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Verlassene Ordensfestung

Jirokou Shunsui

Chuunin
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Off: Der Orden des Weißen Lotus

Weiß, soweit das Auge nur reichte. Das war die alltägliche Sicht, die man im Reich des Frosts zu sehen bekam. Manchmal stellte dies auch einen reizvollen und schönen Anblick da, wenn es ein klarer und wolkenloser Tag war, und sich das Himmelsblau in alle Richtungen verteilte. Die Sonne erleuchtete an solch einem Tag Frost und Schnee auf dem Boden, und auch die ganzen alten und verlassenen Bauten, zerfallenen Burgen und vom Zahn der Zeit betroffenen Ruinen zeigten sich von ihrer besten Seite und versprühten einen besonderen Charme. Doch an den meisten anderen Tagen – wie es auch heute einer war – herrschte seit Stunden ein unerbittlicher Schneesturm, der die Tiere und sehr wenige im Reich befindlichen Reisenden dazu zwang, Schutz zu suchen, bis der Sturm endlich vorbeizog. Abgesehen von einer einzigen und einsamen Gestalt, die sich stur den Kräften der Natur stellte und sich Stück für Stück seinen Weg bahnte. Bei dieser Person handelte es sich um Jirokou Shunsui, einen Shinobi aus Kirigakure und somit auch Bewohner der fliegenden Stadt über dem Meer Soragakure. Doch was machte der junge Mann im verlassenen Reich des Frosts, vor allem in so einem Schneesturm? Nun, Sightseeing traf es nicht ganz. Er hatte vor einigen Tagen einen mysteriösen Brief eines unbekannten Absenders erhalten, der ihn hier in den Norden einlud. Für gewöhnlich hätte er diesen Brief einfach als Werbung abgetan, aber irgendetwas hatte der Verfasser des Briefes an sich, dass ihn nicht mehr ruhen ließ. Zum Zeichen der Anerkennung seiner Leistungen und gleichzeitig auch der Beweis seiner Einladung, diente ein Token aus geschnitztem Elfenbein, der auf beiden Seite von einem weißen Lotus geprägt war. Sehr seltsam das Ganze, aber doch spannend genug, als dass der junge Mann zu dieser einsamen Reise aufbrach.

Seit gefühlten Stunden rackerte er sich bereits mit dem Aufstieg auf diesen riesigen Berg ab, dessen Spitze einfach nicht näher kommen wollte. Shunsuis Hände waren bereits blutig von den scharfen Felsen und dem eiskalten Wind, sodass er immer mal wieder unfreiwillig eine Pause einlegen musste, um seine Hände zu behandeln und zu heilen. In solchen Augenblicken waren die medizinischen Jutsu, die er sich für sein Alter Ego zu eigen gemacht hatte. Jeder Atemzug resultierte in einem weißen Hauch, der von den starken Winden gleich weggeweht wurde und zum ersten Mal seit Stunden wunderte sich der Jirokou, ob seine Reise in dieser Eiseskälte vielleicht ihr Ende finden würde. *Nein, Aufgeben ist keine Option.*, schallt er sich in Gedanken und vertrieb jeden Zweifel. Er hatte nicht Jahre des Hasses und der Intrigen hinter sich gelassen und ein neues Leben begonnen, um jetzt hier auf diese armselige Art und Weise zu krepieren. Oh nein! Der Gedanke an Kaya, die unmittelbar mit dieser Entscheidung verbunden war, stärkte ihn und wärmte ihn von innen. Der Gedanke an seine Liebste und die neu gewonnene Zuversicht zauberte ein Grinsen auf sein Gesicht, welches inmitten dieses Schneesturms wirklich fehl am Platz war, und es dennoch schaffte, ungeahnte Reserven im Blondschopf freizusetzen. Shunsui ging ein wenig in die Knie und stieß sich anschließend Dutzende Meter in die Luft. Schnee und Steine schwirrten an ihm vorbei, ehe sein Aufstieg sich verlangsamte und er sich schließlich von der nächsten Klippe abstieß. Nach einer gefühlten Ewigkeit machte der für gewöhnlich eine falsche Hornbrille tragende junge Mann – die er in diesem Wetter natürlich nicht angezogen hatte – einen letzten Satz und erreichte schließlich ein Plateau. Der Taijutsuka landete auf hartem Frost und stolperte einige Schritte, ehe er sich fangen konnte. Die Hände ruhten auf den Knien und der Rücken war tief gebeugt, während Shunsui die eisige Luft einsog, damit sein Körper den benötigten Sauerstoff erhielt. Vor allem in dieser Höhe gab es viel weniger Sauerstoff als einige Hundert oder Tausend Meter tiefer, weshalb dieser Aufstieg sich um ein Vielfaches komplizierter und schwerer herausgestellt hatte, als zunächst angenommen. Aber er hatte es geschafft! Der geschwächte Shinobi taumelte einige Schritte voran und wurde durch den heftigen Wind durchgeschüttelt, doch wohin nun? Die Sicht wurde immer schlechter und er musste schnell Unterschlupf finden, sonst würde er hier draußen erfrieren. Die Hoffnung des jungen Mannes begann wieder zu schwinden, als sich plötzlich ein gewaltiger Schatten vor ihm erhob, der sich nach einigen weiteren Schritten als alte und verfallene Burg herausstellte. Hier würde er fürs Erste Schutz vor dem Sturm finden und sicher wieder zu neuer Stärke finden!

