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Stadtvilla der Familie Tsukigata

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Alter
17
Größe
1,79 m
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Shiro
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Shiro
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Tradition und Moderne – eine oft gehörte Phrase, doch das städtische Anwesen, in dem Tsukigata Kazuo mit seiner Familie lebt, füllt die Worte mit Sinn und Ästhetik. Die Villa liegt mit gutem Abstand zu den Nachbarshäusern hinter einer weiß getünchten Mauer mit einer Krone aus dunklen Ziegeln. Bereits die Anlage des Hauses lässt ahnen, dass sein Ursprung älteren Datums ist. Zu sehen ist davon bis auf den Grundriss und die traditionellen Holzschnitzereien, die Tore, Giebel und Balustraden zieren, nicht viel. Helle Wände, große Fenster und klare Linien stehen in harmonischem Zusammenspiel mit Akzenten aus dunklem Holz und den nach dem Vorbild der Natur angelegten Gärten in den beiden Innenhöfen.

Im Erdgeschoss des zweistöckigen Gebäudes befinden sich vor allem Emfpangs- und Geschäftsräume, sowie in einem anderen Trakt die für die Notwendigkeiten des täglichen Lebens erforderlichen Bereiche, wie etwa eine große Küche, in der für viele Gäste gekocht werden könnte. Gästezimmer samt Bädern wie auch die privaten Räumlichkeiten der Tsukigatas und eine moderate, aber gut ausgestattete Bibliothek befinden sich im ersten Obergeschoss, das man über diverse Treppen erreicht. Die imposanteste davon ist eine große Doppeltreppe im Eingangsbereich.

Nach hinten öffnet sich die Villa in einen größeren Garten mit einem Pavillon, der den Stil des Hauses wieder aufgreift. Hier empfängt Tsukigata Momoko im Sommer gern die Gäste ihrer vielgepriesenen Spendendinner. In einem abgeschiedeneren Teil des Gartens befindet sich ein kleiner Schrein mit einer Gedenkstätte.

Yamatos Zimmer ist zum Garten hin gelegen. Es verfügt über einen kleinen Balkon sowie ein eigenes schlichtes Badezimmer, ansonsten ist es das typische Zimmer eines Heranwachsenden. Vielleicht mit der kleinen Ausnahme, dass es auffällig ordentlich ist und keine peinlichen Poster an den Wänden hängen (es gibt natürlich Dinge, die durchaus das Prädikat „peinlich“ verdienen würden, aber die sind gut versteckt). Gut gefüllte Bücherregale, Kleiderschrank und Kommode, Schreibtisch und ein stets gemachtes Bett fehlen natürlich nicht. Alles ist schlicht, aber von guter Qualität. Da Yamato erst vor kurzem von Jugend- auf Fast-Erwachsenenzimmer umgestellt hat, wirken die Möbel, die allesamt in hellen, gedeckten Farbtönen gehalten sind, noch recht neu.

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c.f.: Senichi Nozomi – Tausendundein Wunsch

„Da wären wir.“, stellte Yamato zufrieden fest und öffnete das Tor. Die aufschwingenden Holzflügel gaben den Blick in einen begrünten Innenhof frei. Zierfelsen säumten einen leise plätschernden Teich, auf dessen Oberfläche sich das warmweiße Licht einiger Laternen spiegelte. Yamato ließ seinen Gast eintreten und führte ihn über den umlaufenden Weg in Richtung eines Nebeneingangs. Seit ihrem Aufbruch aus dem „Senichi Nozomi“ hatte er Aratas Hand nicht mehr losgelassen. Schmal und warm lag sie in seiner. Im Laternenlicht lächelte er den Yamanaka an. Wie ging es ihm wohl? Hatte ihm die erfrischende Kühle der Nacht wieder etwas Klarheit zurückgebracht? Oder hatte sie es eher schlimmer gemacht? Yamato war auf alles vorbereitet und welches Bett Arata heute Nacht auch brauchen würde – seines oder eines im Gästezimmer – er sollte es haben. „Die Hausführung verschieben wir lieber auf morgen, was meinst du?“, meinte er verschmitzt und schloss leise die Tür auf. Nicht ganz zufällig hatte er diesen Eingang gewählt, denn er führte in den Teil des Gebäudes, in dem auch die Küche lag. Mindestens ein Glas Wasser wollte er Arata wenigstens anbieten. „Setz‘ dich doch.“, bat er Arata und führte ihn zu den Barhockern an der Kücheninsel. Es fühlte sich seltsam und irgendwie falsch an, seine Hand loszulassen. Aus dem Kühlschrank holte Yamato eine große Glaskaraffe mit Wasser und Zitronenscheiben und stellte sie nebst zwei Gläsern auf ein Tablett. „Sicher, dass du vorhin satt geworden bist?“. Eine Häppchenplatte war eben auch nur eine Häppchenplatte. „Wir haben bestimmt was da, das du magst. Und wenn nicht, mach ich dir was.“. Ob er mit seinem Bewirtungsintermezzo irgendwie die Stimmung zerstörte? Aber so gehörte es sich doch, wenn man einen Gast mit nach Hause brachte. Erst recht einen, den man gern hatte ... Außerdem gewährte es Arata noch eine kleine Pause, um sich zu entscheiden. Ein paar Meter Weg und ein bisschen frische Luft konnten schließlich einiges ausmachen.
 
