Aktuelles

Dorfzentrum

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Die junge Genin wappnete sich mental, denn sie fürchtete, dass der Kumo-Ninja in Sache Verhalten den Kagen widerspiegeln könnte. Und zwei solcher Persönlichkeiten waren für sie natürlich doppelt so schwer zu ertragen. Sie sollte sich ohnehin wieder mehr zusammenreißen, denn ihr eigenes Verhalten auf dem Hinweg war gegenüber eines Kagen unangebracht, Arschloch hin oder her. Als der alte Mann endlich die Klingel betätigte und sofort eine schrille Frauenstimme durch das kleine Haus jagte, fuhr die Isayama merklich zusammen und erwiderte Maris Blick mehr aus Zufall. Ein Mundwinkel zuckte. Gespannt wandte sie sich vorerst schweigend dem Schauspiel zu, es fehlte eindeutig das Popcorn, und wartete ab. Es offenbarte sich ein junger Mann, dicht gefolgt von einer jungen Frau, die ziemlich sensationshungrig wirkte. Unwillkürlich musste Kana an ihre Schwester und die peinliche Situation von heute Morgen denken, uff. Das schien allerdings weder dem Nakamura, der frische Chuunin, noch den Kagen sonderlich zu stören. Aber ... Glücklich wirkte der alte Mann nicht, immerhin gab er sich Mühe, ruhig zu bleiben. Ach, sobald es um seine Ninja ging, war das plötzlich möglich, oder was? So ein blödes Gehabe schuf doch bloß Missgunst, war ihm das wirklich nicht selbst zu wider? Lag es vielleicht explizit an der Hyuuga und dem Grünschnabel, dass er so ekelhaft war? Fragen über Fragen, auf denen die Genin wahrscheinlich keine zufriedenstellenden Antworten bekam. Dass sich der Kage mal zusammenreißen musste, war jedoch eine willkommene Genugtuung. Eigentlich sollte der Respekt gegenteilig laufen, aber na ja. Wenn der Raikage so sein Dorf führte, na dann Prost Mahlzeit. Das hier war ja beinahe schlimmer als seine kratzbürstige Seite. "Kneif' mich mal, Hyuuga-san.", kommentierte Kana leise und fassungslos, aber auch leicht belustigt nach einigen Momenten das Theater. Spätestens nach der Frage eines Autogrammes rechnete sie mit einer freundlichen Ablehnung, aber selbst das Unterzeichnen zeigte keine Spur von Zögern. Hah, das war doch wirklich lächerlich. Als der Raikage und der Nakamura in ungezwungenen Small Talk verfielen, spähte das Fangirl über die Schulter des Freundes nach draußen zum kleinen Tor, ausgerechnet dorthin, wo Mari und Kana warteten. Ihr Gesicht flammte erneut in Aufregung auf und sie quetschte sich sogleich an den beiden Männern vorbei.

"DAS GIBT'S NICHT!", schrie die aufgeregte Frau mit unangenehm grellen Ton und fixierte Mari mit großen Augen und einem erhobenen Zeigefinger. "Eine Hyuuga! Wieso steht eine Hyuuga vor unserem Haus?!", sie stürmte buchstäblich auf Mari zu und rempelte Kana dabei achtlos zur Seite, als sie zum Stehen kam. Sie griff nach Maris Händen und schüttelte diese wie im Wahn. "Willst du Ryo etwa auch gratulieren? Der muss ja echt ein krasser Ninja sein, wenn so viele Promis auftauchen! Und O.M.G! Du bist so wunderschön, deine Haut, dein Haar, und BOAH, dein Körper erst, da wird nicht nur der Mann schwach! Und gleichzeitig soo coool! Krieg ich von dir auch ein Autogramm???" Ah ... Hahahaha ... Ha. Kana rieb sich sprachlos den geschundenen Oberarm, blieb jedoch auf sicherer Entfernung. Das konnte doch alles nicht wahr sein. Okay, wo war die versteckte Kamera? Die Isayama traute sich kaum, nach dem Raikagen zu sehen, ob er vor dem Pärchen nun endgültig explodieren würde? Ob sogar Mari explodieren würde? Die ganze Situation war so absurd, das Mädchen wusste nicht, was sie tun sollte, also wartete sie auf irgendeine Reaktion. Dem Raikagen, dem die Aufruf natürlich nicht entging, starrte wie versteinert zu Mari, und der Nakamura, der erst dümmlich aus der Wäsche guckte, blinzelte betont, ehe auch ihm die hübsche Hyuuga bewusst wurde. "OH, WOW!", stieß er freudig aus, blieb aber vorerst beim Kagen, so viel Anstand besaß er dann wohl doch.
 

Hyuuga Mari

Chuunin
Beiträge
1.115
Alter
20 Jahre
Größe
170 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro | Konoha
Steckbrief
Link
Sie hätte ein Sudoku mitnehmen sollen. Damit hätte sich Mari zumindest die Zeit vertreiben können, während Kana und sie vor dem Haus darauf warteten, dass der Raikage seinen verdammten Smalltalk beendete. Die weißen Augen blickten kurz zu einer Uhr, dann wieder auf den Notizzettel, auf dem der nächste Besuch stand. Sie mussten so langsam los, sonst würden sie noch zu spät kommen. Die Hyuuga atmete tief durch... und zuckte dann schrecklich zusammen, als das aufgeregte Kreischen der jungen Frau in einer Frequenz ertönte, die Mari in ihrem bisherigen Leben noch nie gehört hatte. Sie wusste noch gar nicht genau, was den hysterischen Ausruf verursacht hatte, da spürte die Hyuuga bereits, wie nach ihren Händen gegriffen wurde. Während die namenlose Frau heftig ihre Hände schüttelte, war das Klemmbrett, auf dem die Termine des Raikagen standen, auf den Boden gefallen. „Was...“ Sie sah mit einem Seitenblick zu der Isayama, die ebenso achtlos wie das Klemmbrett einfach zur Seite gefegt worden war. Mari war noch gar nicht soweit, um den Zorn des Kagen zu fürchten. Viel zu präsent war das unglaublich dreiste Verhalten dieser Frau – wie sie einen von oben bis unten scannte. Nach einer kurzen Schockstarre riss Mari bestimmt ihre Hände aus den Fingern der Dame, die auf diese schnelle Bewegung überhaupt nicht hatte reagieren können. Der Geduldsfaden wurde dünner. Hauchdünn. „Ich bin gerade zusammen mit meiner Kollegin auf einem Auftrag.“ Mari deutete bewusst auf Kana. Dann warf sie der Frau einen strengen, wenig belustigten Blick zu. „Wir haben keine Zeit für diesen Kram. Also nein, ich kann mit keinem Autogramm dienen. Und wir müssen leider weiter, sonst kommen wir zu spät zum nächsten Termin.“ Das 'leider' wurde besonders betont, immerhin dazu hatte sich Mari noch durchringen können. Sie hätte noch so viel mehr sagen können, aber noch mehr Grundlage wollte sie der Frau als Reaktionsmöglichkeit nicht bieten. Die Blondine erwiderte zunächst nichts, blinzelte, als würde sie gar nicht verstehen, warum Mari sich so anstellte. Die 19-Jährige wollte sich gerade förmlich dem Raikagen zuwenden... da nahm die Situation leider noch viel schlimmere Fahrt auf. „Warte!“, rief plötzlich der Nakamura, der brav beim Kagen stehengeblieben war. „Du... bist Mari, oder?“ Eh. Was? Woher kannte der Typ ihren Namen?! Die Kunoichi sah irritiert in Richtung des Hauses und zu ihrer weiteren Überraschung war es nicht der junge Chuunin, der weitersprach... sondern der Raikage! „Moment. Natürlich. Jetzt versteh ich...“ Ein tiefes Grollen, nicht nur abweisend, sondern... boshaft? Aber es war das erste Mal, dass der Kage sie wirklich ansah, förmlich musterte. Die Hyuuga sah hilfesuchend zu Kana, ob diese verstand, was hier gerade abging. Natürlich konnte sie das nicht verstehen. Woher auch? Aber... das nahm hier alles plötzlich eine vollkommen merkwürdige Richtung ein! „Ja?“, antwortete die junge Frau mit angezogener Augenbraue auf die Frage, was der Blondine vor ihr plötzlich neue Lebensenergie gab – ganz gleich, dass sie eben einen bösen Korb kassiert hatte. „OH MEIN GOTT! Du bist die Siegerin aus Kurobu! Ich hab dich im Fernsehen gesehen!“