Als der Blondschopf schließlich die alte Burg erreicht hatte, fand er jedoch das Tor als verschlossen vor, was er äußerst seltsam fand! Ehe er sich noch Gedanken über Banditen und seinen geschwächten Zustand machte, öffnete sich schließlich ein Schlitz und ein blaues Augenpaar betrachtete ihn aus der Dunkelheit heraus. „Was verschlägt Euch hierher?“ Ein raues und tiefes Brummen begrüßte den jungen Mann, der völlig verdattert ob dieser seltsamen Entwicklung war. Hatte er es hier mit Banditen zu tun? Wer sonst würde hier weit oben im Norden leben? Andererseits gab es keinerlei Bevölkerung hier, die es sich lohnte, auszurauben. Bedeutete das etwa … dass er sein Ziel erreicht hatte? „I-ich habe ei-eine Einladung erhalten.“, stotterte Shunsui, nicht aber etwa wegen seines Alter Egos, sondern weil seine Zähne vor Kälte klapperten. „Weist Euch aus!“, ertönte der knappe Befehl. Was wollten die jetzt von ihm sehen? Seinen Ausweis? Oder war es doch …? Seine steifen Finger suchten in seinen Taschen herum, bis er endlich das gefunden hatte, was der Unbekannte wohl von ihm sehen wollte: Der Token aus Elfenbein. Shunsui hielt diesen in zitternden Händen hoch und offenbarte der Person hinter der Tür einen guten Blick auf die Prägung des weißen Lotus, woraufhin der Schlitz wieder zugeknallt wurde. Ein fragender Ausdruck hatte sich auf seinem Gesicht abgebildet, doch er kam gar nicht dazu, sich zu fragen, ob er etwas falsch gemacht hatte, denn im nächsten Augenblick gab es ein lautes Rumpeln und das große Tor öffnete sich. Ein Bär von einem Mann starrte auf ihn herab und musterte ihn abschätzend. Schließlich trat er einen Schritt zur Seite, um dem jungen Mann Einlass zu gewähren. „Willkommen beim Orden des Weißen Lotus.“

@Akinawa Izuya
 
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Ein Ort der undankbarer nicht hätte sein können. Ein Reich welches seit geraumer Ewigkeit von frostigem Weiß bedeckt war und seit jeher auf einen Frühling wartete, der vermutlich nie einkehren sollte. Natürlich war diese Schönheit eine gänzlich Einzigartige auf dieser Welt und das Antlitz dieses Reiches unter wolkenfreien und himmelblauen Bedingungen war jede Mühe wert, um dies in Augenschein nehmen zu können. Die Fähigkeit zur Reflektion des Schnees benetzte die Silhouette der zerstörten Bauten und Ruinen mit einem Charme der nirgends auf der Welt seinesgleichen fand. Doch der heutige Tag war versehen mit einem bitteren Schneesturm, der das Antlitz des Reiches in eine monotone Hölle aus Eis und Schnee verwandelte. Die Tierwelt und vereinzelte Reisende waren dazu gezwungen sich Schutz zu suchen, um diesem Sturm zu entgehen, doch gab es da einen Menschen, der allen Widrigkeiten trotzte und seinen Weg durch diese Hölle zu beschreiten gedachte. Akinawa Izuya – ausnahmsweise gehüllt in außerordentlich dicke Kleidung – marschierte durch den störrischen Schnee und brachte Meter für Meter hinter sich. Er war ein Shinobi aus Shirogakure und ebenso dort wohnhaft, war ein berühmter Basketball Spieler der internationalen Liga und in seiner Fraktion allen voran als übermäßiger Taijutsuka bekannt. Doch was suchte er hier im Frostreich? Dies war kein einfacher Urlaub und gewiss keine Reise zu einem abgelegenen Basketballspiel, nein. Vor wenigen Tagen flatterte ein mysteriöser Brief in seinen Postkasten, der einen ziemlich unheimlichen Inhalt besaß und etwas beigelegt hatte, was wie ein Token aus Elfenbein aussah und auf beiden Seiten eine Prägung des Weißen Lotus beherbergte. Izuya konnte sich darauf keinen wirklichen Reim bilden, doch entschloss er sich kurzerhand eine Trainings- und Erkundungsreise in das Frostreich zu unternehmen, um den Autor dieses Briefes aufzusuchen. Der Akinawa wusste um die Hartnäckigkeit des Reiches und stattete sich Kleidungstechnisch entsprechend aus, hüllte seinen Kopf in Verbandszeug und verdeckte sein Gesicht mit Hilfe einer Wintermaske. Doch die Trainingsgewichte durften natürlich nicht fehlen, denn wenn er schon die Chance hatte das Frostreich zu besuchen, dann natürlich mit großem Trainingsaspekt.

