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Sumiya Saki

Chuunin
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Gar nicht aus der Ruhe zu bringen der Yamakabe vor Saki, ohne zu zögern hatte er mit seinen Yogaübungen begonnen und schien sich auch von dem Gespräch nicht davon abhalten zu lassen seine Routine durch zu ziehen. Fast wäre Saki gewillt mit einzusteigen, doch sie riss sich zusammen, Yoga war jetzt als Missionsvorbereitung nicht unbedingt essentiell und außerdem hatte sie das Gefühl, dass sie dem Yamakabe ein wenig die Richtung weisen musste. Der glattköpfige Junge wirkte irgendwie so, als bräuchte er ein wenig Hilfe, die ihm unter die Arme griff. Und da sonst niemand hier war, war es wohl an Saki dies zu tun. Mit dieser Rolle wäre die Sumiya nicht wirklich glücklich, sie war als Kunoichi hier, nicht als Babysitterin. Selbst als er selbst das Wort ergriff und über sich und seine Fähigkeiten sprach unterbrach er seine Yogaübungen nicht. Seine ersten Worte schienen voller Stolz zu sein, seine Zugehörigkeit zum Clan der Yamakabe schien dem jungen Mann wohl ziemlich wichtig zu sein. Lächelnd folgte die Sumiya den Ausführungen des Jungen, während sie sich den Kopf zermarterte, ob sie schon einmal etwas über Yamakabe gehört hatte. Einige Clans waren ja bekannter, als andere und manchmal hatte man ja auch selbst Begegnungen gehabt, doch der Clanname sagte der jungen Frau auf Anhieb nichts. Wahrscheinlich sollte sie den jungen Mann danach fragen, eventuell konnte er ja etwas nützliches, das der breiten Population nicht zu Verfügung stand. Ein Kekkei Genkai oder auch nur geheime Techniken, ähnlich ihren eigenen Zeichnungen, voerst ließ sie Isamu aber ausreden. Klingt ganz so, als sei er ein reiner Taijutsuka, spricht irgendwie gegen geheime Ninjutsutechniken, aber wer weiß. Eventuell war er auch einfach noch nicht weit genug für so etwas oder es handelte sich um geheime Taijutsutechniken. Alles möglich. Ein gesundes Selbstvertrauen schien er ja zu haben, wenn er so von seinen Noten in Taijutsu sprach und die anderen als unterdurchschnittlich bezeichnete. Ganz schön wichtig nimmt der sich. Wenn er das nicht auch beweisen konnte, wäre Isamu schneller bei Saki unten durch, als er bis drei zählen konnte. Gut, dass der Yamakabe schnell noch hinterher setzte, dass er Saki vertrauen würde. Hieß, er würde hoffentlich keine Alleingänge machen. Anfänger neigten dazu sich zu überschätzen, weil sie plötzlich das Stirnband besaßen. Freut mich zu hören, aber ich hoffe, dass wir bei der Suche Konflikte vermeiden können.

Eigentlich war die Vorstellungsrunde vorbei, das war auch der Grund, warum Saki sich erhob und auf die Reling zuging, doch sie wollte wirklich nach den Yamakabe fragen. Wissen war wichtig, sie kämpfte lieber mit Informationen, als mit den Fäusten und neue Informationen konnten immer nützlich sein. Während sie sich nun mit den Armen auf der Reling abstützt, drehte sie den Kopf wieder zu Isamu und blickte ihn bei seinen Yogaübungen an. Hey, sag mal. Von den Yamakabe habe ich bisher noch nichts gehört. Aber viele Clans bilden sich ja um ein bestimmtes Kekkei Genkai oder geheime Techniken. Habt ihr auch etwas in der Richtung? Ein wenig Neugier konnte ja nicht schaden, oder? Saki hatte ja nicht gefragt, dass er sie in eventuell geheimen Techniken unterwies, aber einen groben Umriss sollte der junge Mann geben können. Kaum hatte sie ihre Frage gestellt, drehte Saki ihren Kopf bereits wieder dem Wasser entgegen, die frische Seeluft war wirklich angenehm und der salzige Wind, der ihr durch die blaue Mähne fuhr, war besonders belebend. Die Sonne leistete wirklich ganze Arbeit, aber in der Ferne tauchten die ersten Schwaden auf, die auf dichten Nebel an ihrem Ziel hindeuteten. Nichts wirklich Ungewöhnliches. Kirigakure hatte seinen Namen nicht umsonst bekommen, zwar gab es auch sonnige Tage, aber die Gegend um das versteckte Dorf war bekannt für seinen dichten Nebel, in dem so allerhand Dinge und Shinobi versteckt ihr Unwesen treiben konnten. Ein irgendwie schauriger Gedanke. Schade, es sieht wohl so aus, als würde uns diese schöne Sonne nicht erhalten bleiben. Der typische Nebel von Kirigakure wird uns wahrscheinlich eher begleiten. Ein wenig blöd war das schon, schränkte dies doch auch die Effektivität ihrer Zeichnungen ein, diese konnten ja nun auch weniger sehen, als sonst. Naja, man konnte es nicht ändern, dann wären die altmodischen Methoden eben notwendig.