Es passierte tatsächlich immer noch. Dieser verdammte Wettbewerb – warum hatte sie an diesem dummen Ding eigentlich teilnehmen müssen? Kurz nach dem Finale gegen Joudan und Nanami war die Hyuuga mehrfach auf offener Straße angesprochen worden. In letzter Zeit war es aber wieder deutlich ruhiger geworden... bis heute. Wieder sahen die weißen Augen zu Kana, die – wenn sie nicht zufälligerweise vor einem Jahr ebenfalls einen großen Wettbewerb zwischen Shiro- und Soragakure im Fernsehen mitverfolgt hatte – wohl keine Ahnung hatte, worüber die Beteiligten gerade sprachen. Die aufgeregte Blondine holte tief Luft, ihre Augen strahlten... doch als sich ihr Mund öffnete, war es nicht ihre eigene Stimme, die ertönte. Sondern die des Raikagen. „Doaku Toshi.“ Er zischte zwischen zusammengebissenen Zähnen einen Namen, während er zurück zu den beiden Kunoichi stampfte. Im ersten Moment wusste Mari gar nicht, was der Raikage meinte... bevor ein kleiner Erinnerungsfetzen sich aus dem hintersten Teil ihres Gedächtnisses hervorkämpfte. „Der mit dem Baseballschläger?“, platzte es aus der Hyuuga heraus, bevor sie es netter hätte beschreiben können. „Mein Enkel!“, präzisierte der Kage empört. Moment. Echt jetzt?! Die 19-Jährige erinnerte sich an den rothaarigen Typen aus Kumo, der gefühlstechnisch einem Eisklotz geglichen hatte, seine Gegner erbarmungslos mit dem Baseballschläger verprügelt und seiner eigenen Teampartnerin sichtlich Angst eingejagt hatte. Jetzt, wo sie darüber nachdachte, waren gewisse Ähnlichkeiten zwischen Opa und Enkel vorhanden. „ER hätte den Sieg verdient gehabt. Keine Hyuuga, die im Finale nicht einmal den kleinen Finger krummgemacht hat“, grollte der Kage weiter und trat noch einen Schritt näher auf die Hyuuga zu. Die Spannung war so deutlich, dass sogar die Blondine und ihr Freund erkannten, dass es hier gerade einen bösen Stimmungsschwung gegeben hatte. „Ähm. Ja, also... Danke für den Besuch!“ Die Frau stolperte ein paar Schritte zurück, lachte verlegen, kratzte sich am Hinterkopf – und ergriff dann die Flucht zu ihrem Freund. „Ja, vielen Dank!“, rief dieser noch hinterher, bevor WUMMS, die Tür zugeknallt wurde. Immerhin hatten sie den ewig andauernden Smalltalk dadurch unterbrechen können... „Naja. Es war ein Wettbewerb zwischen Shiro und Sora. Und da Shiro gewonnen hat...“, versuchte Mari mit dem letzten bisschen Beherrschung deeskalierend zu wirken, doch dadurch goss sie nur Öl ins Feuer. „PAH! Shiro und Sora! Er ist für KUMO angetreten!“, fiel der Kage ihr rüde ins Wort. Warum musste Mari sich das hier eigentlich gerade antun? Wenn sie sich recht erinnerte, hatte sich Toshi Doaku mehr oder minder selbst durch sein dämliches Verhalten aus dem Wettbewerb geworfen. Mari war das langsam wirklich zu blöd. Ihr Geduldsfaden riss endgültig ein und die böse Stressfalte bahnte sich den Weg auf ihre Stirn. „Jetzt ist aber mal gut! Ich möchte einfach zum verdammten nächsten Termin gehen und nicht irgendwelche Geschichten aus der Vergangenheit aufwärmen, die mich herzlich wenig interessieren!“ Sie erwiderte den Blick des alten Mannes, der schnaufte. „Doaku wird seine Revanche bekommen!“ Natürlich hätte Mari mit gutem Beispiel vorangehen sollen und die Situation nicht noch schlimmer machen sollen. Aber ganz ehrlich? Sie hatte keinen Bock mehr. Das hier war eh nicht mehr zu retten. Sie und dieser Kage würden niemals Freunde werden, was allein schon an ihrer Herkunft scheiterte. Die Sache mit seinem Enkel und diesem verdammten Wettbewerb hatte es nur endgültig entschieden. Was sollte sie sich noch verbiegen? „Ja, soll er doch.“ Sie verzog die Augenbrauen, hob dann das Klemmbrett auf und deutete entschieden in die Richtung, in die sie mussten. „Ich stehe jederzeit für eine Revanche bereit, wenn wir uns jetzt endlich wieder dem eigentlichen Auftrag widmen könnten. Also?“ Mari sah Hashimoto Goro an, dieser blickte zurück und die Funken zwischen ihnen sprühten. So schnell konnte sich das Blatt wenden. Da hatte die Chuunin sich eben noch darüber Gedanken gemacht, wie sie die Wogen hätte glätten können, wenn Kana nicht mehr an sich hätte halten können... und ehe sie sich versah, verfiel stattdessen die Hyuuga selbst in alte Muster.
 
Zuletzt bearbeitet:

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
'Oh, wow' war tatsächlich ein passender Ausdruck für diesen überspannten Besuch, wenn man eine andere Betonung nutzte und die Freude in einen anderen Kontext verpackte. Kana hatte Lust zu flüchten, sie fühlte sich mit dem zwischenmenschlichen Konflikt überfordert. Immer noch sprachlos horchte sie Maris Ärgernis und zuckte zusammen, als die Hyuuga demonstrativ auf sie deutete. Die Genin war zwar nicht diejenige, auf die man sauer wurde, aber der plötzliche Umschwung der Gefühle scheuchte sie auf. Der flüchtige Spaß war so was von verflogen und die Atmosphäre füllte sich mit drückender Anspannung, die endgültig zu platzen drohte. Selbst die aufdringliche Blondine schien nach Maris geladener Reaktion, die natürlich verständlich und berechtigt war, schockiert. Kana sandte ein Stoßgebet gen Himmel, möge er sofort ein Wolkenbruch schicken und die unangenehme Situation einfach hinfort spülen. Eine gute Alternative wäre, wenn sich der Boden auftäte, alles verschluckte, umgehend wieder schloss und Gras über die Sache wuchs. Nein, sie war natürlich nicht gläubig, Verzweiflung machte erfinderisch. Für einen klitzekleinen Moment herrschte Stille und als man dachte, das Thema wäre durch, meldete sich der Nakamura, der die Hyuuga sogar mit Vornamen kannte. Weil er beim Kagen blieb, war Kana dazu gezwungen, auch den alten Mann in das Blickfeld zu lassen, und der wirkte alles andere als begeistert. Als er sich zu Wort meldete und sich dazu noch einer boshaften Stimmfarbe bediente, legte die Isayama fragend den Kopf schief. Sie hatte überhaupt keine Ahnung, was gerade abging, fühlte sich zunehmend verwirrter, als die Blondine dann auch noch irgendwas in den Raum warf. Da Mari zunächst ähnlich überrascht schien, zuckte das Mädchen bloß mit den Schultern, stellte sich jedoch ganz nah hinter die Hyuuga, um ihr wenigstens mentale Unterstützung zu bieten, wenn auch immer noch schweigend. Denn der bedrohliche Ton des Kagen hing weiterhin in der Luft.