Der riesige Berg war natürlich im wahrsten Sinne des Wortes der Gipfel dieses Trainings, denn sein Körper fühlte sich bereits relativ taub an und doch hatte er den beschriebenen Weg noch nicht zur Gänze geschafft. Seine eisblauen Augen betrachteten das Ungetüm von Natur, seine Miene unterhalb der Maske brachte Überzeugung, Mut und Stärke zum Ausdruck. Izuya fürchtete keine Herausforderungen und fürchtete selbst den Tod nicht, denn Risikobereitschaft war eines seiner Eigenschaften. Egal ob für sich selbst oder für diejenigen die er liebte, er würde sein eigenes Leben ohne weiteres beenden können, wenn es vorausgesetzt wäre. Mitunter einer Gründe wieso er seit kurzem den Pfad der potenziellen Selbstzerstörung eingeschlagen hatte. Dann ballte er Fäuste, denn er hatte genug Pause und somit begann der Aufstieg des Berges, der es wirklich in sich hatte. Dank seines Gepäcks und seiner Trainingsgewichte erzielte er zwar schöne Ergebnisse in der Steigerung seiner Muskulatur und Belastungsgrenzen, aber die Arbeit dafür war natürlich eine besonders harte. Der Wind pfiff umso stärker, je höher er den Berg erklomm und die niedrigen Temperaturen waren einfach bestialisch undangenehm, doch er durfte nicht aufgeben. Er musste den Zielort unbedingt erreichen, koste es, was es wollte. Etwa auf der Hälfte griff Izuya nach einer Kante, zog sich daran hoch und stürzte plötzlich in die Tiefe, als die Kante aus ihrer Fassade brach. Unkontrolliert rutschte der Genin hinab, doch verfiel er nicht in Panik, denn mithilfe seiner immensen Kraft konnte er sich nach einigen Metern wieder fangen und erklomm nach kurzem Durchatmen erneut den Berg. Nichts und Niemand würde ihn hiervon abbringen können. Und so gingen die Stunden ins Land und der Schneesturm schien sich in keinster Weise auflösen zu wollen, was die Belastung und Entbehrung für Izuya nur noch härter gestaltete, je fortgeschrittener sein Erschöpfungsgrad war. Er biss sich auf die Zähne, zog sich erneut auf einen Vorsprung und atmete dort tief durch. Die Muskulatur im ganzen Körper brannte, die Gliedmaßen waren Taub und die Kraft einfach aufgebraucht, doch noch war das Ziel nicht erreicht. Vor seinem inneren Auge tauchte plötzlich das Gesicht seiner Schwester auf, gefolgt von seinem Vater. Danach noch Mai, Takeo, Yuichiro und Chinatsu. Aufmerksam blickte Izuya hinauf zur Bergspitze und atmete erneut tief durch. Seine Freunde gaben ihm die Kraft dies durchzustehen, jetzt durfte er sie nicht enttäuschen. Wenn er sie alle beschützen wollte, dann musste er dies hier durchstehen. Und so erklomm der junge Taijutuska unter größten Anstrengungen weiter dieses Monstrum von Berg, bis er schlussendlich auf einem Plateau weiter oben ankam. Er konnte hier deutliche Fußspuren erkennen, also war er nicht der Einzige hier draußen. Doch während er sich umsah, konnte er keine weitere Silhouette ausmachen. Das Atmen fiel ihm schwer, die Luft hier oben war schlichtweg zu dünn, doch hatte er es scheinbar geschafft.

Die eisblauen Augen des Mannes fixierten die Burg, die sich vor ihm aufgetan hatte und er wusste, dass er endlich einen Unterschlupf gefunden hatte. Izuya fixierte die Fußstapfen im Schnee und folgte den Spuren, die ihn direkt zu dieser Burg führten, dessen Tor verschlossen war. Also dafür das hier draußen eigentlich nichts existieren durfte, war das schon ein ziemlich merkwürdiger Fakt, aber Izuya war so durchgefroren und erschöpft, dass er diesen Umstand gar nicht in Betracht zog. Doch auf der anderen Seite erhielt er ja schließlich einen seltsamen Brief von hier, also wozu war er noch gleich hier? Er wusste es nicht, denn aus den kryptischen Zeilen des Papieres ging die Absicht dahinter nicht hervor. Izuya erreichte das Tor und klopfte an, als sich auch schon ein Schlitz öffnete und er von blauen Augen konfrontiert wurde. „Was wollt Ihr?“, brummte es rau hervor und Izuya blinzelte überrascht. Hier wohnte ja tatsächlich jemand! „Ich bekam diesen Brief“, zeigte der Blauschopf die Einladung und zugleich den Elfenbein-Token des Weißen Lotus. Der Mann hinter dem Tor brummelte unverständliche Worte und schloss den Schlitz. „Falsche Adresse? Komm schon. Lasst mich wenigstens darin aufwärmen!" Dann ertönte ein lautes Rumpeln und das große Tor öffnete sich, entblößte dabei einen Bären von Mann hinter diesem Tor. Neugierig lunzte der Taijutsuka hinein und blickte dann zum Mann, der ihm Einlass gewährte. „Willkommen beim Orden des Weißen Lotus.“, begrüßte ihn dieser und Izuya zeigte ihm den Daumen. „Danke, Keule“, und trat dann ein, während sich hinter ihm das große Tor schloss.

Izuya schritt weiter hinein und sah sich neugierig um. Das alles war hier ziemlich altmodisch aufgezogen und wirkte beinahe ritterlich, aber es strahlte eine immense Stärke und Harmonie aus. Der Taijutsuka fühlte sich hier merkwürdiger weise ziemlich wohl, obwohl er keine Einladung nach Hoguwartsu bekommen hatte. Doch der Orden des Weißen Lotus schien gleichermaßen genial zu sein. Der Blauschopf zog sich die Maske aus dem Gesicht und entblößte seine markanten Gesichtszüge, die nur noch einen Hauch von Jugendlichkeit beherbergten. Der ein Zentimeter kleinere Akinawa kam dann direkt beim ein Zentimeter größeren Jirokou an, der gemäß seiner Kleidung offenbar auch erst kürzlich eingetreten war. Waren das seine Fußspuren gewesen? Sah zumindest danach aus. Doch Izuya brachte kein Wort heraus, denn die Silhouette dieses Anblicks verschlug ihm die Sprache.

