel der Explosionen langsam, weiter aus und erreichte die Kämpfenden erneut. Mit einer Rückwärtsrolle und einem kräftigen Satz nach hinten schaffte es Yudi ein paar Meter Abstand zu gewinnen und sich erneut der Rauchwolke zu entziehen. Nanami musste zusehen, dass sie zu ihr aufschließen konnte, doch fiel ihr in diesem Moment, der noch immer am Boden liegende Nijo auf, der sich gerade auf ihrer Höhe befand. Als die Schwertkämpferin ihren Partner ein Zeichen geben wollte, dass er auf ihn acht geben sollte, sollte er wieder zur Besinnung kommen, flog ein Kunai nur knapp an ihrem Kopf vorbei, streifte jedoch ihr Ohr und hinterließ einen blutigen Schnitt. Das stark durchblutete Hörorgan begann unangenehm zu pulsieren. An ihren Fingerkuppen klebte ihr eigenes Blut, als sie sich vorsichtig betastet hatte. Ein weiterer Kunai folgte kurz nach dem ersten, verfehlte sie diesesmal jedoch deutlich mehr. Yudi ließ ihr keine Zeit, um ihr weiteres vorgehen zu überdenken. Als Joudan aus dem Rauch heraus zwei Kunai in Yudis Richtung warf, formte Nanami die Fingerzeichen für ein weiteres Grundjutsu. Bunshin no Jutsu! Im nächsten Moment hechteten zwei mit Katana bewaffneten Mädchen aus dem Rauch auf die Taijutsuka zu und attackieren ihre Gegnerin zeitgleich aus unterschiedlichen Haltungen heraus. Während ihr Bunshin seinen Schwerthieb jedoch durchzog, würde die richtige Nanami im richtigen Moment ändern, um anstelle ihres angetäuschten Schwertangriffes einen Yû-ni Appakatto gegen ihre Brust durchzuführen – was sie hoffentlich auf dem falschen Bein erwischen würde. Für den Fall, dass ihr Manöver funktionieren sollte und sie es schaffen würde ihre Gegnerin aus dem Gleichgewicht oder gar zu Boden zu werfen, würde sie aufgrund der unhandlichen länge ihres Schwertes, auf ein Kunai zurück greifen, um sich weiter mit Yudi zu messen und diese in Schach zu halten. Sie musste jedoch sehr vorsichtig sein, denn offensichtlich war Yudi eine weitaus erfahrenere Taijutsuka, als es Nanami war. Ihr Vorteil war ihr Katana und ihr Teampartner, der ihr aus dem Rauch heraus Deckung gab, während der Partner ihrer Kontrahentin bereits einiges an Shakra verbraucht hatte und wegen der heftigen Explosion einiges hatte wegstecken müssen.

    “WAS FÜR EIN SCHLAGABTAUSCH!! YUDI UND NANAMI SCHENKEN SICH WIRKLICH NICHTS!!!”, Kuro war ganz aus dem Häuschen über den Verlauf dieser letzten, spektakulären Runde und war noch entzückter, als er erkannte wie sich im Rauch noch etwas zu bewegen schien. “ABER WAS IST DAS .. ?!?!”
     
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  4. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    NPC | Wakui Nijo | 18 Jahre | Shiro-Nin

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    Es tat weh. Für einen Moment hatte Nijo vollkommen das Bewusstsein verloren, war in einem Meer aus dunklem Schwarz gefangen – das Erste, was zurückkehrte, waren die Schmerzen. Das Zweite war der Klang von Yudis Stimme, wenngleich das Gehirn des Rothaarigen es nicht schaffte, einen Zusammenhang zu verstehen. Wo war er? Was war geschehen? Der junge Mann hob langsam die Lider, sah die verschwommenen Umrisse seiner Teampartnerin, die sich schützend vor ihn stellte. Der Wettkampf. Das Labyrinth. Die… Explosionen. Die Erinnerungen, die für einen kurzen Moment davongeweht worden waren, kamen mit geballter Kraft zurück. Yudi hatte die Explosionen überstanden – das war gut. Es beruhigte Nijo und machte seinen eigenen, körperlichen Schmerz in diesem Moment erträglicher. „Yudi…“, murmelte er kraftlos, ächzte und zuckte zusammen. Der Shiro-Nin spürte die Verbrennungen an seinem Körper, sah herab auf seine aufgerissene, blutige Kleidung. Bevor der Wakui noch etwas sagen konnte, preschte seine Kollegin nach vorne und stellte sich alleine dem Kampf gegen die beiden Soras. Hatten sie sich ihren Hinterhalt so vorgestellt? Hatte es all diese Explosionen wirklich geben sollen? Nijo wusste es nicht, er wusste nur, dass es vollkommen übertrieben gewesen war – er war froh, dass er noch lebte.

    Während Yudi in ein Taijutsu-Gefecht stürmte und sich wacker gegen die Schwertkämpferin des gegnerischen Teams behauptete, versuchte Nijo, seine Kräfte zu sammeln – doch es wollte ihm nicht gelingen. Zwar nahm er die Kampfgeräusche wahr, doch seine Muskeln reagierten nicht auf seinen geistigen Befehl. Mit aller Kraft versuchte der Ninjutsuka erneut, seine Augen zu öffnen und dachte im ersten Moment, er würde Yudi erkennen. Doch als sich das Bild schärfte, war es die gegnerische Schwertkämpferin, die sich just in diesem Augenblick mit einem Bunshin no Jutsu verdoppelte und in eine Richtung des Gangs davonhechtete. Der 18-Jährige wusste, dass er in diesem Kampf keine große Hilfe mehr sein konnte. Er war am Ende. Und doch wollte er seine Teamkollegin nicht vollkommen kampflos alleine lassen. Er war sich sicher, dass die Schwertkämpferin sich im Nahkampf mit Yudi befand. Also entschied er sich, seinen letzten Angriff in die genau entgegengesetzte Richtung zu lenken – in der Hoffnung, den Teamkollegen der Schwertkämpferin aufzuhalten. Der Moment, in dem der Wakui alleine in der dunklen Rauchwolke zurückgelassen worden war, nutzte er, um zitternd in seiner liegenden Position letzte Fingerzeichen zu formen. „Doton: Gyo Suru Daichi“, ächzte er, ließ sein restliches Chakra in den Boden unter sich fließen. Die Erde vor dem verletzten Shinobi hob sich ruckartig an und feuerte keine Sekunde später mehrere steinerne Tischtennisbälle den Labyrinthgang entlang – ob sie in der Rauchwolke trafen, konnte Nijo weder erkennen noch hören. Nach diesem letzten Kraftakt verlor der junge Mann endgültig das Bewusstsein. Er hoffte, Yudi mit diesem Angriff zumindest die Möglichkeit gegeben zu haben, ihren Nahkampf Eins gegen Eins fortführen zu können – dem Rothaarigen tat es leid, keine größere Hilfe in dieser Konfrontation gewesen zu sein.
     
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  5. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    Joudans Ablenkungsmanöver war von Erfolg gekrönt gewesen. Die weißhaarige Shiro-Nin war nach vorne geprescht und sich zuerst auf Joudan konzentriert, so konnte Nanami sich unbeirrt nach vorne drücken und ihre Position in der ersten Reihe einnehmen. Das vermutete Joudan zumindest, denn noch immer versperrte ihm Staub und Rauch einen Großteil der Sicht. Nach einem kurzen Husten sah er ein, dass er hier in der Rauchwolke niemandem eine große Hilfe war und wagte, mit Kunai in den Händen bewaffnet, aus der Wolke. Nanami befand sich schon im Nahkampf mit der feindlichen Kunoichi, dabei sollte ihr Schwert ihr hoffentlich einen gehörigen Vorteil verschaffen. Joudans Blick fiel auf den rothaarigen Jungen, der ein wenig abseits des Gefechtes lag. Die Explosionen schienen ihm übel mitgespielt zu haben, die Klamotten waren zerfetzt und der Blondschopf wollte den Grad der Verbrennungen, die arme Kerl erlitten haben musste, lieber nicht genauer einschätzen. Er regte sich kaum.

    Und Joudan war schuld.

    Die Erkenntnis traf ihn langsam aber deutlich. Dass dieser Rothaarige wohl gerade Höllenqualen durchleben musste war alleine Joudans Schuld. Sicher, der Genin hatte sich, wie alle anderen hier, zur Mission gemeldet. Er stritt hier, wie alle anderen hier auch, voller Stolz für Ruhm, Ehre und Heimatreich. Und vielleicht hätte er, wenn er die Gelegenheit dazu bekommen hätte, Joudan und Nanami ähnlich schlimm zugespielt. Aber er hat es nicht. Joudans Unachtsamkeit mit den Bombensiegeln -ganz allgemein der Plan, Explosivwaffen gegen ein paar Kinder zu verwenden - waren seine Schuld gewesen. Doch das musste warten. Nun galt es, Schlimmeres zu verhindern und diese Sache schnellstmöglich zu Ende zu bringen.

    Der Plan, den die beiden Soras im Wartezimmer schriftlich ausgeheckt hatten, sah zwei Phasen vor. Zuerst musste einer der beiden Kontrahenten unschädlich gemacht werden. Über dieses Ziel waren Nanami und Joudan durch die ungeplante Kettenreaktion ein wenig hinausgeschossen, doch von dem jungen Mann am Boden schien, nüchtern betrachtet, keine Gefahr mehr auszugehen. Nun galt es noch, Phase zwei zu erfüllen.
    Ihre Falle hatten Nanami und Joudan recht nahe am Labyrinthausgang aufgestellt. Selbst wenn sie die beiden Shiros hier in diesem Zustand zurücklassen würden wäre es sehr wahrscheinlich, dass die kleine Weißhaarige ihren Freund schneller über die "Zielline" schleppen würde, als Nanami und Joudan den entgegengesetzten Ausgang finden würden. Deshalb wollten sie die zweite Kontrahentin gefangen nehmen. Wenn sie die weißhaarige Shiro-Nin mit Joudans verbleibenden Drähten fesseln und mitschleppen konnten, waren Nanami und Joudan sicher, nicht nach
    beiden anderen Gegenern das Labyrinth zu verlassen. Das war nun Großteils Nanamis Part. Im Kampf der weißhaarigen Mädchen bewies die Hôzuki, dass sie es durchaus verstand, Nin- und Kenjutsu zu kombinieren. Mit ihrem Reichweitenvorteil schaffte sie es die meiste Zeit, ihre Gegnerin ein wenig auf Distanz zu halten. Kein direkter Grund für Joudan also, einzugreifen. Schnell nahm er das Kunai aus der Rechten in die Linke, sodass er dort nun zwei der Ninja-Messer hielt, und zog dann mit der nun freien rechten Hand seine verbleibenden zwei Drahtspulen aus der Tasche.
    Gerade wollte er sich daran machen, die Kunai an den Ringen mit den Drahtschlingen zu verbinden, da traf ihn auf einmal eine ganze Menge von... irgendwas.

