Kurobu - Stadt im Norden des Landes

Dieses Thema im Forum "Reich des Tees" wurde erstellt von Hyuuga Mari, 23. Sep. 2018.

  1. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

    Beiträge:
    174
    Alter:
    20
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    Der Weg durch Kurobu war... öde. Die Strecke machte ab und an Knicke und Biegungen, doch überall war es mehr oder weniger das gleiche. Joudan lief eine freie Straße entlang, an deren Ränder hinter Absperrungen und Barrikaden jubelndes Publikum stand. Immerhin waren auch ein paar aufmunternde Worte für den blonden Sora-Nin dabei: "Beiß dich durch, du schaffst das!", rief man ihm zu. "Auf geht's, Junge!!", brüllte jemand anderes. Was Joudan ein wenig überraschte war die Tatsache, dass er, trotz seiner begrenzt zügigen Fortbewegungsweise, von seinen direkten Kontrahenten nicht überholt wurde. Vielleicht waren sie ja irgendwie ausgeschieden oder so. So kam er am dritten Hindernis an - oder zumindest bei dem, was davon noch übrig war. Die Steinmauer auf Joudans und Nanamis Bahn war bereits zerstört worden. Im Vorbeigehen (oder eher: Vorbeihumpeln) warf der Blondschopf einen Blick auf die Trümmer. Ein größeres Loch im Boden, wo die Mauer einst stand, deutete darauf hin, dass Nanami die Mauer ein wenig untergraben und dann mit Sprengsiegeln zerstört hatte. "Kluges Mädchen.", dachte Joudan sich. "Hätte sie die Siegel einfach nur an die Mauer geklebt hätte die Wucht wahrscheinlich nicht gereicht. Werden die Siegel darunter vergraben geht nicht annähernd so viel Kraft der Explosion verloren." Nun, unter diesen Umständen war es der Weißhaarigen auch nicht zu verübeln, dass sie am Hindernis nicht auf Joudan gewartet hatte.
    Erst an den hohen Holz-Gerüsten traf der junge Herr wieder auf seine Partnerin. Nanami hatte es bereits auf die andere Seite geschafft, nun mussten die beiden Joudan noch hinüberbekommen.
    "Hey, Nanami, gute Arbeit mit der Mauer!", rief Joudan ihr zu, als er die Holzstufen erklomm. "Und wir haben scheinbar auch noch einen guten Vorsprung auf das andere Team!" Der Gedankengang, vielleicht tatsächlich in die Finalrunde zu kommen, schien die Hozuki in eine ehrgeizige Stimmung versetzt zu haben. "Kann ich dir irgendwie herüberhelfen?", rief sie ihm zu. "Ich werfe dir ein Seil zu, binde das irgendwo bei dir fest! Und wenn ich springe, dann zieh daran.", antwortete Joudan und warf der Weißhaarigen alsbald auch ein Drahtseil-am-Shuriken zu (natürlich so, dass er Nanami nicht traf, sondern so, dass das Shuriken hinter ihr auf dem Gerüst landete).
    Während Nanami Joudans Drahtseil an der Plattform befestigte, schätzte der Blondschopf die Distanz zwischen den Plattformen, die Höhe ebenjener und die Länge des Stabes ab. 4m Höhe, 5m Stablänge, 2x3m Distanz, sich das Ganze mit einem Satz des Pythagoras auszurechnen war so ganz und gar nicht weiter schwer. Joudan nahm den Stab, platzierte untere Ende genau in der Mitte zwischen den beiden Plattformen und siehe da, er reichte genau auf Höhe der Plattform. "Das einfachste Beispiel von A²+B²=C²...", dachte Joudan sich und sammelte, wie schon beim ersten Hindernis, Chakra an seinen Fußsohlen für das Kinobori und stand dann auf das obere Ende des Stabes.
    "Los!", rief der Blondschopf Nanami zu. Diese hatte das Drahtseil - für alle Fälle - am Geländer der Holzplattform befestigt und zog Joudan nun, der seine Konzentration darauf verwendete, die Balance zu halten, zu sich. Das Fußende des Stabs verblieb zum Glück an Ort und Stelle und so beschrieb Joudan auf dem Stecken eine recht hübsch anzusehende Viertelkreisbahn und trat an der anderen Seite erstaunlich unbeschwerlich auf die Plattform. Das Hindernis hatte er besser überstanden als gedacht. Gute Sache, denn seine Kondition hätte keine allzu anstrengende Aufgabe mehr vertragen.

    Ins Ziel schafften die beiden sich dann zusammen. Sowohl Nanami als auch Joudan waren kräftig außer Puste, doch der Anblick von bisher nur zwei dort wartenden Teilnehmern beflügelte sie auf ihren letzten Schritten und so schaffte das junge Sora-Team es tatsächlich auf den zweiten Platz. Aus Kuros Moderation, der Joudan nur so halbherzig lauschte, konnte er mitbekommen, dass die beiden verbleibenden Teams wohl beide in der Wassermischung steckengeblieben waren. Das andere Shiro-Team war wohl aus Versehen hineingefallen und das Sora-Team hatte den Wasserlauf probiert, doch die Eigenschaften der Flüssigkeit nicht richtig eingeschätzt.
    Zwei Medic-Nin standen bereit, um nach Ende der Übertragung noch einen Blick auf das Bein des Blondschopfes zu werfen. Joudans Gedanken kreisten wirr, während er ein wenig winkte und ein äußerst überzeugendes Lächeln aufs Gesicht zwang, da schnitt eine Stimme durch den Trubel.
    "Glückwunsch." Ein einziges Wort. Der junge Herr mit dem dunklen Teint hatte Nanami und Joudan angesprochen, ihr morgiger Gegner. "Ebenfalls.", erwiderte Joudan und blickte in die himmelblauen Augen Heis. "Wehe, ihr haltet euch morgen zurück!", fügte er freundlich doch herausfordernd hinzu und reichte seinem Gegenspieler dann in einer recht wortlosen Geste die Hand. Manche Dinge müssen unter Männern nicht ausgesprochen werden und Hei würde es nicht schwerfallen zu erkennen, dass in Joudan dasselbe Feuer wie im Wüstensohn brannte, sich morgen beweisen zu können.