Gab es eine Steigerung von Hochrot? Oh, ja, tatsächlich, tiefrot. Also, wenn Kana vorhin schon der Meinung war, sein Kopf würde jeden Moment platzen, dann war jetzt der Moment gekommen. Die Genin hatte zwar immer noch keine Ahnung um wen oder was es hier gerade ging, aber das Verhalten des Kagen ließ sie nun alarmiert ein kleines Stück vor Mari treten, als er auf die Kunoichi zutrat. Natürlich war ihr klar, dass sie ihm kaum einen Kratzer zufügen könnte, aber trotzdem. Ob sie vielleicht Hilfe holen sollte, falls es wirklich eskalierte? Kana wartete angespannt und zuckte abermals, als Mari schließlich den zuvor genannten Namen 'Doaku Toshi' erstaunt einordnen konnte. Nur schwer war das sich entwickelnde Gespräch zu folgen, denn das Mädchen verstand weiter bloß Bahnhof, daher konzentrierte sie sich mehr darauf einen gewissen Abstand zwischen der Hyuuga und dem Raikagen zu halten, während die beiden Älteren in ein Wortgefecht verfielen.
Als so was wie Stille eintrat, nahm Kana sanft das Klemmbrett aus Maris Händen und überflog schnell die Daten des zweiten frischen Chuunin, der das Glück hatte, von seinem Kagen persönlich beglückwünscht zu werden. Das ungleiche Trio musste sofort aufbrechen, wenn der Zeitplan nicht nach hinten fallen durfte. Kana sah in die Richtung, in die ihre Kollegin eben zeigte und ging einfach mal vor. "Nishiki Ume. Sie lebt an der Grenze zum exklusiven Viertel.", unterbrach sie mit leicht bebender Stimme die angespannte Umgebung und krallte sich ebenso leicht zitternd in das Klemmbrett. Innerlich verfluchte die Isayama ihre Nervosität, die sich nicht mehr kontrollieren ließ. Den Job wollte sie einfach nur noch beenden und den Raikagen dann am liebsten nie wieder begegnen. Einmal mehr fragte sie sich, wie so ein Mensch Kage werden konnte. Auf dem Weg stierte Kana bloß vor sich her, ignorierte gekonnt die wieder gaffenden Menschen, sie hatte die Schnauze voll. Leider war der Job nach diesem Besuch noch lange nicht beendet. Die drei Ninja betraten schließlich einen langen, weißen Kiesweg, der vor einem kleinen, ebenso weißen modernen Penthouse mit schwarzen Dach und großen Fenstern endete. Der Vorgarten war mit bunten, üppigen Blumen und Pflanzen dekoriert, die mit einem Sprinkler versorgt worden. Das Anwesen selbst wurde mit Naturstein umschlossen und zeigte kein Unkraut. Der Raikage schubste Kana leicht zur Seite und grinste zufrieden. "Ja, SO sollte ein Kumo-Ninja leben!"
 
Zuletzt bearbeitet:

Hyuuga Mari

Chuunin
Beiträge
1.115
Alter
20 Jahre
Größe
170 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro | Konoha
Steckbrief
Link
Je länger Mari diesen alten Sack ansah, desto mehr kochte sie. Er verhielt sich affig, machte den gesamten Auftrag nur noch schlimmer, als er ohnehin schon war und diese dumme Geschichte mit Kurobu war die Krönung. Die Hyuuga vergaß für einen Moment, dass sie einem echten Kagen gegenüberstand und auch, dass er der Auftraggeber des Jobs war. Stattdessen hielt sie der Spannung stand, warf vielmehr ebenso missbilligende Blicke zurück und zuckte bereits wütend mit den Fingern. Seinen hochroten Kopf ignorierend, war die 19-Jährige kurz davor, verbal weiter auszuholen... doch dann bemerkte sie Kana, die sich zwischen die Chuunin und den Kagen gedrängt hatte und beide Streithähne daran hinderte, endgültig aufeinander loszugehen. Von jetzt auf gleich verzog sich all die Wut in Mari und wandelte sich in... ein schlechtes Gewissen. Wie hatte sie sich so gehen lassen können? Sie sah, wie die Jüngere das Klemmbrett umklammerte und mit bebender Stimme in die Richtung wies, in die sie für den nächsten Termin gehen mussten. Verdammt, das war nicht gut. Die Isayama hatte eben noch erzählt, dass das hier ihr erster Auftrag als Genin war. Warum machte Mari es der Genin dann noch schlimmer, als es sowieso schon war? Die Hyuuga war keine Anfängerin. Sie hätte es besser wissen... und sich besser unter Kontrolle halten müssen. Mari unterdrückte einen Seufzer bei dem Gedanken, dass Hei das hier mit Sicherheit professioneller gelöst hätte. Im Grunde war die Braunhaarige dann eben doch mehr die Hau-Drauf-Taijutsuka, als die diplomatische Gesprächspartnerin. Der Raikage war der Erste, der Kana folgte und Mari vorerst keines Blickes mehr würdigte. Mit ein wenig Verzögerung folgte auch die 19-Jährige stumm.

Nishiki Ume war die zweite Chuunin aus Kumogakure, die von dem Kagen zum neuen Rang beglückwünscht werden sollte. Das moderne Penthouse mit schwarzem Dach in gehobener Lage unterschied sich sichtlich von dem letzten Haus und entsprach offensichtlich vielmehr den Vorstellungen von Hashimoto Goro. Der alte Mann machte aus seiner Begeisterung keinen Hehl, als er Kana zur Seite schubste und sich das gesamte Grundstück genauer ansah. Anders als beim letzten Haus wartete der alte Mann auch nicht lange, sondern schritt zufrieden den langen, weißen Kiesweg entlang, der zur Eingangstür führte. Das Gespräch würde der Kage auch alleine hinbekommen, oder? Mari blieb lieber auf der Straße stehen und freute sich innerlich über jeden Meter, den der Raikage sich weiter von ihr entfernte. Es gab ihr mehr Luft zum Atmen. Da das Grundstück von Nishiki Ume sehr groß war, befand sich der Kage schnell außerhalb ihrer Hörweite – das war der Moment, als Mari schließlich die Augen schloss, ihre Hand an die Stirn legte und leicht den Kopf schüttelte. „Isayama-san“, begann sie, nachdem sie endlich ruhig durchgeatmet hatte. Einen Moment später suchten die weißen Augen der Hyuuga den direkten Blickkontakt zur Genin. „Entschuldige. Ich hätte mich vorhin zusammenreißen müssen.“ Auf ihre Lippen schlich sich ein gequältes Lächeln. „Manchmal vergesse ich mich und dann kommt es zu solchen Aussetzern. Ich gelobe Besserung. Aber danke dir, dass du das Wort übernommen hast, dadurch hast du verhindert, dass die Situation endgültig eskaliert.“ Mari seufzte und sah, wie sich die Haustür öffnete und eine junge Frau vor dem Kagen stand. Das war wohl die Chuunin, die sie gesucht hatten – auf die Entfernung konnte Mari die Worte, die gesprochen wurden, allerdings nicht verstehen. Und auf ihre Fähigkeit des Lippenlesens wollte sie gerade auch lieber nicht zurückgreifen. „Ich musste letztes Jahr an einem Show-Wettbewerb im Reich des Tees teilnehmen, der zu meinem Leidwesen auch im Fernsehen übertragen wurde“, nutzte Mari stattdessen die Zeit, um Kana zu erklären, was vorhin überhaupt passiert war. Ob es die Genin interessierte? Naja, das konnte sie selbst entscheiden. Aber sie einfach vollkommen in Unwissenheit zu lassen, fand die Hyuuga auch nicht richtig. Sie seufzte. „Der Enkel vom Raikagen scheint einer der anderen Teilnehmer gewesen zu sein, wie ich eben erfahren habe. Sein Enkel ist in einem Wettrennen gegen meinen Teamkollegen und mich angetreten und infolgedessen aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Das nimmt er mir wohl übel.“ Mari fand das Verhalten des Kagen immer noch kindisch, auch wenn sie länger darüber nachdachte. „Jedenfalls ist das eine Geschichte, die unseren Auftrag heute nicht beeinflussen sollte.“ Die junge Frau dachte weiter und musste Kana dann plötzlich belustigt anschmunzeln. „Zugegeben, mit einer Konoha-Nin, einer Hyuuga und dann auch noch der Frau, die den Enkel des Raikagen aus einem Wettbewerb geworfen hat, hast du so ziemlich die schlechteste Teampartnerin für den heutigen Auftrag bekommen, die du kriegen konntest."
 