@Yamakabe Isamu
 
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"Das hoffe ich natürlich auch. Ich bin niemand, der einen Konflikt sucht. Ganz und gar nicht." Um sein Training zu einem entspannten Abschluss zu bringen, nahm er die Haltung des Kindes ein. Sie war definitiv der beste Abschluss für eine Yoga-Session. Gleichzeitig verbarg sie sein trauriges Gesicht, als Saki offenbarte, dass sie noch nie von den Yamakabe gehört hatte. Nicht unerwartet, aber dennoch traf es ihn, da sein Clan das Wichtigste in seinem Leben war. Nicht umsonst richtete er sein Leben nach den Lehren von Yamakabe Han aus. Ich werde den Namen zu altem Ruhm zurückführen… Es war sein Lebensziel und deshalb war war Sakis Unwissenheit jetzt kein Grund den Kopf hängen zu lassen, sondern nur noch mehr Ansporn sein Ziel zu erreichen.
Nachdem er einige Sekunden in der abschließenden Pose verharrt hatte, richtete er sich auf. Er trat zu Saki an die Reling, um ihre Frage zu beantworten, doch schob sich zunächst ein anderes Thema dazwischen. Kirigakure erschien am Horizont. "Zu viel Sonne ist ohnehin nicht gut für die Haut." Er kniff die Augen zusammen. Sein Weg hatte ihn noch nie nach Kirigakure geführt. Die Stätte der Yamakabe lag in der anderen Richtung und das war die einzige Reise, die er Jahr für Jahr auf sich nahm. Jetzt als Shinobi würde sich das wohl schnell ändern, aber neue Umgebungen boten neue Herausforderungen und neue Herausforderungen brachten Fortschritte. Isamu stand dem Ganzen also sehr positiv gegenüber. "Damit wären wir auch schon beim Thema." Isamu schob den rechten Ärmel seiner Kleidung hoch, um seinen nackten Unterarm freizumachen. "Ich zeig dir am besten, womit die Yamakabe gesegnet sind, soweit ich das schon kann." Er schaute sich kurz um, ob er ein geeignetes Werkzeug in der näheren Reichweite fand, kam aber relativ schnell zu dem Entschluss, dass die einfachste Bezugsquelle genau vor ihm lag. "Kannst du mir einen Kunai leihen? Ich trage diese Dinger nicht mit mir rum." Natürlich hatte sie einen Kunai dabei. Er hatte sich mittlerweile mit diesen Dingern abgefunden. Sie gehörten zum Alltag und kamen seltener zum Einsatz als man dachte. In der Regel bevorzugten die meisten Shinobi glücklicherweise andere Praktiken für Angriff und Verteidigung. "Pass auf." Er ritzte mit dem Kunai einmal in die Reling, um zu testen, ob er scharf war, und hinterließ schon bei geringem Druck eine kleine Kerbe. Holz war eben kein starkes Material. Dann wiederholte er das gleiche mehrmals an seinem Arm mit ein wenig Druck. "Ein einfacher Tölpel kommt schon nicht mehr durch meine Haut. Mein Ziel ist es aber, so widerstandsfähig zu werden wie der Gründer des Clans: Yamakabe Han. Nichts wird mich dann fällen können, aber bis dahin ist es noch ein langer Weg." Er reichte den Kunai an Saki zurück und schenkte seine Aufmerksamkeit wieder dem Nebel, der immer näher kam. Einige Schwaden tasteten sich bereits an den Bug des Schiffes. Es schien fast so, als zogen sie das Schiff in den Hafen von Kirigakure. "Behalt einfach meinen Namen im Auge, dann wirst du noch zu sehen bekommen, wie ein jämmerliches Katana an meinem Kopf zerbricht, denn ich werde meinen Clan zu alter Bekanntheit, zu altem Ruhm zurückführen." Er stützte seinen Kopf auf die Hand und beobachtete das Wasser. Der Nebel wurde immer dichter und machte es immer schwieriger, die Schemen in der Entfernung als Steine, Bäume, Häuser oder Personen zu identifizieren. Nicht gerade optimal für eine Suchaktion. "Achso… Wir können unsere Haut auch verändern und vermehren, um damit Ninjutsu zu wirken. Dazu ist mein Ninjutsu aber noch zu schwach.", ließ er noch als Randbemerkung fallen, als wäre es das Normalste der Welt. Mal sehen ob Saki das auch so sah.