    Tag 3 - Finalkampf

    Wie Gewitterwolken oder Sturmwellen brach der Applaus über Joudan herein als er zusammen mit Nanami zum zweiten Mal dieses Wochenende die Arena betrat. Wie ein Gladiator fühlte der Genin sich, als sein Name, von Kuro angefacht, hundertfach von den Rängen niederschallte. Hei und Mari warteten bereits in der Arena auf das Team Sora. Ihnen war, im Gegensatz zu Nanami und Joudan, kaum Anspannung anzusehen. Sicher, als klarer Favorit konnte man es etwas gelassener angehen. Lange konnte Joudan die Atmosphäre der Arena nicht unbeschwert genießen, denn Kuro begann schon schnell mit dem Countdown, in den das ganze Stadion einstimmte. Die Tatsache, dass der männliche Shiro-Nin vortrat, und die braunhaarige Dame sich erst einmal im Hintergrund hielt, hätte so manch anderer an seiner Stelle sich sicher veralbert gefühlt. Doch dass der Wüstensohn sich alleine Nanami und Joudan stellen wollte würde nicht nur bedeuten, dass Team Sora vielleicht länger als ein paar Augenblicke im Kampf blieb, sondern auch dass Hei sich nicht ganz so sehr zurückhalten konnte. Als Joudan das erkannte, zog sich ein breites Grinsen über sein Gesicht und voller Inbrunst rief er dem Suna-Nin, über die Stimmen der Tausenden hinweg, zu: "HEI! DU HAST STIL!!" Dann war genug gesagt und es ging los.

    Nanami preschte auf Hei zu, während Joudan sich von ihm entfernte. Sie hatten einen groben Schlachtplan ausgemacht, wie weit sie kommen würden stand in den Sternen. Haken schlagend wie ein junges Kaninchen näherte die weißhaarige Schwertkämpferin Hei. Durch die präventiven Ausweichbewegungen würde es dem Ninjutsuka hoffentlich schwerer fallen, einfache Geschoße auf Nanami loszufeuern. Mit beiden Händen fest am Griff Kiriseis, ihres Katanas, führte sie schließlich einen Hieb gegen Heis rechte Flanke aus und brachte sich in eine Reichweite, in der sie den Sunanin zwar mit ihrem Schwert angreifen konnte doch noch außer Griffreichweite war.
    Joudan hatte sich stattdessen mit dem Kinobori an der Arenawand festgeklebt. Er hatte noch nie mit einen Sand-Nutzer wie Hei zu tun gehabt, doch schätzte er die Anwendung grundsätzlich ähnlich wie Doton ein. Und gegen einen Doton-Nutzer war es immer gut, sich nicht direkt auf dem Boden zu befinden. Während Nanami sich auf Heis rechte Flanke konzentrierte hatte Joudan sich auf der anderen Seite positioniert. Der Blondschopf war zu dem Schluss gekommen, dass er hier wahrscheinlich nicht siegreich aus der Arena treten würde. Das hatte er Nanami so nicht gesagt, doch war sein Ziel etwas anderes. Er wollte sehen, wie viel er ausrichten konnte, deshalb würde er mit seinem stärksten Angriff, einer Kombination, eröffnen. Mit der Rechten griff er in die Umhängetasche und zog drei Kunai hervor, die er in Heis Richtung schleuderte, nur um danach ein, zwei schnelle Fingerzeichen zu formen.
    "SHURIKEN KAGE BUNSHIN NO JUTSU!", rief er laut, doch das war eine Finte. Zwar multiplizierten die drei Kunai sich zu über dreißig Stück, doch waren dies keine echten Shuriken Kage Bunshin, sondern nur mit dem Gen'ei Shuriken erschaffene Trugbilder. Dieses "Ablenkungsmanöver bedeutete für Nanami, sich zurückzuziehen, das hatten sie ausgemacht. In einem großen Satz sprang sie zurück, noch bevor die Kunai und ihre Trugbilder Hei erreichten.
    Joudan konnte dem Verlauf der Attacke nicht wirklich folgen, denn seine Kombination war noch nicht fertig. Während er an der Arenawand entlangrannte um einen etwas anderen Winkel zu bekommen verschwand seine Hand erneut in der Ledertasche und kaum einen Augenblick später flog ein Fuuma Shuriken in Heis Richtung. Nun, nicht ganz, eigentlich waren es zwei der großen Wurfwaffen, die da auf den Suna-Nin zuschossen, doch dank Joudans Kage Shuriken no Jutsus erspähte Hei das zweite vielleicht ein wenig zu spät. Doch ein letztes Kettenglied hatte Joudans Kombinationsangriff noch: Um einen Arm des Fuuma Shurikens hatte der Blondschopf sein letztes Explosionssiegel gewickelt. Das war sein letzter Trumpf, danach war Joudan, dem am dritten Tag des Wettkampfes die Ressourcen zu Ende gingen, praktisch nutzlos. Er ließ das Kinobori fallen und landete erschöpft auf dem Arenaboden.

    Währenddessen hatte Nanami sich aus der direkten Nahkampf-Reichweite Heis zurückgezogen. Geduldig ließ sie Joudans Projektil-Trommelfeuer über Hei ergehen und hielt das Schwert in einer offensiven Form, weit über den Kopf erhoben. Sobald sich nach der Explosion Rauch, Sand und Staub gelegt hatten, war es an ihr, den Kampf zu Ende zu bringen.


    _______________________________________________________

    Verwendete Techniken:

    Gen'ei Shuriken no Jutsu (open)

    Gen'ei Shuriken no Jutsu (Technik des Phantom-Shurikens)

    Element: keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: D
    Chakrakosten: E pro Shuriken Bunshin
    Reichweite: Wurfweite

    Voraussetzung: Chakrakontrolle 2, Geschick 2

    Beschreibung: Noch während ein Shuriken in der Luft ist werden mit diesem Jutsu einfache Doppelgänger, ähnlich wie dem des Bunshin no Jutsus, des Wurfgeschosses erschaffen. Diese Phantom-Shuriken richten keinen Schaden an, können den Gegner aber verwirren, einschüchtern und - vor allem - verschleiern, welches Shuriken das richtige ist. Selbstverständlich lässt sich diese Technik nicht nur auf Shuriken sondern auf alle geworfenen Waffen verwenden.