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Stirnrunzeln und ein Prickeln auf Hals und Dekolleté, vermutlich machten sich gerade Stressflecken breit, die von Halstuch und Hemd jedoch verborgen blieben. Die vorherige Nervosität wich der Wut und dem Ärger, Adrenalin schoss durch den Körper, bereit sich zu verteidigen. Einen Moment lang bewegte Kana sich nicht, als sie wieder mal achtlos zur Seite gestoßen wurde und verharrte am Rand des Weges. Fingernägel hinterließen möglicherweise trotz der dünnen Handschuhe deutliche Abdrücke in den Handinnenflächen, als die geballten Finger fest aneinandergedrückt wurden. Die Schultern leicht angehoben, starrte das Mädchen dem plötzlich gut gelaunten Kagen mit einem finsteren Blick und zähneknirschend hinterher. "Ich bin doch kein Dreck, den man einfach so wegwischt.", knurrte sie zornig und machte keinen Hehl mehr aus ihrer angestauten Frustration. "Vielleicht sollte ich der blöden Tussi von eben noch mal einen Besuch abstatten und die so richtig wegwischen, damit sie dieses Gefühl niemals vergisst und anfängt ihr Hirn zu nutzen. Blöde Tussi, blöde.", ein Schnalzen mit der Zunge unterstrich ihre ärgerliche Ansprache, dabei sah Kana unverwandt den Raikagen an, den sie natürlich auch meinte, aber verbal nie so angehen würde. Wieder in aufrechter Haltung lockerte sie ihre Glieder und atmete ein paar Mal tief ein und aus, der Reißverschluss der Jacke wurde geöffnet, um ein bisschen Luft an den erhitzten Körper zu lassen. Das lange Haar zum Pferdeschwanz drapiert, jetzt war Schluss mit lustig, Verstecken und Herumschubserei, die Genin hatte so viel Respekt verdient, wie jeder andere Mensch auch, hmpf. Promis waren schließlich nichts anderes. Selbst das Klemmbrett musste heute einiges durchmachen, war es doch schon zweimal auf den Boden gefallen und mit Krallen beschädigt worden. Als Kana den Staub davon abklopfte, vernahm sie ihren Namen und drehte sich Mari zu, die ihr geradewegs in die Augen blickte.

Oh. Sie hatte mit einer Warnung oder Ärger gerechnet, weil sie sich gerade so Luft machen musste, aber eine Entschuldigung? Nein, damit gar nicht. Das geschundene Klemmbrett erlitt beinahe erneut einen freien Fall, Kana konnte es aber gerade noch auffangen. Maris ebenso plötzlicher Wandel der Gefühle überrumpelte das Mädchen, waren der alte Mann und die Hyuuga doch kürzlich noch aufgebracht. Außerdem verstand sie nicht, wieso sich die Chuunin entschuldigte, wo ihr Verhalten vorhin doch berechtigt war. Man muss sich schließlich nicht alles gefallen lassen und der Raikage hatte Gegenwind dringend nötig. Ist doch egal, wer der Gegenüber ist, oder nicht? Wenn sich eine Person übel daneben benahm, muss man ihm nicht weiterhin entgegenkommen. Zumindest wäre das logisch ... Ach, war die Gesellschaft kompliziert. Kana schüttelte leicht den Kopf. "Aber du hast das Recht, dich zu verteidigen. Du musst dich nicht entschuldigen.", meinte sie ehrlich und nahm das Klemmbrett als sicheren Halt zwischen die verschränkten Arme. Unbehagen klopfte abermals an, einfach weil das Mädchen nicht wusste, wie sie mit der offenen Art Maris umgehen sollte. Sie unterbrach den Blickkontakt, sah wieder irgendwohin, an der Hyuuga vorbei, mal gen Boden, dann zurück zu Mari, wieder vorbei, wieder Boden ... "Außerdem habe ich gar nichts getan. Ich hätte dich mehr unterstützen sollen, mit Worten. Vielleicht hätte der Alte dann so was wie Einsicht." Unbeholfen zuckte sie mit den Schultern und scharrte mit einem Fuß den Kies. Tatsächlich störte Kana ihre Unsicherheit im Zwischenmenschlichen, und die daraus resultierte Unfähigkeit etwas zu tun, extrem. Warum entschuldigte und bedankte sich die Hyuuga bloß?

Zwischendurch warf die Genin zur Kontrolle einen Blick über die Schulter, scheinbar unterhielt sich der Kage mit der frischen Chuunin recht ausgelassen, zumindest machte der Eindruck keinen schlechten. Wenn der zweite Besuch ähnlich schlimm wie der erste Besuch lief, dann gäbe es mit Sicherheit Tote. Zum Glück konnten die beiden Kunoichi eine Weile durchatmen und vielleicht war der Raikage nach dem angenehmen Treffen ja auch ein bisschen runtergekommen? Ein Blick auf das Klemmbrett verriet dem Mädchen, das danach nur noch das geschäftliche Essen mit dem Itô-Clan bevorstand. Puh. Als Mari den Wettbewerb ansprach und somit das Wortgefecht zwischen ihr und dem alten Mann erklärte, legte Kana nachdenklich eine Hand an das Kinn. Jetzt, wo sie das erwähnte ... Es gab einen Tag, an dem Kagami aufgeregter als sonst vor dem Fernseher zappelte, mitfieberte und herumschrie. Eigentlich wollte Kana die Sendung auch sehen, aber Kagami war an diesem Tag einfach unerträglich, somit hatte die Jüngere den Kampf leider nicht gesehen. Danach war der Wettkampf zwar lange im Gespräch, aber da sie das Spektakel nicht mit eigenen Augen sah, interessierte sich die Isayama auch nicht weiter dafür. Trotzdem schlich sich ein Grinsen auf ihre Lippen. "Ich hoffe, du hast seinem Enkel so richtig den Ars- Hintern versohlt! Und die Revanche lasse ich mir dann auf keinen Fall entgehen! ... Falls ich zusehen darf." Das Grinsen vertiefte sich. "Du meintest, so ziemlich die beste Teampartnerin für diesen Auftrag.", korrigierte Kana sie mit einem kurzen Auflachen. "Das geschieht ihm nur recht. Aber es tut mir leid, dass du so unter ihm leiden musst, das hast du nicht verdient, Hyuuga-san.", meinte das Mädchen wieder gefasst und drehte sich zum Übeltäter um, der anscheinend immer noch im lockeren Plauderhimmel schwebte. Er kratzte sich hin und wieder am Hinterkopf und lachte sogar mal. Moment, war der Raikage etwa verlegen? Kana legte den Kopf schief und kniff die Augen zusammen, so, als würde sie dadurch aus dieser Entfernung mehr erkennen können. Zugegeben, sie wollte gerade wissen, um was es in dem Gespräch ging. Auch Nishiki Ume schien ehrlich erheitert und kicherte gerne in ihre Hand. Jetzt schirmte Kana ihre Augen gegen die grelle Sonne ab, passierte das fröhliche Geplapper wirklich?
 

Hyuuga Mari

Chuunin
Beiträge
1.115
Alter
20 Jahre
Größe
170 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro | Konoha
Steckbrief
Link
Die beste Teampartnerin? Hatte Kana das gerade echt gesagt? Und dieses Grinsen auf ihren Lippen… es überraschte Mari, doch irgendwie war es ansteckend. Die ältere Kunoichi musste plötzlich ebenfalls schmunzeln, was sich verfestigte, als die Kollegin auch noch lachte. Zwischendurch hatte die Hyuuga die Befürchtung gehabt, wieder etwas Falsches gesagt zu haben – immerhin hatte Kana sie nicht wirklich ansehen können, ihr Blick war unstet durch die Gegend gewandert, während sie mit dem Fuß im Kies herumgestochert hatte. Auch wenn die Isayama das nicht wissen konnte, so hatte auch Mari lange Zeit Probleme damit gehabt, mit den gezeigten Emotionen und zwischenmenschlichen Geschehnissen richtig umzugehen. Zwar hatte die Braunhaarige sich mit den Jahren, die sie Kunoichi war, immer mehr Mühe gegeben, ihre Fähigkeiten dahingehend zu verbessern… doch gelegentlich wurde sie dann doch wieder von ihren alten Gewohnheiten eingeholt und fühlte sich vielleicht sogar unsicherer, als sie eigentlich müsste. Es beruhigte die Chuunin also tatsächlich, dass Kana lächelte und ihr gut zusprach. Immerhin zeigte das, dass Mari – trotz allem – nicht alles falsch gemacht hatte. Sie mochte die Genin, vielleicht, weil Mari so viele Ähnlichkeiten zu sich selbst, insbesondere zu ihrem früheren Ich, erkannte. Das hätte sie sich deshalb ungern von einem dummen Zwischenfall mit einem egozentrischen Kagen verderben lassen. „Der Enkel war unfähig genug, um sich selbst aus dem Rennen zu katapultieren. Da war kein großes Zutun von mir notwendig“, antwortete sie der Isayama wie beiläufig, bevor ein selbstsicheres Grinsen sich auf die Lippen der Hyuuga schlich. „Aber im Zweifel hätte ich ihn auch leicht in seine Schranken weisen können.“ Kanas Worte motivierten Mari durchaus dazu, ihre Überzeugung in ihre eigenen Fähigkeiten ein wenig offener zu zeigen. Ja, die Braunhaarige war selbstbewusst und vertraute vollkommen in ihre Fähigkeiten. Und der Ärger mit dem Kagen hatte das nur noch weiter angefeuert. „Du bist zur Revanche herzlich eingeladen, wenn es so weit ist. Ich werde dir Bescheid sagen. Das Gesicht vom Raikagen willst du dir dann nicht entgehen lassen.“ Mari lachte leise auf und sah kurz hinüber zu Hashimoto Goro. Der konnte sie natürlich nicht hören und war selbst in sein Gespräch mit der Kumo-Chuunin vertieft. Worüber die wohl sprachen? „Es ist nett von dir, dass du das sagst“, sprach sie weiter, ohne Kana direkt anzusehen. Stattdessen verfolgte sie aus der Ferne interessiert die Interaktion zwischen dem Raikagen und der jungen Frau. „Weißt du, eigentlich ist das Verhalten vom Raikagen für mich nicht ungewöhnlich. Es gibt kaum einen Menschen, der die Hyuuga nicht kennt. Und entweder die Hyuuga werden geliebt oder gehasst. Eine Neutralität gegenüber meiner Familie habe ich bisher erschreckend selten erlebt.“ Mari zuckte mit den Schultern, wandte sich endlich von dem Kagen ab und stattdessen Kana wieder zu. „Das ist tatsächlich ein Nachteil, wenn man einem die eigene Herkunft so eindeutig ansehen kann. Dadurch wird es für viele Menschen unmöglich, unvoreingenommen an ein Kennenlernen heranzugehen. Meistens verdirbt das mehr, als es eigentlich müsste.“ Sie erinnerte sich an die letzte Mission und die erste Begegnung mit Yuuma, der Wache aus Toshi no Kokka. In der jungen Frau keimte der Gedanke, dass mit Sicherheit auch ihre Augen Grund dafür gewesen waren, dass sie mit Yuuma nicht anständig hatte sprechen können. Und ihr Zusammentreffen dadurch so eskaliert war. Passend zu diesem Gedanken spürte sie plötzlich wieder ein unangenehmes Kribbeln, ausgehend von der Wunde an ihrer Seite. Mari kratzte sich an der Wange, ließ die eigenen Worte nochmal Revue passieren und schüttelte dann leicht den Kopf. „Das hört sich jetzt irgendwie dramatischer an, als ich gewollt habe. Was ich damit eigentlich nur zum Ausdruck bringen wollte: Der Kage hält sich vielleicht für etwas Besonderes, aber eigentlich ist sein Verhalten ziemlich gewöhnlich.“