@Jirokou Shunsui
 

Jirokou Shunsui

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Die Kälte saß dem Jirokou noch tief in den Knochen, selbst als dieser schon die – etwas – wärmere Ordensfestung betreten hatte. Aus diesem Grund klapperten seine Zähne noch ein wenig, während er sich im Eingangsbereich der Ordensfestung umsah. Eines war sicher: Was seine goldenen Seelenspiegel hier erblickten, damit hatte er nun wirklich nicht gerechnet. Der Gang wurde durch eine große Anzahl antiker Fackeln in ein warmes Licht gehaucht und Stoffbanner mit dem Symbol eines weißen Lotus hingen von der Decke. Dabei handelte es sich genau um dasselbe Symbol, welches sich auf dem Token befand und Shunsui Einlass gewährt hatte. *Die sind hier nicht erst vor Kurzem eingezogen.*, schoss es dem Blondschopf durch den Verstand beim Anblick der altertümlichen, aber definitiv traditionsvollen Einrichtung. Derartige Themen interessierten den jungen Mann eigentlich nicht, doch konnte er nicht anders als zugeben, dass das alles einen sonderbaren Eindruck auf ihn machte. Es hatte ganz den Anschein, als ob das alte Gemäuer und alles Dazugehörige von Geschichte durchtränkt war. Die ausführliche Begutachtung seiner neuen Umgebung führte wohl dazu, dass Shunsui ein wenig zu lange im Eingangsbereich herumbummelte und er aus diesem Grund Zeuge eines anderen Neuankömmlings wurde. Neugierig, wer ebenfalls dem mysteriösen Ruf gefolgt war, drehte er sich zur Eingangstür um, damit er einen besseren Blick auf den Anderen werfen konnte. Dessen Auftreten war geprägt von Selbstsicherheit, seine Statur offenbarte auf den ersten Blick ein rigoroses Training und auch die Gesichtszüge waren hart und markant. Der Jirokou vermochte das Gefühl nicht erklären, aber bei dem blauhaarigen Neuankömmling handelte es sich um jemanden, den man unter keinen Umständen unterschätzen sollte. Immerhin hatte er den eisigen und schweren Weg auf den Berg hinter sich gebracht, was auch kein Zuckerschlecken war. Doch das Gefühl beruhte nicht nur darauf, es kam in ihm auch der Wunsch, ja gar das Verlangen auf, sich mit ihm zu messen, denn der erste Eindruck vermittelte ihm, dass er hier mit einem wahren Kampf rechnen konnte. Und gab es etwas Besseres, als an seine Grenzen zu gehen und sich selbst zu übertreffen? Wie sagte man so schön? Plus Ultra!

Jedenfalls nickte Shunsui dem blauhaarigen jungen Mann zu und drehte sich anschließend um, damit er seinen Weg aus dem Eingangsbereich fortsetzen konnte. Es besaß etwas Ehrfürchtiges, den durch Fackeln beleuchteten Gang entlang zu wandern und wieder überkam den Blondschopf das Gefühl, dass Tausend Jahre Geschichte auf ihn herabblickten. Dabei befand sich der junge Mann vorhin auch unmittelbar hinter ihm und sogar der bärenhafte Türwächter leistete ihnen Gesellschaft – scheinbar waren sie die Letzten, die erwartet wurden. Andernfalls konnte er es sich nicht erklären, warum der Mann seinen Posten verlassen sollte. Falls Izuya und Shunsui bereits von dem Eingangsbereich beeindruckt waren, dann würde sich dieses Gefühl in der folgenden Halle nur noch verstärken: Banner, welche Geschichten von Kriegern und Heldentaten festhielten, wo das Auge auch nur hinreichte. Das Holz der Tische und Stühle hier war antik und in jedem das Emblem des weißen Lotus eingeschnitzt. Zudem befand sich eine Art Podest in der Halle, die an einen Kampfring erinnerte. Unwillkürlich wurde der junge Mann an den Showkampf in Soragakure erinnert, in welchem er zusammen mit seinem Kollegen Kushou Joudan gegen die beiden Hayabusas angetreten war. Das war nichts, rein gar nichts, im Vergleich zu dem, was sie hier vor sich hatten. Spannung lag in der Luft, und kaum hatte der Jirokou sie eingeatmet, wurde auch er von diesem Gefühl übermannt. Die goldenen Augen mussten den Raum nicht lange absuchen, ehe er auch die Quelle dieses Gefühls fand. Ein älterer Mann befand sich mitten im Raum, nicht unnahe des Ringes und war in einem Halbkreis umringt von acht jungen Menschen. Die Männer wiesen ein ähnliches Profil wie Izuya und Shunsui auf und auch die jungen Frauen waren ziemlich muskulös. Es war jedoch der Anblick des Mannes, der dazu führte, dass der Jirokou wie angewurzelt stehen blieb. Eines war gewiss: Er brauchte nicht in den Ring zu treten um zu wissen, dass er hier die stärkste Person vor sich hatte, die ihm jemals unter die Augen gekommen war. Hier war er scheinbar an den richtigen Ort gekommen!

Die weißen Augen des Mannes richteten sich plötzlich auf die Neulinge und seine Züge formten sich zu einem warmen Lächeln. Die Stimme war leise, aber kraftvoll und sofort lag die Aufmerksamkeit im gesamten Raum auf ihn und jeder konnte ihn problemlos hören. „Es scheint so, als ob wir nun vollständig sind.“ Automatisch schloss der Blondschopf zum Kreis auf und belegte den vorletzten Platz, somit gehörte der Letzte dem Blauhaar. „Willkommen beim Orden des Weißen Lotus. Ihr alle …“, begann er und schaute einen nach dem Anderen an. „…seid gestandene Kämpfer und habt eines gemeinsam: Ihr habt den Weg der Tore, den Weg der Erleuchtung angetreten.“ Ahhh, jetzt wurde dem Jirokou klar, was der Grund für seine Einladung war. „Unser Orden hat tausendjährige Geschichte und nur wenige Auserwählte sind in der Lage, Teil des weißen Lotus zu werden.“ Einige der Anwesenden schluckten gespannt und auch Shunsui konnte nicht umhin, als eine gewisse Menge an Aufregung zu verspüren. „Den ersten Test habt ihr gemeistert, als ihr diesen Berg überwunden habt. Ihr habt in eure Stärke vertraut und habt es bis hierher geschafft. Doch die nächste Herausforderung wartet bereits auf euch und es liegt nicht nur an euch alleine, ob ihr sie besteht.“ Bei diesen Worten zeigte er auf eine Kiste hinter sich. „Tretet heran und schaut, was für ein Schicksal euch bevorsteht.“ Zwar ein wenig nervös, dennoch entschlossen, trat der Taijutsuka als Erster an die Kiste und entdeckte, dass er mittels eines Loches in ihr Inneres greifen konnte. Ohne zu zögern griff er mit der Hand rein und spürte, dass sich Kugeln im Inneren befanden. Nachdem er zwei, drei Sekunden herumgekramt hatte, zog er schließlich eine Kugel mit der Nummer „2“. Was das wohl zu bedeuten hatte?

@Akinawa Izuya
 
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Kein Wunder wieso sich ein so alter Orden über all die Zeit hier im Reich des Frosts erhalten konnte. Im Regelfall kam hier ja nun wirklich keine Menschenseele vorbei und schon gar keiner erklomm einfach mal eben so den höchsten Gipfel im Reich. Doch offenbar gab es da ein paar Hirnverbrannte, körperlich fähige Aspiranten, die sich dieser Herausforderung stellten. Und offenbar gab es diese Hirnverbrannten seit vielen Generationen immer und immer wieder, sonst wäre dieser Orden nicht länger beständig gewesen. Izuya hatte vom Orden des Weißen Lotus noch nie etwas gehört oder gelesen, obwohl er so ziemlich jedes Geschichtsträchtige Buch in der Bibliothek in Shirogakure durchgelesen hatte. Und nun befand er sich hier in den Festen des Ordens, wie ein Anthropologe. Allerdings war Izuya eben nicht zu Forschungszwecken hier. Die immense Kälte ließ noch immer das Mark des jungen Taijutsuka erzittern, obwohl hier im Inneren der Festung angenehme Temperaturen herrschten, denn die vielen Feuer – die zugleich als Lichtquellen dienten – sorgten für entsprechende Hitze. Das Bummeln des Vorgängers sorgte dafür, dass Izuya in der Eingangshalle direkt neben ihn treten konnte, nachdem sich dieser offenbar schon ein Bild von ihm gemacht hatte. Trotz der dicken Kleidung, um die Kälte abzuwehren, konnte auch Izuya erkennen, dass der goldblonde Kerl definitiv ein ernst zu nehmender Gegner wäre. Der Mann neben ihm wirkte wie jemand, der äußerst viel Zeit und Härte in seinen Körper investierte und die Früchte erntete, dessen Samen gesät waren. Izuya sah seinem Vorgänger kurz in die Augen und verspürte einen seltsamen Drang zur Konkurrenzwirtschaft. Ein Kampf mit dieser Person konnte absolut vielversprechend und außerordentlich fordern sein, also genau das, was Izuya in Shirogakure eher weniger hatte. Ein kurzes Schmunzeln legte sich auf die Lippen des jungen Tajutsuka, erwiderte das Nicken und blickte wieder nach vorn. Diese Festung machte einen verdammt interessanten Eindruck auf ihn.

Der Blondschopf setzte seinen Weg dann fort und Izuya folgte ihm, war dann aber doch überrascht, dass auch der Torwächter vorn folgte. Offenbar war Izuya der Letzte gewesen, was irgendwie nicht gerade für dessen Pünktlichkeit sprach, aber da er anscheinend noch pünktlich war, war ja alles in bester Ordnung! Sie gingen einen Gang entlang, der von vielen Fackeln gespickt war und Izuya wurde übermannt von einem Gefühl voller Nostalgie, obwohl er diesen Ort noch nie zuvor erblickt hatte. Was war das nur für ein merkwürdiges Gefühl? Aber diese Verbundenheit die er empfand und diese Spiritualität, die förmlich durch seinen Körper floss, waren einfach nur überwältigend. Sie erreichten die große Halle und Izuya blieb direkt stehen, riss die Augen auf und bestaunte fasziniert den Anblick, der ihm da geboten wurde. Riesige Banner mit erzählten Heldengeschichten, antikes Mobiliar und eine Art Kampfring. Der Blauschopf trat weiter ein und warf kurz einen Blick zu Shunsui, der offenbar genauso überwältigt war. In der Mitte der Halle stand ein älterer Herr, umringt von acht jungen Menschen die ein ähnliches Profil aufwiesen wie die zwei Neuankömmlinge es taten. Irgendetwas stimmte hier nicht, aber Izuya konnte sich noch überhaupt gar nicht vorstellen, worum es hier ging. Was genau war der Orden des Weißen Lotus überhaupt? Hoffentlich keine merkwürdige Sekte, denn mit so etwas wollte er sich nicht abgeben.

Plötzlich hallte die warme aber kraftvolle Stimme des älteren Herren an die Neuankömmlinge und die übrigen angereisten, jungen Menschen. Izuya konnte spüren wie mächtig dieser Mann war und bekam Gänsehaut vor lauter Ehrfurcht, aber seine Risikobereitschaft trieb ihn dazu sich zu den übrigen acht zu gesellen. Sie wurden herzlich willkommen geheißen und sogleich löste sich auch das Geheimnis ihres Erscheinens, denn sie alle hatten etwas gemeinsam. Sie hatten die Hachimon Tonko ergründet und mindestens ein Tor davon erfolgreich öffnen können, was offenbar Grundlage zum Beitritt dieses Ordens war. Doch wofür dieser Orden einstand, vermochte noch keiner zu sagen. Izuya ballte Fäuste und blickte motiviert zum älteren Herrn, denn er war nun Feuer und Flamme für diesen Orden. Diese Form der Herausforderungen war genau nach seinem Geschmack. Augenblicklich hatte der blauhaarige Taijutsuka keine Aufmerksamkeit für seine Mitstreiter übrig, denn seine Aufmerksamkeit war voll und ganz auf den stärksten Mann des Raumes fixiert. Womöglich war dieser Mann sogar der stärkste Mann auf dem ganzen Berg, so wahnsinnig wie dessen Aura ausstrahlte. Ein Freudestrahlen zeigte sich in Izuyas Gesicht als ihm mitgeteilt wurde, dass sie den ersten Test schon bestanden hatten, in dem sie den Berg erklommen waren. Doch nun sollte sich ihr Schicksal offenbaren. Der Blondschopf von eben übernahm den Vortritt und zog eine Kugel aus der Kiste, dann reihten sich auch die übrigen sowie Izuya ein, um eine Kugel zu ziehen. Der Blauschopf zog als fünfter eine Kugel und betrachtete diese, während er zurück an seinen Platz ging. Die Kugel wies die Nummer „2“ aus, doch was hatte das zu bedeuten? Automatisch Platz 2, Treppchen und gewonnen? Wohl kaum.

Sie alle hatten nun eine Kugel und der ältere Herr auf dem Podest entfernte die Kiste wieder, ehe er sich mit einem warmen Lächeln an die versammelten, jungen Menschen wandte. „Es wird Zeit für Euch die zweite Prüfung zu absolvieren. Ihr alle habt nun eine Kugel mit einer aufgezeichneten Ziffer gezogen. Jede Ziffer ist exakt zweimal vergeben, also tut Ihr euch nun gemäß Eurer Bezifferung zusammen“, erläuterte der Herr ruhig und harmonisch, aber kraftvoll. Izuya hielt also seine Kugel hoch und drehte sie zu allen, damit sie alle seine „2“ lesen konnten und diese Methode kupferten sich die übrigen Mitstreiter natürlich auch ab. Der Blauschopf sondierte die einzelnen Kugeln und konnte somit schnell feststellen, dass der Blondschopf von eben ebenfalls die „2“ haben musste. Izuya trat nickend an diesen heran, doch was genau bedeutete dieses Zusammentun nun? Mussten sie gegeneinander kämpfen oder was? Der Akinawa konnte deutlich spüren, dass der Jirokou eine harte Herausforderung sein würde und er hatte definitiv Interesse daran sich mit diesem Kerl zu messen, doch sie mussten wohl oder übel die offiziellen Anweisungen abwarten. Der junge Kampfsportler mit den eisblauen Augen fixierte also wieder den älteren Herrn, der sich kurz räusperte und die Aufmerksamkeit aller wieder auf sich lenkte. „Ihr befindet Euch nunmehr in Euren Gruppen für die nächste Prüfung. Ihr seid ab jetzt Kameraden und mit demselben Schicksal verbunden“, sprach er und Izuya blickte kurz zu Shunsui. Sie waren also keine Gegner, sondern gezwungenermaßen Kameraden in einem Team. Ein Lächeln bildete sich auf den Lippen des Jungen, doch schaute er nun wieder zum Großmeister des Ordens. „Es werden nun alle Gruppen gegeneinander kämpfen. Die Gruppe, die als letzte Gruppe noch einsatzfähig bereit steht, wird diese Prüfung bestanden haben. Die erste Gruppe die ausfällt ist disqualifiziert und darf wieder abreisen“, erläuterte er. „Die übrigen Gruppen mit Ausnahme der Siegergruppe müssen sich einer Prognostizierungsprüfung unterziehen.“ Damit war die Prüfung also erläutert. „Waffen aller Art sowie Nin- und Genjutsu sind absolut untersagt. Wer gegen diese Regel verstößt, der wird diesen Orten hier sofort wieder verlassen“, fügte er dann als einzige Regel für das Battle Royale der Gruppe an. „Auf dem Boden sind Markierungen angebracht. Jede Gruppe begibt sich zu einer dieser Markierungen. Dann fangen wir an!“

Der Blauschopf nickte und wandte sich dem Jirokou zu. „Wir sind also in einer Gruppe, hm?“, sprach er diesen an und lief langsam los in Richtung der Markierung, die am nächsten dran war. „Ich bin Akinawa Izuya. Es ist mir eine Freude Euch kennen zu lernen“, stellte er sich dem anderen Taijutsuka vor und hielt ihm die einbandagierte Faust hin, damit dieser wie Bro-Fist mäßig abkumpeln konnte. Sie waren nun ein Team, also war es ja nicht verkehrt, sich mit den Fäusten zu begegnen wie Brüder.

@Jirokou Shunsui
 

Jirokou Shunsui

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So kam es, dass nach Shunsui auch die anderen Aspiranten zur Kiste traten und einer nach dem anderen eine Kugel herausfischte. Aufmerksam beobachtete der Jirokou das ganze Treiben, welches in absoluter Stille von statten ging. Anschließend drehte und musterte er die Kugel mit der Ziffer 2 in seiner Hand. Was das wohl zu bedeuten hatte? Handelte es sich dabei um die Reihenfolge, um sich der nächsten Prüfung zu stellen? Der Jirokou kam gar nicht dazu, ewig lange darüber zu grübeln, da nach kürzester Zeit jeder eine Kugel in den Händen hielt und der alte Mann wieder zu Wort kam. Die Aussage des Mannes wurde vielerseits – auch von seiner Warte – mit Überraschung wahrgenommen, denn das Letzte, womit er gerechnet hatte, war, dass sein Schicksal mit dem eines anderen zusammenhing. Der Blondschopf war ein klassischer Einzelkämpfer, weswegen ihn gewisse Zweifel plagten, wie er über das Ganze zu denken hatte. Sicher, diese Kämpfer vom Orden hatten sich bestimmt einiges bei dieser Prüfung gedacht, aber es behagte dem jungen Mann trotzdem nicht, dass er sein eigenes Schicksal nicht in seinen Händen hielt. Der für gewöhnlich bebrillte junge Mann wurde aus seinen Überlegungen gerissen, als sich ihm eine mehr oder weniger bekannte Gestalt näherte: Der blauhaarige junge Mann von vorhin, der nach ihm die Ordensfestung betreten hatte. Da er ebenfalls die Kugel mit der Nummer 2 in den Händen hielt, war klar, dass es sich bei ihnen beiden um eine Gruppe handelte. Und nicht nur die Gruppen wurden zusammengewürfelt, weiterhin gab es strikte Regeln: Die erste Gruppe, die verlor, würde wieder abreißen. Lediglich die Siegergruppe wäre weiter, alle anderen Gruppen müssten sich dann einer weiteren Prüfung stellen. Bedächtig nickte der Blondschopf bei den Worten des Alten und begutachtete seine Konkurrenten, Mann wie Frau. Schwach wirkte keiner, doch wie stark und erfahren sie wirklich waren, würde er wohl erst herausfinden, wenn es losging. Waffen aller Art waren untersagt, von Nin- oder Genjutsu brauchte man gar nicht erst anzufangen, das gefiel ihm.

In diesem Augenblick stellte sich ihm sein Partner auch als Akinawa Izuya vor. Da Shunsui bereits zuvor das Verlangen verspürt hatte, sich mit dem anderen Neuankömmling zu messen, würde er nun einen ersten Eindruck seiner Fertigkeiten zu Gesicht bekommen. Anschließend hielt ihm der junge Mann die Faust zum Gruß hin. Daraufhin musste der Jirokou einfach grinsen, denn Izuya schien nicht lange zu fackeln und einfach direkt zur Sache kommen, was ihn durchaus sympathisch machte – zumindest in Shunsuis Augen, der Wert auf sowas legte. „Die Freude ist ganz meinerseits. Jirokou Shunsui.“, gab der Blondschopf von sich und bumpte mit seiner Faust an die des anderen Kämpfers. „Dann lass uns das Ding mal heimbringen.“, sagte er noch, während sein Grinsen verblasste und er die Konkurrenten aufs Neuste begutachtete. Die meisten hatten sich schon zu den Markierungen begeben, nur noch der Akinawa und der Jirokou fehlten. Dort angekommen, bekamen sie alle schlichte und weiße Trainingskleidung übergeben, die aus einem rauen Stoff bestand. „Ihr alle seid nun gleich und werdet unter denselben Umständen getestet werden.“, verkündete das alte Ordensmitglied, welches geduldig darauf wartete, dass sich alle Aspiranten entsprechend gekleidet hatten. Shunsui dehnte sich schon ein wenig und versuchte die Bewegungsfreiheit der Kleidung einzuschätzen, damit ihm ja kein Missgeschick im Ring unterlief. Die Leute hier machten auf ihn den Eindruck, dass selbst der kleinste Fehler genug war, um nach Hause geschickt zu werden. Und wenn alle nur halb so stark waren, wie sie wirkten, dann würde es sicherlich nicht bei einem blauen Auge bleiben, mit dem man heimgeschickt wurde. „Bereit?“, fragte er den Akinawa schließlich.

Dann ging alles ganz schnell! Es ertönte ein Gong und das große Chaos nahm seinen Lauf! Zwei in der Nähe befindliche Personen, eine junge Frau und ein junger Mann, stürzten sich sofort auf die beiden Kämpfer von Gruppe 2 und attackierten mit einer schweren Tritt-Kombo. Shunsui wich den ersten Angriffen instinktiv aus und hoffte, dass auch sein Partner keine Probleme damit hatte. Ein Fehltritt war genug, um sie beide aus dem Ring zu werfen! Die junge Frau, die ihn mit einem Tritt nach dem Anderen attackierte, war relativ schnell und ihre Tritte hatten ordentlich Wucht – doch das war nichts, was er nicht wegstecken konnte. Die ersten zwei Angriffe ihrerseits blockte er noch ab, ehe er schließlich mit einem Satz unter ihrem nächsten Angriff durchbrach und sie nun seinerseits attackieren konnte. Kuma! Mithilfe der Technik des Bären, holte der Jirokou zu einem kräftigen Hieb aus, dem seine Kontrahentin aufgrund seiner hohen Geschwindigkeit und ihrer ungünstigen Position weder blockieren noch entgehen konnte. Mit voller Wucht traf er sie in den Bauch und schleuderte sie einige Meter in die Luft, doch sein Angriff war noch nicht beendet. Der Weg nach oben führte schließlich wieder nach unten, sodass sein nächster Prankenhieb sie mitten in der Luft traf, laut und schmerzhaft auf den Ring des Bodens aufprallen ließ, ehe sie ihr Flug noch weiter trug und gegen die nächste Wand prallen ließ. „Und dann waren es nur noch Neun.“, gab Shunsui leise von sich. Wie sich wohl Izuya zwischenzeitlich schlug?