@Sumiya Saki
 

Sumiya Saki

Chuunin
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Auf ihre Frage verharrte Isamu einen kurzen Moment in der letzten seiner Yoga positionen. Hatte sie etwas Falsches gesagt? Für manche war dieses Clangespräch eine herzzerreißende Sache, die ihnen nahe ging. Manche hassten ihren eigenen Clan, andere gingen geradezu in den Lehren ihrer Vorväter auf. Wenn sie eines der beiden Extreme wählen müsste, schätzte sie, dass Isamu eher Fall Nummer zwei wäre, doch wirklich wissen tat sie es nicht. Außerdem gab es eine ganze Menge in der Mitte dazwischen. Außerdem hatte Saki da kein Mitspracherecht, sie gehörte keiner großen Familie an, Himmel ihre Blutsverwandten waren allesamt tot. Das einzige Stückchen Familie, dass sie derzeit besaß war die Kräuteroma, aber die hatte es nicht so mit der Zärtlichkeit. Wo Saki wohl ihre Persönlichkeit größtenteils her hatte?
Wenig später trat Isamu neben die Sumiya und blickte mit ihr in Richtung ihres Ziels. Die Nebelschwaden näherten sich unheilvoll dem Boot und glitten stumm, einer Mahnung gleich, über die sanften Wellen des Ozeans. Erst hatte Saki gedacht, dass der Yamakabe nicht mehr über seinen Clan sprechen wollte, er schien schon das Thema gewechselt zu haben, doch plötzlich begann der junge Mann damit seinen Arm zu entkleiden und die nackte Haut darunter zu offenbaren. Was hat er vor? Ein wenig neugierig war Saki auf jeden Fall, weswegen begann er sich wieder frei zu machen, wenn er erklären wollte, was er konnte? Noch perplexer war die Sumiya aber dann, als er sie um ein Kunai bat. Wieso hat er keine Grundausrüstung? Hatte Isamu etwa gedacht, dass er keine Grundlegenden Waffen benötigte, weil es nur auf die Suche nach einem Kind ging? Ein wenig engstirnig, ein einfaches Kunai hatte so viel Nutzen, dass selbst Saki ein paar der kleinen Klingen mit sich führte. Eines ihrer Kunai reichte sie nun auch leicht verwirrt zu dem Genin herüber, um zu sehen, was er vor hatte. Nach einer Kerbe, die er in der Reling hinterlassen hatte, begann sich der Yamakabe einfach über die Haut zu ziehen. Erst wollte Saki dazwischen gehen, weil sie keine Lust hatte ihm bei der Selbstverstümmelung zu zusehen, doch als sie merkte, wie die Klinge nicht in die Haut eindrang, zog sie ihre erhobenen Hände wieder zurück. Die Haut musste eine Menge aushalten, wenn sie von der Klinge nicht einmal durchstoßen wurde. Faszinierend, ob er mir eine Hautprobe überlassen würde? Wenn das überhaupt ging, wenn die Haut einem Kunai standhielt, wie würde sie dem Yamakabe seine Haut abspenstig machen können. Außerdem brannte ihr eine andere Frage hierzu viel mehr unter den Nägeln. Spürst du überhaupt etwas? Und wenn ja, wie ist das dann bei einem Schnitt, der deine Haut nicht durchschneidet? Waren die Schmerzen dennoch da oder war es nur ein Druck. Ihre medizinische Neugier war geweckt, so sehr sogar, dass sie den Nachsatz Isamus zu seinen weiteren Ninjutsufähigkeiten nicht einmal richtig wahrnahm. Die Yamakabe waren durchaus ungewöhnlich.
Zwischenzeitlich war die Fähre im Nebel verschwunden, sodass Saki nicht wirklich mehr einschätzen konnte, wie lang diese Fahrt noch gehen würde, waren sie schon bei der Stadt oder noch mehrere Kilometer entfernt? Des Rätsels Lösung bot ein plötzliches, grelles Licht, dass kurz erschien und dann wieder im Nichts verschwand. Das Leuchtfeuer des Leuchtturms von Kirigakure. Sie waren angekommen, naja fast, noch musste das Boot anlegen, aber das war ja nur eine Frage der Zeit. Der Nebel hatte die Stadt sehr gut versteckt oder besser gesagt, er tat es immer noch, denn sehen tat Saki absolut nichts, wäre das Licht nicht gewesen, sie wäre vollkommen unwissend, wo sie sich befanden. Ich hätte keine Ahnung gehabt, wohin, wenn ich mit einer Zeichnung geflogen wäre.