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Yamanaka Arata

Chuunin
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16
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170 cm
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Shiro
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Er tat es gerade wirklich ... auch wenn es sich immer noch leicht unwirklich anfühlte, wenn er begann, darüber abstrakter nachzudenken. Konnte das wirklich so einfach gewesen sein? Sie hatten sich einfach ... getroffen, und hatten geredet. Ja, es war eigentlich nicht so einfach gewesen. Er hatte sich noch nie so anstrengen müssen, ein paar Worte zu sagen. Aber es hatte sich gelohnt ... ja, mehr als gelohnt. Die kühle Nachtluft spielte als leichte Brise durch seine Locken und strich über sein Gesicht, aber so leicht sie die leicht duselige Müdigkeit des Alkohols fortgetragen kannte - so machtlos war sie gegen das federleichte, glückselige Gefühl in seiner Brust - hätte er Yamatos Hand loslassen wollen, wäre er vermutlich einfach durch die Nacht getanzt ... oder hätte das jedenfalls versucht, haha. So ... lächelte er einfach. Das Wort schien zu klein zu sein für die warme, innerliche Freude, die in diesem Ausdruck lag. Es war richtig. Alles an diesem Abend war einfach ... richtig gewesen. Nichts war dazwischen geschehen, nichts übles passiert, er hatte ihn nicht vergrault ... Arata hatte keine Sorgen, als er weiter ging.
Und erst, als sie an Yamatos Zuhause ankamen, wich sein Lächeln kurz unverholener Überraschung - so wie Arata diesen Abend überhaupt ziemlich deutlich zeigte, was in ihm vorging, ganz entgegen seiner sonstigen Art. "Das ist so hübsch ..." staunte er, als er sich den Innenhof ansah. Er musste den Kopf drehen und Wenden und hatte auch so das Gefühl, lang nicht mal die Hälfte wirklich zu sehen. "Oh ... ja, das denke ich auch." Erwiderte er auf Yamatos Bemerkung, und hatte sofort sein Lächeln von eben wiedergefunden, als er ihn ansah. "Ich glaube, diese Nacht habe ich ohnehin keine Augen mehr dafür..."

In der Küche war es deutlich wärmer als an der kühlen Nachtluft, aber Arata fühlte sich tatsächlich ein bisschen kälter als eben, als er Yamatos Hand loslassen musste, damit der Wasser holen konnte - aber es war ja hoffentlich nicht für lang, wie er sich erinnerte, während er sich auf einen der Barhocker gleiten ließ. "Oh ... ich hab wirklich nicht viel Appetit heute. Vielleicht die Aufregung." Versicherte er noch einmal lächelnd. "Dann eher irgendetwas leichtes, wenn es schnell geht ... zu ein bisschen Obst würde ich nicht Nein sagen. Vielleicht irgendwas zu knabbern." Er warf Yamato einen forschenden Blick zu. "Oder möchtest du ein bisschen was handfesteres essen?" Wenn sein Gastgeber noch hungrig war, wollte Arata ihn natürlich nicht drängeln - Yamato würde das sicher schon aus Höflichkeit zurückstellen, wenn er ihn nicht fragte. Er war so ... so nett. Es wäre fast zu schön um wahr zu sein - wenn er sich nicht vollkommen gewiss gewesen wäre, dass Yamato sich niemals so verstellen könnte.

