Dorfzentrum

Dieses Thema im Forum "Shirogakure" wurde erstellt von Michiyo Kumiko, 26. März 2012.

  1. Fujioka Shion

    Fujioka Shion Genin

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    Zwar bemerkte Shion nicht, was Rai im Kontext des Jobs über ihre Kleidung dachte, aber natürlich fiel ihr auf, dass Rai seine Missionskleidung trug. Ob sie doch die falsche Wahl getroffen hatte? So oder so, jetzt gab es kein Zurück mehr, und mit jeglichen Folgen würde die Schwarzhaarige sich eben abfinden müssen. Nach dem üblichen Smalltalk fingen die Kollegen auch sogleich an, ihre Listen zu vergleichen. Dass die Beiden zu Shirogakure praktisch genau die gleichen Sachen aufgelistet hatten, war keines Falls verwunderlich. Schließlich war der Zweck des Dorfes die pure Ausbildung und Beherbergung von Ninjas gewesen, wodurch das Dorfzentrum so ziemlich das einzige war, was man dort hätte als Touristenattraktion bezeichnen können. Allerdings schien Rai noch nie auf der Aussichtsplattform gewesen zu sein, was die Fujioka einerseits etwas verwunderte, ihr andererseits aber auch die Chance gab, Rai den atemberaubenden Ausblick zum ersten Mal zu zeigen. Darauf freute sie sich schon. Das Mädchen brauchte einen Moment, um über den Vorschlag des Takeshi's nachzudenken. Sollte man die Aussichtsplattform nicht vielleicht als letztes Besuchen? So als krönenden Abschluss? Andererseits wäre die Laufstrecke dann aber doch zu lang geworden. Kein Mensch wollte von Shiro nach Jôsei heruntergehen, nur um dann wieder hoch zu latschen. "Ich schätze, dass das die effektivste Vorgehensweise ist. Hast du denn vielleicht schon eine Idee, wie die Vorführung am Ende des Rundgangs aussehen könnte?" Nachdem die Kollegen den Ablauf fertig besprochen hatten, war tatsächlich noch etwas Zeit übrig geblieben, bis der Auftraggeber auftauchen würde. Diese nutzte Shion sogleich, um noch etwas Smalltalk zu betreiben. "Ich habe seit unserer Mission ebenfalls trainiert. Inzwischen beherrsche ich den Wasserlauf. Der wäre auf der Mission gewiss überaus nützlich gewesen, aber ich nehme an lieber später als nie." Nachdem Rai etwas erwidert hatte, entschied die Schwarzhaarige, dem Takeshi auch einmal eine Frage zu stellen, anstatt nur über sich selbst zu erzählen. "Verzeih es mir bitte, falls die Frage für deinen Geschmack zu persönlich ist, aber wie lange arbeitest du eigentlich schon als ein Ninja?"


    Madoka war gänzlich außer Atem, als das obere Ende der langen weißen Treppe erreichte, aber jetzt war er endlich am Dorfzentrum von Shirogakure angekommen. Die vielen Menschen und der laute Verkehr des großen Dorfes machten ihm ziemlich zu schaffen. Schließlich war er nur ein gewöhnlicher junger Erwachsener, der sein gesamtes bisheriges Leben in einem winzig kleinen, unwichtigen Fischerdorf verbracht hatte, zumal er auch noch nie der sozialste Mensch gewesen war. Zu allem Überfluss war er von den steilen Straßen Jôsei's und Shirogakure's jetzt schon ganz außer Atem gewesen. Doch Madoka wusste, dass sich all die Ausgaben, die er für die Reise gemacht hatte und alle Mühen, die sie ihm machte, lohnten. Denn endlich konnte er seinen Traum erfüllen, den er schon von Kindesalter an mit sich getragen hatte. Und der war, wenigstens einmal in seinem Leben das große Ninjadorf zu besuchen und echte Ninja in Aktion zu sehen. Nachdem er wieder zu Atem gekommen war und sich ein Paar schweißverklebte Haarsträhnen aus dem Gesicht gewischt hatte, betrachtete er suchend den großen Platz. Und tatsächlich konnte er sogleich einen großgewachsenen, blauhaarigen Shinobi ausmachen. Aber was war das für ein Mädchen, das neben ihm stand? War das auch ein Ninja? Wenn ja, hätte er sich die Kleidung eines solchen schon etwas anders vorgestellt. Etwa wie die, die der Shinobi trug. Aber sei's drum. Madoka wollte sich nicht beschweren. Mit einem Herz, das ihm vor Nervosität fast in die Hose rutschte, ging er auf die Beiden zu und stellte sich sogleich vor, um sicherzustellen, ob sie auch die Ninja waren, die er angestellt hatte. "Verzeihung, konichi wa! Mein Name ist Madoka und ich habe ein Paar Ninja damit beauftragt, mich ein wenig in der Stadt herumzuführen. Das seid nicht zufällig ihr Beiden, oder?"
     