Kirigakure - Straßen des Reichenviertels
 
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Saki zeigte ein deutliches Interesse an den Fähigkeiten des Yamakabe. Interesse war gut. Interesse verankerte die damit verbundenen Informationen in ihrem Kopf. Und das war schließlich genau das, was Isamu wollte. Also gab er sich Mühe, ihre Fragen zu beantworten. "Soweit ich das beurteilen kann, spüre ich ganz normal. Es fühlt sich an, als würde das Messer immer stumpfer werden bis zu dem Punkt, wo das schärfste Katana nur noch wie der Schlag mit einem Rohr ist. So wird es erzählt. Der Schmerz durch die Gewalteinwirkung ist also da. Die Wunde und die Verletzungen werden abgeschwächt. Da jeder Yamakabe aber angehalten ist, seine Widerstandsfähigkeit auch abseits der Haut zu trainieren, ist das Endstadium die vollkommene Abhärtung." Hoffentlich reichte das, damit sie bei dem Namen Yamakabe in Zukunft aufhorchte. Viel mehr konnte er auch noch gar nicht berichten. Er nahm sich aber fest vor, dass er beim nächsten Mal schon mit beeindruckenden Fähigkeiten auftrumpfen wollte. Dann könnte er sie vielleicht besser zeigen, anstatt darüber zu reden, denn an Taten erinnerte man sich immernoch am besten.
Die Gespräche für die Überfahrt waren damit abgeschlossen. Dennoch entstand keine unangenehme Stille, denn Isamu hatte das Gefühl, dass nicht nur er, sondern auch Saki die Ruhe zu schätzen wussten. Der übliche Druck ein Gespräch zu beginnen, war nirgends zu finden. Vielleicht wurde er aber auch nur durch den immer dichter werdenden Nebel verdrängt, der das Boot inzwischen ganzheitlich verschlungen hatte. Sie müssten jeden Moment den Hafen von Kirigakure erreichen, auch wenn es den Anschein machte, dass sie sich noch auf hoher See befanden. Die eingeschränkte Sicht erweckte fast den Eindruck, dass man ganz alleine war. Lediglich einige Schemen in der Entfernung gaben einen Hinweis darauf, wie nah das Festland eigentlich war. Auch die Geräuschkulisse passte nicht zu einer herannahende Stadt. Beinahe völlige Stille, anstatt lautes Treiben. Diese Stille wurde nur vom Knattern des Motors unterbrochen, der scheinbar nicht erst seit gestern Personen nach Kirigakure beförderte. Der dichte Nebel und die fehlende Sonne sorgten auch dafür, dass sich die Umgebungstemperatur zunehmend abkühlte. Eigentlich mochte es Isamu etwas wärmer, doch hier unterstrich es nur eine besondere Atmosphäre. Isamu erwischte sich sogar dabei, wie er in Gedanken kurz abdriftete. Für manche wirkte es wahrscheinlich beängstigend, doch Isamu genoss die Isolation seiner Sinne und beschloss, beizeiten auch für einige Trainingseinheiten nach Kirigakure überzusetzen. Eine Yogaeinheit im Nebel oder das Festhalten dieser Kulisse auf einer weißen Leinwand. Es schien der ideale Ort zu sein, um seinen Geist zu erholen und zu schulen.