    Chakrakontrolle Stufe 4: Nun ist es möglich, das Jutsu deutlich kosteneffektiver zu verwenden. Die Anzahl der Shurikendoppelgänger verzehnfacht sicht, die Chakrakosten steigen jedoch nur auf D pro 10 Shuriken.

    Kage Shuriken no Jutsu (open)

    Kage Shuriken no Jutsu (Jutsu des Schattenshuriken)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: D
    Chakrakosten: E
    Reichweite: Wurfweite

    Voraussetzung: Geschick Stufe 3

    Beschreibung:Bei dieser Technik wirft der Anwender zwei große Shuriken, oder auch Fuuma-Shuriken, direkt hintereinander auf den Gegner, wobei er den zweiten Shuriken so wirft, dass er sich im Schatten des ersten befindet. Dadurch ist das Ausweichen wesentlich schwieriger, da sich der Gegner meist nur auf das erste Shuriken konzentriert. Selbst ein geschultes Auge kann in einer hitzigen Situation den zweiten Shuriken übersehen. Mit normalen Shuriken ist diese Technik nicht möglich, da ihre Flugbahn aufgrund ihres geringen Gewichtes zu sehr beeinflusst wird.

    Jibaku Fuda: Kassei (open)

    Jibaku Fuda: Kassei (Explosionssiegel aktivieren)

    Element:
    keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: E
    Chakrakosten: E
    Reichweite: 10 Meter steigend

    Voraussetzungen: Keine

    Beschreibung: Der Shinobi konzentriert sein Chakra um den Mechanismus einer entfernten Bombe zu aktivieren. Desto höher die Chakrakontrolle ist, desto weiter kann man sich entfernen, ehe man die Siegel hochjagt.
     
    Zuletzt bearbeitet: 25. Jan. 2019
    Hyuuga Mari und Tatsumaki Hei gefällt das.
  2. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

    Beiträge:
    1.018
    Alter:
    19 Jahre
    Größe:
    170 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Shiro | Konoha
    Steckbrief:
    Link
    Der Tag des Finales – der Höhepunkt des gesamten Wettbewerbs. Der Höhepunkt der letzten drei Tage… oder vielleicht sogar von noch viel mehr als nur das? Mari blickte zur Uhr, gleich war es soweit. Zusammen mit Hei wartete sie außerhalb der Arena, bereit, jeden Moment vor das Publikum zu treten. Die trommelnde Musik aus dem Inneren der Arena drang nach außen, peitschte Teilnehmer und Zuschauer zunehmend auf. Mari selbst hatte sich noch keinen genauen Plan für den heutigen Kampf zurechtgelegt, von brachialer Gewalt bis hin zu effizienter Zielgenauigkeit war noch alles möglich. Doch vermutlich würde es wie folgt aussehen: Sie stürmte vor, hielt die Gegner an der Front in Schach, während Hei aus dem Hintergrund angriff. Eine Formation, die sich bereits mehrfach in der Vergangenheit bewiesen hatte. Die Hyuuga und der Tatsumaki ergänzten sich mit ihren Stilen perfekt und konnten mittlerweile auch ohne Worte die Aktionen des jeweils anderen einschätzen und das Wissen in das eigene Handeln einfließen lassen. Bisher ging Mari noch davon aus, dass sie auch heute in dieser gewohnten Strategie bleiben würden. Als sie schließlich in das Innere der Arena gerufen wurden, warf sie ihrem Freund ein überzeugtes Lächeln zu und schritt dann vor – wie immer. Sie voran, Hei hinterher.

    Mari legte den Kopf in den Nacken, direkt nachdem sie die Arena betreten hatten. Unzählige Menschen hatten sich hier versammelt, alle sahen sie hinab, applaudierten, schrien, trommelten und das nur wegen des bevorstehenden Kampfes. Alles nur wegen Hei, Mari, Joudan und Nanami. Die Blicke und Kameras waren auf sie gerichtet, der letzte Akt eines Turniers, das offensichtlich eine große und lautstarke Fangemeinde besaß. Die Hyuuga blieb stehen, sah zuerst erwartungsvoll zur gegenüberliegenden Seite der Arena – darauf wartend, dass Joudan und Nanami auftauchten. Doch stattdessen war es Hei, der sich von hinten weiter annäherte, schließlich an der 19-Jährigen vorbeischritt und mit den hellblauen Augen den Blick der jungen Frau suchte. Der Mund der Kunoichi öffnete sich einen Spalt breit vor Verwunderung, immerhin war Mari von einer ganz anderen Sache ausgegangen. Doch dann, wenige Augenblicke nachdem Hei geendet hatte, schloss sich der Mund und formte sich zu einem munteren Schmunzeln. Sie schloss die Augen für einen Moment, nickte langsam und trat dann symbolisch einen Schritt zurück. Die Bühne gehörte ihm. „In Ordnung. Heute bilde ich die Nachhut.“ Die letzten Worte, die beide Shiro-Nin austauschen konnten, bevor der donnernde Countdown durch Kuro begann. Das Publikum stimmte ein, wurde lauter, noch lauter… und schließlich wurde der heiß ersehnte Kampf mit einem Schrei der Massen freigegeben. Mari zog sich noch ein Stück zurück, immerhin wollte sie Hei bei seinen Techniken nicht in die Quere kommen. Anstatt in Kampfhaltung zu gehen, verschränkte die Hyuuga die Arme vor der Brust und beobachtete, wie Nanami auf Hei zustürmte und Joudan sich auf die Arenamauer zurückzog. Sie vertraute ihrem Teamkollegen… und ihrem Freund. Hei würde das alleine hinbekommen.
     