@Akinawa Izuya
 
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Es war schon eine interessante Fügung das ausgerechnet Izuya und Shunsui in eine Gruppe kamen, doch stören tat es den Blauschopf keineswegs. Bereits im Eingangsbereich hatte er spüren können, dass dieser Blondschopf eine große Herausforderung war und definitiv eine Mauer darstellte, die es zu überwinden galt. Und diese Sympathie schien jener auch genauso zu erwidern, denn er stellte sich vor und bumpte seine Faust mit einem Grinsen. Sie waren von nun an schicksalhaft aneinander gekettet und mussten zusammen dafür sorgen, nicht das letzte Team zu werden, denn jenes müsste abreisen. Im Grunde blieb klar, dass sie Erster werden mussten, denn eine Extra-Prüfung wollte sich der Akinawa eigentlich nicht zwangsläufig antun. „Das Ding wird uns gehören“, grinste Izuya und nickte daraufhin, denn nun ging es ans Eingemachte. Ein Battle Royale auf Teambasis. Wann hatte der junge Kampfsportler das letzte Mal gegen jemanden gekämpft, der ihm im Taijutsu ebenbürtig war? Daran erinnerte er sich überhaupt nicht, also kam es definitiv nicht sonderlich häufig vor. Die eisblauen Augen des Basketballspielers musterten die übrigen Teilnehmer, die mit Masse schon auf den Markierungen standen und er stellte dabei fest, dass sie alle wirklich trainiert waren. Das durfte definitiv keine leichte Sache werden, aber wenn er auch nur ansatzweise kompatibel mit dem Jirokou war, dann konnte es ein Heimspiel werden. Izuya und Shunsui befanden sich nun auf ihrer Markierung und jener fragte ihn, ob er bereit war und der Taijutsuka nickte mit einem Lächeln. Es konnte los gehen!

Der Gong ertönte und der Gruppenkampf startete. Das Chaos nahm zügig seinen Lauf und die einzelnen Kontrahenten suchten sich ihre jeweiligen Gegner aus. So manches Team versuchte sofort ein gutes Gruppenspiel an den Tag zu legen, bei einer Gruppe waren bereits erste Unstimmigkeiten zu erkennen und Shunsui und Izuya? Die brauchten nicht mal einen Schritt machen als schon ein gegnerisches Team, bestehend aus einer jungen Frau und einem jungen Mann, auf sie zustürmten. Auch diese Angreifer griffen auf eine Kombination ihrer Kräfte zurück und deckten die beiden Shinobi mit heftigen Tritten ein. Izuya machte einen leichten Satz nach hinten und wich den ersten Tritten der Gegner aus und begab sich direkt in die Verteidigungshaltung seines Kampfstiles, fing drei weitere Attacken des jungen Mannes ab und stieß diesen beim Blocken des vierten Angriffes zwei Meter weit zurück. Izuya konnte fühlen wie kräftig die Tritte des jungen Mannes waren, der hier auf einen sehr bodenständigen Kampfstil aus Iwagakure setzte. Ein leichtes Pulsieren konnte der Blauschopf in seinen beiden Armen fühlen, mit denen er die harten Tritte abgefangen hatte, doch nichts was seine schiere Willenskraft nicht wegstecken konnte. „Ich bin dran!“, kommentierte Izuya dies und schoss blitzschnell nach vorn und verpasste dem jungen Mann einen harten, frontalen Schlag den dieser mit seinen beiden Händen abfing, doch Izuya war schneller und setzte sofort drei weitere Schläge nach und durchbrach dabei die Verteidigung seines Kontrahenten, was der Blauschopf nutzte um sofort einen frontalen Tritt auf den Brustkorb des jungen Mannes nachzusetzen. Dynamikku Akushon! Dieser stöhnte bereits vor Schmerz auf, doch war Izuya noch nicht am Ende, denn dieser nutzte seinen Schwung für eine Drehung um die eigene Achse und setzte noch einen kräftigen Tritt hinterher und steckte dabei seine volle Kraft hinein. Ein lautes Knacken war zu hören und schmerzstöhnend schoss der Körper des jungen Mannes aus dem Ring, wo dieser unsanft zu Boden kam. Nur wenige Augenblicke vorher war dort, relativ nahe, die junge Dame gelandet, die Shunsui rausgefegt hatte. „Du meinst Acht“, schmunzelte Izuya, nachdem er die Situation bei Shunsui abgecheckt hatte.

Nach einer kurzen Deutung schoss der Blauschopf wieder nach vorn und visierte das nächste Team an, welches gerade ein anderes Team ausmerzt hatte und sich gerade den beiden Shinobi widmen wollte als das blaue Biest aus Shirogakure schon vor den zweien auftauchte und sich plötzlich in eine tiefe Position begab, sich um die eigene Achse drehte und einen Fußfeger einsetzte um beide Kontrahenten – die Zwillinge zu sein schienen- von den Füßen zu hebeln. Konoha Reppu! Izuya stützte sich dann mit seinen beiden Händen auf dem Boden ab, drehte sich um die eigene Achse und verpasste dem einen jungen Mann einen harten Tritt, um diesen in die Bewegungsrichtung des Jirokou zu bringen, ehe sich Izuya kräftig mit den Händen abstieß und dem anderen Jungen einen Hebeltritt unterhalb des Kinns verpasste, woraufhin dieser einen hohen Bogen in die Luft machte. Konoha Shoufuu! Kräftig stieß sich Izuya erneut ab und schoss dem fliegenden Jungen hinterher und schlug diesem volles Mett den Ellenbogen in dessen Brustkorb. Konoha Kaiganshou! Danach hagelte Izuya noch einige harte Schläge und Tritte auf den armen Burschen ein und ließ dessen zerbeulten Körper kurzerhand außerhalb des Ringes landen, während Izuya innerhalb des Ringes zu Boden kam und sich direkt zurück in die unmittelbare Nähe des Jirokou begab. Der Blauschopf spürte deutlich, wie ihm der Körper allmählich Schmerzen bescherte, denn ein harter Taijutsu Kampf gegen widerstandsfähige Kämpfer war einfach anstrengend. „Einer weniger!“, kommentierte er zu Shunsui, abwartend wie dieser nun vorging.

Was weder Shunsui noch Izuya bemerkten war, dass sie bereits das Zentrum der Aufmerksamkeit der Prüfer waren, denn offenbar schlugen sie sich bisher keineswegs schlecht. Aber sie schienen bisher auch die eher einfacheren Gegner erledigt zu haben.

@Jirokou Shunsui
 
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