  2. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Bevor der Plan für den heutigen Tag bereit und fertig zur Abgabe war, wollte Shion noch wissen, was sich der Takeshi unter der kleinen Vorführung für den Auftraggeber vorgestellt hatte. Nach kurzem Nachdenken war sich der Junge ziemlich sicher darüber: „Vielleicht ein kleiner Kampf? Oder eventuell ein Wettstreit, wessen Jutsu besser aussieht? Ich persönlich habe nie etwas gegen einen kleinen Kampf.“ Und mit einem kleinen Zwinkern besiegelte er den heutigen Tagesablauf. Nachdem der Plan für heutigen Tag beschlossen wurde, blieb tatsächlich noch etwas Zeit für einen kleinen Smalltalk übrig. Dieser handelte hauptsächlich vom Beruf, der letzten Mission und das alltägliche Training eines Ninja. Tatsächlich hatte auch der Blauschopf nach dem erfolgreichen Abschluss etwas mehr Zeit in sein Training gesteckt. Er ließ diese Gelegenheit auch nicht aus dies anzumerken: „Ich habe nach der Mission auch ein wenig mehr trainiert als sonst. Mir ist’s auch gelungen ein neues Jutsu zu lernen. Und ich verrate nicht welches es ist, denn das ist die Hauptattraktion der späteren Vorführung.“ Und damit war noch nicht genug, denn seine heutige Begleiterin stellte ihm noch eine abschließende Frage zu seinen Dienstjahren. Auch da musste der Bursche überlegen, denn ganz so genau konnte er sich nicht daran erinnern. Wann war er nochmal an die Akademie gekommen? Das war ganz sicher schon ein Weilchen her. „Ich glaube, dass ich nun so ungefähr drei Jahre im Dienst bin. Vielleicht auch vier. Ach, keine Ahnung, sowas um den Dreh herum. Es scheint mir allerdings länger zu sein, als ich glaube.“ Woran das auch liegen mag? Man wird es nie erfahren, denn kurzerhand sprach ein Mann mittleren Alters das Ninja-Duo an.

    Und dieser Mann war der Auftraggeber aus dem Reich der Blitze. Ab jetzt galt es professionell zu arbeiten. Keine Fehler. Keine krummen Dinger. Da es in der Natur des 17-Jährigen lag freundlich zu sein, begrüßte dieser auch gleich den Auftraggeber: „Herzlich Willkommen in Shirogakure, Madoka. Mein Name ist Rai und es freut uns, dass Sie sich dazu entschieden haben, diese wunderbare Stadt zu besichtigen. Meine Begleiterin und ich sind die von Ihnen verlangten Ninja. Wir haben uns einen Plan für heute zurechtgelegt, der Ihnen ganz sicher gefallen wird. Vielleicht möchte meine Begleitung Ihnen unseren Plan für heute vorstellen?“ Aufmerksam lauschte der Tourist den Worten des Shinobi. Er schien richtig begeistert von den beiden zu sein. Wahrscheinlich hatte er noch nie zuvor einen waschechten Shinobi gesehen. Aber sei's drum, jeder hat schließlich irgendwann sein erstes Mal, oder nicht?
     
  3. Fujioka Shion

    Fujioka Shion Genin

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    "Ich vermute, dass ein Kampf tatsächlich das aufregendste Erlebnis für unseren Klienten bieten würde." Man konnte Shion die Entschlossenheit ansehen, den Job so gut wie irgend möglich zu erfüllen, gleichzeitig war sie aber auch etwas nervös, ob sie sich in einem Kampf gegen den weit erfahreneren Ninja nicht lächerlich machen würde. Trotzdem nahm sie sich vor, ihr bestes zu geben. Sie konnte sich ihres Stolzes Willen nicht erlauben, vor ihrem Kollegen und dem Auftraggeber als schwach dazustehen. Aber alles zu seiner Zeit, der Kampf war ja erst am Ende der Führung. Auch davor schon würde die Fujioka ihr Bestes geben müssen. Während dem Warten, konnte sie es aber nicht lassen, ihren Kollegen noch ein wenig auszufragen, worauf eine aufschlussreiche Antwort folgte. "So lange schon? Wer weiß, da ist es vielleicht nicht mehr lange, bis du zum Chuunin aufsteigst." Die Schwarzhaarige hatte es etwas witzelnd gesagt, aber dachte nicht, Unrecht zu haben. Sie hatte zwar noch nicht viele Ninja persönlich in Aktion gesehen, aber als sie auf der Mission sehen konnte, was Rai so drauf hatte, war sein können als Ninja ziemlich offensichtlich geworden. Das Mädchen würde sicher noch einiges von Takeshi lernen können. Viel Zeit zum senieren blieb den Beiden aber nicht mehr, denn wie aus dem Nichts wurden sie von einem Mann angesprochen, der Anhand seiner Worte nur der Auftraggeber sein konnte.

    Mit einem professionellen Gesichtsausdruck betrachtete Shion den Klienten, nachdem sie sich formal verbeugt hatte. Er war blass, hatte kurze schwarze Haare und trug eine ziemlich große Brille im Gesicht. Zudem hatte er einen schlaksigen Körperbau und sah sehr schwächlich aus. Ob er die Führung überhaupt überstehen würde? Als Rai sich vorstellte, konnte man Madokas erleichterten Gesichtsausdruck sehen. Die generelle Nervosität stand ihm ebenfalls ins Gesicht geschrieben - kein Problem, denn schließlich war es die Aufgabe der beiden dunkelhaarigen Ninja, dafür zu sorgen, den Rundgang so angenehm wie möglich für ihren Auftraggeber zu gestalten. "Ich würde nur allzu gerne den Plan erläutern. Es freut mich, ihre Bekanntschaft zu machen, Madoka-san. Mein Name ist Fujioka Shion und wie sie bereits wissen, nehmen mein Kollege und ich sie heute in unsere Obhut. Unser Plan ist, ihnen als Erstes den Dorfplatz zu zeigen, worauf eine Aussichtsplattform an einem der höchsten Punkte des Dorfes folgt. Danach begeben wir uns nach Jôsei, um das weltbekannte Theater und zum Abschluss den Onmyô-Tempel zu besichtigen. Danach gibt es eine exklusive Showeinlage von meinem Kollegen und mir. Ich hoffe doch, dieser Plan ist zu ihrer Zufriedenheit? Wir können ihn auch jederzeit ändern, wenn es ihnen so beliebt." Ob der Auftraggeber mit dem Plan einverstanden war? Und noch viel wichtiger: Hatte Shion das Programm zufriedenstellend erklärt? Sie schaute mit entschlossenem Blick zu ihrem Kollegen hinüber. Hoffentlich würde heute alles gut gehen.
     
  4. Takeshi Rai

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    Nachdem die Fujioka den Plan dem Auftraggeber souverän erklärt hatte, sah der Takeshi sie bestätigend an und nickte dabei. Hoffentlich vermag diese kleine Geste, ihr ein wenig an Selbstbewusstsein für den heutigen Tag zu verleihen. Aber so wie er die Kunoichi bereits kennenlernen durfte, besaß die junge Dame davon schon eine ganze Menge. Das sei nun dahingestellt, denn Rai wollte die kleine Tour schnellstmöglich beginnen – dann blieb am Ende noch mehr Zeit für die kleine Showeinlage. Deswegen suchte er nun den Blick des Auftraggebers und sprach diesen prompt an: „Sehr gut, wären Sie dann bereit für die Führung? Nichts daran auszusetzen? Sehr schön, dann folgen Sie uns doch bitte.“ Madoka hatte offensichtlich keine Einwände gegenüber dem Plan und just darauf bedeutete Rai ihm, dass er den beiden folgen sollte. Somit übernahm vorerst Rai das Führungskommando und Shion konnte sich ein wenig im Hintergrund halten. Er erhoffte damit, ihr vielleicht ein wenig Druck nehmen zu können, denn immerhin brauchte man in dieser Situation nicht nervös zu sein. Es ist doch nur eine einfache Führung, oder nicht?

    Der Shinobi geleitete den Auftraggeber und seine Kollegin in die Mitte des Dorfplatzes. Dieser kleine Spaziergang dauerte nur ein paar Minuten, war also gleich erledigt. In der Mitte des Platzes befanden sich ewig viele Sitzgelegenheiten, aufgereiht in einem bestimmten Muster. Diesen Umstand wollte Rai sich nicht nehmen lassen und somit erklärte er gleich dem Touristen den Grund dafür: „Also, hier wären wir nun im Zentrum des Dorfs. Wie Sie, Madoka-san, vielleicht sehen können, gibt es hier Bänke, Stühle und dergleichen in verschiedenen Mustern und Farben. Aber vielleicht fragen Sie sich, wieso die hier so komisch stehen?“ Er wartete auf eine Antwort des Touristen – er nickte nur. „Nun, die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach: Wenn man diesen Platz hier von oben betrachten würde, dann kann man feststellen, dass diese Anordnung das Symbol dieses Dorfes darstellen soll. Damit wollten die Gründer dieses Dorfes ein Denkmal setzen und zeigen, dass wir stark sind und wir nie vergessen sollen wohin wir gehören und was wir sind. Über die Jahre wurden diese Sitzgelegenheiten allerdings ersetzt – nur mehr wenige sind wirklich original.“ Der Takeshi ließ diese Information mal kurz sacken und konnte am begeisterten Gesichtsausdruck des Auftraggebers erkennen, dass er seine Sache gut mache. Zufrieden nickte er und fuhr dann fort: „Wenn Sie nun Ihren Blick über den Platz schweifen lassen, können sie richtig viele Menschen sehen und auf richtig viele Läden. Falls Sie Lust auf eine Einkaufstour haben, Herr Madoka-san, dann sind Sie hier genau richtig.“ Nun richtete Rai seinen Blick auf seine Begleiterin, die nun an der Reihe war. Hier waren sie fertig und als nächstes war nun die Aussichtsplattform an der Reihe. „Jetzt wird uns meine Kollegin zur Aussichtsplattform führen.“
     
  5. Fujioka Shion

    Fujioka Shion Genin

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    Ermutigt durch Rai's Nicken folgte Shion den Beiden in die Mitte des Dorfplatzes. Als sie dort ankamen, begann der Shinobi von der Anordnung der Sitzbänke zu reden, worauf auch die Fujioka erst perplex reagierte. Gab es denn irgendetwas Besonderes daran? Diese Frage sollte schnell beantwortet werden, denn der Takeshi erzählte, dass die Bänke aus der Vogelperspektive wie das Symbol von Shiro aussahen. Dies konnte die Schwarzhaarige auch sogleich im Kopf überprüfen und tatsächlich bestätigen. Zuvor hatte sie es noch nie als nötig empfunden, sich die Positionen der Sitzgelegenheiten genauer anzusehen, doch wieder einmal hatte sich gezeigt, dass man niemals auslernen kann, wenn man auf seine Umgebung achtet. Danach zeigten die Ninja Madoka die Läden, die auf und um den Platz standen, was er gleich als Gelegenheit nutzte, einen halben Rucksack voller Souvenirs zu ergattern. Voll beladen kehrte er nun zu Rai und Shion zurück, die schon auf ihn gewartet hatten, damit das Mädchen den Auftraggeber und ihren Kollegen zur bereits angeteaserten Aussichtsplattform führen konnte. Nachdem der Takeshi den nächsten Punkt des Plans angekündigt hatte, drehte sich Shion kurz zu Madoka. "Wenn sie mir bitte folgen würden." Sogleich machte sich das Dreiergespann auf den Weg, die Hügeligen, steilen Straßen von Shirogakure zu erklimmen. Schon nach nur wenigen Treppen konnte man dem Auftraggeber anhand seines Keuchens deutlich die Erschöpfung ansehen, doch die Nachfrage, ob er eine Pause bräuchte, verneinte er immer wieder. So kam die Gruppe schließlich an einem etwas abgenutzt, aber voll funktionstüchtig wirkenden Holzturm an, den die Fujioka sogleich betrat, um der Treppe zur Spitze zu folgen.

    Es war noch Vormittags und am Himmel befand sich eine dichte Wolkendecke, die aber trotzdem vereinzelt von Sonnenstrahlen durchbrochen werden konnte, die dem Meer weißer Marmorhäuser einen einzigartigen, mystischen Glanz verliehen. Auf Madoka's Gesicht zeichnete sich erstaunen ab, als er auf das Geländer zu trat, um die Szenerie so detailliert wie möglich aufnehmen zu können. Konnte man da an seiner Wange sogar eine Träne herunterrollen sehen? So oder so, während der Klient mit sich selbst beschäftigt war, richtete die Schwarzhaarige ihre Aufmerksamkeit auf Rai. "Und, wie gefällt es dir? Diesen Ort hat mir meine Ziehgroßmutter gezeigt, kurz nachdem ich nach Shirogakure gekommen bin. Damals konnte ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie ich mich zwischen den tausenden weißen Häusern zurechtfinden soll, doch... was soll man sagen? Irgendwann gewöhnt man sich halt daran." Der Blick der Fujioka war inmitten der Stadt gerichtet, die tausenden Menschen betrachtend, die sich innerhalb der Straßen tummelten, als sie plötzlich die etwas nervös klingende Stimme von Madoka wahrnahm. "Ähm, tut mir Leid, falls ich störe, ähm... die Sicht von hier aus ist zwar beeindruckend, aber... das ist mir jetzt ziemlich peinlich, doch ich müsste mal dringend zur Toilette."
     
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juni 2019
  6. Takeshi Rai

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    Der Weg zur Aussichtsplattform stellte sich als kein leichter heraus. Der Aufstieg war mehr oder weniger steil, aber wenigstens war die Straße schön flach und gut gemacht. Da hatten die Arbeiter des Dorfs gute Arbeit geleistet. Darüber musste sich der Takeshi keine Sorgen machen, sondern wohl eher über den Auftraggeber selbst, denn dieser kam ganz schön außer Puste während des Aufstiegs. Zum einen erinnerte das Rai an diesen gewaltigen Treppenaufstieg in diesem Schloss, damals als er mit Hei und Mari unterwegs gewesen ist. Da kam der Blauschopf auch ganz schön ins Schwitzen, aber mittlerweile betrieb er auch ein wenig an Ausdauertraining, was sich nun durchaus positiv auf seine Lunge auswirkte – er kam nicht ins Schwitzen. Zum anderen aber, begann der Takeshi sich doch ein wenig Sorgen um Madoka zu machen, denn der keuchte und schnaufte lauter als ein Pferd. Nicht einmal der Körper von Rai reagierte damals auf eine solch drastische Art und Weise. Aber gut, der Auftraggeber war kein ausgebildeter Shinobi und trainierte somit schon nicht sein ganzes Leben lang. Das tat jetzt allerdings nichts zu Sache, denn irgendwann kam das Dreiergespann, geführt von der sich gut schlagenden Shion, an der obersten Plattform des Turmes – somit auch an der höchsten Stelle des Dorfs – an.

    Als der Takeshi die letzte Stufe nahm, konnte er nicht anders als zu staunen: Der Ausblick hier oben war genial. Ganz wie in Trance begab er sich sofort an das Geländer der Aussichtsplattform und lehnte sich dagegen. Nun konnte er sich an diesem wunderschönen Ausblick ergötzen – für einen Moment vergaß er sogar, weshalb er überhaupt hier war. Es war einfach atemberaubend zu sehen, wie viele Menschen auf den Straßen des Dorfs unterwegs waren. Außerdem konnte man auch gut erkennen, dass Rai vorhin keinen Mist erzählt hatte; mit ein wenig Vorstellungskraft, konnte man von hier aus, das Zeichen des Dorfes erkennen. Außerdem konnte man auch andere wichtige Gebäude erkennen, wie zum Beispiel die Akademie oder das örtliche Theater. Es war dem Takeshi aber leider nicht gegönnt, weiterhin seinen eigenen Film zu fahren, denn kurzerhand wurde er von seiner Partnerin aus seiner Blase gerissen. Kurz musste er wieder seine Gedanken fassen – schließlich galt es seine Professionalität zu wahren – aber er ging sofort auf das Gespräch mit ihr ein: „Jup, da hast du Recht. Für mich war es anfangs auch nicht leicht mich zurechtzufinden. Ich komme aus Kumo, da gibt es so etwas in dieser Form nicht. Als kleiner Bub war das also eine riesig große Umstellung für mich. Aber ja, man findet sich irgendwann zurecht.“ Einen kurzen Moment hielt er inne, um ihr dann eine Antwort auf die zuvor gestellte Frage zu geben, natürlich mit einem Lächeln im Gesicht: „Und ja, mir gefällt es hier. Danke, dass du mir das gezeigt hast.“ Das Gespräch der beiden wurde prompt vom Auftraggeber unterbrochen, der anscheinend Wasser lassen musste. Das machte Rai ein wenig stutzig, denn immerhin wurde der Einkauf von Madoka von einem Gang aus Klo unterbrochen. Aber so nett, wie der Takeshi auch war, wies er ihm den Weg zum nächsten Klo. Da die beiden Ninja nicht der Begleitschutz, sondern nur Touristenführer waren, versicherte der Junge, dass die beiden hier auf ihn warten würden. Während der Klient sich nun auf den Weg machte und nach dem eben beschriebenen Klo suchte, nutzte Rai die Gelegenheit, sich mit Shion ein wenig darüber zu unterhalten: „Das ist schon seltsam, dass er jetzt schon wieder aufs Klo muss. Mich macht das schon ein wenig stutzig. Dem geht es doch gut, oder nicht? Was meinst du?“
     
  7. Fujioka Shion

    Fujioka Shion Genin

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    Die Beiden Ninja hatten Glück, dass Rai wusste, wo die nächste öffentliche Toilette war, als Madoka wie aus dem Nichts ein Geschäft verrichten musste. Dabei war es noch nicht einmal so lange her gewesen, dass er auf der Toilette gewesen war. Shion konnte dem Kommentar des Takeshi's bezüglich der äußerst eigenen Verhaltensweise ihres Klienten nur zustimmen. Es hatte auch sie stutzig gemacht, obwohl es natürlich Leute gab, die einfach eine schwache Blasnehatten. Trotzdem entschied die Fujioka, sich erst einmal Nichts zu denken. "Es ist durchaus etwas eigenartig, aber trotzdem würde ich mir noch keine Sorgen machen. Es liegt mit Sicherheit an der Aufregung oder etwas Ähnlichem." Einen gesunden Optimismus bewahrend, entschieden die Ninja sich also, auf der Plattform zu bleiben, um die Aussicht genießend auf die Wiederkehr ihres Auftraggebers zu warten. Dies stellte sich nach einiger Zeit als mehr oder weniger vergebens heraus, denn selbst als eine Viertelstunde vergangen war, hatte Madoka sich noch immer nicht zur Plattform zurückgefunden. Das beunruhigte die beiden Ninja dann doch ziemlich. "Ist es vielleicht möglich, dass er sich verlaufen hat?" Nach kurzem herumrätseln stiegen sie also die Treppen der Aussichtsplattform hinunter, um sich in Richtung der Toilette zu begeben, in die Rai den Klienten gewiesen hatte.

    Man konnte Shion die Anspannung und Nervosität nicht schwer anerkennen und sie beeilte sich jetzt auch ziemlich, um schnellstmöglich sicherzugehen, dass dem Auftraggeber nichts passiert war. Wenn ihm auf solch einer eigentlich harmlosen Mission etwas zugestoßen wäre, hätte das bestimmt ihre gesamte Karriere ruiniert. Doch zum Glück musste die Schwarzhaarige sich erst einmal keine Sorgen mehr machen, denn prompt kam Madoka um ein Haus abbiegend auf die beiden Ninja zu. Der Fujioka fiel sichtlich ein Stein vom Herzen, als sie auf den Klienten zu rannte. Als sie aber näher kam, konnte sie sehen, dass er etwas anders aussah als vorher, kränklicher. Er war blasser und sogar etwas grün geworden. Zudem schienen er noch zittriger auf den Beinen zu stehen als vorher. Es war eindeutig, dass irgendetwas nicht stimmte. "Ah, t-tut mir Leid, dass ich s-so lange gebracht habe. Ihr... Ihr müsst euch sicher Sorgen gemacht haben. Aber e-es ist alles in Ordnung. Wir können jetzt zum n-nächsten... Ort gehen." Versuchend, von seinem sichtbar schlechten Zustand abzulenken, ging Madoka los, obwohl er nicht einmal wusste wo es lang geht. Doch er wurde schnell gezwungen, zu einem Halt zu kommen, als er begann, wie in Schmerzen zu stöhnen und zu keuchen. Nach wenigen Sekunden drehte er sich zu den Ninja, leicht zitternd noch kränklicher als vorher. "H-Hey, würde es vielleicht i-in Ordnung gehen, w-wenn wir... d-direkt zur Vorstellung kommen?" Besorgt schaute Shion zu Rai hinüber.
     
  8. Takeshi Rai

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    Wie es aussah, schienen sich die Bedenken der beiden Ninja zu bestätigen: Irgendetwas stimmte nicht mit Madoka. Und das veranlasste die beiden, dass sie nach dem Mann suchen. Sie fanden ihn auch und als die beiden ihn gefunden hatten, sah er überhaupt nicht gut aus und wirkte sehr kränklich. Sein Gesicht war blass, er stotterte und hatte offensichtlich Schmerzen. Das einzig Richtige war, ihn zum Krankenhaus zu bringen und nicht zum Trainingsplatz, wo es darum gehen sollte, einen Showkampf zu machen. Dieser Mann war offensichtlich krank und musste schnellstmöglich in medizinische Behandlung. Und als es Rai obliegte eine Entscheidung zu treffen, sagte er mit ernster Tonlage: „Nun, Madoka-san, ich denke nicht, dass wir das jetzt tun können. Es geht Ihnen offensichtlich nicht gut und Ihre Gesundheit ist wichtiger als diese Tour. Wir werden Sie zum Krankenhaus bringen und dort werden Sie die richtige Behandlung bekommen.“ Als der Takeshi dem Mann unter die Arme greifen wollte, um ihn ein wenig zu stützen, lehnte dieser dankend ab. Mit einem schwachen Lächeln im Gesicht, erklärte dieser nun schlussendlich was mit ihm los war: „Es bedeutet mir echt viel, dass ihr zwei euch so um mich sorgt, a-aber das ist nicht der Rede wert. I-ich bin krank und das wurde mir alles schon gesagt. I-ich habe Krebs im E-endstadium und habe nicht mehr allzu lange zu l-leben. D-deshalb bin ich hier, weil d-d-das einfach mein T-t-t-traum ist. A-also sorgt euch nicht um mich und l-l-lasst uns zu einem geeigneten O-ort gehen, damit ihr k-k-kämpfen könnt.“ Sichtlich erstaunt über die Ehrlichkeit von Madoka, fehlten Rai jegliche Worte. Es machte ihn traurig, aber zugleich auch irgendwie glücklich, wenn er diesem Menschen dabei helfen konnte, seinen Traum zu erfüllen. Ein kurzer Blick und ein Nicken zu Shion genügte, um ihr zu zeigen, dass sie sich jetzt zum Trainingsplatz aufmachen sollten. Damit Madoka den bestmöglichen Service beibehalten konnte, griff der Takeshi ihm selbstverständlich unter die Arme und stützte ihn auf dem Weg.

    Als der kleine Trupp an einem kleineren Trainingsplatz innerhalb von Shiro angekommen war – dabei achteten die beiden darauf, dass sie nicht allzu weit gehen mussten – suchte Rai ein geeignetes Bänkchen für Madoka, damit dieser sich dort ausruhen konnte und einen guten Blick auf das Geschehnis hatte. Und somit gingen die zwei Ninja in Position – die eine in südlicher Richtung und der andere in westlicher. Bevor sich Rai einen Kunai aus seiner Tasche griff und sich bereitmachte, blickte er nochmals in die Richtung von Madoka. Dieser versuchte sich auf der Bank so gut es ging aufrechtzuhalten, beobachte das Geschehen aber mit großen, funkelnden Augen. Das machte Rai zwar ein wenig traurig, aber er setzte es sich in den Kopf, alles zu tun, damit der Traum des Auftraggebers in Erfüllung geht. Aber nichtsdestotrotz, zückte er ein Kunai und ging in seine Kampfposition. Dieser Kampf sollte nur zur Show dienen und niemand sollte verletzt werden. Hoffentlich wusste Shion das.
     
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  9. Fujioka Shion

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    Die Situation hatte ja doch ziemlich schnell eine stark unerwartete Wendung genommen. So ungesund, wie Madoka aussah, konnte Shion ihrem Kollegen nur zustimmen, dass sie mit ihrem Klienten unverzüglich ein Krankenhaus aufsuchen sollten. Die Tour hätte man sicher noch einmal wiederholen können. Die Gesundheit des Auftraggebers sollte schließlich die oberste Priorität besitzen. Doch als dieser dann von seiner Krebserkrankung berichtete, konnte man der Fujioka an ihrem uncharakteristisch offen stehendem Mund sichtlich den Schock anerkennen. Sie brauchte erst einmal einige Sekunden um überhaupt zu Verarbeiten, was Madoka gerade offen gelegt hatte. Krebs im Endstadium? Und da setzte er seinen Körper solchen Belastungen aus? Die Schwarzhaarige hätte es lebensmüde genannt, doch das relativierte sich selbstverständlich nach kurzer Überlegung. Es schauderte ihr bei dem Versuch sich vorzustellen, was sie in dieser Situation tun würde. Madoka war noch so jung und schon hatte ihn ein solches Schicksal ereilt. Da war es nur natürlich, dass Shion ziemlich traurig gestimmt war, doch mit großer Mühe konnte sie sich nichts anmerken lassen. Als Ninja musste man schließlich auch mit solchen Situationen umgehen können.

    Nachdem die Ninja ihren Klienten mit großer Anstrengung zum nächstgelegenen Trainingsplatz geführt und auf einer Bank abgesetzt hatten, gingen sie in Position, um den Showkampf vorzuführen. Der Trainingsplatz hatte einen flachen Grasboden mit einigen Bäumen auf dem Gelände verteilt und wurde von einem Drahtzaun abgegrenzt. Shion schaute noch einmal zu Madoka hinüber, der gespannt abwartete, was nun passieren würde. Wenigstens konnte Shion einem kranken Menschen wenigstens noch eine Freude bereiten, bevor er... Sie entschied sich, sich auf den Kampf zu konzentrieren. Auch, wenn das nur eine Vorstellung sein würde, sah das Mädchen dies als eine Chance, sich Rai gegenüber zu beweisen. Sie stand ihm mit gut fünfzehn Meter Abstand gegenüber. Als erstes zückte sie, so wie Rai, ein Kunai, warf es dann auf ihn zu. Sie hatte eine leicht vorherzusehende Armbewegung gemacht, sodass er ihm unschwer ausweichen oder anders reagieren können würde. Auf jeden Fall nutzte die Fujioka danach das Bunshin no Jutsu, um zwei Doppelgänger zu erschaffen und mit diesen Rai zu umzingeln. Mal sehen, wie er reagieren würde.
     
  10. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Und mit einem Kunai, welches auf Rai zugeflogen kam, begann der Kampf. Allerdings flog dieses Kunai in einem Tempo, welches für den geübten Shinobi kein Hindernis darstellte – mal abgesehen davon, dass die Kunoichi es offensichtlich gemacht hatte, in welche Richtung das Kunai geflogen kam. Deshalb war es für den Takeshi ein Leichtes, dem auf der linken Seite ankommenden Kunai, zuerst auszuweichen – dies geschah mit einem leichten Dreher nach rechts – und es danach mit seiner linken Hand aus der Luft zu fischen. Nun hielt er ein Kunai in jeweils einer Hand. Während er dieses Kunststück vollführte, fiel es ihm zuerst gar nicht auf, dass da auf einmal drei Shions um ihn herumstanden. Aber nachdem er sich selbst wieder in Position gebracht hatte, war es für ihn nicht allzu schwer das Jutsu zu durchschauen und die richtige Shion ausfindig zu machen. Nach all seinen Dienstjahren hatte er dieses einfache Jutsu schon öfters gesehen und er selbst beherrschte dieses auch. Deshalb war er sich sicher, dass zu seiner Linken und zu seiner Rechten die falschen Doppelgänger standen. Um diese zwei Gestalten zu zerstören und sie in Luft auflösen zu lassen, warf er jeweils ein Kunai auf diese Individuen. Dabei konnte er sich ein leichtes Lächeln auf den Lippen nicht verkneifen. Die falschen Shions lösten sich bei Kontakt mit den Kunais in Luft auf, während die Kunais weiterflogen und sich irgendwann dazu entscheiden, auf den Boden zu plumpsen. „Mehr hast du nicht drauf? Bei mir musst du schon ein wenig früher aufstehen!“ Eine kleine Stichelei während eines Kampfes hatte noch nie jemandem geschadet, oder nicht? Nachdem er seine Sätze beendet hatte, preschte er in seinem schnellsten Tempo auf Shion zu, welche gerade einmal fünf Meter vor ihm stand. Diese Distanz war gut, denn es dauerte bloß zwei Sekunden bis der Takeshi plötzlich vor den Augen des Mädchens auftauchte. Er nutzte das Überraschungsmoment, um dem Mädchen mit seiner linken Faust einen Schlag auf ihre linke Schulter zu verpassen. Dies brachte sie ein wenig ins Straucheln, was der erfahrenere Genin gleich für sein nächstes Manöver nutzte. Dafür drehte er sich so schnell er nur konnte um seine rechte Achse, um sein Gegenüber dabei mit der rechten Hand an ihrer rechten Schulter zu packen. Als er sie somit im Griff hatte, zog er sie ganz nah an sich heran, um ihr etwas ins Ohr zu flüstern: „Das soll eine Show werden, also mache ich es auch zu einer. Lauf nach rechts, um dem auszuweichen. Wir wollen keine Verletzten.“ Und danach stieß er die Kunoichi soweit er nur konnte weg, um danach selbst noch weiter an Distanz zu gewinnen. Nun standen an die dreißig Meter zwischen den beiden Kontrahenten. Bevor Rai mit seiner Kette aus Fingerzeichen begann, vergewisserte er sich, dass niemand in Reichweite war, der ernsthaft verletzt werden könnte – außer Shion natürlich. Diese sollte aber genug Zeit haben, um sich aufs Ausweichen vorzubereiten. Und nachdem nun keine Menschenseele in der Nähe war, formte der Takeshi eine Fingerzeichenkette, dessen Auswirkung sich in Rais Arme zur Schau stellte. Diese wurden mit einem schwarz leuchtenden Raiton-Chakra umhüllt. Als er dann spürte, wie die Energie immer größer und stärker wurde, entlud er das angesammelte Chakra mittels eines Stoßes aus seinen Händen – mit Ziel auf die linke Flanke der Kunoichi. Nachdem Rai das von sich gegeben hatte, formte sich daraus ein übergroßer, schwarzer Panther, der sich mit Gebrüll in die angestrebte Richtung begab (Raiton: Kuropansa). Bisher hatte Rai dieses Jutsu noch nie gegen einen Menschen eingesetzt, also ist das heute quasi eine Premiere. Hoffentlich wich Shion aus, ehe sie von dem Panther erfasst wurde und mit ihm gemeinsam explodierte.
     
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  11. Fujioka Shion

    Fujioka Shion Genin

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    Wie erwartet, war es eine Kleinigkeit für Shions Gegner, dem Kunai auszuweichen. Jedoch überraschte es sie, wie einfach er es in der Luft auffangen konnte. Trotzdem konnte sie die Zeit für ihr nächstes Manöver nutzen und umringte Rai schnell mit ihren Doppelgängern. Für den Unterhaltungsgehalt hatte die Fujioka vor, ihrem Kollegen das nächste Manöver zu überlassen. Allerdings sollte sich zeigen, dass selbst, wenn sie ihn hätte angreifen wollen, Rai ihr Meilenweit zuvor gekommen wäre. So schnell, wie er durchschaute, welche Shions nur Doppelgänger waren, konnte er diese schnell mit zwei gezielten Kunaiwürfen zu seiner Linken und seiner Rechten neutralisieren. Danach musste ihr Gegenüber eine unglaubliche Geschwindigkeit an den Tag gelegt haben, denn die Schwarzhaarige schaffte es nicht einmal, seinen Bewegungen zu folgen, sodass er blitzschnell vor ihr auftauchte. Und ehe die Schwarzhaarige auch nur reagieren konnte, verpasste der Takeshi ihr einen harten Schlag auf die Schulter. Sie ächzte auf, doch ehe sie sich vor Schmerzen an die Schulter fassen konnte, packte sie ihr Kontrahent. Ausweichen? Wovor genau? Doch fragen konnte sie nicht, denn davor wurde sie vom Schwung der Drehung weggeschleudert und kam hart auf dem Boden auf. Mit einer immernoch schmerzenden Schulter und einigen blauen Flecken dauerte es einen Moment, bis das Mädchen sich aufrappeln konnte. Rai stand nun ziemlich weit weg, war aber anscheinend dabei, ein Jutsu vorzubereiten, da man das schwarze Raitonchakra sehen konnte, das seine Arme umhüllte. Schwarzes Raitonchakra? Shion meinte, schon einmal von einem solchen Jutsu gelesen zu haben und machte sich bereit auszuweichen. Nach rechts, hatte Rai gesagt. Nach wenigen Sekunden verwirklichte sich dann ihr verdacht, denn auf sie zugerast, kam ein rPanter aus schwarzem Blitzchakra. Shion war so beeindruckt von dem Jutsu, dass sie fast zu spät ausgewichen wäre.
    Im letzten Moment konnte sie sich jedoch fassen und entkam dem Jutsu mit einem Hechtsprung nach rechts, worauf sie sich auf dem Boden abrollte und hinter einem Baum der Explosion und dem Blickfeld des Takeshis zu entzog. Sie hatte ein leichtes Piepen im Ohr, als sie sich an die warme Baumrinde lehnte, um sich neu zu sammeln.
    In ihrer Schulter konnte sie immer noch einen dumpfen Schmerz spüren. Es würde sicher auch noch einige Tage dauern, bis der verheilt. Kraft, Geschwindigkeit, Jutsus... erwartungsgemäß war Shion ihrem Kollegen in allen Bereichen weit unterlegen. Wäre dies ein echter Kampf, hätte sie schon längst verloren. Doch das Mädchen war entschlossen. Sie würde nicht einfach so alles über sich ergehen lassen. Wenn, dann wollte sie es Rai so schwer wie möglich machen.
    "Du solltest mich lieber auch nicht unterschätzen. So einfach lasse ich dich nicht gewinnen!" Sie hatte sich einen Plan ausgedacht. Nachdem sie sicher gegangen war, dass der Baum weit genug von Madoka entfernt war, platzierte sie ein Bombensiegel daran. Danach wirkte sie noch einmal das Bunshin no Jutsu , um noch einen Doppelgänger zu erschaffen, den sie auf Rai zulaufen ließ. Derweilen lief die echte Shion von Rai aus nach rechts hinter dem Baum hervor. Wenn ihr Plan funktionieren sollte, würde der Takeshi, wie vorher auch, den Doppelgänger problemlos zerstören und danach für einen Konterangriff auf die Echte zulaufen. Doch dieses Mal würde sie, sofern Rai weit genug entfernt war, das Explosionssiegel aktivieren, um ihn abzulenken, bevor er sie erreichen konnte. Dann würde das Mädchen das Gen'ei Shuriken no Jutsu wirken, um drei falsche Shuriken zu erschaffen, die auf den Takeshi zufliegen würden. Das echte Shuriken natürlich an ihm vorbei, trotzdem würde die Technik ihm sicher einen gewaltigen schrecken einjagen.
     