    Kushou Joudan und Tatsumaki Hei gefällt das.
  3. Tatsumaki Hei

    Tatsumaki Hei Chuunin

    Beiträge:
    1.120
    Alter:
    20 Jahre
    Größe:
    185 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Suna
    Steckbrief:
    Link
    Er war dankbar für die Unterstützung von Mari. Das würde er ihr auch sagen, allerdings... nicht jetzt. Später. Kaum, dass die Erde unter dem Tatsumaki zu beben begann und sich in Richtung von dem jungen Mann bewegte, alles im Boden zu Sand zermalmend, wusste er, dass er diese Technik nicht lange aufrecht erhalten können würde. Die Gegner hatten keine Angst und waren von seinem Auftritt nicht eingeschüchtert, sondern gar noch ein wenig motivierter. Gut so. Der Tatsumaki lächelte schmal, aber selbst die Geschwindigkeit seiner Gegner konnte ihn nicht mehr schrecken. Früher, ja. Früher wäre er hier untergegangen, aber ganz so lahm war er nicht mehr. Und vor allen Dingen nicht überrascht. Nanami, die offenbar noch nie wirklich auf Sand gekämpft hatte, brauchte länger zu ihm als sie wohl gehofft hatte und so hatte Hei genug Zeit, zwei weitere Fingerzeichen zu formen. "Suna no Yoroi", ertönte seine Stimme, aber sie war nicht einmal laut genug um den johlenden Kuro oder die Zuschauer zu übertönen. Anstatt, dass sich die Rüstung an ihm formierte, ließ er sie direkt im losgelösten Zustand und hielt damit die Klinge seiner Gegnerin ohne Probleme an seinem Körper auf, allerdings hörte der Mahlstrom in diesem Moment auf, sich zu drehen. Egal. War genug Sand, den er zur Verfügung hatte. Joudan, der Blondschopf, hatte genug Feuer, dass Hei gleich wissen würde, wie gut seine Verteidigung gegen 'normale' Angriffe wirklich war. Der Sand bewegte sich schnell, sehr schnell - wohl so schnell, dass Joudan und Nanami gar nicht richtig folgen konnten. Mit einer Handbewegung drückte er die Schwertkämpferin weg und ließ den Sand dann zur anderen Seite die Shuriken abwehren. Dass es keine echten Kagebunshin-Shuriken war, bekam er nicht einmal mit - der Sand formte sich zu einer halben Schale in die Richtung des Kushou, während Nanami zurücksprang. Das musste abgesprochen gewesen sein. Heis helle Augen taxierten kurz das Mädchen, dann fegte er die paar Shuriken an seinem Sandschild mit einer Bewegung beiseite und sah direkt noch eine Waffe auf ihn zufliegen. Hm. Auch das sollte kein Problem sein... Hei blockte das erste Shuriken mit seinem Sand, hörte und spürte dann aber einen zweiten Aufschlag. Moment, was? "Kage Shuriken?", murmelte er verwundert, dann... explodierte das Siegel und riss seinen Sand auseinander. Staub wirbelte auf, und einen Moment lang konnte man nichts sehen außer Sand und Staub, der den Wüstensohn verdeckte.

    "Respekt", ertönte die Stimme des Tatsumakis aus dem Dunst, der sich langsam legte. Seine Sandrüstung hatte er aufgelöst, und der Staub legte sich. Sein Blick huschte zu Joudan, der sein Pulver wohl verschossen hatte. "Für die Ressourcen war das ein außergewöhnlicher Angriff." Natürlich lange nicht genug, um seine Sandrüstung einfach komplett in Stücke zu legen, aber kurz erschreckt hatte sich der Tatsumaki tatsächlich ziemlich. Das Jutsu war allerdings eines von Heis flexibelsten und stärksten Verteidigungsjutsus, wenngleich er... nicht mehr genau da stand, wo er vorher gestanden hatte. Die Druckwelle der Explosion hatte ihn wohl ein paar Schritte zurückgedrängt. Wieder das Siegel. Der Wüstensohn sah zu Nanami, die angriffsbereit aussah, und zu Joudan, der absolut fertig aussah. Die Erkenntnis, dass das hier beide noch recht frische Shinobi waren, traf Hei in diesem Moment härter als erwartet. Bisher hatte er ihre Fähigkeiten nur sehr eingeschränkt beurteilen können, aber so... war es sehr deutlich. Eine Kenjutsuka deren Geschwindigkeit selbst ihm nicht schnell vorkam und ein... ja... Techniker, der sein Pulver verschossen hatte. Er sah eine Menge Potential, aber noch keine wirkliche Herausforderung. Und das stimmte ihn beinahe traurig. Er hatte gehofft gehabt, sich und seine Fähigkeiten ausreizen zu können, aber das würde wohl heute nicht der Tag sein. Hei schien innezuhalten und als Nanami angriff, sprang er schnell einige Schritte zurück, formte ein paar Fingerzeichen, atmete tief ein. "Katon: Gokakyuu!", rief er und aus seinem Mund brach ein gewaltiger Feuerball hervor, blau glühend, groß genug, dass Nanami ihm zur Seite ausweichen musste, heiß genug, dass sie ihn immer noch spürte, langsam genug, dass sie auch eine Chance hatte. Die blauen Augen von Hei huschten zwischen seinen Gegnern hin und her, dann führte er seine Hände wieder zusammen, pumpte mehr Chakra durch seine Adern. Es tat was er wollte, fügte sich willig seinen Befehlen, schien fast begierig, sich ihm zu beugen. "Sabaku Kyū", grummelte er und Sand brach hinter ihm hervor, direkt auf Nanami zu - viel zu schnell, als das sie hätte reagieren können. Der Sand packte sie und schloss sie innerhalb von Sekunden mühelos ein, bis nur noch der Kopf herausschaute. Hei ging mit seiner so Gefangenen in Richtung Joudan, während der Sandsarg neben ihm herschwebte und folgte. Die eine Hand hatte er erhoben, und es war offensichtlich, dass der Sand dieser Hand folgte. Schließlich ließ er Nanami neben Joudan fallen, und bevor sie etwas anderes tun konnten, formte er noch ein Fingerzeichen, stieß fast sanft die Worte für das nächste Jutsu aus. "Suna no Dai-Henkei!" Mit einem Mal befanden sich die drei Ninja unter einer Sandkuppel. Gewaltig groß, aber eben so, dass der Lärm und die Kameras für den Moment nicht hierhin vordrangen. "Ihr habt Mut im Herzen und Feuer in den Augen", stellte Hei fest. "Aber im Moment..." Er sprach es nicht aus, aber jeder wusste, was er meinte. Die beiden kamen nicht gegen ihn an, selbst, wenn sie alles gaben was sie hatten. "Ich würde mich freuen, euch wiederzusehen, wenn ihr in eurer Blüte steht. Und dann kämpfen wir auf Augenhöhe." Seine Lippen verzogen sich zu einem leichten Lächeln, und seinen Augen konnte man im Dämmerlicht der Sandkuppel Schalk ansehen. "Allerdings wollen wir sicher alle unsere Mission vernünftig zuende bringen. Und die Mission ist es wohl, den Leuten da draußen eine Show zu bieten. Und ich glaube, das können wir ganz gut, wenn wir ein wenig zusammenarbeiten. Mein Name ist Tatsumaki Hei. Ich hoffe, wir sehen uns einmal unter anderen Umständen wieder." Er neigte leicht den Kopf. Dann ging er rückwärts auf seine Kuppel zu, wartete einen Moment... und löste das Jutsu auf, während sich der Sand wieder hinter ihm formierte. "Also. Lasst es uns zuende bringen!"