Die Braunhaarige wollte weitersprechen, doch plötzlich bemerkte sie, wie Bewegung in den Kagen kam. Er schien sich von der jungen Chuunin zu verabschieden, die daraufhin in eine tiefe Verbeugung verfiel. Die 19-Jährige wollte es nicht noch weiter herausfordern, weshalb sie lieber verstummte, bevor Hashimoto Goro wieder bei ihnen angekommen war. Nur kurz erlaubte sich Mari der Isayama einen Blick zuzuwerfen, der in etwa ausdrückte, dass sie das Gespräch wann anders bei Bedarf gerne fortführen könnten. Aber jetzt… musste dieser Auftrag erst einmal zu einem runden Abschluss gebracht werden. „Was eine Kunoichi! Sie wird es bestimmt noch weit bringen“, säuselte der Raikage vor sich hin. Fast schon verträumt. Mari hob eine Augenbraue an und fragte sich nun noch mehr, worüber die beiden eben so angeregt gesprochen hatten?... „Das Abendessen mit dem Itô-Oberhaupt“, meldete sich die Hyuuga stattdessen sachlich zu Wort, in der Hoffnung, dass sie gleich weitergehen könnten. Der Kage schien seinen vorherigen Ärger zumindest für den Moment vergessen zu haben, denn tatsächlich nickte er Mari kurz zu. „Ja, ich weiß. Wohin müssen wir?“, fragte er nach und auch, wenn der alte Greis nicht lächelte, so war seine Stimme überraschend freundlich. Das kannte Mari gar nicht - egal was diese Chuunin eben mit dem Kage besprochen hatte, Mari war ihr dankbar. Es machte Hashimoto Goro erträglicher. Die 19-Jährige sah zu Kana, immerhin hatte die Jüngere das Klemmbrett. Dort stand auch die Adresse, zu der sie gehen mussten. Endlich – nur noch dieses Abendessen, dann konnten die beiden Kunoichi diesem schrecklichen alten Sack endlich den Rücken kehren!
 

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Wie faszinierend der Sinneswandel des Raikagen im Moment auch war, die Hyuuga blieb interessanter. Als sie weiter sprach, unterbrach Kana den Versuch, mehr von den ausgelassenen Menschen zu erfahren und lenkte ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihre Kollegin. Falls Kagami irgendwann das Glück haben sollte Mari kennenzulernen, würde sie durch Schwärmerei vermutlich tot umfallen, denn diese Hyuuga war wirklich cool, und nicht nur, weil sie diesen Namen trug. Oder sie würde tot umfallen, weil sie mit ihrer direkten Art Mari wahrscheinlich zur Weißglut triebe, aber selbst dann wäre es für Kagami ein glücklicher Tod. Kana bekam ja schon einen kleinen Vorgeschmack, als sich die blöde Kuh vorhin dreisterweise an die Hyuuga heranmachte. Die Genin machte eine kleine triumphierende Geste als sie die Einladung zur Revanche erhielt und freute sich innerlich riesig darüber, hoffentlich musste sie nicht allzu lange auf den Kampf warten. Schließlich legte Kana eine Hand an das Kinn und nickte verstehend, sobald die Ältere das Problem ihres Namens schilderte, und fühlte sich ein wenig ertappt, kratzte sich kurz die Wange. Sie zählte wohl zur Kategorie 'Hyuuga-Liebhaber', und das nur, weil ihre Fähigkeiten ziemlich bemerkenswert waren. Immerhin konnte sich das Mädchen gut zusammenreißen und sich kaum etwas anmerken lassen, auf den Kopf gefallen war sie nämlich nicht. Promis waren auch nur Menschen. Aber selbst wenn Kana zunächst nichts von dieser Familie hielt, spätestens jetzt hätte sie ihre Meinung geändert. Natürlich mussten nicht alle Familienmitglieder automatisch so einen starken Charakter wie Mari haben, aber die Vermutung war somit gegeben. Und falls das nicht so war, könnte die Isayama zumindest bestätigen, dass nicht alle Hyuuga schlechte Menschen waren und sie somit aus Überzeugung verteidigen. "Das ist sehr schade. Jeder Mensch sollte eine Chance bekommen. Aber ich hoffe dennoch, dass du ehrliche Freundschaften schließen konntest." Kana spürte wieder geballte Wärme in Wangen und Ohren aufsteigen, Maris Offenheit machte sie verlegen. Dem Drang, sich abrupt wegzudrehen, konnte sie leider nicht widerstehen. "Aber die Abneigung sollte man als Kage nicht so ungeniert heraushängen lassen, finde ich.", fügte Kana noch schnell hinzu, weil besagter Mann in langen Schritten auf die beiden Kunoichi zutrat.

Was für ein glücklich und zufriedenes Gesicht der Raikage doch hatte. Irgendwie erinnerte Kana diese Visage an einen Perversen, der Frauenunterwäsche stahl, wie aus dem Fernsehen. Es schauderte sie. Böse wirkte er gruselig, glücklich wirkte er gruselig. Wie wohl sein neutrales Gesicht aussah? Ob er so was überhaupt kannte, Neutralität? Eher unvorstellbar, nicht, dass sie sich sein glückliches Gesicht vorstellen konnte, aber trotzdem. Sein Süßholz raspeln machte das Ganze noch unangenehmer, puh. Aber hey, vielleicht war sein Verhalten nun weniger belastend und die restliche Zeit mit ihm war dann gar nicht mehr so schlimm. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Als er schließlich die Realität wiederfand und sich dem nächsten Termin bewusst wurde, zumindest schien es so, sackten seine Züge mehr oder weniger wieder ab, seine Stimme jedoch blieb freundlich. Oha, aber immerhin! Kana reagierte auf seine Frage zunächst nicht, sah dann kurz zu Mari, die wiederum bedeutungsvoll das Klemmbrett in ihren verschränkten Armen beäugte. Ah! Da war ja was. Die Isayama löste sich vom Brett, legte einen Zeigefinger auf die Zeilen und überflog schnell die nötigen Infos. Der Itô-Clan stammte ursprünglich aus Kumogakure, errichtete zwecks Shinobiausbildung ein Zweitanwesen in Shiro, natürlich im wohlhabenden Viertel. Na, wo auch sonst. Für den Kagen war das eine großartige Info, für die beiden Kunoichi ein Segen, denn dieser Fakt wird den kleinen Mann bei Laune halten. Kana setzte ein gutmütiges Gesicht auf, denn sie wollte ihm bloß keinen Knick verpassen. "Der Itô-Clan beherbergt ein großes Anwesen im exklusiven Viertel. Sie kennen den Weg dorthin, wenn Sie möchten, Raikage-sama, übernehmen Sie gerne die Führung. Wir werden Bescheid geben, wenn die Richtung gewechselt werden muss.", stimmte Kana sehr freundlich ein und machte eine einladende Handbewegung zum Weg, als sie diesen frei machte. Tatsächlich strahlte der Raikage kurz und nahm die Einladung dann sehr gerne an.
 