    In schneller Abfolge bekam er Steine(?) gegen alle möglichen Stellen seines Körpers gedonnert. Er hatte den Rothaarigen komplett aus den Augen gelassen und wurde von seinem Angriff total überrascht. Wimmernd knickte er auf das linke Knie ein, denn eines der Projektile hatte ihn am rechten Schienbein getroffen. Zwei Treffer in Bauch- und Brustgegend raubten dem Blondschopf den Atem, ließen ihn mit tränenden Augen verzweifelt nacht Luft ringen. Warmes Blut sickerte schnell aus einer Platzwunde, die von einem letzten Treffer an der Schläfe herführte. Die Attacke nahm Joudan die Sinne, Sterne tanzten vor seinem Blickfeld herum und machten es dem Genin unmöglich, sich auf das Geschehen um sich herum zu konzentrieren. "Als wäre ich eine große Hilfe gewesen.", lachte Blondie in sich hinein. "Das hab ich verdient..."

    Es dauerte nicht nur einen Moment, bis Joudan wieder auf die wackligen Beine fand. Der Kampf zwischen Nanami und der Taijutsuka war zumindest noch im Gange, so konnte der junge Herr einschätzen, dass er nicht mehrere Minuten abwesend gewesen war. "Reiß dich zusammen, Joudan. Nanami verlässt sich auf dich!", feuerte er sich selbst innerlich an. "Drähte... Kunai...", suchte er auf dem Boden zusammen, die Treffer hatten es ihm aus den Händen gerissen. Dann biss er die Zähne zusammen. Mit ein paar humpelnden Schritten brachte er sich in eine Position ein wenig seitlich zu den beiden und warf dann seine zwei Kunai. Sie würden die Kontrahentin nicht treffen, denn das war nicht Joudans Ziel. Stattdessen würden sie wenige Meter hinter der Shiro-Nin zwei Stolperleinen spannen. Hoffentlich konnte Nanami damit etwas anfangen.
    Die beiden losen Drahtenden behielt Joudan in den Händen. Durch Zug an den Seilen oder ruckartigen Handbewegungen konnte er so die Höhe der Stolperdähte verändern oder gar kleine Schlingen den Draht entwandern lassen. Dieses Mal jedoch wechselte sein Blick im schnellen Rythmus zwischen dem Zweikampf und dem Rothaarigen Shiro. Noch einmal würde Joudan sich so einen Treffer nicht leisten können.
     
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  6. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Usagi Yudi - 15 Jahre - Shiro-nin

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    Yudi gab alles, was sie hatte - und das war in dieser Situation leider nicht furchtbar viel. Gegen zwei Ninja, selbst wenn sie noch nicht übermäßig erfahren waren, konnte die selbst nicht unbedingt erfahrene Kämpferin kaum bestehen. Aber sie würde nicht so schnell aufgeben! Sie schaffte es, sich dem Schwert ihrer Gegnerin zu entziehen, indem sie eine Rückwärtsbewegung mithilfe einer Taijutsu-Technik machte, sich abrollte und ein Kunai warf. Egal ob es getroffen hatte oder nicht, das Mädchen bemerkte die hinter sie gespannten Kunai in diesem Moment nicht, sondern war vollkommen überrascht davon, dass drei Nanamis aus dem Rauch heraus auftauchten. "Was?", hauchte sie erschrocken, realisierte im letzten Moment, dass es Bunshin sein mussten, versuchte herauszufinden, welcher davon die echte Nanami war - aber die junge Kunoichi hatte weder genug Zeit noch Erfahrung, um es in dieser Situation fertig zu bringen, so zu liefern. Sie hatte das Gefühl, dass sie dem Schwert ausweichen sollte - und traf somit direkt die falsche Entscheidung. Die Shiro-Kunoichi sah die Bewegungsänderung ihrer Gegnerin erst, als es zu spät war und japste schmerzerfüllt auf, als sie eine volle Packung Sora-Kunoichi gegen ihre Brust einsteckte und einige Schritte zurückstolperte. Die Aktion von Nijo hatte sie nicht mitbekommen, war sie doch so konzentriert darauf, im letzten Moment einen Angriff mit einem Kunai abzuwehren. Die Hellhaarige fluchte halblaut, während sie immer wieder das Kunai von Nanami abwehrte. Metall traf auf Metall und immer wieder beharkten sich die Kunoichi, während die beiden Kerle mehr (Nijo) oder weniger (Joudan) am Boden lagen. Yudi sah sich mit einer scharfen Waffe konfrontiert und wusste gleichzeitig, dass noch ein Gegner im Rauch wartete - oder wo auch immer der Blondschopf war. Sie biss auf ihre Unterlippe, die anfing zu bluten, riss ihren Körper mit einer Gewalt herum, die sie sich selbst noch nie angetan hatte, spürte wie einige Muskeln nicht nur protestierend aufschrien, sondern einige sich auch in dem Manöver, das sie selbst nur selten bisher angewandt hatte, verabschiedeten. Ein lauter Schrei drang aus den Lippen der zierlichen Kunoichi. "Yû-ni Kajômon!", rief sie, versuchte, die Füße ihrer Gegnerin wegzuziehen und in der selben Drehung noch einen weiteren Angriff mit dem Bein auszuführen, um sich etwas Platz zu verschaffen. Sobald sie Kontakt spürte, nutzte Yudi den Schwung - vollkommen unabhängig von dem Ergebnis ihrer Kamikazeaktion - zurückzuspringen, aber... hatte plötzlich keinen Boden mehr unter den Füßen.

    "Huch", machte das Mädel verblüfft, dann schlug sie hart auf dem Boden der Arena auf, sah Sterne, sah Wölkchen und Einhörner, aber sonst nicht mehr viel, kugelte sich ein wenig zusammen und rollte ob des Schwungs noch einige Meter weiter und blieb neben Nijo liegen. Was war das gewesen? Drähte? Wo waren die denn hergekommen? Ahh - der Schmerz! "Uff", ächzte sie, versuchte sich aufzurichten, stützte sich mit den Armen auf, wollte aufstehen - spürte dann aber, dass ihre Beine sie nicht mehr tragen würden. Die Erkenntnis, dass dieser Kampf vorüber war, wusch über die ambitionierte Taijutsuka und trieb ihr Tränen in die Augen, die aber genauso von der Sorge um Nijo oder von ihren Schmerzen kommen konnte. Ihr Körper, getrieben bis an ihr Limit, wollte einfach nicht mehr, und sie warf einen Blick zu ihrem Partner. "Mmmh...", grummelte sie zornig und wischte sich eine wütende Träne aus dem Augenwinkel, rutschte dann zu dem Rothaarigen herüber, klatschte ihm auf die Wange. Naja, er war noch warm. So schlimm konnte es ja auch nicht sein, oder? Hoffentlich... die Brust der Kunoichi fühlte sich an, als hätte sie ein Gewicht darauf liegen, nahezu zugeschnürt - und dann hob sie einen Arm. "Wir geben auf.", rief sie laut und deutlich, wenngleich man sah und hörte, dass sie das eigentlich nicht wollte. "Ich... bitte kümmert euch um Nijo!" Dann sackte sie wieder ein wenig in sich zusammen, lehnte sich so wie es eben ging, an die Wand, schloss die Augen halb und atmete durch, wartete darauf, dass jemand kam und ihnen half. Es fühlte sich echt mist an, so vor Publikum vermöbelt zu werden. Wäre sie nicht so kaputt gewesen, hätte sie sich fast geschämt.

    ___________________________________​

    "Sieht so aus als wäre es durch." Die Lippen des Tatsumaki bewegten sich das erste Mal seit der Kampf angefangen hatte. Alle hatten gebannt zugesehen, und auch wenn selbst er gesehen hatte, dass die Teilnehmer durchaus Defizite in vielen Bereichen hatten (wenn selbst er das sah, hatte das was zu sagen) - es war spannend gewesen. Und zum Teil auch ein wenig mehr direkter Konflikt, als er vermutet hätte. "Die armen Shiros. Ganz schön zerrupft sehen die aus... aber die Soras sehen nur ein bisschen besser aus. Ich habe das Gefühl, dass ich dem Veranstalter zu diesem Modus noch ein paar Tipps geben sollte, es hat irgendwie wenig mit Infiltration zu tun", merkte der Suna-nin an und lehnte sich leicht zurück, gähnte ein wenig. Er hoffte, dass die Teilnehmer alle ohne bleibende Schäden da herauskamen. Und dass sie bei den nächsten Runden wieder ordentlich fit waren. "Sag' mal, Hime, wie ist der Plan jetzt? Wird die zweite Runde noch heute durchgeführt?" Leicht verplant vielleicht, aber Hei hatte vorhin an andere Dinge gedacht - zugegeben. Der Ninjutsuka warf einen Blick auf die verbliebenen Teams. Ein Team davon würde wohl dann noch gegen sie antreten - gleich oder morgen, er war nicht ganz sicher. Hatte Mari eigentlich schon auf seine neugierigen Fragen von vorhin geantwortet?
     
    Zuletzt bearbeitet: 12. Nov. 2018
    Hyuuga Mari und Kushou Joudan gefällt das.
  7. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

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    Die Staubwolke der Explosion lichtete sich nur allmählich und langsam – kein Wind wehte dort unten in den engen Gängen des Labyrinthes, der es vermocht hätte die neugierigen Blicke der Zuschauer zu stillen. Plötzlich bewegte sich etwas ruckartig im Rauch und brachte erneut Bewegung in diesen. Eine Close-Up von Joudan durch den Staub hindurch zeigte die Auswirkungen einer Attacke des Gegners. Joudan rang mit sich und rutschte auf die Knie. Die Kamera schwenkte auf den am Boden liegenden Nijo, von dem dieser Angriff hatte stammen müssen, doch dieser lag nur regungslos da und sah noch deutlich mitgenommener aus als der Sora-Nin. Die Zuschauer waren schockiert, als sie den jungen Mann so zugerichtet am Boden lagen sehen und auch die anderen Kontrahenten machten nicht gerade den fittesten Eindruck. Als es der Blondschopf schaffte sich erneut aufzurichten und eine kleine Stolperfalle zu stellen, war der Kampf zwischen Yudi und Nanami noch immer in vollem Gange. Ein Raunen ging durch die Tribünenränge als die Schwertkämpferin ihre Kontrahentin mit ihrem Doppelgänger Jutsu und einem unerwarteten Tritt aus dem Gleichgewicht brachte. Es folgte ein hitziger Schlagabtausch mit ihren Kunai, deren Klirren durch das ansonsten stille Labyrinth hallte.