    Show Spoiler
    Suna no Yoroi (Sandpanzer)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: C
    Chakrakosten: C pro 30 Sekunden
    Reichweite: 0-1m

    Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 3, Sand

    Beschreibung: Der Benutzer schützt sich durch eine massive Sandschicht, die ihn wie eine zweite Haut umhüllt und einen ganz hervorragenden Schutz gegen die meisten Angriffe bietet. Abgefedert werden Schläge bis ungefähr Kraft 6 und Ninjutsus bis zum C-Rang. Leider verbraucht der Panzer sehr viel Chakra. Der Anwender kann die Sandschicht auch ablösen und damit Angriffe auf kurze Distanz abblocken. Der Sand bewegt sich dann mit einer Geschwindigkeit in Höhe seiner Chakrakontrolle minus eins. Wasser bzw. entsprechende Wasserkünste können unter Umständen zum Abwaschen der Sandrüstung führen.

    Katon: Gokakyuu (Großer Feuerball)

    Element: Feuer
    Typ: Ninjutsu
    Rang: C
    Chakrakosten: C-B
    Reichweite: 50 Meter (100 Meter)

    Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 3

    Beschreibung: Dieses Jutsu ist auf dem gleichen Prinzip aufgebaut wie Katon: Boya Dangan. Auch hier sammelt der Anwender zuerst Chakra in der Lunge, jedoch muss er eine perfekte Atemtechnik beherrschen, um der austretenden Flamme mehr Sauerstoff hinzuzufügen. Dadurch entsteht ein Feuerball von einem Meter Durchmesser, der über recht lange Strecken stabil bleibt und so extreme Temperaturen erreicht, dass das Feuer blau-violett wird. Direkter Kontakt mit diesem Feuerball führt zu drittgradigen Verbrennungen - die Hitze ist so intensiv dass man nicht mal Zeit hat richtig Schmerzen zu haben ehe die Nerven verbrannt sind. Mit Chakrakontrolle 5 kann der Feuerball über längere Strecken (100 Meter) zusammengehalten werden. Die Fluggeschwindigkeit beträgt weiterhin etwa sechzig Stundenkilometer - die Jutsu ist eher als Artilleriewaffe denn für den offenen Kampf mit Ninja konzipiert.
    Chakrakontrolle Stufe 6: Für hohe Chakrakosten (Chakrakosten B) kann ein Feuerball mit so viel Energie und Sauerstoff versehen werden, dass die Flamme zu einem schwach bläulich leuchtenden Flimmern wird - im Gegenzug nimmt allerdings die Geräuschentwicklung des Feuerballs zu einem lauten Dröhnen zu, sodass man sein Kommen auch im Dunkeln noch ganz gut bemerkt. Dieser Feuerball lässt sich von einem menschengroßen Hindernis fast gar nicht mehr aufhalten, sondern verkohlt die äußere Schicht und saust ungebremst weiter, bis er eine Wand oder den Boden trifft.

    Sabaku Kyū (Wüstensarg)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: B
    Chakrakosten: B
    Reichweite: 10m

    Voraussetzungen: Chakrakontrolle Stufe 5, Chakramenge Stufe 4, Sand

    Beschreibung: Dieses Jutsu verwendet Sand, welches den Gegner schnappt und komplett einhüllt. Es wird primär dazu benutzt um den Gegner bewegungsunfähig zu machen. Dieses Jutsu kann jedoch auch seine tödlichen Folgen haben, indem es das Opfer erstickt oder durch das Sabaku Sōsō zerquetscht. Es kostet auf Grund der großen Kraft, die der Sand auf das Opfer auswirken muss sehr viel Chakra. Die Geschwindigkeit des Sandsargs entspricht der Chakrakontrolle des Anwenders minus zwei. Falls ein Wüstensarg mit einem gleichrangigen Wasserjutsu bearbeitet wird, neigt er dazu, sich aufzulösen. Auch sonst ist die Zugabe von Wasser der Kunst eher abträglich. Ein Opfer kann sich befreien, sofern es eine höhere oder zumindest vergleichbare Stärke mit dem Chakrakontrollewert des Anwenders besitzt. Mit viel Wasser, Mühe und Einsatz kann der Sarg unter günstigen Bedingungen peut-á-peut abgetragen, wenn nicht sogar weggewaschen werden.

    Suna no Dai-Henkei (Große Sandverformung)

    Element: Keines
    Typ: Ninjutsu
    Rang: C
    Chakrakosten: D-A
    Reichweite: 15 Meter

    Voraussetzung: Chakrakontrolle Stufe 4, Chakramenge Stufe 2, Sand

    Beschreibung: Ein Jutsu, welches für den Kampf sicherlich ungeeignet ist, dafür aber von kreativen Shinobi sicherlich hier und da eingesetzt werden kann: Das klassische Sandburgenbauen im Shinobi-Stil. Eine bestimmte Menge Sand wird für diese Kunst angesteuert und mithilfe von Chakra in die gewünschte Form gebracht. Dabei ist alles möglich: eine Figur, eine gewaltige Sandburg, ein Sand-Iglu oder sonst ein Kunstwerk. Allerdings muss der Shinobi das Objekt schon einmal gesehen haben oder muss es komplett aus der eigenen Fantasie formen, was dann allerdings meistens nicht so akkurat wird, als wenn man ein deutliches Bild im Kopf hat. Die benötigte Chakramenge variiert von der Menge des verwendeten Sandes an, da ihm aber keine besonderen Eigenschaften gegeben werden; außer ein gewisser Härtegrad, so dass das Gebilde nicht auseinanderfällt, benötigt diese Kunst nicht viel Chakra. Allerdings reicht schon ein kleines bisschen Wasser, um es wegzuspülen...
     