tbc: Straßen des Reichenviertels
 
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C-Rang: Lost in Blue
Yoshigahara Suzaku (L) und Ikari Jun

Endlich hatte der junge Bursche seinen Abschluss von der Akademie in der Tasche und konnte sich nun frohlockend in das Berufsleben eines Shinobi stürzen, doch natürlich lief alles immer ein wenig anders als man es erwartet hätte. In den ersten Wochen hatte er von der Verwaltung tatsächlich gar nichts zu hören bekommen, daher konnte sich der Yoshigahara entsprechend intensiv seinem Training widmen. Zum Glück wohnte sein Großvater noch in Soragakure, denn dieser konnte ihm beim Training natürlich ausreichend unter die Arme greifen. Insbesondere der Umgang mit dem Katon selbst sowie die Stärkung des Geistes lagen dabei im Fokus des Genin, denn er versuchte stets alles in Einklang zu bekommen. Die Meditationsübungen seines Großvaters waren ziemlich gut und danach fühlte sich Suzaku auch immer erholt, aber er hatte nicht das Gefühl irgendwelche Fortschritte zu machen. Und so sollte auch der heutige Tag aussehen, wenn nicht doch plötzlich eine Nachricht der Verwaltung eingetroffen wäre. Der frische Genin wurde zu einer C-Rang Mission zugeteilt und erhielt zugleich das Kommando. Suzaku hatte schon gestaunt, denn ein sofortiges Kommando obwohl er noch gar keine Mission erledigt hatte, war dann schon eine Ehre. Lag es am allgemeinen Personalmangel oder schätzte man seine guten Abschlussergebnisse? Eigentlich war es ja auch völlig egal. Auf dieser Mission würde ihn Ikari Jun begleiten, ein Mädchen in seinem Alter und ebenso frisch von der Akademie. Ob es auch ihre erste Mission war? Das würde Suzaku dann schon herausfinden. Vereinbarter Treffpunkt war der Hafen von Getsurin, von wo aus das Duo mit ihrer Begleitung zu den Inseln rund um Kirigakure aufbrechen sollte.

An diesem Morgen hatte Suzaku ausgiebig geduscht, seine Ausrüstung akkurat verpackt und zweimalig geprüft und sich entsprechend in Schale geschmissen, um diese Mission zu erfüllen. Ihr Auftrag war es einen verwöhnten Bengel namens Katoyawa Teito auf ein Abenteuer zu begleiten und diesen entsprechend zu beschützen. Sie mussten dafür sorgen, dass Teito sein Abenteuer auch wirklich genießen konnte. Ein Babysitter zu sein war jetzt nicht gerade das wofür sich Suzaku einsetzen wollte, aber er wusste, dass man als Genin eben unten anfing und entsprechende Aufträge auszuführen hatte. Eigentlich sollte er sich glücklich schätzen auf einem Auftrag wie diesen das Kommando zu tragen, denn auf den umliegenden Inseln von Kirigakure rechnete man nicht unbedingt mit feindlichen Kräften jedweder Art. Der Yoshigahara frühstückte ausgiebig und allen voran ausgewogen, ehe er sein Zeug schnappte und sich zum vereinbarten Treffpunkt begab. Getsurin lag natürlich unterhalb von Soragakure, weshalb der vernarbte Genin zunächst die fliegende Stadt verlassen musste. Der Weg bis zum Hafen von Getsurin war weder kurz noch lang, aber definitiv ausreichend lang und bot dem Genin natürlich die Möglichkeit eine entsprechende Aussicht zu genießen. Ob er seine felsige Heimat Iwagakure in nächster Zeit wieder sehen konnte? Er wusste es nicht, aber er würde alles dafür, um dieses Ziel zu erreichen. Am liebsten würde er in die Fußstapfen seines Großvaters oder notfalls auch Vaters treten und eine Stationierung nach Iwagakure erhalten. Doch seinen Wert musste er in Soragakure unter Beweis stellen.