    “UUUHHH .. WAS FÜR EIN TREFFER!” kommentierte Kuro weiter, der sich seiner Aufgabe als Moderator endlich wieder bewusst wurde, nachdem auch er kurz zuvor leicht sprachlos wurde, als er die zerrupften Shinobi auf den Kamerabildern erkannte. Nanami wurde von einem brachialen Tritt in die Seite zu Boden geschleudert, nachdem Yudi sie zuvor von den Füßen gerissen hatte. Auch sie kannte als Anwenderin des Yû-ni-Stiles nicht alle Techniken und hatte diese Attacke nicht vorher sehen können. Schwer atmend zieht sie sich an der Steinwand neben sich nach oben. Auf wackligen Beinen fällt ihr verschwommener Blick auf die andere Taijutsuka, die offenbar ebenfalls zu Boden gestürzt war. Ihr Fuß war noch immer leicht im Draht der Falle verheddert. Ihr schmerzerfülltes Gesicht zeigte einen Funken Erleichterung. Schnell drehte sie sich um zu ihrem Teampartner, in der Hoffnung sie könnte in seinem Gesicht eine Antwort darauf finden, wie sie ihren Plan nun weiter umsetzen sollten, doch auch Joudan wurde sichtlich zugesetzt. Blut rann von seiner Schläfe, eine Hand lag auf seiner Brust und in der Anderen hielt er noch immer das Ende des Drahtseiles. “J-Joudan ..” murmelte die Hōzuki nervös und im nächsten Moment vernahm sie ein leises “Wir geben auf.” aus der entgegengesetzten Richtung. Yudi lag noch immer am Boden und schaffte es gerade so ihren Arm in der Luft zu halten, um ihre Aussage durch dieses optische Signal noch zu verdeutlichen. Das Drahtseil um ihren Fuß lockerte sich umgehend, als auch Joudan ihre Worte gehört zu haben schien. “Team Shiro gibt auf .. “ murmelte Kuro etwas perplex in das Mikrofon und wiederholte sich dann deutlich lauter “DIE SHIROS GEBEN AUF!! DAS BEDEUTET DER SIEG GEHT AN TEEEEAAAMM SOOOORAAAA!!!” Das Publikum jaulte erneut auf und applaudierte Wild nach dieser finalen ersten Runde. “WAS FÜR EIN ENDE EINER UNGLAUBLICH SPANNENDEN ERSTEN RUNDE UNSERES WETTKAMPFES, LIEBES PUBLIKUM!! .. bitte seien sie versichert, dass die Sanitäter bereits unterwegs sind und sich um mögliche Verletzte kümmern.” seine letzten Worte waren durch den tosenden Applaus kaum mehr zu hören und die Monitore schienen nun gezielt zu vermeiden sehr nahe Einstellungen der ausgelaugten und verletzten Wettkampfteilnehmer zu zeigen. Einzig und allein Joudans und Nanamis verwirrte Gesichter wurden in voller Größe auf den Monitoren ausgestrahlt, um noch einmal die glücklichen Sieger zu zeigen.

    “..bitte kümmert euch um Nijo!” kam es nur noch von der kleinen Shiro-Nin, als diese dann endgültig in sich zusammensackte. Völlig durcheinander und nervös wandt Nanami ihren Blick erneut nach hinten, wo ihr Teamkollege bereits Stellung neben dem Rotschopf bezogen hatte und seinen Körper prüfend nach offensichtlichen Verbrennungen und Wunden anderer Art untersuchte. Das weißhaarige Mädchen schaffte es sich ebenfalls zu Nijo zu schleppen und keuchte noch immer schwer von ihrem auslaugenden Kampf mit Yudi. Nijo sah wirklich schlimm aus. Unweigerlich schossen ihr die Bilder aus ihrem Job in der Notaufnahme des Krankenhauses durch den Kopf, nachdem es wegen eines furchtbaren Unglückes mit Patienten nur so übergequollen war. In dieser Situation jedoch, fühlte sie sich hilflos nichts für ihn tun zu können. Im Krankenhaus hatten ihr die Schwestern und Ärzte Anweisungen gegeben und hier gab es auch keine Pflege- und Verbandsutensilien, mit denen sie hätte seine Wunden verbinden können. Noch dazu realisierte sie allmählich, dass sie für seinen Zustand verantwortlich war. Der Brustkorb des Shinobi hob und senkte sich nur schwach, doch immerhin schien er zu atmen. Die sich nähernden Schritte der Sanitäter musste die Kunoichi wohl überhört haben, als sie plötzlich von der Seite angesprochen wurde. Joudan und seine jüngere Partnerin wurden von einem der Männer zur Seite genommen, während sich zwei weitere um Nijo und der Letzte um Yudi kümmerte. Es dauerte nicht lange, bis die beiden Shiro-Nin jeweils auf eine Liege verfrachtet wurden und von jeweils zweien der Sanitäter zum Ausgang des Labyrinthes und in die Krankenstation getragen wurden. Das Siegerteam hingegen raffte sich auf und machte sich humpelnd selbstständig auf den Weg aus dem steinernen Irrgarten.

    “WAS FÜR EIN GLORREICHER ABSCHLUSS DIESES UNGLAUBLICHEN EVENTS, MEINE DAMEN UND HERREN!!” Alle Kameras waren wieder auf den Moderator gerichtet, während die Verletzten bereits aus dem Labyrinth getragen wurden. Kuro kratzte sich etwas nervös am Hinterkopf, um sich wieder seiner Worte zu besinnen und den spektakulären und unerwarteten Ausgang der letzten Runde aus seinen Gedanken zu vertreiben. “Damit geht also der erste Tag unseres Wettkampfes zu Ende! Morgen geht es aber schon wieder weiter! Seien Sie gespannt auf die zweite Herausforderung, derer sich unsere Shinobi stellen müssen! Dieser zweite Teil unseres Events findet allerdings NICHT HIER IM STADION statt! BITTE BEACHTEN SIE DIE AUSHÄNGE, oder SEHEN SIE AUF IHRER EINLADUNG NACH, ferner sie eine bekommen haben ..”

    Nanami hatte den Worten des Moderators keine weitere Beachtung geschenkt, als sie den Ausgang des Labyrinths erreicht hatte und sie erneut die volle Lautstärke des Publikums vernahm. Zusammen mit Joudan schleppte sie sich zur Krankenstation, um sich ihre Wunden versorgen zu lassen – so wurde es ihnen von den Sanitätern aufgetragen, nachdem die Shinobi ihnen versichert hatten, dass sie es alleine aus dem Stadion schaffen würden. Einen Sieg hatte sich die junge Kunoichi in diesem Wettkampf anders vorgestellt. Ihre Gedanken drehten sich noch lange nach dieser ersten Runde, um den Kampf mit Yudi, was alles furchtbar schief gelaufen war und wie das Ganze letztendlich ausgegangen war.

    Nachdem sie aus der Krankenstation wiedergekehrt sind und sich auf ihre Unterkünfte begeben sollten, hatte Nanami ihren Teamkollegen gefragt, ob sie noch kurz mit auf sein Zimmer kommen dürfte. Nach dieser siegreichen, aber leicht desaströsen Wettkampfrunde, hatte sie wohl noch etwas Redebedarf. Wie wohl die zweite Runde aussehen würde? Hatte das Kuro den Zuschauern und den anderen Mitstreitern bereits mitgeteilt, als die beiden im Krankenflügel waren?
     
  8. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    “Damit geht also der erste Tag unseres Wettkampfes zu Ende! Morgen geht es aber schon wieder weiter! Seien Sie gespannt auf die zweite Herausforderung, derer sich unsere Shinobi stellen müssen! Dieser zweite Teil unseres Events findet allerdings NICHT HIER IM STADION statt! BITTE BEACHTEN SIE DIE AUSHÄNGE, oder SEHEN SIE AUF IHRER EINLADUNG NACH, ferner sie eine bekommen haben ..”

    Es war vorbei – die erste Runde hatte ihr Ende gefunden und so beiläufig die Hyuuga dem zweiten und dritten Durchgang zugesehen hatte, desto mehr hatte der vierte und letzte Durchgang ihre volle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. „Stimmt, Infiltration sieht anders aus.“ Explosionssiegel… Mari fand die Nutzung dieser Ninjawaffen in einem Wettstreit, der keinesfalls auf den gegenseitigen Tod ausgelegt war, viel zu leichtsinnig. Doch sie machte den Sora-Nin keine Vorwürfe, vermutlich waren die weißhaarige Kunoichi und ihr blonder Kollege noch zu unerfahren, um den Einsatz richtig einzuschätzen. Ihre Gesichter in Nahaufnahme, direkt nach der Aufgabe des Shiro-Teams, sprachen zumindest Bände. Wie waren ihre Namen gewesen? Nanami und Joudan. Mari wusste, wie sie sich selbst gerade zu Beginn ihrer Karriere gefühlt hatte, was ihr eigener Leichtsinn bereits in der Vergangenheit verursacht hatte. Sie wollte nicht in der Haut der beiden Soras stecken – die vielleicht offiziell als Sieger eine Runde weitergekommen waren, aber sich vermutlich wenig siegreich fühlten. Rein nach ihrem Auftreten zu urteilen. Trotz der Umstände machte sich Mari wenig Sorgen um das Team Shiro. Die sahen vielleicht verletzt aus – insbesondere das Rothaar – aber Mari war überzeugt davon, dass beide durchkommen würden. In ihrer Karriere als Ninja hatte die Hyuuga schon schlimmere Verletzungen gesehen, die ebenfalls wieder hatten kuriert werden können. Und dann wurde der Bildschirm, auf dem just eine Sekunde vorher noch die Bilder aus dem Inneren des Stadions übertragen worden waren, schwarz. Fertig. Für heute.