    Meteki Pakura gefällt das.
  4. Kushou Joudan

    Kushou Joudan Genin

    Beiträge:
    174
    Alter:
    20
    Fraktion:
    Sora
    Dorf:
    Sora
    Steckbrief:
    Link
    "Team Sora geht in die Offensive! Aber was macht denn Mari? Sammelt sie sich etwa für etwas GROSSES? ETWAS SPEKTAKULÄRES?!?!?!", brüllte Kuro und seine Worte drückten schwer auf Joudan hinab. Er konnte den letzten Augenblicken des Kampfes nur im Zuschauer-Modus folgen. Gerne wäre er eingeschritten oder hätte Nanami geholfen - arme Nanami - doch er konnte nicht. Er hatte kein Ass mehr im Ärmel und mit den paar einfachen Kunai, die seine Tasche noch zu bieten hatte, würde er nichts mehr ausrichten können. Sein Explosionssiegel hatte zwar eine gewisse Wirkung gegen Heis Verteidigung gezeigt, doch es war das letzte gewesen, das Joudan dabei hatte. "Hei schlägt sich FANTASTISCH gegen ZWEI TRAINIERTE NINJA!!" Mit rasenden Gedanken wägte der Blondschopf Option um Option ab, während Nanami gerade von einem großen Feuerball in die Defensive gedrängt wurde. "WOAH, HEISS!!!" Kaum zwei Augenblicke später hatte Hei sie in einem Haufen Sand begraben und in die Luft gehoben. Langsam, siegessicher lief er auf den Blondschopf zu, während Nanami erfolglos gegen den Sandsarg ankämpfte. "Oh nein, ob Nanami sich davon befreien kann? Und was ist mit Joudan?! " Joudan wollte sich lieber nicht vorstellen, was ihr Kontrahent alles mit Nanami in diesem Zustand anstellen konnte. Resignierend hob der Genin die Arme, doch noch bevor er ein Wort sprechen konnte, wurden Nanami, er UND Hei von einer gigantischen Sandkuppel umgeben. Zappenduster war es darin und Joudan fürchtete einen kurzen Moment, ihr Gegner würde sie hierdrin nun derart zurichten, dass er es vor den Kameras verstecken wollte. Jugendfreigabe und so. Aber weit gefehlt, dem Wüstensohn stand es anscheinend viel eher nach einem kleinen Plausch. In die Kuppel drangen die Geräusche von draußen nur seltsam gedämpft ein. Das Raunen und Jubeln der Zuschauer war zu einem Murmeln abgeschwollen, nur Kuros Lautsprecherverstärkte Stimme war auch hier irgendwie noch deutlich zu hören. "Wir versuchen, an ein Bild zu kommen, Damen und Herren!!"
    "Ihr habt Mut im Herzen und Feuer in den Augen. Aber im Moment..."
    Hei sprach aus, was Joudan und auch Nanami schon von Anfang des Wettbewerbs klar war: Nanami und Joudan konnten mit diesen beiden Shiro-Nin nicht mithalten. Einer von beiden hatte gereicht, um Nanamis und Joudans Angriffe ganz mühelos abzuwehren. Wäre das braunhaarige Mädchen miteingeschritten, so wäre dieser Kampf wahrscheinlich in den ersten Sekunden schon vorbei gewesen. "Im Moment können wir euch nicht das Wasser reichen.", gestand Joudan. Zum Glück konnte man hier in der Schwärze nicht sehen, wie der Genin errötete. "Ich würde mich freuen, euch wiederzusehen, wenn ihr in eurer Blüte steht. Und dann kämpfen wir auf Augenhöhe." Ein gnädiger Vorschlag. Dieser Hei war echt in Ordnung. Anstatt darauf herumzureiten, dass er und seine Partnerin diesen Kampf spielerisch gewinnen konnten, ließ er seinen Gegnern ein paar inspirierende Worte zukommen. Diese Geste war aus Respekt geboren, und das rechnete Joudan seinem Kontrahenten hoch an. "Allerdings wollen wir sicher alle unsere Mission vernünftig zuende bringen. Und die Mission ist es wohl, den Leuten da draußen eine Show zu bieten. Und ich glaube, das können wir ganz gut, wenn wir ein wenig zusammenarbeiten. Mein Name ist Tatsumaki Hei. Ich hoffe, wir sehen uns einmal unter anderen Umständen wieder." "Kushou Joudan aus Amegakure. Sehr erfreut! Und auf Angebot werde ich zurückkommen.", antwortete Joudan und auch Nanami stellte sich namentlich vor. Alles noch immer unter der Sandkuppel. "Also. Lasst es uns zuende bringen!", sprach Hei und ließ im gleichen Zug die Sandkuppel fallen.