Am Hafen von Getsurin angekommen, schaute sich der Genin aufmerksam um und konnte letztlich die Anlegestelle für ihr zugeteiltes Boot ausfindig machen. Sie hatten ein Ruderboot. Ein Ruderboot? Vermutlich bekamen sie so ein Gefährt, weil es bereits ein Abenteuer war damit zu den umliegenden Inseln zu gelangen. Seufzend musterte Suzaku das Gefährt und lehnte sich dann einen Holzpfahl, während er auf das Eintreffen seiner Missionspartnerin wartete. In der Zwischenzeit trudelte bereits der Vater des verwöhnten Bengels und der Bengel selbst ein, was den Genin dazu veranlasste beide Personen ausgiebig zu mustern. Während der kleine Bengel begeistert das Boot betrachtete und sich ein wenig im Hafenbereich umsah, stand der Vater lediglich da und unternahm keinerlei Versuche irgendwie Kontakt aufzubauen. Noch war die vereinbarte Uhrzeit ja auch nicht erreicht und Suzaku selbst war auch entsprechend früh dran. Diese Mission versprach anstrengend zu werden, das konnte er fühlen.

@Ikari Jun
 

Ikari Jun

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Die Dunkelheit war der Morgendämmerung gewichen, die Stadt umschloss die Ikari nicht mehr vollständig, so wie sie es gewohnt war. Stattdessen glitzerte es direkt vor ihr und spätestens jetzt stellte sie fest, dass das Rauschen anders war, als wenn der Wind durch das Gras und den Baumkronen auf Plattform 4 wehte. Selten hatte sie die Brandung so laut zu hören bekommen, denn den Hafen durchquerte sie normalerweise bloß und schenkte diesem Naturschauspiel kaum Beachtung. Jun ließ dicke Seilstränge los, die zwei Holzfässer umfassten, und schob sie gegen eine Hauswand, nahe einem kleinen Fischerstand. Der alte Mann, Verkäufer und Besitzer war mit seinem Stand in dieser Nacht umgezogen und die Genin war ihm noch wegen irgendwas schuldig, also wurde sie kurzerhand als Umzugshelferin eingezogen. Dass der Umzug gerade heute stattfinden musste, wo sie doch gleich eine Mission antrat, war zwar ein wenig ärgerlich, aber was solls. Damit war das morgendliche Workout dann auch abgedeckt. Mit dem Schlaf stand sie sowieso durchgehend auf dem Kriegsfuß, und war überbewertet. Wieso also die Nacht nicht sinnvoll nutzen? Jun mahlte mit dem Kiefer, als sie ein Gähnen unterdrückte. Die leicht geschundenen Hände reibend, beobachtete sie das bereits rege Treiben am Hafen, das den Anbruch des Tages einläutete und wie eine Welle über Getsurin schwappte. Der Mann hielt Jun einen verpackten Fisch als Dank unter die Nase, drückte ihn in ihre Hand, als sie ablehnte und bedeutete ihr, endlich zu verschwinden, da er noch viel zu tun hätte und sie bloß im Weg wäre. Grummelnd trat sie in das Geschehen und kramte ein Blatt Papier aus der Manteltasche, schnell überflog sie die Informationen zur anstehenden Mission. Warum war Babysitten eine C-Rang Mission? Entweder hatte das Gör einen besonderen Status, oder das Abenteuer würde vielversprechend, immerhin waren sie vermutlich mit einem Boot zur Insel unterwegs. Selbst schwimmen hätte bestimmt um einiges mehr Spaß gemacht!

