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Dieses Thema im Forum "Getsurin" wurde erstellt von Kaishira Asuka, 7. Apr. 2011.

  1. Kinzoku Kenta

    Kinzoku Kenta Chuunin

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    "Ganz genau." Pflichtete Kenta der - ein wenig radebrechenderen - Formulierung seines neuen Freundes bei, und folgte kurz dessen Blick aus dem Fenster, während er das weitere darlegte. Bevor sie das Shiroteam gesehen und die Zielregion vor Augen hatten, ergab es in seinen Augen nicht so viel Sinn, sich großartige weitere Gedanken zu machen wie sie vorgehen wollten - denn so oder so lief alles drauf hinaus, dass erstmal der Wald durchkämmt werden wollte. Respektive: Durchforstet, haha. Nebenbei hatte er wohl registriert, dass Toru tatsächlich eine Axt ins Feld führte ... interessant. Er war ja mal gespannt, wie da das Endergebnis aussah.
    Toru sprach einen Punkt an der nicht ganz unvernünftig war - Shiro aus der Entfernung signalisieren, dass sie gar nicht vorhatten, in Kämpfe einzusteigen - aber Kenta sah da ein ganz pragmatisches Problem. Aber bevor er das vortrug, musste er erstmal kurz auflachen, denn Toru fiel aus Versehen ein ehrliches Wort aus dem Satzbehälter. "Wenn man es so sagt, klingt es ein wenig paradox, da gebe ich dir recht. Aber da wir gegenwärtig nicht im Krieg sind haben wir alle keine stehenden Order die Gegenseite bei günstiger Gelegenheit ein paar Grad kälter zu machen, sofern das nicht explizit gefordert ist. Da wir keinen derartigen Befehl haben wäre es sonderbar wenn sie einen hätten, immerhin dürfte das dem Auftraggeber vollkommen egal sein was wir miteinander machen, sofern seine Probleme gelöst werden. Das Selbstverständnis der Shiro-nin ist auch ein anderes als das hiesige ... sehr moralisch geprägt." Ein Hauch von Geringschätzung untermalte diese Worte - etwa so wie eine gewisse Schärfe die Luft in der Umgebung eines größeren Senfgaseinsatzes untermalte. Es hielt aber nur einen Augenblick an, bis ein frischer Wind über das Schlachtfeld und über Kentas Mimik streifte und alle Untermalungen davonwehte.

    "Umso mehr liegt auch für sie Kooperation nahe, wenn wir genau die selbe Sache lösen sollen - und es sich auch nicht um einen beweglichen Gegenstand handelt, den nur eine von zwei Gruppen zum Auftraggeber schaffen kann."
    Das wäre natürlich eine Konstellation bei der Kenta mit allen Schikanen zugeschlagen hätte, und zwar als erster, bevor sich bei den Shiros jemand zu der Einsicht durchrang dass hier nicht alle gewinnen konnten. Aber zurück zum Punkt - "Aber ich würde ungeachtet der politischen Situation nicht mit einer weißen Fahne durch einen potentiell von gewaltbereiten Wasauchimmer bewohnten Wald staksen. Wenn wir die Täter anlocken wollen sollte sich etwas passenderes als Kostüm finden lassen. Wir tragen einfach mal korrekterweise diese Teile hier-" Kenta zog aus seiner Sakkotasche das Stirnband und band es sich nach kurzer Überlegung um den Oberarm, wo es zum formalen Dresscode doch etwas weniger deplatziert wirkte als um die Stirn. Auch wenn er dabei die Zähne zur Hilfe nehmen musste. "- und wenn wir unsererseits Shinobi begegnen nehmen wir Kontakt auf um Verhandlungen zu beginnen."

    So viel zu dem Punkt. Was seine Kompetenzen anging blieb Toru etwas vage, ließ aber durchblicken dass er sich gut aufs Zuschlagen verstand. Wunderbar. Jemand den man nach vorne stellen konnte während Kenta sich um strategische Dinge und große Blitze kümmerte. "Falls wir anderweitig nicht weiterkommen kannst du uns ja einen Weg freihacken. Wunderbar." Und wenn er die Andeutung richtig verstand war da auch ein wenig Doton? "Ich bin da eher dem elektrischen Element verschrieben. Und natürlich dem Metall." Kenta streckte seine Hand vor und öffnete sie leicht - ein schmaler Streifen silberglänzendes Metall schob sich vor, wand sich leicht, und spross auf, bis er über Dornen und - noch wichtiger - Blätter verfügte. Das fertige Ergebnis pflückte Kenta sorgfältig ab und stellte es in die ansonsten recht verwaiste Dekovase in der Mitte des Tischs. "Schade dass wir nicht mit einem Ball zu rechnen haben - sie machen sich wunderbar in Knopflöchern wenn man vorher die scharfen Stellen abfeilt ... na gut. Wenn du nicht noch Fragen zur Mission haben solltest würde ich sagen wir klären wie wir den Rest der Zeit rumbringen! Ich hätte zu lesen dabei - oder hast du sonst etwas anzubieten?" Grundsätzlich wäre Kenta einem Kartenspiel oder was auch immer Toru freizeitmäßig anbieten wollte nicht abgeneigt, soweit es sich im Rahmen hielt. So recht begriff er noch nicht, was bei dem Kollegen Sache war, da wäre es doch eine interessante Chance mehr zu erfahren.

    tbc: Düsterer Waldrand (noch zu erstellen!)
     