    Als Hei fragte, wie der weitere Plan aussehen würde, drehte sich Mari zur Seite und hob einen Mundwinkel amüsiert an. „Du hast dem Moderator überhaupt nicht zugehört, oder?“ Für gewöhnlich sah das dem Tatsumaki gar nicht ähnlich. Es waren wohl zu viele Informationen in zu kurzer Zeit gewesen, die der hyperaktive Moderator zu Beginn des Wettkampfs zum Besten gegeben hatte. Sie wollte dem Suna-Nin antworten, doch im gleichen Moment trat die Kimono-Dame in den Container, die sie zu Beginn des Tages hergeführt hatte. „Der erste Teil des Wettkampfs ist beendet. Morgen wird es weitergehen. Team 1 folgt mir bitte, ich werde euch zurück zu eurer Unterkunft begleiten. Die anderen Teams warten noch kurz hier, meine Kollege werden euch gleich abholen.“ Mari stand auf und lächelte ihren Teamkollegen an. „Da hast du die Antwort. Morgen geht es weiter.“ Die Kimono-Dame führte Mari und Hei zurück zu der Unterkunft, in der sie bereits die letzte Nacht verbracht hatten. Auf dem Weg erklärte sie, dass sie sie morgen in der Früh abholen und zum zweiten Teil des Wettbewerbs führen würde. Bis dahin galt es, sich auszuruhen – denn der morgige Tag sollte nicht weniger anstrengend werden. Mari fiel sofort auf, dass auf dem Weg zur Unterkunft einige Menschen am Wegesrand stehenblieben und Hei sowie Mari hinterhersahen, tuschelten… klatschten? „Der Auftritt heute war echt krass!“, hörte die Hyuuga einen jungen Kerl rufen, eine Frau ergänzte: „Ihr seid meine Favoriten!“ … Tja, dass der Wettbewerb hier gerade in aller Munde war, hätte man absehen können. Und so eine Live-Übertragung konnte zur Bekanntheit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchaus beitragen – alles was in diesem Wettkampf passierte, wurde von tausenden Menschen gesehen und beurteilt. Die Öffentlichkeit sprach darüber. Mari war ganz froh darüber, als sie die Straße verließen und in der Unterkunft ankamen. Es wurde ein ausgiebiges Abendessen serviert, an dem sich die Genin sattessen konnten. Danach ging es auf das Zimmer – selbst wenn Mari und Hei getrennte Zimmer zur Verfügung gestellt bekommen hatten, folgte die braunhaarige Kunoichi wie selbstverständlich dem Suna-Nin in dessen Räumlichkeiten – war klar warum, nicht?

    Nach einer ausgiebigen Dusche kam die 19-Jährige zurück in den Wohn- und Schlafraum. Der Körper umwickelt mit einem Handtuch, die Haare noch nass, ließ sich die Hyuuga auf das Bett im Zimmer fallen, lehnte sich zurück und atmete tief durch. Die Augen hatten die grüne Färbung verloren, erstrahlten nun im gewohnten Weiß. Endlich Zeit, um herunterzufahren. Den Tag Revue passieren zu lassen. Sie sah zu Hei, der im Schneidersitz auf dem Bett saß. „Dieser Wettbewerb ist… brutaler als erwartet.“ Mari hatte wenig gesprochen, seit sie den Container verlassen hatten. Jetzt, nach einer gewissen Bedenkzeit, hatte sie ihre Gedanken geordnet und konnte in der Zweisamkeit mit dem Tatsumaki zumindest ein paar Worte finden. Sie war für gewöhnlich immerhin nicht die gesprächigste Person. „Yudi hieß das Mädchen, oder? Vielleicht… werd ich sie mal aufsuchen, wenn wir wieder in Shiro sind. Sie hat sich wacker geschlagen. Sie hat als Taijutsuka viel Potenzial.“ Mari war in den letzten Jahren wirklich weich geworden – früher hätte sie sowas nie gesagt. Ob Hei abgefärbt hatte? „Durch den Hinterhalt der beiden Soras hatten sie einfach keine Chance. Aber ich mach den Soras keinen Vorwurf – es war rein strategisch gedacht. Vielleicht nicht perfekt, aber es hat funktioniert. Und darum geht es in dem Wettbewerb. Nanami und Joudan – ich bin gespannt, was man in der nächsten Runde von den Beiden zu sehen bekommt.“ Mari dachte kurz nach, zuckte dann mit den Schultern, lächelte. „Vielleicht treten wir ja gegen sie an?“ Das könnte spannend werden. Die Kunoichi war interessiert daran zu erfahren, wie diese Nanami und dieser Joudan gegen das Duo Hei und Mari vorgehen wollen würden. Vielleicht hatten die beiden ja noch den einen oder anderen Trick auf Lager. Aber Moment, da hatte es doch noch ein anderes Thema gegeben! Mari sah zu Hei, legte den Kopf leicht schief. „Du hast übrigens vorhin gefragt, ob die Geschichten stimmen. Wenn man einen Kagebunshin auflöst“, begann sie mit ruhiger Stimme und erinnerte sich daran, wie all die verschiedenen Erinnerungsfetzen in ihrem Gedächtnis aufgetaucht waren. Dinge, die sie nicht selbst erlebt hatte, die sich aber genauso angefühlt hatten. „Ich erinnere mich an alles, was die Kagebunshin gesehen, gefühlt… und gedacht haben. Es fühlt sich so an, als hätte ich all diese Sachen selbst erlebt. Und ich sag dir: Das fühlt sich total merkwürdig an.“ Die Hyuuga lachte leicht. „Keine Ahnung, ob man sich daran gewöhnen kann. Viel mehr kann ich dir zu der Technik allerdings auch nicht sagen, allzu oft habe ich sie noch nicht verwendet. Ich habe sie selbst erst vor Kurzem soweit gemeistert, dass ich sie in der Praxis einsetzen kann. Heute ist sie das erste Mal so richtig zum Einsatz gekommen.“
     
  9. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    "Ge...wonnen?" Joudan ließ sich entkräftet auf die Knie sinken - was sein rechtes Schienbein mit einer Welle aus brennendem Schmerz quittierte. Mit einem leeren Gesichtsuasblick blickte der Blondschopf von seinen zitternden Händen, die nach Yudis Kapitualtion die Drahtseile losgelassen hatten, zu Nanami. Die weißhaarige Hozuki schien es wohl, wie Joudan, nicht richtig fassen zu können. Obwohl ihr Plan total nach hinten losgegangen war hatten sie die Gegner dazu gebracht, sich zu ergeben.
    Eine gefühlte Unendlichkeit lang starrte Joudan einfach nur in Nanamis Richtung, dann wimmerte die junge Shiro-Nin einen Namen. Ihr Teamgefährte? Dem hatte es ja übel mitgespielt. Joudan kniete in seiner direkten Nähe. "Um ihn kümmern? Wie denn?" Joudan war kein Medic. Die "Erste Hilfe"-Lektionen der Akademie schienen auf einmal unsagbar weit zurückzuliegen. Vorsichtig drehte er den Rothaarigen auf den Rücken. Er atmete schwer. Joudan bot ihm etwas zu Trinken aus seiner Tasche an.
    "Entschuldigung...", murmelte er leise, dann wurde er von einem Händepaar auf die Beine gezogen. Jemand anderes trat an den Verwundeten heran. Das Medic-Team musste wohl da sein, das war Joudans einzige Erklärung.
    Ein wenig hilflos blickte er sich um, dann nahm sich endlich jemand seiner an und wieß ihm und Nanami den Weg zur Krankenstation. Nanami, richtig. Joudan kniff die Augen zusammen und schüttelte den Kopf. Als er die grasgrünen Äuglein wieder aufriss war er ein wenig klarer im Kopf.
    "Nanami... alles gut?", erkundigte er sich auf den Weg aus dem Labyrinth heraus. Nanamis Blick konnte Joudan entnehmen, dass sie sich wohl ebenfalls um ihn sorgte.
    Bei der Krankenstation angekommen ließen sie ein wenig Heilkunst über sich ergehen. Joudans Schienbei wurde provisorisch geschient und er bekam einen dicken Verband um seinen Kopf. Die Platzwunde an der Schläfe machte den Medics wohl am meisten Sorgen. In einer Wasserschüssel in der Krankenstation konnte Joudan einen Blick auf sein Spiegelbind erhaschen. Immerhin sah der Verband recht heroisch aus. "Wie ein richtiger Krieger nach der Schlacht", dachte der Blondschopf sich spöttisch bevor er mit Nanami zum Gasthaus zurückkehrte.
    Die junge Hozuki schien wohl noch ein paar Worte mit Joudan wechseln zu wollen.
    "Sicher, Nanami. Geh schonmal voraus, ich besorge uns schnell etwas zu Essen.", antwortete er auf die Frage seiner Partnerin, ob sie mit auf sein Zimmer kommen durfte. Er drückte ihr den Zimmerschlüssel in die Hand und machte sich dann auf den Weg zum Wirt. Einen kurzen Moment später betrat er mit einem Tablett, auf dem zwei große Schüßeln Reis und Curry sowie ein Krug mit Wasser und einer mit süßem Apfelsaft standen, vorsichtig den Raum. Sein Bein gehorchte ihm noch immer noch nicht ganz so wie sonst gewohnt.
    "Es... war nicht hübsch..." Joudan ergriff als erstes das Wort. Er wusste nicht, ob Nanami schon einen "richtigen" Kampf hinter sich hatte. Für Joudan war es der erste gewesen. "Aber wir haben uns gut geschlagen. Entschuldige, dass ich keine größere Hilfe sein konnte.." Nicht nur war sein Plan mit den Fallen nach hinten losgegangen, seine Unachtsamkeit hatte auch bewirkt, dass Nanami sich der Shiro-Nin größtenteils hatte alleine stellen müssen.
    Joudan stellte das Tablett auf ein kleines Beistell-Tischen, das es im Zimmer gab, rückte Nanami einen Stuhl zurecht und setzte sich selbst, immernoch in Reichweite des Essens, auf das Bett.
    "Ich werde nachher, so lange es noch hell ist, schnell in die Stadt um meine Waffentasche wieder ein wenig aufzufüllen. Soll ich dir etwas mitbringen oder magst du mitkommen?", fragte er und nahm dann einen Holzlöffel. "Ach, verzeih. Wolltest du etwas fragen?"
     