Hyuuga Mari

Chuunin
Beiträge
1.115
Alter
20 Jahre
Größe
170 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro | Konoha
Steckbrief
Link
Als Kanas Wangen rot wurden, schmunzelte Mari amüsiert, kommentierte die Farbänderung im Gesicht der Genin allerdings nicht weiter. Stattdessen nickte sie zustimmend auf die Worte der Jüngeren hin. „Das habe ich tatsächlich.“ Und noch viel mehr als nur Freundschaften, wie die Braunhaarige sofort gedanklich ergänzte und an einen gewissen Suna-Nin dachte, der über die Jahre ihr Herz gestohlen hatte. Wie es Hei wohl ging? Noch war er von seiner Reise in seine Heimat nicht zurückgekehrt. Hoffentlich konnte sie ihn bald wieder in die Arme schließen. Als der Raikage wieder zu den Kunoichi getreten war, drängte Mari die schönen Gedanken an ihren Freund in den Hintergrund. Sie war dann doch professionell genug, um sich davon während eines Auftrages nicht zu sehr ablenken zu lassen. Zuerst fragte Hashimoto Goro, wohin sie gehen mussten und tatsächlich wusste auch die Hyuuga das nicht auf Anhieb – immerhin hatte Kana das Klemmbrett mit den wichtigsten Informationen an sich genommen. Die Ältere sah vielsagend zur Isayama, die allerdings erst mit Verzögerung bemerkte, dass die Frage an sie gerichtet wurde. Noch einen Moment später kam auch schon die gewünschte Information – der Itô-Clan hatte sein Anwesen im exklusiven Viertel. Hm, das war für einen der bekanntesten Clans aus Kumogakure nicht verwunderlich, wie Mari beim weiteren Nachdenken für sich selbst feststellte. Überraschenderweise nahm der Kage die Einladung, selbst voranzugehen und im Notfall darauf aufmerksam gemacht zu werden, wohin er gehen musste, glücklich strahlend an und setzte keine Sekunde später einen Fuß vor den Anderen. Es war sogar ein ordentlicher Gang, den der sonst eigentlich recht alte und zerbrechlich wirkende Körper des alten Mannes an den Tag legte, sodass sogar die Kunoichi sich bemühen mussten, mit dem beschwingten Schritt des Alten mitzuhalten.

Tatsächlich mussten sie den Raikagen nur dreimal darauf hinweisen, dass er drauf und dran war, in die falsche Richtung abzubiegen. Eigentlich ein guter Schnitt, immerhin hatte Mari damit gerechnet, deutlich öfter eingreifen zu müssen. Und sogar die gute Laune von Hashimoto Goro war den gesamten Weg über erhalten geblieben! Wenn das mal kein Grund zum Feiern war. „Hier sind wir richtig.“ Mari kontrollierte noch einmal die Adresse, nickte dann allerdings in Richtung Kage und deutete auf das große Anwesen, das sich vor ihnen erstreckte. Der Chuunin fiel sofort auf, wie akkurat gepflegt das Grundstück aussah. Der Rasen im Vorgarten war auf den Zentimeter genau geschnitten, Büsche und Blumen waren so gepflanzt, dass sie in exakten Abständen zueinander und zum gleichmäßig gepflasterten Weg standen, der in einer vollkommen geraden Linie zur Eingangstür führte. Auch nach zweimaligem Hinsehen erkannte Mari kein Unkraut, nicht einmal winzige Sprösslinge zwischen den einzelnen Pflastersteinen. Die Außenfassade war penibel gereinigt worden und Fenster sowie Eingangstür glänzten im Sonnenlicht. Mari hatte Gerüchte gehört, dass Mitglieder der Itô-Familie unheimlich streng mit sich selbst waren und Pflicht, Ehre und Tugend an oberster Stelle standen. Das Grundstück bestätigte dieses Vorurteil schon einmal… „Schön, schön. Wie ich es in Erinnerung habe.“ Hashimoto Goro nickte zufrieden, als er den sauberen Pfad entlangschritt und seinen hochnäsigen Blick kurz über den Vorgarten schweifen ließ. Die Hyuuga sah wiederum kurz zu Kana, zuckte mit den Schultern und folgte dem Kage schließlich. Als sie an die Tür geklopft hatten, erwartete Mari viel… und wurde umso mehr überrascht, als die Tür schwungvoll aufgerissen wurde. „Oh! Hashimoto-san, wie schön, dass Ihr herkommen konntet!“ Kein alter, grauhaariger Mann öffnete die Tür, sondern eine blutjunge Frau! Die sah kaum älter aus als Mari! Schwarze, kurze Haare, grüne Augen und ein freundliches Lächeln lag auf den Lippen der Dame, die sofort erkannte, dass der Kage nicht alleine unterwegs war. Sie wandte sich offen den beiden Begleiterinnen zu. „Ach, weitere Begleitung? Freut mich, Euch kennenzulernen. Itô Suzuka mein Name.“ Sie überlegte kurz, ob sie weitersprechen sollte, doch da ergänzte der Kage bereits nüchtern. „Suzuka-san, Ihr müsst Euch entsprechend Eures Ranges vorstellen.“ Er deutete auf die schwarzhaarigen Frau, die nach der Tadelung des Raikagen die Augen verdrehte. „Itô Suzuka ist die Tochter des alten Clan-Oberhauptes und seit kurzem selbst Oberhaupt der Itô.“ Die Frau winkte ab, scheinbar wollte sie nicht zu sehr auf diesen Titel eingehen. Moment. Sie war das Oberhaupt eines ganzen Clans? Mit diesem Alter? Mari war sprachlos, was man ihr vielleicht sogar für einen kurzen Moment ansehen konnte. Das war immerhin eine Leistung, von der die Hyuuga selbst noch weit entfernt war. „Jaja. Aber wollt ihr nicht reinkommen? Das Essen ist bereits vorbereitet! Oh und es ist genug für alle da.“
 

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Staunend ließ Kana die bernsteinfarbenen Augen über das große Anwesen des Itô-Clans schweifen, die Entscheidung, ob ihr gefiel was sie sah, konnte sie allerdings noch nicht treffen. Das akkurate Gesamtbild war auf eine gewisse Weise beeindruckend, jedes Blatt, jeder Grashalm, jede Blüte schien von Menschenhand arrangiert. Auf andere Weise erschütterte sie der Anblick, da die Natur keine Chance hatte sich zu entfalten und auf das Nötigste kleingehalten wurde. Je länger das Mädchen darüber nachdachte und in der parkähnlichen Anlage verweilte, desto mehr tendierte sie zum Nichtgefallen. Aber jedem das Seine, nicht wahr? Jedenfalls machte der Eindruck keinen besonders herzlichen oder einladenden auf sie, das konnte man wohl als Segen oder Fluch betrachten. Kana hatte keine Ahnung was für Menschen dieser Clan beherbergte, versuchte jedoch nicht das Schlimmste zu befürchten, nur, weil ihr der Garten kalt und abweisend vorkam. Heute erlebte sie bereits so viele Überraschungen, vielleicht erwartete sie ja wieder eine? Als sich das Trio dem Palast näherte, kniff die Genin unwillkürlich die Augen zusammen, als ihr die blitzeblanke Fassade entgegenstrahlte. "Falls ich plötzlich verschwinde, hat mich die Putzkolonne entfernt.", schmunzelte Kana leise und deutete vage auf die geliebte Dunkelheit an ihrem Leib. Natürlich passierte nichts dergleichen, sobald die Shinobi an die Tür traten, klopften und vielleicht zwei Sekunden ruhig warteten, als die Tür buchstäblich aufflog. Würde der Zugang nach außen schwingen, wären die drei Besucher aus dem Anwesen katapultiert worden, mindestens! ... Oh!, dachte auch Kana, als sie die junge Frau vor sich stehen sah. Eine Dienerin? Wohl kaum. Die Ehefrau? Optisch wirkte sie zwar blutjung, aber man wusste ja nie. Oder vielleicht doch eher die Tochter? Hm. Jedenfalls waren sich der alte Mann und diese Frau vertraut genug, den Kage-Titel durfte sie anscheinend weglassen. Nachdem sich die Itô mit dem Vornamen Suzuka vorstellte, lenkte der Raikage sofort ein, indem er ihren Rang im Clan offenbarte - Oberhaupt. Hatte Kana richtig verstanden? Sie strich wie beiläufig eine Haarsträhne hinter das Ohr, und sah dann zu Mari. Okay, die Chuunin wirkte selbst überrascht, dann hatte sie wohl doch kein Hörproblem. Suzuka war bestimmt nicht älter als Mari, und wenn, nicht viel. Wie alt war die Hyuuga denn? Hm.