"Meinetwegen müssen wir jedenfalls nicht lange in der Küche sitzen."
Fügte Arata hinzu, nachdem er Yamato einen Moment einfach nur bewundernd angeschaut hatte.
 
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Es klopfte. Also, nicht an der Tür, sondern Yamatos Herz. Aber dem Tsukigata kam es so vor, als sei es ebenso deutlich zu hören. Doch selbst wenn dem so gewesen wäre, hätte er sich nicht dafür geschämt. Nicht hier, nicht heute, in Aratas Gegenwart, in der so vieles einfach leichter schien. Aufgeregt waren sie natürlich beide und das nicht zu knapp – Arata sagte es ja sogar selbst –, aber das machte es auch irgendwie schön. „Obst und was zu Knabbern soll es sein!“, verkündete Yamato und lächelte seinen Freund glücklich an. Es kostete ihn auch ein wenig Überwindung, sich von dem hübschen Anblick loszureißen. Arata, wie er da saß, mit von der Kälte oder vor Aufregung geröteten Wangen, das zarte Gesicht umrahmt von beinahe unwirklich golden schimmernden Locken, war aber auch zu bezaubernd. ‘Obst und Knabberei!‘, rief Yamato sich zur Vernunft. Er wäre zwar auch damit zufrieden gewesen, seinen Gast für den Rest der Nacht einfach nur anzustarren, aber dann wäre er freilich ein mieser Gastgeber gewesen und da hatte sein innerer Perfektionist entschieden was dagegen. Also weiter, sonst wurde das ja nie was ...

„Ach, ich hätte sowieso gesagt, dass wir das mit nach oben nehmen.“. Er hätte Arata natürlich nicht noch für Stunden in der Küche festhalten wollen. Es sei denn, der Yamanaka hätte das gern so gewollt. Tat er aber nicht, und so sah Yamato zu, dass er zügig ein paar Früchte und sogar noch ein bisschen Gemüse zurechtschnibbelte und auch eine kleine Auswahl an Salzgebäck samt Dips auf dem Tablett anrichtete. Natürlich nicht, ohne sich rückzuversichern, dass Arata die Sachen auch mochte. Dann gab es aber auch wirklich keinen Grund, noch länger in der Küche zu bleiben, es sei denn Arata wollte die Kühlschränke noch genauer inspizieren und dabei herausfinden, dass einer davon sogar eine Eiswürfelausgabe hatte. Kaum zu glauben, dass er das nicht wollte ...

Der Nebentrakt, in dem sich die Küche befand, hatte den Vorteil, dass auch von hier aus eine Treppe ins Obergeschoss führte. Sie war bei Weitem nicht so eindrucksvoll wie die große Doppeltreppe im Haupteingang, erfüllte ihren Zweck aber nicht weniger. Sie knarzte nur einmal kurz verräterisch, als die beiden jungen Männer über ihre Stufen schlichen. „Wir müssen eigentlich gar nicht leise sein.“, bemerkte Yamato. „Das Schlafzimmer meiner Eltern ist weit genug entfernt.“. Yamatos Zimmer lag zum Glück (und nicht nur aus purem Zufall) so, dass nächtliche Ausflüge in die Küche und anderswohin keiner langen Wege bedurften, und so waren die beiden bald am Ziel angekommen. Das Tablett in einer Hand balancierend, öffnete Yamato die Tür, knipste das Licht an und ließ Arata eintreten. Wohin am besten? Sitzecke! Sitzecke war gut. Hatte ja heute schon einmal geklappt! „Mach es dir doch bequem.“, bot er dem Yamanaka an und schenkte ihm ein Glas Wasser ein. „Ich bin gleich wieder da.“. Und das war er auch, bewaffnet mit einem zusammengefalteten Bademantel, auf dem etwas lag, das wie eine Zahnbürste aussah und auch eine war. „Ich hab dir eins der Gästezimmer nebenan aufgeschlossen, falls du ...“. Er räusperte sich leise. „Falls du lieber dort schlafen möchtest.“. Natürlich hatte er die Zeichen inzwischen verstanden. Aber er wollte Arata auch nicht das Gefühl geben, dass er irgendetwas von ihm erwartete. „Es ... ist immer noch ziemlich unglaublich, dass du hier bist.“. Leise lachend schüttelte er den Kopf – nein, es war wirklich schwer zu glauben. Sein Blick war sanft, als er ihn wieder auf Arata richtete. „Aber auch unglaublich schön.“. Was nicht nur auf die Situation zutraf ...
 
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