Aus dem Holster angelte Jun ein paar Hülsenfrüchte und schmiss sie sich den Mund, bemerkte dann etwas Weiches zwischen ihren Beinen streichen, als sie fast beim Treffpunkt gelangt und kurz innegehalten hatte, um das Hab und Gut zu checken. Die Kunoichi hatte ihre Shinobiausrüstung eigentlich immer dabei, also die kleinen Standardsachen wie Kunai, Shuriken, Explosionssiegel. Wichtig war vor allem das Mitführen der Kalziumtabletten, ohne die könnte Jun einfach so von ihrem eigenen Körper außer Gefecht gesetzt werden, und das war in einer Mission natürlich ausgeschlossen. Als sie sich schließlich dem weichen etwas, das zwischen ihren nackten Beinen schlängelte, widmete, hob sich ein Mundwinkel zu einem angedeuteten Lächeln. Eine Katze mit auffällig gewölbten Bauch schien sehr interessiert an dem Fisch in Juns Hand, den sie sogleich aus dem eingewickelten Papier befreite und halb versteckt am Wegrand zwischen morschen Holzplanken platzierte. Sie machte ein paar Schritte zurück und betrachtete das Tier einige Momente, das sich kaum merklich über dem Festmahl hermachte. Gut, das würde dort von niemanden bemerkt und verscheucht werden. Jun nickte zufrieden und wandte sich dem nahen Steg zu, an dem drei Gestalten lungerten. Obwohl die Genin sehr früh unterwegs war, waren ihr Partner und die Auftraggeber ebenfalls vor Ort, nun denn. Mit den Händen in den Manteltaschen schritt die Ikari lässig und bestimmt auf das Trio zu, das sich wohl lieber anstarrte als zu kommunizieren. Zumindest die Älteren schienen nicht sonderlich begeistert von dem, was sie sahen. Wenn das Gör später auf dem Boot so zappelte wie jetzt gerade, würde Jun ihn so lange gefesselt und geknebelt halten, bis sie auf der verdammten Insel waren. Das zaghafte Lächeln zuvor wich einem harten Ausdruck, der Hosenscheißer sollte von Anfang an wissen, mit wem er es zu tun bekam. Zunächst ignorierte sie den Mann, der noch abseits stand, machte sich erst mit dem roten Ninja bekannt. Rot - eine ihrer Lieblingsfarben, die auch vereinzelt an ihrer Kleidung und in den Haaren zu finden war, wie der Patch mit dem Iwa-Zeichen am Oberarm. Jun kam vor dem jungen Mann zum Stehen und musterte ihn einige Augenblicke von oben bis unten. Ihre goldenen Augen ruhten schließlich in seinem Gesicht, denn dort hatte er eine ziemlich auffällige Narbe, die verlieh ihm eine Coolness, die ihr durchaus gefallen könnte. Ein Schmunzeln schlich sich auf die Lippen, kein Verspottendes. Als wären sie schon miteinander vertraut, ließ sie wie beiläufig von ihm ab und gesellte sich an seine Seite. "Ich bin Ikari Jun. Jun reicht.", meinte sie noch kurz und knapp an den neuen Partner gerichtet.

@Yoshigahara Suzaku
 
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Wirklich lange mussten weder Suzaku noch der Auftraggeber warten, denn Jun stieß ziemlich zügig dazu. Bereits aus der Ferne konnte der Yoshigahara erkennen, wie lässig die junge Dame daher schritt und musste unweigerlich schmunzeln, denn er war ja selbst ein Fan von Ruhe und Entspannung. Ohne bisher auch nur ein Wort mit ihr gewechselt zu haben konnte er also sagen, dass sie durch ihr lockeres Auftreten bereits einen Pluspunkt gesammelt hatte, obwohl er natürlich hoffte, dass diese lockere Attitüde nicht auf ihr Pflichtbewusstsein gespiegelt war. Eher unauffällig nutzte Suzaku also diese Gelegenheit seine Partnerin genauer unter die Lupe zu nehmen und stellte insbesondere das rote Unterhaar fest, was ihm sofort gefiel. Rot war seine Lieblingsfarbe und eben auch Bestandteil seiner Kleidung, daher machte es die Ikari äußerst cool, dass sie einige rote Elemente trug. Auch der Iwagakure-Patch fiel ihm dabei auf. Eine Landsfrau, sehr gut, gab gleich noch einen Sympathiepunkt. Sie gesellte sich lässig an seine Seite, besaß ein offenes Schmunzeln im Gesicht und stellte sich dann als Ikari Jun vor, bot ihm allerdings zugleich das Du und die Nutzung ihres einfachen Vornamens an. Der vernarbte Yoshigahara konnte das Schmunzeln nur erwidern und schaute etwas in ihre Richtung. „Freut mich sehr, Jun“, entgegnete er ihr und nickte, ehe er wieder zum Bengel schaute, den sie beäugen mussten. „Ich bin Yoshigahara Suzaku. Suzaku reicht ebenfalls“, stellte sich also der Katon-Ninjutsuka vor und atmete dann tief durch, denn er war genauso wenig begeistert von der Mission wie Jun es war. „Dann wollen wir mal, hm?“, sprach er Jun locker an und lachte dann leise. Das konnte wirklich interessant werden.

Der Yoshigahara löste sich von seiner Partnerin und trat dann auf den Auftraggeber zu, der sich mit einer arroganten Miene an den Genin richtete und seinen Sohn heran pfiff, als wäre dieser ein Hund. Was für eine seltsame Familie. „Kotoyawa-sama“, sprach Suzaku diesen an. „Unser Team ist nun vollzählig. Das hier ist meine Partnerin Ikari Jun, ich bin Yoshigahara Suzaku. Wir sind bereit für den Auftrag Ihren Sohn zur ausgemachten Insel zu begleiten und diesen mit aller Kraft zu beschützen“, meinte Suzaku ein wenig diszipliniert ausgedrückt, als hätte er einen Stock im Arsch, aber vor diesen reichen Geschäftsleuten wollte er einfach professionell wirken. „Schön zu hören, Shinobi. Machen wir es kurz, denn Zeit ist Geld und mein Geld würde ich gern behalten“, sprach dieser hochnäsig zum vernarbten Genin herab und betrachtete kurz dessen Narbe, nur um das Gesicht zu verziehen. „Mein Sohn will ein Abenteuer erleben, also sorgt dafür, dass er eines bekommt“, erklärte er mit ziemlich autoritärer Stimme, Suzaku nickte. „Verstanden, Kotoyawa-sama“, entgegnete dieser sofort und der Geschäftsmann beäugte den Genin weiter mit suspekter Einstellung. „Wenn meinem Sohn etwas zustößt, dann werde ich Euer Leben ruinieren. Verlasst Euch drauf“, drohte er dann noch und wandte sich ab. „Verstanden, Kotoyawa-sama“, entgegnete Suzaku ruhig und gelassen, doch spürte er wie innerlich ein Feuer zu lodern begann. Der Vater bewegte sich derweilen zu seinem Sohn. „Ich wünsche dir viel Spaß, mein Sohn. Und scheue dich nicht die zwei Shinobi zu fragen, wenn du dir etwas wünscht“, lächelte er und tätschelte das Kind, ehe er von dannen schritt und der kleine, verwöhnte Teito auf die zwei Shinobi zuging.

Suzaku schaute dem Geschäftsmann noch kurz hinterher und musterte dann das verwöhnte Kind. Der Auftrag fing ja schon echt bescheiden an. Kurz schaute Suzaku zu seiner Partnerin und rollte mit den Augen, was Jun mit Sicherheit richtig deuten konnte, dann schaute der Genin wieder zum Klienten, der auch direkt los wollte. „Ich will los, jetzt sofort. Du ruderst. Sie und ich werden reden“, befahl der kleine Bengel und zeigte jeweils mit den Fingern auf Suzaku und Jun als er die Aufgaben verteilte. Er sollte also Rudern während die hübsche Ikari einfach so konferieren durfte? Wie unfair. „Hör mal zu, Kleiner“, entgegnete Suzaku und sein Ton war etwas herrischer geworden. „Ah Ah ah“, unterbrach ihn der Junge. „Soll ich meinen Vater zurück rufen?“, drohte er und der Genin biss sich auf die Zunge. „Schön…gehen wir.“ Der Genin steckte die Hände in die Hosentasche und stiefelte dann allmählich an den Pier, um das entsprechende Boot zu bemannen.

@Ikari Jun
 
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