  2. Kazegawa Toru

    Kazegawa Toru Genin

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    “Moralisch geprägt? Klingt eher als wären die nicht besonders helle. Oder schlecht ausgebildet. Oder beides.“

    Wieder nickte Toru zustimmend, als das Thema in familiäre Gefilde zurückfand. Irgendwie mochte er die gelassene Ader des Kinzoku und ließ ihn auf eine reibungslose Mission hoffen. Ein Eindruck, der sich durch seine offene Haltung während dieser ganzen Planungsphase nur noch verstärkte. Offenbar wollte sich keiner der beiden ernsthaft auf eine Vorgehensweise festlegen, bevor sie nicht Gelegenheit fanden, sich vor Ort ein genaues Bild von der Situation zu machen. Der beiläufige Umstand seines überlegenen Ranges weckte in Toru zudem starke Hoffnungen, sich während ihrer gemeinsamen Reise noch so manchen Trick von dem Chuunin abschauen zu können. Natürlich würde er das nicht offen zeigen, ganz zu schweigen sich dabei erwischen zu lassen, wenn er Kentas spezielle Kniffe nachahmte. Besser gleich kontern und seinerseits Kompetenz präsentieren:

    ”Mit Wasauchimmer ist nicht zu spaßen. Die gewaltbereite Sorte ist die schlimmste von allen... Oh, gute Idee!”

    Und schon bekam er eine Gelegenheit, dem Beispiel des ranghöheren Kollegen zu folgen. Er zog sein eigenes Abzeichen aus der Innentasche des Sakkos und band es sich wenig umständlich ans Bein. Der rechte Oberschenkel bot noch genug Platz, also entschied er sich dafür, auch wenn es die üblich streng geachtete Symmetrie seines Outfits in zeitweise Schieflage versetzte. In Augenblicken wie diesen bereute er fast, dem einstigen Standard der Shinobi-Uniform abgeschworen zu haben. Ein oder zwei Holster am linken Bein hätten schnell und unkompliziert für Ausgleich sorgen können. Sei’s drum. Auf den Einsatz von Shuriken und Kunai verzichtete der Kazegawa ohnehin zugunsten eines in seinen Augen effektiveren Werkzeuges.

    ”Wieso nicht, Bäume sind hauptsächlich fürs nachwachsen bekannt und ohne Grünzeug finden wir unsere SchnitzelschnellerwaszumKuckuckistdas?”

    Selbstverständlich produzierte Kenta seine Metallblume ohne mit der Wimper zu zucken, wohingegen Toru aussah, als wollte er sich langsam in das Holz der Kabinenwand verkriechen. Von Haus aus nicht besonders schreckhaft, schaffte es die unvermittelte Erscheinung einer kleinen Pflanze, ihn für einen Moment aus der Ruhe zu bringen.
    Ganz der Profi tat er natürlich sofort wieder so als wäre nichts geschehen. Trotzdem ließ er die Vase vorerst nicht aus den Augen.

    ”Mir war kurz der Fuß eingeschlafen. Das... hat Eindruck hinterlassen. Die Blitze glaube ich dir aber auch ungesehen, danke.”

    Praktisch war das schon, auch wenn die Blumenform als Waffe bei ihm für hektische Spekulationen sorgte. Was für Metall war das und woher kam es? Warf man sie einzeln oder als Strauß? Wie lange hielt sich sowas bei ausreichend Licht und guter Bewässerung?

    “Davon habe ich schon gehört. Du nutzt du dafür dieses Foton: Sünte-see, nicht wahr? Obwohl in dem Zusammenhang nie wirklich von irgendeinem Metall die Rede war… Aber stimmt schon, als Anstecker macht so eine Blume bestimmt schwer was her am Revers. Schicker Anzug, so ganz nebenbei gesagt.


    Damit spielte er natürlich auf ihren offensichtlich in ähnlicher Weise ausgeprägten Modegeschmack an. Auch wenn Kentas Anzug weniger den Anschein machte, ihm sprichwörtlich auf den Leib geschneidert worden zu sein - Toru kannte sich sehr gut mit dieser Situation aus, hatte er doch bis vor einiger Zeit selbst Standardgrößen von der Stange getragen. Er brauchte nur an die Schulterpolster zu denken und schon überkam ihn das Grauen. Aus Reflex zog er sich die schwarze Kluft von den Schultern und hängte sie fein säuberlich neben seinen Sitzplatz.

    “Lesen klingt nach einem sinnvollen und bildenden Zeitvertreib.”

    Sprachs und stand auf, um ein zerknautschtes Buch voller Knicke, Falten und Eselsohren hervorzuholen. Der abenteuerliche Titel war noch gerade eben so zwischen Flecken von Kaffee und getrockneter Tomatensuppe auszumachen.

    tbc: Düsterer Waldrand
     
    Zuletzt bearbeitet: 18. Feb. 2019
    Fujioka Shion gefällt das.
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