Die Schwarzhaarige ließ keine weiteren Kommentare zu und bat die Besucher in das Haus. Das Innere war traditionell japanisch, eine einfache Bauweise mit vielfältigen Räumen und minimalistischer Einrichtung. Von Außen wirkte das Anwesen zwar modern und kalt, die Innenausstattung jedoch warm und heimisch. Die Räume bestehen überwiegend aus Holz, Papier und Schilf, das alles bestand dennoch aus dem besten Material, das es auf dem Markt zu kaufen gab. Breite Fenster und Schiebetüren ersetzten die klassischen Glasfenster und kleine Türen und ließen die Räumer noch größer darstellen. Suzuka führte ihre Gäste direkt in das Esszimmer, auf dem Weg dorthin begegneten sie zunächst keine Menschenseele, aber warte, sollten Mari und Kana etwa mit essen? Mit dem Raikagen und dem Oberhaupt in einem Raum, an einem Tisch? Irgendwie war die Vorstellung absurd, vor allem bezüglich des alten Mannes. Hatten die nicht wichtige Dinge zu besprechen, die supergeheim waren? Oder war das bloß ein Anstandsbesuch? So, oder so, die Isayama bezweifelte, dass der Raikage das gutheißen würde mit einer Hyuuga und einem Grünschnabel zu speisen. Allerdings war das hier nicht sein Haus und eigentlich konnte er nichts dagegen tun. Vielleicht würden sie auch einfach nur zusammen essen und die beiden Kunoichi anschließend weggeschickt, während sich die großen Persönlichkeiten bei Sake unterhielten. "Setzt euch doch." Suzuka deutete auf die bequemsten Kissen auf dem Boden, die Kana jemals in ihrem bisherigen Leben gesehen hatte. Vier Kissen für jede Tischseite. Als der Kage saß, nahm das Mädchen natürlich nicht gegenüber Platz und bestaunte das üppige Mahl, welches sich vor sie erstreckte. Leider war sie nach den himmlischen Reisbällchen noch nicht hungrig genug, um dem Mahl die berechtigte Aufmerksamkeit zu schenken. Sie würde vielleicht ein bisschen hiervon und davon probieren, um nicht unhöflich zu sein. Die Itô lächelte freundlich in die Runde, "Bevor wir mit dem Speisen anfangen, verratet mir doch bitte eure Namen.", meinte Suzuka ehrlich interessiert und sah zwischen Mari und Kana hin und her. Der Fakt, dass sie auch Mari fragte, freute Kana. Der alte Mann hüstelte, was das wohl zu bedeuten hatte? Musste er schließlich doch noch Missgunst äußern? Na, wie auch immer. Nicht sein Haus. Ein kurzer Blick zur Hyuuga, scheinbar ließ sie Kana den Vortritt. "Ich bin Isayama Kana, freut mich Euch kennenzulernen, Itô-san.", meinte sie kurz und knapp, mehr wurde ja nicht verlangt. Das Mädchen wischte sich ein wenig nervös die Hände am Rock ab und zappelte hin und wieder auf ihren Knien, diese Position fand sie nicht so bequem, uff. "Isayama-san.", ein Nicken und freches Grinsen auf den Lippen. "Du musst bei mir nicht so förmlich sein wie bei Hashimoto-san! Oh, und dein Kleidungsstil gefällt mir! Und die Narbe am Auge hat auch was!" Während der Mann wieder hüstelte, diesmal ein wenig lauter, ignorierte Kana ihn, lächelte verlegen und schien sich plötzlich sehr für das Mahl zu interessieren. Dann wandte sich Suzuka an Mari, während auch sie den Hashimoto gekonnt ignorierte. "Deine Haarfarbe ist außergewöhnlich für eine Hyuuga, gefällt mir auch total! Wie ist denn dein Name? Irgendwie kommst du mir bekannt vor ...", plapperte sie munter weiter.
 
Zuletzt bearbeitet:

Hyuuga Mari

Chuunin
Beiträge
1.115
Alter
20 Jahre
Größe
170 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro | Konoha
Steckbrief
Link
Suzuka war das Clanoberhaupt der Itô. Das… Clanoberhaupt. Mari blieb weiterhin sprachlos, während sie in das Innere des Hauses folgte und die Einladung zum Essen so mehr oder minder bewusst annahm. Die Hyuuga war neugierig, wollte gerne mehr darüber wissen, wie Suzuka in diesem jungen Alter zu dieser Position gekommen war. Klar, sie musste unheimlich fähig sein. Aber war das alles? Flüchtig blickte die 19-Jährige zum Raikage und wurde sich wieder bewusst darüber, dass sie derzeit mitten in einem Auftrag steckten. Es war wohl nicht der richtige Zeitpunkt, um mit Suzuka darüber ins Gespräch zu kommen. Für den heutigen Tag hatte es genügend ärgerliche Situationen mit Hashimoto Goro gegeben, noch mehr wollte Mari nicht provozieren. Vor allem nicht so kurz vor dem Abschluss des Jobs. Im Esszimmer angekommen musterten die hellen Augen der Braunhaarigen den Esstisch und die fertig bereiteten Kissen auf dem Boden. Sofort stieg ein himmlischer Duft in ihre Nase, der offensichtlich von den feinen Speisen herrührte, die auf dem Esstisch bereitgestellt worden waren. Es machte Lust, einen Happen zu probieren… ob die Itô das selbstgekocht hatte? Mari war eine miserable Köchin und hatte sich mit der Zeit damit abgefunden, besser essen zu können als selbst Essen zuzubereiten. Daher wusste sie ein gut gekochtes Essen umso mehr zu schätzen. Nachdem Kana und der Raikage Platz genommen hatten, bemerkte die Hyuuga, dass nur noch auf sie gewartet wurde. Mit ein wenig Verzögerung suchte sich daher auch Mari ein Plätzchen und legte die Hände auf den Knien ab.