  10. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Ups - Hei hatte wohl wirklich nicht zugehört und das wurde ihm in dem Moment dann auch klar, als er den Blick seiner Freundin auffangen durfte. "Ähm", machte er und grinste nur breit - er konnte nicht anders. Normalerweise war er weder besonders emotional noch besonders ausdruckslos, aber in dem Moment konnte man einfach sehen, dass er erwischt worden war. Der Wüstensohn blinzelte Mari amüsiert zu, hörte dann der Kimono-Dame zu, die ihm die Information gab die er hatte haben wollen - und, naja, noch ein wenig mehr. War es Absicht, dass man nicht wissen sollte, konnte oder durfte, wo die anderen untergebracht waren? Na, egal. Hei hatte heute eine ganze Menge gesehen, und eigentlich reichte es aus, um sich eine anfängliche Einschätzung der Gegner zu leisten... wenngleich man zugeben musste, dass man von ihm auch nicht viel gesehen hatte. Mari hatte das übernommen; von außen betrachtet hatte Hei gezeigt, dass er eine Aschewolke machen konnte. Wow - toll, oder? Als sie von der jungen Dame in Richtung ihrer Unterkunft geführt wurden, hatte er fast das Gefühl, dass er ein wenig zu tief gestapelt hatte. Wer würde sich schon an den Schwarzhaarigen erinnern, der schwarze Klamotten angehabt hatte, mit dunkler Haut und einer Aschewolke? Nein, das war wirklich nicht viel wert... aber wahrscheinlich war das auch besser so. Hei war überrascht genug, dass Leute ihnen sogar einige Worte zuwarfen, einfach so. Als wären sie... Berühmtheiten. Für einen Ninja eigentlich ziemlich seltsam, wollte man doch eigentlich eher in der Masse untergehen, wenn man einen Auftrag erledigte. Hier war das wohl nicht mehr angemessen. Hei ließ sich nicht anmerken, dass er die Situation seltsam fand, aber... der alte Hei hätte wahrscheinlich versucht, wieder ein wenig im Schatten zu verschwinden. Aber sein aktuelles Ich war selbstbewusst genug, dass er den Versuch nicht unternahm. Er wusste wer er war und was er konnte. Es wurde Zeit, sich zu zeigen. Mari und er waren keine einfachen Genin mehr. Wenn sich dieses Gefühl bestätigen sollte, würde er entsprechend handeln. Es gab wohl Momente im Leben eines Ninja, in denen er seine Kraft zeigen musste. Beim ersten Mal war Hei dazu gezwungen worden. Dieses Mal war es an ihm, zu entscheiden.

    Der Wüstensohn, mittlerweile nur noch mit einer recht gemütlichen Stoffhose auf dem Bett sitzend, summte gerade die Melodie, die beim Einlaufen gespielt worden war. Wie gesagt: Musik war nie ein großer Teil seines Lebens gewesen, aber irgendwie hatte das einen Nerv getroffen. Vielleicht würde er sich da mal mit beschäftigen. In dem Moment, in dem er zu diesem Schluss gekommen war, tauchte nämlich ein Teil seines Lebens auf, der regelmäßig alle anderen Ambitionen verblassen ließ. "Prinzessin", meinte Hei mit einem feinen Lächeln und seine blauen Augen blitzten leicht, sein Mundwinkel hob sich leicht auf einer Seite, während er da auf dem Bett saß, im Schneidersitz. "Schweiß und Henge abgewaschen? Wunderbar." Der junge Mann ließ sich einen eingehenden Blick nicht nehmen - Mari war niemand, der Karten aus Versehen spielte. So oder so. Er beugte sich zu ihr herab und stahl ihr einen kurzen Kuss, beließ es aber erst einmal dabei. Der Wettbewerb war brutaler als erwartet? "Ich habe das Gefühl, dass es zum Teil noch ein wenig an Respekt für das Handwerk mangelt", meinte er leise, wand seinen Blick von der Hyuuga ab, sah zum Fenster, hinter dem nur Schwärze zu sehen war. Abwesend strich sein Finger über das Brandmal in seiner Brust. Es war lange her, aber die Lektion war wichtig gewesen. "Oh, das ist überraschend. Denkst du? Ich fand sie als Team sehr interessant. Aber ihre Bewegungen sahen sehr fließend aus... ich kann Taijutsu schlecht beurteilen. Aber der Rotschopf hat sich gut geschlagen dafür, dass er weggesprengt wurde." Ungewöhnlich, dass Mari sich so für andere interessierte. Aber es gefiel ihm. Die 'Prinzessin' war mittlerweile eigentlich gar nicht mehr so wirklich eine... jedenfalls nicht, wie er das ursprünglich erfunden hatte. Sie war geerdeter jetzt, mehr als damals. Auch Mari hatte sich entwickelt. Von der hochnäsigen Haupthaus-Erbin bis hierhin war es ein langer Weg gewesen, den Hei erstaunlicherweise miterleben durfte. "Vorwurf? Nein. Höchstens, dass es ihnen vielleicht noch an Respekt oder Bewusstsein mangelt. Oder sie haben Pech gehabt. Aber naja, das liegt auch am Modus - den Gegner zu sich kommen zu lassen hätte furchtbar nach hinten losgehen können. Es war ein alles oder nichts, und sie hatten Glück, dass ihre Gegner gerade mal so schwächer waren. Ja, wer weiß. Wenn wir gegen sie antreten..." Hei machte eine kurze Pause, während seine Augen ein wenig schmaler wurden. "... werde ich mal sehen, ob ich sie ein wenig testen kann. Ich muss mir ein Bild machen." Kurz breitete sich Schweigen aus, in dem Hei fast ein wenig gefährlich aussah - dann aber änderte sich das schlagartig, als Mari von den Schattendoppelgängern erzählte. Seine blauen Augen öffneten sich wieder weit und in ihnen funkelte wie so oft die Neugierde. "Oh! Faszinierend." Er setzte sich zu Mari an die Bettkante und sah in ihre Augen. "Das klingt ziemlich interessant... ich sehe jetzt mal davon ab, dich in ein Experiment zu verwickeln." Seine Lippen zogen sich zu einem breiten Grinsen in die Breite. "Mal abgesehen davon dass ich mir nicht sicher bin, ob Kagemari das so lustig finden würde. Aber... ich verfluche meine Neugierde." Der junge Mann lachte, stand auf und lief einmal durch das Zimmer. Dann warf er wieder einen Blick zu Mari, die immer noch auf dem Bett lag. Mit einem geübten Handgriff fixierte er seine Haare hinter dem Kopf, stellte sich vor seine auf dem Bett liegende Freundin. "Mir schießen so viele Fragen durch den Kopf, was diese Kunst angeht, dass ich gar nicht so recht weiß, wo ich anfangen soll." Amüsiert ließ er sich wieder auf das Bett fallen, stützte sich mit den Ellenbogen ab. Nachdenklich starrte er einen Moment auf die Decke. "Ich werd' das Gefühl nicht los, dass wir hier vielleicht ein wenig Fehl am Platz sind. Was denkst du?"
     
  11. Hōzuki Nanami

    Hōzuki Nanami Genin

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    Der Weg vom Stadion zu den Unterkünften kam der Hōzuki unwirklich vor. Noch immer in Gedanken versunken, nahm sie die Worte, die ihr und Joudan zugeworfen wurden, gar nicht richtig war. Vorwurfsvolle Anschuldigungen mischten sich mit begeistertem Zuspruch und Jubel. Es war, als versinnbildlichten die Leute ihre wirren Gedanken und es schien, als hätte die ganze Stadt den Wettkampf gesehen. Sie war froh, als sie endlich am Zielort ankamen und sie noch auf ein paar Worte auf Joudans Zimmer kommen durfte. Während er den beiden etwas zu Essen organisierte, machte sie sich schon einmal auf zu seinem Zimmer. Den Schlüssel hatte sie zuvor von ihm in die Hand gedrückt bekommen. Bevor sie sich auf den einzigen Stuhl im Raum setzte, um auf die Rückkehr Joudans zu warten, betrachtete sie sich noch einmal im Spiegel des kleinen Bades. Im Vergleich zu ihrem Partner und ihren Gegnern war sie noch sehr glimpflich davon gekommen. Der kleine bepflasterte Schmiss am Ohr, sowie Prellungen und Blutergüsse ihres Brust- und Bauchbereiches, waren die einzigen Andenken, die sie aus ihrem Kampf davon getragen hatte. Schnell ließ sie den Saum ihres schwarzen Oberteils los, wodurch dieses wieder zurücksank – Joudan hätte sich sicherlich Sorgen gemacht, hätte er ihre Verletzungen gesehen, dabei hatte es ihn doch viel schlimmer erwischt als sie! Ihre Hände formte sie zu einer Schale und fing damit etwas kaltes Wasser aus dem offenen Wasserhahn auf, um sich ihr Gesicht damit zu waschen. Nachdem sie sich abgetrocknet hatte, fiel ihr Blick auf ihre Fingernägel. Den brüchigen und gesplitterten türkisen Nagellack müsste sie morgen früh wohl erneuern müssen. Ein leichtes Schmunzeln formte sich auf ihren Lippen – sie mochte diese Farbe, was wohl auch unschwer an der Farbwahl ihres Outfits zu erkennen war.

    „Arigatou.“, bedankte sich Nanami für das Essen, dass Joudan ihr mitgebracht hatte, als dieser ins Zimmer gehumpelt kam. „Verzeih, ich hätte dir vielleicht beim Tragen helfen sollen. Mit deiner Verletzung am Bein hast du es schon schwer genug.“, Kushou-san winkte ab und schüttelte den Kopf und beteuerte, dass es schlimmer aussieht als es sei. „Es.. war nicht hübsch..“, sagte Joudan anschließend und meinte damit ganz offensichtlich den Kampf zwischen ihnen und den Shiro-Nin. Sie schüttelte den Kopf, als Joudan meinte, keine große Hilfe gewesen zu sein. „Ich weiß nicht, ob ich den Kampf ohne deine Fallstricke hätte für uns entscheiden können. Dieses Mädel .. Yudi .. war mir im Taijutsu überlegen und stärker als ich.“ Vermutlich war sie auch ziemlich aufgebracht wegen ihres Partners .. Nijo sah ziemlich zerrupft aus. Das Tablett mit dem Essen stellte Joudan auf einen kleinen Tisch, auf dem auch nicht viel mehr als dieses Platz hätte. Es gab Curry für beide und etwas zu trinken. Brav setzte sich das weißhaarige Mädchen auf den Stuhl, der ihr angeboten wurde. „Ich würde dich sehr gerne begleiten. Ich muss meine Vorräte ebenfalls wieder aufstocken. Und .. ein kleiner Spatziergang durch die Stadt könnte außerdem ganz entspannend sein.“, antwortete sie ihm auf die Frage hin, ob er ihr etwas aus der Stadt mitbringen könnte. Als sie sich einen Schluck des süßen Apfelsaftes einschenkte, erinnerte er sie daran, dass sie ja mit ihm über irgendetwas reden wollte. Sie räusperte sich. „Ja, ich .. bin nur etwas enttäuscht darüber, was heute alles schief gelaufen ist. Mir hätte auffallen müssen, dass die Siegel in den schmalen Gängen mehr Abstand gebraucht hätten. .. Außerdem .. war es vielleicht zu übertrieben, überhaupt auf sie zurückzugreifen. Nijo sah ziemlich mitgenommen aus, .. ich hoffe, er wird bald wieder völlig geheilt sein.“, sprach sich Nanami ihrem Partner gegenüber aus und nahm dann einen kleinen Schluck aus ihrem Becher. „Ich fand es mutig von Yudi aufzugeben. .. Das war wohl einfach die einzig richtige Entscheidung in diesem Moment. .. Jedenfalls hat mir diese Runde die Augen geöffnet und ich denke nicht, dass wir versuchen sollten, den Wettkampf um jeden Preis zu gewinnen.“ Spätestens gegen diese beiden Shiro-Nin aus Konoha und Suna hätten wir keine Chance gehabt. „Ausgebildete Shinobi – ungeachtet ihrer Qualifikation und ihres Ranges – gegeneinander antreten zu lassen, um den Leuten eine Show zu bieten, hielt ich von Anfang an bereits für fragwürdig. .. Aber .. vielleicht können wir dieses Event dennoch als Herausforderung sehen. .. Wir sollten nur etwas umsichtiger vorgehen. Erinnerst du dich an Team Eins? Ich weiß nicht genau, wie sie den Weg durch das Labyrinth so schnell und einfach finden konnten, .. aber obwohl sie so überlegen wirkten, haben sie nur ein Minimum ihrer Fähigkeiten eingesetzt und sich geschickt an ihren Gegnern vorbei geschlichen. .. Ich weiß nicht ganz, was uns morgen erwartet .. und wie wir vorgehen sollten, aber .. lass uns ungeachtet der heutigen Geschehnisse, versuchen weiter zu kommen und unser Bestes zu geben.“, sie wollte ihrem Partner ein Lächeln schenken, doch ein leises Seufzen kam anstatt über ihre Lippen. Noch immer beschäftigte sie der heutige Kampf – ihr erster richtiger Kampf – den sie sich ganz anders vorgestellt hatte. Ihre Gegner in diesem Wettkampf waren ja schließlich auch keine Feinde, oder Kriminelle, sondern Shinobi der anderen Fraktion, die wohl ähnliche Ziele verfolgten wie sie selbst. Das Curry schmeckte fantastisch und ließ das Mädchen tatsächlich erneut schmunzeln. Nach diesem anstrengenden Tag musste sie sich zurückhalten und zusammenreißen, um langsam und ordentlich zu essen.
     
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  12. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Genin

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    Shiro | Konoha
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    Ein riskanter Plan… ja, das war er gewesen. Wären Yudi und Nijo von Beginn an ein Stück weit vorsichtiger gewesen, hätten sie den Plan der Sora-Nin schnell zu ihren Gunsten wenden können. Die Soras hatten Glück gehabt, auf solche Charaktere wie Yudi und Nijo zu treffen, die blauäugiger an die Sache herangegangen waren, als es beispielsweise bei Mari der Fall gewesen wäre. Na, gewonnen war gewonnen, ganz gleich ob knapp oder nicht. Die Hyuuga lächelte leicht, als sie den finsteren Blick ihres Freundes beim Gedanken an ein Kräftemessen mit den Soras erkannte. Hm, hm. So kannte sie Hei ja gar nicht – doch es wäre gelogen, zu behaupten, dass ihr dieser kleine Anflug nicht gefiel. Es machte ihn… rauer, irgendwie. „Wie gütig von dir, mich vor einem Experiment zu verschonen“, antwortete sie dem Schwarzhaarigen amüsiert und sah ihm hinterher, nachdem er aufgestanden war und durch den Raum tigerte. Die Position der Kunoichi hatte sich in keiner Weise geändert, als der Tatsumaki vor ihr zum Stehen kam. „Wir werden mit Sicherheit noch Zeit haben, um genauer über die Technik zu sprechen. Und wenn du nett zu mir bist, mach ich dir zuliebe vielleicht sogar das eine oder andere Experiment mit. Der Wettbewerb geht ja nicht ewig und sobald wir wieder in Jôsei sind, haben wir – hoffe ich – ein bisschen Zeit für uns, bevor wir wieder losgeschickt werden.“ Nach diesen Worten wurde es einen Augenblick ruhiger. Hei hatte sich erneut auf das Bett fallen lassen, stützte sich mit den Ellbogen ab und starrte gedankenverloren an die Decke. Das Lächeln auf den Lippen von Mari ebbte ab, als sie über die Worte ihres Freundes nachdachte. Fehl am Platz… auch sie sah an die Decke, versuchte den Punkt zu finden, den der Suna-Nin fixierte. Dann öffnete sich ihr Mund einen Spalt breit und die ruhige Stimme, die man von Mari kannte, suchte sich ihren Weg durch den Raum. „Ein bisschen. Ja, vermutlich schon.“ Sie sah herab und die weißen Seelenspiegel suchten den Kontakt zu den hellblauen Augen des Tatsumaki. „Wir haben uns ein Jahr lang von unserer Arbeit freistellen lassen und Shirogakure mehr oder minder sich selbst überlassen. Ich hatte damit gerechnet, eingerostet zu sein. Aber vielleicht war ja genau das der Plan, warum man ausgerechnet uns hierhergeschickt hat? Um uns aus der Versenkung zu holen und zu zeigen, dass wir… mehr können?“ Mari lächelte, durchaus überzeugt von ihren Worten. Sie war sich bewusst über ihre und Heis Fähigkeiten und darüber, was sie im Ernstfall leisten konnten. Dieser Wettbewerb hier und heute konnte bisher nicht annähernd mit der Mission im Bärenreich, der Mission in Takigakure, dem Auftrag in Iwa oder gar mit dem Chuuninexamen mithalten. Das waren ganz andere Kaliber gewesen. Doch dann zuckte die Hyuuga doch mit den Schultern. „Aber wer weiß, vielleicht werden wir morgen ja noch richtig überrascht.“ Sofern die anderen Kandidatinnen und Kandidaten sich bisher zurückgehalten hatten, war das durchaus möglich. Mari wollte ihre Deckung aufgrund ihres Hangs zur Überheblichkeit jedenfalls nicht vernachlässigen, das war ihr in der Vergangenheit bereits zum Verhängnis geworden. Einen Moment genoss die junge Frau die Stille, dann glitt ihr Blick ungeniert über den nackten Oberkörper des Tatsumaki. Sie beugte sich zu ihm hinüber, lehnte sich an ihn und schenkte ihm einen Kuss. Dann tastete sie mit der rechten Hand nach dem Lichtschalter neben dem Bett. Nur kurz löste Mari den Kuss, sah in die blauen Augen von Hei, lächelte. Ihre Augen wurden schmaler, das Lächeln verruchter – dann wurde es dunkel im Zimmer.


    Tag 2 des Wettbewerbs – Kurobu | Südtor

    „ALLE gut angekommen? Ja? JA! NATÜRLICH, was eine FRAGE!“ Mari seufzte stumm, hob eine Augenbraue an und verschränkte die Arme vor der Brust. Kuro war heute mindestens genauso aufgedreht wie gestern – oder sogar schlimmer? Sie war sich nicht sicher… die Hyuuga war nur heilfroh, dass der Typ zurzeit noch kein Mikrofon in der Hand hielt, das seine Stimme nochmal um das Zehnfache verstärkt hätte. Wie angekündigt waren die Genin am nächsten Morgen pünktlich aus dem Gasthaus abgeholt und zum nächsten Veranstaltungsort geführt worden – das Südtor der Stadt Kurobu, wie sich schnell herausgestellt hatte. Schon auf dem Weg war Mari aufgefallen, dass überall in der Stadt eifrig Wegmarkierungen und Absperrungen zu den Seitenrändern aufgebaut worden waren, auch einige Menschen hatten sich bereits an der einen oder anderen Ecke positioniert… doch mehr hatte die Hyuuga zu dieser frühen Stunde nicht erkennen können. Und jetzt standen die acht übriggebliebenen Genin hier, am Südtor, brav aufgereiht. Und vor ihnen? Kuro, natürlich. Er ließ seine weißen Zähne aufblitzen, strich sich durch die Lockepracht, und… lachte. Dann klatschte er in die Hände, als sein Blick die restlichen Kandidatinnen und Kandidaten musterte. „Was IHR gestern abgezogen habt war ja KRASSER als ALLES, was ich mir JE HÄTTE VORSTELLEN KÖNNEN!“ Das Lachen verstummte, doch der freudige Ausdruck sowie das Glitzern in den Augen des Moderators blieben. Er breitete die Arme weit aus, lehnte sich ein Stück zurück und brüllte „Die Massen sind ABGEGANGEN! DAS NENN ICH EINE SHOW! Die Augenbraue von Mari ging noch ein Stück weiter nach oben, doch kurz bevor sie Kuro darauf hinweisen konnte, ihre empfindlichen Ohren zu schonen, räusperte sich der blonde Mann, zwinkerte schelmisch. „Ihr merkt, die SPANNUNG sitzt mir immer noch TIEF in den Knochen. HEUTE will ich nochmal GENAUSO EINE SHOW sehen! Oder nein… ich will MEHR! BIETET dem Publikum ein SPEKTAKEL, das sie NIE vergessen werden!“ Der Blick der hellbraunen Augen des Moderators huschte von der einen Seite zur anderen, suchte nach Bestätigung in den Gesichtern der Genin. Dann hob er das Kinn ein Stück weit an, kratzte sich an der Wange. „Gut, gut. ALSO: Heute steht der zweite Teil des Wettbewerbs an: MOBILITÄT!“ Kuro legte den Kopf leicht schief, sodass die goldgelben Locken auf seinem Kopf hüpften. Lächelnd fuhr er fort: „VIER Teams sind gestern ausgeschieden – HIER stehen nur die SIEGER der letzten Runde.“ Er drehte sich zur Seite, deutete mit der rechten Hand auf den breiten Steinpfad, der sich vor ihnen in Richtung Innenstadt von Kurobu erstreckte. „WIR sind hier am SÜDTOR! Eure Aufgabe: Als ERSTES …oder Zweites… von hier aus zum NORDTOR gelangen. DORT ist die Ziellinie.“ Kuro ließ die Worte wirken, zwinkerte den Kandidatinnen und Kandidaten dann nochmal spitzbübisch zu. „Klingt EINFACH? NAJA, auch hier haben wir NATÜRLICH ein paar REGELN, die es zu beachten gilt.“ Der Moderator deutete auf die vier Startpunkte, die nebeneinander positioniert waren. Auf dem Boden standen die Nummern der vier übriggebliebenen Teams. „ALLE Teams treten GLEICHZEITIG an. Deshalb VIER Startpunkte. ABER: Die Strecken sind mit einer weißen LINIE voneinander getrennt. Das BETRETEN einer GEGNERISCHEN Strecke ist VERBOTEN. Die EIGENE Strecke darf NICHT verlassen werden.“ Kuro stockte kurz, dann kramte er in seiner Hosentasche und holte eine kleine Karteikarte heraus. Ach was? Stichworte? Das war aber wenig professionell. „Was steht hier noch… ACH SO! Ihr MÜSST dem STRECKENVERLAUF folgen – einfach nach eigenem Gutdünken quer über die Stadt schweben, unten durch buddeln, sich unsichtbar machen… ach, was weiß ich. DAS ist jedenfalls NICHT erlaubt. Auf der STRECKE haben wir VIER Hindernisse aufgebaut. TEAM 1 und 3...“ Kuro deutete auf Mari, Hei und das erste siegreiche Sora-Team der letzten Runde „…werden die Hindernisse in einer gemeinsamen Reihenfolge auf der Strecke haben.“ Dann deutete Kuro auf Nanami, Joudan und das letzte siegreiche Shiro-Team der vergangenen Runde. „TEAM 6 und 8 werden die Hindernisse in einer ANDEREN Reihenfolge auf der Strecke haben. ABER: Alle Teams haben in der Summe die GLEICHEN Hindernisse. Ach, Hindernisse ZERSTÖREN, ist auch nicht drin. VERSTANDEN?!“ Kuro sah nochmal auf die Karteikarte, steckte diese dann wieder weg und kratzte sich am Kinn. „Das müsste alles sein… DENKE ich.“ Er nickte, vielleicht um sich selbst von den Worten zu überzeugen. Seine Locken wackelten immerhin überzeugt mit. „Die STRECKENMARKIERUNGEN und HINDERNISSE werden gerade noch AUFGEBAUT. IHR habt also noch einen Moment Zeit, bevor es LOSGEHT. Das PUBLIKUM wird sich NATÜRLICH auf der GESAMTEN Strecke verteilen, um ZUZUSEHEN. DAZU gibt es noch mehrere KAMERAS, die euch von OBEN verfolgen. Ach und MICH werdet ihr natürlich auch über die GESAMTE Strecke hören. Wir haben Lautsprecher auf der Strecke aufgebaut.“ So langsam klingelten Maris Ohren… Kuro hatte schon wieder so viel, so laut und so schnell gesprochen und mit einem Haufen Informationen geballt um sich geschmissen, dass es fast unmöglich war, alles zu behalten. Macht er das mit Absicht? „ALSO noch Fragen? Nein? Würde mich auch WUNDERN! Bietet einfach eine ORDENTLICHE Show, BEGEISTERT die MASSEN. Denkt an EURE FANS!“ Der Moderator zwinkerte, schenkte den Kandidatinnen und Kandidaten sein Werbelächeln. „Die ersten BEIDEN Teams, die am Nordtor über die Ziellinie laufen, sind im FINALE. Die anderen beiden Teams fliegen aus dem Turnier.“ Damit sollte doch alles gesagt sein, oder?
     
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  13. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

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    Joudan winkte ab als Nanami auf sein Bein zu sprechen kam. Nicht, dass es nicht höllisch weh tat, vor der jungen Dame hatte der Herr sich zusammenzureißen. Nanami schwirrte bestimmt genug im Kopf herum, da mussten Sorgen um Joudan nicht auch noch dazu kommen. Die beiden verabredeten sich dazu, später noch gemeinsam in die Stadt zu gehen, bevor Nanami schließlich offenbarte, was ihr auf dem Herzen lag. Joudan gab ihr Zeit, um ihre Gedanken zu sortieren und zu äußern, ließ die junge Dame ausreden und hörte achtsam und aufmerksam zu. Dann, als sie geendet hatte, ließ er ihr noch ein wenig mehr Zeit, dass sie sich am Curry bedienen konnte, bevor Joudan auf das von ihr Gesagte einging: "Sei ncht so harsch zu dir selbst, Nanami." Geplanter Wechsel zum Vornamen. Sie hatte sich Joudan geöffnet, ein Zeichen des Vertrauens. Deshalb erwiederte der Blondschopf diese Geste mit einer Anrede, die zu dieser Vertrautheit passte. "Wir haben uns beide verkalkuliert. Ich bin mir sicher, dass es... Nijo..." - Joudan hatte einen Moment über den Namen seines Kontrahenten nachdenken müssen - "...gut geht!"
    War es übertrieben gewesen, die Siegel zu verwenden? Oder unpassend? Joudans Meinung nach entscheidend nicht! Dass Nijo und Yudi die Möglichkeit in die Falle der beiden Soras getreten waren war ein Zeichen dafür, dass sie ihre Infiltration nicht sorgfältig genug durchgeführt hatten. Im "Ernstfall" konnte ein "Gegner", den man infiltrieren sollte, ja auch Fallen präpariert haben. So bog sich Joudan das zumindest in seinem Kopf zurecht.
    "Ich denke nicht, dass das unangemessen war. So gut wie jedes Team hat gefährliche Werkzeuge verwendet - ob das nun Explosionssiegel, Schwerter, Kunai oder Shuriken waren. Die allermeisten Teilnehmer haben es in Kauf genommen, ihre Gegner zu verletzen. Selbst Team eins hat ihre Gegner mit scharfen Waffen beworfen, obwohl sie - wie du sagst - so überlegen waren."
    Dann hatte Joudan Nanami verloren. Sie wiedersprach sich selbst, zumindest wirkte das für Joudan so. Im einen Moment sprach die Hozuki davon, nicht den Wettkampf um jeden Preis zu gewinnen, und keine Minute später plädierte sie dafür, dennoch ihr Bestes zu geben. Worauf genau sie nun heraus wollte konnte Joudan nur erahnen. Nanami würde nicht "über Leichen gehen" wollen, darauf schien sie aus zu sein, zumindest deutete der Blondschopf das so. "Ich kann nur für mich sprechen, aber ich werde hier mein Bestes geben. Ich kenne dich und deine Fähigkeiten noch nicht so gut, Nanami, aber ich habe nicht wirklich viel, was ich verstecken könnte. Ich möchte dieses seltsame Turnier nutzen um zu sehen, was ich kann und was ich noch lernen muss. Und unseren Gegnern genüber wäre es außerdem respektlos, nur halbherzig gegen sie anzutreten - denke ich zumindest. Sicher, wir wollen niemanden schwer verletzen oder dergleichen, da stimme ich dir zu." Nach einem kurzen Zögern legte Joudan Nanami - in einem Versuch, aufmunternd zu wirken - die Hand auf den Kopf und lächelte sie an. "Lass uns morgen einfach sehen, was auf uns zukommt." Joudan war gemischter Gefühle. Das war definitiv nicht seine beste Aufmunterungs-Rede gewesen. Der vergangene Tag lag ihm in den Knochen und noch immer pochte sein Schädel vom Treffer Nijos an seiner Schläfe. Joudan griff zum Löffel und machte sich, mit entsprechender Sittsamkeit und wohl-trainierten Tischmanieren, über das Curry her.

    Der Einkaufsbummel mit Nanami später verlief recht ereignislos. Joudan konnte Drähte, Kunai und Shuriken besorgen und so seine Tasche größtenteils wieder auffüllen. Nur Explosionssiegel bekam er in der Stadt nirgens. Kein Wunder, Kurobu war ja auch kein Ninjadorf. Das eine, das er noch in der Tasche hätte, musste für den Rest des Wettstreites ausreichen. Joudan hatte sich ein neues Outfit angezogen und brachte das zuvor getragene zur Reinigung - bis zum dritten Wettkampftag würde es wieder in Ordnung sein. Der Blondschopf wurde auf den Straßen der Stadt auch ab und an von Besuchern des Turniers wiedererkannt, doch die Hauptaufmerksamkeit galt Nanami. Joudan hatte nicht wirklich viel zum Ausgang des Kampfes beigetragen und so war es die weißhaarige Schwertkämpferin, die das meiste Lob abbekam. Das schmeckte Joudan zwar nicht wirklich, doch mit ein wenig Glück brachte es seine Teamgefährtin wenigstens auf andere Gedanken.


    Tag 2 des Wettbewerbs – Kurobu | Südtor

    Der zweite Teil des Wettkampfs fand nicht im Stadion statt sonder began am Südtor der Stadt. "Schade... die Atmosphäre in der Arena hat mir gefallen.", dachte sich der Blondschopf. Um noch einmal die Blicke der hunderten Zuschauer auf sich zu spüren würde er wohl bis ins Finale kommen müssen. Eine Aufgabe, deren Erfüllung dem Blondschopf, noch während Kuro sie erklärte, immer unwahrscheinlicher schien. Joudan war weder schnell noch wirklich ausdauernd. Ein einfaches Wettrennen war in normalen Umständen schon ein Schwachpunkt seinerseits gewesen. Doch des Morgens hatte er zudem noch an der Stelle, an der Nijos Felsgeschoß sein Bein getroffen hatte, einen dicken Bluterguss vorgefunden, der beinahe die Größe seiner Handfläche hatte. Sich vor Nanami nichts anmerken zu lassen kostete den Blondschopf schon einiges an Konzentration, doch während eines Rennens würde die Verletzung vom Vortag Joudan sicher noch weiter einschränken. Die Hoffnung war also, in den Hinternissen irgendwie Zeit gewinnen zu können. Zu diesem Zweck bereitete Joudan einige Drahtseile vor, an deren Ende er ein Kunai befestigte. Diese würde er hoffentlich als eine Art Enterhaken einsetzen können.
    Eine zweite Möglichkeit wäre es, das gegnerische Team zu manipulieren. Es war verboten, die gegnerische Strecke zu betreten, aber einem Fernkämpfer wie Joudan war das recht egal. Von dererlei Mitteln wollte der Blondschopf aber erst Gebrauch machen, wenn es nicht mehr anders ging und sich so an Nanamis Bedenken zu orientieren.
    "Kleine Vorwarnung...", wisperte er Nanami zu. "Dauerlauf ist ganz und gar nicht meine Stärke." Immerhin sollte sie sich darauf vorbereiten, dass Joudan sie - in diesem Teil - wahrscheinlich mehr zurückhalten als unterstützen würde.