  12. Takeshi Rai

    Takeshi Rai Genin

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    Und zum Glück konnte Shion dem Jutsu ausweichen. Hätte sie das Jutsu direkt getroffen, dann wäre sie inmitten der Explosion gewesen und gemeinsam mit dem Panther in die Luft gegangen. Dieser hinterließ beim Hochgehen einen stattlichen Krater und eine schwarze Rauchwolke, die man sicher noch kilometerweit sehen konnte. Die dabei entstandene Druckwelle wirbelte Staub auf und trübte die Sicht des Takeshi ein wenig – trotzdem konnte er noch erkennen wohin seine Kontrahenten geflohen war. Bevor er ihr sich wieder widmete, schielte aber kurz zu Madoka hinüber, um sicherzugehen, dass es dem armen Kerl gut ging. Der kurze Eindruck, den Rai aufschnappen konnte, ließ ein wenig Freude in ihm hochkommen, denn Madoka fieberte mit als gäbe es kein Morgen. Das bestärkte den 17-Jährigen jetzt nochmals ein imposantes Jutsu rauszuhauen. Dafür formte er so schnell er nur konnte die Fingerzeichen, die er für sein nächstes Jutsu benötigte, um danach seine rechte Hand flach auszustrecken. In dieser Hand begann er nun wieder eine größere Menge an Raiton-Chakra zu sammeln, ehe sich das Charka zu materialisieren begann – langsam aber sicher, formte sich daraus ein Schwert aus reinem Raiton-Chakra, welches eine Länge von 1,5 Metern maß (Raiton: Raiken). Die Ansage von Shion? Die bekam er nicht mit, da er sich auf die Ausführung seines Jutsus konzentrieren musste. Dabei fiel ihm erst später der Doppelgänger auf, der schnurstracks auf ihn zu gerannt kam. „Schon wieder ein falscher Doppelgänger? Was will sie damit?“, dachte er sich dabei, ehe er mit seinem Blitzschwert ausholte, um den Doppelgänger zu zerstören. Dieser löste sich sogleich in eine Rauchwolke auf – das dabei entstandene „Puff“ nicht zu vergessen. Und sobald diese verschwunden war, schaute er sich in der Gegend um, in der Hoffnung seine Gegnerin zu sehen. Siehe da, da lief Shion doch aus ihrem Versteck – nämlich der Baum – hervor, die Richtung; ostwärts davon weg. Um sie nicht entkommen zu lassen, in der Angst sie würde nun ein Jutsu auf den Shinobi jagen, lief Rai ihr entgegen. Wahrscheinlich war es ihr bewusst, dass Rai sie schnell wieder eingeholt hätte. Deswegen nahm er ihr es auch nicht übel, dass sie nun drei Shuriken auf den Jungen warf. Zum Glück flogen diese alle auf gleicher Höhe und so war es ihm ein Leichtes, die Shuriken mit seinem Schwert abzublocken. Dazu blieb er kurz stehen, ließ sie alle drei in das Chakra fliegen, um dann zwei davon verpuffen zu sehen. Das verwunderte den Ninja doch ein wenig, so hatte er damit gerechnet, dass alle drei echt waren. Diesen Gedanken tat er aber schnell wieder ab, denn er musste sich immerhin auf einen Kampf konzentrieren. Er setzte nun seinen Sprint wieder fort, damit er nah genug an Shion herankommen konnte. Sein Plan: Sie in den Nahkampf zu zwingen und somit den Kampf zu gewinnen. Aber da hatte er die Rechnung doch ohne die Fujioka gemacht, denn ehe er sie erreichte – und er war wirklich knapp dran – löste sie mittels eines Fingerzeichens das an dem Baum angebrachte Siegel auf. Der überraschte Takeshi wurde nun von der Druckwelle der Explosion weggeschleudert. Dabei schlug er ein paar unkontrollierte Rollen, versuchte aber dennoch irgendwie den Holzsplittern zu entgehen, die gerade mit ihm durch die Luft flogen. Das Schwert löste sich dabei allerdings auf, denn er konnte im Moment nicht mehr die nötige Konzentration aufbringen, die er für dieses Jutsu benötigt hätte. „Verdammte Scheiße! Wieso musste sie auch diese Falle stellen?!“ Nun brauchte er auch einen Plan, wenn sie schon mit Plänen daherkam. Dabei hatte sie aber nicht die Tatsache bedacht, dass Rai ein begnadeter Stratege war. Als er dann schlussendlich schmerzhaft wieder am Boden der Tatsachen landete – locker zehn Meter vom Kern der Explosion entfernt – versuchte er sich wieder zu orientieren. Jetzt wollte er sie mal aus der Reserve herauslocken. Als er sie wieder fixiert hatte, schnellte er zu seiner Tasche, zog aus dieser zwei Kunais hervor und warf diese in die Richtung seiner Gegnerin. Er wusste, dass diese nicht treffen würden, dafür war er in Sachen Fernkampf einfach zu schlecht. Aber jetzt wollte er erstmal die Reaktion abwarten und darauf dann seinen Plan aufbauen.