    "WIR SIND WIEDER DA!!!" brüllte Kuro ins Mikrofon und augenblicklich schwellte die Reaktion der Zuschauer wieder an. Hei trat ein paar Schritt von Nanami und Joudan zuürck. "Team Sora scheint sich ENDLICH aus Heis Angriff befreit zu haben!! Halt, was ist das? Was... Ich GLAUBE ES NICHT, TEAM SORA GIBT AUF!!" Und tatsächlich hatten Nanami und Joudan, nachdem Hei seine Sandkuppel aufgelößt hatte, sich mit einem Blick zu verstehen gegeben, dass dieser Kampf für sie vorüber war. Heis Angebot, noch ein wenig eine "Show" abzuliefern, hatten beide aus dem selben Grund abgelegt. Sie waren nicht hier um sich vor den Zuschauern zum Affen zu machen sondern um ihr Bestes zu geben. Das hatten sie getan und sie hatten schmerzlich erfahren, dass es bei Weitem nicht genug war. Den Kampf nun fortzuführen würde keine Bedeutung mehr haben. So fühlte Joudan sich zumindest. Deshalb hatte er sich mit erhobenen Händen aufgerichtet während Nanami vielsagend ihr Katana Kirisei wieder in seiner lackierten Schwertscheide hatte verschwinden lassen. "DAMIT STEHT ES FEST, MARI UND HEI HABEN DEN WETTSTREIT GEWONNEN!! LASST DIE BEIDEN WISSEN WIE KRASS IHR DAS FINDET!!!!" Joudan hatte zwar nicht geglaubt dass die Zuschauer noch einen Gang nach oben schalten konnten, was das Jubeln, Klatschen, Stampfen und Schreien anging, doch die Menschen Kurobus belehrten ihn eines besseren. Während sich alle Aufmerksamkeit sich nun auf Hei und Mari richtete trat Joudan an seine Teamkameradin heran. "Zweiter Platz ist doch gar nicht schlecht, oder? Ich bin ehrlich, damit hätte ich nicht gerechnet.." Nanami war die Entscheidung, aufzugeben, nicht ganz so leicht gefallen wie Joudan, das konnte er der Weißhaarigen ansehen. Grinsend verneigte sich Joudan tief vor seiner Teamkameradin. "Danke, dass du mich so weit gebracht hast. Wir können stolz auf uns sein!", dann wandte er sich Hei und Mari zu, die in der Mitte der Arena standen. Auch ihnen gegenüber verneigte Joudan sich, wollte den beiden aber ihren Moment im Rampenlicht nicht stehlen und blieb deshalb am Rande der Arena stehen. Nein, besser noch, er setzte sich wieder. Jetzt, da der Wettkampf vorbei war und Adrenalin und Willenskraft keinen Grund mehr hatten, Joudan voranzutreiben, merkte der Blondschopf deutlicher als nach seiner langen Reise mit Kenta und Tamaki die Erschöpfung in seinen Gliedern. Mit einem Grinsen auf dem Gesicht lehte er sich an die Holzwand und klopfte sich Sand aus den Haaren. "Jetzt ein Bad..."
     
    Meteki Pakura und Tatsumaki Hei gefällt das.
  5. Hyuuga Mari

    Hyuuga Mari Chuunin

    Beiträge:
    1.018
    Alter:
    19 Jahre
    Größe:
    170 cm
    Fraktion:
    Shiro
    Dorf:
    Shiro | Konoha
    Steckbrief:
    Link
    Ein kleines, kaum merkbares Schmunzeln. Es kam nicht oft vor, dass Mari ihren Teamkollegen so kämpfen sah. Seine Techniken waren im Ganzen eben doch zu groß, zu zerstörerisch, als dass man sie auf ungesichertem Gelände oder bei einem freundschaftlichem Gerangel ohne Weiteres nutzen konnte. Hier, in der Arena, hatte der Tatsumaki die Möglichkeit, mehr aus sich herauszukommen als sonst. Und doch konnte der Schwarzhaarige auch hier nicht all seine Chakrareserven nutzen, konnte sich nicht verausgaben – denn die Gegner waren noch nicht so weit, als dass sie mit Hei hätten mithalten können. Mari glaubte nicht, dass ihre Gegner zu schwach für diesen Wettbewerb waren – sie ging viel eher davon aus, dass sie und ihr Teamkollege hier nicht hingehörten. Beide hatten sie sich ein Jahr gänzlich aus ihrer Ninja-Karriere zurückgezogen, waren abrupt und ohne Vorbereitung in diesen Wettbewerb geschickt worden. Doch wie die Hyuuga in den letzten drei Tagen festgestellt hatte, konnten Hei und sie noch immer kämpfen. Das, was man einst erlernt hatte, konnte einem wohl doch nicht so schnell abhandenkommen, Pause hin oder her. Die 19-Jährige legte den Kopf in den Nacken, betrachtete die gigantische Sandkuppel, die sich über der Arena formierte. Die Geräuschkulisse ebbte ab, es wurde dunkel – beeindruckend. Mari stand zu weit entfernt, als dass sie sich dem Gespräch zwischen Hei, Joudan und Nanami hätte anschließen können. Und doch konnte sie sich allzu gut vorstellen, was ihr Freund sagte. Naja… und die Fähigkeit des Lippenlesens kam der jungen Frau hier natürlich auch zugute.

    Der Sand zog sich zurück, ließ das Tageslicht zurück auf den Arenaboden fallen. Tatsächlich musste Mari blinzeln, um sich an die erneut veränderten Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Sie spürte das noch immer wild zuckende Chakra um den Tatsumaki, betrachtete den Sand, der sich hinter ihm aufbäumte. Doch der Kampf setzte sich nicht fort, denn die Hand des blonden Sora-Nin hob sich in die Höhe. Auch das weißhaarige Mädchen an seiner Seite steckte das Katana zurück in die Schwertscheide. Die Hyuuga war vielleicht nicht die feinfühligste Person, doch sie konnte verstehen, weshalb diese Entscheidung des Sora-Teams getroffen worden war. Dieser Kampf musste nicht mehr fortgesetzt werden – es wäre eine Farce gewesen. Das Publikum tobte, als Kuro die Siegernamen ins Mikrofon brüllte und Mari löste die Verschränkung ihrer Arme und schritt auf Hei zu.

    „Glückwunsch.“ Nachdem sie sich von hinten genähert hatte, legte die die Hand auf seine Schulter und lächelte den Tatsumaki an. Die Stimme der jungen Frau hatte Probleme, den gewaltigen Lärm der Zuschauerinnen und Zuschauer zu übertönen. „Wenn ich dich jetzt so sehen… wird es mir erst wirklich bewusst. Unsere ersten Aufträge sind wirklich lange her, oder?“ Für einen Moment schwelgte Mari in Erinnerungen, sah sich selbst zu Beginn ihrer Karriere vor dem Inneren Auge. Damals, mit vierzehn Jahren - sie erinnerte sich daran, wie genervt sie davon gewesen war, als sie auf eine Schafherde hatte aufpassen müssen und eines der Schafe ihren Pullover ruiniert hatte. Oder wie sie den 15-jährigen Hei im Bad hatte ertränken wollen, nachdem er sie nackt gesehen hatte. Bei der Erinnerung musste Mari unweigerlich schmunzeln. Und dann, plötzlich, kam sie zurück in die Gegenwart. Hörte den Applaus, Kuros aufgeregten Schreie ins Mikrofon und sah den 20-jährigen Hei, der direkt neben ihr stand. Und das erste Mal kam ihr eine Floskel in den Sinn, die sie niemals gedacht hätte, selbst auszusprechen. „Ich glaube, wir werden alt.“ Dann sah sie an dem Tatsumaki vorbei, zu Joudan und seiner Kameradin am Rande der Arena. Der Blonde verneigte sich und ganz gleich, dass Mari im Finale nicht wirklich gekämpft hatte, so verneigte auch sie sich leicht. Die Geste gehörte dazu, immerhin hatten sie nun drei Tage lang im gleichen Boot gesessen und waren bis ins Finale gekommen.

    „Wenn DAS nicht mal ein GRANDIOSER Wettbewerb war!“ Kuro lachte ins Mikrofon, peitschte die Meute weiter auf. „Als wären Drähte, Kunai und Shuriken nicht schon genug... wir hatten eine Verdreifachung einer einzelnen Kämpferin, hatten Explosionen, Schwertkämpfe, Fallen, Feuerkugeln, gigantische Sandkuppeln… ach, ICH KANN ES SCHON GAR NICHT MEHR ALLES AUFZÄHLEN!“ Der Moderator krächzte. „Meine Damen, meine Herren. Ich hoffe, Sie hatten einen genauso großen Spaß an diesem Wettbewerb wie ich. Es war mir eine Ehre, drei Tage, die ich für immer im Herzen und in guter Erinnerung behalten werde!“ Er strich sich durch die Haare, beobachtete, wie zwei Mitarbeiter in die Arena traten und zuerst Silbermedaillen an Joudan und Nanami verteilten, um danach in die Mitte der Arena zu treten und die Goldmedaillen für die Erstplatzierung an die Genin aus Shiro zu übergeben. „Gebt ihnen einen letzten Applaus. Unsere Zweitplatzierten: Joudan und Nanami! Und natürlich für die Sieger… Hei und Mari!“ Das Publikum kam der Bitte nach, doch man merkte bereits, dass die Stuhlreihen sich leerten und die Menschen allmählich in Richtung der Ausgänge strömten. „NATÜRLICH werden wir auch nächstes Jahr wieder für Sie da sein. GLEICHE Zeit, GLEICHER Ort. Ich freue mich schon darauf!“ Und damit fiel der Vorhang. Die Sora-Nin wurden von einer Mitarbeiterin durch einen Ausgang aus der Arena herausgeführt, gleiches geschah mit Hei und Mari. Die Braunhaarige war froh, dass der Wettbewerb nun endlich ein Ende gefunden hatte. Doch trotz aller Erhabenheit, die Mari so gern vorführte, ertappte sie sich doch mehrfach dabei, stolz auf die goldglänzende Medaille um ihren Hals herabzublicken.

    Am nächsten Tag traten Hei und Mari den Heimweg an. Und während sie durch Kurobu gingen, wurden sie mehrfach angesprochen und sogar um Autogramme gebeten. Die Hyuuga ging davon aus, dass sich dieses Verhalten legen würde, sobald sie die Stadt verlassen hatten - sie wusste nicht, dass sie mit dieser Annahme nicht ganz richtig liegen würde. Denn auch in Shirogakure gab es einige Fans, die den Wettbewerb im Fernsehen mitverfolgt hatten. Aber das... war Teil einer späteren Geschichte.

    Joudan und Nanami? Die Sora-Ninja hatten Kurobu vielleicht unbemerkt verlassen wollen, doch tatsächlich wurden sie am Nordtor abgefangen. Von jemandem, der ihnen durchaus bekannt vorkommen würden. „Hey! Joudan, Nanami!“ Die dunkle Stimme hatten beide Sora-Nin bereits in der Vergangenheit gehört. Ein junger, rothaariger Mann mit grünen Augen stand neben dem Nordtor, an seiner Seite ein weißhaariges Mädchen. Der Rothaarige war am ganzen Körper bandagiert, stützte sich auf zwei Krücken, doch ganz gleich, wie schmerzhaft die Bewegungen sein mochten – er ließ es sich nicht anmerken. War das… „Nijo! Du sollst vorsichtig sein!“, mahnte das weißhaarige Mädchen an der Seite des Jungen. Sie sah ehrlich besorgt aus, doch davon ließ sich der junge Mann nicht beirren. „Beruhig dich mal, Kleine. Locker bleiben.“ Er grinste, sah dann wieder zu Joudan und Nanami und sein Blick wurde ernster. „Ihr habt mich ganz schön weggebombt in der ersten Runde.“ Eine kurze Pause, dann hoben sich die Mundwinkel zu einem überheblichen Lächeln an. „Das kriegt ihr irgendwann zurück.“ Er verbeugte sich, was mit den Krücken gar nicht so leicht war. „Wenn wir uns das nächste Mal sehen, kriege ich eine Revanche. Dann werde ich es euch nicht so leicht machen. Macht euch darauf gefasst.“ Nachdem der Wakui sich wieder in eine gerade Haltung begeben hatte, suchte er noch einen Moment den Blick von Joudan und Nanami, dann drehte er sich um und nach einem kurzen Moment des Zögerns folgte Yudi. „Ach. Glückwunsch zum zweiten Platz.“ Er hob die Hand zum Abschied.

    Und damit endete die Mission. Eine Mission, in der es vielleicht nicht darum gegangen war, das Heimatdorf vor dem Untergang zu bewahren oder mit einer heldenhaften Aktion eine Gruppe von Zivilisten zu retten. Eine Mission, über deren Sinnhaftigkeit mit Sicherheit eine Diskussion geführt werden könnte. Und dennoch war es ein Auftrag, den alle Beteiligten nicht nur in Erinnerung behalten würden, sondern der auch die Entwicklung eines jeden Einzelnen vorangetrieben hatte.


    - Mission Ende -
     
    Kushou Joudan und Tatsumaki Hei gefällt das.