    NPC Post - Yomura Shira - 15 Jahre - Herkunft: Iwagakure

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    Das war ja wohl ein Witz! Gestern hatte Shira ihre Doton-Künste schon großteils zurückhalten müssen weil das verbiegen von Labyrinth-Wänden "gegen die Regeln" war und unter ihnen hindurchzutauchen war wohl auch nicht "spektakulär" genug für diesen Witzbold von Komentator. Und heute? Heute musste sie einfach nur rennen? Was war das für ein dämlicher Wettkampf? Erst neulich hatte Shira ein paar Wegelagerer bekämpft, die die Straßen des Felsreiches unsicher gemacht hatten. In solch einem Fall gab es keine Regel und das war auch gut so. Warum man hier jetzt den Teilnehmern alles verbot, was Spaß machte, konnte die Rothaarige nicht verstehen. Aggressiv ließ sie ihre Frustration über diesen doofen Turniermodus an ihrem Kaugummi aus, auf dem sie beherzt herumbiss.
    Dann wanderte ihr Blick zu ihren direkten Kontrahenten. Miss Doppelgänger und Mister Ich-werde-einfach-mal-mitgeschleppt von letzter Runde. Die beiden waren recht flink, dass hatte Shira im Live-Feed der Kamera gestern gesehen. Die beiden wiederum hatten dafür sicher beobachten können, wie Shira ihr Doton-Jutsu verwendet hatte um die gegnerischen Shinobi in einem Fels-Gefängnis einzusperren und so einen leichten Sieg davonzutragen. Wahrscheinlich würden sie damit rechnen, dass die Rothaarige eine ähnliche Taktik verwenden würde, doch Shira hatte noch ganz andere Tricks auf Lager. Missmutig stapfte sie auf dem Boden herum und wartete darauf, dass der blonde Komentator fertiggelabert hatte und es endlich losging. Als er aber erklärte, dass die Strecke und Hindernisse gerade noch aufgebaut werden, platzte ihr der Kragen: "Und was machen wir so lange? Stehen wir uns die Beine in den Bauch? Tolle Organisation, hier!" Die Ironie im letzten Satz tropfte beinahe schon aus der Iwa-Nin heraus als sie Kuro doof anblaffte, der davon tatsächlich ein wenig aus dem Konzept gebracht wurde. Mit verschränkten Armen wartete Shira keine Antwort ab sondern spuckte den Kaugummi aus. Dann, nach ein, zwei Augenblicken, nahm sie einen neuen aus der Tasche um ihn ähnlich wie seinen Vorgänger zu missbrauchen. Und natürlich wurden die Arme auch wieder verschränkt!
     
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  14. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Genin

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    Ja, wer wusste schon, ob sie nicht noch richtig überrascht werden würden? Das war einer der Gedanken, den Hei mit in den nächsten Tag getragen hatte und während er hier stand und sich noch einmal genau in Erinnerung zu rufen versuchte, worum es in dieser Runde genau ging, schwebten ihm leider ganz andere Dinge durch den Kopf. Freizeit, Berufsethos, Experimente und… naja, das meiste davon hatte irgendwie mit Mari zu tun. Was war nur los mit ihm – sonst war er viel aufmerksamer auf Missionen. Vielleicht musste er wirklich erst einmal wieder ein wenig in den ‚Arbeitsalltag’ hineinfinden. Bisher war es ihm unnatürlich schwer gefallen, sich auf die Aufgabe zu konzentrieren und der Suna-nin fand sich ständig abgelenkt vor. Aber es gab noch eine Sache, die er mitgenommen hatte und das waren die Worte seiner Freundin über den Sinn und Zweck dieser Mission. Ja, vielleicht war es ja wirklich das. Ein Schubser in eine Richtung? Eine Aufforderung – dazu, Verantwortung zu übernehmen? Vielleicht dachte er auch nur zu viel nach, aber Hei war sich nicht sicher, wie plausibel das war. Man würde es wohl am Ende dieser Geschichte sehen, was dabei herauskam. Dabei fiel ihm ein, dass es ja auch noch relativ früh war. Zumindest für seine Verhältnisse. Ja, auch der Einfluss von Mari hatte ihn nicht eben zu einem Frühaufsteher gemacht. Hei gähnte leise. Kuros Übertreibungen funktionierten ja wunderbar für ein Publikum was so etwas ja auch erwartete, aber bei ihnen? Eher nicht. Das alles war schon krass gewesen? Wenn der wüsste… der missbilligende Blick des Tatsumakis wurde ein wenig durch die Tatsache gemildert, dass sie ein wenig frische Luft schnuppern konnten – hier draußen vor den Toren der Stadt fühlte Hei sich generell ein wenig wohler. Ein Stadtkind war aus ihm nie geworden. Die meisten Worte des blonden Moderators gingen zum einen Ohr hinein, zum anderen wieder heraus, aber eine Sache bekam sogar der Tatsumaki mit. Es ging um Mobilität in diesem Abschnitt, und eigentlich würde man meinen, dass ihm dieses Thema lag – seine Sandwolke war doch prädestiniert dafür, oder? Ja, stimmte auch, allerdings hatte Hei immer noch nicht vor, sein Repertoire offen zu legen. Wozu auch, wenn es vielleicht auch so ging? Der junge Mann wusste außerdem genau, dass er sich nicht immer und überall auf eine Wolke aus Sand verlassen konnte, ihn über alles und jeden hinwegtragen zu können. Allerdings fragte er sich wohl, was für außergewöhnliche Stunts die Veranstalter hier von den Ninja erwarteten – immerhin konnte das auch richtig nach hinten losgehen. Hei, der stoisch ein Ohr mit einem Finger verstopfte und deshalb wortwörtlich nur mit einem Ohr zuhörte, schnappte noch einige Informationen auf – klar, das übliche. Nichts kaputt machen – langweilig, wenngleich sinnvoll. Nicht über die Stadt fliegen… langweilig, wenngleich wohl auch sinnvoll. Und die andere Strecke nicht betreten. Hm. Ob es erlaubt war, die anderen Team mit Fernkampfwaffen oder ähnlichem am vorankommen zu hindern, war aber nicht gesagt worden, oder? Er warf einen Blick zu der jungen Dame an seiner Seite, entfernte seinen Hörschutz aus dem Ohr (seinen einen Finger) und verschränkte die Arme hinter dem Kopf.

    „Also muss sich jeder erstmal um sich selbst kümmern“, brummte der Suna-nin und sah sich um. Schon seit gestern sickerte sein Chakra hier in den Boden, aber hier draußen war noch kaum etwas des Sandes mit ihm in Berührung gekommen. Selbst wenn er wollte, Hei konnte hier nicht plötzlich die Welt aus den Angeln heben. Das hier war eben keine Wüste. Kuro war endlich fertig und Hei kratzte sich am Kinn. „Mobilität“, meinte er dann, nachdenklich. „Also du wirst damit wohl keine Probleme haben. Wenn du willst, kannst du wahrscheinlich noch einen 360-Grad-Salto drauflegen, aber ich? Selbst wenn ich meine ‚Mobilität’ ausnutze, ist das nur langweilig. Das klingt mir viel zu sehr nach körperlicher Arbeit“, maulte er, wenngleich der letzte Satz so leise gewesen war, dass wohl nur er ihn hatte hören können. „Was denkst du, werden die für Hindernisse aufstellen? Welche die für Ninja wirklich fordernd sind, oder welche, die bei der Zivilbevölkerung Eindruck schinden?“ Wieder ein kurzes Schweigen des Ninjutsuka, der sich einerseits ein wenig unter-, andererseits überfordert fühlte. Irgendwie war sein Repertoire hier nutzlos. Er würde sich wohl anstrengen müssen. „Mmhh“, brummte Hei unzufrieden und seufzte dann leise. „Einfach losrennen und gucken, was dabei rauskommt, denke ich – oder? Mit ein wenig Glück achten die anderen nicht nur auf uns.“ Das war ein Wunschgedanke, allerdings fürchtete er, dass sie mit ihrem ersten Auftritt schon genug Aufmerksamkeit erregt hatten. Der letzte Blick seiner müden Augen, bevor er langsam in Richtung Startpunkt ging, galt seinen Gegnern. Naja, motiviert waren sie ja… fantastisch.

    Toshi Doaku – 17 Jahre – Kumo-nin

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    Einer Sache war sich Doaku sicher, und das war die Tatsache, dass dies hier der dümmste Teil dieses Wettbewerbs war. Ein Wettrennen? Natürlich begriff der junge Mann mit den rostbraunen Haaren das Konzept, aber hatte man nicht schon gestern gemerkt, wann das Publikum am Lautesten gewesen war? Richtig, wenn es zur Sache gekommen war… und am besten, wenn jemand zeigte, was er draufhatte. Ihm persönlich war es ja auch egal, dass er den ‚infiltrations‘-Teil der Abmachung nicht so recht eingehalten hatte und seinen Gegner mit seiner Waffe so lange in den Boden gestampft hatte, bis der wohl nicht mehr darüber nachdenken hatte können, ob er nun zum Ausgang oder zum Eingang wollte. Die für einen Ninja wohl recht untypische Waffe eines Baseball-Schlägers war momentan in einer Schriftrolle versiegelt, aber ohne Frage – im Zweifel würde er sie rausholen, seine Keule. Andererseits war dieser Wettlauf auch gar nicht so schlecht. In körperlichen Dingen war er gut. Komplexe Zusammenhänge waren nicht seine Stärke, aber das hier würde sicherlich auch ohne das gehen. Laufen und Hindernisse überwinden, das war sein tägliches Brot im Training. Sollte laufen, oder? Das Gesülze von Kuro war ihm mittlerweile auch ein wenig viel, aber irgendwie schaffte der Moderator es doch immer wieder, ihn ein wenig aufzupeitschen. Leicht zu beeinflussen? Ach nein, Doaku hatte nur einen Sinn für Pathos. Warum allerdings einige der Teilnehmer jetzt schon unruhig wurden, wusste er nicht. „Entspann‘ dich mal, Lady“, knurrte er deshalb die Rothaarige an, die sich aufplusterte als gäbs kein Morgen. Der Toshi hasste solche Leute. Hauptsache motzen, und dann vielleicht nicht mal was auf dem Kasten haben. Toll, sie konnte zwei Doton-Techniken oder so. Aber eine Klatsche und das Mädel würde auf dem Boden liegen… vielleicht konnte er das ja im Finale ausprobieren. Es wäre ihm zumindest eine Ehre gewesen, ihr den Kopf zu waschen. Er zog eine Augenbraue hoch, als sie ihr Kaugummi auf den Boden spuckte. Typisch für diese Ochsen aus Iwagakure. Pah!

    Aber auf wen musste er sich sonst so einstellen? Klar, Team eins, die Favoriten. Die hatten eine komische Ausstrahlung. Als ob sie nicht recht wussten, was sie hier sollten. Im Zweifel… war die Olle da schneller als er, vermutete er, und bei dem Kerl konnte er das nicht einschätzen. Vielleicht nicht. Es war echt Mist, dass er nicht auf die anderen Bahnen laufen konnte… und eine Idee, wie er jemand auf einer anderen Bahn ernsthaft behindern konnte, hatte er auch nicht. Dann war da noch das Team mit den Explosionstags. Hoffentlich schmissen sie nicht wieder mit den Dingern um sich, aber dann würde er halt zurückschmeißen. Und das Team mit der rothaarigen Doofbratze. Supertoll. Ohne weiter nachzudenken ging er zum Startpunkt und zurrte die Bandagen über seinen Händen und Unterarmen fest. Würde schon gleich losgehen. Und dann würde er… wohl einfach nur laufen. Der Rest würde sich wohl hoffentlich ergeben.