„Hyuuga Mari“, stellte sich die Kunoichi brav vor, nachdem Suzuka nach den Namen der Gäste gefragt hatte. Ein leichtes Lächeln huschte über die Lippen der Hyuuga, der natürlich ebenso auffiel, dass die Schwarzhaarige ihr die Gelegenheit gegeben hatte, sich vorzustellen, anstatt sie pauschal als Hyuuga anzusprechen. Vielleicht wusste Suzuka, wie schwierig es sein konnte, wenn man immer sofort aufgrund einer Clanzugehörigkeit gedanklich in bestimmte Schubladen geschoben wurde. Beiläufig nahm sie wahr, dass der Raikage hüstelte, doch genauso wie Kana und Suzuka ignorierte auch Mari das Verhalten des einzigen Mannes am Tisch gekonnt. Es gefiel ihr, dass Hashimoto Goro sich im Hause der Itô zusammenreißen musste und seinem Zorn nicht einfach freien Lauf lassen konnte. Als die Schwarzhaarige jedoch erwähnte, dass Mari ihr bekannt vorkam, horchte diese plötzlich auf. Oh nein. Bitte, nicht hier auch noch. „Vielleicht habt Ihr meine Mutter oder meine Schwester einmal gesehen? Sie besuchen hier im Viertel gelegentlich Freunde“, log Mari, um schnell vom überaus heiklen Thema des Wettbewerbs im Reich des Tees abzulenken. Zu sehr wollte sie die guten Manieren des Raikagen dann doch nicht herausfordern. „Ich persönlich würde das zwar nie bestätigen, aber viele Leute behaupten, wir würden uns sehr ähnlichsehen. Und da Hyuuga mit braunen Haaren tatsächlich eher zur Seltenheit gehören, ist die Verwechslungsgefahr umso größer.“ Mari hob die Mundwinkel leicht an und hoffte, dass das Oberhaupt der Itô sich mit dieser Erklärung zufriedengeben würde. Suzuka schien kurz darüber nachzudenken, warf Mari dann plötzlich einen vielsagenden Blick zu, bevor sie lächelnd verkündete: „Ja, das kann es natürlich sein.“ Und das Thema damit für beendet erklärte. Dieser Blick… Suzuka wusste eindeutig, dass es keine Verwechslung war, weshalb Mari ihr bekannt vorkam. Aber sie sprach es trotzdem nicht weiter an? Als ob die Itô spüren würde, dass die Braunhaarige über das Thema nicht sprechen wollte und es einfach respektierte. Wow. Suzuka wurde noch ein gutes Stück sympathischer! „Also dann… greift doch bitte zu! Und keine falsche Zurückhaltung, das Essen soll ja nicht schlecht werden.“ Sie zwinkerte und deutete dann auf den reich gedeckten Tisch. „Oh, Hashimoto-san, hier. Das mochtet Ihr doch auch immer, wenn Ihr meinen Vater besucht habt!“ Ohne dem Raikagen eine Gelegenheit für Widerworte zu geben, fischte Suzuka nach dem Teller des alten Mannes und gab eine ordentliche Portion einer Art Salat darauf. Hm. Das sah wirklich nicht schlecht aus. Kurz sah Mari zu der Isayama, zuckte dann mit den Schultern und nahm sich selbst ebenso etwas zu Essen. Sie hatten wohl keine Wahl, immerhin wäre es unhöflich, die Einladung abzulehnen. Und während sie aßen, plapperte Suzuka munter drauf los und erzählte dem Raikagen tatsächlich sehr offen von den neuesten Entwicklungen aus dem Itô-Clan. Keine heiklen Themen, aber einige Informationen über Clanzuwachs, Rangaufstiege oder eine Zusammenfassung der letzten Clansitzung. Dabei erwähnte Suzuka so viele Namen, die Mari gänzlich unbekannt waren, dass es ihr unmöglich war, wirklichen Inhalten zu folgen. Währenddessen bemerkte die Hyuuga gar nicht, wie die Zeit verging.
 

Isayama Kana

Genin
Beiträge
62
Alter
13 Jahre
Größe
160 cm
Fraktion
Shiro
Dorf
Shiro
Steckbrief
Link
Kanas Herz drohte aus dem Brustkorb zu springen, als Suzuka laut überlegte woher sie Mari kannte, beziehungsweise wo sie die Hyuuga gesehen hatte. Die bernsteinfarbenen Augen der Jüngsten sprangen alarmiert zum Raikagen, der jedoch zunächst mit keiner Falte zuckte und weiterhin schwieg. Himmel, die Itô musste ihm ja so einiges bedeuten, wenn er sich dermaßen zusammenreißen konnte. Vielleicht war sie für ihn ja wie eine Tochter, oder so. Trotz der Unbarmherzigkeit die Gosho sonst heraushängen ließ, schien er doch so was wie ein warmes Herz zu besitzen. Möglicherweise hatte auch bloß ihre Abstammung was mit seiner Zuneigung zu tun, wegen Kumogakure. Kana zuckte unbewusst mit den Schultern, besah sich wieder die Landschaft von Gerichten, die vor ihr ausgestreckt lag. Wo sollte sie bloß anfangen? Einige Häppchen wirkten wirklich kunstvoll, sodass sie gehemmt war solch ein Teil mit ihren Zähnen zu zerstören. Mit aufgeblasenen Wangen überlegte sie, ließ dabei die Luft von einer Seite zur anderen wandern. Irgendwie fühlte sich Kana überfordert, entschied sich kurzerhand für Reisbällchen bevor die Situation noch peinlich werden konnte, und schnappte sich zwei davon. Reisbällchen kannte sie immerhin. Vermutlich kannte sie sogar alles, aber eben viel schlichter arrangiert. Als Mari schließlich mit einer guten Lüge um die Ecke kam, zumindest glaubte sie das, nickte Kana bekräftigend, obwohl sie das ja gar nicht wissen konnte. Aber sicher war sicher. Der Raikage ahnte bestimmt nicht, dass sich die beiden Kunoichi die ihn den ganzen Tag begleiteten, erst kennenlernten. Suzuka schien Maris Absicht zu verstehen, sie spielte sogar mit und ließ das Thema einfach so fallen, puh! Dann kannte sie den Raikagen wohl doch ein bisschen besser als gedacht.
...
Kana brauchte eine gefühlte Ewigkeit für die beiden Reisbällchen, war sie doch noch relativ satt von den zuvor Perfekten aus dem Yūshoku. Oh Mann, die waren vom Aussehen her und geschmacklich gar nicht zu vergleichen, wobei die von der Itô auch echt gut waren. Na ja, die langsame Einnahme fiel ohnehin nicht auf während sich die Erwachsenen über dies und das unterhielten. Als die Themen allmählich versiegten und nur noch was gesagt wurde, um keine seltsame Stille entstehen zu lassen, klatschte Suzuka plötzlich laut in die Hände und stand auf. Kurz blickte sie nach draußen. "So, es wird spät. Wir sollten uns ein andermal wieder austauschen, Hashimoto-san." Sie wartete geduldig, bis alle Anwesenden aufgerichtet waren. Boah, na endlich! Viel länger hätte Kana in der Position nicht aushalten können. Steif und mühsam zog sie sich auf die Beine, versuchte, dabei keine komische Grimasse zu ziehen, massierte dann kurz die schmerzenden Knie. An der Tür fiel die Verabschiedung kurz und knapp aus, Suzuka betonte jedoch wie nett der Abend und die Gesellschaft doch war. Mari und Kana hatten zwar nach der Vorstellung keinen Ton mehr herausgebracht, aber okay. Vielleicht war das wieder irgendwas Soziales, das Kana noch nicht so wirklich verstand. Kaum war die Tür geschlossen, starrte der Raikage den Kunoichi entgegen, räusperte wieder einmal kräftig. "Dieser Besuch wird nicht öffentlich gemacht, damit das klar ist." Stille. Weil er nett und freundlich war, und niemand einen falschen Eindruck von ihm haben sollte? Wichtige Infos konnte die Genin jedenfalls nicht aufschnappen. Die Hyuuga und die Isayama sahen sich einen Moment an und nickten ihm dann einfach zu. "Gut. Ich werde von nun an alleine klarkommen, die nötigen Wege kenne ich zu Genüge. Den Bericht über euch hinterlasse ich in der Verwaltung, natürlich ist mir bewusst, dass ihr mich nicht freiwillig begleitet habt. Mal davon abgesehen, dass ich mir andere Shinobi ausgesucht hätte. Aber ihr habt getan, was ihr tun solltet, also ..." Er winkte ab und drehte sich weg, nahm den Weg bereits auf sich. Kana zog eine Braue hoch, blickte ihm einige Momente nach. War der Job vorbei? Waren sie erfolgreich? Zunächst schweigend verließen die Kunoichi das Anwesen des Itô-Clans und das Mädchen gähnte, streckte die Gelenke. "Ich glaube, wir sind frei.", meinte sie erleichtert und erschöpft. Dieser Gosho war wirklich ziemlich stressig und sehr unangenehm. "Wehe, der erzählt nur Unsinn. Na ja, sein letzter Satz lässt hoffen." Was jetzt? Eigentlich hatte Kana keine Lust mehr irgendwas zu unternehmen, aber vielleicht machte man das nach einem Job mit dem Partner? Sich ein Feierabendgetränk gönnen, oder so, und dabei über den Tag reden. Nee ... Dafür war sie zu müde. "Also ... Hat mich gefreut dich kennenzulernen, Hyuuga-san. Vielleicht trifft man sich ja mal wieder, oder wir werden erneut als Team agieren. Ich wäre jedenfalls nicht abgeneigt. Oh, und vergiss nicht mir wegen der Revanche Bescheid zu geben!" Die Isayama griff einmal in die Erde am Wegesrand, machte ein Fingerzeichen und erschuf ein kleines Shuriken aus Kristall. "Hier, zur Erinnerung daran!" Sie legte Mari das rosa Shuriken in die Hand und winkte dann zum Abschied, ehe sie in die entgegengesetzte Richtung lief.

- Job Ende -
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben